Hefe bei veganer Ernährung
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![]() Mitglied seit 09.09.2003 |
ich lese immer wieder, dass Nährhefe von Veganern und tw. auch von Vegetariern sehr vielfältig eingesetzt wird. Auch in den verschiedenen Aufstrichen, die es zu kaufen gibt, ist fast immer Nährhefe enthalten. Ich wundere mich etwas, dass gerade der eher gesundheits- und umweltbewusste Teil der Bevölkerung Hefe verwendet, die beispielsweise im Brotbackforum von vielen verteufelt wird ( Hefeherstellung ) - oder ist Nährhefe nicht das Gleiche wie die Hefe, die man zum Backen verwendet? Mich würde interessieren, aus welchen Gründen und wofür Nährhefe verwendet wird (außer als Triebmittel für Gebäck). LG pingu |
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![]() Mitglied seit 23.05.2010 |
Hallo,
Hefe ist , außer Backtriebmittel und Bierherstellungszutat ein wichtiger Vitamin B Lieferant, ebenso wie Schweinefleisch. Da letzteres von Vegetariern nicht gegessen wird, greift man auf Hefe zurück, auch als Pulver zur Nahrungsergänzung. Hefe enthält auch viele Aminosäuren, u.a. Glutaminsäure, die in Verruf geraten ist . Weshalb ganz Schlaue den Zusatz von Hefe zu beispielsweise Fertigprodukte verteufeln. Dazu ist zu bemerken, dass die Menge an Glutaminsäure sehr gering ist, also keineswegs vergleichbar der, die in den Geschmacksverstärkern enthalten ist und zudem Glutaminsäure eine im menschlichen Organismus natürlich vorkommende Aminosäure ist. Man darf also ohne schlechtes Gewissen Hefe zum Backen verwenden. Die Brotbäcker bevorzugen in vielen Fällen Sauerteig, weil die darin enthaltene Säure das Getreide besser aufschließt, man also abgesehen vom Geschmack ein besseres Backergebnis erhält. Übrigens wird Sauerteig, wenn man ihn selber macht im ersten Ansatz auch mit einer klinen Menge Hefe gemacht um die Gärung zu starten und falsche Keime zurückzudrängen. Nährhefe, Bäckerhefe, Weinhefe und Bierhefe sind verschiedene Spezies. Als Nahrungsergänzung als am Wertvollsten gilt die Bierhefe. LG Ulea |
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![]() Mitglied seit 09.09.2003 |
Hallo Ulea,
vielen Dank für deine umfassende Antwort - jedenfalls aus ernährungsphysiologischer Sicht. Jetzt verstehe ich ein wenig besser, wozu Hefe gut sein soll - wobei B-Vitamine auch in Nüssen, Sauerkraut und Algen enthalten sind. Der Umweltaspekt ist damit natürlich nicht entkräftet Übrigens braucht man keine Hefe, um einen Sauerteig anzusetzen. Ich habe meinen vor etwa einem Jahr ausschliesslich aus Wasser und Mehl gezogen, und er funktioniert bis heute tadellos LG pingu |
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![]() Mitglied seit 28.11.2010 |
hallo,
Dazu ist zu bemerken, dass die Menge an Glutaminsäure sehr gering ist, also keineswegs vergleichbar der, die in den Das stimmt so nicht ganz. Es gibt Hefen die groessere Mengen Glutaminsaeure enthalten, die dann auch zur Herstellung von Geschmacksverstaerkern verwendet werden. Die ueblichen Geschmacksverstaerker sind also fast immer Hefeextrakte, was zur ueblichechen Deklarationsluege: enthaelt keine geschmacksverstaerker fuehrt. Das man das nur schreiben kann, weil man diesen in Hefeextrakt umbenannt hat sagt natuerlich keiner. Hefen sind im allgemeinen die Chemiker der Natur koennen also je nach art und "fuetterung" alles moegliche herstellen eben auch viele Vitamine, die man sonst ueber trische Produkte aufnehmen kann. Ausserdem kann der Mensch, wenn es um Mineralien geht diese auch nur richtig gut aufnehmen, wenn sie biologisch gebunden sind und dafuer gibt es eben wieder andere Hefen die diese Gebunden haben. LG S |
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