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Regelmässige nächtliche Tobsuchtsanfälle einer 5-jährigen

Vom 30.09.2010 11:08 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

wildeguddi Smutje


Mitglied seit 03.05.2005
98 Beiträge (ø0,04/Tag)
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Hi,

ich wende mich an alle Eltern von ebenso geplagten Eltern wie wir.... Welt zusammengebrochen

Unsere Tochter Catharina hat ihren eigenen Kopf. Sie ist äusserst clever (wurde gerade eingeschult, wird im Oktober sechs) und sehr selbständig.

Das Problem: hin und wieder wacht sie nachts auf (schon sehr lange) und schreit Zeter und Mordio in einer Lautstärke, die an einen Güterzug heranreicht (meistens schreit sie nur NEIN, NEIN, NEIN,...). Dadurch wird regelmässig der Rest der Familie (noch drei Kinder und wir Eltern) wach und ihre Schwester, die mit ihr im Zimmer schläft, zieht dann zu uns Schlafzimmer).

Catharina ist dann so gut wie nicht ansprechbar, das heisst, wenn sie angesprochen wird (egal ob schimpfend oder ganz lieb oder sonst wie) wird sie noch lauter und hört auch gar nicht zu, jegliche Worte werden sofort überschrien. Sie tobt und schreit durch die ganze Wohnung, und solche Anfälle können auch schon mal eine halbe Stunde dauern.... wie gesagt, in der Lautstärke eines Güterzuges.

Wer hat Erfahrung mit sowas? Bestimmt hängt auch die Einschulung damit zusammen, aber was sollen wir machen?

HILFE!!!!

Eure - sehr müde - Gudrun
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Vom 30.09.2010 11:10 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

grisou Sternekoch


Mitglied seit 16.12.2003
29.288 Beiträge (ø9,49/Tag)
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was sagt der Kinderarzt denn dazu ?
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Vom 30.09.2010 11:10 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Ch_Cor Kaltmamsell


Mitglied seit 17.12.2008
1.779 Beiträge (ø1,41/Tag)
Hallo

geh zum Kinderarzt und lass abklären, ob es eine Form von Schlafwandeln sein kann.

Gruß vom Chris
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Vom 30.09.2010 11:10 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pfeffa Tellerwäscher


Mitglied seit 04.02.2009
105 Beiträge (ø0,09/Tag)
Hallo Gudrun,

ich habe selbst keine Erfahrungen damit, aber google doch mal "Pavor nocturnus" oder "Nachtschreck" - da gibt es Infos, die zu euch passen könnten.

Liebe Grüße, Pfeffa
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Vom 30.09.2010 11:35 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

wildeguddi Smutje


Mitglied seit 03.05.2005
98 Beiträge (ø0,04/Tag)
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Danke für Eure Antworten!

Vielen Dank für Euren Hinweis mit dem Nachtschreck, das kannte ich nicht. Aber ich glaube nicht, das es das ist, denn sie bekommt in der Regel ganz genau mit, was um sie herum geschieht, und reagiert auch darauf (nur beruhigen lässt sie sich eben nicht). Es gibt nur verschiedene Abstufungen ihrer Wut.

Gruss Gudrun
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Vom 30.09.2010 11:38 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Patzi  Chefkoch


Mitglied seit 19.10.2002
6.596 Beiträge (ø1,88/Tag)
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Hallo,

hm, um was es sich da handeln könnte, weiß ich auch nicht - auch mein Rat, geh zum Kinderarzt.

Ich weiß aber, teils nur aus Erzählungen, teils, weil ich mich selbst noch total lebhaft daran erinnern kann, dass ich von ca. meinem 3./4. Lebensjahr bis gut zum 7./8. Lebensjahr ebenfalls solche "Anfälle" hatte.

Pfeffas Tipp bez. Pavor Nocturnus hat mich gerade erschrecken lassen BOOOIINNNGG.... Nicht ansprechbar, kaltschweißig, schneller Puls - ja, das war ich lt. den Angaben meiner Eltern durchaus sehr häufig in diesen Situationen. Ich bin dann entweder im Bett geblieben oder panisch aufgesprungen und durch die Wohnung gerannt - aber ohne mich danach daran erinnern zu können. Die Vorfälle, wo ich mich selbst noch daran erinnern kann, sind meinen Eltern als eher harmlos bis nichtig in Erinnerung geblieben.

Interessant ist -zumindest für mich- dass bei Auftreten eine Epilepsie ausgeschlossen werden soll - hab ich doch von früher Jugend- bis zum frühen Erwachsenenalter hin immer wieder unter plötzlicher Ohnmacht mit teilweisen Krämpfen gelitten - ohne wirkliche Diagnose, jedoch konnte eine Epilepsie auch nicht bestätigt werden.

