Welche Sprachen im Gymnasium lernen? Englisch + Latein/Französisch?
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![]() Mitglied seit 19.12.2003 |
wir müssen hier so langsam eine Entscheidung für die Sprachausbildung unserer Tochter treffen. Hier sind die Möglichkeiten: 5.Klasse nur mit Englisch beginnen 6.Klasse dann Latein oder Französisch 8.Klasse dann Französisch oder Spanisch (oder "Naturwissenschaft und Technik") Wir denken,dass sie nicht "NwT" nehmen wird und daher 3 Sprachen lernen muss. Oder: 5.Klasse mit Englisch und Latein anfangen 8.Klasse Französisch oder Spanisch (oder "NwT") dazu Diese Variante heißt 2 Wochenstunden mehr Unterricht in Klasse 5 und 6. Das macht unser Sohn. Es war hart zu sehen, dass er sehr wenig Freizeit hat. Vom Typ ist er Naturwissenschaftler und tut sich mit Grammatik sehr leicht. Auch sieht er schon die Synegieeffekte aus Latein und Englisch/Deutsch. FÜr ihn war es die richtige Entscheidung. Unsere Tochter ist sehr gewissenhaft und fleissig (typisch Mädchen?). Sie weiß nicht, welchen Weg sie gehen will. Wenn sie mit 2 Fremdsprachen beginnt, hat sie zwar mehr Unterricht, aber die Lehrer sagen, dass die Kinder in Klasse 5 motivierter sind als in Klasse 6. Sie würde auch Latein lernen, könnte dann ja auch noch Französisch oder Spanisch dazunehmen, aber ich habe Bedenken sie zu überfordern. Wenn Kinder in Klasse 5 mit den 2 Fremdsprachen nicht klar kommen, haben sie bis Weihnachten die Möglichkeit in die "nur-Englisch-Klasse" zu wechseln. Die Lehrer sagen: Es gibt keine falsche Entscheidung. Aber welche ist die beste für mein Kind??? Mein Mann hatte Latein und ist der Meinung, dass er damit gelernt hat komplizierte/anspruchsvolle Texte zu verstehen (Tageszeitung). Ich hatte Französisch und habe mich gequält, weil ich nicht so sprachbegabt war. Heute spreche ich fließend Englisch, weil ich 3 Jahre in den USA gelebt habe - nicht weil ich so gut in der Schule war. Unseren Kindern möchten wir die Möglichkeit geben ein Jahr im Ausland zu verbringen (auch wenn es nicht hier auf die Schulausbildung angerechnet wird und die dann ein Jahr länger zur Schule gehen). Wir können die Entscheidung für die 2.Fremdsprache auch noch ein Jahr verschieben. Kennt Ihr auch diese Kombination aus Englisch + Latein in Klasse 5 und wie sind Eure Erfahrungen? Liebe Grüße, sonja70 |
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![]() Mitglied seit 18.05.2006 |
Hallo Sonja,
alle Jahre wieder ... ist das eine schwierige Entscheidung für die Eltern und die Kinder. Aber nur du kennst dein Kind am besten! Hier kommen vielleicht zahlreiche Erfahrungsberichte, aber kein einziger ist für EUCH relevant! Und an deinem Sohn konntest du ja schon sehen, wie sich das gleichzeitige Lernen zweier Fremdsprachen auswirkt (ich kenne diese Variante übrigens gar nicht - in welchem Bundesland wohnst du denn?) Ich bin selber Englischlehrerin und kann mir gut vorstellen, dass die zwei-Sprachen-Variante die Kinder komplett überfordert. Mit 10 Jahren ist nämlich diese Phase, in der die Kinder leicht jede Sprache "aufsaugen", lange vorbei, und es geht nicht ohne harte Arbeit. Auch durch meinen Hintergrund plädiere ich immer gegen Latein als Pflichtfach. Meiner Ansicht nach gehört das in die Wahlfächergruppe; stattdessen sollen die Kinder als zweite Fremdsprache gleich eine moderne (vorzugsweise romanische) Sprache lernen. LG bluemoon |
