Wie erklär ichs meinem Kinde? 1. das Thema Tod und Sterben und 2. das Thema Mißbrauch und Mord
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![]() Mitglied seit 03.09.2007 |
meine Große ist fast 5. Wir wohnen in Thüringen, in der Nähe von Zelle Mahlis - das ja durch den tragischen Fall durch die Presse ging. Durch diesen Fall sprechen die Kinder im Kindergarten untereinander viel über dieses Thema, vor allem die größeren, 6 und 7 jährigen, und die kleineren wie meine Tochter schnappen dann vieles auf. Die Erzieherinnen halten sich da aber weitestgehend raus, haben sie gesagt. Darum kommt meine Tochter jetzt fast täglich mit Fragen nach Hause. Warum hat der Mann das Kind umgebracht? Was ist umbringen? Was hat der mit dem Kind gemacht? Wo ist das Mädchen jetzt? Ist das im Himmel? Und so weiter. Ich hab dann versucht das mit nem Firedhof zu erklären, aber das hat sie auch nicht richtig verstanden. Dann auch viele Fragen über "böse Männer" und das mitgehen mit denen, was anscheinend die Großen erzählt haben, weil natürlich die Eltern der jetzt bald Schulanfänger Angst haben. Fragen bei denen uns manchmal echt die Antworten fehlen, weil wie erklärt man sowas? Sie fragt auch immer in allen möglichen und unmöglichen Situationen, wie eben beim Autofahren, als in den Nachrichten halt das Thema erwähnt wurde, oder beim Abendbrot oder so. Ich würde ihr das ganze gerne mal in Ruhe erklären, aber wie? Und wann? Abends vor dem Einschlafen ja eher nicht. Also mal am Wochenende. Kennt ihr ne Homepage, wo erklärt ist, wie man mit nem kleinen noch nicht mal 5jährigen Kind über sowas spricht? LG Antje |
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![]() Mitglied seit 30.12.2009 |
Hallo Antje,
wendet euch doch mal ans Jugendamt. Vielleicht können die jemanden vermitteln, der mal zu den Kindern in den Kindergarten kommt. Es gibt spezielle Aufklärungsfilme, Übungsstunden (Starke Kinder wehren sich), Theaterstücke etc zu diesem thema. Lasst die Kinder jetzt nicht mit ihren Fragen alleine! LG Lore |
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![]() Mitglied seit 10.09.2004 |
Hallo
In unsersem Kindergarten wurden die Kinder auch von der Polizei zum Thema * Weggehen mit fremden Leuten* aufgeklärt. Die hatten ein spezielles Programm in dem auch die Eltern mit einbezogen wurden. Vielleicht gibts sowas auch in eurer Nähe. Ansonsten könnt ihr euch vielleicht noch an den weissen Ring wenden. Ich könnte mir vorstellen, dass die in dieser Angelegenheit auch Ansprechpartner haben. Zum Thema Tod gibts sicherlich auch viele gute Bücher, allerdings sind die meist vom natürlichen Tod. So speziell kann dir da vielleicht ein Buchhändler weiterhelfen. Alles Gute für Euch LG Sandra |
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![]() Mitglied seit 11.11.2010 |
Ich weiss ja nicht, ob man mich jetzt gleich zerpflücken wird, aber das Thema Tod und Sterben war in meiner Kindheit etwas ganz normales.