Ich würde also wirklich einen Kinderarztbesuch in Erwägung ziehen. Haben meine Eltern damals nicht gemacht, es hörte ja dann wohl auch wieder von selbst auf (interessant, dass es sich bei mir wohl nahezu ausschließlich zu Vollmond abspielte...), aber ich selbst würde (und werde, mein Sohn hat das auch ca. 1-2x in 2-3 Monaten) es ärztlich abklären lassen.

Klar, natürlich kann die Einschulung damit zusammenhängen, ist ja schließlich eine entscheidende Veränderung im Leben.

Alles Gute und ruhige Nächte für euch!

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Liebe Grüße von Patzi \"\"

\"\"
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Vom 30.09.2010 12:05 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Tiffany  Suppenkoch


Mitglied seit 02.04.2005
5.358 Beiträge (ø2,05/Tag)
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Hallo
auf jeden Fall abklären lassen
Der sohn meiner Freundin wachte jahrelang nachts auf und weckte die ganze Familie auf.
Wohl nicht so stark wie bei euch, aber als er mal im Frühförderzentrum durchgecheckt wurde, wurde eine Rolandoepilepsie festgestellt.
Ich glaube er schrie nicht dabei, aber hätte man ihn früher durchgecheckt, wären einige schlimme Nächte der Familie erspart geblieben.

Der Weg zum Kinderarzt ist auf jeden Fall das richtige


Gruß Tiffany


I never met a calorie I didn`t like
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Vom 30.09.2010 13:12 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pixie74 Kaltmamsell


Mitglied seit 27.03.2009
1.047 Beiträge (ø0,9/Tag)
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Hallo,

Pfeil nach rechts denn sie bekommt in der Regel ganz genau mit, was um sie herum geschieht, und reagiert auch darauf Pfeil nach links
Das schließt m.M.n. den Nachtschreck aber nicht aus!

Wie schon mehrfach erwähnt: Kinderarzt.

Grüße
Linda
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Vom 30.09.2010 14:08 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

renimo  Suppenkoch


Mitglied seit 18.07.2005
19.026 Beiträge (ø7,59/Tag)
Hallo!

Pfeil nach rechts Unsere Tochter Catharina hat ihren eigenen Kopf. Sie ist äusserst clever (wurde gerade eingeschult, wird im Oktober sechs) und sehr selbständig. Pfeil nach links

Kinder, auf die diese Beschreibung zutrifft, sind sehr anfällig für den "Nachtschreck". Sie sind oft ihren Altergenossen vorraus, und erscheinen vom Intellekt her oft viel älter, als sie sind. Das kleine Köpfchen muss schon viel mehr verarbeiten, als in diesem Alter normal. Ich würde es auch auf jeden Fall mal beim Kinderarzt ansprechen.
Lass Dein Kind sich oft entspannen und geh viel mit ihr an die frische Luft. Gib ihr bewusst auch oft Zeiten, in denen sie mal gar nichts tut und einfach nur entspannt.


Gruß renimo
*********************************
"Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit."
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Vom 30.09.2010 14:27 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

wildeguddi Smutje


Mitglied seit 03.05.2005
98 Beiträge (ø0,04/Tag)
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Vielen Dank an alle!!

Ich seh schon, ich werde einen Termin beim Arzt ausmachen. Bin gespannt was er sagt.

Liebe Grüsse
Gudrun
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Vom 30.09.2010 14:35 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

cleidig  Hendlgriller


Mitglied seit 14.09.2004
12.265 Beiträge (ø4,36/Tag)
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@Gudrun,

weißt du, wie oft mein Mann mir erzählt, dass ich nachts hellwach im Bett sitze und mit ihm rede? Wie oft er mir sagt, das hab ich dir doch heut nacht erzählt! Du hast mir doch sogar noch Antwort gegeben und mit mir geredet!

Ich bin aber nicht wach! Und immer wieder meint er es sei so!

Ich denke nicht, dass dein Kind wirklich mitbekommt, was um es rum geschieht. Auch wenn sie scheinbar darauf reagiert.

Ich hab mir nie wirklich Gedanken drum gemacht, ob dieses Phänomen einen Namen hat, das meine Kinder befällt. Ich hab in den Situationen, in denen sie aber meist nur "grundlos" geweint haben, also, ohne um sich schlagen etc. ich aber davon überzeugt war, dass sie nicht wach sind, sie einfach in den Arm genommen, leise mit ihnen geredet und sie festgehalten. Meist hatten sie sowas, wenn sie sehr viel neues durchgemacht haben. Und es hat sich immer wieder gelegt.

