Riisipirakka/finnische Reispiroggen leicht gemacht!
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![]() Mitglied seit 22.09.2004 |
Hallo zusammen, ich bin nun gestern mit gebügelter Schürze zum Pirakka-backen-für-einen-guten-Zweck vom finnischen Hausfrauenbund angetreten. An´s Kopftuch hatte ich nicht gedacht, also hatte ich zur Abrundung des outfits ein nettes Häubchen auf...... Als erstes habe ich gelernt, daß es kein ultimatives Rezept gibt. Jeder macht es ein bißchen anders, aber alle Varianten schmecken trotzdem gut. Ich habe das Rezept das wir gestern benutzt haben mal runtergerechnet. Es ergibt ca 45 Stk.. Da das aber ziemlich viel Aufwand ist, lohnt es sich so viele zu machen und dann welche einzufrieren. Die Bilder dazu in meinem Fotoalbum - TEIG: 400ml Wasser 100g Weizenmehl 300g feines Roggenmehl (plus Roggenmehl zum bemehlen des Tisches usw) 2 TL Salz ein guter Schuß neutrales Öl - REISBREI: 500g Milchreis ca 2 L Milch (darf auch gerne mit einem Teil Sahne verfeinert werden) Salz nach Geschmack - HINTERHER: flüssige Butter zum bestreichen 3 hartgekochte und abgekühlte Eier 100g weiche Butter So, und nun geht´s los, als erstes kochen wir den - Milchreis: Den Reis nach Packungsanweisung kochen. Der fertige Brei sollte flüssiger sein als normaler Milchreis, er dickt beim abkühlen noch nach. Mit Salz gut abschmecken, darf ruhig gut salzig sein. Auf einer Platte oder einem Backblech auskühlen lassen. Dabei immer mal wieder umrühren, damit nix klumpt. Evtl noch etwas Milch dazugießen wenn die Masse zu trocken ist. Beiseite stellen. Dann machen wir den - Teig: Alle Teigzutaten miteinander verkneten. Die finnische Hausfrau macht das mit der Hand, geht aber auch mit der Maschine. Die Konsistenz sollte etwa so wie ein Pizzateig sein. Also erstmal noch ziemlich weich. Tuch drüber und eine Viertelstunde in Ruhe lassen. Jetzt auf eine bemehlte Arbeisfläche geben und so lange noch mit der Hand Mehl unterkneten bis der Teig nicht mehr klebt und sich wie ein fester Nudelteig anfühlt. Ob man dazu nun Roggen- oder Weizenmehl nimmt ist nicht so entscheidend. Wir haben eine Gemisch genommen. Einen Teil des Teigs ca 5 mm dick ausrollen. mit einem Glas Kreise ausstechen. Und nun kommt die erste große Schwierigkeit: Diese Kreise müssen nun auf ca 15 cm durchmesser ausgerollt werden. Dann sind sie etwa 2 mm dick. Das hört sich so leicht an, aber ich hätte vor Verzweiflung beinahe in meinen Teig geweint. Es ist viiiiel leichter aus einem Kreis Vierecke auszurollen als einen größeren Kreis. Vielleicht seid Ihr da ja begabter als ich. Ich habe meinen eckigen Exemplaren ständig wieder einspampfen müssen - die waren nicht gut genug. Aber, wie mir eine wohlmeinende Mitausrollerin erzählt hat, funktioniert das sehr gut mit einer Nudelmaschine. Das haben wir dann ausprobiert und - siehe da - prima rund und schön dünn. Was will man mehr! Nachdem wir nun also eine ganze Menge Fladen haben wird - gefüllt: Den Fladen von überschüssigem Mehl befreien (der Profi macht das mit dem Backpinsel) und einen gahäuften EL Reisbrei in die Mitte setzen. Den Brei so versteichen, daß ca 1,5 am Rand überbleibe. Dazu am Besten ein Messer nehmen, die Finger sollten für die anschließende Falterei sauber sein. Jetzt den - Rand umschlagen: Und nun wird´s zum 2. mal kompliziert. Der Rand wird nicht einfach irgendwie über die Füllung geklappt sondern in Falten gelegt. Das kann man nicht beschreiben, das muß man gesehen