Beerdigungen, Totenmessen...das gab es jede Woche.....ich musste zum Glück nicht oft dort hingehen....aber meine Mutter als Geschäftsfrau hatte da schon gut zu tun. Das mag sich jetzt herzlos anhören, aber es war damals eben Teil des Lebens. Da musste kein Psychologe nun kommen um die Kinder zu betreuen. Was die Verbrechen anbelangt, so sind die Medien diejenigen, die alles aufbauschen und ausnützen. Das gab es tatsächlich auch schon früher und nicht seltener als heute, nur dass das damals allenfalls im Lokalblatt berichtet wurde und nicht in der Doof-Zeitung. Das hilft dir als Mutter natürlich nicht, die Fragen deiner Kinder besser beantworten zu können......da habe ich leider auch kein Rezept. Vielleicht sollten deine Kinder nicht so viel fernsehen und du sie nicht hysterisch machen. |
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![]() Mitglied seit 03.09.2007 |
Hallo,
Meine Kinder gucken gar kein Fernsehen. Das gibts bei uns nicht. Zumindest nicht wenn die Kinder wach sind. Für uns Erwachsene gibts Fernsehen nur abends. Und für die Kinder maximal 30 min. Kindervideo (Benjamin Blümchen, Thomas oder so) und das auch nicht jeden Tag. Und ich selber hab meine Tochter noch gar nicht auf das Thema angesprochen. Fand, das sie dafür noch zu klein ist. Alle Fragen ahat sie aus dem Kidnergarten mitgebracht, überhaupt das Wissen um das Thema. Denn die anderen Kinder dort gucken zu Hause leider viel Fernsehen. Das höre ich immer wieder. Ja früher gehörte das Thema Sterben zum Leben dazu. Heute leider nicht mehr. Ist leider so, zumindest in der Stadt, mein Mann meinte auch, wenn wir auf nem Bauernhof leben würden, da wäre sterben was normales. Aber so...?Darum fühle ich mich jetzt den Fragen meines Kindes gegenüber auch etwas hilflos. Polizei, weißer Ring da werd ich mich mal informieren. Werd in der Kita aber bestimmt nicht viel ausrichten können. Aber ich bin in einer Mutter-Kind-Gruppe, da machen wir regelmäßig Elternseminare, wo wir von Fachleuten Ratschläge zu verschieden Erziehungsfragen bekommen. Manchmal aufgrund von Problemen einer unserer Mütter (Wie Anfang des Jahres wo gleich 2 Kinder wochenlang Angst vor dem "Monster unter dem Bett" hatten), manchmal auch einfach so weil es alle interessiert. Da werd ich sowas mal anregen. Für Bücher wed ich morgen mal in der Bibliothek nachfragen. Zumindest was die Fragen zum Sterben und Friedhof anbelangen könnte ich dort ev was finden, auch wenns dort um den natürlichen Tod geht. Danke euch erstmal LG Antje |
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![]() Mitglied seit 08.10.2008 |
hallo!
das thema missbrauch mit todesfolge habe ich mal von allen fachlichen standpunkten her durchgearbeitet.den kindern brachte ich es perfekt und pädagogisch wirklich wertvoll bei. meine leistung war für die broschüren der fachleute eine bestätigung, nicht aber für die armen kinder.ihre augen waren nach meiner gescheiten erklärung nur noch grösser vor unbestimmter angst. da kam ein grösseres, kleines mädchen dazu: " das ist so, dass ein mann oder eine frau sagt, komm ich zeig dir was schönes, magst was süsses zum naschen?" sie machte eine bedächtige pause, schaute die kleinen dabei streng an "und am nächsten tag liegst du tot im bach!"wumms! pädagogik ohne schnörkel! das war das was die kleinen hören hatten wollen,die reine logik. sie gingen beruhigt weg zum spielen. der teddy und der plüschhund luden die barbie puppe auf ein eis ein, die playmobil eltern trauerten sofort um das tote barbie kind im wassernapf. der elefant fand den mörder und verhaute ihn. die nächste barbie blieb am leben, durch die achtsamkeit der lego steine und aller kuscheltiere, lief sie vor dem bösen feind gerade noch rechtzeitig laut quietschend davon. lg gb |
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![]() Mitglied seit 11.11.2010 |
@Antje
"Seminare,Polizei, Fachleute, Bücher....." Toll wenn ein Kind so aufwachsen muss mit völlig hilflosen Eltern, die sogar schon glauben, im Internet Erlösung zu finden. |
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![]() Mitglied seit 29.12.2007 |
Hallo,
