Bilingualer Unterricht ab Klasse 7 - wessen Kinder machen das schon?
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![]() Mitglied seit 19.12.2003 |
Unser Sohn ist in der 6.Klasse in Baden-Württemberg. Er hat in der 5.Klasse mit Englisch und Latein auf einmal angefangen (und das läuft auch sehr gut). Nun steht die Entscheidung für den bilingualen Zug an. Ab der 7.Klasse wird dann immer ein Nebenfach auf Englisch unterrichtet. Das wäre zunächst Geschichte. Da das auf Englisch nicht so einfach ist, dürfen die Kinder dann auch 3 Stunden Geschichtsunterricht haben anstatt 2. Vorteil: sie lernen noch mehr sich auf Englisch auszudrücken. Nachteil: eine Stunde mehr Unterricht als die Mitschüler, die diesen Zug nicht wählen und damit wohl 3 x Nachmittagsunterricht. Wer hat sich hier im Forum schon für diesen Weg entschieden? Liebe Grüße, Sonja70 |
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![]() Mitglied seit 19.01.2009 |
Hallo Sonja,
mein Patenkind ist jetzt aufs Gymnasium - Bayern gekommen. Aus hier wird der bilingualer Unterricht angeboten. Ich glaube, bereits ab der 5. Klasse. Meine Schwester hat hier lange hin und her überlegt - mit dem Entschluss, das Kind soll diesen Weg gehen. Klar ist es hart, 3 Stunden mehr...gerade in den südlichen Bundesländern Deutschlands. Auf der anderen Seite lernen sie sehr intensiv und auch schnell Englisch, was ihnen später nur zugute kommt. Außerdem fällt den Kindern das Lernen - gerade im Sprachbereich - wesentlich einfacher. Wenn Dein Kind fit ist und sich dies selber zutraut, dann würde ich den bilingualen Unterricht wählen. Hört sich blöd an, aber die Zeiten und der Leistungsdruck werden immer größer und je früher die Kinder an die Verantwortung dessen gewöhnt werden, umso besser. Natürlich sollen sie auch noch Kind sein ..... LG moehre |
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![]() Mitglied seit 12.02.2002 |
Hallo,
mein Neffe macht das auch, und er kommt ganz gut damit zurecht; es war bei ihm auch kein großer Notenabfall gegenüber der Grundschule. LG Angie |
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![]() Mitglied seit 03.06.2007 |
Hallo,
nicht ich, aber unser Sohn hat sich für diesen Weg entschieden. Bei ihm waren es sogar 2 Stunden mehr als die nichtbilingualen Schüler. Er ist mittlerweile in der K12, macht also noch im G9 Abitur. für ihn waren die zwei zusätzlichen studnen nie ein Problem, da fast die ganze Klasse die zwei Stunden mehr hatte. Es gab Zeiten, da waren an der Schule meines Sohnen 75 % im bilingualen Unterricht. Seit G8 hat sich dies drastisch reduziert ca 25 % oder noch weniger. Ich denke, es hat gerade für die mündliche Artikulationsfähigkeit sehr viel gebracht. Er ist viel sicherer gerade im mündlichen LG Anne |
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![]() Mitglied seit 19.12.2003 |
danke für die ersten Antworten.
