Weizenmehl Type 1050 wofür verwenden?

11.04.2005 16:47 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Cadfael

Mitglied seit 19.02.2003
2.102 Beiträge (ø0,5/Tag)

Hallo,

ich hatte meiner Frau gesagt, dass ich wieder neues Brotbackmehl benötige (Weizenmehl Type 550 und Roggenmehl Type 997).

Irgendetwas ist schief gegangen, jedenfalls hat sie zwar 4 kg Roggenmehl Type 997 mitgebracht, mit dem ich gute Erfahren beim Brotbacken im BBA gemacht habe.

Statt Weizenmehl 550 hat sie jedoch Dunkles Weizenmehl Type 1050 mitgebracht, auch 4 kg.

Mein Grundrezept für Brot lautet 375 ml Wasser, 2 EL Zucker, 2 TL Salz, 2 EL Essig, 2 EL Öl, 300 g Weizenmehl Type 550 , 300 g Roggenmehl Type 997, 1 Päckchen Trockenhefe.

Ich ersetze jedoch meistens 50 Gramm Weizenmehl Type 550 durch dieselbe Menge Wezenmehl Type 1050 und 50 Gramm Roggenmehl Type 997 durch dieselbe Menge Dinkelmehl.

Bei dieser Rezeptur komme ich aber mit 4 kg Weizenmehl Type 1050 ein paar Jahre aus; solange reicht die Mindesthaltbarkeit gar nicht.

??????????

Kann mir jemand eine schmackhafte Verwendung für Weizenmehl Type 1050 nennen?
Kann man dieses Mehl nur beim Brotbacken verwenden oder gibt es auch Kuchen mit diesem Mehl?


??????????

Danke für Tipps.

Cadfael
 
11.04.2005 17:05 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Greta

Mitglied seit 17.01.2002
16.933 Beiträge (ø3,71/Tag)

Hallo !
@Cafeal
Du kannst das Weizenmehl bei Deinem Rzept locker gegen 1050 austauschenLächeln es reicht dann ca für 13 Brote das sind so ca 6 Wochen und keine JahreLächeln

Du kannst es unter Weissmehl mischen zum Kuchenbacken oder /und Du kannst Sauerteig damit aktivieren so hast Du einen Weizensauerteig Lächeln)

Ich habe jahrelang nur mit diesem Weizenmehl gebacken Kuchen und Brot Lächeln

liebe Grüsse
Greta
 
11.04.2005 17:06 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Greta

Mitglied seit 17.01.2002
16.933 Beiträge (ø3,71/Tag)

Ach da fällt mir ein zum Andicken von Suppen und Sossen und für Pudding ist es auch geeignet Lächeln

liebe Grüsse
Greta
 
11.04.2005 17:09 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mariiiii

Mitglied seit 08.01.2004
651 Beiträge (ø0,17/Tag)

Hallo Cadfael,

ersetze doch einfach die komplette Weizenmehl 550-Menge durch Weizenmehl 1050!
Einfach mal ausprobieren! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

LG,
Marie
 
11.04.2005 17:12 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

t_segler

Mitglied seit 28.11.2003
3.251 Beiträge (ø0,84/Tag)

Hallo Cadfael,

Weizenmehl Typ 1050 ist das Brotmehl, mit dem ich am liebsten Brot backe. Mein Rezept:

700 g 1050er Mehl
1 gekochte Kartoffel (mehlige Sorte)
1/2 Würfel Hefe


Die Hefe in lauwarmem Wasser zusammen mit einem TL Zucker auflösen. Mehl in eine Teigschüssel geben und mit der aufglösten Hefe einen kleinen Vorteig machen. Wenn nach ca. 10 min sich kleine Bläschen am Vorteig zeigen, dann die gepellte Kartoffel zu dem Teig reiben und 1 EL Salz an den Rand der Schüssel geben. Mit Wasser alles zu einem relativ weichen Teig kneten. Den Teig 1 h gehen lassen. Danach den Teig etwas zusammenkneten und in eine Kastenform geben. Den Backofen auf 230ºC vorheizen. Nachdem der Teig in der Form noch etwas gegangen ist (solange wie der Backofen zum Aufheizen braucht), die Form in den Backofen geben und mit einer Blumenspritze an die Wände des Backofens sprühen, damit sich eine Dampfschwade im Backofen bildet. Nach 15 min Nochmal Wasser rein sprühen und die Temperatur auf 180ºC reduzieren. Weitere 60 min backen. Das Brot kurz abkühlen lassen und aus der Form nehmen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Durch die Kartoffel erhält das Brot einen rustikalen Geschmack und es bleibt angenehm feucht. Das Brot schmeckt auch noch, wenn es mehrere Tage alt ist. Ideal zu einer rustikalen Brotzeit oder Schinkenplatte. Das frische Brot mit Schmalz und etwas Salz...oder einfach nur gute Butter drauf und sonst nichts,...ein Gedicht!


