Moussaka im Voraus?

09.06.2009 13:41 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

re2311

Mitglied seit 09.06.2009
1 Beiträge (ø0/Tag)

Ich brauche für Donnerstag Mittag für 10 Personen Moussaka und möchte es schon am Mittwoch vorbereiten und schichten, sodass ich es am Donnerstag nur mehr in den Ofen stellen brauche.
Hat jemand Erfahrung mit dem Vorbereiten?

LG
Re
 
09.06.2009 14:54 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Suesue

Mitglied seit 22.10.2007
5.819 Beiträge (ø2,35/Tag)

Hallo Re

Daß geht ohne Probleme. Das Hackfleisch solltest du aber vorher anbraten. Wenn du das ganze abdeckst und kühl stellst passiert dem Gemüse nichts.
Du kannst es aber auch fertig backen und dann wieder aufwärmen. Dem Mousaka schadet dies nicht. Eher im Gegenteil, wenn es eine Nacht durchgezogen hat schmeckt es umso besser.
LG
Sue
 
09.06.2009 14:58 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

köbes

Mitglied seit 14.02.2006
2.978 Beiträge (ø0,96/Tag)

Hallo Re,

kann ich, so wie Sue sagt, aus Erfahrung nur bestätigen. Aufgewärmt ist richtig gut.

LG
Köbes
 
14.06.2009 01:24 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Flar

Mitglied seit 13.05.2002
3.252 Beiträge (ø0,73/Tag)

Hackfleisch vorher anbraten??? Laut meinem Rezept wird da eine Art Bolognese gekocht, die dann zwischen die Auberginen geschichtet wird, also sollte das Hackfleisch eh schon nicht roh sein.

Und ... IMHO muss Moussaka grundsätzlich aufgewärmt werden, weil sie frisch einfach grauenhaft schmeckt!

Ich hab Rezepte gelesen, in denen eine oder beide Schichten Auberginen durch Kartoffeln oder Zucchini ersetzt werden, da kann ich nix zu sagen. Aber beim Original mit zwei Schichten Auberginen schmeckt das Gericht nur, wenn die Auberginen nach dem Backen erstmal über Nacht richtig durchziehen und dann wieder aufgewärmt wird.

Gruß Flar
 
14.06.2009 01:43 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Awlona

Mitglied seit 09.07.2002
10.619 Beiträge (ø2,41/Tag)

Hallo,

Auberginen kann man eigentlich nicht durch Kartoffel ersetzen, da in ein Moussaka Auberginen UND Kartoffeln gehören.

Bei mir schmeckt frische Moussaka übrigens nie grauenhaft Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen.
Eher am nächsten Tag, weil aufgewärmte Kartoffeln finde ich grauselig.
Ansonsten ist das aber kein Problem mit dem Vorbereiten.

Liebe Grüße
Awlona
 
14.12.2009 09:02 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

solvej

Mitglied seit 04.12.2009
23 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hi !

Moussaka kann sicherlich schon einen Tag vorher zubereitet werden.
Insbesondere dann um so empfehlenswerter als das in dem Moussaka enthaltene Hack, wenn dann
einen Tag vorher bereits gekauft, unbedingt gebraten werden sollte.
Gruß Solvej Lächeln
 
12.01.2010 00:45 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

rodaroda

Mitglied seit 09.07.2006
3.388 Beiträge (ø1,15/Tag)

Hallo,

also für das geplante Darum komme ich zu spät. Aber für die Zukunft, möchte ich einige grundsätzlich Anmerkungen machen... Verzeihung.... Lächeln

Mousaka oder Musake ist für mich als in diesen Breiten geborener und geeichter Gesinnungstäter, ein Unterschied.