GLG
Claudia



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Man muss nicht immer im Mittelpunkt stehen, sitzen geht ebenfalls.
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Vom 30.09.2010 16:22 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

wildeguddi Smutje


Mitglied seit 03.05.2005
98 Beiträge (ø0,04/Tag)
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Hallo Claudia,

ich rede auch gerne in der Nacht... *ups ... *rotwerd*

Ich denke doch, dass sie es mitbekommt, jedenfalls kann sie sich morgens fast immer daran erinnern. In den Arm nähern geht leider nicht, wer sich ihr auf einen Meter nähert läuft Gefahr sich jede Menge blaue Flecke einzuhandeln... na dann... Das ist ja das Problem. Stell dir einen kleinen Teufel vor, der vor Zorn und Wut auf und ab hüpft, das trifft es ziemlich gut.

LG Gudrun
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Vom 30.09.2010 17:48 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

renimo  Suppenkoch


Mitglied seit 18.07.2005
19.026 Beiträge (ø7,59/Tag)
Gudrun, ist es so, dass sie sich dann nach einer Zeit einfach wieder ins Bett legt, ruhig wird und fest einschläft? Wacht sie mitten in der Nacht auf, oder ein/zwei Stunden nach dem Einschlafen?
Wenn sie nicht will, nicht anfassen, einfach in ihrer Nähe bleiben, drauf achten, dass sie nirgends dagegenknallt oder hinfällt und abwarten, bis sie wieder ruhig ist. Ganz ruhig bleiben, auch wenns schwerfällt.

Gruß renimo
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"Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit."
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Vom 30.09.2010 17:59 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Mohnblume69 Smutje


Mitglied seit 28.06.2010
345 Beiträge (ø0,49/Tag)
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Hallo,

meine Tochter litt auch jahrelang immer wieder an einem Nachtschreck (laut Kinderarzt). Sie hat sich auch seltsam benommen, geschrien, in eine Ecke gestarrt und sie hat mir dann aber auf Fragen geantwortet. Mit der Zeit wurde es immer besser, jetzt ist sie 9 Jahre alt und hat das höchstens noch einmal im Jahr. Also gebt die Hoffnung nicht auf. Das wird bestimmt besser.

LG Petra
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Vom 30.09.2010 18:47 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

renimo  Suppenkoch


Mitglied seit 18.07.2005
19.026 Beiträge (ø7,59/Tag)
Petra, stimmt...9 jahre ist oft die "magische Grenze"....es geht vorbei.


Gruß renimo
*********************************
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Vom 30.09.2010 19:30 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

oenekloen Smutje


Mitglied seit 25.05.2004
1.505 Beiträge (ø0,51/Tag)
Moin

wie ist den deine Tochter sonst so, also am Tage? Ist sie sehr ordentlich? Reagiert sie auch mit "Wut" bei größeren Menschenmengen.... Fremdelt sie immer noch...Oder hat sie das arg....

Frage weil auch das eine Rolle spielen kann..
Tochter einer Freundin, ist auch so. Hat die Nächte geschrien, das Nachbarn die Polizei verständigt haben (nach 1 1/2 Jahren)
Die kleine wurde durch gescheckt und zum Glück sind sie an einen guten Arzt geraten. Bei ihr wurde eine leichte Form von Autismus bzw eine Art davon festgestellt. Nichts schlimmes, bekommt Tabletten und steht unter Beobachtung...

Aber einen guten Arzt zu finden, der über den Tellerrand hinsausschaut ist auch nicht leicht zu finden traurig

LG
oene
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Vom 01.10.2010 09:59 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Sylv1802 Kaltmamsell


Mitglied seit 15.08.2004
520 Beiträge (ø0,18/Tag)
Hallo Gudrun,

ich würde es auch mit dem Kinderarzt absprechen. Klingt für mich aber auch sehr nach "Nachtschreck".
Meine Tochter (ebenfalls eine sehr "Helle"Na! hatte das auch für etwa 2 Jahre immer wieder. Meistens so 1 X in Monat rum.

Wir haben länger gebraucht, bis wir gemerkt haben, daß sie eigentlich nicht richtig wach war. (Was aber absolut den Anschein hatte!) Sie hat uns auch immer geantwortet, wenn wir sie angesprochen haben, aber meistens was anderes, als wir gefragt haben... Aber sie hat praktisch "durch uns durchgesehen".
Sie ist auch schreiend und manchmal auch weinend aufgewacht, hat dann geredet (meistens sitzend im Bett, 1 X ist sie auch ins Wohnzimmer gelaufen), das ging dann etwa 10 - 15 Minuten und irgendwann hat sie sich wieder hinlegen lassen und gut wars.

