vegetarier werden?
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![]() Mitglied seit 24.05.2010 |
allerdings lässt mich das thema in den letzten wochen nicht mehr locker. mein fleisch hole ich seit einiger zeit nur noch beim metzger, weil ich der massentierhaltung eigentlich nichts abgewinnen kann. aber im restaurant neige ich trotzdem dazu, ein stück fleisch zu bestellen... wie dem auch sei, in der letzten zeit ernähre ich mich viel mit "ökokost", was mein mann aber nicht so recht mag. aber er redet mir auch nicht rein, wenn er statt eines gemüsebratlings ein schnitzel vorgesetzt bekommt. vor 5, 6 jahren hab ich einige monate vegetarisch gelebt, nicht aus überzeugung, sondern, weil ich kein fleisch mehr mochte. als kind habe ich ohnehin nie fleisch gemocht und mag es momentan eigentlich nur, wenn ich es selbst zubereite, irgendwie kann ich recht gut kochen. damals gab es mit meinem mann schon immer diskussionen, weil ich ihm zu wenig fleischgerichte gekocht habe. jetzt überlege ich, wieder fleischlos zu leben, was er mir ja nicht verbieten wird. grundsätzlich habe ich kein problem, ihm ein stück fleisch zu machen, aber einige gerichte fallen dann flach, sofern ich die dann nicht resteweise eingefriere. und leider sind das echt viele gerichte, z.b. gulasch, bolognaise, lasagne. vegetarisch mit sojagranulat habe ich es ihm vorgesetzt, aber er mochte es aus prinzip nicht... aber das ist noch nicht einmal mein hauptproblem: kann ich vor mir selbst bestehen, wenn ich dann und wann doch noch zu fleisch greife? irgendwie habe ich auch nicht vor, mit irgendwem darüber zu reden. dass ich kein großer fleischesser bin, ist eigentlich bekannt. klar, wenn man das so liest, dann fragt man sich: was ist der grund für meine überlegungen? ich aß und esse eigentlich gern fleisch, warum sollte ich aufhören? eigentlich hat das mehrere gründe. und ich gebe zu: mit dem gewissen den tieren gegenüber könnte ich noch am besten leben, wenn sie aus artgerechter haltung stammen. aber es hat viel mit meiner gesundheit zu tun. ich bin seit meinem 18. lebensjahr rheumapatientin und sollte eigentlich kein schweinefleisch essen, de facto gibt es das bei uns sehr selten. rindfleisch mag ich nicht, esse es folglich nicht. bliebe geflügelfleisch, das ist nach einigen jahren nicht mehr sehen kann. dementsprechend fiele mir das nicht sonderlich schwer, obwohl ich hin und wieder gern ein stück cordon bleu oder schnitzel esse. aber wirklich problematisch könnte mein wurst-konsum sein, denn da konsumiere ich doch jeden tag ein paar scheiben. hier mal ein schinken, da mal ein leberkäse, dort mal eine krakauer. in der woche komme ich auf etwa 200 - 300g aufschnitt, also nicht wenig. obwohl ich dazu übergegangen bin, räuchertofu aufs brot zu essen, was ich momentan sehr mag. und dann gibt es noch fisch, den ich wirklich gern esse und nur mit msc-siegel kaufe. und irgendwie möchte ich auf einmal pro woche nicht auf fisch verzichten... was aber definitiv kein vegetariertum mehr bedeutet (pescitarier, oder so ähnlich war doch der name). jetzt bin ich am überlegen, ob ich so überhaupt vegetarisch leben könnte, wenn es mir in manchen momenten doch schwer fallen könnte. die vegetarier, die ich kenne, haben sich niemals mit dem gedanken des verzichts befasst, sondern sind ganz bewusst umgestiegen und vermissen wohl nichts. aber genau davor habe ich angst, dass ich "rückfällig" werde. hier habe ich im forum gelesen, dass es ja keiner droge gleichkommt, aber bislang habe ich zwischendrin gern abgelehnt, während ich jetzt überlege, mir das wirklich zu verbieten. so richtig weiß ich auch nicht, warum ich das niederschreibe, irgendwie will ich meine gedanken ordnen... |
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![]() Mitglied seit 06.04.2010 |
Hallo
Ich verstehe dein "Problem" nicht ganz - du musst dich doch vor niemandem rechtfertigen (auch nicht vor dir selber), wenn du 2-3 mal im Monat Fleisch und/oder Fisch isst, und ansonsten vegetrisch lebst. Das ist ganz allein deine Entscheidung, und du musst dich ja nicht in eine Schublade "Fleischesser" oder "Vegetarier" drücken lassen. Gruzz - Zinemin |
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![]() Mitglied seit 24.05.2010 |
das problem verstehe ich auch noch nicht, aber es ist wirklich so, dass ich vor mir selbst gerade stehen will... und wenn ich mir etwas nicht verbiete, greif ich auch hin und wieder mehr zu, als ich im vorfeld beabsichtigt habe...
wie gesagt, das war ein gedankenerguss, der wohl wirklich nicht viel sinn macht... aber irgendwie wollte ich das loswerden, ohne mich auf irgendwelche worte festnageln zu lassen... |
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![]() Mitglied seit 06.04.2010 |
Warum willst du es dir denn selber verbieten, wenn es dir schmeckt? Nur um dir selber etwas zu Beweisen?
Setze dir doch einfach "Fleisch bewusst in der Menge reduzieren und dafür hohe Qualität" als Ziel, das ist wahrscheinlich realistischer und auch sinnvoller! |
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![]() Mitglied seit 24.05.2010 |
so handhabe ich es momentan, und finde das eigentlich (!) ok.
trotz allem denke ich, dass es gesünder wäre, komplett auf fleisch zu verzichten... zumal es gute alternativen gibt... |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Rumo-Urs,
ich bin kein Vegetarier, darum wird mein Betrag sicher nicht auf Gegenliebe der Vegetarier/Veganer stoßen. Aber wenn Du jetzt schon Zweifel hast, dann lass es. Du wirst nicht glücklich dabei, wenn Du auf Deinen fleischlosen Teller blickst. Reduzier Dein Fleisch- und Wurstkonsum. Iß viel Fisch, Gemüse und Obst und verzichte auch nicht auf andere tierische Produkte, wie Milch, Quark, Käse Joghurt, Eier, wenn Du es gesundheitlich vertreten kannst. Ernähre Dich ausgewogen und gesund. Denn durch Fleischverzicht wirst Du trotzdem kein Tier retten. LG Barbie |
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![]() Mitglied seit 30.10.2007 |
Hallo Rumo-Urs,
in einem anderen Beitrag habe ich den Begriff "Teilzeitvegetarier" gelesen. Vielleicht hilft Dir das weiter. Viele Grüße Glückskind |
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![]() Mitglied seit 26.07.2003 |
Hallo,
ich habe in letzter Zeit das Gefühl, dass es " in " ist Vegetarier zu sein Wenn Du Dich entschliesst wirklich vegetarisch zu leben, dann mach das auch ohne wenn und aber. Entweder, oder ! Sonst wirst Du garantiert rückfällig. Ansonsten schliesse ich mich zinemin an. Iss weniger und achte auf die Qualität ! LG Manka |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
übrigens, fleischlos leben ist nicht unbedingt gesünder, die Dosis macht's und die Qualität.
