Römertopf - beschichtet?

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15.05.2005 13:41

kaio

Mitglied seit 29.08.2004
207 Beiträge (ø0,05/Tag)

Hallo!
Bevor dieses thema vom admin. verschoben wird: ja, ich habs bereits im \"küchenausstattungs-forum\" versucht - ohne antwort zu bekommen...

Also, nun versuch ichs bei den profis hier:
Macht es einen unterschied, ob ein römertopf auf der innenseite beschichtet ist, d.h. mit einer, wie soll ich sagen, innen \"glattlackierten\" oberfläche, statt dem nackten ton.

Bei meinem römertopf ist das nämlich so (der deckel nicht) und ich frage mich, ob es vielleicht *daran* liegt, dass sich beim garen (zumindest bei huhn mit gemüse) immer eine ganze menge sud ansammelt. Oder ist das auch bei \"nackten\" römertöpfen so? Bzw. gibt es sonstige unterschiede?

Danke!
gruß
kaio
15.05.2005 14:43

tilla

Mitglied seit 15.03.2003
4.500 Beiträge (ø0,9/Tag)

Hallo, kaio,

ich habe einen beschichteten und einen unbeschichteten Topf, ich konnte da bisher keinen großen Unterschied in der Füssigkeitsansammlung sehen. Ansonsten benutze ich lieber den beschichteten, ganz einfach, weil er leichter zu säubern ist (naja, und größer als der andere ist er auch Na! )


Lieber Gruß,
Tilla



16.05.2005 20:08

Abhi

Mitglied seit 26.02.2004
868 Beiträge (ø0,19/Tag)

Hallo Kaio,

auch bei meinem Römertopf ist die untere Hälfte innen glasiert. Es kocht sich sehr gut mit ihm, die Glasierung finde ich eigentlich recht praktisch, die Ergebnisse sind prima...

Aber auch ich habe mich schon gefragt, ob das nicht so ein wenig an der Grundidee des Römertopfes vorbeigeht... naja, solange das Resultat gut und römertopftypisch ist, ist es ja eigentlich egal...

beste Grüsse, YES MAN abhi
17.05.2005 12:42

kaio

Mitglied seit 29.08.2004
207 Beiträge (ø0,05/Tag)

Danke für die antworten - das beruhigt mich...

Allerdings habe ich mich ohnehin schon gefragt, was eigentlich \"römertopf-typisch\" ist...?!
Das garen im eigenen dampf/saft?
Das müsste man ja eigentlich in praktisch jedem topf mit deckel erreichen können.
Und wenn das material (also der ton) ne rolle spielt, läuft die beschichtung der grundidee ja tatsächlich zuwider...
19.05.2005 12:48

kaio

Mitglied seit 29.08.2004
207 Beiträge (ø0,05/Tag)

Okay, damit dieses Thema doch noch in dieses Forum passt, hier noch ein Römertopf-Rezept von Harald Wohlfahrt:

1. Frühlingsgemüse wie Zuckerschoten, 4-6 junge Karotten, 4-6 weiße Rübchen, 8 grüne Spargel (in Stücken) sowie einige Blumenkohl-Röschen, 2-3 in grobe Stücke geschnittene Kartoffeln und 40g fein gewürfelte Trüffel gibt man in den Römertopf. Salzen, pfeffern.

2. Drauf ein schönes Huhn (ich hab ein Poulet Noir genommen), gesalzen und gepfeffert, unter dessen Brusthaut man ein paar Trüffelscheiben schiebt.

3. Man übergießt mit: Einer Mischung aus 50ml Geflügelfond+50ml (braunem) Kalbsfond; Einer Mischung aus 40ml Trüffelsaft, 30ml Madeira, 30ml Sherry, 50ml Weißwein.

4. Man verschließt den Römertop mit Pasteteneig und gibt ihn 45 Minuten bei 240 grad in den Ofen.

5. 10 Minuten ruhen lassen

Fertig.


Meine Abwandlungen:
Ich habe den Topf nicht mit Teig abgedichtet und dafür das ganze ne gute Stunde im Ofen gelassen (war auch ein 2-Kilo-Huhn). Außerdem habe ich aus Geldgründen den gewürfelten Trüffel weggelassen und eingelegten Trüffel zum \"unter-die-Haut-schieben\" verwendet.

Auf den ersten Biss wirkte das Ergebnis (vielleicht wegen des fehlenden Trüffels) ein bisschen fad.
Aber beim zweiten Biss zeigte sich der Reiz gerade darin, dass die zarten Aromen der recht weichen Gemüse zur Geltung kommen, untermalt von der suppigen Flüßigkeit, die sich im Topf bildet.