Liebe Grüße,

Thomas.
 
11.04.2005 20:41 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Cadfael

Mitglied seit 19.02.2003
2.102 Beiträge (ø0,5/Tag)

Hallo,

danke für die Antworten.
Da ist bestimmt etwas dabei.
Das Brot nur mit Dunklem Weizenmehl Type 1150 backen? Gibt das nicht so ein Gesundheitsapostelbrot? Dafür bin ich nicht so, ich werde es aber trotzdem ausprobieren.

Nochmals vielen Dank.

LG

Cadfael
 
11.04.2005 21:22 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Tuendy

Mitglied seit 29.04.2004
352 Beiträge (ø0,09/Tag)

Hallo,

@t_segler

muss in diese brot keine Salz rein? Ich glaube das hast du vergessen einzugeben.
Brot ohne salz habe ich schon mal gebacken und das war nicht so gut.

LG Tuendy
 
11.04.2005 21:50 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

elke4

Mitglied seit 17.12.2004
3.619 Beiträge (ø1,03/Tag)

Hallo Cadfael,


ich nehme 1050er Mehl auch für Pizzateig, und meine Brote werden auch damit gebacken. Es kommt immer darauf an, was Du backen willst. Das 550er nehme ich überwiegend zum Kuchenbacken oder für Baguettebrot.



LG Elke, die heute mal wieder Brot gebacken hat
 
12.04.2005 00:28 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Ela*

Mitglied seit 11.11.2001
18.578 Beiträge (ø4,01/Tag)

Hallo Cadfael,

1050er Mehl nehme ich zusätzlich zum Brotbacken auch zum Kuchenbacken und es gab bisher nie Probleme damit.

LG

Ela*


Die Langsamen der Erkenntnis glauben, die Langsamkeit gehöre zur Erkenntnis.

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900)
 
12.04.2005 08:29 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

SpottedDrum

Mitglied seit 10.02.2005
1.176 Beiträge (ø0,34/Tag)

Guten Morgen!

@ t-segler:

kannst Du mir sagen wieviel Wasser Du in etwa verwendest??? So als Hilfe, wenn ich das versuchen möchte Lächeln
Und MUSS die Kartoffel mehlig kochend sein??? Die hab ich nie im Haus. Ich hab immer die \"Vorwiegend festkochenden\" . Wenn man die richtig weichkocht, dann kann man die ja eigentlich auch gut reiben.....

LG SpottedDrum
 
12.04.2005 09:53 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pöt

Mitglied seit 21.02.2004
3.677 Beiträge (ø0,97/Tag)

\"...Das Brot nur mit Dunklem Weizenmehl Type 1150 backen? Gibt das nicht so ein Gesundheitsapostelbrot? ...\"

*prust*

Also, ich zähle mich ja sicher und wahrlich NICHT zu den Gesundheitsaposteln, aber ein Brot mit 1050er Mehl (1150 ist das zweithellste Roggenmehl, das es gibt!) würde ich nicht mal von Ferne zum Brotbacken in Betracht ziehen! Das ist Nichts, das ist Müll, das ist Leerkornmehl per excellence (nur noch übertroffen von 405er und 550er). Sowas schaue ich nicht mal an, so hell ist es, so weiß ist es.

Wenn einer Fragt, ob man mit VK KUCHEN backen kann, kann ich diese Frage ja noch irgendwo verstehen, aber ob 1050er zu Brot geht?

Habe die Ähre und mfm!

Pöt
 
12.04.2005 10:25 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Greta

Mitglied seit 17.01.2002
16.933 Beiträge (ø3,71/Tag)

Hallo !!

Also bei ist ist das 1050 ein dunkeles Weizenmehl das jedenfalls besser zum Brotbacken ist wie 405 oder 550 Lächeln

@Cadfael
Ein Brot mit überweigend Weizenmehl 1050 ist auch kein Gesundheitstsapostelbrot was auch immer das sein mag Lächeln

liebe Grüsse
Greta
 
12.04.2005 11:21 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

anij

Mitglied seit 02.03.2005
4.169 Beiträge (ø1,22/Tag)

@ Cadfael

Du, mein Männe wehrt sich schon, wenn ich ihm seine Brote für Arbeit aus Vollkornsandwich anstatt aus dem gewöhnlichen weißen Sandwich mache. Und dabei ist doch bei Toast und Sandwichbroten das Wort Vollkorn mehr pseudo als sonstwas!
Trotzdem hat er noch nie über meine selbstgebackenen Brote gemeckert (bis auf das letzte, wo ich Salz vergessen habe, aber das habe ich selbst nicht gegessen, also ist dieses Meckern nicht aussagefähig).
Eines der Brote war mit Weizenvollkornmehl und dunklem Roggenmehl gebacken, allerdings mit ST und ein paar Saaten zum Auflockern.
Hat Männe anstandslos gefuttert! Sogar zum Abendbrot und in einer Menge, die bei Brot für ihn untypisch ist.