LG Barbie |
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![]() Mitglied seit 27.11.2006 |
Hallo Rumo,
Ich kann Barbie49 größtenteils (bin eben nunmal die fleischlose Fraktion Du wirst ganz sicher nicht glücklich werden, wenn du dich selber zu etwas zwingst! Iss einfach, was du essen magst, was dir guttut und wenn das nun hin und wieder Fleisch bzw Wurst ist, dann ist das eben so... Die wenigsten sind von heute auf morgen und den Rest ihres Lebens Vegetarier/Veganer geworden... das ist ein längerer Prozess... und bei manchen führt der eben zum Vegetarismus und bei anderen nicht... aber die Hauptsache ist doch, dass du dich damit wohlfühlst. Und übrigens zum "rückfällig werden", dass hab ich ja oben schon mehr oder weniger mit dem "Prozess" beschrieben.... Es ist bei mir nicht so, dass ich nicht ansich den Geschmack von Fleisch mag... hab früher zwar nie viel gegessen, aber Hackfleisch z.B. sehr gerne... Nur ist es bei mir eben so, dass es ein schlechtes Gefühl zurücklässt (in meinem Kopf), deswegen esse ich es nicht. (Gut, ich lasse auch noch ein paar andere Dinge aus ähnlichen Gefühlen weg, aber das ist ja in diesem Thread unwichtig...) Ich finde es toll, dass du angefangen hast über deine Nahrung nachzudenken... das ist auf jeden Fall schonmal ein wichtiger Schritt, egal in welche Richtung du gehen wirst :) Liebe Grüße puppenkoenigin |
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![]() Mitglied seit 06.04.2010 |
Der alleinige Verzicht auf Fleisch ist ganz sicher nicht gesünder. "Gesund" wirds erst, wenn du das Fleisch durch entsprechnde "gesunde" Produkte ersetzt (also z.B. Hülsenfrüchte) und gleichzeitig darauf achtest, dass deine Ernährung möglichst breit gefächert ist (also viele verschiedene Produkte). So besteht auch keine Gefahr eines Nährstoffmangels. Ob in die Ernährung Fleisch eingebaut ist oder nicht, ist eher eine Überzeugungsfrage. Man kann sich sehr ungesund vegetarisch ernähren, und man kann sich sehr gesund mit Fleisch ernähren. Gruzz - Zinemin |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo Rumo-Urs,
ich verstehe dein Anliegen so, dass du auf der Suche nach einem Problem bist. Das ist nicht ironisch gemeint, ich finde es hin und wieder durchaus sinnvoll, dass man bei anstehenden Veränderungen überlegt, was für Prombleme sich in diesem oder in jenem Fall ergeben könnten. Man könnte auch Konsequenzen bedenken dazu sagen... Eine wichtige Antwort hat dir schon Zinemin gegeben: Wichtig ist ganz alleine, dass du dich mit deiner Ernährungsweise wohl fühlst. Niemand ist gezwungen, seinen Lebensstil mit einem Etikett zu versehen - auch wenn einigen das gefällt und sie gerne andere auf diese Weise "einordnen" möchten. Was sind deine wichtigsten Faktoren in Bezug auf Ernährung? Deine Gesundheit, deine Lebensqualität - dazu gehört auch Genuss, deine Beziehung... Ethische Fragen können auch das Wohlbefinden irritieren, das muss jeder für sich selbst rausfinden. Nicht-Vegetarierer, Halbzeit-Vegetarier oder Zehnprozentvegetarier - alle dürfen sogenannte "vegetarische" Gerichte essen, so oft und so viel sie wollen. Wenn du bei Fleisch bestimmter oder ungewisser Herkunft kein gutes Gefühl hast, nimm es nicht. Wenn du gelegentlich mal solche Gedanken beiseite schiebst - auch okay, du wirst dadurch kein schlechterer Mensch. Und dass du dir überhaupt Gedanken drum machst, kann ja nicht verkehrt sein (viel zu viele tun noch nicht mal das). Zu den Fleischsorten wollte ich nochwas sagen: Hast du mal Lammfleisch probiert? Dann gibt es da noch die ganze Palette Wild, sowie Kaninchen, Strauß, und bestimmt habe ich noch was vergesssen. Bolognese hab ich auch schon mal mit Putenhack gemacht... Fisch darf man auch zweimal die Woche essen, aus Aquazuchten gibt es mittlerweile ziemlich viele Arten. Ich hab mal sehr lange Zeit auch ziemlichen Ekel vor allen Fleischsorten gehabt, hab nie welches gekauft und zubereitet, auch keine Wurst. Aber ich habe im Restaurant immer Lust auf ein Fleischgericht gehabt, gerade weil ich es selbst nie gemacht habe. Irgendwie haben weder ich noch irgendjemand in meiner Umgebung je die Frage nach einem Etikett gestellt oder darüber diskutieren wollen. Und ich hatte schon immer auch Freunde, die Veggis waren. Geht alles - und ich wünsch dir, dass du dich mit dir und deiner Lebensweise gut anfreunden kannst Gruß Turi |
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![]() Mitglied seit 24.05.2010 |
ich bin gerade am kochen und gehe daher nur kurz auf turandots beitrag ein, den rest werde ich später beantworten. ersteinmal allen dank für ihre antwort!