ich würde immer wenn eine Frage kommt, egal zu welcher Uhrzeit und in welcher Situation, ruhig, sachlich und vor allem ehrlich mit dem Kind reden. Ehrlich heißt natürlich nicht, grausige Details eines Mordes in Einzelheiten wiederzugeben. Aber der Tod gehört zum Leben dazu und daß es nicht nur nette Menschen gibt sollte man Kindern schon sehr früh sagen. Überlege mal, wie Du es als Kind vielleicht gerne gesagt bekommen hättest. Du findest dann die richtigen Worte. LG AnnelieViola |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo Antje
also ich würde über das Thema dann sprechen, wenn Deine Tochter es möchte. Einen super Zeitpunkt gibt es bestimmt nicht. Erzähle nur soviel wie Deine Tochter auch verstehen kann. Meistens verstehen sie schon viel..,aber erzähle. Bestimmte Thema "totzuschweigen" ist nicht die beste Lösung, warum auch. Verpacke es recht kindgerecht und schon kanns losgehen. Meistens ist es dann auch gut für die Kids Deine Tochter sollte aber Deine Unsicherheit nicht spüren... @leberspaetzle Früher gehörten solche Themen zum Alltag. Heute zum Glück nicht mehr!! Warum sollte der Tod zum "Kinderleben" gehören??? Klar wenn Fragen kommen,oder die Situation es bringt...was machte Deine Mom?? Bestatterin?? Meine Kinder haben zum Glück erst mit 11+9 Jahren den Tod eines Kälbchens erlebt. Das hat sie ernorm geschockt, das Leben und Tod sooo nah beieinanderliegen Und das Fernsehen ist nicht so schlimm,wenn die Kinder "kindgerechte" Sendungen schauen. Oftmals auch sehr sehr hilfreich. @ Antje Geh locker und überlegt an die Sache ran...instinktiv tut man das Richtige VG Nanca |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
@leberspaetzle
Hast Du Kinder???? Hilflose Eltern...eine heftige Untersellung von Dir |
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![]() Mitglied seit 11.11.2010 |
kleiner Nebengedanke
Man muss nicht MIT Kindern alles besprechen, aber VOR Kindern schon. Viele familiäre Dinge wurden unter den älteren Familienmitgliedern besprochen ohne dass die Kinder dazu gefragt wurden, aber sie haben alles mitbekommen und eben dann ihre eigenen Schlüsse daraus gezogen, ohne dass hinterher eine grosse Diskussion dazu erforderlich gewesen wäre. |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Das seh ich anders.
Alles müssen meine Kinder nicht wissen, aber vieles schon. Und dazu dürfen sie auch gerne etwas beitragen oder ihre Meinung sagen Und das Gespräch ist sehr wichtig.Natürlich muß nicht jeder Pups ausdikutiert werden, aber zum Glück mehr als früher. Bestimmt durftest du auch beim essen nicht reden,oder?? |
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![]() Mitglied seit 08.10.2008 |
verehrtes leberspätzle!
elternschaft ist die fähigkeit, sich bei den richtigen stellen rat zu holen und sich dadurch mehr und mehr zum vorbild zu entwickeln. du entwirfst grad das bild von eltern, die niemals eine schwäche oder ratlosigkeit zeigen dürfen, und sich nicht wirklich mit den fragen der kinder abgeben mögen, die nämlich werden sich das schon mit sich selbst ausmachen. das ist das gegentel dessen, was ich unter familiärer verantwortung verstehe. lhg gb |
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![]() Mitglied seit 11.11.2010 |
@nanca
Wird heutzutage denn weniger gestorben, oder weigerst du dich einfach, eine unausweichliche Sache zu akzeptieren? |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
@leberspaetzle
Nee, der Tod gehört dazu. Aber warum sollte ich meine Kinder damit belasten?? Wenn sie wissen wollen bekommen sie Antworten. Wenn nicht dann nicht Was hat das mit akzeptieren zu tun??? |
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![]() Mitglied seit 11.11.2010 |
liebe Kartoffel
sich Rat zu holen ist niemals falsch, aber jeden Furz....sorry...sich von einem Berater erst als hilfreich genehmigen lassen zu müssen ist auch höchst daneben. |
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![]() Mitglied seit 01.06.2006 |
sorry, aber konnte nicht anders meine Tochter war 4 (heute 26) als die Oma starb, auch da kamen Fragen und Erklärungen, für das Alter be- und greifbar. Sie wurde allerdings auch in den 80gern (ohne übertriebene Angst im Dorf und Nähe Grossstadt) schon so erzogen, NIE mit Fremden!!!; wenn Fremde was von Dir wollen, an irgendeiner Haustür klingeln, schreien auch ich finde, der Tod gehört zum Leben oder umgekehrt |
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![]() Mitglied seit 07.04.2003 |
Hallo!