Erstens sit dieses Gericht eigentlich türkischen Ursprunges und die griechische Version (Mousaka) für mich wegen den Kartoffeln - die dem ganzen ein etwas dumpfen Geschmack gegen - nicht diskutabel. (Ich trau mich was, ich weiß Lächeln )

Einen Tag vorher vorbereiten, na ja, geht schon, aber wie gesagt, dann unbedingt das Fleisch vorher braten. Sonst mache ich folgende (rumänishe) uralte Familienversion, die meines Wissens über 159 Jahre so weitergegeben wurde:


Musaka de Vinete (Auberginen)


2-4 feste, größere Auberginen vom Stielansatz befreien und ungeschält längs in ca. ½ cm dicke Scheiben schneiden, salzen und auf schräger Fläche schwitzen lassen (ca. 1 ½ Stunden). *)

Zwischenzeitlich 300 - 400 g Hackfleisch mit fein gehackter Zwiebel, 2 zerdrückten Knoblauchzehen, Thymian, Oregano, Bohnenkraut, Petersilie mischen, salzen, pfeffern und mit ¼ Liter Brühe übergießen, abermals gut durchmischen und anschließend in 2 EL Olivenöl kross braten, beiseitestellen.

2-3 mittelgroße Paprika (rot) entkernen und in Ringe schneiden, 2 Zwiebeln in Ringe schneiden, 4-5 Tomaten mit kochenden Wasser überbrühen, enthäuten und auch in Scheiben schneiden.

Auberginen vom Salz abwaschen und in der Hand so stark wie möglich ausdrücken und danach in Olivenöl nacheinander ausbraten, das Öl eventuell immer ergänzen. Die Scheiben sollten beidseitig gut braun, aber nicht verbrannt sein. Achtung es spritzt im Öl! Nach dem herausheben über der Pfanne mit 2 Kochlöffeln das überflüssige Öl etwas ausdrücken, Scheiben beiseitestellen. *)

Einen größeren Bräter mit Olivenöl ausreiben und Semmelbrösel aufstreuen. Jetzt Schichten bilden: 1 x Auberginen, 1x Paprika, 1x Tomaten, etwas Knoblauch darauf verteilen, leicht salzen, pfeffern, 1 x Hackfleisch. ... usw. bis alles in den Bräter eingeschichtet ist. Abschluss sollte eine Schicht Auberginen sein. In den auf 160 Grad vorgeheizten Backofen schieben und 1 ¼ Stunden backen. ¼ Stunde vor dem herausnehmen die Oberfläche mit einer Mischung von 2 Eiern, geriebenem Käse, Salz, Pfeffer und saurer Sahne bedecken. Darauf achten, dass diese Mischung eine gute Kruste bildet, aber nicht verbrennt.

Heiß, mit frischem Schwarzbrot, klein geschnittenen entkernten frischen Pfefferoni und saurer Sahne servieren.
Reste schmecken auch kalt sehr gut, aber nicht mehr aufwärmen

*) Auberginen sind Öl-Säufer. Sie saugen beim Braten das Öl wie ein Löschpapier auf. Deswegen bevorzuge ich eine andere Variante in der Zubereitung. Schneiden wie beschrieben. Die Scheiben werden auf ein mit Backpapier belegtes Blech gelegt, nachdem sie beidseitig leicht gesalzen und ein wenig mit Öl bestrichen wurden. Sie werden im Ofen bei 8ß-100° solange gebacken, bis sie gebräunt, jedoch nicht verbrannt sind und dann wie beschrieben verwendet


Den Sinn im Aufwärmen sehe ich nach 60 Jahren eigener Bekanntschaft mit diesem Rezept nicht. Übrig bleibt ohnehin selten etwas.

LG
rodaroda
 
12.01.2010 01:06 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Flar

Mitglied seit 13.05.2002
3.252 Beiträge (ø0,73/Tag)

Der Sinn des Aufwärmens besteht für mich dabei, dass die Auberginen richtig durchziehen. Frisch schmeckt mir das Gericht einfach nicht. Ich mache übrigens auch die griechische Version der Moussaka und nur mit Auberginen, ohne Kartoffeln. Auf meiner HP kann man mein nach einem Rezept in einem griechischen Kochbuch nach gebautes Rezept finden. (Kein Verlinken, weil sonst wieder der Beitrag oder der Link gelöscht wird)

Gruß Flar
 
12.01.2010 11:47 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

rodaroda

Mitglied seit 09.07.2006
3.388 Beiträge (ø1,15/Tag)

Hallo Flar,


Da bis auf das Fleisch die weiteren Zutaten roh eingeschichtet werden und die ganze Angelegenheit so gebacken (und nicht gebraten) wird, fehlt geschmacklich zu diesem noch reinen Gemüseauflauf mit gehacktem Fleisch nach meiner Auffassung eine wesentliche Geschmackskomponente, nämlich die Röstaromen.