nun aber zum (momentan letzten) beitrag. ob ich nach der suche nach einem problem bin, irgendwie kann man das ebenso bejahen wie verneinen. derweil mache ich mir über alles im leben gedanken, nicht nur meine ernährung und versuche, einen ganzheitlichen neuen weg zu gehen. ich bin seit jahren in naturheilkundlicher behandlung und habe meine begeisterung für die themen vor einiger zeit entdeckt. infolge dessen setze ich mich einfach mit allem auseinander, was zum großen thema gesundheit gehört. und über ayurveda kam ich ins grübeln, ob fleisch nicht doch zu vernachlässigen sein könnte. der begriff des teilzeitvegetariers gefällt mir übrigens nicht, ich bin dafür wohl ein zu totalitärer mensch (obwohl ich das momentan abzulegen versuche und auch grau zwischen schwarz und weiß sehen will). andere fleischsorten esse ich nicht, außer reh und wildschwein. lamm, kalb und andere jungtiere esse ich aus moralischer (evtl. sehr verquerer) sicht nicht. ein großes tier hätte mehr menschen sattmachen können. natürlich schmeckt es mir (im urlaub habe ich versehentlich kalb am buffet gegessen und das erst im nachhinein bemerkt). kaninchen kann ich nicht essen, irgendwie geht das seit jahren nicht mehr. wenn ich die tiere geschlachtet sehe, könnte ich direkt losheulen. es ist vielleicht komisch, aber ich kann nicht einfach jedes fleisch essen, weil es auch für mich moralische unterschiede gibt. mit pferdefleisch habe ich zum beispiel keine probleme, auch wenn ich jede woche auf einem reiterhof bin (nein, ich bin kein reiter, ich habe panische angst vor pferden). aber wir sind vor 1,5 jahren umgezogen und ich habe hier noch keinen guten pferdemetzger gefunden - vielleicht auch, weil viele bekannte die schlechtmachen. (selbst pferdehalter) beim discounter bekomme ich mittlerweile wirklich einen ekel, wenn ich das fleisch sehe. das ist wohl eine kopfsache, aber ich kann es nicht mehr kaufen. ohnehin bin ich im lebensmittelbereich doch sehr auf bio umgestiegen, gerade in sachen eier, milch und deren endprodukte. gemüse kaufe ich am liebsten regional, da muss es kein bio sein, wenn ich weiß, wo der bauer seine felder hat. so, dass war wieder zu ausführlich - jetzt mache ich mal meine erste vegetarische lasagne und gucke mal, wie mein schatz das aufnimmt. ;) |
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![]() Mitglied seit 24.05.2010 |
so, wieder da, es folgen die antworten an die anderen.
@ zinemin, natürlich kann man sich in beiden modellen sowohl richtig als auch falsch ernähren. einseitig ist nie gut, aber das praktiziere ich auch nicht. ich probiere gern neues aus, verwende gern obst und gemüse und halte mich an die faustregel "von jeder farbe etwas", dann sind eigentlich alle nährstoffe abgedeckt. mit den 5 portionen obst und gemüse habe ich in der regel kein problem. @ puppenkönigin, sich über ernährung gedanken machen, gehört seit langem für mich dazu. aber trotzdem geht es mir aus gesundheitlicher sicht nicht optimal, obwohl ich nach landläufiger meinung sehr gesund esse. nur sind die entzündungswerte immer zu hoch, die gelenke schmerzen und ich hoffe einfach, dass es (fast) ohne fleisch besser wird. @ manka, es ist wohl so vieles in, was ich aber nicht für schlecht halte. yoga mache ich seit 10 jahren (wenngleich eher unregelmäßig) und empfinde es nicht als "in". biolebensmittel sind definitiv eine "modeerscheinung" bei einigen, aber ich finde diesen trend wirklich gut. und was mich betrifft, ich lasse mich von modeerscheinungen nur sehr wenig beeinflussen und mache dinge nur von mir, nicht von anderen abhängig. @ glückskind, den begriff des teilzeitvegetariers mag ich nicht, denn entweder ist man veggie oder nicht. sonst ist man doch eher ein ganz-wenig-fleischesser. @ barbie, tiere retten will ich durch meinen verzicht - so er denn geschieht - nicht. denn sterben müssen sie ohnehin: denken wir an die vielen tonnen lebensmittel, die vom produzenten direkt auf den müll geworfen werden. das ist aber nicht nur mit fleisch, sondern mit allem so. einem zdf-bericht zufolge landen 60% der produzierten lebensmittel gar nicht erst im handel, sondern auf dem müll. das ist wirklich skandalös, es wäre doch viel angebrachter, lebensmittel hochwertiger zu produzieren, die massen einzudämmen und evtl. gleiche preise zu nehmen. nein, so viel kann ein vegetarier nicht ausrichten, und das ist gar nicht mein wunsch. viel mehr versuche ich durch bewusste kaufentscheidungen von regionalem und bio die hersteller zum umdenken zu bewegen - sofern sie nicht an mich wie an eine melkkuh denken, der man das geld rauspressen kann... |
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![]() Mitglied seit 19.06.2009 |
Vornweg:
was mich jetzt akut anspringt, ist, dass Du eigentlich KEIN Schweinefleisch essen solltest, über Wurstwaren aber doch recht viel und fast ausschließlich Schwein zu Dir nimmst. Wenn es jetzt um GESUND geht, würde ich persönlich da unabhängig von Deinen Vegie-Überlegungen einen Haken zu Geflügelwurst schlagen. Immerhin gibt es inzwischen von der Salami bis zum Putenbrustschinken für alle Gelüste akzeptable Sachen. Metzger ungleich Massentierhaltung kann ich nicht nachvollziehen. Kaum einer von denen schlachtet heute noch selber, auch ein Rind, das Dir der Metzger zerteilt und für teureres Geld in die Theke legt, kann unglücklich gewesen sein. Wenn glückliches Tier, dann Bio? Was spricht denn dagegen weiterhin Fisch zu essen und das Fleisch deutlich zu reduzieren bzw. dann wirklich Bioqualität zu kaufen, bei der Bauer und Tier ein gutes Leben haben/hatten? Dass Du Dich dann nicht Vegetarier nennen kannst? Ich finde auch, dass Dein Mann in Deiner Gedankenführung sehr viel Platz einnimmt, warum!? ESCH |
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![]() Mitglied seit 24.05.2010 |
eschbenlaub,
du hast recht, dass ich da zu viel schwein zu mir nehme. aber das umgehe ich mittlerweile häufiger durch räuchertofu. mein metzger hat nach eigener aussage einen hof in der nähe, von dem er das fleisch bezieht. das macht mir die entscheidung einfacher. im übrigen habe ich niemals vorgehabt, mich einen vegetarier zu nennen, und in jede andere schublade, in die man mich stecken, will, lasse ich mich in der regel ebenso wenig stecken. nur mal dazu. ;) und warum mein mann in meiner ernährungs-gedankenführung so viel platz einnimmt? weil es ihn einfach mitbetrifft, wenn gewisse dinge nicht mehr zubereite. ohnehin nervt es ihn, dass wir recht wenig fleisch zu uns nehmen - das ist so schon ein diskussionsthema. gewisse entscheidungen treffe ich eben nicht allein - und da kann ich nicht nur in der ich-form denken. zumal er schnell dazu driftet, sich einfach irgendwo nuggets oder ähnliches zu holen und das für seine gesundheit im moment auch nicht gut wäre. |
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![]() Mitglied seit 19.06.2009 |
Hm, zum Mann: per se ist er selber dafür verantwortlich, dass er gesund bleibt.
