Fehler beim Brot einfrieren

22.09.2013 10:54 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

warsteiner

Mitglied seit 17.01.2002
370 Beiträge (ø0,08/Tag)

Hallo.

Vor einigen Monaten habe ich mich hier schon mal zu dem Thema geäußert, aber in der Zwischenzeit habe ich ein wenig mehr Erfahrung im Brot backen, vor allem, nach dem ich hier einiges über TA-Werte gelesen, und meine Wassermengen angepasst habe, stellt sich die Frage bzgl des einfrierens erneut.

In der Regel bildet sich ein weißer Rand rund herum, das eingebackene 6-Korn löst sich aus der Krume, es zerfällt förmlich oder wird krümmelig. Ich habe es auch schon getestet, immer nur wenige Brotscheiben einzufrieren, aber auf Dauer lässt sich das nicht Mengenmäßig Alltagsgerecht timen.

Was läuft da falsch? Das einzige, was ich geändert habe, ist die erhöhte Wassermenge. Kann das der alleinige Grund sein?

Gruß, warsteiner
 
22.09.2013 13:56 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jajujö

Mitglied seit 27.07.2007
1.427 Beiträge (ø0,54/Tag)

Hallo,

hast du ein No-Frost-Gefriergerät? Falls dann das Brot nicht luftdicht verpackt ist, entzieht das Gefriergerät dem Gefriergut Feuchtigkeit und das würde zu deiner Beschriebung passen. Ansonsten kann ich mir nicht wirklich vorstellen, woran das liegen könnte.

LG
jajujö
 
22.09.2013 14:04 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

paopao

Mitglied seit 25.11.2007
84 Beiträge (ø0,03/Tag)

Hallo

Könnte es sein, dass Du das Brot zu kurz nach dem Backen einfrierst?
Broten bekommt es besser, wenn sie nach dem Ofen noch einen halben bis einen Tag an der Luft nachreifen können.
Das gilt insbesondere für Brote mit höherem Roggenanteil. Ein Versuch wäre es wert.

Liebe Grüße

paopao
 
22.09.2013 17:47 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

UlrikeM

Mitglied seit 08.03.2004
9.190 Beiträge (ø2,37/Tag)

"das eingebackene 6-Korn löst sich aus der Krume, es zerfällt förmlich oder wird krümmelig"

Hmmm, das klingt so, als wäre das 6-Korn...ganze Körner? Schrot?... nicht ausreichend vorgequollen. Ganze Körner sollte man vorkochen (Kochstück), Schrot mindestens über Nacht einweichen oder besser als Brühstück 3-4 Stunden quellen lassen. Ansonsten entsteht keine wirklich zusammenhängende Krume.

Was das beste Einfrieren betrifft: Sehr gut haben sich bei mir die Tüten mit dem Gleitverschluss bewährt, die gibt es auch günstig bei Aldi und DM. Ich schneide das Brot sowie es ausreichend abgekühlt ist, so dass man es schneiden kann und friere in der Regel 3-4 Scheiben ein, drücke möglichst viel Luft raus und ziehe den Verschluss zu. Wichtig ist, dass das Brot möglichst schnell gefriert, also nicht übereinander legen, sondern möglichst in verschiedenen Fächer auf den Boden legen, so dass die Scheiben gut Kontakt zur Kälte haben.

Liebe Grüße Ulrike
 
22.09.2013 18:52 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

warsteiner

Mitglied seit 17.01.2002
370 Beiträge (ø0,08/Tag)

Nabend Freunde.

Meine "Problembrote" haben einen hohen Weizenanteil. Die mit mehr Roggen haben mehr Klebekraft und halten das 6-Korn besser zusammen. Weizenbrote friere ich rund 5 bis 6 Stunden, nachdem es aus dem Ofen kam, im normalen Gefrierfach unseres Kühlschranks ein. Roggenbrote erst am Tag darauf. Zum einfrieren verwende ich diese spziellen Tüten, die ich mit Gummibändern verschließe. Luftleer kriege ich sie nicht, möchte mir aber auch kein Vakuumgerät zulegen. Die schneiden durch die Bank bestenfalls durchschillich ab.

Nachdem ich den Sauerteig 16 Stunden vor dem backen angesetzt habe, tauche ich das 6-Korn unter heißes Wasser. Was meint ihr, sollte man trotzdem mal über ein Vakuumgerät nachdenken?