Ich habe nicht alle Beiträge durchgelesen, doch spontan fällt mir folgendes ein: Nutze ihr Interesse an diesem Thema und bringe ihr die Vorsicht vor Fremden bei. Mein Kind ist 4 und er weiß (theoretisch) was er sagen muss wenn ihn wer ansprechen sollte: "Lassen SIE mich!". Ein SIE ist so wichtig damit die anderen Leute wissen dass es sich um einen Fremden handelt. Liebe Grüße und alles Gute! Peugeot-Cabriolady |
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![]() Mitglied seit 04.07.2011 |
Hallo zusammen,
ich konnte nicht alles lesen, was zuvor bereits geschrieben wurde und so schreibe ich einmal, auch wenn es sich wiederholen sollte, einfach los: Kinder brauchen Informationen um in der Welt zurecht zu kommen. Auf Fragen ist es gut kurz und knapp zu antworten. Die Kinder fragen nach, wenn ihr Wissen nicht gestillt wurde. Auch auf die zweite, dritte usw. Fragen ebenso kurz, klar und knapp beantworten. Keine Umschreibungen die die Fantasie anregen. Durch diese Art von Antworten wird den Kindern nicht "zuviel" zugemutet. Oft sind sie dann schon mit einer kurzen Antwort zufireden. Später kommen sie dann evtl. noch einmal darauf zurück. Um Themen wie den Tod, Liebe, Trauer usw. anzusprechen gibt es auch entsprechend gute Literatur die sich aus pädagogischer Sicht kindgerecht mit den Themen auseinander setzt. So ergibt sich die Möglichkeit beim Vorlesen den Kindern Sicherheit zu geben. Stärkende Literatur sind altbewährte Kinderbücher wie z.B. "Pipi Langstrumpf" aber auch "Nein, Nein, ich steig in kein fremdes Auto ein!" Wichtig ist es auf jeden Fall IMMER mit den Kindern im Gespärch zu bleiben- auch oder gerade wenn das Leben Freude macht, und auch jede Frage ernst nehmen. Hier wird ein Vertrauen aufgebaut, damit Kinder angstfrei mit gewissen Themen umgehen können. Herzliche Grüße Ronja |
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![]() Mitglied seit 28.01.2010 |
Hier geht's nicht um einen "Furz" wie z.B. die richtige Zubettgehzeit oder ob Brokkoli gegessen werden muss oder nicht. Hier geht es darum, wie man einem Kind etwas erklären soll, was für die meisten Erwachsenen schon unverständlich, nicht nachvollziehbar, belastend und furchtbar ist: dass ein Kind umgebracht wurde, auf dem Schulweg, in einem kleinen Ort in Thüringen, und der Täter läuft nach wie vor frei herum. Das hat auch nichts mit "Der Tod gehört zum Leben" zu tun. Das ist ne komplett andere Nummer. Und dass man da als Eltern überfragt und überfodert ist, wenn es um kindgerechte Erklärungen geht, ist doch absolut nachvollziehbar. Da finde ich es völlig richtig, wenn man sich mit anderen Menschen, im Zweifel halt auch online, besser noch bei Profis, darüber austauscht und überlegt, wie man das richtig angeht. GLG, Elphi |
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![]() Mitglied seit 27.03.2005 |
allo
erst einmal: ich finde es gut, dass du nach Rat und Hilfe suchst. Natürlich ist man mit so einem Thema und besonders bei einem so jungen Kind völlig überfordert. Mein Rat wäre: in dem Alter sollte ein Kind wissen, dass es nie, nie niemals mit einem fremden Menschen mitgehen sollte. Ohne den "bösen" Mann dabei ins Spiel zu bringen. Man sieht es einem Menschen nicht an, ob er "gut" oder "böse" ist. Die Frage "was ist umbringen" finde ich dann schon schwieriger vielleicht wirklich so beantworten, wie grumbirn es oben schildert. Umbringen = Tot machen das kann sie dann zwar auch noch nicht in der ganzen Tragweite verstehen aber den Begriff kennt sie wenigstens. Eigentlich fragt sie ja nicht nach dem "Inhalt" des Wortes, sondern sie kennt das Wort einfach nicht und ansonsten: klar ist das Mädchen jetzt im Himmel der Friedhof ist viel zu abstrakt lg eifelkrimi |