haben. Ich versuche es trotzdem mal (allerdings die Anfänger-Variante, auch von der wohlmeinden Dame gelernt): Wir stellen uns den Fladen jetzt mal wie ein Zifferblatt vor.Zuerst die 3 und die 9 über den Brei klappen. Jetzt die Teiglappen die über der Füllung sind mit Daumen und Zeigefinger in Falten kneifen. Mit den gleichen Kneifbewegungen arbeiten wir uns zuerst bis 6 und dann bis 12 vor. Immer an beiden Seiten gleichzeitig. Nun haben wir sowas ähnliches wie ein Oval bei dem in der Mitte der Brei rausguckt. Oder aber auch nicht. Das ist wikllich kompliziert. Da wir ja nicht auf den Finnischen Riisipirakka-Nobelpreis spekulieren können wir den Teig auch einfach irgendiwie dekorativ über die Füllung klappen. Hauptsache beim backen läuft nix raus. Die Dame auf dem Bild fängt übrigens unten an zu kneifen, so machts der Profi. Die fertig gebastelten Priroggen werden nun bei - 275°C ca 15 Min gebacken. Sie sollten knusprig sein und die Füllug die noch rausguckt darf ein bißchen Farbe bekommen. Auf einem Rost auskühlen lassen. Dabei mit flüssiger Butter bestreichen damit sie schön glänzen und saftig werden. Nun sind sie fertig! dazu gehört traditionell - Eierbutter dazu die gekochten Eier mit der weichen butter verrühren. Die werden dabei stückig, das spart das kleinschneiden. Die Eierbutter salzen und auf die Pirakka streichen. Die Piroggen können auch mit Käse belegt werden, oder wie ein Butterbrot geschmiert werden..... Anstatt Reisbrei ist auch Kartoffelbrei als füllung sehr lecker. Oder ein Möhren-Reisbei. So, ich hoffe, ich habe das einigermaßen verständlich erklärt und wünsche Euch viel Spaß beim nachbacken. Liebe Grüße Mänty |
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![]() Mitglied seit 02.02.2005 |
Hallo Mänty,
vielen Dank für diese ausführliche Beschreibung! Mensch, das klingt einfach toll, auch wenn ich auf die Eierbutter verzichten werde und auf Sojamilch ausweiche. Ist ganz fest für die Weihnachtsferien vorgemerkt, wenn ich für diese Spielerei hoffentlich genug Zeit haben werde. Denn die Mühe scheinen sie allemal wert zu sein. Gruß Cappu |
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![]() Mitglied seit 15.07.2004 |
Guten Abend Mänty!
Das klingt ja nach einem hervorragenden mitzunehmenden Essen! So als Schulbrot oder Nachmittagsfütterung für die arbeitende Bevölkerung oder auch mal für ein schnelles Mittagessen. Das Rezept werde ich recht bald ausprobieren und mir einen großen Vorrat in der Tiefkühltruhe bunkern. Deine Fotos habe ich mir auch schon angeschaut, da kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen. Dir lieben Dank für die Arbeit, die du dir mit dem Rezept und den Bildern gemacht hast, damit wir alle was davon haben! Liebe Grüße barryfan |
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![]() Mitglied seit 22.09.2004 |
Hallo, schön daß es euch gefällt. @barryfan: Ja, ds ist hier so der klassische snack. Sowohl zum mitnehmen als auch zu Hause. Feht auch als herzhafte Kleinigkeit auf keiner größeren Kaffeetafel. Liebe Grüße und einen schönen Abend Mänty |
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![]() Mitglied seit 14.03.2004 |
Wauw Mänty, das sieht ja toll aus! Aber ohne die Fotos hätte ich das jetzt nicht wirklich verstanden
Ich glaube dass muss ich auch mal probieren. Danke für die Mühe, die du dir mit deiner Beschreibung gemacht hast! liebe Grüsse Brilla |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo !!
