Michigan
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![]() Mitglied seit 06.10.2006 |
Im Frühsommer steht eine berufliche Reise nach Michigan an, die zu einem kleinen Familienurlaub ausgebaut werden könnte. Auf den ersten Google-Blick sieht es in Michigan aber eher langweilig aus, wenn man nicht bis ganz weit in die Upper Peninsula hineinfährt. War jemand schon mal dort und kann mich vom Gegenteil überzeugen? Alle Tipps willkommen. LG |
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![]() Mitglied seit 11.08.2005 |
Hey Poutine,
wie klein bedeutet das denn? 3 Tage? 1 Woche? wo genau seid Ihr? Wir sind vor einigen Jahren den "Handschuh" (Landmasse zwischen Lage Michigan und Lage Huron) an der "Küste" entlanggefahren. Ausgehend von Chicago nach Detroit. etwa 1 gute Woche muss man dafür einkalkulieren. Es war wunderschön. Detroit lohnt sich in meinen Augen nicht, ABER Chicago ist der absulte Hit und lohnt alleine eine ganze Woche oder aber auch nur 2-3 Tage (unbedingt die Gangster SightSeeing tour buchen.... 30 Dollar die jeden Cent wert sind). Auch wenn das nicht mehr Michigan ist, erreicht man das recht flott. von Detroit aus lohnt sich ein Ausflug Richtung Kanda, Niagara Fälle und Toronto (etwa 2-3 Tage einkalkulieren) und Detroit selber hat das Henry Ford Museum was recht interessant ist. LG Jenny |
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![]() Mitglied seit 06.10.2006 |
Hallo Jenny, vielen Dank, das ist ja schon mal sehr interessant! Ihr seid also von Chicago erst am Lake Michigan hoch, dann am Lake Huron wieder runter, hab ich das richtig verstanden? Könntest Du ein paar Highlights benennen, wo es Euch (außer in Chicago) besonders gut gefallen hat?
Chicago wäre sowieso fest eingeplant - dort möchte ich schon seit Jahren mal hin. Wir hätten im Anschluss aber auch gerne ein bisschen Natur; eine Cabin mieten, Wald, Wasser, bisschen wandern, bisschen grillen, so hatte ich mir das ausgemalt. Der zeitliche Rahmen - in etwa 4 bis 5 Tage. Deshalb wäre eine lange Rundreise oder auch eine Fahrt in die Upper Peninsula wohl zu weit. Unsere Basis wäre in Ann Arbor, also mittendrin. |
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![]() Mitglied seit 11.08.2005 |
dann würde ich von Ann Abor quer durch den Handschuh auf die Sleeping Bear Dunes (riesige Wanderdünen...) zu halten und von da ausgehend die Küste Runter Richtung Chicago fahren, da tummeln sich lauter kleine verschlafene "Fischerdörfchen" die im sommer allerdings gut bevölkert sind (wir waren Ende September da, da war es sehr ruhig). Auf dem Weg kommt Ihr quasi zwischen dem Lake und dem Manistee National Forrest lang... hier sollte sich die Möglichkeit für ein ruhiges Cabin finden.
Und Unterwegs liegen meine ich auch 2-3 Outlet Center... die ich als Frau natürlich unbedingt ansteuern würde |
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![]() Mitglied seit 06.10.2006 |
Danke für Deine Tipps, dann werde ich in diese Richtung mal weiterforschen!
