Tierärzte....Halbgötter oder Abzocker????

04.08.2004 14:06 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

lucky_milano

Mitglied seit 06.11.2003
252 Beiträge (ø0,06/Tag)

Hallo,

gerne würde ich mich mit euch über eure Erfahrungen bei den Tierärzten dieser Welt erkundigen und austauschen. Nicht, dass es mir noch viel bringen würde. Aber meine letzttägigen
Erfahrungen machen mich so dermassen wütend..........
Wie gesagt, mein Lieblingskater Balou musste gestern sein Leben lassen. Die Leidensgeschichte findet ihr in diesem Thread
ziemlich weit unten.
Ergänzend dazu muss ich noch sagen, daß der TA bei meinem Kater anscheinend keine ordentliche prä-operative Diagnostik gemacht hat, mir auch noch 4 Tage lang nicht gesagt hat, dass es Komplikationen während der OP gab (Herz, Atmung usw.) .
Ausserdem hatte ich nie die Möglichkeit bei einer Untersuchung mit anwesend zu sein. Mir wurde jedesmal nur die Kiste aus der Hand genommen und gesagt: \"Wir untersuchen ihn und rufen Sie dann an\".
Meine Zweifel an seiner Todesursache habe ich ja schon bekundet. Kann es sein, dass er mich nur deswegen hingehalten hat um noch Geld zu kassieren? Sollte ich nur nicht bei der Untersuchung dabei sein, damit keiner mitbekommt, dass er vielleicht Mist gebaut hat? Zudem war die Praxis zu diesem Zeitpunkt leer.
Um dem vorzubeugen, dass jemand sagt, ich hätte darauf bestehen müssen bei der Untersuchung anwesend zu sein: Zur gleichen Zeit lag mein Sohn in der Notaufnahme des Kreiskrankenhauses und musste genäht werden und ich war gedanklich somit etwas \"abwesend\". Ich hatte eh schon meine Mutter mit in die Klinik geschickt, damit ich den Kater zum TA bringen kann, weil es dem so schlecht ging.

Zudem muss ich ständig an die Dame denken, die gestern in der Praxis neben mir sass und ihre Katze zum Einschläfern gebracht hat. Dieser \"TA\" wollte sie nämlich einige Tage vorher nochmal davon überzeugen, dass es nicht notwendig sei, die Katze einzuschläfern, obwohl sie einen irreparabel kaputten Darm hatte. Diese Katze hatte nur noch Blut im Kot, und war bereits auf 2,5 kg abgemagert und konnte sich kaum noch bewegen, so schwach war sie. Der TA meinte, da könne man ja noch eine Endoskopie machen usw. Die Katze war 14 Jahre alt.

Wie im o.g. Thread bereits erwähnt, glaube ich dass mein Kater bereits länger tot war als er mir gesagt hat. Angeblich wurde er mittags \"eingeschläfert\", aber bereits um 20 h abends war er bereits dermassen am Verwesen, dass mein Mann, der viel abkann, mit Brechreiz kämpfen musste. Und die Leiche sah nicht \"erlöst\" aus, sondern als hätte er einen elenden Kampf ausgestanden und ist dann elend eingegangen.

Das Ganze macht mich sowas von wütend und ich bin tierisch gespannt, was mir dieser TA in Rechnung stellen wird. Mein Kater ist mir das wert, nicht, dass ich falsch verstanden werde. Aber ich denke, dieser TA zockt die Leute ab, obwohl ich eigentlich immer sehr überzeugt von dem war.

Wie sind eure Erfahrungen? Geht es denn nur noch um´s Geld?
Ich würde ja am Liebsten meinen Kater obduzieren lassen um das alles abzuklären, aber es würde ja nicht viel bringen, denn ein Tier ist ja gesetzlich \"nur\" eine \"Sache\" und das Ganze dann eben nur \"Sachbeschädigung\".

immer noch trauernde Grüße
lucky_milano

Sorry, wenn der Fred vielleicht etwas lang und evtl durcheinander ist, aber das musste jetzt mal raus.....