Diese werden durch die Vorbehandlung der Auberginen geschaffen. Das verändert den Geschmack erheblich zum Vorteil. Zumal durch diese Zubeeitungsart das Gemüse seinen Eigengeschmack behält, bissfest ist und nicht verkocht.

Das von mir gekochte Musaka ist eher trockener. Es befindet sich im unteren Bereich kein Gemüsesaftsee, da kann sich auch nichts vollsaugen. Außerdem geben die unbehandelten Auberginen selber viel Saft ab.

Du kannst den Unterschied mal versuchen.

Gruß
rodaroda
 
13.01.2010 01:24 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Flar

Mitglied seit 13.05.2002
3.252 Beiträge (ø0,73/Tag)

Ich kann mal mein Rezept hier einstellen ... das von da oben:

1 kg Auberginen
500 g Rinderhack
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
5 EL Tomatenmark
1 Glas trockener Rotwein
Semmelbrösel nach Bedarf
3 Eier
3 EL Butter
6 EL Mehl
3 Tassen Vollmilch
6 EL Parmesan
Pfeffer, Salz
Muskat
2 EL Butter

Die Auberginen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden, waschen, mit Salz bestreuen und ca. 1/2 h Wasser ziehen
lassen.
Das Hackfleisch mit den gehackten Knoblauchzehen und der gehackten Zwiebel im Öl anbraten, mit Pfeffer und
Salz würzen. Tomatenmark und Rotwein zugeben und 1/2 h zugedeckt garen. Die Eier teilen, das Eigelb
aufbewahren, das Eiklar in die Hackfleischsauce geben und unter rühren. Achtung, nicht mehr kochen!!! Soviel
Semmelbrösel unter rühren, dass die Masse steif wird, aber noch streichfähig bleibt.
Aus der Butter, dem Mehl, der Milch, Salz und Muskat eine Bechamelsauce machen. Die Sauce etwas erkalten lassen, die 3 Eigelb und die Hälfte des Käses unter rühren.
Die Auberginenscheiben waschen, in Öl leicht Farbe annehmen lassen.
Eine Auflaufform gut fetten. Die Hälfte der Auberginenscheiben hinein geben. Darauf die Hackfleischmasse streichen. Die restlichen Auberginenscheiben darauf legen. Die Bechamelsauce darauf streichen. Mit dem restlichen Käse bestreuen und die 2 EL Butter in Flöckchen darauf geben. Im Backofen ca. 20 Min. bei 200 Grad goldgelb backen.

Da kommt nix rohes rein, das ist alles vorgegart, die Auberginen sind angeröstet. Und trotzdem schmeckt die mir nur, wenn über Nacht schön durchgezogen.

Gruß Flar
 
13.01.2010 01:59 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

rodaroda

Mitglied seit 09.07.2006
3.388 Beiträge (ø1,15/Tag)

OK Flar,

wenn ich das Rezept lese, verstehe ich das schon. Umgekehrt - wenn Du das oben liet - ist dies etwas völlig anderes.


Gruß
rodaroda
 
13.01.2010 02:54 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Küchenpunk

Mitglied seit 18.10.2009
2.234 Beiträge (ø1,28/Tag)

@Awlona

Sicher schmecken aufgewärmte Kartoffeln furchtbar aber in einer Mousaka sind sie ja eingelegt und ziehen schön durch, daher sehe ich da überhaupt kein Problem.

Ähnlich wie bei einem Wurstgulasch, schmeckt`s am nächsten Tag viel besser.

Aufpassen sollte man aber beim Garpunkt wenn man sie heraus nimmt sollte sie nicht durch sein, erstens Gart sie noch nach und zweitens kommt sie ja nochmal in den Ofen.

Den letzten Schritt, eben das Topping welches je nach Rezept entweder Käse, Käsesauce oder Bechamelsauce würde ich frisch draufgeben oder eben wenn die Moussaka aus dem Ofen kommt.

Aber re2311 wollte sie ja ohne vorbacken machen, das geht natürlich auch wobei man darauf achten muß, das die Kartoffeln vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sind ansonsten werden sie Schwarz, es sei denn man kocht sie vorher.
____________________________________________________________________

Gruß vom Küchenpunk!