Wenn Du das zuhause unterstützt und er das auswärts torpediert ist das seine erwachsene Entscheidung. Wenn Du hier die Vegie-Themen liest, wirst Du feststellen, dass manch ein Mann einer Vegetarierin sich dann und wann selbst ein Steak brät oder das dann gezielt beim Essen gehen mit den Kollegen oder beim Besuch der Schwiegermutter Wenn Dir das Vegie-sein Wurst Koch Fleisch, wenn Du Appetit drauf hast, und lass es weg, solange Dir danach ist. Heikel finde ich wie gesagt nur das Rheuma - und das als Anlass zu nehmen, das (richtige bzw. für dich falsche) Fleisch rauszunehmen macht langfristig sehr viel Sinn. ESCH |
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![]() Mitglied seit 24.05.2010 |
ich würde eben zweitweise gern austesten, wie es sich ohne fleisch macht.
nur kann ich es eben nicht ganz so sehen, wie du es darstellst: natürlich ist mein mann erwachsen und eigentlich selbst für sich verantwortlich. aber leider ist er a.) bequem und b.) gänzlich an gesunder ernährung desinteressiert, weshalb es gesundheitlich momentan bei ihm schlecht aussieht. das ganze lässt mich eigentlich noch mehr nachdenken... aber seinetwegen mache ich es eben nicht. das falsche fleisch weglassen, war bislang leider leichter gesagt als getan. denn "hin und wieder" ist ja nicht schlimm und dann landet auch mal statt der putenbrust der bierschinken auf dem tisch. (mittlerweile kaufe ich recht viel putenwurst, probiere mich da durch die sorten durch - eben auch beim metzger, der mir versichern kann, was drin ist. und der hat sogar putenbierschinken. mein problem ist einfach, dass ich feste pläne brauche, sonst werd ich für mich schwach. lieber brate ich meinem mann ein stück fleisch und mache mir einen gemüsebratling mit amaranth, als dass ich immer mal wieder ein auge zudrücke. genau das ist mir nämlich die letzten tage passiert, wir haben 4 tage hintereinander auswärts gegessen und ich neige dann immer dazu, fleisch zu essen, weil das verlangen dann größer ist. es ist irgendwie paradox, daheim mache ich mir lieber einen salat mit feta, aber auswärts ist es das schnitzel mit pommes. (nicht immer, aber war die woche auch drin.) wenn ich mir gewisse regeln aufstelle, wird das hoffentlich anders... |
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![]() Mitglied seit 19.06.2009 |
Treffer....
"Eigentlich". Mein Lieblingswort. Meine Standardfrage ist darauf "und uneigentlich?" Uneigentlich verhält sich Dein Mann alles andere als erwachsen und verantwortungsbewusst sich selbst gegenüber, zumal gesundheitliche Probleme da sind. Du bist seine Frau, nicht seine Mutti.... Da müsst ihr wissen, wo ihr Euch da trefft, aber wenn ihr beide es mit der Gesundheit habt, wäre das doch fast ein Grundsatz-Richtungs-Gespräch wert (wo dann auch vereinbart wird, wie oft er seine Extrawurst gebraten bekommt z.B.). Dann endet auch das Genörgel. Weißte, ich sehs nicht so schwarz-weiß. Von 1 mal Pommes fällt noch keiner tot um oder muss sich selber mit Vorwürfen malträtieren. Wenn ihr 4x essen ward in einer stressigen Woche, dann gibts halt am Wochenende eine schlanke Gemüsesuppe und Linsen, dann ist das Konto wieder eben. Was wäre Dein Ziel? Dass Du auswärts immer nur Salatteller isst? Ist die 100%ige Enthaltsamkeit (jenseits des Schweins) gesünder? Warum müssen Regelungen so 100%ig sein? Warum nicht als Bungee-Regel: nur 1x wöchentlich was fritiertes? Nur 2x im Monat (wenig) Schwein? Und dafür aufhören, wenn man satt ist, auch wenn noch was auf dem Teller liegt. Die sind so formuliert nicht ungesünder - und Du malträtierst Dich nicht, wenn Du doch mal Lust auf Pommes hast. ESCH |
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![]() Mitglied seit 27.11.2006 |
Hallo Rumo,
ich denke das Essen, wenn es auswärts ist eben etwas Besonderes ist und da will man nunmal das Beste haben... das bedeutet für viele Menschen Fleisch Ist ja auch ansich nicht schlimm oder esst ihr regelmäßig 4 mal die Woche auswärts? Wieso probierst du denn nicht einmal aus für 2 Wochen kein Fleisch zu essen bzw in einem begrenzten zeitlichen Rahmen? Einfach, um für dich herauszufinden, wie es dir dann geht? Solltest du merken, dass es garnicht geht kannst du den Test ja jederzeit abbrechen... Ich habe eine Bekannte, die schon in jungen Jahren (15) mit Rheuma zu kämpfen hatte... Sie hat dann so mit ca. 18 nach langem innerem Kampf und vielen Testphasen und "Rückfällen" angefangen sich konsequent vegetarisch zu ernähren, seitdem geht es ihr viel besser, sagt sie. Liebe Grüße |
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![]() Mitglied seit 24.05.2010 |
esch, ja, eigentlich ist ein super schönes wort.