@Mänty super toll !! Ich werde sie mal nachmachen aber mit meinem Mautaschenformer weil für so komplizierten Schnick Schnack habe ich keine Zeit liebe Grüße Greta |
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![]() Mitglied seit 29.03.2004 |
Hallo Mänty,
da hast Du Dir aber grosse Mühe gemacht, erstmal die Schürze gebügelt Herzlich Dank, sobald ich Fotos meiner Exemplare habe (egal wie sie letztendlich aussehen), werde ich sie der geschätzten Veggi-Bande vorstellen Grüssle Uschi |
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![]() Mitglied seit 21.10.2004 |
Hallo Mänty,
Kompliment zu Deiner Fotodokumentation! Ein Bild sagt eben mehr als 1000 Worte... Ganz wichtig bei dieser Prozedur ist es, diese kleinen Teigstückchen s e h r d ü n n auszurollen. Eine Freundin von mir tut in den Teig noch ein Ministückchen Hefe mit rein. Die traditionellen Piroggen werden aus Roggenteig gemacht, aber wie das so ist, im Laufe der Jahrzente ergeben sich Variationen...Zum Ausstreuen der Arbeitsfläche habe ich meist Weizenmehl genommen. Man kann die Piroggen übrigens sehr gut einfrieren. Ich schätze mal, dass die obige Portion ca. 25 Piroggen ergibt, wer die Geduld nicht hat, macht vielleicht erst mal nur eine 1/2 Portion... LG, Caneel |
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![]() Mitglied seit 02.04.2004 |
Hallo Mänty,
die sehen wirklich super lecker aus - Kompliment! Und Deine ausführliche Beschreibung ist wirklich klasse, danke schön. Besonders habe ich mich über den Tipp mit der Nudelmaschine gefreut, ich bin nämlich im Auswellen alles andere als begabt und weiß jetzt wenigstens, wie ich diese Prozedur abkürzen kann Also, dann fehlt mir jetzt eigentlich nur noch ein freies Wochenende und Besuch von begeisterten Mitköchinnen ( Liebe Grüße Fröschle2 Frauen geben Fehler leichter zu als Männer. Darum sieht es so aus, als machten sie mehr.
(Gina Lollobrigida, italienische Schauspielerin) |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo !
@Fröschle Ich komme auch gerne liebe Grüße Greta |
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![]() Mitglied seit 02.04.2004 |
@Greta:
Du bist herzlich eingeladen: bitte bring noch eine große Küche und einen riesengroßen Tisch mit, sonst hab ich ein echtes Problem, aber das weißt Du ja schon Liebe Grüße Fröschle2 Frauen geben Fehler leichter zu als Männer. Darum sieht es so aus, als machten sie mehr.
(Gina Lollobrigida, italienische Schauspielerin) |
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![]() Mitglied seit 13.03.2006 |
leeeeeeeeeeeecker...ich liebe liebe liiieeebe riisipirakkas! sehr fein, dass ich hier im ck ein rezept dafür finde...weil, in deutschland kann ich nicht schnell in den supermarkt reinhuschen und mich mit fertigen versorgen.
danke für das rezept! |
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![]() Mitglied seit 03.12.2004 |
Schieb!
Hallo! Muß Mänty´s leckere Reispiroggen doch mal wieder aus der Versenkung holen! Und da ich heute mal daran gedacht habe, ein Bild zu machen.... (alle Finnen bitte wegschauen... sieht natürlich nicht so gekonnt aus Voila:
Sonnige Grüße! Kaffeetrinkerin |
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![]() Mitglied seit 21.10.2004 |
Hallo,
na, sind doch ganz toll geworden *beifallsmiley*!!! Nur ein Tipp; diese Falten zum Schlüss etwas runterdrücken, weil sie sehr leicht dunkel werden. - Und was gab's dazu, Eibutter? Muss ich auch mal wieder welche machen - vielleicht zu Ostern? Liebe Grüße, Caneel |
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![]() Mitglied seit 12.07.2006 |
Hallo
mmmh, die sehen aber lecker aus, Kaffeetrinkerin! Bei mir werden die irgendwie nie so ordentlich.... ich werde das wohl auch Ostern mal wieder probieren LG Mirax |
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![]() Mitglied seit 22.09.2004 |
Wir haben nächste Woche Besuch, dann habe ich vielleicht Zeit das auch mal wieder zu machen.
Wobei ich persönlich ja die Kartoffelbrei-Variante vorziehe... @Kaffeetrinkerin: Die sehen ganz toll aus! Liebe Grüße Mänty |
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![]() Mitglied seit 06.10.2011 |
Hallo
am besten sind die Riisipiirakkas (= Kuchen)in ihrer Heimat Karelien (Nordkarelien) und zwar in der Nähe von Ilomantsi im Haus der Runen und Wege (runan ja tie). Einfach super! Aber leider sehr gehaltvoll. Sie sehen fast so wie auf dem Bild aus; der Teig ist ok, aber das Innere / Reis ist besser verdeckt und drüber viel Eierbutter zerlaufen.... Last es Euch schmecken! |
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Henglein
Rama Cremefine


