Gruß, warsteiner
 
22.09.2013 19:39 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

elke1952

Mitglied seit 25.10.2011
1.703 Beiträge (ø1,56/Tag)

HallihalloFehler Brot einfrieren 3872267850

Meinst du mit dem Gefriefach ein im Kühlschran integriertes?, schneller runterhühlen tut es in einem seperaten Schrank/Fach. Das ist für jedes einzufrierende Gut besser, weil kälter und somit schneller.



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22.09.2013 19:57 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

warsteiner

Mitglied seit 17.01.2002
370 Beiträge (ø0,08/Tag)

Ja, es handelt sich um ein im Kühlschrank integriertes Gefrierfach. Ich könnte das Brot ja mal Testhalber im seperaten Gefrierschrank eines Mitbewohners einfrieren.
 
22.09.2013 21:13 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

elke1952

Mitglied seit 25.10.2011
1.703 Beiträge (ø1,56/Tag)

HallihalloFehler Brot einfrieren 3872267850

Diese integrierten Fächer sind mehr zum Lagern von bereits gekühlter Ware gedacht. Vielleicht hängt dein Brotfehler wirklich damit zusammen, daß dein Brot so nicht so schnell runterkühlt wie es sein sollte. Ist jetzt allerdings nur eine Vermutung meinerseits, es muß nicht stimmen...



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22.09.2013 22:38 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

küchenbetti

Mitglied seit 06.09.2010
6.807 Beiträge (ø4,51/Tag)

Hallo,

wenn du an einen Vakuumierer denkst, musst du aber in deinem Fall einen nehmen mit Druckbegrenzer. Sonst wird dein Brot platt fürs Poesiealbum. Lala

LG küchenbetti



Das Bessere ist der Feind des Guten
 
23.09.2013 01:59 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Nitsirk

Mitglied seit 12.11.2005
13.332 Beiträge (ø4,08/Tag)

Fehler Brot einfrieren 3763244104


Ich würd auch sagen, das es nicht schnell genug durchkühlt, und das es nicht kalt genug im TK-Teil ist. Vorm einfrieren schon mal in den Kühlschrank packen, damits nicht mehr Raumtemperatur hat, könnte schon das Ergebnis verbessern.



Liebe Grüße Nitsirk


Pessimisten sind Optimisten mit Erfahrung.
 
23.09.2013 06:50 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Manka

Mitglied seit 26.07.2003
2.117 Beiträge (ø0,52/Tag)

Hallo,
Ich friere schon seit Jahren mein Brot in einem integrierten Fach ein. Das klappt problemlos. Wichtig ist , dass man möglichst viel Lifut aus dem Beutel rauspresst. Und noch wichtiger ist, was die meisten falsch machen, das Brot beim Auftauen im Beutel lassen,damit die Feuchtigkeit,die sich im Beutel gebildet hat , wieder zurück ins Brot geht! Bei Zimmertemperatur auftauen! Was die herausfallenden Körner angeht, die würde ich auf jeden Fall vorher einweichen, aber das hat mit dem Auftauen nichts zu tun.

Grüße Manka
 
23.09.2013 07:06 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

geraldwien

Mitglied seit 23.07.2009
2.410 Beiträge (ø1,26/Tag)

Hi!

Zum Thema Vacuum:
Dass die billigen "Haushalts"vacuumierer nahezu durchgängig Schrott sind, ist an sich völlig richtig. ABER: wenn du Brot scheibenweise einfrieren willst (z.B. 4 Scheiben schön nebeneinander in die Tüte gelegt), dann ist so ein Teil völlig ausreichend. Klar, ein LaVa oder Allpax ist wesentlich vielfältiger einsetzbar und zieht auch ein besseres Vacuum, aber wenn die Kosten und/oder der Platz eine Rolle spielen...

Ansonsten friere ich Brot so gut wie nie im Ganzen ein, weil es erfahrungsgemäß nicht rechtzeitig gegessen wird - und ich möchte nicht für die Tonne backen.

L G
Gerald
 
23.09.2013 07:24 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

warsteiner

Mitglied seit 17.01.2002
370 Beiträge (ø0,08/Tag)

@ alle Gefrierschrankbefürworter. Na! Ja, werde ich testen. Hab` gestern sogar noch vom Mitbewohner erfahren, dass das obere Fach ein Schnellgefrierfach sei.

@Küchenbetti. Da sagst du was. Als ich mir mal vor längerem so`n Vakuumierer ausgeliehen haben, ist mir das tatsächlich passiert. *ups ... *rotwerd*

@Nitsirk. Danke für den Tipp, werde ich so machen.

@Manka. Das Brot nehme ich aus dem Beutel zum auftauen heraus, und die Körner setzte ich 16 Stunden vor`m backen unter Wasser.

