Organisation. Gibt es dieses Wort in der Gastronomie überhaupt?
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![]() Mitglied seit 12.05.2006 |
Ich weiss jetzt nicht ob ich hier richtig bin, aber es ist schon eher eine Frage an die Profis. Warum ist die Gastronomie generell so unorganisiert? Mein Freund ist selber Gastronome und eigentlich Profi, aber er meint auch immer nur "das ist da halt so". Warum? Bsp: An jedem zweiten Tag werden die Arbeitszeiten kurzfristig geändert. Immer ist ein Notfall. An jedem zweiten Tag ein Notfall? Sorry, glaube ich nicht. Im Urlaub wird angerufen ob man nicht doch noch arbeiten kommen kann, es sei ein Notfall. Schon wieder ein Notfall? Sie rufen abends um 23 Uhr an ob man nicht morgens doch arbeiten kommen kann (Urlaub), schon wieder ein Notfall? Das passiert an 60% der freien Tage. Muss dazu sagen dass es sich um einen internationalen Grosskonzern handelt, nicht um einen Familienbetrieb. Bei letzterem könnte ich mir es ja noch vorstellen. Ich kenne Leute die in der medizinischen Branche arbeiten und selbst die haben nicht so viele Notfälle Hat sich in der Gastronomie so eine Art Resignation breit gemacht? "Das ist da halt so"? Ich arbeite selber in einer etwas chaotischen Branche, aber mich hat noch noch nie mein Chef abends um 23 Uhr Angerufen dass ich am nächsten Morgen antanzen soll weil wieder etwas verschluddert wurde (also im Urlaub und dann noch um diese Uhrzeit??) In diesem Betrieb schliessen sie um 21 Uhr, um das auch noch zu erwähnen! Ich finde das sehr befremdlich und frage mich ob hier einfach nur Unfähige am Werk sind Also bitte, "Warum ist das so?" lg Kaffir |
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![]() Mitglied seit 07.05.2004 |
Hallo!
Ich finde NICHT, dass die Gastronomie "generell" unorganisiert ist. Ich möchte sogar dass Gegenteil behaupten. In der Gastronomie ist Organisation das A und O. Aber es wird natürlich auch ein hohes Mass an Flexibilität erwartet! Grüße Rainer |
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![]() Mitglied seit 12.05.2006 |
Hi,
Ja, während dem Tagesgeschäft sicher, sonst bekommt der Gast sein Gericht ja nicht warm an den Tisch. Aber nachher? Flexibilität ist das eine, verstehe ich gut. Aber eben, dieses dauernde hin und her, das hat für mich nichts mehr mit Flexibilität zu tun. Ich habe eher oft den Eindruck dass eine gewisse Verbortheit Und ich sehe keinen Unterschied darin Schichten in einem Spital und und in einem grossen Gastronomiebetrieb (den speziellen den ich meine serviert ja nicht mal essen!) zu organisieren. In Spitälern klappt es, dort nicht. Und das wird von allen einfach so hin genommen. Weisst was ich meine? Kaffir |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Wenn ich manches so lese, dann ist da sicher das kleine Körnchen Wahrheit drin. Übrigens frage ich mich das auch immer bei meinem Hausarzt, den ich sehr schätze und wegen dessen Qualifikation ich das Chaos eben in Kauf nehme; soviele Notfälle an einem Tag können wirklich nicht passieren.
Ich denke, einerseits sind natürlich in den Gastronomiebetrieben die Personalkosten der überwiegende Kostenfaktor, der Versuch sie im Rahmen zu halten, ist natürlich erstmal nicht falsch und wenn eine gewisse Personaldecke unterschritten ist, dann ist keine organisierte Arbeit mehr möglich; das ähnelt dann eher dem Austreten von unterschiedlichen Brandherden, wo es am stärksten brennt, wird gelöscht, zu mehr hat man keine Resourcen. Das zweite sind wahrscheinlich noch eher konservative hierarchische Strukturen, wo der Chef einfach nicht in der Lage ist, zu delegieren und alles nur von jetzt nach gleich organisiert (übrigens ist hier der Vergleich mit medizinischen Einrichtungen gar nicht mal so abwegig ________________________________________________________________________ Politics is not a bad profession. If you succeed there are many rewards, if you disgrace yourself you can always write a book. |
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![]() Mitglied seit 12.05.2006 |
Susa,
Du hast das besser formuliert als ich. Genau das meinte ich! Reagieren anstatt agieren, um es mal platt zu formulieren. lg Kaffir |
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![]() Mitglied seit 15.11.2004 |
moin zusammen........