dass mein mann da nicht so erwachsen ist, weiß ich und zuck mit den schultern. ist halt so, ist abgehakt. dafür ist er mir in ganz anderen sachen eine stütze. die grundsatzdiskussion haben wir bereits geführt - was zur folge hatte, dass ich sogar pastinaken machen durfte. an sich, wenn ich es ihm begründe, nimmt er es auch hin - aber heute, der zweite vegetarische tag der woche (montag war der erste), begann mit folgenden worten: "krieg ich denn nur noch hasenfutter?" (man beachte: ich habe eine spinat-tomaten-lasagne mit braunen champignons und ekelhaft stinkendem käse - den er liebt - gemacht.) ich glaube, momentan fällt ihm die umgewöhnung auf noch weniger fleisch etwas schwerer, da er eigentlich jeden tag fleisch möchte. *seufz* was solls, er ist meist doch zu faul, um runter zum dönerladen zu gehen (wohnen augerechnet nebendran). und die meiste zeit akzeptiert er es, wenn auch murrend. lust auf pommes habe ich zum glück seeeeeehr selten, eine fritteuse habe ich nicht mal mehr. sprich: wenn es bei uns pommes gibt, dann mal aus dem backofen. ob die 100%ige enthaltsamkeit wirklich gesünder ist, weiß ich nicht. leider gibt es ja nur wenig interessante speisen ohne fleisch, wenn man in deutsche lokale geht. dann gibts ein käsebrot, einen salat oder pommes. und mit salat bin ich woanders meist... schnäkig? ich hasse schlecht geputzten salat und mag nur mein eigenes dressing... also ist nur salat auch kein ansporn. und was das liegen lassen auf dem teller bei sättigkeit anbelangt: ich hab die tage einen halben kinderteller zurück gehen lassen, weil ich nicht mehr essen konnte. große portionen sind eigentlich nicht mein problem - außer bei pellkartoffeln und kräuterquark. puppenkönigin, nein, 4 mal die woche ist schon eher die ausnahme. mind. einmal die woche sind wir aber auswärts mit freunden essen, aber da bin ich oft diszipliniert. kommt halt ganz auf meine verfassung an, wie groß das "haben will"-gefühl ist. und diese woche war ich so auf fleisch versessen, dass es mich im nachhinein sogar richtig geschockt hat und ich mir es eigentlich verbieten möchte. die zwei wochen fleischverzicht sind momentan wohl zu kurz, da ich gerade eine cortisontherapie mache und die effekte dadurch wohl verzerrt werden. mit dem cortison gehen die entzündungen ja eh weg. die therapie läuft aber in einem monat aus, dann kann man das vielleicht noch unterstützend machen. dass vegetarische rheumapatienten weniger probleme haben, habe ich auch schon gelesen und gehört. dass es deiner freundin mit vegetarischer ernährung besser geht, freut mich! ist ja doch eine recht blöde krankheit... ich lasse mir mal eure beiträge durch den kopf gehen und werde evtl. einige tage/ ein paar wochen auf fleisch verzichten um zu sehen, wie ich damit umgehen kann. denn eigentlich stelle ich es mir doch recht schwer vor, vor dem hintergrund, dass ich ja für 2 kochen muss... allein wäre es wohl einfacher, weil ich grundsätzlich andere sachen zu essen bereit bin (die produkte aus dem reformhaus mag er meist gar nicht probieren). |
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![]() Mitglied seit 27.11.2006 |
Eine kurze Frage habe ich noch:
Ist es ihm eigentlich auch so wichtig, dass du mit dem Essen zufrieden bist wie umgekehrt? Liebe Grüße :) |
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![]() Mitglied seit 19.06.2009 |
Oh wei. Cortison satt.
Ich habe nur 2 Lokale bei mir in der Stadt, bei denen ich (überhaupt, bzw. gern) Salat esse. Standard-vegetarisches Gericht bei uns in der Region sind Kässpätzle. Na ja. Wenn wir auswärts essen gehen und ich keine Lust auf Schnitzelorgie habe, schaue ich, dass wir entweder eines der o.g. ansteuern oder dass es z.B. zum Chinesen geht. Reis als Beilage, da schmecken auch Gemüsegerichte gut, gedünstetes Huhn tut auch nicht weh - oder ein guter Mexikaner. Da kann ich auch ohne das Gefühl des Verzichts vegetarisch essen, Burritos mit Bohnenmus, Faijtas mit Zucchini. Dafür lass ich jedes Chili stehen! Ggf. kannst Du manch ein Auswärtsessen so steuern, dass Du in Restaurants landest, deren Karte genügend für Dich bietet!? Gute Besserung! ESCH |
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![]() Mitglied seit 27.05.2007 |
Hallo Rumo-Urs,
tatsächlich bist nur Du allein für das verantwortlich, was Du isst, die Freiheit hast Du wie jeder andere auch. Sprüche, wie sei entweder konsequent oder lass es, kann ich nicht mehr hören und verstehe auch nicht was das soll. Jemand der ab und zu Schokoloade isst dem sagt man ja auch nicht, Du musst jetzt jeden Tag Schokolade essen oder lass es. Der gesundheitliche Aspekt ist sicher wichtig für Dich, aber auch das kannst nur Du entscheiden, wie genau Du die Empfehlungen der Ärzte beachten möchtest. Liebe Grüße Tatzlwurm |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo Rumo-Urs,
zuhause könntest du doch ohne Fleisch solche Dinge kochen wie Aufläufe, Risotto, Nudelpfannen, Gratins, Quiches usw. Und für deinen Mann gibts noch ein Steak dazu. Nimm halt für ihn häufig Rindfleisch, wenn du das nicht gerne isst, dann fällt es dir nicht schwer. Solche Dinge mache ich immer, wenn ich Gäste habe unter denen sich sowohl Veggis wie auch solche befinden, die nicht auf Fleisch verzichten wollen. In deinem Fall gehts ja auch nur ums Fleisch, das heißt, du musst dir keine Gedanken um Käse, Sahne, Eier und Fonds machen. Es gibt ja ganz unabhängig von der Ernährungsweise eine Menge leckerer Speisen, in den kein oder nur sehr wenig Fleisch vorkommt. Damit kommen die meisten Menschen besser klar, als mit den typischen "vegetarischen Ersatzprodukten" wie Sojafleisch, Tofu, Hefepasten usw. Wenn gar kein Fleisch vorgesehen ist, vergleicht man auch nicht. Gruß Turi |
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![]() Mitglied seit 28.01.2010 |
Die Frage sollte zentral im Raum stehen, wenn er wieder nörgelt. Insbesondere auch deshalb, weil du ja nicht aus Lust und Laune den Fleischkonsum reduzieren willst, sondern wegen deiner Gesundheit. In Bezug auf Wurst könntest du übrigens mit etwas mehr Inkonsequenz bei der Bezugsquelle mehr Konsequenz bei dem Verzicht auf Schwein erreichen. Im Supermarkt gibt es so gut wie alle gängigen Wurstsorten aus Geflügel. Und die schmecken auch nicht wie Hühnchen, sondern wie z.B. "echte" Mortadella. Oder aber du probierst neben dem Räuchertofu mal verschiedene Käsesorten aus. Oder diese fertigen "Feinkost"salate (gibt ganz viele vegetarische, z.B. mit Champignons, Käse, Brokkoli...). Oder verschiedene Zubereitungsarten von Eiern. Gibt ja ne Menge mehr an herzhaften Brotbelägen als Wurst :). GLG, Elphi |