Ich habe aber noch weitere Vermutungen. Zum einen habe ich ja schon erwähnt, dass Roggenbrot mit 6-Korn nicht so zerfällt, wie Weizenbrot. Aber evt. liegt es auch daran, dass ich nicht die richtige Knetzeit einhalte. Jedesmal, wenn ich den Teig per Küchenmaschine bearbeite, frage ich mich, WANN denn der Teig fertig geknetet ist, um genügend Klebkraft zu entwickeln?

O.K. ich sehe zwar während des knetens, dass sich zähe Klebestränge bilden, aber ob dass schon reicht, ob der Teig evt sogar schon überknetet ist, dass diese Folgefehler nach dem auftauen auftreten, dazu fehlt mir die nötige Erfahrung. Das gleiche gilt für die Ruhezeit, oder wie lange das 2. kneten dauern sollte. Die Ruhezet beträgt zwischen 30 und 35 Minuten, das 2. kneten rund eine Minute.

Zur Knetdauer und Ruhezeiten gibt es hier genug Lesestoff, aber ich frage auch nur bezogen auf die Auftaufehler. Sind das mögliche Gründe?
 
23.09.2013 07:37 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

warsteiner

Mitglied seit 17.01.2002
370 Beiträge (ø0,08/Tag)

@geraldwien. Interessante Hinweise. Wenn alle anderen Backfehler ausgeschlossen werden können, würde ich schon ein bissken tiefer in die Tasche greifen, für einen guten Vakuumierer. Wir frieren immer das halbe Brot ein. Sobald ich die 2. Hälfte aus dem Gefrierfach hole, beginne ich schon wieder mit dem neuen Sauerteigansatz. Das einfrieren einzelner Scheiben, bzw 3 oder 4 in einem Beutel, hat sich bei uns leider nicht bewährt.
 
23.09.2013 08:07 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Manka

Mitglied seit 26.07.2003
2.117 Beiträge (ø0,52/Tag)

@warsteiner versuche es mal mit dem Brot im Beutel lassen!
 
23.09.2013 08:46 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

warsteiner

Mitglied seit 17.01.2002
370 Beiträge (ø0,08/Tag)

@Manka. Ich musste erstmal gucken, wer mir weiter oben empfohlen hat, das Brot aus dem Beutel zu nehmen, um dir das auf`s Butterbrot zu schmieren...........sorry, aber dieses Wortspiel passte gerade...........aber der Vorschlag kam ja von dir selbst. Lächeln Ich bin für alle Vorschläge offen. Und bevor ich Geld in die Hand nehme um eine Veränderung zu erzielen, versuche ich erst mal andere Alternativen.

Ihr kennt das bestimmt. Manchmal kommen Ideen erst beim arbeiten, oder im Laufe eines Threads wie diesem. Denn erst jetzt, nach dem schon einige Posings ins Land gingen, fiel mir ein, WIE wir unser Brot nach dem auftauen lagern. Es handelt sich um eine Kunststoffbox der Firma Gies. Ich find` die aber nicht auf deren HP, um sie euch zu zeigen. Es ist ein dreiteiliger Kasten. Die blaue Rechteckwanne, dann ein durchlöcherter Kunststoffeinsatz und ein Deckel, der oben ebenfalls Löcher zur Lüftung hat. Ich würde sie als Auftaubox bezeichnen, in der man u.a. tiefgefrorene Hähnchen auftaut und das Tauwasser durch die Löcher im Boden in die blaue Auffangwanne auffängt. Die Löcher im Deckel decken wir mit einem Küchenrollenpapier ab.

Ja ich seh` schon, eine Unmenge von Gründen können dafür verantwortlich sein. Ich werde sie alle nach und nach abarbeiten müssen.
 
23.09.2013 21:15 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

miez-miez

Mitglied seit 10.03.2013
161 Beiträge (ø0,27/Tag)

Hallo warsteiner,
seit ich mein Brot selbst backe, friere ich es überhaupt nicht mehr ein. Es war dasselbe wie bei Dir. Das Brot wurde weiß oder total krümelig. Manche Sorten lassen sich zwar besser einfrieren als andere, aber mir hat das nicht gefallen. Jetzt essen wir das Brot, bis es alle ist und dann wird neu gebacken. Gekauftes Brot, meine ich, lässt sich besser einfrieren, woran das liegt, keine Ahnung.
LG miez-miez
 
23.09.2013 22:38 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

warsteiner

Mitglied seit 17.01.2002
370 Beiträge (ø0,08/Tag)

Nabend miez-miez.