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![]() Mitglied seit 21.07.2006 |
hallo bluemoon,
würde mich dafür entscheiden: 5.Klasse nur mit Englisch beginnen 6.Klasse dann Latein 8.Klasse dann Spanisch LG gs_pe |
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![]() Mitglied seit 24.10.2007 |
Hi,
vor dem gleichen Problem stehen wir auch gerade. Unsere bisherigen Überlegungen dazu: 1. Latein ist grundsätzlich wichtig für die Allgemeinbildung. Man kann viele Fremdworte besser und richtiger benutzen, wenn man weiß, was sie im Wortsinn bedeuten (hätte Löthar Matthäus z.B. Latein gehabt, hätte er nicht gesagt: "Hauptsache, wir gewinnen, alles andere ist primär.") Auf Latein ganz verzichten würd ich keinesfalls. 2. Dass deutsche Kinder heute französisch lernen, ist ein Relikt aus dem kalten Krieg, da bot sich keine andere Sprache als 2. Fremdsprache an: Russisch, polnisch, chinesisch zu lernen, machte keinen Sinn, da man mit Leuten, die diese Sprachen hatten, eh keinen Kontakt haben würde. Heute ist Frankreich für Deutschland immer noch ein wichtiges Nachbarland, aber eben nicht mehr so ausschließlich wie damals, und global gesehen hat französisch eine geringere Bedeutung als z.B. spanisch oder portugiesisch. Meines Wissens ist spanisch eine Welthandelssprache und französisch nicht. Unsere Tochter will unbedingt französisch als 2. Sprache, ich hätte eher zu Latein tendiert,( spanisch geht bei uns erst ab der Oberstufe), weil das leichter zu lernen ist (keine Ausspracheprobleme, keine Accents etc.). Ich werde sie aber wohl machen lassen, wie sie das will, dann liegt es in ihrer Verantwortung, und die kann sie ruhig übernehmen mit ihren 11 Jahren. Lernen muss man so oder so. LG Minosch
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![]() Mitglied seit 06.11.2007 |
Hallo !
Ich persönlich finde es unglaublich hart, in der 5. Klasse direkt mit zwei Fremdsprachen zu beginnen. Es gibt so viele neue Dinge, neue Schule, man ist wieder der Kleinste, man hat nicht nur einen Lehrer sondern gleich ein halbes Dutzend, es sind neue Klassenkameraden und wohlmöglich die alten Freunde nicht mehr da, auf den Grundschulen herrscht noch halbwegs "Kuschelkurs" und jeder kennt einen , und plötzlich ist man an einer riesen Schule und dann soll man direkt zwei fremde Sprachen lernen und hat kaum noch Freizeit ( man muss ja auch bedenken, dass der Unterricht generell total angezogen hat - siehe G8 . Unser Nachbarkind hatte in der 5. Klasse mit nur einer Fremdsprache direkt mal 36 Unterrichtsstunden Jeder muss individuell für sein Kind entscheiden - ich kann mir nicht vorstellen, dass ich meine Töchter gleich zwei Sprachen gleichzeitig beginnen liesse. Mal eine ganz andere Frage: was ist NwT ? Habe das jetzt schon mehrmals gelesen, und weiss nicht, was es ist. LG marina02 |
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![]() Mitglied seit 08.07.2007 |
Hallo,