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![]() Mitglied seit 23.02.2006 |
Hallo Poutine,
ich habe mal eine Zeit in Michigan gelebt. Langweilig ist es dort nicht, wie schon gesagt: Chicago, eine tolle Stadt, ist nicht weit und in Richtung Upper Peninsula sind die Sleeping Bear Dunes und ein sehr nettes Traverse City. Einen Abstecher, der sehr lohnenswert ist, ist die Mackinac Island. Für Autos verboten und wunderschön! Du kannst dann auch über Sault St Marie nach Kanada fahren und dann weiter zu den Niagara Fällen. Ich habe das auch so gemacht und kenne nur die kanadische Seite, es soll die schönere sein. Toronto ist dann auch nicht mehr so ganz weit... ist halt die Frage, wie "klein" der Familienurlaub sein soll. Am Lake Michigan gibt es überall schöne Strandabschnitte und State Parks, z.B. bei Grand Haven oder den "Hoffmaster State Park". Im Frühsommer kann man mit den Temperaturen schon Glück haben! Es gibt auch sehr schöne Waldgebiete und Flüsse für Kanufahrten etc. Ich kann Dir nur empfehlen einen Urlaub dranzuhängen! Liebe Grüße gemsenfrosch |
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![]() Mitglied seit 06.10.2006 |
Hallo gemsenfrosch,
ooh, noch jemand mit Michigan-Erfahrung! Fantastisch! Also, die Entscheidung für den Urlaub ist inzwischen gefallen - wir sind schon mittendrin in der Planung und müssen nur noch die Details ausknobeln. Deswegen freue ich mich über alle Tipps! Das mit 'langweilig' war nicht so despektierlich gemeint und bezog sich darauf, dass wir leider nicht genug Zeit haben werden, richtig nach Norden zu fahren, wo es schön wild wird. Aber nachdem ich das Wochenende damit verbracht habe, mich auf vrbo.com in verschiedene Cabins am Wasser hineinzuträumen, erscheint mir das doch auch ziemlich nett. Wir werden also ein paar Tage in Chicago verbringen, dann Ann Arbor, und im Anschluss noch an den See fahren. Kennst Du Dich rein zufällig in der Gegend um Ann Arbor aus und hättest da noch Tipps? Ann Arbor selbst kenne ich - nette College-Stadt, aber das war es auch schon. LG |
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![]() Mitglied seit 28.08.2004 |
Hi,
wir sind letztes Jahr im Mai von Milwaukee aus Richtung Norden gefahren, vorbei an Green Bay bis Marquette (wo es ein Vistor Center gibt, leider Sonntags geschlossen, was aber an der out of season-Zeit gelegen haben kann) und dann entlang der Küste vom Lake Superior über Cooper Harbour bis Whitefish Point. Der Teil der Strecke ist Natur pur und wir hatten öfter mal eine Stunde ohne Gegenverkehr (aber, wie gesagt, vor Memorial Day und damit out of season). Von Whitefish Point nach Sault Ste. Marie mit einem kurzen (und völlig uninteresantem Abstecher nach Kanada), weiter nach Süden mit einem Abstecher auf Drummond Island über die Mackinac Bridge (spektakulär) zur Southern Peninsula, über Petoskey und Charlevoix die Ostküste von Lake Michigan südwärts bis Traverse City (Tourikaff) und die beiden Halbinseln der Grand Traverse Bay, weiter über Glen Arbor und Glen Haven, Frankfort bis Muskegon. Von dort haben wir uns dann wieder auf die Interstate geschlagen weil wir unbedingt noch den Illinois River erkunden mussten (auf den Spuren von LaSalle). Die ganze Reise war geprägt von kleinen Küstenorten mit teilweise spektakulären Blicken auf die Seen, netten Motels, vielen netten kleinen Restaurants (privately owned and operated) und unglaublich vielen Leuchttürmen, eine völlig andere Erfahrung im Vergleich zu allem, was wir in den USA bisher gesehen haben. Wenn du noch nicht in Chicago warst ist die Stadt natürlich ebenfalls absolut sehenswert, gegenüber des Museum of fine Arts gehen die Stadtrundfahrten ab, anschliessend noch die Michigan Avenue (auch Magnificent Mile genannt) rauf und runter (Old Watertower, Hancock-Building). Der ÖPNV von Chicago ist extrem gut ausgebaut und sehr preiswert (im Auto funktionieren aber die Navis oft nicht weil viele Strassen unter der Bahn liegen). Vom Navy Pier aus südwärts sind jede Menge interessante Museen, Aquarien, Planetarien etc. zu entdecken. Viel Spass wüscht Joe |
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![]() Mitglied seit 06.10.2006 |
Hallo Joe,