Für den Anfang wäre eine Mischung mit weißem Mehl vielleicht am besten und dann einfach mal ausprobieren etwas mehr dunkles Mehl zu nehmen. Im Notfall haste halt dunkles Paniermehl.
Und da schmeckst du es dann wirklich nicht mehr raus.

LG
Anij
 
12.04.2005 17:12 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

t_segler

Mitglied seit 28.11.2003
3.251 Beiträge (ø0,84/Tag)

@SpottedDrum

Eine \"vorwiegend festkochende\" Kartoffel geht sicher auch, wenn man sie reichlich gar kocht. Sie sollte halt einigermaßen zerfallen, denn man sie in den Teig reibt. Es sollten halt später keine Kartoffelstückchen im Teig sichtbar sein.

Ich kann dir leider nicht sagen, wieviel Wasser ich genau nehme. Das variiert auch ein wenig, je nach Mehl und ob das Mehl ganz frisch gemahlen oder schon etwas älter ist. Ich habe geschrieben, der Teig soll relativ weich werden. Ich meine damit, daß du ihn nicht in die Hand nehmen kannst, ohne daß er seitlich weg quillt. Du wirst es am Ergebnis sehen, ob der Teig richtig war. Macht man den Teig fest, dann wird das Brot kompakter, fester und kleinporiger. Mit weicherem Teig wird es luftiger und die Poren im Brot werden größer. Ist auch eine Frage, wie man es lieber hat.


Viel Erfolg beim Backen!

Liebe Grüße,

Thomas.
 
12.04.2005 17:31 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

t_segler

Mitglied seit 28.11.2003
3.251 Beiträge (ø0,84/Tag)

@Pöt

Warum so polemisch? Meine Oma, Gott hab sie seelig, hat immer mit 1050er Mehl Brot gebacken. Mit dem was Du als Müll bezeichnest. Es war von ihrem eigenen Getreide, denn meine Großeltern waren gute Bauersleute. Sie haben ihre Felder noch ohne Maschinen mit einem Ackergaul bestellt.

Das Bot, das meine Oma einmal pro Woche in großen Laiben in einem Holzofen gebacken hat, war beste und wohlschmeckensdst Bot, das ich jemals gegessen habe. Die Kleie, die aus dem Mehl rausgesiebt wurde, die wurde den Schweinen gefüttert. Und aus den Schweinen hat man die verdammt beste Wurst gemacht, die man dann auf dieses tolle Brot gelegt hat. Da träume ich heute noch davon (nach 30 Jahren).

Iß Du nur weiter dein Schweinefutter-Brot. Meine Großeltern sind beide alt geworden, obwohl sie ein Leben lang \"Müll-Brot\" gegessen haben.

Das von mir angegebene Rezept kommt dem Brot meiner Oma sehr nahe. Also spare dir deine Gesundheits-Polemik und laß die Hobby-Bäcker hier mit 1050er Mehl Brot backen.

Liebe Grüße,

Thomas.


 
12.04.2005 18:12 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pöt

Mitglied seit 21.02.2004
3.677 Beiträge (ø0,97/Tag)

\"...Die Kleie, die aus dem Mehl rausgesiebt wurde, die wurde den Schweinen gefüttert. Und aus den Schweinen hat man die verdammt beste Wurst gemacht, die man dann auf dieses tolle Brot gelegt hat. Da ... Iß Du nur weiter dein Schweinefutter-Brot. Meine Großeltern sind beide alt geworden, obwohl sie ein Leben lang \"Müll-Brot\" gegessen haben... \"

Naja, da bin ich ja froh, daß diese 50er-Jahre Meinung inzwischen auf breiter Front abgelegt wurde und ernährungsphysiologisch als überholt angesehen wird.

Aber (ich habe auch davon gehört), es gibt heute noch Zeitgenossen, die sich weigern, \"Schwarzbrot\" aus 1050er Mehl zu essen, weil sie es im Krieg immer bekamen und sich heute weißes Brot leisten können.

Mahlzeit! Soviel zum Wort \"Polemik\"!