ich war auf einem humanistischen Gymnasium, d. h. ich habe in der 5. Klasse mit Latein begonnen und in der 7. Klasse Englisch dazubekommen. In der 9. Klasse konnte man wählen zwischen Französisch, Altgriechisch und Musik. Ich habe mich für Französisch entschieden. Als ich in der Oberstufe war, gab es eine Reform, d. h. dass die 5er jetzt mit Englisch und Latein beginnen. Der Englischunterricht lief bis zur 7. Klasse neben dem Lateinunterricht her und wurde auch noch nicht so streng benotet. Erst ab der 7. Klasse gab es dann „richtigen“ Englischunterricht. Ich glaube, dass sich einige Eltern beschwert hatten, dass es unmodern ist, ab der 5. Klasse Latein zu lernen und es deshalb umgestellt wurde. Grüße amabu |
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![]() Mitglied seit 07.08.2007 |
Hallo,
ich wuerde einfach mal die Kinder fragen,was sie denn wollen... lg ttt |
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![]() Mitglied seit 18.07.2008 |
Hallöchen
Ich würde meine Tochter fragen, was sie später machen möchte. Sollte sie sprachlich begabt sein, dann sollte sie in diese Richtung gehen, bevorzugt sie die naturwissenschaftlichen Fächer, würde ich den Schwerpunkt dahingehend legen! Ansonsten sollte man sich bei einem sprachlichen Zug vor Augen halten, dass Latein oftmals durchaus hilfreich ist, weitere Sprachen zu erlernen. Es ist schwer hier ohne das Kind persönlich zu kennen einen Rat zu geben. Aber wäre ich in der Situation und sprachlich begabt, dann würde ich 5. Englisch und Latein 8. Spanisch wählen. Aber wie gesagt, das sollte eure Tochter entscheiden. Ggf. hilft auch ein Gespräch mit dem Klassenlehrer weiter! Grüßle, elromen
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![]() Mitglied seit 11.09.2006 |
Hallo!
Im Gegensatz zu ttt gehe ich davon aus, dass du hin und wieder, in gaaaaanz seltenen Fällen und auch nur wenn es unbedingt sein muss (so wie in diesem Fall) mit deinen Kindern sprichst. *Ironieschleuder* Glücklicherweise machst du dir aber zusätzlich selber Gedanken, um eine Schülerin der 4. Klasse bei so einer weitreichenden Entscheidung zu unterstützen. Ich selber hatte französisch als 1. Fremdsprache... wollte also sofort "Vive la France" brüllen. Der Eintrag von Minosch (08:43) hat mich aber sehr nachdenklich gemacht und ich gestehe: BRAUCHT KEIN MENSCH Also umgedacht und neu orientiert: Ich würde zu Englisch-Latein-Spanisch tendieren. Ob es vorteilhaft ist in der 5. mit 2 Sprachen durchzustarten... da bin ich überfragt. Ich würds wohl nicht machen, ein neues Fach nach dem anderen erscheint mir angenehmer. Aber die denken sich da ja sicherlich was bei der Möglichkeit... LG Julchen |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
wofür "braucht" man denn Latein ???
dass man deshalb sämtliche Sprachen dieser Welt einfacher lernt - halt ich fürn Gerücht - bei Japanisch hätte es mir nicht geholfen... slts Grisou Ich kann mir meine Eltern und Grosseltern nicht aussuchen - das, was ich esse aber schon" (Dr Serge Hecberg, zum Thema Gene & Gewicht)) |
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![]() Mitglied seit 24.02.2004 |
@grisou ... "sämtliche" Sprachen sicher nicht, aber für den Erwerb romanischer Sprachen ist Latein sicher nicht von Nachteil ... ich hab mir Lernen von Italienisch und Französisch schon wesentlich leichter getan, weil man einfach viele Wörter ableiten kann.