 
04.08.2004 14:17 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Rosine

Mitglied seit 17.01.2002
12.138 Beiträge (ø2,61/Tag)

Hallo lucky_milano,

es tut mir wirklich leid, was für eine Sch**** Du da erleben mußtest.

Meine TÄ ist absolut genial, zu jeder Zeit für meine Tiere da (auch nachts und am Wochenende) und ich habe großes Vertrauen zu ihr.
Das Geld, was sie verlangt, gebe ich ihr gerne, sie hats einfach verdient.

Bei langwierigen Behandlungen macht sie Sonderpreise und persönliche Beratungsgespräche kosten (zumindest bei mir als treue und gute \"Kundin\") nichts.

Leider habe ich schon des öfteren Geschichten gehört, die mich an Deine Erlebnisse erinnern. Sowas macht einfach nur wütend.

Und ich selbst bin auch schon einmal einem geldschneiderischen Quacksalber aufgesessen, war aber nicht ganz so dramatisch wie bei Dir, die Hündin hat, wenn auch knapp, überlebt.

Alles Gute

Rosine
 
04.08.2004 15:04 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

skyedreamer

Mitglied seit 11.07.2003
1.232 Beiträge (ø0,3/Tag)

Hallo Lucky,

das ist echt bitter, was da mit dir (und deinem Kater) gemacht wurde, und da waere ich auch echt wuetend.
Als ich noch in Deutschland bei meinen Eltern gelebt habe, hatten wir eine Tieraerztin, die lange Zeit eine Arbeitskollegin (und sehr gute Freundin meiner Mutter) war. Dort geht meine Schwester bis heute mit ihrem Hund hin - und da wird der Hund auch nicht abgezockt und sehr oft umsonst behandelt, es sei denn, es handelt sich um was ganz teures. Es ist toll, so jemanden zu haben, wo man weiss, man kann sich drauf verlassen.

Hier in Schottland haben wir mit unseren 4 Katzen auch eine ganz tolle Tieraerztin gefunden, die immer fuer uns da ist, sei es persoenlich oder am Telefon, die unsere Katzen abgoettisch liebt und uns Medikamente oft auch umsonst uebergibt (oder Behandlungen etc ermaessigt, 3 Katzen mit Mikrochip versehen und nur fuer 2 bezahlt zum Beispiel, oder 2 Katzen kastriert und nur fuer eine und eine halbe bezahlt). Wir sind auch immer mit im Untersuchungsraum - ohne den Besitzer hat diese Aerztin noch kein Tier untersucht, weil es einfach auch viel beruhigender fuer das Tier ist, eine vertraute Person
dabei zu haben.
Ein Tierarzt des Vertrauens ist soooo wichtig, wenn man Tiere hat, finde ich - man haengt ja an denen und hofft, dass sie mit Achtung behandelt werden, wenn man sie mal aus der Hand geben muss.

Es tut mir wirklich leid, dass du so eine schlimme Erfahrung machen musstest...
 
04.08.2004 15:50 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Ingrid_R

Mitglied seit 17.01.2002
8.722 Beiträge (ø1,87/Tag)

Hallo, liebe Lucky,

das sind ja schreckliche Dinge, die du durchmachen musstest, und ich habe auch den Eindruck, dass es sich hier um ein Negativ-Beispiel von Tierarzt handelt.

Da du ja nach unseren Erfahrungen fragst, kommen meine hier:

Als mein Kater Indy vor über zwei Jahren schwer krank war, kannte ich meinen Tierarzt bereits von Impfungen und anderen Untersuchungen, und ich fand ihn gut. Als er mir damals erklärte, dass Indy keine Chance hat, wollte ich es nicht glauben und bin mit ihm zu einem weiteren Tierarzt und auch noch in eine Tierklinik, in der er vier Tage lag. Der zweite Tierarzt hatte die gleiche Diagnose wie der erste, die Tierklinik hatte gar keine Diagnose, sondern versorgte mich mit Vitaminpaste und Tabletten und einer Rechnung von 420 Euro.

