GESUCHT: Geschichte und Brauchtum des Wedding Cakes
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![]() Mitglied seit 19.01.2003 |
Dieser wird mit Marzipan, anschliessend mit Zucker eingepackt. Dadurch ist dieser Cakes über ein Jahr haltbar. (Alte Vollkonserve) Dieser Kuchen bildet oft den obersten Teil einer mehrstöckigen Hochzeitstorte. Dieses wird dann bei der Taufe aufgeschnitten. FRAGE: Wer kennt genaueres über diesen Brauchtum ?? Herzlichen Dank Rolf |
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![]() Mitglied seit 06.10.2004 |
Hallo Rolf!
Folgendes habe ich in einem meiner Bücher (\"Tortendekorationen\") gefunden: (...)Der Brauch würde aus dem alten Rom stammen: ein kleiner Früchtekuchen wurde aus Zutaten gebacken, die den Gättern traditionell als Opfergabe dargeboten wurden(...). Dieser Kuchen wurde über dem Kopf der Braut zerkrümelt, damit die Gätter sie mit Reichtum segneten. Dies wurde die \"Krönung der Braut\" genannt. Dieser Brauch wurde 54 v. Chr. von Cäsar nach Britannien gebracht(...). Im 16. Jahrhundert wurde es Mode, Kuchen mit Marzipan zu verzieren(.....). Zu dieser Zeit wurden Hochzeitskuchen als einzelne Küchlein gebacken und bekamen einen Überzug aus Marzipan. Einige wurden über der Braut zerkrümelt, einige durch ihren Ehering gedrückt, einige von den Gästen verzehrt und einige an die Armen verteilt. Die restlichen wurden vor dem Brautpaar aufgehäuft, und die Neuvermählten küssten sich darüber, damit sie mit Wohlstand und Nachkommen gesegnet würden. Im Lauf der Zeit wurde dieser klebrige Gebäckhaufen zu einem einzigen großen Kuchen. Als Karl II im Jahr 1660 aus dem franz. Exil nach England zurückkehrte, brachte er eine Vorliebe für die französische Küche und einige seiner Lieblingskonditoren mit. Für ihre kundigen Augen sahen die aufgehäften Küchlein unschön aus, und so schlugen sie vor, sie mit einer Zuckerglasur zu überziehen und mit kleinen Schmuckgegenständen zu verzieren. (.......)Selbst als im späten 17. Jahrhunder der Hochzeitskuchen meist mit Zuckerguss überzogen war, zerkrümelte man ihn über der Braut. Dank dem Guss war es noch einfacher, denn der Zucker löste sich, verteilte sich über ihrem Kopf und der Kuchen blieb zum Verzehr zurück. Schließlich fingen die Brautfamilien an, zwei Kuchen für das Fest zubacken: einen für die Krönung eind einen zweiten, üppig dekorierten für diejenigen, die den Zuckerguss zu schätzen gelernt hatten. Diese wurden dann als Braut- und Bräutigamkuchen bezeichnet.(....) Wie es dann aber dazu kam, ihn für die Taufe oder den 1. Hochzeitstag aufzubewahren, stand hier nicht, aber vielleicht weiß es jemand anderes. Würde mich auch interessieren. Liebe Grüße margo5 |
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![]() Mitglied seit 19.01.2003 |
AN Margo5 : Herzlichen Dank und gratulation zu Deiner \"Torten-Ausstellung\"
hier ein weitere \"Abhandlung\" der Hochzeitstorte, die ich erhalten habe: Geschichte des Hochzeitskuchen Der Ursprung des Hochzeitskuchens kann bis ins Römische Reich zurück verfolgt werden, als die Zuckerglasur noch nicht einmal erfunden war. Ein Laib Gerstenbrot wurde für die Zeremonie gebacken. The Bräutigam ass ein Stück des Brotes und zerbrach den übrigen Teil über dem Kopf der Braut! (Die Symbolik dieses Vorganges wird später erläutert.) Im England des Mittelalters waren die Hochzeitskuchen nicht Kuchen im konventionellen Sinne. Sie wurden beschrieben als auf Mehl basierenden Süssigkeiten im