Pöt
 
12.04.2005 19:47 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

harryadd

Mitglied seit 18.06.2004
2.359 Beiträge (ø0,64/Tag)

\"Naja, da bin ich ja froh, daß diese 50er-Jahre Meinung inzwischen auf breiter Front abgelegt wurde ...\"


Haha Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen, ich bin der \"breiten Front\" entronnen !!!

Hartmut


P.S.: \"Breite Front\" hoert sich fast so ideologisch an wie \"Langer Marsch\".
 
13.04.2005 07:47 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Greta

Mitglied seit 17.01.2002
16.933 Beiträge (ø3,71/Tag)

Hallo !
@Segler
1050 Mehl enthält doch fast keine Kleie Oh Oh
Ich denke da haste etwas verwechselt Na!
1050 ist kein Vollkornmehl sondern ein hohes ausgemahlens Weizenmehl und das haben die Menschen vor 100 Jahren noch gar nicht gehabt sondern es gab nur Vollkornmehl
aus der Dorfmühle oder Weissmehl aus einer Industriemühle und gegen dieses
hat Sebastian Kneipp schon vor 100 Jahren gewettert und er hat recht gehabt Na!

*vollkornige * Grüsse
Greta







 
13.04.2005 09:53 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

t_segler

Mitglied seit 28.11.2003
3.251 Beiträge (ø0,84/Tag)

@Greta

Da ist doch kein Widerspruch! Ich habe nicht behauptet es sei Kleie im 1050er Mehl. Eben weil sie ausgesiebt wurde (in der Mühle). Wenn meine Großeltern ihr Getreide zum Mahlen gebracht haben, bekamen sie das Mehl zurück und die ausgesiebte Kleie. Die Kleie wurde dann als Schweinefutter verwendet.
Ich habe auch nie behauptet, daß das 1050er ein Vollkornmehl sei. Gott bewahre!

Ich habe nur behauptet, daß man damit sehr lecker schmeckendes Brot backen kann und daß man trotz (oder wegen?) dem täglichen Verzehr solchen Brotes alt werden kann.

Ich will keinem sein Vollkorn-Brot verleiten, soll jeder essen was ihm schmeckt und von er mein, es sei gut für ihn.

Noch ein paar Worte zum Thema Ernährungsexperten.

Ernährungsexperten haben Jahrzehnte lang behauptet Spinat enthalte besonders viel Eisen und Margerine sei gesünder als Butter. Beides hat sich inzwischen als falsch erwiesen. Neuestes Beispiel falscher Ernährungslehren: Acrylamid (in Brotkrusten oder in Pommes Frites) würde Krebs auslösen. Auch das ist, nach zwischenzeitlich geradezu hysterischer Panikmache, inzwischen als falsch erkannt worden.

Jahrtausendelang hat sich die Menschheit mit dem Problem beschäftigt, bei gemahlenem Getreide die Hülsenbestandteile vom Mehl zu trennen. Wenn es gesund sein soll sie drin zu lassen, warum haben dann die Leute versucht sie raus zu kriegen? Etwa weil sie nichts von Ernährungsphysiologie verstanden? Sicher, sie kannten nicht man das Wort Ernährungsphysiologie. Deshalb machten sie das, was ihr Körper als gut und richtig empfunden hat. Das mal nur als Denkanstoß.

Liebe Grüße,

Thomas.

 
13.04.2005 10:26 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

harryadd

Mitglied seit 18.06.2004
2.359 Beiträge (ø0,64/Tag)

Also ...

... meine Oma lebte zum Beispiel nicht vor hundert Jahren, sondern bis in die 50er des 20. Jh.
Da man fuer eine Generation ca. 30 Jahre rechnet, kommt das einigermassen hin.

Auch meine Oma hat mit hoch ausgemahlenem Mehl gebacken, denn das gab es damals schon.
Muehlen mit Walzenstuehlen haben sich in Deutschland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durchgesetzt. Zu einer Zeit also, als meine Oma noch im Teich schwamm.

Ob das Mehl die DIN-Norm 1050 hatte, weiss ich nicht.
Aber moeglich waere es gewesen, denn die Mehltypen gibt es bereits seit Anfang der 30er Jahre.

Erlaeuternde Gruesse

Hartmut
 
13.04.2005 10:41 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Greta

Mitglied seit 17.01.2002
16.933 Beiträge (ø3,71/Tag)

Hallo !!

@Harry und Segeler
Dann war es Vollkornmehl was da aus der Mühle kam Lächeln))
Ich habe ja gesagt auch mit diesem 1050 Mehl lässt sich gut backen


*backende* Grüsse
Greta

 
13.04.2005 10:46 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pöt

Mitglied seit 21.02.2004
3.677 Beiträge (ø0,97/Tag)

Ach, und nur, weil man etwas Jahrhunderttausende gemacht hat, ist es gut?