Außerdem ist Latein eine streng logisch-formalistische Sprache, die auch die analytischen Fähigkeiten schult Aber wenn ich heute die Wahl zwischen Latein und einer weiteren -lebenden- Fremdsprache hätte, würd ich sicherlich die "lebende" wählen. lg bibi, 5sprachig - exkl. Latein |
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![]() Mitglied seit 18.07.2008 |
Hallöchen
@grisou: Für sämtliche Sprachen sicherlich nicht, aber das habe ich auch nicht geschrieben. Falls das Mädchen auch noch später in diese Richtung studieren möchte, ist es auf jeden Fall auch von Vorteil.....aber das alles ist ja eigentlich egal - SIE muss sich entscheiden. Nicht wir. Grüßle, elromen
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
die Studienzweige, für die man tatsächlich noch dass Latinum braucht werden immer weniger, elromen -
ansonsten hat Latein für romanische Sprachen nen gewissen Vorteil - andererseits hatte dier jede romanische Sprache - da kann man sich dann eigentlich auch ne "lebende" Aussuchen... ein Argument für Latein ist, wenn das Kind mit Französisch so gar nicht klar kommt - die Aussprache ist oft ein Knackpunkt... |
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![]() Mitglied seit 18.07.2008 |
Hallöchen
Ich habe halt nur die Erfahrung gemacht, dass wenn man Latein (so wie mein Mann) kann, man sich im späteren Leben deutlich einfacher tut neue Sprachen zu lernen. Aber wie gesagt, die Diskussion über Sinn oder Unsinn bestimmter Sprachen ist nicht das Thema - es geht ja vielmehr darum, was das beste für das Mädel ist. ich frage mich da schon eher, weshalb von vorneherein Naturwissenschaften ausgeschlossen werden.... Grüßle, elromen
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![]() Mitglied seit 06.01.2009 |
Huhu!
Ich persönlich finde es absolut überholt, Latein zu lernen. In der Sprache wird nichts aktuelles mehr produziert, Studiengänge die ein Latinum voraussetzen werden wie bereits erwähnt wurde immer weniger - und dass Latein helfen soll, andere Sprachen besser zu lernen, halte ich auch nur für halb wahr. Sprachen einer Sprachfamilie ergänzen sich IMMER, also haben Französisch und Spanisch die gleichen Synergie-Effekte. Und das mit "Fremdwörter besser verstehen"... naja. Stimmt vielleicht, aber das erachte ich auch nicht als sonderlich wichtig. Vorallem heutzutage, wo man in 3 Sekunden bei Wikipedia nachschauen kann, was irgendwas bedeutet. Und dass Französisch eher unwichtig ist, stimmt so auch nicht. Ich z.B. wohne in der Grenzregion und studiere Übersetzen - da ist es mit Französisch später wesentlich leichter, einen Job zu kriegen. Also, ICH wäre eindeutig für die Englisch-Französisch-Spanisch-Lösung (übrigens auch meine Kombination daaamals auf dem Gymnasium Direkt mit zwei Sprachen anzufangen halte ich jedoch generell für ziemlich hart... das würd ich fast lassen. Liebe Grüße, Babz |
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![]() Mitglied seit 11.08.2005 |
Hallo,
ich habe Latein - Englisch - Französisch gemacht (in der Reihenfolge). Jetzt lebe ich in Frankreich. Und ich halte Latein für einen Blödsinn, die Argumente dafür ebenfalls. Hauptargumente, die man immer wieder für Latein hört, sind: - es schult das logische Denken - es ist eine gute Basis für romanische Sprachen - viele Fremdworte haben ihre Wurzeln im Latein Aber Latein selbst nützt überhaupt nichts (ausser man will Lateinlehrer werden). Also sollte man aus meiner Sicht obige Dinge bevorzugt durch etwas lernen, das man auch brauchen kann. Logisches Denken lässt sich wunderbar durch Mathe/Physik lernen und eine gute Basis für romanische Sprachen inkl. der Wurzeln romanischer Fremdwörter erhält man durch das Lernen einer dieser Sprachen (italienisch, spanisch, französisch); dann hat man nicht nur eine Basis, sondern bekommt einen lebende Sprache, mit der man was anfangen kann, gleich dazugeschenkt. Meinem Kind werde ich von Latein abraten und deinem Kind würde ich zu 5 Englisch /6 Französisch und 8 Spanisch raten. Gruss Daniel |
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![]() Mitglied seit 11.06.2006 |
Hallo Sonja70 ...
