Roggenschrot = Roggenvollkornmehl??

27.02.2005 10:29 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Tamarina

Mitglied seit 17.01.2002
172 Beiträge (ø0,04/Tag)

Habe bis jetzt erfolgreich zwei Sauerteigbrotrezepte aus meinem Brotbackbuch probiert. Für beide brauchte ich Roggenmehl Typ 1150, und das ist ganz schön teuer (1 kg für 1,99 Euro). Die Verkäuferin im Bioladen meinte, ich könne bei ihr auch Säckeweise ganze Roggenkörner kaufen und diese mit einer Getreidemühle mahlen. Ich habe zwar keine eigene Getreidemühle, könnte aber die von meiner Schwiegermutter mitbenutzen. Nun frage ich mich aber:

- Ist das Mahlergebnis in der Getreidemühle immer Roggenschrot?
- Ist Roggenschrot eigentlich dasselbe wie Roggenvollkornmehl?
- Kann ich mit einer Getreidemühle eigentlich unterschiedliche Mahlgrade einstellen und so z. B. auch Mehl Typ 1150 herstellen?
- Wenn nein, kann ich die Mehlsorten in Brotrezepten beliebig austauschen? Kann ich Roggenmehl Typ 1150 einfach durch Roggenschrot ersetzen?

Bin für jede Hilfe dankbar! na dann...

Grüße, Tamarina
 
27.02.2005 10:39 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pöt

Mitglied seit 21.02.2004
3.677 Beiträge (ø0,99/Tag)

Hallo!
Leider gibt es zweimal das Wort \"Schrot\" in eigentlich zwei verschiedenen BEdeutungen:
\"Schrot\" = grob zerteilte Getreidekörner
\"Schrot\" = Vollkornmehl (aber in dieser BEdeutung seltener gemeint)

Zu Deinen Fragen:
- ja. Siehe oben. Wenn Du die Mühle ganz fein einstellen kannst ist es ein Mehl mit wenigen größeren Teilen, sonst ein Schrot mit wenigen feineren Teilen. Es spielt aber keine Rolle, beides ist gleich verbackbar. Nur wenn die groben Teile zu viel sind (also das Schrot zu grob), sollte das Schrot 3-4 Stunden in kaltem Wasser eingeweicht werden.
- ja (siehe oben)
- Nein. Es sei denn, Du meinst mit \"Getreidemühle\" eine Industriemühle (aber die kostet ein paar Mio Euronen und paßt nicht auf ein normales Baugrundstück).
- ganz problemlos. Es wird halt etwas rustikaler. Und ein feiner Weizen-hefezopf in Vollkorn ist nicht nach jedermann Geschmack. Außedem braucht VK immer ein klein wenig mehr Wasser.

Habe die Ähre und mfm!

Pöt
 
27.02.2005 10:44 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Tamarina

Mitglied seit 17.01.2002
172 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo Pöt,

danke für die prompte und erschöpfende Antwort! Jetzt frag ich mich nur noch: Was ist ein klein wenig mehr Wasser? Z. B. 600 ml statt wie angegeben 500 ml??

Grüße,

Tamarina
 
27.02.2005 10:48 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pöt

Mitglied seit 21.02.2004
3.677 Beiträge (ø0,99/Tag)

500 g Roggenmehl 1150 zu 350 ml Wasser und
500 g Roggen-VK zu 400 ml Wasser beispielsweise.

GEnau kann man das aber nicht sagen, weil es natürlich auch auf die anderen Zutaten ankommt. ICh gebe immer nur 3/4 der angegebenen Wassermenge zu und dann nur noch nach BEdarf. Sonst hat man hinterher das Problem, einen zu weichen Teig zu haben und kein weiteres Mehl mehr: dann schaut man dumm! (man kann dann aber eine Handvoll Haferflocken untermischen)

HdÄ+mfm!
P.
 
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