Gegensatz zu Beschreibungen von Brot, welche nur Mehl basiert waren (ohne Süssstoffe). Der Kuchen war Teil von vielen Festlichkeiten. Es existieren jedoch keine Aufzeichnungen von einem speziellen Typ Kuchen für Hochzeiten. Es gibt Erzählungen über das Aufstapeln von süssen Brötchen vor den Frischvermählten. Das Paar versuchte dann, sich über dem Stapel zu küssen. Der Erfolg versprach viele Kinder in des Paares Zukunft. Im frühen 19. Jahrhundert war ein beliebtes Gericht die sogenannte Brauttorte, welche im 17. Jahrhundert zum ersten Mal auftrat. Es war eine Torte gefüllt mit süssen Brötchen, einer Minzetorte oder manchmal auch nur mit einer einfachen Hammelfleichtorte. Die wichtigste Zutat war ein gläserner Ring. Eine alte Legende erzählte, dass diejenige, welche den Ring findet, als Nächste heiraten würde. Obwohl Brauttorten kein fester Bestandteil einer Hochzeit waren, erklären einige Quellen diese Torten zum Mittelpunkt auf weniger prunkvollen Feiern. Im späten 19. Jahrhundert wurde der Hochzeitskuchen beliebt und verdrängte die Brauttorte aus der Zeremonie. Die Torten wurden ursprünglich Brautkuchen genannt, um auszudrücken, dass die Braut der Mittelpunkt einer Hochzeit war. (Vielen anderen Objekten wurde das Wort Braut vorangestellt, so beim Brautbett, Bräutigam und den Brautjungfern.) Die frühen Kuchen waren einfache einstöckige Kuchen, normalerweise ein Pflaumenkuchen, aber Variationen waren möglich. Das war einige Zeit bevor der erste mehrstöckige Kuchen an unsere heutigen Hochzeitstorten erinnerte. Traditionen und Symbole Zerbrechen des Kuchens über dem Kopf der Braut Eine alte Tradition, welche heute nicht mehr praktiziert wird, das Zerbrechen des Kuchens über dem Kopf der Braut, hat seinen Ursprung im römischen Reich. Der Bräutigam ass ein Stück eines Gerstenbrotlaibs, der für diese Gelegenheit gebacken wurde, und zerbrach den Rest über dem Kopf der Braut. Man glaubt, dass dies das Durchtrennen des Hymen und die Dominanz des Bräutigams über der Braut symbolisierte. Mit der Zeit machte es die modernere Form des Kuchens unmöglich, sehr zur Entlastung der Bräute, den Kuchen sauber über den Kopf der Braut zu zerbrechen. Es gibt Aufzeichnungen über das Zerbrechen eines Haferkuchens oder anderen brechbaren Kuchens über der Braut im Schottland des 19. Jahrhunderts. In Nordschottland hielten Freunde der Braut eine Serviette über ihrem Kopf und entleerten einen Korb mit Brötchen über ihr. Farbe Die meisten Leute würden auf die Frage nach der Farbe der Hochzeitstorte mit \"weiss\" antworten. Die weisse Farbe des Zuckerüberzugs symbolisiert Reinheit und Jungfräulichkeit. Diese Symbolik trat zum ersten Mal im viktorianischen Zeitalter auf. Vorher waren die meisten Hochzeitstorten ebenfalls weiss, jedoch aus praktischen Gründen. Zu dieser Zeit, die Zutaten für die Torte waren viel schwerer zu bekommen, vor allem diejenigen für die Glasur. Weisse Glasur zeigte, dass nur der feinst raffinierteste Zucker verwendet wurde. Je weisser der Kuchen, desto vermögender wurden die involvierten Familien eingeschätzt. Ein anderer Grund dafür, dass das Weiss des Kuchens Reinheit bedeutete, war die Assozation der Torte mit der Braut. Ursprünglich wurden Hochzeitstorten Brauttorten genannt. Dies hob nicht nur die Braut als Hauptperson der Hochzeit heraus, sondern stellte auch eine Verbindung zwischen der Braut und dem Kuchen her. Tatsache ist, dass diese Verbindung auch heute noch verstärkt wird. Viele Paare