Bluemoon hat es schon ganz richtig gesagt ... es ist eine ganz individuelle Entscheidung, die ganz von dem Kind abhängig ist ... Auch ich kann dir nur Erfahrungsberichte geben ... Meine Große (jetzt 8. Klasse) liebt Sprachen. Die wusste auch ganz genau, was sie lernen will ... In der 5. Klasse hat sie mit Englisch weitergemacht (gab es ja schon drei Jahre an der Grundschule), in der 6. Klasse musste es Latein sein (was anderes kam für sie nicht in Frage, obwohl ich sie gern zu Französisch bewegt hätte) ... und jetzt in der 8. Klasse Spanisch. Wenn es nach der ginge, dürften es gern noch ein oder zwei Sprachen mehr sein, sie liebt fremde Sprachen (außer Französisch, das will sie ums verrecken nicht lernen) und hat vor etwa einen halben Jahr angefangen, zusätzlich Italienisch zu lernen (außerschulisch). Meine ''Kleine'' (jetzt 7. Klasse) hingegen hat mit Sprachen gar nix am Hut. 5. Klasse Englisch 6. Klasse Latein (nach harten, schweren Kämpfen dafür entschieden) und nächstes Jahr, in der 8., wird sie NWT belegen, denn Mathematik und alles Naturwissenschaftliche findet sie klasse. Letztendlich ist es so, das es einfach auf das Kind ankommt. Meine Große würde für 'ne Sprache mehr gern auf Freizeit verzichten, meine Kleine empfindet die zwei, die sie bis jetzt hat, schon als schwere Arbeit und ackert wie blöde (für meinen Geschmack viel zuviel), damit sie auch sprachlich gute Noten bekommt ... Ich würde dir raten, dich mit der Tochter hinzusetzen und ihr genau offenzulegen, was es bedeutet, in Klasse 5 mit zwei Fremdsprachen zu starten, dass das Lernpensum deutlich höher ist etc ... und dann mal hören, ob SIE selbst meint, das ihr das nix ausmacht und sie das machen möchte (wie gesagt: meine Große hätte jubelnd zugestimmt, meine Kleine Rotz und Wasser geheult) ... Ich würde die Entscheidung sehr davon abhängig machen, was ''Kind'' selbst will. Was es in ein paar Jahren wirklich mal lernt/studiert kann letztendlich von der heutigen Wahl doch noch komplett abweichen ... Lieben Gruß
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
"Was es in ein paar Jahren wirklich mal lernt/studiert kann letztendlich von der heutigen Wahl doch noch komplett abweichen "
eben - und daher kann man bei der Auswahl aus diesem Aspekt nichts falsch machen - was fehlt kann man dann nachholen, wenns wirklich aktuell ist... wirklich unumgänglich ist für mich nach wie vor Englisch - darum kommen gerade und besonders Naturwissenschaftler nicht rum...alles andere - ist für mich reine Neigungssache... slts Grisou Ich kann mir meine Eltern und Grosseltern nicht aussuchen - das, was ich esse aber schon" (Dr Serge Hecberg, zum Thema Gene & Gewicht)) |
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![]() Mitglied seit 03.01.2009 |
Hallo
Meine beiden Kinder haben jeweils mit Latein plus angefangen.= Latein und Englisch.Die Lateiner lernen schneller die Fremdsprachen. Das systhematische Grammatik Lernen wirkt sich positiv auf die deutsche Sprachentwicklung aus.In der 6. Klasse kommt keine weitere Sprache dazu. Meine Kinder sind absolute Ottonormalverbraucher was ihre Noten betrifft. Wer chaotisch ist,lernt Ordnung ...Ich würde das immer wieder so machen. LG Bratschenfee |
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![]() Mitglied seit 11.09.2006 |
Das mit den "lebendigen" Sprachen ist natürlich auch ein Argument.
