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Hefe bei veganer Ernährung

Vom 15.03.2011 13:01 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

pingu41269 Hendlgriller


Mitglied seit 09.09.2003
1.183 Beiträge (ø0,37/Tag)
Hallo,

ich lese immer wieder, dass Nährhefe von Veganern und tw. auch von Vegetariern sehr vielfältig eingesetzt wird. Auch in den verschiedenen Aufstrichen, die es zu kaufen gibt, ist fast immer Nährhefe enthalten. Ich wundere mich etwas, dass gerade der eher gesundheits- und umweltbewusste Teil der Bevölkerung Hefe verwendet, die beispielsweise im Brotbackforum von vielen verteufelt wird ( Hefeherstellung ) - oder ist Nährhefe nicht das Gleiche wie die Hefe, die man zum Backen verwendet?

Mich würde interessieren, aus welchen Gründen und wofür Nährhefe verwendet wird (außer als Triebmittel für Gebäck).

LG
pingu
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Vom 15.03.2011 13:24 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

ulea Kaltmamsell


Mitglied seit 23.05.2010
610 Beiträge (ø0,83/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo,
Hefe ist , außer Backtriebmittel und Bierherstellungszutat ein wichtiger Vitamin B Lieferant, ebenso wie Schweinefleisch. Da letzteres von Vegetariern nicht gegessen wird, greift man auf Hefe zurück, auch als Pulver zur Nahrungsergänzung.
Hefe enthält auch viele Aminosäuren, u.a. Glutaminsäure, die in Verruf geraten ist . Weshalb ganz Schlaue den Zusatz von Hefe zu beispielsweise Fertigprodukte verteufeln.
Dazu ist zu bemerken, dass die Menge an Glutaminsäure sehr gering ist, also keineswegs vergleichbar der, die in den
Geschmacksverstärkern enthalten ist und zudem Glutaminsäure eine im menschlichen Organismus natürlich vorkommende Aminosäure ist.
Man darf also ohne schlechtes Gewissen Hefe zum Backen verwenden.
Die Brotbäcker bevorzugen in vielen Fällen Sauerteig, weil die darin enthaltene Säure das Getreide besser aufschließt, man also abgesehen vom Geschmack ein besseres Backergebnis erhält.
Übrigens wird Sauerteig, wenn man ihn selber macht im ersten Ansatz auch mit einer klinen Menge Hefe gemacht um die Gärung zu starten und falsche Keime zurückzudrängen.
Nährhefe, Bäckerhefe, Weinhefe und Bierhefe sind verschiedene Spezies. Als Nahrungsergänzung als am Wertvollsten gilt die Bierhefe.
LG Ulea
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Vom 15.03.2011 15:58 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

pingu41269 Hendlgriller


Mitglied seit 09.09.2003
1.183 Beiträge (ø0,37/Tag)
Hallo Ulea,

vielen Dank für deine umfassende Antwort - jedenfalls aus ernährungsphysiologischer Sicht. Jetzt verstehe ich ein wenig besser, wozu Hefe gut sein soll - wobei B-Vitamine auch in Nüssen, Sauerkraut und Algen enthalten sind.
Der Umweltaspekt ist damit natürlich nicht entkräftet na dann...

Übrigens braucht man keine Hefe, um einen Sauerteig anzusetzen. Ich habe meinen vor etwa einem Jahr ausschliesslich aus Wasser und Mehl gezogen, und er funktioniert bis heute tadellos Lachen (Klar habe ich bei den ersten 3-4 Broten, die ich daraus gebacken habe, Hefe in den Teig gegeben - damit ist der Sauerteig, den ich zum Weiterverwenden zurückbehalten habe, jedoch nicht in Berührung gekommen; mit zunehmender Reife des Sauerteiges konnte ich auf die Hefe nach und nach verzichten).

LG
pingu
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Vom 15.03.2011 16:00 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

dijle Kaltmamsell


Mitglied seit 28.11.2010
624 Beiträge (ø1,14/Tag)
hallo,

Pfeil nach rechts Weshalb ganz Schlaue den Zusatz von Hefe zu beispielsweise Fertigprodukte verteufeln.
Dazu ist zu bemerken, dass die Menge an Glutaminsäure sehr gering ist, also keineswegs vergleichbar der, die in den Pfeil nach links

Das stimmt so nicht ganz. Es gibt Hefen die groessere Mengen Glutaminsaeure enthalten, die dann auch zur Herstellung von Geschmacksverstaerkern verwendet werden. Die ueblichen Geschmacksverstaerker sind also fast immer Hefeextrakte, was zur ueblichechen Deklarationsluege: enthaelt keine geschmacksverstaerker fuehrt. Das man das nur schreiben kann, weil man diesen in Hefeextrakt umbenannt hat sagt natuerlich keiner.

Hefen sind im allgemeinen die Chemiker der Natur koennen also je nach art und "fuetterung" alles moegliche herstellen eben auch viele Vitamine, die man sonst ueber trische Produkte aufnehmen kann. Ausserdem kann der Mensch, wenn es um Mineralien geht diese auch nur richtig gut aufnehmen, wenn sie biologisch gebunden sind und dafuer gibt es eben wieder andere Hefen die diese Gebunden haben.

LG
S
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