Ich denke sein Hauptargument wird sein - 3 x Nachmittagsunterricht ist zuviel! Ich sehe das Angebot positiv. Auch möchte er zwischendrin mal einige Zeit ins Ausland, um dort seine Sprachkenntnisse zu verbessern. Wäre also nur ein Vorteil. Aber die Freunde stehen hoch im Kurs und wenn er der einzige von seinen Freunden ist, dann wird er nicht wollen. Und Kinder in der Pubertät können (müssen aber nicht) auch ganz schön blocken. LG sonja70 |
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![]() Mitglied seit 10.10.2004 |
Hallo
mein Sohn ist in der 7. Klasse Gymnasium - ich hatte auch bei uns die Möglichkeit in der 5. Bili Franz oder Englisch zu wählen - ich habe mich bei meinem Sohn dagegen entschieden weil er das nicht gepackt hätte.... sein Freund hat Bili Englisch gemacht und ist in der 6. rausgeflogen - dagegen die Mädchen die den Bili weg gegangen sind haben das prima geschafft!! Hier am Gymnasium hat man uns gesagt das die Top Schüler locker den Bilizweig schaffen - mittlemäßige bis schlechte Schüler sind damit oft überfordert... LG Twinkle |
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![]() Mitglied seit 06.12.2007 |
Hatte in NRW damals auch Englisch bilingual. War halt schon in der 5. Klasse verstärkter englischunterricht und dann in der 7 hats mit einem Nebenfach angefangen. Am ende Waren 4 von 5 Klassen bei uns bilingual.
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![]() Mitglied seit 23.12.2005 |
Hallo,
ich war selbst auf einem bilingualen Gymnasium, habe die Entscheidung auch nie bereut - ich habe mich zwar nie für wirklich fit in Englisch gehalten, da wir auch Halbmuttersprachler und später dann auch Austauschschüler in der Klasse hatten, aber ab der 12. Klasse hatte ich dann den Vergleich mit Schülern, die eben nur den ganz normalen Englischunterricht hatten. Und ich muss schon sagen: Ich glaube ich bin dann doch richtig gut LG, Andrea |
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![]() Mitglied seit 02.02.2006 |
Hallo
mein Sohn ist nach der Grundschule ( geht hier in Berlin bis 6te Klasse) auf eine Realschule mit bilingualem Zweig gewechselt. Diese hat in jedem Jahgang eine Klasse mit diesem Zug. Er hat 3 Std mehr Englisch und das Fach Erdkunde wird in Englisch unterrichtet. Ab der 9ten Klasse kommt dann Geschichte dazu. ALs Wahlpflichtfach hat er Französisch genommen. Sprachen liegen ihm und dann sollte man das auch unterstützen. Ja diese 3 Std mehr sind hart aber später wird ihm auch nichts geschenkt. Diese Std finden nicht am Nachmittag statt sondern sind ganz normal in den Stundenplan mit eingebunden. Ich kann nur dazu raten. Gruß Sifelia |
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![]() Mitglied seit 16.01.2006 |
Hallo,
findet dann in der Sekundarstufe 2 der Unterricht mit den Schülern, die diesen bilingualen Zug nicht gewählt haben gemeinsam statt? An meinem Gymnasium gab es bilinguale Klassen (mehr Englischunterricht, Geschichte und Geo auf Englisch) und mathematisch-naturwissenschaftliche Klassen (mehr Chemie, Physik). Am Ende hatten alle Schüler gemeinsam ihre Grund- und Leistungskurse. Am Ende stellte sich heraus, beide "Gruppen" von Schülern waren in Englisch fast gleich gut Es würde sich also lohnen, mal zu fragen, wie das später gehandhabt wird. LG |
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![]() Mitglied seit 03.06.2007 |
Hallo,