Noch ein Hinweis: Man braucht wirklich einen ziemlich großen Römertopf um alle Zutaten bequem unterbringen zu können. Oder man reduziert die Mengen und nimmt ein kleines Huhn...
26.01.2013 13:25

ShannenB

Mitglied seit 05.03.2005
1.158 Beiträge (ø0,27/Tag)

Ich bin seit heute stolze Besitzerin eines Römertopfes! Bin schon gespannt Lachen . Eingeweiht wird er mit einem Hendl mit Semmelfülle, Gemüse, Erdäpfel. Ich habe den der Firma die ihn schon seit 40 Jahren herstellt. Meiner ist auch lasiert- hab mich auch schon gefragt was besser ist. Aber es gab sowieso nur diesen zu kaufen.

Wie lange wässert ihr den Topf? Die Dame meinte 10 Minuten mindestens- etwas länger wäre besser. Und muss man beim zugießen von Flüssigkeiten echt sehr aufpassen? Es steht ja wenns zu kalt ist kann der Topf springen. Besser ich halte mich dran und erwärme alles vor dem angießen, oder?

Und kann ich den auch ohne Spüli sauber bekommen? Irgendwo hab ich gelesen, dass sich sonst das Spülmittel in den Ton saugt und dann an das Bratgut abgeben kann. Ich teste mal, ob ich den nur mit heißem Wasser sauber bekomme. In den Geschirrspüler will ich das Teil auch nicht unbedigt stellen. Zumal Geschirrspültabs sicher nochmal ungesünder sind...

Greets,
Shannen
26.01.2013 14:48

katir

Mitglied seit 10.04.2006
43.818 Beiträge (ø11,26/Tag)

Hallo Shannen,

es gibt nur eine Firma die Original Römertöpfe herstellt Na! ..die aus dem Kannenbäckerland.

Den neuen Topf 30 Minuten wässern. Später reichen wenige Minuten aus, sogar wenn man nur kräftig Wasser über den Topf laufen lässt reicht das.

Während des Garen gieße ich nie nach. Das ist auch nicht der Sinn des Römertopfes, der soll die im Ton gespeichterte Feuchtigkeit abgeben.

Backofen muss kalt sein, also nie vorheizen.

Meine Töpfe landen seit Jahrzehnten in der Spülmaschine.


katir
26.01.2013 15:13

sukeyhamburg17

Mitglied seit 07.03.2007
9.880 Beiträge (ø2,78/Tag)

Hallo,

seit ca. 20 Jahren hat jeder Roemertopf nun eine Innenglasur im Unterteil - Zweck - leichtere Reinigung und appetitlicheres Aussehen des Unterteil nach dem Gebrauch.

Die Innenglasur hat keinen Einfluss auf die Funktion des Braeters - auch nicht auf das Garergebnis.... und die Glasur ist auch lebensmittelecht.

...und noch etwas zum Waessern: Roemertoepfe muessen vor dem 1. Gebrauch gewaessert werden und zwar 20 bis 30 Minuten lang. Nach dem 1. Gebrauch verringert sich die Zeit des Waesserns auf 10 Minuten..

Ich habe noch nie den Roemertopf in die Spuelmaschine gepackt... obwohl der Hersteller angibt, dass man es machen kann. Bei uns wird der Topf nach Gebrauch nur mit heissem Wasser und einer Spuelbuerste ausgewaschen und saubergebuerstet. Abgetrocknet und fuer eine Weile draussen stehengelassen, bevor er wieder in seine "Umhuellung" kommt....
Man kann auch Backsoda oder Salz nehmen, um evtl. Anhaftungen zu entfernen...

Und Fluessigkeit nachgiessen muss man waehrend des Bratvorganges im Grunde nicht....

Wenn es aber doch einmal vonnoeten sein sollte, dann immer mit warmen Fluessigkeiten arbeiten, nie! mit kalten...

Liebe Gruesse aus Pittsburgh, Pennsylvania,

Susan
26.01.2013 16:25

ShannenB

Mitglied seit 05.03.2005
1.158 Beiträge (ø0,27/Tag)

@Katir: mein Topf kommt aus Ransbach-Baumbach. Laut Wikipedia ist es also dieses Kannenbäckerland (ich kenne mich in Deutschland nicht sehr gut aus-> wohne in Österreich^^)

@sukeyhamburg: meiner steht schon seit ner Stunde im Wasser. Zu viel wässern macht aber auch nichts, stimmts?
Gut zu wissen wegen der Glasur- dachte es gibt noch immer beide Arten. War mir nicht sicher, ob die Glasur sich negativ aufs Ergebnis auswirkt, da ja Römer auch keinen glasierten nutzten^^ Aber umso besser, wenn es keine Nachteile sondern nur Vorteile (beim Putzen) hat!

Den Römertopf gibts sogar in den USA? Oder hast du deinen aus Deutschland mitgebracht.

Noch eine Frage zum Bratvorgang:

Ich dachte ich stelle den Topf samt Huhn und Gemüse in den Ofen und stelle Gasstufe 3 ein. Dann steigere ich die Temperatur schrittweise alle 5 Minuten bis ich bei 5 bin? Und dann das Huhn ca. eine Stunde garen? Damit es knusprig wird 10 Minuten vorher den Deckel abmachen?
Falls ihr eine bessere Methode wisst- nur zu!