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![]() Mitglied seit 11.06.2006 |
Hallo ...
ich kann dir nur sagen, wie ich solchen Fragen begegnet bin ... ob das immer 100% ''richtig'' war (bzw ''auf jedes Kind anwendbar'') kann ich dir nicht sagen .... aber bei meinen Kindern war es so OK .... Fragen, die in dem Kontext von meinen Kindern kamen, waren zum Beispiel: 1.) Warum hat der das Kind totgemacht? Meine Antwort war: Das weiß ich nicht ... Die meisten Menschen sind lieb und tun niemandem was Böses .... aber es gibt sehr wenige Menschen, die sehr Böse sind und Dinge tun, die wir nicht verstehen ..... 2.) Warum ist das Kind mit dem mitgegangen, wenn der doch böse ist? Ich habe damals geantwortet: Leider sieht man niemandem an, ob er gut oder böse ist, böse Menschen verstellen sich.... Manchmal versprechen sie Kindern schöne Dinge, damit sie mitgehen und tun freundlich ....das ist wie mit der Hexe im Märchen, da weiß doch auch niemand, warum sie so böse ist .... [Meine Kinder liebten Grimms Märchen - bei Kindern, die mit diesen Märchen nicht vertraut sind, würde ich diesen Erklärungsteil weglassen] ... und weil man niemandem ansieht, ob er ein böser Mensch ist, oder nicht .... deswegen ist es so wichtig, dass du mit niemandem mitgehst, wenn dich jemand mitnehmen will, es sei denn, Mama oder Papa haben dir vorher gesagt haben, dass das in Ordnung ist .... 3.) Warum stirbt man? Ich habe das so erklärt: Die meisten Menschen sterben, wenn sie ganz alt und krank sind, oder wenn sie einen schlimmen Unfall haben, weil ihr Körper dann dann nicht mehr richtig funktioniert .... manchmal haben sie ganz schlimme Schmerzen, die aufhören, wenn sie gestorben sind ... dann ist sterben sogar was Gutes .... 4.) Gibt es auch Kinder, die sterben? das ist eine der Fragen, die mir ein ''grundsätzliches schlucken'' abverlangen .... ich habe sie so beantwortet: Auch das gibt es, aber nur ganz, ganz selten ... wenn ein Kind ganz doll krank wird oder einen schlimmen Unfall hat ... oder wenn sowas schlimmes, wie mit dem Kind aus Zella Mehlis passiert ist .... (Zella Mehlis ist in dem Fall gegen jeden traurigen Fall, der diese Fragen auslöst, austauschbar ....) .... aber die meisten Kinder sterben nicht .... 5.) Wohin kommt man, wenn man tot ist? --- Ich finde, das ist eine Frage, die man nur auf den eigenen Glauben - oder die eigene Überzeugung bezogen - beantworten kann .... Meine Antwort war: Wenn man tot ist kommt der Körper auf den Friedhof ... und die Seele, dein ''ich'', fliegt in den Himmel .... 