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![]() Mitglied seit 03.01.2009 |
Hallo Rumo-Urs,
zu Deinem Entscheidungsprozess kann ich nicht viel sagen, aber ein bisschen was zum Thema Rheuma Rheumatikern wird ja oft empfohlen, kein Schweinefleisch zu essen oder die Fleischmahlzeiten zu reduzieren und möglichst nicht mehr als 50 mg Arachidonsäure pro Tag zu sich zu nehmen (ein Eigelb hat schon 70 mg Zu Anfang habe ich noch Magermilchprodukte, Lachs und Hering gegessen, inzwischen lebe ich ganz vegan, aber das bleibt ja jedem Menschen selber überlassen. Ich kann Dir nur den Tipp geben, mal einen Versuch zu wagen und die Arachidonsäure stark zu reduzieren bzw. auch ganz wegzulassen. Viel Glück. |
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![]() Mitglied seit 27.05.2007 |
Hallo Rumo-Urs,
tatsächlich bist nur Du allein für das verantwortlich, was Du isst, die Freiheit hast Du wie jeder andere auch. Sprüche, wie sei entweder konsequent oder lass es, kann ich nicht mehr hören und verstehe auch nicht was das soll. Rechenschaft schuldest Du nur Dir, Deinem Körper und Deinem Gewissen. Danke Antiya, für Deinen Beitrag! Dein Beispiel bestätigt, dass der Mensch Nahrungsmittel, die aus tierischen Erzeugnissen gewonnen werden, nicht braucht und vegetarisch-vegane Ernährung sogar Krankheiten lindert. Ich würde auch lieber auf tierische Erzeugnisse verzichten als von Schmerzen geplagt zu werden oder Tabletten schlucken zu müssen. Liebe Grüße Tatzlwurm |
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![]() Mitglied seit 09.09.2003 |
Hallo Rumo-Urs,
deine Frage hast du zwar schon vor geraumer Zeit gestellt, aber ich möchte trotzdem noch meinen Senf dazu geben - zumal ich davon ausgehe, dass sich für dich das Thema in den letzten 10 Tagen nicht einfach erledigt hat. Aufgrund hartnäckiger Hautprobleme hat mein Mann Anfang des Jahres die Diskussion über vegane Ernährung aufs Tapet gebracht, obwohl er sich vorher relativ wenig mit dem Thema Ernährung an sich beschäftigt hat. Auf viel Obst und Gemüse hat er schon immer Wert gelegt, viel trinken und nicht zu viel Fleisch - das wars auch schon. Da ich mich schon länger mit dem Gedanken herumgetragen habe, dass zumindest vegetarische Kost (ausgewogene natürlich!) mir gut täte, bin ich sehr schnell auf diesen anfahrenden Zug aufgesprungen und habe mich für die Ernährungsumstellung stark gemacht. Zunächst war mein Mann damit sehr zögerlich, weil dem Veganismus doch sehr viel mehr Ideologie anhaftet als dem Vegetarismus. Und damit konnte bzw. kann er sich überhaupt nicht identifizieren. Wir haben sehr viel darüber diskutiert und ich sehe es so, dass es in diesem Bereich eben so viele Ausprägungen gibt wie in anderen Bereichen auch; beispielsweise gibt es sehr streng gläubige Katholiken, aber auch sehr viele, die nicht mal über die Basics Bescheid wissen. Wenn ich aus gesundheitlichen Gründen vegetarisch oder vegan leben möchte, ist das meine Entscheidung. Wenn jemand aus ideologischen Gründen auch Leder, Seide und Wolle ablehnt, ist das seine Entscheidung. Das Eine ist nicht besser und nicht schlechter als das Andere. Jeder hat halt seine Beweggründe und muss seinen Weg selbst gehen. Mitläufer machen weder sich noch andere mit ihrem Tun glücklich. Jedenfalls verzichte ich nur auf Fleisch; mein Mann isst gar kein tiereisches Eiweiß; mein Großer bekommt nach wie vor täglich Wurst auf sein Pausenbrot und zwei mal pro Woche Fleisch auf den Teller (ergänzend zum vegetarischen bzw. veganen Gericht); mein Kleiner bekommt zwei mal wöchentlich Fleisch in den Gemüsebrei (da ich noch unsicher bin, worauf man bei einem Baby achten muss, wenn man es ausgewogen vegetarisch ernähren will). Unter der Woche koche ich vegetarisch, was mein Großer meist ohne Murren isst. Am Wochenende, wenn mein Mann mitisst, koche ich für alle vegan. Wenn man sich von der herkömmlichen 3-Komponenten-Kost (Fleisch, Gemüse, Sättigungsbeilage) verabschiedet hat, stellt man fest, welche Vielfalt von Gerichten es gibt, die wunderbar ohne Fleisch (Ei, Käse und Milch) auskommen. Auch die vegetarischen/veganen Brotaufstriche, die es mittlerweile in jedem Supermarkt zu kaufen gibt, sind so vielfältig, dass der Verzicht auf Fleisch nicht allzu schwer fällt - jedenfalls geht es mir so. Ich glaube der Knackpunkt liegt darin, dass du dir über deine Beweggründe klar werden musst. Nur dann wirst du in der Lage sein, eine dazu passende Entscheidung zu treffen. Ob das nun bedeutet, dass du gar kein Fleisch mehr isst, oder dass du zumindest kein Schweinefleisch mehr isst, liegt an dir allein. Die Schubladen existieren nur in deinem Kopf. Ob es dir wichtig ist, fest in einer zu bleiben oder einfach nur mit dir selbst im Reinen zu sein, musst du selbst entscheiden - und leben! Einen guten Aspekt hat die Ernährungsumstellung auf jeden Fall: dass man sich nicht alles gedankenlos reinstopft, sondern darüber nachdenkt, woher die Lebensmittel kommen, unter welchen Umständen sie hergestellt/gewonnen werden, was sie mit mir machen und ob mein Körper sie überhaupt oder in den Mengen braucht. Ich möchte noch anmerken, dass mein Mann bereits nach 6 Wochen ohne tierisches Eiweiß festgestellt hat, dass zumindest ein Teil der Hautprobleme sich wesentlich verbessert hat. Es ist natürlich Unsinn, zu glauben, dass nach 2-3 Monaten alles wieder gut sein wird. Allein die Darmflora braucht Monate, um sich auf die veränderten Ernährungsgewohnheiten einzustellen. Da liegt es auf der Hand, dass manche Dinge sich vielleicht erst nach einem Jahr bessern - und manche Dinge vielleicht auch gar nicht, weil sie andere Ursachen haben. Ich hoffe, ich konnte dir hiermit ein paar Denkanstöße geben. Vielleicht hast du ja auch schon eine Entscheidung getroffen. Ich wünsche dir damit viel Erfolg! LG pingu |
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![]() Mitglied seit 28.10.2009 |
Hey das ist ja sogar ein aktuelles Thema.. hab eigentlich grad bissl gestöbert und bin irgendwie hierhergekommen..