wenn wir drei Wochen Zeit hätten, würde mich die große Tour obenrum auch unglaublich reizen, klingt nach einem supertollen Urlaub! Aber - siehe oben. Kannst Du noch mehr zur Küste von Illinois und Wisconsin sagen? Das wäre nämlich noch ein Plan B: von Chicago aus Richtung Norden zu fahren. Wir würden aber ungern weiter als 5 Autostunden fahren. Wie gesagt, Chicago ist fest eingeplant und für mich eigentlich die Hauptattraktion der Reise - in all den Jahren habe ich zwar viel Wartezeit beim Umsteigen in O'Hare und Midway verbracht, aber nie die Stadt selbst gesehen. LG |
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![]() Mitglied seit 23.02.2006 |
Hallo Poutine,
bei Ann Arbor muss ich passen. Ich war zwar mal auf dem Campus der U of M, aber das war´s dann schon. Ich kenne nur den Westen, speziell Muskegon, Grand Haven und Grand Rapids. Einen schönen Urlaub wünscht Dir gemsenfrosch |
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![]() Mitglied seit 28.08.2004 |
Hi,
die Küste von Illinois beschränkt sich im wesentlichen auf Chicago, danach ist man eigentlich schon in Wisconsin. Milwaukee ist auch ein nettes Städtchen, natürlich übersichtlicher als Chicago und hat einen wunderbaren Lake Shore Drive wenn man die Häuser der Reichen und (manchmal) Schönen anschauen mag, ebenso wie eine nette Altstadt. Ein paar Meilen nördlich liegt Cedarburg (wo meine Tochter wohnt Dann kommt Port Washington mit Hafen und Leuchtturm, über eine Mole erreichbar. Ich war mal im November da und habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele Lachse auf einmal gesehen wie dort im Hafen. Danach ist die Küste unspektakulär, wir haben einen Bogen Richtung Lake Winnebago gemacht und haben uns Oshkosh angeschaut, Schauplatz des weltweit größten "Fly-in" in Juni, auf einem kleinen Provinzflughafen sieht man dann einige tausend Flieger mit jeder Menge Remidemmi. Neben den Flugplatz ist ein (möglicherweise interessantes) Flugzeugmuseum, in dem ich einen Nachmittag verbracht habe. Rund um den See gibt's viele kleine Orte wo es oft einiges zu entdecken gibt, die Namen der Orte verraten sowohl französische als auch indianische Wurzeln und überall gibts kleine Heimatmuseen, ich finde sowas spannend, auch weil man immer mit locals in's Gespräch kommt. Die Interstates 43 (Küste) und 41 (Lake Winnebago) treffen sich dann wieder in Green Bay, bekannt durch die Green Bay Packers, die letztes Jahr die Super Bowl gwonnen haben. Das spannendste in Green Bay ist der Abzweig zur Halbinsel, die auf der Wisconsin-Seite die eigentliche Green Bay einrahmt mit netten kleinen Touristenörtchen und vielen Gelegenheiten, tolle Ausbliche zu genießen, kleine Hafenstädtchen und Marinas zu erkunden. Von den vorgelagerten Inseln (die erste und größte ist über eine Brücke erreichbar) sieht man auf der anderen Seite schon nach Michigan rüber. Wir haben da ein paar sehr schöne Tage verbracht und sind danach wieder nach Cedarburg gefahren um die damals anstehende Wahl Obamas gebührend zu feiern. Wenn du willst kann ich dir ein paar State maps zukommen lassen und eine system map von der Chicago Regional Transport Authority, Stand 2010 bis 2011. Gruß Joe |
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![]() Mitglied seit 07.03.2007 |
Hallo,
im Wesentlichen ist ja schon alles geschrieben - moechte nochmal auf Milwaukee kurz hinweisen - eine richtig schoene Stadt - und - man kann noch sehr viel "deutsches" entdecken, eine sehr grosse Anzahl von deutschen Auswanderern (ca. 20,8 % der heutigen Bevoelkerung hat deutsche Wurzeln) liess sich in Milwaukee nieder. Heute zeugen davon noch mehr als 40 Seiten im Telefonbuch - mit den Namen Schmitt oder Schmidt... Es gibt etliche deutsche Restaurants, Kirchen usw... also eine Stadt zum unbedingten Ansehen... Ansonsten - Joe hat ja schon einen Superbericht ueber die Gegend geschrieben... Liebe Gruesse aus Pittsburgh, Pennsylvania, Susan |
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![]() Mitglied seit 28.08.2004 |
Und wenn du in Wisconsin Lust auf ein gutes Bier hast, frag mal nach "Spotted Cow" oder "Fat Squirrel". Wenn beides nicht geht, Leinenkugel ist auch nicht schlecht, auf jeden Fall besser als "Schlitz, the beer that made Milwaukee famous!"