Man schlug sich die Köppe ein (früher nannte man es \"Schlacht\", heute \"Krieg\") und es ist gut!
Man glaubte an die Form der Erde, die eine Scheibe sei, und es ist gut (eine gefährliche Einstellung für einen Segler!)
Man fraß immer so viel es ging und so macht man es heute auch und es ist gut!
Man versuchte so wenig sich zu bewegen wie möglich (und erfand deswegen Sattel, Hochrad, Eisenbahn, Mopped, Auto und Flugzeug) und es ist gut!
Man schmiß allen Müll einfach in die Landschaft (\"die Sintflut nach mir\") und so machen wir es heute auch und es ist gut!

Also, für mich ist das etwas kurz gedacht!

Natürlich gibt es Änderungen in der Ansicht und auch in den Erkenntnissen. Aber man muß eben etwas mehr über den Tellerand schauen, als nur \"meine Großmutter hats gemacht, ist alt geworden und deswegen ist es gut\"!

Heute bewegt sich keiner mehr, alles frißt sich fett und rund, es gibt nicht nur raffinierte Mehle (vor hundert Jahren wirklich nicht!), raffiniertes Öl, raffinierten Zucker und heute hat jeder 10. Diabetes (im Krieg hatte KEINER Diabetes, seltsam! *nachdenk*) Wenn wir so weitermachen (und ich sehe es schon!) haben wir in 10 JAhren hier US-Verhältnisse mit einem überwiegenden Teil der Bevölkerung, die an extremer Fettsucht leidet, Herz- und Kreislauferkrankungen und Gelenk- und Wirbelsäulenschäden.

Natürlich (das will ich nicht in Abrede stellen) hat man auch falsche Ansichten (gehabt)! Aber eben nicht nur heute, sondern auch früher. Und solche falschen Meinungen muß man heute revidieren dürfen. Die von heute und eben auch die von früher!

Habe die Ähre und mfm!

Pöt


 
13.04.2005 10:52 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marc_W

Mitglied seit 09.09.2003
6.322 Beiträge (ø1,59/Tag)

Hallo,

hätte ich eine Neigung zu Ironie und Sarkasmus, dann würde ich jetzt ungefähr so etwas schreiben: \"Wenn die Kleie im Schweinefutter zur ´verdammt besten´ Wurst führte, dann muss sie den Schweinen gut getan haben. Und da Schweine und Menschen biologisch nicht so furchtbar verschieden sind, wird uns Vollkorn auch gut tun.\"

Aber da ich ein todernster Mensch bin, knabbere ich still an meinem Schweinefutterbrot und sage gar nichts. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Viele Grüße

Marc
 
13.04.2005 11:08 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

harryadd

Mitglied seit 18.06.2004
2.359 Beiträge (ø0,64/Tag)

Hallo Poet,

ich muss dir einfach Recht geben.

An vielen anderen Beispielen koennte ich deine Ansicht noch untermauern.

Aber ich kenne genauso viele Beispiele fuer Verfehlungen in der jetzigen Zeit, die nicht nur den Koerper sondern auch den Geist zerstoeren (Globalisierung, Zentralisierung, Buerokratie, Intoleranz usw.).

Was ich allerdings verlange ist ein Freiraum fuer meine eigenen Entscheidungen.

Ein Raum, in dem ich mich so ungesund ernaehren kann wie ich will.
In dem mir nicht dauernd einer mit dem erhobenen Zeigefinger kommt.
In dem ich meinen persoenlichen Bewegungsdrang auf 15 Meter von der Haustuer zum Auto beschraenken kann.
In dem ich all das tun und lassen kann, was keinen anderen schaedigt.

Und diesen Freiraum gestehe ich selbstverstaendlich jedem anderen zu.

Gruss

Hartmut
 
13.04.2005 11:45 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pöt

Mitglied seit 21.02.2004
3.677 Beiträge (ø0,97/Tag)

\"...In dem ich meinen persoenlichen Bewegungsdrang auf 15 Meter von der Haustuer zum Auto beschraenken kann. In dem ich all das tun und lassen kann, was keinen anderen schaedigt. ...\"

Dagegen ist ja nichts zu sagen, wenn nicht das Solidaritätsprinzip verlangt, daß ich für solche (entschuldigung!) Dummheiten mitfinanzieren muß!

Und eine gewisse mitmenschliche Fürsorge sollte auch erlaubt sein (auch wenn das der eine oder andere als \"erhobener Zeigefinger\" interprtiert)...