... Über guten Geschmack lässt sich Streiten, über schlechten nicht! HAR HAR HAR
 
22.01.2010 11:10 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

kruemel025

Mitglied seit 22.09.2008
170 Beiträge (ø0,08/Tag)

Hallo zusammen,

ich habe Moussaka noch nie selbst gemacht. Nach diesen tollen Rezepten werd ich das allerdings auch mal gerne probieren. Hört sich schon extrem lecker an.

Viele Grüße
 
22.01.2010 11:12 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Seketa

Mitglied seit 14.07.2005
5.964 Beiträge (ø1,81/Tag)

Hallo,

schließe mich vielen Vorschreibern an, Moussaka gehört auch für mich zu den Sachen, die aufgewärmt viel besser schmecken.

LG
Seketa
 
23.01.2010 01:41 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Awlona

Mitglied seit 09.07.2002
10.619 Beiträge (ø2,41/Tag)

rodaroda.
Eigentlich dachte ich, dass bis heute niemand so genau weiß, ob das Gericht ursprünglich aus der Türkei oder Griechenland stammt. Die Griechen behaupten so, die Türken so.
Im Internet findet man beide Versionen, je nach dem, ob es eine griechische oder türkische Seite ist Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen .
Woher weißt du dass denn so genau ... ?
Ich kenne auch noch eine Version "Musaka" aus Moldawien, dort kommen neben Fleisch, Tomaten und Auberginen noch Kartoffeln, Kohl und auch Kürbis rein.
Da blickt wirklich keiner mehr durch na dann....

@all, ich gebe euch Recht, das schmeckt am nächsten Tag wirklich lecker oder sogar besser, aber ich mag keine aufgewärmten Kartoffeln, gerade, wenn das Gericht in der Mirkowelle erhitzt wird, aber das ist mein persönliches Problem Na!.

LG
Awlona
 
23.01.2010 04:24 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Flar

Mitglied seit 13.05.2002
3.252 Beiträge (ø0,73/Tag)

Mikrowelle??? Achja, das ist das silbergraue Ding auf unserer Kühl-/Gefrierkombi, steht hier eigentlich nur noch dumm rum Na!

Ne, im Ernst, Moussaka mach ich immer ein großes Blech voll und portionier sie nach dem ersten Backen. Dann werden zwei Portionen abgezwackt, der Rest wird sauber portionierbar eingefroren. Am nächsten Tag kommen die zwei Portionen wieder auf ein Blech und dann bei 180° 10 Min. in den Backofen.

Und bei mir kommen aus Überzeugung keine Kartoffeln mit rein, für die Kohlenhydrate in dem Gericht ist die Béchamel oben drauf zuständig. Aber ... in dem gleichen Kochbuch stehen auch alle möglichen Variationen drin:
2 Schichten Auberginen
1 Schicht Auberginen 1 Schicht Kartoffeln
1 Schicht Auberginen 1 Schicht Zucchini
Zumindest auf eine Schicht Auberginen scheint man sich in Griechenland geeinigt zu haben. Das Rezept von rodaroda war mir bislang so auch nicht bekannt.

Verbreitet dürften das Grundrezept wohl die diversen Turkvölker bei ihren Eroberungszügen und die eroberten Völker haben daraus dann mit heimischen Zutaten jeweils eine landestypische Spezialität gemacht. Von woher der Ursprung stammt wird wohl im Nebel der Geschichte verborgen bleiben, das kann von Indien über Zentralasien bis Arabien sein. Wiki meint jedenfalls, dass die Aubergine ursprünglich aus Asien stammt und nicht wie ihre "Geschwister" Tomate und Paprika aus Amerika.

Gruß Flar
 
23.01.2010 11:51 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

rodaroda

Mitglied seit 09.07.2006
3.388 Beiträge (ø1,15/Tag)

Awlona,

woher ich weiß, daß das Gericht Musaka eher türkischen Ursprungs ist?