Am nächsten Tag wußte sie nie was davon. Beruhigen von unserer Seite aus machte es übrigens meistens noch schlimmer. Also haben wir uns immer neben sie gesetzt, ab und zu ruhig geredet und abgewartet. Dann gins am schnellsten vorbei.

Aufgehört hat das Ganze übrigens mit so ca. 8/9 Jahren. Seit dem war nie wieder etwas...

Trotzdem würde deswegen mit ihr zum Arzt gehen - einfach zur Beruhigung deinerseits. Aber ich denke, Sorgen brauchst Du Dir nicht zu machen Na!

LG, Sylv
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Vom 12.11.2010 14:29 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

chun Tellerwäscher


Mitglied seit 18.10.2010
33 Beiträge (ø0,06/Tag)
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Hallo

ich finde diesen Thread sehr interessant , da ich selber betroffen war. Nur wusste ich bis jetzt nicht wie häufig das eigentlich ist und dass diese "krankheit" überhaupt einen Namen hat...ich habe jedoch wärend meiner (fast täglichen) Anfälle nicht Deutsch gesprochen, sondern irgendeine art von gibberish...

Und auch ich könnte mich nie erinnern überhaupt wach gewesen zu sein...ganz im gegenteil - ich habe es erst geglaubt als man mir eine Aufnahme meines gebrabbels vorspielte.
geholfen hat mir angeblich nur wenn mein Vater mir etwas vorsang (jetzt denke ich es lag an seiner tiefen beruhigenden Stimmlage).

Ich hatte jedoch keine Wutanfälle, sondern eher Anfälle abgrundtiefer Verzweiflung (ich habe geweint und geschriehen - wie du dir vorstellen kannst waren meine Eltern verzweifelt, vorallem da sie mir nicht helfen konnten). Später (und bis jetzt) kam ich in diesen Zustand nur mehr bei hohem Fieber - in diese Anfälle kann ich mich aber erinnern (deshalb kenne ich auch meine Gefühlslage während eben dieser). Ich verstehe dann meine Mitmenschen nicht mehr (ich sehe mich selbst und die anderen teilweise auch von außen) und bin vollkommen verzweifelt und in Panik und nicht in der Lage meine Gefühle zu kommunizieren. Ich versuche vollkomen panisch mich verständlich zu machen (da ich aber irgendwelchen nonsens brabble natürlich erfolglos). Mir helfen nur wie erwähnt die ruhige Bassstimme meines Vaters und körperliche Berührung (weil ich auch das Gefühl habe mich von mir zu entfernen - aus mir heraus gerissen zu werden -> s.O. veränderte Wahrnehmung)

Aufwecken ist übrigens vollkommen sinnlos - eigentlich eher kontraproduktiv, da ich die Panik der anderen durchaus bemerke (körpersprache, tonlage usw.) und das mich nur noch mehr aufregt.

Mit dem Älterwerden haben sich die nächtlichen Anfälle aber gegeben - insgesamt haben sich die fast täglichen Anfälle nur über ungefähr ein Jahr hingezogen, dann wurden sie seltener bis sie sich im Laufe der Zeit ganz gaben.
Und es ist, zumindest meiner Meinung nach, kein Schaden zurück geblieben (außer meiner Unfähigkeit Beistriche zu setzen Lächeln ).

Weiters fand ich es auch interessant zu hören, dass Nachtschreck oft mit Intelligenz (oder zumindest lebhafter Fantasie) einher zu gehen scheint. Deine Tochter scheint nach deinen Beschreibungen ja sehr clever zu sein und auch andere betroffe Eltern schreiben von hoher Intelligenz ihrer Kinder. Ich persönlich wage zu behaupten, dass da etwas wahres dran sein könnte (ich zum Beispiel bin 19 und spreche 6 Sprachen - ohne Gibberish natürlich Lachen ) vielleicht liegen Kinder die so etwas haben ja zwischen normal und autistisch (auch oft hochbegabt und nicht/oder nur eingeschränkt fähig zur Kommunikation)? Vielleicht sind die Nachtschreck-Phasen ja sowas wie winzigkleine und kurze autistische Phasen? Das ist aber eine sehr gewagte Behauptung ohne jeglichen wissenschaftlichen Hintergrund!

Was ich sagen wollte ist:
Du bist nicht allein! Und diese Phase wird vorbei gehen (wenn sie dir und deiner Familie jetzt auch den letzten Nerv rauben mag)
LG
chun
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