6.) Wie sieht es im Himmel aus: Das weiß niemand so ganz genau, aber ich glaube, im Himmel sieht es so schön aus, wie man selbst es sich nur vorstellen kann .... das, was für dich die schönste Vorstellung von Himmel ist, so sieht es da aus .... [Meine Schwägerin, überzeugte Atheistin, lehnte bei ihrem Kind die Himmel-Version ab und beließ es bei: ''Der Körper kommt auf den Friedhof, das ist wie bei deiner Mandeloperation .... ganz tief schlafen, nur das man nicht mehr aufwacht ... aber nicht schlimm'' ... was von ihrem Kind (ebenfalls so etwa fünf Jahre alt) ebenfalls so akzeptiert wurde, ohne Albträume auszulösen Meine Kinder waren mit meinen (doch recht einfachen) Erklärungen immer zufrieden, natürlich schoben sie (manchmal erst nach Tagen) noch Detailfragen nach .... die ich dann ebenfalls Stück für Stück zu beantworten versucht habe .... Was ich ganz wichtig finde: Man sollte solche Fragen nur beantworten, wenn das Kind sie von sich aus stellt ... dann ist es mit ''ehrlichen'' Antworten - nach meiner Erfahrung - auch nicht überfordert .... meine haben sich bei solchen Gesprächen gern in meinen Arm gekuschelt .... wir haben solche Gespräche nie ''gegenübersitzend'' geführt .... Das ist natürlich alles ganz sicher keine ''Gebrauchsanleitung, wie man Kindern den Tod oder Missbrauch erklärt ....'' aber vielleicht kannst du ja das eine oder andere als Ansatz für deine Erklärungen gebrauchen .... Lieben Gruß
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![]() Mitglied seit 18.11.2008 |
@ Frau Jienniasy:
Toll!!! So möchte ich es meinen Kindern auch mal erklären! Ich glaube, ich druck mir das aus! Dankeschön! LG, Miez |
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![]() Mitglied seit 10.01.2006 |
Miez das selbe wollte ich auch schreiben
Jienniasy, ich glaub man kanns kaum besser erklären.. echt super. Ich hoffe das ich das später auch irgendwann mal so gut kann Liebe Grüße Daina |
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![]() Mitglied seit 04.05.2008 |
Dem schließe ich mich an. Hab echt Tränen in den Augen bei diesem Thema.
Nebenbei: ich kann überhaupt gar nicht verstehen, dass man die TE hier auch noch angreift. Manche Menschen sind wirklich unmöglich. LG |
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![]() Mitglied seit 26.03.2007 |
Hallo!
Ich habe zwar keine Kinder, aber verstehe auch nicht, warum man sich bei dieser Thematik keinen Rat holen soll. Meine Mutter hat sich mit anderen Müttern unterhalten und ausgetauscht. Nicht, weil sie hilflos war, sondern weil sie einfach wissen wollte, wie andere mit ihren Kindern über die Themen Kindesmissbrauch oder, ganz aktuell bei uns, "Tschernobyl" sprechen. Früher fanden solche Gespräche auf dem Kindergartenflur statt, heute eben auch im Internet. Und ich wünsche jeder Mutter, dass sie mit Ihrem Kind über den Tod als etwas, das zum Leben gehört, reden kann. Das ist aber bedeutend einfacher, wenn es bei dem Verstorbenen um eine alte Person handelt, die ihr Leben gelebt hat und die das Kind nur flüchtig kennt. Wenn jemand gewaltsam zu Tode kommt oder es sich um ein Kind handelt oder um jemanden, der einem sehr nahe stand, ist das Thema doch ungleich schwerer zu erklären. Und diese Todesfälle waren GsD noch nie "Alltag". Lg Lolla |
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![]() Mitglied seit 18.04.2011 |
Hallo,