der bilinguale Unterricht ist an der Schule meines Sohnes sowohl für Schüler des naturwissenschaftlichen, wie des neusprachlichen Zweiges. Auch die Schüler mit 1 Jahr Aufenthalt in USA oder Neusseeland sind in der k12 nicht unbedingt alle Einser-Schüler in Englisch, jedenfalls nicht an der Schule meines Sohnes. Dagegen hat z. B. mein Sohn in Chemie sehr gute Noten, trotz neusprachlichem Zweig, und jetzt in der K12 gemeinsamen Unterricht mit Schülern aus dem ehemaligen mathematischen-naurwissenschaftlichen Zweig. Wieviel ein Schüler von einem Angebot und von einem Zweig profitiert, ist individuell sehr unterschiedlich und läßt sich nicht verallgemeinern. Wer aber immer in einer Naturwissenschaft siein späteres Arbeitsfeld sucht, sollte sehrn gut Englisch schreiben und reden (Vorträge - Diskussionen) können. LG Anne LG Anne |
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![]() Mitglied seit 09.01.2009 |
Hallo,
bei uns in der Schule gibt es auch Bil. Ich bedauere es noch heute es nicht gemacht zu haben. In meinem Englisch Leistungskurs sind die Bil-schüler definitiv besser vorbereitet. Ich bin zwar ähnlich gut, jeodch nur weil ich in der 11 Klasse im Ausland war. Also ich kann den Bil-Zweig nur empfehlen. |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
Hallo,
ich würde mich auch informieren, wer den Bilingualen Unterricht geben wird. Die Freudin eines Kollegen von mir ist Lehrerin für Englisch/Französisch und muss nun Erdkundeunterricht geben. Sie ist damit vom Schulleiter überrascht worden und war am Anfang anscheinend wirklich verzweifelt, weil sie keine Ahnung von Geographie hat. Sie hat das Fach nicht studiert und Sprachdidaktik und Didaktik in Erdkunde sind auch wieder wirklich unterschiedlich. Nicht, dass das Englisch dann zwar ganz passabel ist, die Geographiekenntnisse dann aber abstürzen und die Freude am Fach (durch vielleicht falschen Unterricht) hin ist! LG Judith |
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![]() Mitglied seit 19.06.2002 |
Hallo !
Ich kann nur sagen - überlegt es euch gut. Im Endeffekt lernt man eine Sprache am besten im jeweiligen Land - auf der Schule kriegt man in erster Linie doch nur Grundstrukturen beigebracht. Mein Sohn geht auf ein bilinguales Gymnasium und ich habe nicht das Gefühl, dass die Schüler dort wirklich fliessend sprechen. Jetzt mal im Ernst - was soll denn dabei rumkommen, wenn ein deutscher Lehrer mit deutschen Schülern Englisch spricht ? Klar, kriegen die von der Sprache ein wenig mehr mit, als Schüler, die nur 4 Stunden Englisch die Woche haben. Trotz allem bin ich der Meinung, dass bilinguales Lernen nur sinnvoll ist, wenn die Lehrer Muttersprachler sind, und das dürfte schon rein mengenmäßig etwas schwierig werden LG Dag |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
also wenn nur Muttersprachler bilingualen Unterricht geben dürfen - dann sollten vielleicht auch nur Muttersprachler Fremdsprachenunterricht erteilen dürfen ?
man sollte die Sprachkompetenz von Nicht-Muttersprachlern vielleicht doch nicht zu sehr unterschätzen - und die der "Muttersprachler" nicht überschätzen... |
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![]() Mitglied seit 19.01.2002 |
Hallo,
meine Tochter macht das auch und es ist überhaupt kein Problem für sie. In der 6. Klasse gab es ein Jahr lang Vorbereitungsunterricht.Für diesen Unterrichthat sie sich gemeldet,die Lehrer haben ihr Okay gegeben.Das wurde nur bei Schülern gemacht die ansonsten keine Ich weiß jetzt allerdings nicht ob das einstündig oder zweistündig erfolgt ist,sorry aber ich kann mich nicht mehr erinnern. Ab Klasse 7 wurde sie dann in Erdkunde auf englisch unterrichtet,nächstes Schuljahr folgt dann noch Bio.Ich glaube es gab bis jetzt wirklich nur ein Kind bei dem das nicht funktioniert hat,alle anderen kommen gut mit. ich würde es auf jeden fall versuchen,abgeben kann man das immer noch. lg Mane |
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![]() Mitglied seit 07.10.2008 |