Ich weiß auch, dass man für immer weniger Studiengänge das Latinum braucht, aber nützlich wäre Latein bei mir häufig trotzdem gewesen. Ich habe Wirtschaftswissenschaften und Germanistik studiert... auch in den Wirtschaftswissenschaften ist mir aufgefallen, das leute, die ein Wort herleiten konnten (und damit erahnen konnten was es bedeutet) ziemliche Vorteile haben. LG Julchen |
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![]() Mitglied seit 08.11.2004 |
Hallo,
wenn man prinzipiell davon ausgehen kann, daß das Kind später mal studieren wird (also wenn das nicht völlig fernliegend ist), möchte ich schon empfehlen, daß das Kind irgendwann in seinem Schulleben wenigstens etwas Lateinunterricht mitnimmt. Nicht weil man Latein fürs Studium zwingend brauchen würde, sondern weil es einfach nur peinlich ist, wenn Studenten von ihren "Kommolitonen" erzählen oder sich andere derartige sprachliche Schnitzer leisten Viele Grüße, Jana |
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![]() Mitglied seit 19.12.2003 |
Hallo und vielen lieben Dank!
Nun versuche ich mal einige Fragen, die aufkamen, zu klären. 1. Meine Tochter weiß selbst nicht sicher was sie will - das ändert sich nach Laune oder nach dem was ich sage (also halte ich im Moment den Mund, um sie nicht total durcheinander zu bringen). 2. NwT = Naturwissenschaft und Technik - dieses Fach wird anstatt einer 3.Fremdsprache angeboten. Naturwissenschaftlich hat sich unsere Tochter bisher nicht besonders interessiert (ganz anders ihr Bruder), das kann sich noch ändern - oder auch nicht - leider können wir nicht in die Zukunft sehen (oder es ist auch besser so). 3. Wir wohnen in Baden-Württemberg auf der Ostalb 4. Mein Sohn ist nicht überfordert mit den 2 Fremdsprachen (inhaltlich) auf einmal, aber die 2 Stunden mehr Unterricht (natürlich am Nachmittag) fand er doof - denn Hausi gibt es immer noch zu machen. Er hat so oft schon im Deutschen wie im Englischen festgestellt, dass es da eine lateinische Wurzel gibt - und ist dann immer ganz begeistert (und das bei seinem bisher doch recht begrenzten lateinischen Wortschatz). Englisch machen meine ganz locker, wobei es in der Grundschule auch nicht so intensiv unterrichtet wird. 5. Französisch hatte ich und habe es außer bei einem Kurztrip nach Paris nie wieder gebraucht - da halte ich Spanisch für wichtiger 6. Unsere Tochter muss ein bischen mehr lernen als ihr Bruder, aber sie íst sehr fleissig. Nur wo ist die Grenze - ich weiß, dass Ihr mir da nicht weiterhelfen könnt, natürlich kenne ich mein Kind am besten und habe ja auch schon mit dem ersten Kind Erfahrungen gemacht. Dennoch hilft diese Diskusion weiter - mir jedenfalls und anderen "Mitlesern" hoffenltlich auch. Danke nochmal für die zahlreichen Beiträge. Das Thema ist schwierig und emotionsbeladen. 7. Töchterchen hat noch keinen Berufswunsch. Daher kann man noch nicht in diese Richtung arbeiten. Außerdem glaube ich, dass die Entscheidung erst viel später fallen wird. Ich selbst habe mich erst kurz vor dem Abi entschieden nicht Chemie zu studieren, sondern eine Ausbildung im Reisebüro zu machen. Und in der 4.Klasse hatte ich noch keine Vorstellung. Da will ich auch nichts erzwingen. Daher ist wahrscheinlich jede Entscheidung richtig. 8. Ich selbst hatte Englisch und Französisch - und hätte früher nie für Latein plädiert. Hätte es auch nicht lernen wollen. Aber ich sehe heute, dass es ganz allgemein Vorteile auch für Deutsch hat. Denn die intensive Textarbeit, die im Lateinunterricht läuft, findet im Deutschunterricht viel zu wenig (überhaput nicht?) statt. Dadurch wird einiges klarer (wofür ich immer wieder schwer gebüffelt habe, weil mir die guten Grundlagen fehlten). 9. Wikipedia ersetzt keine gute Tageszeitung mit Leitartikel - meine Meinung! Also Ihr Lieben - danke. Und nun diskutieren wir hier noch ein bischen weiter. Aber bitte keine Grabenkriege, o.k.? LG sonja70 |