bestellen einen Hochzeitskuchen, welcher zur Farbe des Brautkleids passt. Anschneiden des Kuchens Die wahrscheinlich bekannteste Tradition, welche mit dem Hochzeitskuchen in Verbindung gebracht wird, ist das gemeinsame Anschneiden des Kuchens. Die Braut schneidet das erste Stück, mit Assistenz des Bräutigams. Es symbolisiert die erste gemeinsame Aufgabe im Leben des Paars und ist das Schlüsselbild für die Fotografen. Ursprünglich, war es die alleinige Aufgabe der Braut, den Kuchen zu schneiden und an die Gäste zu verteilen. Als die Kuchen grösser wurden, die Aufgabe wurde recht umfassend, vor allem bei den ersten mehrstöckigen Kuchen, bei denen die Glasur hart und steif sein musste, um die oberen Teile zu stützen. Das Schneiden wurde mehr aus Notwendigkeit denn als Symbol zur gemeinsamen Aufgabe. Gleich nach dem Schneiden \"füttern\" sich die Braut und der Bräutigam gegenseitig mit dem ersten Stück. Diese Aktion symbolisiert das Versprechen, für den Anderen zu sorgen, welches sich das Brautpaar gegeben hat. In den meisten Amerikanischen Hochzeiten erinnert diese Aufgabe mehr an eine Kuchenschlacht im Film. Verschenken von Kuchenstücken Die Idee des Verschenkens von Kuchenstücken an die Gäste entstand im Römischen Reich und wird auch heute noch praktiziert. Nach dem traditionellen Zerbrechen des Brotes über dem Kopf der Braut, versuchten die Gäste, die Krumen aufzufangen. Die Idee, sich ein Stück Kuchen unter das Kopfkissen zu legen, entstand im 17. Jahrhundert und ist der Hauptgrund für das Verschenken von Kuchenstücken. Es heisst dass man dann von seinem zukünftigen Gatten träumt. Eine Abhandlung dieser Tradition im späten 18. Jahrhundert verlangt, dass die Braut kleine Krumen verteilt, welche sie zuvor durch ihren Ring geschoben hat, damit die Gäste diese unter ihr Kopfkissen legen können. Diese Tradition endete, nachdem eine Regel besagte, dass der Ehering nach dem Ringtausch nicht mehr abgenommen werden darf. Bräutigamkuchen Eine andere Tradition, welche vor allem im frühen Amerika geläufig war, ist der Bräutigamkuchen. Das war normalerweise ein dunkler Kuchen als Kontrast zum Hochzeitskuchen und war auch Bestandteil des Hochzeitsmahls. Der Grund für diesen zweiten Kuchen ist nicht bekannt. Es gibt Erzählungen, dass der Bräutigam den Kuchen den Brautjungfern mit einem Glass Wein servierte. Eine andere Erklärung sagt, dass der Bräutigamkuchen aufbewahrt wurde und mit Freunden nach den Flitterwochen geteilt wurde. Diese Tradition ist nicht Bestandteil der meisten Feiern, aber es gibt immer noch einzelne Vorkommen im Süden der USA. Aufbewahren des obersten Teils Die meisten Paare entscheiden, dass sie den obersten Teil des mehrstöckigen Kuchens für später aufbewahren. Dies beinhaltet das Einfrieren des Kuchens, um diesen bis zu einem Jahr später zu konsumieren. Diese Tradition hat ihre Wurzeln im späten 19. Jahrhundert, als grosse Kuchen zum Anlass der Taufe eines Kindes gebacken wurden. Es wurde erwartet, dass die Taufe bald nach der Hochzeit stattfinden würde, so dass diese beiden Zeremonien sowie die Kuchen oftmals miteinander verbunden wurden. Mit der zunehmenden Komplexität des Hochzeitskuchens, wurde der Taufkuchen bald ein armseliger Partner des Hochzeitskuchens. Als dreistöckige Kuchen beliebt wurden, blieb das oberste Stück meistens nach der Feier übrig. Eine Taufe bot einen guten Grund, um dieses los zu werden. Die Leute konnten also den Grund für drei Stöcke darin sehen, den untersten