ich hab auch schon in großen häusern gearbeitet und kann beides berichten. in dem einen wars das organisierteste arbeiten das ich jemals hatte - wirklich, hat alles wie am schnürchen funktioniert und in dem anderen wars das heillose chaos. ich hab mir auch schon oft nen kopf drüber gemacht woran das liegen könnte und bin zu folgendem ergebnis gekommen..... in dem ersten hotel(nennen wir es mal die alp) wars so das wir ne mx. kapazität von 550 pax hatten und wir auch nur für die hotelgäste gekocht haben(5 sterne superior hotel). wir wußten also morgens schon wie viele leute den tag über zum essen anwesend sein können - sehr vorteilhaft. wir hatten weder seminarbetrieb, noch a la carte..... im anderen hotel (nennen wir es mal den park) wars das heillose chaos. ständig kam die bankettabteilung in die küche gestürmt. wir haben kurzfristig noch diese tagung angenommen und die anderen haben storniert, ach ja und ihr braucht für wieder ne andere gruppe morgen noch fingerfood und, und, und. diese "fexibilität" der bankettabteilung wurde dann meist auf unserem rücken ausgetragen. daraus resultierten dann auch kurzfristige dienstplanänderungen. da waren aber krankheitsfälle, arbreitsunfälle und persönliche faulheit noch nicht mit in den dienstplan eingerechnet. also es liegt nicht immer(manchmal schon) an der unfähigkeit der küchenführung...... in diesem sinne mfg der germanchef Köche regieren die Welt!!! |
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![]() Mitglied seit 02.03.2007 |
Ich habe in einem 4 Hauben Betrieb als Stammgast jahrelang miterlebt, dass der Restaurantchef der Küche immer mehr Gäste aufs "Auge drückte" als in Höchstqualität leistbar war. Das war teilweise schrecklich mit anzusehen, wie das Chaos herrschte. Oft spielen da finanzielle Gründe eine grosse Rolle. Aber so was geht meist nach hinten los. Auf Dauer kann kein Betrieb auf diese Weise erfolgreich arbeiten.
Pastinake |
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![]() Mitglied seit 12.05.2006 |
Hallo,
Pastinake, eben, ich denke auch dass dies sehr kurzfristig gedacht ist. Maximaler Gewinn in kürzester Zeit auf möglichst höchstem Niveau funktioniert doch nirgends auf Dauer. @germanchef empfandest du denn das Arbeiten im organisierten Betrieb als uninspirierend? Also ich meine, empfandest du die gute Organisation als Kreativitätskiller? Oder eher als das Gegenteil? Zu viel Organisation kann auch wieder lähmend sein. Ein gesundes Mittelmass wäre, wie fast immer, sicher nicht schlecht. In "meinem" Beispiel gibt es keine Bankette, keine Gesellschaften die stornieren, nichts in diese Richtung. Da ist jeder Tag gleich. Und trotzdem dieses Chaos? Ich verstehe es nicht. Kaffir |
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![]() Mitglied seit 14.02.2005 |
Hallo,
da ich den internationalen Grosskonzern kenne, versteige ich mich zu der Mutmaßung, dass das kein Versagen, songern geplantes System ist. So wird eben die teuerste Recource, die Arbeitskraft, am besten (für den Betrieb) ausgenutzt. Dies funktioniert dort wo der Konzern zu Hause ist wohl wunderbar (zulasten der AN) und wird eben ohne Rücksichtnahme überall dort durchgezogen, wo der Konzern sich ansiedelt. In der "normalen" Gastronomie sehe ich das ebenso wie germanchef und susa dies dargelegt haben. gwexhauskoch |
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![]() Mitglied seit 12.05.2006 |
Gwex,
Aber das ist doch auch unlogisch. Die Resourcen Kaffir |
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![]() Mitglied seit 14.02.2005 |
Hallo,
nö- verstehe ich nicht. gwexhauskoch |
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![]() Mitglied seit 12.05.2006 |
eine Stunde Resource kostet xy.- egal ob geplant oder ungeplant eingesetzt. Was ist da so kompliziert? Kaffir |
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![]() Mitglied seit 14.02.2005 |
Hallo,
eine AK kostet mehr als nur die Stunden die sie arbeitet! gwexhauskoch |
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![]() Mitglied seit 02.03.2007 |
Die Einschaetzung von Gwex habe ich in meiner KM ja auch schon geaeussert: es geht um moeglichst flexibel verfuegbare Manpower. Und es ist billiger Herrn xy auf Abruf außerhalb seiner normalen Arbeitszeiten zur Verfuegung zu haben, als zusaetzlich jemanden anzustellen.