Ich war natürlich voller Hoffnung, schimpfte auf die beiden ersten Tierärzte und schwor auf die Klinik - bis Indy nach nur zwei Wochen wieder einen schweren Rückfall hatte. Ich ging dann zum ersten Tierarzt, der sofort einschläfern wollte, aber ich konnte mich nicht dazu aufraffeen (immer noch Hoffnung, und überhaupt ... einschläfern finde ich schrecklich, man schläfert ja auch keine Menschen ein. Es ist ein Gedanke, der mir absolut zuwider ist.)

Wieder daheim brach Indy vor dem Kühlschrank neben der Wasserschüssel zusammen. Er konnte nicht einmal mehr trinken. Da wusste ich, das alles nur noch Quälerei ist. Ich habe dann weinend den Tierarzt angerufen, ihm aber auch gesagt, dass ich es einfach nie im Leben fertig bringen würde, mein Tier zum Sterben weg zu bringen. DAS kann ich einfach nicht. Sterben, das sollte man da dürfen, wo man sich wohl fühlt.

Er hat das dann sofort verstanden und kam zu uns. Indy schlief in seiner Sofaecke ganz ruhig ein, während ich ihn gestreichelt habe. Der Arzt ging ganz leise weg -
Rechnung? Bekam ich erst Monate später zugeschickt, als ich glückliche Besitzerin von Bobo geworden war und ich Bobo schon einige Wochen hatte.


Das alles fand ich damals so menschlich und so toll.

Das sind also meine Erfahrungen, ein Trost sind sie ja nicht für dich, aber du siehst, es gibt solche und solche und manchmal hört man auch nur das, was man hören will.

Ich hoffe, dass du über den Tod deines Katers hinwegkommst und die Trauer zu einer schönen Erinnerung an eine wunderbare Zeit wird.

Viele liebe Grüße
Ingrid_R

 
04.08.2004 17:33 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

frankg

Mitglied seit 26.04.2004
2.449 Beiträge (ø0,64/Tag)

Hallo lucky,

auch mein Beileid mit Deiner Katze.

Meine Erfahrungen zu Tierarzten sind, dass es in der Tat grosse Unterschiede gibt. Ich persoenlich wehre mich etwas gegen die Einstufung wie \"Gut\" oder \"schlecht\", sonder habe mir als TA jemand gesucht, der aehnlich denkt wie ich. Dann gibt es keine Probleme.

Ein Beispiele:

Es gibt Leute, die nehmen chemisch kraeftige Medikamente, um Krankheiten nieder zu knueppeln, waehrend andere lieber homoeopatisch an die Sache drangehen. Und wenn jemand auf dem Chemie-Trip ist, dann sollte er sich auch \'nen TA suchen, der mit chemischen Haemmern zuschlaegt und umgekehrt.

Anderes Beispiel:
Die Einstellung zum Tod. Es gibt TA\'s die verlaengern und verlaengern und das Tier leidet und leidet und es gibt welche, die Sagen: Keine Therapie mehr moeglich, Tier leidet, Spritze.
Jeder muss sich meines Erachtens selber klarmachen, wo er steht und sich auf dieser Basis den \"richtigen\" TA suchen.

Die Praxis des von Dir beschrieben TA wuerde ich jedenfalls nie mehr wieder betreten.

Gruesse Frank
 
04.08.2004 18:33 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

lucky_milano

Mitglied seit 06.11.2003
252 Beiträge (ø0,06/Tag)