Teil für die Feier, den mittleren zum Verteilen und den obersten für die Taufe vorzusehen. Mit der Zeit wurde die Hochzeit immer weniger mit der Fortpflanzung in Verbindung gebracht. Der Grund für das Aufbewahren des obersten Teils hat sich darum ausgeweitet. Was auch immer der Grund ist, wenn der oberste Teil schliesslich konsumiert wird, ist das ein Erinnerung an die glückliche Beziehung des Paares. Trennen der Teile Die ersten Hochzeitstorten waren sehr simpel verglichen mit den heutigen mehrstöckigen Meisterwerke. Die ersten mehrstöckigen Kuchen wurden für königliche Hochzeiten in England gebacken. Die allerersten hat nicht mal \"richtige\" obere Stöcke (diese waren aus gesponnenem Zucker und waren keine richtigen Kuchen). Als diese oberen Stücke richtige Kuchen wurden, wurde das Problem, die Stücke am Einsinken in die unteren Ebenen zu hindern, allgegenwärtig. Die Idee, Säulen zur Dekoration zu verwenden, bestand schon vor den ersten mehrstöckigen Kuchen, so, dass es für die Konditoren natürlich war, diese auch für die Stütze der oberen Teile zu verwenden. Um die Säulen am Einsinken zu hindern, wurde die Glasur gehärtet. |
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![]() Mitglied seit 22.05.2008 |
Hallo,
hat zufällig auch jemand ein Rezept für so einen Kuchen? Würde gerne meinen Zukünftigen damit überaschen. (Er ist halber Engländer!) Schonmal einen Dank im voraus |
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![]() Mitglied seit 20.06.2005 |
@ Wuschelinchen: unter die Torte kannst du fast jeden Kuchen packen. Das Motivtortenforum, torten-talk.de, google und Wiki helfen dir weiter.
Liebe Grüße kyras
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![]() Mitglied seit 19.01.2003 |
Sali Kyras
Du hast recht, meistens wird x-irgend ein Kuchen darin eingepackt. Wenn er jedoch 1 Jahr haltbar und geniessbar bleiben sollte würde ich am sehr süssem Wedding Cakes Rezept bleiben. (Zucker ist ein Konservierungsmittel) Vor allem es ist ein "Gäg" diesen Kuchen mit einigen ehemaligen Hochzeitsgästen, Trauzeugen zu essen. ..................................................................................................... WeddingCakes (Englischer Hochzeitskuchen) 1.2 kg Butter 1.25 kg Zucker 30 Eier = 55 - 60 g 1.25 kg Mehl 1 kg Orangeat 1 kg Zitronat 1.25 kg Sultaninen 3.5 kg Korinthen Zitronenraps Muskatnuss 15 g Allspice 200 g geh. Mandeln 500 g Rum -. 12.8 kg Totale Menge Plum Cakes ist sehr ähnlich und ist als Hochzeitstorte sehr gut geeignet. Er hat ca 1/3 weniger kandierte Früchte. 1. Tag backen 2. Tag aprikotieren und mit Marzipan einpacken. (Oben + Unten, auch die Seiten) 3. Tag Boden mit Eiweissglasur einstreichen, trocknen lassen 4. Tag rest des Kuchen mit Eiweissglacur einstreichen, trocknen lassen 5. Tag nochmals einstreichen 6. Tag den Boden zum 2. x einstreichen 7. Tag Nun muss alles zum 3. mal ganz genau und sauber eingestrichen werden. 8. Tag man kann in garnieren. Haltbarkeit: sicher über 1 Jahr ALLSPICE: Auf Deutsch : Nelkenpfeffer, Jamaicapfeffer, Englisches Gewürz Auf Französisch: Piment, Piment Jamaïque, Poivre aromatique, Toute-épice, Poivre de la Jamaïque Eier, Butter, Zucker schaumig rühren, Mehl und Backpulver mischen, absieben und alles zusammen melieren. Bei mittler Wärme backen Nur halbes Rezept oder die nicht gebrauchte Menge in Kakesformen füllen und backen dann in den TK Viel Vergnügen Probst |
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