Pastinake |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
...... vor allem, wenn es Regelungen gibt, die Überstunden von Herrn xy nicht oder nur teilweise zu zahlen.
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![]() Mitglied seit 12.05.2006 |
ja ok, zusätzlich mehr Leute einstellen kostet, das ist mir auch klar.
Aber eine Stunde ist eine Stunde und es ist ja INNERHALB der normalen Arbeitszeit, also dann wenn dieses Unternehmen geöffnet hat. Die schliessen auf die Minute genau. Darum kann ich hier jetzt die Kostenersparnis nicht erkennen. Also ich verstehe nicht was das Chaos sparen soll... Kaffir |
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![]() Mitglied seit 12.05.2006 |
@ Susa
Überstunden werden bezahlt oder können abgefeiert werden, das ist gottlob nicht das Problem! lg Kaffir |
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![]() Mitglied seit 14.02.2005 |
Hallo,
wann die Stunden geleistet werden ist in diesem Zusammenhang auch irrelevant - es geht um die blanken Kosten Es soll dann ja auch noch zahlenjonglierende Betriebswirte geben, die tolle Pläne entwickeln um Kosten zu senken, in denen die Deckelung von festangestellten AK eine besondere Rolle spielen. Ich kenne da einen Nichtgastoweltkonzern aus D, der solches zum Goldenen Kalb auserkoren hat gwexhauskoch |
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![]() Mitglied seit 05.12.2007 |
Hallo Kaffir,
ein gewisses Maß an Flexibilität ist ja einzusehen und ich bin die letzte, die nicht mal notfalls einspringt. Aber ab und zu muß man auch mal einfach NEIN sagen können oder das Telefon liegt im Kühlschrank und klingelt alleine vor sich hin. Aus dem Urlaub hat mich noch niemand geholt-"Notfall" hin oder her. Es gibt einfach Grenzen, aber die muß man dann schon selbst setzen. Gruß Sabine |
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![]() Mitglied seit 24.08.2007 |
Kann mich SfA nur anschliessen - wir hatten, als Göga noch Arbeitnehmer war, im Urlaub immer abgewartet, bis der AB dran wa. Wars sein Chef, gingen wir eben einfach nicht dran und fertig.
* * * Wer andern eine Bratwurst brät, der braucht ein Bratwurst-Bratgerät! |
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![]() Mitglied seit 15.11.2004 |
also für mich gibts da immer 2 entscheidungen: love it or leave it. my way or gangway.......... entweder den job machen so wie er ist oder sachen packen und gehen. es gibt immer vor und nachteile. den perfekten job hab ich noch nicht gefunden............
mfg der germanchef Köche regieren die Welt!!! |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
nee, germanchef, irgendwo ist bei aller Liebe die Grenze ..... ich glaube, man muss zwischen kochungeeigneten Weicheiern und berechtigen Kritiken sauber unterscheiden
und nur weil ich eine Sache liebe und mich ihr mit Leidenschaft und Enthusiasmus hingebe, muss ich doch nicht auch automatisch blind und taub gegen alle Unzulänglichkeiten sein und diese als gottgegeben hinnehmen ________________________________________________________________________ Politics is not a bad profession. If you succeed there are many rewards, if you disgrace yourself you can always write a book. |
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![]() Mitglied seit 15.11.2004 |
gut so krass wie oben beschrieben hab ichs auch noch nicht erlebt, aber ich meine halt wenns unzumutbar ist dann muß man halt, die für sich bessere entscheidunbg treffen und gehen. dann frag ich mich warum kaffir´s partner sich nicht was neues sucht. also ich hätte das schon lange getan, vor allem weil es ja "nur" ein restaurant ist.............
Köche regieren die Welt!!! |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Und was spricht dagegen die Verhältnisse zu ändern, oder wenigstens den Versuch zu unternehmen? Bei allem Verständnis für die besonderen Bedingungen in Küchen und Restaurants, demnächst wird da noch die 7-Tage Woche mit 24 Stunden-Tag auf 400€ Basis an 52 Wochen im Jahr eingeführt und wenn jemand fragt, ob das noch ok ist, ist die einzige Antwort "love it or leave it!"? - das kann's doch nicht sein.
