Unterschied Reisteigplatten und Frühlingsrollenteig ??
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![]() Mitglied seit 02.04.2004 |
bräuchte bitte mal eure Hilfe: Habe mir vor ein paar Tagen im Supermarkt (Asia-Ecke) ein Päckchen Reisteigplatten für Frühlingsrollen gekauft. Heute Abend sollte es dann Bananen im Knuspermantel geben. (Eigentlich kein klassisches Abendessen, aber ich hatte Lust dieses Rezept auszuprobieren Naja, jedenfalls hab ich mich dann beim Zubereiten gewundert, dass dieser Teig (nach Anleitung eingeweicht etc.) so klebrig war uns sich ständig zusammenklappte. War ne ziemliche Schweinerei, bis ich die Bananen und die Schoko eingewickelt hatte... Naja, das hat dann aber leider nicht so recht funktioniert. Die Taschen wurden nicht knusprig... Hab mich dann hingesetzt und mal hier die Foren durchstöbert, ob ich ne Antwort finde. Es gibt wohl nen Unterschied zwischen Reisteigplatten und nochmal anderem Frühlingsrollenteig. Stimmt das? Ist der dann einfacher/anders in der Zubereitung (klebt nicht so)? Ist das dann der, der auch im Backofen knusprig wird? Hab schon gelesen, dass es diesen ominösen Teig wohl als TK gibt. Wenn ja, kann man den dann auch portionieren, also einzeln auftauen? Brauch für mich allein ja keine ganze Packung Ohje, so viele Fragen... und wahrscheinlich alles Anfängerfehler DANKESCHÖN!!! Liebe Grüße summerlion |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Jou, da ist dir wohl ein bischen was durcheinander geraten
Für Frühlingsrollen kann man auch diese Reisblätter nehmen, oder aber auch den Frühlingsrollenteig aus Weizenmehl. Letzterer ist unserem Nudelteig ähnlich und wird in der Regel tiefgefroren gekauft, ist aufgetaut weich und kann mit etwas Wasser oder Ei an den Rändern gut verklebt werden. Die Reisblätter sind weißer, glasig und zeigen ihre Verwandtschaft zu den Glasnudeln sehr deutlich *gg* Alle getrockneten Blätter, wie deine Reisteigblätter, müssen vor dem Verarbeiten angefeuchtet werden, denn trocken sind sie sehr brüchig. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Du kannst die Blätter ausbreiten und mit Wasser besprühen oder betupfen und etwas weichen lassen. Du musst dabei bleiben und immer wieder testen, ob sich der Teig schon rollen lässt. Eine andere Möglichkeit: zwischen feuchte Küchenhandtücher legen. Und vor allem: immer nur wenige auf einmal anfeuchten, verarbeiten und dann erst die nächsten befeuchten. - Ich tauche die Blätter zwar kurz ganz in Wasser, lege sie aber dann zwischen Küchentücher, denn diese Teige dürfen nicht zu weich werden, wie es ganz offensichtlich bei deinen passiert ist. Auch reißen sie dann sehr leicht ein. Rollen oder Päckchen aus diesen Teigen werden entweder frittiert, in Öl in der Pfanne gebacken, in Brühe gekocht (z.B. Wan Tans) oder im Fall der Reisblätter auch gar nicht weiter gegart - dann macht man kalte Füllungen rein und isst die Rollen so wie sie sind. Was in letzter Zeit sehr oft verwendet wird - besonders von den TV-Köchen *gg* - ist fertiger Yufka-/Fillo-Teig, frisch oder auch gefroren. Das ist eine Art sehr dünner Blätter- bzw. Strudelteig, den man meistens gleich in mehreren Lagen einsetzt. Man bekommt ihn in türkischen Geschäften als Yufka, in griechischen als Fillo. Man pinselt ihn mit flüssiger Butter ein oder auch auch mit verquirltem Ei (nicht an den Rändern, wenn er aufgehen soll). NUR DIESEN kann man im Backofen backen. Er unterscheidet sich sehr vom Frühlingsrollenteig oder von den Reisteigblättern. Dein Bananenrezept kann ich mir damit allerdings auch gut vorstellen. Noch zu deiner Frage mit dem TK: Das sind oft sehr dicke Packen an Blättern, aber du nimmst davon so viele weg, wie du verarbeiten willst. Lieber ein paar weniger nehmen, die sind ja im Handumdrehen aufgetaut, wenn du sie nebeneinander auslegst. - Wenn der Block zu fest zum teilen ist, dann lass ihn ganz leicht antauen, dann sollte es gehen. Den Rest gleich wieder ins Gefrierfach geben. Viel Erfolg Gruß Turi |
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![]() Mitglied seit 02.04.2004 |
Hallo Turi,
wow, ganz lieben Dank für die ausführliche Hilfe!!! Jetzt hab ich mal wieder einiges dazugelernt Warum reden die TV-Köche aber auch immer von Frühlingsrollenteig, wenn es doch gar keiner ist!?! DA muss ja solche Verwirrung passieren Also nochmal DANKE. Wenn ich noch fragen habe, wende ich mich vertrauensvoll an dich, ok ? Liebe Grüße summerlion |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo summerlion,
klar kannst du mich fragen, wenn ich was weiß, gebe ich es sehr gerne von mir Dass auch die TV-Köche, ich meine die Profis, sich sehr oft sehr ungenau ausdrücken, fällt mir auch immer wieder auf. Ob es daran lieg, dass Kochen in erster Linie Handwerk ist und das Verbale dabei gerne bischen kurz kommt, oder ob es an der kreativen Umdeutung diverser Gerichte (Carpaccio, Tiramisu usw.) liegt, wage ich nicht zu beurteilen. Filoteig finde ich genial und sehr vielseitig einsetzbar. Aber zum Frittieren braucht man nicht unbedingt eine Friteuse. - Nachdem ich meine erste durch ein - vermeintlich - komfortableres Modell ersetzt hatte, habe ich inzwischen auch dieses ersatzlos entsorgt. Das Drumrum hat mich genervt *g. Aber gelegentlich frittiere ich was einfach in einer kleinen Kasserolle oder im Wok. Das geht prima und das Gerät ist danach sehr einfach wieder zu säubern. Ich dachte, du willst es im Backofen machen, um mit etwas weniger Fett auszukommen *gg* Liebe Grüße Turi |
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![]() Mitglied seit 02.04.2004 |
Hallo Turi,
ja stimmt schon, zum einen möchte ich mit weniger Fett auskommen zum anderen hab ich hier in meinem 1-Zimmer-Studenten-Appartement keine Dunstabzugshaube und die Küche ist Teil des Raumes. Da muss ich schon sehr aufpassen, wenn ich mit zu viel Fett koche/anbrate etc., sonst hängt das hier überall im Raum... Und für eine Portion so viel Öl zu benutzen, widerstrebt mir dann auch irgendwie Bin immer offen was Neues auszuprobieren. Ich hab hier sozusagen die Versuchsküche für die Familie zu Hause So, jetzt werd ich mich mal ao langsam in Richtung Bett begeben. Die letzten Nächte waren zu kurz (auch weil ich hier immer noch so viel gestöbert habe *gg*) Liebe Grüße summerlion |
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