Witzig ist auch, die deutschen Namen der deutschen Auswanderer deutsch auszusprechen, die merken gar nicht dass sie gemeint sind Milwaukee ist auch die einzige Stadt der Welt (und ich bin schon e bissi rumgekommen) in deren Flughafen es einen second hand bookshop gibt |
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![]() Mitglied seit 06.10.2006 |
Viielen Dank für die weiteren Tipps und Einschätzungen!
Ja, Milwaukee, darüber hatten wir auch schon nachgedacht. Etliche Bekannte, die beruflich an der UWM waren, haben Gutes davon erzählt, und der Stadt eilt ja auch ein gewisser hipper (um nicht zu sagen: Hipster- Das Thema German heritage finde ich auch interessant, aber davon haben wir in unserer Zeit in Texas und Pennsylvania schon jede Menge mitbekommen und mitgenommen. Ach, zum Bier: erst mal ein PBR aus der Dose, danach sehen wir weiter! |
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![]() Mitglied seit 07.03.2007 |
tja - Pabst Blue Ribbon - hat die Gold Medal auf dem Great American Beer Festival 2006 gewonnen.....
Ein klassisches Amerikanisches Bier........ |
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![]() Mitglied seit 28.08.2004 |
Was bitte hat Pabst Blue Ribbon mit Bier zu tun??????
Bezüglich Natur: Das was sich anzuschauen lohnt ist halt eher in der Nordhälfte vom Lake Michigan, sowohl die Halbinsel ab Green Bay als auch auf der Ostseite die Sleeping Bear Dunes und die Grand Traverse Bay, mit fünf Stunden Fahrt könnte es da schon eng werden. Was mir an der Ostseite wahnsinnig gut gefallen hat waren die immer währenden Nebelschwaden, aber im Sommer wirds die nicht geben. Wir waren, wie schon oben erwähnt anschliessend noch am Illinois River, das war ebenfalls toll aber auch schon sehr verschlafen, am Sonntag was zu futtern zu bekommen war ein Glücksspiel ( I could make you a deep frozen pizza? C'mon, I'll even take off the plastic wrapper befor I put it in the oven!) und man muss es selbst erkunden, Reiseführer o.ä. hab ich dazu nicht gefunden. Ihr könntet auch über Highway 20 nach Dubuque und dann den Mississippi südwärts abfahren, aber mehr als 1-2 Tage seid ihr da auch nicht beschäftigt. Ist halt alles Farmland, mehr oder weniger. |
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![]() Mitglied seit 07.03.2007 |
na, na, Joe....
es ist schon trinkbar..... halt ein American beer.... (aber immer noch besser als Miller |
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![]() Mitglied seit 06.10.2006 |
Wie auch immer, ich will jetzt nicht zu einem ausführlichen Exkurs über amerikanisches Bier ansetzen. Vielen Dank noch mal für Eure Beiträge und ich schreibe bestimmt noch mal, wenn alles ein bisschen konkreter wird. |
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