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![]() Mitglied seit 12.05.2006 |
eben Susa, genau das meine ich. Wenn sich niemand wehrt, dann kann auch nichts verbessert werden. Und ich weiss nicht warum es in dieser Branche einfach so hingenommen wird. "ist halt so"
Warum ist es falsch so eine Vorgehensweise in Frage zu stellen? Einigermassen sinnvoll kann man meiner Meinung nach jeden Betrieb organisieren, oder eben nicht. Ich hatte selber schon mal einen dermassen chaotischen Chef, da musste man jeden Job doppelt machen weil er immer alles vergass, verschludderte und es ihm im letzten Moment dann doch wieder eingefallen ist. Das war furchtbar! So zu arbeiten macht def. keinen Spass! Also wenn man abends um 17 Uhr dann noch bis nachts um 3 Uhr da sitzen muss um alles noch mal neu zu machen.... das kam da auch sehr oft vor! (bin dann gegangen, da hat natürlich Germanchef recht. Reden und was zu ändern versuchen hat dort nichts geholfen) Kaffir |
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![]() Mitglied seit 05.12.2007 |
Hallo Kaffir,
bin mir nicht sicher, ob dieser permanente Personalmangel unbedingt etwas mit mangelnder Organisation zu tun hat. Oft ist es so, daß das Budget einfach nicht mehr hergibt. Die Gäste sind nun nicht bereit mehr Geld auszugeben, nur damit wir Köche eine schönere Arbeitssituation haben und die Betriebe sich mehr Arbeitskräfte leisten können. Da braucht dann nur einer krank zu werden und schon hängen die anderen Kollegen dann da. Dann gibt es nun mal nicht so viele gute Arbeitskräfte und somit kann eine Stelle oft auch nicht besetzt werden. So kommt dann eins ins andere. Die Arbeitsbelastung erhöht sich immer mehr und schon hängt man in der Tretmühle! Aber, trotzdem muß es auch Grenzen geben, die man eben selbst setzen muß. Mein Urlaub ist tabu und auch sonst die Zeit, die ich mit meiner Frau verbringen will. Ein wenig geregelt sollte es schon sein. Hier in Norwegen müssen wir auch arbeiten, aber hier wird uns auch mal ein wenig Privatleben gegönnt. Das habe ich in Deutschland zum Schluß eigendlich nicht mehr erlebt. Gruß Sabine |
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![]() Mitglied seit 27.03.2002 |
Hallo
Das Problem gibt es nicht nur bei Köchen sondern auch in anderen Bereichen und Berufen z .B .im Supermarkt in der Fleischabteilung . Hier sind die Arbeitszeiten von Morgens 6 Uhr bis Abends 22-22 Uhr 30 zu besetzen .Für diese Zeit abzudecken hast du , wen es gut kommt 2 Vollzeitkräfte die vielleicht auch noch vom Fach sind ,ansonsten Kräfte mit dem unterschiedlichsten Wissensstand und Arbeitszeiten .Fällt davon eine/r durch Krankheit aus hat man schon ein Problem .Urlaub das lässt sich ja noch planen aber Krankheit nicht ,also dann passiert was passieren muss ,du musst Überstunden machen lassen ,Mitarbeiter zu Hause anrufen das sie den Dienst für den Ausfall übernehmen ,Da kann es ohne weiteres sein das jemand bis um 22Uhr 30 gearbeitet hat und am Morgen um 6 Uhr schon wieder da sein muss .Das Wort das ich am wenigsten im Betrieb hören kann ist STUNDELEISTUNG Als Abteilungsleiter/in bekommst am Anfang vom Jahr Umsatzzahlen vorgegeben die sind mit dem Personal und der Stundenleistung zu bringen egal wie .Das durch das permanente zu wenig an Personal die anderen oft Überfordert sind ,ist von geringem Interesse .Die dadurch entstehende Krankenscheine werden ja von dem Rest der Belegschaft aufgefangen .Oft mehr Schlecht falls Recht was sich wieder im Service bemerkbar macht .Traurig aber wahr .Das Erstellen von Arbeitsplänen gestaltet sich oft zu einem Wunschplan da bleibt oft nur die Hoffnung das nichts Unerwartetes geschieht .Egal wie eng es schon oft war oder ist Aus dem Urlaub rufe ich keinen zurück .Denn Urlaub hat jeder ohne Störung verdient und nötig LG annelore |