...also meine Einstellung (bei Tieren) zumindest, die andere darf man ja nicht öffentlich äußern) ist ja folgende: Leben erhalten, wenn es eine Chance gibt, wenn das Ganze jedoch mit nicht mehr zu rechtfertigtem Aufwand betrieben werden muss und ein Leben danach nicht mehr lebenswert ist, dann lieber beizeiten Schluss machen. So wollte ich das auch bei meinem Kater.
Ich hatte ja am Montag per Telefon erfahren, dass seine Chancen bei lediglich ca. 25% sind. Ich hatte mir dann halt auch einiges überlebt und noch mit einer Bekannten telefoniert, die auch Tierärztin ist.
Und mein Entschluss war eben, dass ich ihn anschauen wollte, seinen körperlichen Zustand persönlich begutachten (man kennt ja sein Tier) und dann eben, falls keine Besserung erkennbar, einschläfern.
Human, ohne Leiden. Ich hätte ihn ganz gerne auf diesem Weg begleitet, ihn gestreichelt.
Ich kann es sogar verstehen, wenn das aus akuten Gründen nicht möglich ist.
Aber diese zwischen-Tür-und-Angel Geschichte fand ich schlimm. Ich hätte (im Nachhinein betrachtet) erwartet, dass er mich ins Behandlungszimmer nimmt und es mir dort sagt (das Mindeste, denn vor der ganzen wartenden Patientenschar in Tränen ausbrechen ist nun mal nicht ganz so mein Fall), der Optimalfall wäre gewesen, er ruft mich sofort an (hat er nicht getan).......

Und dass er wahrscheinlich schon länger tot war als der TA gesagt hat, wird für mich immer wahrscheinlicher (habe mich erkundigt). Und eben auch, dass er nicht mehr eingeschläfert werden musste, weil er ganz einfach erstickt ist und keiner da war, der ihm geholfen hat oder ihn erlöst hätte.

Das ist für mich das Schlimmste, weil er das einfach nicht verdient hat.

LG
lucky_milano


 
04.08.2004 19:30 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Bluebonnet

Mitglied seit 27.06.2004
33 Beiträge (ø0,01/Tag)

Liebe Lucky, ich habe diesen Thread hier und auch den anderen aufmerksam verfolgt - und bin entsetzt. Es ist wirklich unterste Schublade, wie Du da vom Tierarzt behandelt worden bist, und wie Dein armer Balou behandelt worden ist. Ich wuerde an Deiner Stelle in die Praxis zurueckgehen, mir den Tierarzt zur Brust nehmen und ihn mit jedem einzelnen dieser Punkte konfrontieren und Rechenschaft von ihm verlangen. Wahrscheinlich wuerde ich auch die Obduktion vornehmen lassen - eine meiner Katzen ist damals auch unter etwas dubiosen Umstaenden verstorben (aber draussen) und ich bin extra von Aachen nach Krefeld gefahren, um die Katze obduzieren zu lassen. Aber das ist so\'ne Sache - die Katze damals von Aachen nach Krefeld zu bringen hat mir fast mehr zugesetzt, als der Tod an sich schon.

Ich habe mit acht bereits verstorbenen Tieren und sechs bei mir lebenden natuerlich einige Erfahrung mit Tieraerzten, aber durchweg positive. Einmal bin ich im Rahmen einer Kontrolluntersuchung mal an so eine Fliessbandmaschinerie von Tierarztpraxis geraten, und habe dann auch schnell das Weite gesucht. Die letzten Tieraerzte, die ich in Deutschland hatte, die waren toll - ein Ehepaar, das gemeinsam praktizierte, und sich auch viel Zeit fuer die Tiere genommen haben. Als ich eine meiner Katzen einschlaefern lassen musste, sind sie zu mir nach Hause gekommen.

Hier in den USA habe ich auch einen guten Tierarzt - hier ist es ja ueblich, dass einem das Tier weggenommen wird, und dann in einem anderen Zimmer behandelt wird. Den Zahn habe ich ihm direkt am Anfang gezogen, und seitdem kommen wir bestens miteinander aus. Vor allem ist er jemand, der sagt, was Sache ist und nicht versucht durch das unnoetige Verlaengern von Leiden noch Kapital daraus zu ziehen.

Wie gesagt, ich wuerde mir den Tierarzt zur Brust nehmen. Und dann, ich erinnere mich, ihr wohnt da noch nicht so lange, wuerde ich alle in Frage kommenden Praxen abklappern und sozusagen Bestandsaufnahme machen, wo Du bei einem naechsten Besuch besser aufgehoben bist. Vielleicht kann Dir ja auch Deine Bekannte, die Tieraerztin, eine Empfehlung geben.