HdÄ+mfm!

P.
 
13.04.2005 14:02 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

anij

Mitglied seit 02.03.2005
4.169 Beiträge (ø1,22/Tag)

Hallo zusammen!

Erstaunlich, weswegen man sich so die Köppe einschlagen kann...
So weit ich mich erinnern kann, gab es wohl bis vor ein paar Jahrhunderten nur dunkles Mehl und das weiße Mehl kam nur den Reichen zugute.
Erinnert sich denn niemand mehr an die Großmutter von Heidi, die sich ständig über das harte Schwarzbrot beschwerte und von den weichen weißen Brötchen aus der Stadt träumte?
Johanna Spiri lebte glaube ich vor 200-150 Jahren, will mich da nicht festlegen, und eigentlich will ich an dieser Diskussion auch gar nicht teilnehmen.

Ich kann sowohl Pöt\'s Meinung verstehen, als auch die von Hartmut und würde mich wohl irgendwo dazwischen einreihen. Ich bin ein bissel zu bequem, um mich nach einer Mühle umzusehen (hier gibt es eh zu viele Felder an der Autobahn) und nehme daher das Mehl, was ich im Supermarkt um die Ecke bekomme. Ich versuche mich und meinen Mann langsam von weißem Mehl an dunkles Mehl heranzuführen und freue mich schon, wenn ich feststelle, dass ich von 2 Scheiben Selbstgebackenem so satt werde wie von 5 Scheiben gekauftem Brot.

Kann man sich denn nicht einfach darauf einigen, dass man sein Brot so backt, wie man es mag und ein bissel gnädig über Aussagen hinweglesen, die einem nicht zusagen?

Ich interessiere mich zB sehr für japanische Comics und Zeichentrickfilme. Wenn ich mich über jeden aufregen würde, der sagt Mangas und Animes sind nur Kinderkram, weil sie nur Pokemon, Dragonball oder YuGiOh kennen, oder über jene, die sagen, Mangas und Animes sind Saukram, weil sie einmal an einen Hentai geraten sind, sprich Animes für Erwachsene, oder über all die diletantischen Meinungen dazwischen, die unter anderem von \"angesehenen\" Magazinen wie dem Spiegel vertreten werden...
Ich käme gar nicht mehr dazu, etwas anderes zu empfinden als Ärger und Wut. Ich würde mich ständig missverstanden fühlen und meines Lebens nicht mehr froh werden.
Eine \"christliche\" Seite verdammt Mangas und Animes sogar als Teufelszeug und sagt, dass das Lesen von Mangas zur vollständigen Verdummung führen würde.
Ich habe darüber nur gelacht und mich gefragt, wie man so verbohrt sein kann. Stellt euch vor, die haben in dem dazugehörigen Forum sogar verboten, dass jemand seine Meinung zu dem Artikel äußert, sofern er FÜR Mangas ist und versucht, die verbohrte Meinung durch Tatsachen aufzulockern.
Denn die oben genannten Animes sind nicht zu vergleichen mit anspruchsvolleren Serien oder Filmen, die sich zB kritisch mit dem 2. Weltkrieg auseinander setzen.

Kann man denn nicht auch beim Backen etwas tollerant(er) sein?
Muss man sich wegen unterschiedlicher Meinungen denn gleich immer so die Köppe einschlagen?
Denkt doch mal darüber nach!

LG
Anij
 
13.04.2005 14:21 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

harryadd

Mitglied seit 18.06.2004
2.359 Beiträge (ø0,64/Tag)

Hallo Anij,

\"Köppe einschlagen\" sieht anders aus.

Hier wird nur diskutiert.

Und ich muss, um dich zu beruhigen, sagen, dass ich Poets geradlinige Art achte, auch wenn seine Meinungen zum Teil nicht meinen Meinungen entsprechen.

Gruesse

Hartmut
 
14.04.2005 17:22 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

t_segler

Mitglied seit 28.11.2003
3.251 Beiträge (ø0,84/Tag)

Hallo nochmal,

also wenn ich die Postings von Pöt lese, dann könnte ich fast glauben, daß der Verzehr von Vollkornbrot Einfluß auf den Geist hat. Wie er da historische Fehlleistungen in Zusammenhang mit der Lebensweise meiner Großelten bringt, das kann ich so einfach nicht stehen lassen.