es gab ja bereits viele gute und hilfreiche Antworten. Ich glaube ich würde versuchen die beiden Themen, nämlich Tod und Gewalt, zu trennen. Gerade bei einem so kleinen Kind glaube ich, dass sich sonst böse Gespinste festsetzen können. Sterben ist relativ normal und sicherlich unvermeidbar. Schon morgen kann es die Oma sein, ein Badeunfall oder das Haustier. Dann sollte man damit umgehen können, "friedlich" trauern, ohne dass die Angst vor Gewalt mit hoch kommt. Wir haben viele Tiere und leider mussten meine Kinder auch deren Tod oft erleben. Ich finde es wichtig, meinen Töchtern etwas an die Hand zu geben, das ihnen ihre Trauer erleichtert. Wir zünden beispielsweise Kerzen an und mein Ältere (7) ist sehr gläubig. Sie denkt, dass Gott sich um die Toten kümmert. Den genauen Zusammenhang zum Beerdigen hat sie dabei noch nicht, braucht sie aber auch nicht, um mit der Sache umzugehen. Natürlich muss man das Kind gleichzeitig vor Gewalttaten schützen und ihm das Handwerkszeug dazu liefern. Bei uns in der Schule gab es eine Projektwoche zu dem Thema, mit für jede Klassenstufe passenden Aktionen. Nicht jeder Übergriff führt zum Tod, auch das muss man sich klar machen. Die Erlärung "du mitgehen, dann tot im Graben" ist da ein wenig kurzsichtig. Denn fast immer findet Missbrauch im engeren Kreis statt und über einen längeren Zeitraum. Wie bei allen Erziehungsfragen sind zwei Punkte einfach wichtig: 1. Lüge kein Kind an und 2. Habe ein offenes Ohr, wenn das Kind das braucht, nicht wenn der Altag es gerade gestatet". LG Kedikoschka, die hofft, dass möglichst alle Kinder von Tod und Gewalt verschont bleiben.... |
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![]() Mitglied seit 30.12.2009 |
Es ist ganz wichtig, die Kinder mit solchen Fragen nicht allein zu lassen.
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![]() Mitglied seit 03.09.2007 |
Hallo zusammen,
Zu den Worten von leberspaetzle kann ich nur sagen: Wenn dieses Thema für dich so einfach ist, hätte ich mich gefreut wenn du, anstatt mich zu beschimpfen, mir auch Ratschläge gegeben hättest. Wenn dieses Thema für dich nur ein "Furz" ist, wie du ja schriebst, wäre das doch für dich ein leichtes gewesen. Du magst vielleicht als Mutter/Vater perfekt sein, nie irgendwelche Zweifel zu haben ob das was und wie du es machst richtig so ist, ich gebe offen zu dass ich es bei manchen Erziehungsfragen nun mal nicht bin, dass ich mir vorher lieber erstmal einen Rat hole. Was ist daran falsch????? Und was folgende Äußerung von Dir betrifft Wenn man Themen vor den Kindern bespricht aber nicht mit ihnen und sie ihre eigenen Schlüsse ziehen, können diese auch schnell mal falsch sein. Kleines Beispiel was bei uns jetzt vor kurzem war: Wir bauen grad unser Haus, hatten neulich Überlegungen angestellt bezüglich der Finanzen (Wie das nun mal ist wärend der Bauphase man rechnet hier und da und überlegt was kostet wieviel u.s.w.) Unsere Tochter hat diese Überlegungen mitbekommen, hat sich ihre eigenen Gedanken gemacht und kommt plötzlich mit ihrer Sparbüchse an, weil sie denkt wir hätten kein Geld mehr zum Essen kaufen. Sowas passiert halt wenn man VOR den Kindern redet, ihnen aber nichts erklärt hat. Wenn wir jetzt irgendwelche finanziellen Überlegungen an den Nachmittagen machen müssen, weil wir sie nicht auf den Abend verschieben können, sagen wir ihr immer vorher warum wir was rechnen müssen (z.B. die Mehrpreise für zusätzliche Steckdosen) Und schon macht sie sich keine Gedanken mehr. Aha Mama und