Es tut mir sehr leid fuer Dich und Du hast all mein Mitgefuehl! Bluebonnet
 
04.08.2004 21:00 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

pipke

Mitglied seit 30.12.2003
189 Beiträge (ø0,05/Tag)

Hallo Lucky,

was mit Deinem Kater passiert ist ist echt SCH.... Ich kann Frank nur zustimmen ein jeder sollte sich den passenden TA suchen. Meine TA steht auch auf dem homöopatischen Standpunkt. Auch bleibe ich bei jeder Untersuchung bei meinem Tier, allein schon den vertrauten Menschen um sich zu haben ist eine Beruhigung. Ich habe 2 Hunde und 3 Katzen, vor 2 Wochen mußte mein alter Herr, 12 J, Schäfermix, operiert werden, ich bleib solange in der Praxis bis das Tier eingeschlafen war und kurz bevor er aufgewacht ist war ich wieder an seiner Seite. Sie hat mir auch, als ich meinen Kater einschläfern mußte, von Anfang an immer die Wahrheit gesagt und nichts beschönigt und schon gar nicht abgezockt.

Ich hoffe Du mußt soetwas nie wieder erleben.

LG Pippi
 
04.08.2004 22:37 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Doctrix

Mitglied seit 01.03.2004
75 Beiträge (ø0,02/Tag)

Hallo Lucky,
es nutzt zwar Dir und dem armen Balou nichts mehr, aber ich würde mich bei der Tierärztekammer beschweren!!
So darf es nicht sein!!
Ganz liebe, tröstende Grüße von doctrix
 
05.08.2004 00:04 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

suzi*1

Mitglied seit 20.06.2003
2.071 Beiträge (ø0,5/Tag)

Hallo Lucky,

von einer Obduktion würde ich absehen, laß deinem Balou in Frieden ruhen, dass hat er sich nach der wahrscheinlich durchgemachten Tortour verdient.
Aber ein klärendes Gespräch mit dem TA und eine Beschwerde bei der Tierärztekammer würde ich an deiner Stelle schön tätigen.
Dieser TA scheint ja mehr Schlächter als Helfer für die Tiere zu sein.

Gruß
Suzi
 
05.08.2004 06:58 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

oberzicke

Mitglied seit 17.03.2004
152 Beiträge (ø0,04/Tag)

Hallo lucky_milano,
was Dir und deinem Kater passiert ist ist wirklich großer Mist. Da Du jetzt aber den Kopf frei hast würde ich auch um ein Gespräch bitten und dies nicht auf sich beruhen lassen.

Ich bin mit meinen Hunden in einer Tierklinik. Viele behaupten, die seien zu teuer. Dies ist mir aber schnurz egal. Mein letzter Hund ist von einem Auto angefahren worden, der Autofahrer hatte behauptet, er hat ihn nicht berührt. Mein Hund stand unter Schock. Ich brachte ihn in die Klinik und mir wurde gesagt, dass es schlimm aussieht, aber ich solle erst einmal Ultraschall und Röntgenbilder abwarten. Als der Arzt diese gesehen hat sagte er mir, er würde schlecht um ihn stehen. Er legte die Entscheidung, ob operieren oder einschläfern in meine Hände. Ich habe mich für eine Operation entschieden, 1. weil ich wissen wollte ob Chico angefahren wurde oder nicht und 2. weil ich es meinem Hund der immer für mich da war schuldig war. Ich durfte meinen Hund bis er die Narkose bekommen hat begleiten, er überlebte die OP bekam aber als er fast über den Berg war eine Embolie. Ich durfte meinen Hund aufgebahrt sehen, der Arzt erklärte mir fast eine Stunde lang, was wärend der OP war, dass der Hund frontal vom Auto erfasst worden sein mußte um so eine Verletzung zu erleiden.

Diese Art mit Mensch und Tier umzugehen finde ich einfach klasse und den Preis, welchen ich dafür zahlen muß gerechtfertigt.