Das haben wir auch mal versucht. Das führt jedoch zu anderen Baustellen. Bereits nach 3 Tagen wird die Krume immer dichter und fester, je weiter man zum Brotende kommt. Ich hab` da auch schon mal zu gegoogelt. Wenn ich mich recht erinnere, ging es da um ein Brühstück, Quellstück oder so ähnlich. Das würde das Brot länger frisch halten.

Bisher habe ich für sowas noch keine Lust gehabt, bin schon froh, dass ich Sauerteigbrote, komplett ohne Hefe, hinkriege. na dann...
 
24.09.2013 00:37 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

UlrikeM

Mitglied seit 08.03.2004
9.190 Beiträge (ø2,37/Tag)

Ich sage es gern noch einmal. Ganze Körner nur "unter Wasser" setzen reicht nicht. Wenn du sie nicht kochen willst, dann musst du sie wenigstens anschlagen und dann auch in jedem Fall mit kochendem Wasser übergießen. Dann über Nacht im Kühlschrank quellen lassen.

Einschweißen der Brotscheiben ist nicht nötig. Sie sollten nur gut verschlossen in Tüten möglichst schnell runtergekühlt werden und IN der Tüte aufgetaut werden.

Noch was... nach der Ruhezeit (30-45 Minuten je nach Konsistenz des Teiges) soll der Teig nicht mehr geknetet werden. Ausnahme ist nur die Quellknetung bei Roggen-Schrot-Broten. Dass du besonders bei weizenlastigen Teigen Probleme mit bröseliger Krume hast, liegt vermutlich an der Kneterei nach der Ruhezeit. Dabei wird das Glutengerüst, das sich während der Ruhezeit weiter ausgebildet hat, zumindest teilweise zerstört und die Krume wird dann eben bröselig. Nach der Ruhezeit wird nur noch geformt, gewirkt. Ausreichend geknetet wird VOR der Ruhezeit. Das dauert in der Regel bei nicht zu schneller Geschwindigkeit mindestens 10 Minuten, bei weicheren Teigen auch länger. Es muss in jedem Fall ein glatter, leicht glänzender Teig entstehen, der sich vom Schüsselrand löst und nicht mehr oder nur noch wenig klebt. Bei reinen oder fast reinen Roggenteigen reichen in der Regel 8 Minuten, weil Roggen kein oder nur sehr wenig (genau weiß ich das jetzt nicht) enthält. Such dir doch mal ein paar Videos auf youtube, auch im Plötzblog kannst du in Videos sehen, wie ein gut ausgekneteter Teig aussehen muss.

Liebe Grüße Ulrike
 
24.09.2013 11:14 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

warsteiner

Mitglied seit 17.01.2002
370 Beiträge (ø0,08/Tag)

@UlrikeM

Das waren sehr nützliche, und neue, Tipps für mich. Danke dafür! Werde mich beim nächsten (Körner)Brot dran halten.

Gruß, warsteiner
 
24.09.2013 12:59 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

warsteiner

Mitglied seit 17.01.2002
370 Beiträge (ø0,08/Tag)

Hab` ich eben ganz vergessen zu fragen.

Was bedeutet "Körner anschlagen" und wie macht man das?

Falls ich die 2. Variante wähle, wie lange sollten die Körner gekocht werden, bevor sie zum aufquellen in den Kühlschrank kommen, und wie viel Wasser wird zum aufkochen verwendet? Sind die Körner dabei komplett mit Wasser bedeckt? Da gibt es im Internet verschiedene Aussagen zu.
 
24.09.2013 14:06 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

hunsbuckle

Mitglied seit 19.12.2011
2.909 Beiträge (ø2,8/Tag)

Pfeil nach rechts Was bedeutet "Körner anschlagen" und wie macht man das? Pfeil nach links


Die Körner werden nur grob zerkleinert, zerkleinert ist eigentlich schon zu hoch gegriffen, eher nur ein Aufkratzen der Kornhaut. Kann man bei sehr grober Mahleinstellung der Getreidemühle machen, oder nur wenige Sekunden im Mixer durch dessen Schlagmesser "anschlagen" lassen.

Gruß
hunsbuckle
 
24.09.2013 15:20 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

warsteiner

Mitglied seit 17.01.2002
370 Beiträge (ø0,08/Tag)

Ich habe eine Getreidemühle mit Granit-Mahlsteine und Holzmahlkammer. Kann da was durch das teilweise harte 6-Korn beschädigt bzw. vermackt werden, wenn die Körner in der groben Einstellung dadurch schießen? Dann hätte ich noch eine alte Kaffemühle mit einem Doppelschermesser, von der Form her wie ein Rasenmäher Scherblatt.

