Eierlikoer-Muffins saftiger und hoeher
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![]() Mitglied seit 01.07.2008 |
ich lebe seit fast 2 Jahren in Irland und meine Freunde sind immer begeistert von meinen deutschen Kuchen. Vor allem Sprudelkuchen und Eierlikoermuffins sind die Highlights. Ich backe die Eierlikoermuffins immer, wie ich sie von zu Hause kenne: www.chefkoch.de/rezepte/359721121356077/Eierlikoer-Muffins.html Meinen Gaesten schmeckt er so, aber ich moechte die typische, etwas pappige Konsistenz loswerden und einen richtig lockeren, saftigen, sehr aufgegangenen Muffin haben. Ich habe diverse Threads durchforstet, ob es eher am Puderzucker oder am Oel liegt, dass der Muffin recht pappig wird und nicht so aufgeht. In folgendem Rezept wird Butter statt Oel verwendet und auch Zucker statt Puderzucker und in manchen Bildern hat man genau den Muffin, den ich will. www.chefkoch.de/rezepte/114091047916870/Eierlikoer-Schoko-Muffins.html Machen die Schokostreusel im Rezept auch noch einen Unterschied? Denn, wenn die Schokolade schmilzt, entsteht ja erstens Fluessigket, die in den benachbarten Teig einzieht und zweitens nochmal ein wenig Luftraum im Muffin, wo die Schoko war. Hab auch in einem anderen Thread gelesen, dass man beim Backen mit Oel das Oel zum Schluss zugeben soll, weil es das Mehl vom Aufgehen hindert, denn es verschliesst es. Was steckt hier dahinter? Ich wuerde mich sehr ueber euren geschaetzten Rat freuen. Natuerlich koennte ich auch 8 verschiedene Rezeptvarianten backen: Zucker, Oel, Schokostreusel Puderzucker, Oel, Schokostreusel Zucker, Oel, ohne Schokostreusel Puderzucker, Oel, ohne Schokostreusel ... Ich denke, es ist wohl der bessere Weg, die Chemie beim Backvorgang zu verstehen, als das Versuchsprinzip! Vielen lieben Dank und Gruesse aus Belfast Mona |
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![]() Mitglied seit 09.08.2008 |
Hi, Mona!
Dein obiges Rezept entspricht im Prinzip meinem Eierlikörkuchen (überliefert von Schwiegeroma); der wird eigentlich immer schön locker-saftig-fluffig; auch mit Schokostreuseln drin. Wichtig ist, die Eier gut aufzuschlagen; ich würde deutlich länger als die angegebene Minute schlagen; Öl und Eierlikör langsam, in dünnem Strahl zugeben, sonst fällt die Eiermasse wieder zusammen; das Mehl-Backpulver-Stärke-Gemisch wird bei mir auf die Eiermasse gesiebt und vorsichtig untergehoben, nicht gerührt. Ob Öl das Mehl verschließt und deshalb am Aufgehen hindert, weiß ich nicht; aber eigentlich geht ja nicht das Mehl auf, sondern die Eier und das Backpulver. Mehl sorgt durch Verkleistern für den Zusammenhalt. Durch das lange Schlagen der Eier kommt mehr Luft in den Teig; je mehr Luft in der Eimasse, desto fluffiger das Ergebnis. Und bei Teigen mit Backpulver ist es wichtig, daß das Backpulver erst ganz zum Schluß mit Flüssigkeit in Berührung kommt; es fängt sofort an Gas zu bilden und verliert dann rasch an Triebkraft. Deshalb würde ich das Öl keinesfalls als letzes zugeben. Nach Zugabe von Backpulver muß der Teig zügig gebacken werden. Grüßle vom Schwobamädle
Fremde sind Freunde, die man nur noch nicht kennengelernt hat. --- Irisches (?) Sprichwort |
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![]() Mitglied seit 06.02.2009 |
Hallo,
fürs Aufgehen sorgen zum einen Eier, zum anderen Backpulver. Locker wird der Teig auch, wenn man die Eier trennt und den Schnee ganz zum Schluss, also nach dem Mehl noch unterhebt. Das empfiehlt sich vor allem dann, wenn viele Eier im Rezept sind. Mehl und Backpulver müssen nicht zwingend eingesiebt werden, wenn man aber ganz sicher sein will, dass nix klumpt, kann man es machen. Wichtig ist, dass Mehl und Backpulver nur kurz eingerührt werden, sich also die feuchten mit den trockenen Zutaten gerade so vermischen, und dann zügig abgebacken wird. Diese rasche Kombi feuchte und trockene Zutaten kurz verrühren ist gerade in englisch-amerikanischen Rezepten übrigens sehr verbreitet. Lg die Krötenanna |
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![]() Mitglied seit 12.01.2007 |
Hi
ich mach den Eierlikör-Kuchen auch nach diesem Rezept. Ich denke, es liegt daran, dass die Eier zuwenig lange geschlagen werden. Das Öl gebe ich nie am Schluss dazu. Der Kuchen wird immer schön locker, auch ohne Speisestärke. Was auch noch sein könnte: Hat das Mehl eine andere Qualität als in D? lg Lakota ![]() |
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![]() Mitglied seit 01.07.2008 |
Hallo schwobamaedle, kroetenanna und lakota,
ich habe eure Ratschlaege heute zusammengeworfen und nochmal Muffins gebacken, aber nur 1/4 Rezept: Ich habe die Eier mit Zucker (ein feinerer Streuzucker (caster sugar), den es hier gibt) lange aufgeschlagen und dann erst das Oel hinzugegeben, was allerdingt die Masse wieder recht geglaettet hat! Danach habe ich das Mehl-Backpulver-Gemisch - hab Staerkemehl vergessen zu benutzen - nur kurz mit dem Loeffel eingeruehrt und am Schluss den Eierlikoer noch 5 Sekunden mit dem Handruehrer eingeruehrt und um Klumpen loszuwerden. Einen Loeffel Schokostreusel konnte ich mir nicht verkneifen: Tadaaaaaaaaaaaa Die Muffins sind perfekt geworden! Saftig und gross, nicht pappig im Geschmackt und haben eine recht schoene Pilzform. Ich denke, dass der pappige Geschmack vor allem am Staerkemehl lag. Vieeeeeeeeeelen liebe Dank fuer eure Tipps und nochmal Gruesse aus Irland Mona |
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