Gut so! So kann ich dich mal an meinem aktuellen Lebensstil teilhaben lassen: Ich lebe seit einem Jahr mit meinem Freund zusammen und habe gemerkt, dass es sehr viel einfacher ist, fast täglich Fleisch zu kochen wenn man einen Freund hat, der Gemüse nicht leiden kann - mehr als einmal die Woche kann ich Nudeln mit Tomatensauce auch ned sehen Also ich sags euch - das ist gar ned so einfach da täglich was abwechslungsreiches auf den Tisch zu bringen! Für mich selbst eher ungewohnt, weil ich in meiner regulären Ernährung eher wenig mit Fleisch gekocht hab. Und nachdem ich in dem letzten Jahr 10 Kilo zugenommen hab, meine Kondition total mies war und ich beim Kochen nur noch dachte - boah nicht schon wieder Fleisch - hab ich zusammen mit meinen Abnehmvorsätzen gleich einen Vorsatz fürs neue Jahr gefasst und wollte einfach mal testen, wie lang ich denn ohne Fleisch auskommen kann, ohne dass es mir fehlt. Nun hat sich statt einer Abnehmphase bei mir durch diesen Vorsatz eine richtige Ernährungsumstellung eingespielt - was fürs Abnehmen ideal war, ich kann essen ohne zu verzichten und nehm trotzdem ab, esse viel gesünder und durch das viele Gemüse dass ich jetzt eben nur für mich koche (wobei er es manchmal jetz sogar isst) nehme ich wesentlich weniger Kalorien zu mir als davor nur mit Nudeln oder Fleisch. Ich hab mich durch das Interesse an fleischloser Küche irgendwie mehr mit Vegetarismus und Veganismus beschäftigt - irgendwie fasziniert es mich, dass Menschen so unterschiedliche Ernährungsmöglichkeiten haben, von denen wir in unserer regulären Ernährung noch nichtmal was ahnen. Seitdem bin ich z.B. ein großer Fan von Sojaprodukten, von denen ich früher höchstens Sojasauce verwendet habe Gerade Sojaschnetzel usw geben mir nicht unbedingt das Gefühl, dass ich gar nichts im Repertoire hab, was sich mit Fleisch messen lasen kann. So sitz ich auch z.b im Moment mit meinem Abendessen hier - Gebratenes Gemüse mit gekeimten Sojabohnen und einem vegetarischen Burger (gibts sogar bei Aldi) in kleinen Stücken dazu, mit einem leckeren Minz-Joghurt Dip als Beilage. Für mich persönlich ist es eine sehr schwere Entscheidung wie man richtig zu leben hat. Würde ich vom Gewissen her kein Fleisch mehr essen, dann käme ich mir heuchlerisch vor wenn ich trotzdem noch Käse mit tierischem Lab, Gummibärchen oder Lederschuhe kaufen würde. Allerdings kommt man dann ganz schnell in einen Strudel aus tausend Fragen und merkt - würde ich rein für Umwelt- und Tierschutz einkaufen, dann dürfte ich ausser Nesselstoff nichts mehr tragen und müsste mich von Produkten ernähren die der Bauer im Dorf neben mir biologisch anbaut und sonst gar nix. Denn es gibt immer eine weitere Sache die man entdeckt, sobald man sich mit einer eingestellt hat. Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden und ich hab beschlossen es einfach mal drauf ankommen zu lassen. Die wenigsten langfristigen Veganer sind das z.B über Nacht geworden.. die meisten haben Stück für Stück auf Fleisch, Fisch, Eier, Honig, Milchprodukte usw verzichtet und immer war es die einzig richtige Wahl für sie. Irgendwann geht meine Ernährung vllt ein Stück weiter - dann ist es eher seltsam für mich Eier und Milch zu essen - dann werd ich mich aber in der Ernährung so viel auskennen, dass ich z.B Hülsenfrüchte und Sojamilch als einen guten Ersatz für Eiweiß entdeckt habe der mir dann sogar besser schmecken wird. Ein befreundeter Veganer meinte, als ich damals in der Krise stand und meinte alles auf eimal machen zu müssen: Das ist wie eine Ausbildung - du bist im ersten Lehrjahr. Über die Jahre lernst du dazu und wirst dann immer mehr verändern. Du wirst Dinge auf die du jetzt noch nicht verzichten kannst oder willst dann gar nicht mehr brauchen oder mögen - es wird einfach die richtige Entscheidung sein. Jetzt sofort Vegan zu leben wäre viel zu anstrengend, weil dein Körper damit noch gar nicht umgehen kann - besser du gewöhnst ihn schrittweise daran, dann wird er auch so leben wollen. Und so ist das vllt bei dir auch mit Fleisch? Wenn es in deinem Fall noch ok ist, ab und an Fleisch zu essen - warum nicht? Da könntest du ja dann bewusst auf Schweinefleisch verzichten und dann aber z.B mal Bio-Fleisch kaufen - das kostet zwar das dreifache, aber wenn man es nur einmal im Monat isst kommt man doch aufs gleiche raus. Dafür dann aber mit Genuss! Wichtig ist, dass du dich weder zwingen musst, auf Fleisch zu verzichten, noch Fleisch regelmäßig zu essen. Fühl einfach mal rein, was dir persönlich am richtigsten erscheint. Ich find den oberen Vergleich mit der Religion ganz gut - wie viele sind gläubig und gehen nicht in die Kirche? Wenn du klare Linien haben willst für dein Schwarz-Weiß-Drama, dann setz dir eine klare Essensregel - nicht mehr als ein, zweimal Fleisch im Monat und dazu gehört dann z.B auch Wurst. Das muss keine Regelung für immer sein - in der nächsten Zeit beschäftigst du dich dann z.B mit Aufstrichen oder veganem Wurstersatz und vllt wird dir auf Dauer