Was das aufkochen angeht, weißt du, wie lange man das angeschlagene Korn aufkochen soll?

Gruß, warsteiner
 
24.09.2013 23:06 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

UlrikeM

Mitglied seit 08.03.2004
9.190 Beiträge (ø2,37/Tag)

Kochstück: Die ganzen Körner 30-60 Minuten einweichen, 100g mit 150 ml Wasser, dann etwa 30 Minuten köcheln lassen, bis die Körner ganz weich sind. Dann ist das Wasser auch weg. Im Notfall Wasser nachfüllen, war bei mir aber noch nie nötig. Kann man gut abends machen und über Nacht im Kühlschrank lagern. Zum Backen wieder warm werden lassen.
Ich koche meistens die doppelte oder dreifache Menge und friere mir was für die nächsten Brote ein. Klappt prima.

Ich habe eine Mühle mit einem Stahlmahlwerk, aber ich glaube nicht, dass das Anschlagen deiner Mühle schadet. Warum schadet dann grobes Schroten nicht? Und die Geschwindigkeit kannst du doch sicher steuern? Die Methode des Anschlagens habe ich von Marla aus dem Sauerteigforum, und wie ich Marla kenne, hat die sicher eine "richtige" Mühle und kein so Zusatzgerät wie ich. Sicherheitshalber kannst du ja mal mit dem Hersteller telefonieren oder Marla fragen Na!
Das Brühstück mit den angeschlagenen Körnern musst du nicht aufkochen, mit kochendem Wasser übergießen reicht.

Liebe Grüße Ulrike
 
24.09.2013 23:25 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

warsteiner

Mitglied seit 17.01.2002
370 Beiträge (ø0,08/Tag)

na schön, dann dürfte DAS ja schon mal in die Hosen gegangen sein. *ups ... *rotwerd* Ich habe nämlich zuerst Wasser aufgesetzt, brodeln lassen, 150 gr. 6-Korn reingeschmissen und ca, 10 bis 15 Minuten im Wasserbad köcheln, dann abkühlen lassen und rein in den Kühlschrank. Bei der ganzen Aktion standen die Körne voll unter Wasser. na dann... na mal sehen, wie die morgen aussehen. Ansonsten werde ich deine Vorgehensweise beim nächsten Brot umsetzen.
 
25.09.2013 01:25 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

UlrikeM

Mitglied seit 08.03.2004
9.190 Beiträge (ø2,37/Tag)

Nicht so schlimm, ich denke, das lässt sich retten Na! Ich hab das zwar noch nie so gemacht, aber über Nacht könnte/sollte das Korn auch weich sein. Wenn nicht, das kannst du ja probieren, koch es noch mal ein paar Minuten und gieß es dann ab, sehr gründlich ab. Abgießen in jedem Fall, am besten stellst das Sieb auch noch auf ein Tuch, damit noch mehr Flüssigkeit rausgesaugt wird. Und bei der Teigherstellung hältst du dann vorsichtshalber etwas Wasser zurück, damit dir der Teig am Ende nicht zu weich wird.

Viel Glück

Ulrike
 
29.09.2013 08:36 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

warsteiner

Mitglied seit 17.01.2002
370 Beiträge (ø0,08/Tag)

Okay Freunde. Letzte Woche habe ich ein halbes Brot, statt im Gefrierfach, im Gefrierschrank eingeforen, mit dem gleichen Ergbnis. Es zerfleddert beim bestreichen mit Butter. Ich komme der Ursache aber so langsam auf die Spur.

So habe ich z.B. die Luft nicht abgesaugt, einfach das Brot in den Beutel gelegt, die überschüssige Tütenlänge umgeschlagen und mit einem Gummibamd gesichert. Bei diesem Verfahren entstanden weniger Eiskristalle, als beim verzwirbeln der Tütenöffnung und verschließen mit einem Gummband. Ich werde mir testhalber ein Vakuumierer ausleihen.

Dann gebe ich schon mal Körner oder/und Sonnenblumenkerne bzw Kürbiskerne zum Teig dazu, obwohl es lt. Rezept nicht vorgesehen war. Diese Zugaben sorgen dafür. dass die Teig-Klebkraft komplett verloren geht. Liegt vielleicht daran, dass Körner und Teige unterschiedlich auf`s einfrieren reagieren.

Last but not least.......das Brot bestand zu 90 % aus Weizenmehl, selbst der Sauerteig. Das kam wohl nocherschwerend dazu. Ich suche weiter nach der Ursache, und fange mit den Vakuumierer an.

Gruß, warsteiner
 
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