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![]() Mitglied seit 05.03.2008 |
Hallo Sonja,
ich habe keine Kinder, aber mein Abitur liegt erst zwei jahre zurück. Meine Framdsprachen waren Englisch, Russisch und Latein. Ich fand Latein zwar wahnsinnig schwierig (ganz im gegensatz zu Eng und Rus), aber jetzt finde ich es super, dass ich das alles mal gelernt habe. Latein ist eine tote Sprache, klar. Aber man bekommt im Lateinunterrich wirklich das logische Denken beigebracht (es gibt nämlich auch Schüler, die mathematisch vollkommen unbegabt sind und dort gar nichts logisches sehen...das hat nichts mit Faulheit zu tun!). Ein weiterer Pluspunkt für Latein ist meiner meinung nach, dass man wirklich viel geschichte lernt, die eigentlich zur Allgemeinbildung gehört, aber im Geschichtsunterricht der Schule nicht vorkommt: Bello Gallico, Trojanische Kriege, wie war das doch gleich mit Cäsar und Kathargo? Ich kann Nur ganz klar für Latein plädieren! Lg sasse |
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![]() Mitglied seit 18.05.2006 |
Hallo,
dass Latein logisch sein soll, wird zwar oft wiederholt, aber deswegen nicht richtiger. Habt ihr wirklich die seitenlangen Ausnahmen zu jeder einzelnen Regel vergessen, die ihr auswendig lernen musstet? Die 6 verschiedenen Konjugationen (mit Ausnahmen), die 5 Deklinationen (mit Ausnahmen) - nur mal als Beispiel? Oft gab es mehr Ausnahmen als Fälle, in denen die Regel angewandt wurde ... (Nur um Fragen vorzubeugen: ich habe noch das alte "Große Latinum" mit 7 aufsteigenden Zeitschuljahren Und die Wortstämme (Stichwort Lothar Mathäus: Primär) sind in den modernen romanischen Sprachen die gleichen wie im Lateinischen - und man muss nicht erst eine andere Sprache "vorzuschalten", um eine weitere zu lernen .... Meine 5 Sesterzen ... bluemoon |
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![]() Mitglied seit 19.07.2007 |
Hallo Sonja,
ich gehöre zur Latein-Pro-Fraktion, aber diese Frage ist wohl schon entschieden? (Übrigens, mein Vater spricht Latein fließend und kommt in Italien damit super klar, ohne jemals Italienischunterricht gehabt zu haben) Auch bei Jana unterschreibe ich. Was ist peinlicher, als Fremdwörter falsch zu benutzen? Wenn ich mich recht entsinne, hast Du geschrieben, dass die Kinder bis Weihnachten die Möglichkeit haben, wieder von 2 auf 1 Fremdsprache zurückzustufen. Dann frag Deine Tochter, wenn sie mag, lass es sie probieren, und wenns nicht klappt, löst sich das Problem Weihnachten auf. Wenn es aber klappen würde und Ihr würdet es nicht versuchen, nehmt Ihr Eurer Tochter 2 Jahre einer weiteren Fremdsprache. Also, ich würds versuchen - wenn Töchterlein möchte. Zumal es der Sohn auch schafft. Grüße, Obstbaum |
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![]() Mitglied seit 08.07.2007 |
@bluemoon:
Niemand hat gesagt, dass Latein einfach ist. Wenn man ein Mal den Anschluss verpasst hat, ist der Zug abgefahren. Gramatikalische Ausnahmeregeln gibt's ja wohl auch in anderen Sprachen in Hülle und Fülle. Wenn man einen guten Lateinlehrer hat, bekommt man die Ausnahmen "spielerisch" beigebracht. Ich kann mich noch gut an den "Abl. Abs.-Song" erinnern, den mein Lateinlehrer mit Gitarre intoniert hat, um uns den Ablativus Absolutus beizubringen Grüße amabu (auch mit großem Latinum) |