Einfach. Aus der Geschichte. Expandierende Reiche haben es so an sich, daß sie außer Sprache, Elemente ihrer Kultur, Gene auch ihre Küche verbreiten und umgekehrt auch annehmen. Das kann man bei den Römern, Mongolen, Arabern und bei dem osmanischen Reich sehen. Ob und inwieweit die einzelnen Zutaten wo herkommen, ist hauptsächlich von den Handelsflüssen abhängig. Sonst wäre Weihrauch nie aus Südarabien (heutiger Jemen) oder Seide aus China über die "Weihrauchstrasse" bzw. "Seidenstraße" schon im Altertum nach Rom gelangt.

Schon vor und insbesondee nach dem Fall von Byzanz ist in den Ländern, die "Musakaverdächtig" sind, das osmanische Reich bestimmend über Jahrhunderte, inkl. des nordafrikanischen Bereiches und des nahen Osten.

Woher meinst Du kommt im übrigen auch der Name Musaka, Mousaka gleichlautend in all den Ländern? Die Griechen haben es gewiss nicht erfunden, aber auch Griechenland und der Balkan war sehr lange türkisch.

Was nun die vieldikutierten Kartoffeln betrifft., einige Anmerkungen:

+ Kartoffeln sind in der orientalischen Küche und auch der der Türkei eher bescheiden vertreten, kamen ja uch erst sehr spät nach Europa.
+ Sie tragen - außer im gebratenen/gerösteten Zustand auch nicht viel zum Geschmack bei, sind eher dessen "Transportagentur"
+ Wenn nun ein Gericht von Haus aus wenig Sauce hat (haben soll) dann macht für mich die Verwendung von "normalen" Kartoffeln wenig Sinn, außer ich gebe eine Sauce absichtlich dazu (Siehe Bechamel-Variante). Aber auch finde sie zum Aufwärmen bedenklich.

Ich wies oben darauf hin, daß wir von ganz offensichtlich von 2 verschiedenen Gerichten mit ähnlichen Zutaten reden. Das liegt schon in der Zubereitung mit ihrer zwangsläufigen Folge: vorgegart gegen roher Zugabe. Da muß das geschmackliche Endergebnis anders ausfallen. Wie sollen gegarte Zutaten den wechslseitigen Geschmack der annehmen? Das verlangt also nach Sauce.

Meine Version lebt jedoch im Prinzip aus dem Zusammenspiel der Einzelteile, insbesondere durch ihre Schichtung übereinander, die schichtweise Würzung und das eher trockenere Ergebnis. Abgesehen davon wird si nie auf einem Blech, sondern immer in einer (runden) Form gemacht.

Also ist es ganz müßig darüber zu diskutieren, man kann kein Schnitzel nach Wiener Art mit einem Naturschnitzel vergleichen, außer mit dem Fleisch. auf beiden Seiten Lächeln

Gruß
rodaroda
 
01.02.2010 13:31 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Schnabbel

Mitglied seit 14.01.2008
651 Beiträge (ø0,27/Tag)

Hallo,

der Fred ist zwar schon alt, aber das Thema Moussaka, Mussaka oder Musaka ist immer wieder spannend. Lachen
Es gibt ja viele Arten der Zubereitung. Meine (allererste) Mussaka hatte ich kürzlich nach diesem Rezept gemacht.... ** Mussaka mit Grießcreme ** . Die Verfasserin ist eine Griechenland-Kennerin und ich muss sagen, mit der Grießcreme obendrauf, die ganz weich ist und dem Zimt im Hackfleisch schmeckte es uns ausgezeichnet (ich hatte allerdings Lammhack verwendet).
Ich hatte es, wie empfohlen, am Tag vorher gemacht, am nächsten Tag in Stücke geschnitten und im Ofen (abgedeckt) nur aufgewärmt. Na!

Mein Bild zum Rezept ist leider noch nicht freigeschaltet, deshalb stell ichs hier mal rein.

Moussaka Voraus 4135304944

Moussaka Voraus 2697016152
 
02.02.2010 12:40 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Ro-Gi

Mitglied seit 31.12.2009
3.109 Beiträge (ø1,86/Tag)

Hallo Schnabbel,

oh, diese Mussaka Na! sieht ja toll aus und das Rezept liest sich sehr gut.
Obwohl ich ein großer Fan von Griechenland und der dortigen Küche bin, habe ich mich noch nie an Mussaka getraut.

Ich glaube, ich versuch´s einfach mal ....

Viele Grüße,
Ro-Gi
 
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