Klar gab es früher Leute, die ihren Müll in die Landschaft warfen. Die gibt\'s auch heute noch. Das waren aber Leute, die ihren Wurzeln verloren hatten. Leute die noch nie ein Saatkorn in die Erde eingebracht haben. Hauptsächlich die Städter.
Aber sicher nicht Leute wie meine Großeltern. Sie praktizierten ein Leben, was man heute mit dem modernen Begriff \"Nachhaltigkeit\" beschreiben würde. Sie haben ihren Müll nicht in die Landschaft geworfen, sie haben erst gar keinen produziert. Das wenige Lebensnotwendige, was man nicht selbst produziert hat, das hat man in Papiertüten gekauft. Die wurden im großen Küchenherd verbrannt. Organische Abfälle landeten entweder im Schweinetrog oder auf dem Misthaufen. Und mit dem Mist hat man dann seine Felder gedüngt.

Auch das mit der Scheibenform der Erde ist keine Fehlleistung \"der Menschheit\", sondern nur vom christlich geprägeten Teil der Menschen. Die alten Hochkulturen in Ägypten und in Südamerika wußten schon hunderte oder gar tausende Jahre vor Galilei, daß die Erde rund ist. Die Chinesen wahrscheinlich auch. So hat man beispielsweise in Equador alte Kultstätten gefunden, die so genau den Äquator markierten, wie man es heute erst mit Hilfe von GPS (wieder) hinkriegt. Hätten die christlichen Eroberer die südamerikanischen Ureinwohner nicht umgebracht, dann hätten sie von dem alten Wissen durchaus profitieren können.

Da sieht man mal, wohin Intoleranz führt.

Schließlich muß ich noch deiner Aussage: \"Man fraß immer so viel es ging\" wiedersprechen. Man aß um satt zu werden. Man achtete Lebensmittel aufs Höchste und verzehrte sie mit Vernunft und Demut. Nicht ohne vor jeder Mahlzeit seinem Schöpfer für diese Speise zu danken. Schließlich hatte man alles mit seiner eigenen Hände Arbeit selbst erzeugt.
Ich weiß nicht an was für Leute du bei deiner Aussage \"Man fraß immer so viel es ging\" gedacht hast. Sicher nicht an einfache Bauersleute wie es meine Großelten waren.

Schade, daß sie nicht mehr leben. Leute wie Du könnten eine Menge von ihnen lernen.


Liebe Grüße,

Thomas.

 
14.04.2005 22:38 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marc_W

Mitglied seit 09.09.2003
6.322 Beiträge (ø1,59/Tag)

Hallo Thomas,

jetzt gehen wir zwar gaaaanz weit offtopic, aber seis drum: Aus der Bibel lässt sich eine Scheibenform der Erde nicht direkt herleiten, und in der christlich geprägten Literatur findet sich die Vorstellung der Kugel (bei Dante bin ich sicher, bei Milton müsste ich nachlesen). Dagegen müsstest Du die Vorstellung der Kugelform in Ägypten und Amerika und diese Kultstätten, die den Äquator so genau nachziehen, erst mal belegen. Komisch, dass Du die alten Griechen nicht erwähnst - die wussten es nämlich mit Sicherheit. Die weniger christlichen nordischen Kulturen hatten dagegen eine deutliche Scheibenvorstellung (Midgard, umgeben vom Meer, überspannt von Ymers Schädel). Eine ähnliche Idee findet sich in Sumer / Babylon.

Jajaja, weit offtopic, aber das musste jetzt einfach mal korrigiert werden.

Zurück zum Thema: \"Man fraß immer so viel es ging\" verstehe ich als (etwas drastische) Formulierung für den Umstand, dass man früher oft gegessen hat, soviel eben möglich war. Evolutionär sicher eine sinnvolle Veranlagung, da \"in freier Wildbahn\" nicht immer klar ist, wann man die nächste Mahlzeit bekommt. Zusammen mit unserem heutigen Nahrungsangebot kann diese Prägung aber für Gesundheitsprobleme sorgen.

Viele Grüße

Marc
 
15.04.2005 09:40 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pöt

Mitglied seit 21.02.2004
3.677 Beiträge (ø0,97/Tag)

\"...also wenn ich die Postings von Pöt lese, dann könnte ich fast glauben, daß der Verzehr von Vollkornbrot Einfluß auf den Geist hat. ...\"

Stimmt! Diese Aussage macht mich glücklich! Aber wie glasklar man denken kann, wenn man sich vollwertig ernährt, kann nur der erkennen, der es auch tut. Aber noch besser gehts, wenn man sich ausreichend bewegt (zum Beispiel durch Laufen). Nur mal so als Tipp!

So, und nachdem man MIR Polemik vorwirft und ich nicht bereit bin, auf diesem Niveau zu argumentieren, nur einige Tatsachen (!), die man offensichtlich vergessen hat, die ich aber der Vollständigkeithalber darlegen möchte. Eigentlich wollte ich nicht mehr antworten, aber es juckt mich doch in den FIngern, die offenen Punkte gerade zu rücken. Ansonsten ist dieser Thread für mich beendet.