Vielleicht findest Du in Zukunft auch einen guten Tierarzt, zu dem deinigen (bis jetzt) würde ich aber auch zur einer Behandlung nicht mehr gehen.

Gruß
 
05.08.2004 07:36 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Pebbles001

Mitglied seit 19.11.2003
713 Beiträge (ø0,18/Tag)

Hallo Lucky,

es tut mir sehr leid mit deinem Kater.

Wie es aussieht, hast du einen TA der Sorte erwischt, die tatsächlich nur die Eurozeichen im Auge haben, wenn sie ihre Kundschaft sehen. Ich habe leider ähnliche Erfahrungen gemacht und den entsprechenden TA daraufhin gemieden. Damals war mein Meerschweinchen todkrank und hatte einen Tumor. Er meinte, daß man operieren sollte, weil gute Heilungsaussichten beständen. Na gut ... ich habe die OP machen lassen. Es gab sogar noch eine sehr kurze Zeit, wo es dem Tier richtig gut ging. Die dauerte allerdings nur 2 Wochen. Als Schweini dann ganz offensichtlich starke Schmerzen hatte, habe ich mich entschlossen, das Tier einschläfern zu lassen. Selbst dann meinte der TA noch, daß wir es ja noch mit Aufbauspritzen versuchen könnten *grrrrrrr*. Da ich aber mein Tier sehr gut kannte, habe ich meinen Willen durchgesetzt und es erlösen lassen.

Kurze Zeit später bin ich noch einmal notfallmäßig bei diesem TA gelandet (mein normaler Haus- und Hoftierarzt war zu weit weg). Da allerdings mit meinem Hund, der sich beim Spaziergang mit einer Scherbe eine Vene kurz über dem Ballen durchtrennt hatte. Das war auf einem Sonntag Nachmittag. Es war klar, daß der Hund in Narkose gelegt und das Bein genäht werden mußte (dauerte gerade mal 15 Minuten). Nicht nur, daß es absolut schlampige Arbeit war, denn ich habe trotz allem noch für drei Tage Dauerdruckverband anlegen müssen, da die Wunde ständig weiterblutete, mich hat der Spaß mit allen Zuschlägen fast 300 DM gekostet! Boah .... ich war stocksauer, zumal ich von meinem richtigen TA anderes gewohnt war. Bei dem war ich nämlich ein knappes Jahr vorher, weil mein Hund meinte, durch eine Glastür springen zu müssen. Auch am Wochenende, dementsprechend im Notdienst. Mein TA hat dann gut zwei Stunden die total zerfetzten Vorderbeine zusammengenäht, vorsorglich täglich Antibiotika gespritzt und die Wunden neu verbunden. Für das alles zusammen habe ich nur 115,- DM gelöhnt.

Du siehst ... zwischen TA und TA bestehen leider oft Welten Unterschied. Ich bin nach diesen Erfahrungen so weit, daß ich meine Tiere grundsätzlich nur noch zu meinem alten Tierarzt bringe, auch wenn ich dafür fast 50 km fahren muß. Aber er hat immer Zeit, bis jetzt immer helfen können und er verlängert kein Leiden, nur um Geld zu verdienen. Und da er sonst auch noch faire Preise hat, bin ich rundum zufrieden.

Such dir am besten einen anderen Tierarzt, zu dem du Vertrauen haben kannst. Balou kannst du nicht mehr helfen und eine Untersuchung der Todesursache würde auch nichts ändern. Da sind sich die Ärzte leider untereinander immer einig.

Liebe Grüße,

Pebbles
 
05.08.2004 09:59 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

midasje

Mitglied seit 21.07.2003
2.724 Beiträge (ø0,66/Tag)

Hallo,

es tut mir leid was mit deinem Kater passiert ist. Ich würde auch noch mal in Ruhe mit dem Herrn reden und wenn er sich dann immer noch so widerlich benimmt würde ich eine Beschwerde bei der Kammer einreichen. Es hilft für solche Sachen wenn du alle Details und Fakten im genauen Zeitverlauf aufschreibst, solange du alles noch genau weisst, weil es ne ganze Weile dauern kann bis sich da was bewegt.