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![]() Mitglied seit 08.07.2007 |
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![]() Mitglied seit 18.05.2006 |
@amabu:
Ich habe mich auch nur auf das sattsam bekannte "Latein ist logisch"-Argument bezogen; ich habe nicht von einfach oder schwierig oder von Grammatikregeln in anderen Sprachen gesprochen. Latein ist NICHT logisch. Noch ein Klops, mit dem Latein aufwartet, sind die Vokabeln. Ein Beispiel: das Wörtchen "altus" bedeutet sowohl "hoch als auch "tief", und es ist bei weitem nicht das einzige Beispiel seiner Art. Es kommt sehr häufig vor, dass ein Schüler bei einer Übersetzung SÄMTLICHE Vokabeln gelernt hat und auch richtig weiß - und trotzdem gibt seine Version nicht den geringsten Sinn. Logisch? LG bluemoon |
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![]() Mitglied seit 03.01.2009 |
...so what ! Das Problem gibt es in jeder Sprache.Überall gibt es Wörter mit zweierlei Bedeutung. Am Umgang mit den Wörtern erlernen die Kinder mit der Sprache zu jonglieren. Unsere Sprachen verkümmern ,weil man sich immer auf den kleinsten Nenner verständigt. " Taberna = Geschäft,Wirtshaus,Laden.Es ist halt ein Unterschied,ob man übersetzt,dass der Bauer in einen Laden geht ,um Wein zu trinken oder in ein Wirtshaus. Dieses Jonglieren mit den Worten ist auch gut für die deutsche Sprache. Die Wortwahl wird einfallsreicher.
LG Bratschenfee |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
Bratschenfee - weshalb ich nun unbedingt Latein brauchen soll um mit meiner eigenen Sprache virtuoser umzugehen erschliesst sich mir wirklich nicht...
als Gegenbeispiel könnte ich dir die französischen Schüler nennen - die lernen zu einem hohen Prozentsatz Latein ab der 5ten - das leiten sie sich aber aus dem Französischen ab - also der umgekehrte Weg... was nun die von Jana angesprochenen Fremdwörter und Fachtermini im Studium betrifft - wenns darum geht müssten die Kinder eigentlich Altgriechisch lernen - slts Grisou Ich kann mir meine Eltern und Grosseltern nicht aussuchen - das, was ich esse aber schon" (Dr Serge Hecberg, zum Thema Gene & Gewicht)) |
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![]() Mitglied seit 18.05.2006 |
@bratschenfee:
Natürlich hast du recht - in jeder Sprachen gibt es Wörter mit mehrfacher Bedeutung. Aber es ging ja darum (ich wiederhole mich gerne), dass behauptet wird, Latein wäre - offensichtlich im Gegensatz zu anderen Sprachen - so ungeheuer logisch! Noch eins: Die Fächer, an denen Schüler an den Gymnasien am häufigsten scheitern (also wegen derer sie Klassen wiederholen müssen oder die Schule wechseln müssen) sind Mathematik und ... genau. Latein. Mit Abstand. LG bluemoon |
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![]() Mitglied seit 08.07.2007 |
Bei mir hat`s an beidem gehapert. Ich bin wegen genau dieser Fächer einmal sitzengeblieben. Grüße amabu |
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![]() Mitglied seit 22.01.2009 |
Bei mir ist die Gymnasialzeit erst knapp 2 Jahre her und ich studiere jetzt im dritten Semester.
Retrospektiv gesehen war meine Entscheidung für Englisch und Französisch (+ dem mathematischen Zweig) absolut richtig. Bei Bewerbungen fragt kein Mensch danach, ob man Latein kann. Mit modernen Fremdsprachen kann man da deutlich mehr punkten. |
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Henglein
Rama Cremefine


