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![]() Mitglied seit 13.04.2005 |
Das Problem in der Küche liegt doch meist noch ganz wo anders:
Ich Glaube nicht, dass sich Alle und überall sooo viele Gedanken machen über manpower und optimale Ausnutzung des Personals. Vielmehr ist der Chef in der Küche eben zuallerst einmal Koch. Dann hoffentlich noch ein bischen BWLer und wenn er mit Personal umgehen kann . Umso besser. Dass dies alles gelichzeitig eintrifft ist selbst in Gastrokonzernen nicht die Regel. Und genau daraus erwachsen all die genannten Probleme mit der Zeiteinteilung und das entstehende Chaos. Dann wird die Gutmütigkeit des Personals getestet, und wenns klappt macht mans immer so, bis Einer verschwindet und ein Neuer wieder auftaucht. Deshalb ist ein vernünftiges Wehren sicherlich nicht falsch. Denn : Es nicht halt nicht so, sondern wird oft aus Bequemlichkeit so gemacht. Kaertle |
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![]() Mitglied seit 27.10.2008 |
Hallo,
tolles Thema und gute Beiträge dazu. Mich würden detaillierte Erfahrungen zum Thema von Servicekräften und Köchen interessieren, denn ich schreibe demnächst meine Diplomarbeit mit dem Titel "Flexibilisierung der Organisation und Arbeit in der Gastronomiebranche" an der Universität Kassel, Wirtschaftswissenschaften. Ich selbst bin auch Gastronom und habe eine Bar und kürzlich ein kleines Gasthaus in Nordhessen übernommen welches nach einem halben Jahr schon gut läuft. Ich arbeite schon lange in der Gastrobranche und kann die Beschwerden von euch gut nachvollziehen, allerdings in meinen Betrieben dem weitestgehend durch ein gutes Informations- und Wissensmanagement entgegenwirken. Was mich interessiert ist: Was sind für euch grenzwertige Situationen? Wann ist man nicht mehr bereit mit zu spielen? und am wichtigsten: Kann man Köche und Servicekräfte besonders motivieren (zb. durch umsatzabhängige Boni, oder reichen ein paar nette Worte)? Wenn es Probleme gibt/gab: wie gut ist die Kommunikation? Gibt es Tages- und/oder Wochenmeetings? Wenn es nichts fürs Forum ist, freue ich mich auch über direkte Zuschriften. Cheers Pro |
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![]() Mitglied seit 04.12.2006 |
Moin,
@ Limette & den Rest der Chaosgeschaedigten Es waere mal fuer mich interessant wie gross den der Betrieb ist, wann und wo beginnt das Chaos. Ohne Details kann man eigentlich nur ins Blaue schreiben, fuer mich gilt einfach, jedwede Disorientation von meinen Koechen fernzuhalten, sonst bin ich selber in der Gruetze, eigentlich die erste Aufgabe eines Kuechenchefs, daher ist vieles fuer mich nicht nachzuvollziehen, oder ist das Chaos, die Unorganisation "Managementgemacht“, weil niemand mit irgenwas rechnet und schoen in den Tag reinorganisiert? Liebe Gruesse Christian |
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![]() Mitglied seit 12.05.2006 |
@ Christian,
In "meinem" Fall (ich selber arbeite da nicht, aber mein Freund) handelt es sich um einen riesigen Konzern, international agierend mit eigentlich immer gleichem Tagesgeschäft. Keine Küche, keine Köche! Öffnungszeiten sind geregelt, eigentlich ist vieles vorhersehbar, meiner Meinung nach. Gut, es können mal mehr Gäste als normal kommen, aber das ist ja nicht dauernd der Fall. Und wenn, dann ist es meistens bei Messen ect., aber auch das weiss man im voraus. Darum verstehe ich diese Dramen dort nicht. Letzte Woche hatte er Urlaub, sie haben auch da wieder dauernd angerufen... Er müsse morgen um 22 Uhr kommen, sie hätten eine wichtige Besprechung, es müsse sein. (wie gesagt, im Urlaub) Er hat abgesagt und angeboten an seinem ersten Arbeitstag (zwei Tage später) eine Stunde früher zu kommen. Was war, er bekam zwei Blätter vom Sitzungsprotokoll in die Hand gedrückt. Das war alles! Himmel hilf! Sind die denn total bescheuert? Deswegen