gesehen sogar eins davon besser schmecken als ne Scheibe Salami - aber das braucht oft Zeit. Dein Geschmacksempfinden muss sich ja auch über die Zeit erst wieder umgewöhnen. Je weniger Fleisch du isst umso weniger wird es dir vielleicht dann noch schmecken - bzw wirst du es überhaupt vermissen. So gehts mir z.b mit Schokolade Weisst du was ich meine? Gib deinem Körper und deiner Seele die Zeit, sich selbst zu entscheiden. Alles beginnt mit dem Gedanken - die Taten folgen dann Schritt für Schritt. Und so wird es deinem Mann vielleicht gar nicht so krass vorkommen - weil er die Veränderung nicht so direkt bemerkt - es geschieht eher schleichend und macht ihm dann auch keine Angst. Mein Freund würde mich auch für verrückt erklären und meinte im Spaß mal, wenn ich Veganerin werde trennt er sich von mir. Mittlerweile wär ihm das egal - weil er merkt, dass ich ihm das nicht aufdränge und ihm auch mal ein Schnitzel brate wenn er das lieber mag. Die meisten Gerichte mag er seltsamerweise dann trotzdem und er holt sich seinen täglichen Fleischkonsum dann aus seinen Salamibrötchen für die Arbeit ;) Viel Erfolg beim Finden des richtigen Weges für dich - Alles Liebe |
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![]() Mitglied seit 19.04.2011 |
Wenn es bei einer Ernährungsumstellung rein um die Gesundheit gehen soll, kann ich nur jedem die Vollwertkost nach Dr. Max Otto Bruker empfehlen. Folgende Literaturen könnten hilfreich sein:
- Unsere Nahrung, unser Schicksal (Dr. med. M. O. Bruker) - Die vitalstoffreiche Vollwertkost nach Dr. M.O. Bruker (Ilse Gutjahr) - Das große Dr. M. O. Bruker - Ernährungsbuch (Ilse Gutjahr) - Streicheleinheiten: Von der Kunst, schmackhafte Brotaufstriche zu zaubern (Ilse Gutjahr, Erika Richter) - Rheuma. Ursache und Heilbehandlung: Arthritis, Arthrose, Ischias, Bandscheibenschäden, entzündliche und degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates (Dr. med. M. O. Bruker) ...es gibt noch viele mehr, diese hier sind nur ein kleiner Ausschnitt... Und wer gerne mehr erfahren möchte über "Tiere essen", sollte sich an das gleichnahmige Buch von Jonathan Safran Foer wenden: www.amazon.de/Tiere-Essen-Jonathan-Safran-Foer/dp/3462040448/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1306310533&sr=1-1 Es rüttelt die Menschen wach. Das sind natürlich nur Ratschläge. Ich finde, jeder Mensch muss für sich entscheiden, was er moralisch verwerflich oder vertretbar findet. Man sollte seine Meinung allerdings festigen und nicht halbherzig hinter einer Sache stehen. Das heißt, wenn ich mich entscheide, überwiegend vegetarisch zu leben, ab und an aber ein qualitativ hochwertiges Fleisch vom Metzger zu essen, so ist das in Ordnung. Dann sollte man jedoch hinter dieser Einstellung stehen und sich vor anderen nicht schämen. Es gibt leider viele Leute, die schimpfen würden, wenn du es wagst in solch einem Fall dich als Vegetarier zu bezeichnen. Diese denken dann aber schon sehr vereinfacht (Schubladendenken). Finde, was zu deinem Leben und Lebensstil passt und werde glücklich damit, denn deine eigene Zufriedenheit ist am Wichtigsten. Gruß, Melanie |
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![]() Mitglied seit 07.08.2011 |
Es ist eigentlich überhaupt nicht schwer Vegtarier zu werden, jeder muss nur für sich die richtige Methode finden.Manche können es von jetzt auf gleich und andere brauchen eben etwas längerer, um ihr Ziel erreichen, sich zu informieren gehört dazu,genau wie zu wissen was man damit erreicht oder erreichen könnte,wenn man erstmal Vegetarier ist.
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![]() Mitglied seit 02.06.2011 |
Hm, ich denke, dass es für Fleischfans schon sehr schwer ist... da geht es vom Kopf her mehr in Richtung Verzicht.. vor allem wenn man es sich noch verbietet... hm... das geht in seltenen Fällen gut, denke ich.
Wenn man so wie ich als Kind schon nicht gerne Fleisch und Wurst gegessen hat, fällt das sicher um einiges leichter. Ich bin in meiner Familie die einzige, die darauf verzichtet... auch das kann es schwerer machen, war bei mir aber nicht so. Mir war nur unangenehm, dass ich dann als Vollzeitvegi ab 12 immer etwas anderes auf dem Teller hatte. Wie gesagt, ich habe eh schon immer ungern Fleisch und Wurst gegessen und als ich Studentin war, war mir das schlicht weg zu teuer, also habe ich das komplett weggelassen. Ich habe seit 14 Jahren kein Fleisch gegessen und verspüre auch keine Lust drauf. Es geht nicht um Durchhalten oder Verbot oder irgendwas, sondern dass du für dich eine Ernährungsweise findest die für DICH passt und für niemand anders. Wieso schwarz oder weiß, wenn dir grau besser gefällt? Übrigens vegi= gesund hmm... man kann sich auch als Vegi mit Süßigkeiten und megavielen Kohlenhydraten vollstopfen... und genauso als Fleischesser mit viel Salat und magerem Fleisch wie Hühnchen oder sowas ausgewogen ernähren... Ernährung ist, was du draus machst |
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