Müll:
Generationen von Archäologen haben ihre Existenzberechtigung und ihr Schaffensgebiet im Müll vorhergender Zivilationen. Wer die alten Kulturen in anderem Zusammenhang erwähnt, sollte auch mal dorthinschauen. Bis hin zu unseren knüppelschwingenden Neandertalern und höhlenbewohnenden Zeitgenossen. Und auch heute machen wir es so: jede Deponie ist nichts als ein riesiger Müllhaufen, den man mit etwas Erde zudeckt. Ebenso die Lagerstätten in Gorleben etc. Ich bezog das Beispiel mit dem Müll nicht auf irendwelche Großeltern, die ich garnicht kannte. Diese mögen eine Ausnahme sein. Ich bezog es auf ALLE Völker und Kulturen dieser Erde. Früher und heute. Gewisse Großeltern möglicherweise ausgenommen. Aber deswegen kommen sie in den Berichten künftiger Altertumsforscher auch sicher nicht vor.

Das große Fressen:
Marc hat es richtig erkannt. Früher hat man gegessen, was sich nicht für Notzeiten (Winter etc) aufbewahren ließ. Und das war bis vor wenige JAhre so ziemlich alles, was man in die Hände bekam. Und dass dem so war, erkennt man an alten GEmälden auf denen diejenigen, die Nahrung im Überfluß bekommen konnten bis auf ganz wenige ausnahmslos dick waren. Das kommt nicht vom Fasten.

Bewegungsarmut:
Bequemlichkeit war und ist schon immer einer der ganz großen Ursachen für Erfindungen. Ist so. Wers nicht glaubt, kann es durch Nachdenken erfahren.

Erde eine Kugel?:
Ob vor vielen tausenden Jahren in Südamerika und anderswo die Menschen wußten, daß die Erde eine Kugel ist, kann nicht belegt werden. Oder ich habe noch keien Aufzeichnungen von damals darüber gelesen. Es sind Vermutungen, die wir heute anstellen aufgrund weniger überlieferter Zeichnungen und Symbole. Ob diese Symbole aber wirklich das sind, wofür wir sie heute halten oder nicht, ist der GRund des Zwistes zwischen Erich von Däniken mit seinen \"Götter-Astronauten\" und den (sich) ernstnehmenden historischen Wissenschaften. Aber schon bei so banalen Dingen wie Pferdebilder in südfranzösischen Höhlen (die wir wenigsten optisch als Pferde erkennen kann) ist man sich noch lange nicht sicher. Den Sinn haben wir noch lange nicht verstanden. Wie soll es bei den süamerikanischen Darstellungen oder den Riesenköpfen auf abgelegenen Inseln (die erst wenige hunder Jahre alt sind) erst kommen? Und wo steht da: \"die Erde ist eine Kugel\"?

Krieg:
Krieg hats immer auf der Erde gegeben. Und wird es immer geben. Trotzdem ist er nicht gut. Das werde auch Deine Großeltern erlebt haben (ich gehe mal davon aus, daß sie 2 Weltkriege mitbekommen haben).

Und nun: wie gesagt: für mich ist Ende der Diskussion. Andere mögen weiter mir den Vorwurf machen, daß ich polemisiere und intolerant argumentiere.

Mögen sie recht haben!

HdÄ+mfm!

P.
 
15.04.2005 09:54 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marc_W

Mitglied seit 09.09.2003
6.322 Beiträge (ø1,59/Tag)

Hallo,

nur der Vollständigkeit halber: In Miltons \"Paradise Lost\" wird tatsächlich in Buch III, Zeilen 722-724 die Erde explizit als Kugel beschrieben. Lachen (Hatte das Glück das Buch, zufällig genau an der richtigen Stelle aufzuschlagen.)

Alles wesentliche hat Pöt ja eben ausgeführt.

Viele Grüße

Marc
 
29.04.2005 23:20 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

rieljo

Mitglied seit 21.02.2005
1.710 Beiträge (ø0,5/Tag)

Hallo, ich habe gerade mit Interesse diesen Thread gelesen bzw. überflogen, weil ich wohl zu blöd bin um alles zu verstehen *ups ... *rotwerd* Es ist doch sehr interessant zu erfahren, zu welchen Diskussionen ein Missgriff beim Mehlkauf führen kann.
Liebe Grüße
Rita (deren Göga auch leider partout kein Vollkornmehl mag, dunkles Weizenmehl 1050 aber akzeptiert und auch den letzten Gesundheits-Check ohne Beanstandungen bestanden hat)
 
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