Hallo an Alle,
also Dag, das halte ich nun tatsächlich für absoluten Unsinn, entschuldigung, dass ich das so deutlich sage. Es gibt doch viele Menschen, und nicht mal nur entsprechende Fachlehrer, die neben ihrer Muttersprache auch weitere Sprachen fließend beherrschen. Im Umkehrschluß bedeutet das ja, dass sämtlicher Sprachunterricht an unseren Schulen fragwürdig ist, denn an welcher Schule unterrichten schon ausländische Lehrer ihre Muttersprache, ob nun Bili oder nicht. Das ist bei meinen 2 Kindern in bisher 13 bzw 12 Schuljahren insgesamt einmal der Fall gewesen. Meine Tochter war von Klasse 7 bis 10 in der Bili-Klasse, neben Englich wurde der Geschichtsunterricht überwiegend auf englisch erteilt. In der Oberstufe gab es die Bili-Klasse nicht mehr. Für sie war das ok, ob sie allerdings besser englisch spricht als wäre sie in einer normalen Klasse gewesen, weiß ich nicht, weil sie auch einige Aufenthalte in England hatte. Sie hat jedenfalls auch jetzt immer gute bis sehr gute Noten. Es bedeutet aber in jedem Fall Mehraufwand. Was vielleicht noch zu sagen wäre ist, dass die Bili-Klassen immer ein recht hohes Niveau hatten. Einen schönen Tag wünscht Gaby |
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![]() Mitglied seit 19.06.2002 |
Das kommt ja nun darauf an, was man als fliessend betrachtet...
Die Englischlehrerin meines Sohnes spricht fantastisch Englisch - aber das erwarte ich irgendwie auch, wenn jemand dieses Fach studiert hat und es unterrichtet. Aber wenn ich mir anschaue, was die Erdkundelehrerin meines Sohnes als "fließend Englisch" so ansieht.... Das Fach Erdkunde wird auf Englisch unterrichtet, nächstes Jahr dann noch Geschichte und übernächstes Jahr Politik....wenn all diese wunderbaren Fachlehrer so Englisch sprechen, wie diese Erdkundelehrerin es tut, dann geht der Schuß aber ordentlich nach hinten los, und zwar in zweierlei Hinsicht. Mir ist schon klar, dass ich nicht nur Muttersprachler erwarten kann. UND mir ist klar, dass es sehr viele Lehrer gibt, die keine Muttersprachler sind, und ihre Fremdsprache wirklich beherrschen. Aber leider gibt es eben gerade im sog. bilingualen Bereich einige Lehrer, die in ihren Fächern mit Sicherheit exzellent sind, leider aber ein recht mittelmäßiges Englisch sprechen und auch unterrichten. Und da ich einige Jahre im englischsprachigen Raum gelebt habe und Anglistik, wenn auch nur im Nebenfach, studiert habe, kann ich es vielleicht auch ein wenig beurteilen. LG Dag |
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![]() Mitglied seit 07.10.2008 |
Am Gymnasium meiner Tochter, wir wohnen in Niedersachsen, ist es so geregelt, dass der Unterricht auch in den begleitenden Fächern von Lehrern gegeben wird, die auch Englisch unterrichten. Bei ihr war es also ein Lehrer mit der Fächerkombination Geschichte / Englisch. In anderen Klassen hat er Englisch gegeben. In Englisch hatte sie eine andere Lehrerin, die unterrichtete ausschließich Englisch und war daneben mit administrativen Aufgaben betraut, so dass ich ihr 2. Fach nicht kenne.
Grüße von Gaby |
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![]() Mitglied seit 03.06.2007 |
Hallo,
an der Schule meines Sohnes wurde der bilinguale Unterricht nur von Fachlehrern (Erdkunde, Geschichte, Wirtschaft/Recht), die als zweites Fach Englisch hatten, unterrichtet. So unterrichtete der Englsichlehrer der fünften und sechsten Klasse in der 9. Klasse bilingual Wirtschaft (war sein 2. FAch). Die Geschichtslehrerin (bilingual, 7./8. Klasse) hatte er später nochmals als Engslichlehrerin in der 10. Klasse. So kenne ich es auch von anderen Schulen. LG Anne |
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