Papa rechnen nur wegen der Steckdosen, dann ist ja gut. Um jetzt mal wieder aufs eigentliche Thema zurück zu kommen: ich möchte allen, die versucht haben mir mit ihren Ratschlägen zu helfen, ganz herzlich danken. Manche davon waren wirlich sehr hilfreich. Ich habe meiner Tochter mit Hilfe eines Buches (aus der Bibliothek) und vor allem mit Hilfe der Ratschläge von hier ganz gut die Fragen beantworten können. Denn das ist nun mal ein Thema, das nicht so einfach ist. (zumindest für die meisten von uns) Ich habe auch mit den anderen Müttern aus unserer Mütergruppe gesprochen, die hatten die gleichen Fragen ihrer Kinder zu Hause und wußten auch nicht so richtig wie sie damit umgehen sollen. Die waren dann auch sehr dankbar. Ich habe jetzt noch mal Elternseminare zu diesen beiden Themen angeregt, die Leiterin unserer Gruppe will da was organisieren, kann aber noch ein wenig dauern. Und da sie jetzt Gott sei Dank den Täter geschnappt haben ist das Thema auch im Kindergarten nicht mehr aktuell, es gibt andere wichtige Themen unter den Kindern (Urlaub, Schulbeginn etc). Aber auch für die Zukunft werd ich mich jetzt auf solche Themen und detailierte Fragen einstellen müssen, es brauch ja bloß mal irgendeine Oma sterben oder so. Ich werde eure Antworten immer in Erinnerung behalten, denn besonders wie es Jienniasy erklärt hat, das ist toll. Soweit von mir und nochmals danke an alle. LG Antje |
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![]() Mitglied seit 05.10.2005 |
Hallo,
mein Sohn war 5 als meine Mutter (zuhause, im Kreis der Familie) starb. Er hat Krankheit, Tod und Sterben, Trauer und Tränen miterlebt. Natürlich war er auch traurig, hat geweint, aber auch mich getröstet. (In so einem Fall bin ich wirklich froh, dass wir hier ländlich wohnen und es doch noch etwas üblicher ist, dem Tod "natürlich" zu begegnen.) Geburt, Heranwachsen, Freude, Leid und Schmerzen, Altern und Sterben gehören nunmal zum Menschsein dazu. Kinder begreifen viel mehr als wir ahnen. Wenn man es ihnen in kindgerechten Worten erklärt (oft verstehen sie es auch ohne kindgerechte Übersetzung perfekt Mit meinem Sohn habe ich im Kindergartenalter auch schon mehrmals über Tod, Krebs, Sterben, aber auch über Dinge wie Missbrauch und die Risiken gesprochen. Ich habe ihm damals erklärt, dass es böse Menschen gibt (Männer UND Frauen!), die aus Lust an der Bosheit und am Quälen, Kinder durch Lügen und Versprechungen verleiten wollen mit ihnen zu kommen. Habe ihn danach gefragt wie er sich wohl in einer solchen Situation verhalten würde und er meinte dann: " ich sag dann, ich muss nach Hause gehen und hab keine Zeit - ausserdem geh ich sowieso nie mit Leuten mit, die ich nicht kenne" Das hat er dann ein paar Monate später, als er in die Situation kam, tatsächlich auch so gemacht. Von Anwohnern, die dies mitbekommen haben, habe ich es erfahren. Meiner Meinung nach wollen Kinder sich VORSTELLEN und einschätzen können was passiert. Für sie ist es - wie für Erwachsene meist auch noch -am schlimmsten, im Ungewissen zu sein. Von daher rate ich dir, hör auf die Fragen deines Kindes und erklär ihm mit einfachen Worten was passiert ist. Gruß, Leo |
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Henglein
Rama Cremefine




