Meine Eltern haben in Deutschland einen guten TA, der sich viel Mühe gibt, solange das Tier noch eine bestimmte Lebensqualität hat, aber auch kein Leiden verlängert.

Hier in Holland habe ich einen ganz tollen TA, das ist eine Praxis von 3 Ärzten, so dass man auch am WE immer zu einem von ihnen kann. Bei allen anderen die ich hier kenne bekommt man dann nen Antwortapparat dran der einem sagt zu welcher Kliniek man kann. Neulich hat mein Hundi die ganze Nacht gebrochen, sah so elend aus wie noch nie(und er ist ein Meister im theatralisch mitleiderregend sein) und hat gegen mittag auch blutigen Durchfall bekommen. Da habe ich dann den TA angerufen und konnte am Sonntag gleich 2h später zu ihm nach Hause kommen, wo er einen kleinen Behandlungsraum hat. Was mir an diesen ärzten so gefällt ist dass sie nicht so ein Heissa machen um alles. Es gibt hier TA\'s die Hamster kastrieren.... BOOOIINNNGG.... und die 4jährigen Ratten mit Lungenbluten Aufbaupräperate verordnen. Einer unserer TAs hat auch einen krebskranken Hund von 15Jahren noch ein ganzes Jahr am Leben gehalten obwohl der Hund nicht mehr laufen konnte, überall eiternde Tumore hatte und überhaupt roch als ob er von innen aus verweste. Das alles natürlich mit wöchentlichen Spritzen und gelegentlichem Tumorwegschneiden. Das fand ich fürchterlich um mit anzusehen. Dazu muss ich aber sagen das er auf Versuch der Familie war, weil die der Meinung waren das ihre Kinder den Tod des Hundes nicht verkraften würden... Was denn nun? Ich finde das ein TA dann auch sagen sollte,das das Tier nur noch Leidet und es quälerei ist.

Das beste vergleichende TA Beispiel ist weniger dramatisch, aber sehr deutlich. Es gibt eine Krankheit die heisst hier Zwingerhusten(Hund) Da husten die Hunde, wenn es schlimmer wird, weissen Schleim auf und es ist fürchterlich ansteckend. Die meisten TAs impfen dagegen, obwohl es eine Bakterie ist gegen die Impfen nicht hilft. Wenn der Hund es dann hat, verschreiben sie teuren Hustensaft. Mein TA meinte am Tel. ich solle ihm Wasser mit Honig geben und nur wenn es schlimmer wird, zu ihm kommen für sirup. Vor einem Jahr fand mein hund das er hinter einer Katze her über den Zaun springen müsste und hat sich dabei an der Zehe Fleisch eingerissen. Mein TA hat das kaputte Stück abgeschnitten(ohne Narkose, da er meinte das ist eh tot, das merkt der nicht, und mein Hund hat nicht mal geguckt als er es getan hat) und dann hat er mir Antibiotikasalbe mitgegeben und gesagt ich soll den Fuss 2mal täglich in Sodawasser(das ist mit so nem Haushaltsmittel, weiss nicht wie dsa in DTL heisst) einweichen. Kostenpunkt: 20€. Der Hund meiner Schwiegermutter hatte vor einem halben Jahr genau dasselbe, ihr TA hat erst die Pfote lokal betäubt, dann abgeschnitten, dann genäht, dann antibiotika und entzündungshemmer gespritzt, dann 3 Medikamente mitgegeben, dann gesagt der hund darf ne Woche nicht nach draussen und muss nach der woche wiederkommen zur Kontrolle und dann nochmal zum Fäden ziehen...kostenpunkt 100€. Aber meine Schwiema hat sich so ernst genommen gefühlt und war froh wie viel er für den Hund getan hat.... Was denn nun?