Grüße,
Shannen
26.01.2013 16:32

sukeyhamburg17

Mitglied seit 07.03.2007
9.880 Beiträge (ø2,78/Tag)

Shannen - nein, hier in den USA gekauft, den ganz grossen, wir braten manchmal einen Kapaun darin...... es gibt hier alle moeglichen Groessen, so wie in DE auch, auch den Kartoffeltopf und alle anderen Arten von Roemertopf, Formen meine ich, gibt es hier....

Ueber die Einstellung deines Gasherdofens kann ich dir nichts sagen, ich habe keinen Gasherd..... aber es klingt schon ganz gut so.... ja, Deckel ab fuer die letzten 15 Minuten ist gut.
26.01.2013 16:42

ShannenB

Mitglied seit 05.03.2005
1.158 Beiträge (ø0,27/Tag)

Ui so ein Kapaun ist ja wirklich riesig. Hab mir gerade Bilder angesehen- so ein Hahn hat ja 4,5 Kilo. Der würde wahrscheinlich nichtmal in meinen Ofen passen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Ich habe auch alle möglichen Teile gefunden. Am witzigsten fand ich den Bananenbräter. Da passt aber jeweils nur eine Banane rein. Denke das ist nicht sehr wirtschaftlich ;) Und wozu man einen Knoblauchröster braucht, weiß ich auch nicht^^

Ich sag Euch dann wie mein Huhn geworden ist! Hoffe es wird lecker.
26.01.2013 16:51

katir

Mitglied seit 10.04.2006
43.818 Beiträge (ø11,26/Tag)

Shannen,


Ransbach Baumbach ist im Kannenbäckerland.. in dieser Region gibt es die größten Tonvorkommen Europas ....und Römmertopf ist da seit 46 Jahren Zuhause.
Bin Hobbytöpferin und kaufe meinen Ton da ein..und kenne den Römertopf vom ersten Verkaufstag an.

Zuviel wässern kann man Ton nicht. Beim erstenmal wässern ist länger besser, damit alle Tonstaubreste verschwinden.Dnach reicht es aus ihn unter fliessendes Wasser zu halten .
Ob die Römer glasierte Töpfe benutzen weiß ich nicht, aber sie kannten Glasur schon .


Ganzes Huhn/Hähnchen braucht je nach Größe 60-80 Minuten .Bei mir kommt Gemüse in den gewässerten Römertopf , eine Tasse Brühe, Deckel drauf und in den kalten Ofen.
Denn stelle ich auf 200 Grad und lasse das Hähnchen garen, 20 Minuten vor Ende den Deckel entfernen damit es kross wird.



katir
26.01.2013 17:36

ittigitti

Mitglied seit 26.12.2011
1.384 Beiträge (ø0,77/Tag)

Ich glaube, die älteren Römertöpfe sind unglasiert, die neueren glasiert. Ich habe beide, und da ist kein Unterschied in der Wirkung. Es ist günstig, für verschiedene Kochzwecke einen separaten Topf zu haben, für süße Sachen auf jeden Fall. Soviel ich vom Römertopf halte, ich habe wegen des Energieverbrauchs beim Backofen Angst, damit zu kochen. Das ist keine Niedriggarmethode; mindestens eine Stunde oder mehr wird bei ziemlich hoher Einstellung gekocht. Da ist mir mein Crock Pot eigentlich lieber.Trotzdem, Römertopf ist wunderbar.

ittigitti
26.01.2013 17:45

ShannenB

Mitglied seit 05.03.2005
1.158 Beiträge (ø0,27/Tag)

Danke für die Tipps! Da muss es ja super werden das Hühnchen Lächeln

Töpfern finde ich auch super. Hast du eine Töpferscheibe? Du könntest dir deine eigenen Römertöpfe töpfern- ich würde mich da voll austoben wenn ich das könnte.
26.01.2013 17:49

schaech001

Mitglied seit 09.08.2011
1.226 Beiträge (ø0,63/Tag)

Hallo, bisher dachte ich, daß es den Original-Römertopf von der Firma Scheurich gibt, das ist in Unterfranken, aber ist auch egal. Ich habe einen Schlemmertopf, der ist innen glasiert und man braucht nur den Deckel unter fließendes Wasser zu halten. Habe erst vor kurzem wieder begonnen, den Topf öfter zu benutzen, weil es so simpel ist, es kann nichts anbrennen, Fett braucht man keins und das Ergebnis ist immer sensationell. Ist zwar wie schon geschrieben mehr Stromverbrauch......aber dafür gehe ich so gut wie nie in ein Lokal zum Essen, bei mir schmeckt es allemal besser und so spare ich Na!

ES GIBT NIX BESSERES ALS WAS GUTES

LIEBE GRÜSSE
CHRISTINE
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