jemanden aus dem Urlaub zurück holen? Dann erfährt man dass man einen Vortrag zu einem bestimmten Thema halten sollte, komplexe Sache. Man erfährt es zwei Tage vorher! Wohlgemerkt, bei 100% (eher 130%)-iger Arbeitsauslastung. Ja wann denn bitte soll man so was vorbereiten? Zwischen 24 Uhr und 5 Uhr morgens und dann wieder weiter arbeiten? Frechheit. Das ist nur pure Unfähigkeit des Managements und nichts anderes. Vielleicht Kalkül, kann sein, aber ich glaube dafür wären sie sogar alle zu blöd. @ Pro Wenn ich das lese "Flexibilisierung der Organisation und Arbeit in der Gastronomiebranche" Dann schwant mir auch böses. Flexibilisierung, ein "schönes" Wort dafür nichts mehr organisieren zu müssen sondern die Leute nur noch rennen zu lassen. Kaffir |
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![]() Mitglied seit 04.12.2006 |
Moin, Moin,
ganz ehrlich, unter solchen Umstaenden wuerde ich meinen Abflug organisieren..., Liebe Gruesse Christian |
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![]() Mitglied seit 27.10.2008 |
@Kaffir,
dir muss da nichts Böses schwanen. Flexibilisierung heisst nicht "weglassen" sondern bedeutet viel mehr Umstellung der Organisation und Arbeit und geht nur mit Regeln die von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite klar aktzeptiert sind. So wie Du die Situation deines Freundes darstellst würde ich ihm auch dazu raten sich aus dem Unternehmen zu verabschieden. Da wird mal wieder versucht mit zu wenig Leuten großes zu leisten und das geht meist schief. Meine Leute rennen lächelnd von sich aus @Hooligan bei euch gibt es Wochenbesprechungen? wie groß ist der Laden wo du arbeitest? schreib doch mal was positives über eure Arbeit da. |
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![]() Mitglied seit 04.12.2006 |
Moin,
bis August hatte ich Teams von 18 Koechen bis 240 Koeche plus Helfer "unter" mir, je nach Einsatzgebiet auf den Schiffen und je nach Aufgabe, die ja vielfaeltig ist wenn man die Berufsbezeichnung "Catering Manager" an der Backe hat, ein Unternehmen mit 3800 Koechen war das...... Nun entschleunige ich ein bisserl..... das Problem allgemein ist, dass sich jeder viel zu wichtig nimmt aber dann nichts gebacken bekommt wenn wirkliche Probleme zu loesen sind, daher ist bei mir Teamarbeit die Grundvoraussetzung ueberhaupt, Meetings auf Managementbasis woechentlich, in Teambasis jeden Morgen 5 Minuten, und ich mach mich immer schmutzig, d.h. ich arbeite immer mit mal am Saucier, mal in der Spuele es kann sich direkt jeder bei mir auskotzen und da ist der nachste wichtige Punkt, meine Jungs haben eine Art "Urvertrauen" zu mir und ich kann mich 100% verlassen, somit sind eigentlich keinerlei Probleme da die nicht sofort auszuraeumen sind. Allerdings hat jeder einzelne Mitarbeiter von Anfang an ein Jobdescrption, wo jede auch simpelste Aufgabe, Rechte & Pflichten aufgeschluesselt sind, das ist an den meisten Arbeitsplaetzen nicht gegeben, macht aber viel Sinn. Liebe Gruesse Christian |
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![]() Mitglied seit 27.10.2008 |
Vielen Dank für die Antwort Christian,
Der Punkt der Jobdescription ist ein guter Punkt. Dann wissen alle wovon man bei der Arbeit ausgehen muss und es gibt keine Überraschungen. Leadership ist auch immer ein großen Thema in funktionierenden Organisationen. Ein Chef oder Vorgesetzter der sich nicht zu fein ist die Finger schmutzig zu machen wird schnell als Leader anerkannt. Wenn er dann auch noch "Charisma" (erzeugt das von Dir beschriebene "Urvertrauen") hat führt dies meist zu optimalen Vorraussetzungen effizient und gewinnbringend zu produzieren. Du schreibst bis August... was machste jetzt? cheers Jonny |
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Henglein
Rama Cremefine

