So ich höre jetzt auf *ups ... *rotwerd*

Ich wünsche dir viel Glück mit der Suche nach einem guten TA,

Achja, das man nicht mit ins behandlungszimmer darf, ist bei dem von meinen Eltern auch so, allerdings gehen meine Eltern trotzdem mit. hier darf man bei allen TA\'s mit rein.

lg midasje
 
05.08.2004 10:24 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

layla

Mitglied seit 21.01.2003
5.946 Beiträge (ø1,39/Tag)

Hallo lucky_milano,

ich habe Deine Geschichte verfolgt und mitgebangt. Es tut mir so leid für Dich!

Tja, die einzige Erfahrung, die ich je mit einem Tierarzt gemacht habe, war ebenso unschön. Vor vielen Jahren hatte ich einen Sittich. Eines Tages sitzt mein Kleiner kläglich piepsend auf der Stange, unter seinem Schwänzchen ist alles mit Kod verklebt. Natürlich hab ich SOFORT einen TA aus dem Telefonbuch gesucht. Es war Sommer, Urlaubszeit, also erstmal anrufen, ob auch jemand da ist. Und was höre ich? \"Tut mir leid, der Doktor macht in 10 Minuten erstmal Mittagspause.\" Haaaaaaallo, meine Kleiner wird immer leiser und schwächer, hat offensichtlich Schmerzen, er braucht dringend Hilfe! Aber der Herr Doktor muss erstmal was für sein leibliches Wohl tun! Ich habe wie in Panik weiter telefoniert, meinen Süssen immer im Auge. Seine Qual dauerte noch eine gute Stunde, dann ist er in meiner Hand gestorben. Kurz danach rief mich die Sprechstundenhilfe zurück und meinte, wenn ich wolle, könne ich jetzt vorbei kommen, der Herr Doktor wäre jetzt wieder da. Ich habe sie meine ganze Wut spüren lassen ujnd ihr ziemlich deutlich klar gemacht, dass sie es sich sicherlich nicht wünscht, dass ich gleich vor ihr stehe.
Das war meine erste und einzige Erfahrung mit einem TA.


Tierärzte Halbgötter Abzocker 1789567253
 
05.08.2004 17:27 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

lucky_milano

Mitglied seit 06.11.2003
252 Beiträge (ø0,06/Tag)

Hallo @ all,

schade, dass es doch immer wieder Teirärzte gibt, die doch mehr den Kommerz oder sonstwas im Kopf haben.
Meine ehemalige Nachbarin und gute Bekannte ist ja nun Tierärztin und zu Ihr habe ich auch mein volles Vertrauen. Für Sie gehen die Tiere über alles.
Nur als mein Balou nach den 6 Tagen wieder zurückgehumpelt kam, da konnte ich sie telefonisch nicht erreichen (leider!) Ausserdem wäre sie gar nicht gerüstet gewesen um eine Knochenfraktur (Röntgen, OP) zu behandeln. Und das Problem ist, selbst wenn Sie dagewesen wäre, hätte sie mich zu eben diesem TA weitergeschickt, denn sie hat mit dem quasi zusammengearbeitet (in der Form, dass sie schwere Fälle an ihn weiterleitet und er die kleineren Sachen, wie Impfen usw. an Sie vermittelt). Seit sie unsere Geschichte kennt, ist dieser TA für sie gestorben. Sie wird jedenfalls keine Patienten mehr an ihn vermitteln, denn sie ist total entsetzt über dessen Verhalten. Sie hat mir gesagt, ich soll einen Brief an Ihn schicken und das Ganze sachlich darlegen, denn das wäre das Einzige um von einer utopischen Rechnung runterzukommen.

P.S. Die erste Rechnung für die Beahndlung vom 27.07.-30.07. (der Tag, an dem ich ihn zuerst mal nach Hause geholt habe) kam heute.......... satte € 524,--

Die nächste wird bestimmt in zwei Tagen kommen, für den stationären Aufenthalt bis zum Tod, incl. der Todesspritze die er evtl nie bekommen hat........

LG
lucky_milano
 
Antwort schreiben

Um selbst an den Diskussionen teilnehmen zu können müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren. Wenn Sie schon registriert sind, so müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.

Magazine unserer Partner auf Chefkoch.de