neues Thema  Thema drucken  Thema als PDF  Als Favorit speichern  Benachrichtigung aktivieren

Frage zur Hundeerziehung-Alleinbleiben

Vom 30.06.2003 11:27 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

diandra Smutje


Mitglied seit 21.03.2002
180 Beiträge (ø0,05/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo,liebe Hundefans,

jetzt habe ich ein paar Wochen gewartet,bevor ich das Thema hier anschneide,aber inzwischen bin ich mit meinem Latein am Ende.Es geht um folgendes.

Wir haben eine ganz liebe und anhängliche Boxerhündin (Mone wird im Juli zwei).Sie ist an sich sehr folgsam und blieb,auch wenn sie immer lieber mitmöchte,auch ganz brav mal allein zu Hause.Gerade,wenn es so heiß ist,ist das ja auch vernünftiger-und zum Arzt o. ä. kann sie ja auch nicht mit.
Nur,seit einiger Zeit funktioniert das überhaupt nicht mehr.Auch wenn sie nur mal 20 Minuten allein bleibt-immer ist etwas kaputt.Vorzugsweise Sachen von unserem Sohn-Plüschtiere,Bilderbücher,Haussschuhe-oder auch Bücher von mir,Zeitungen...Bevor wir gehen,darf sie eine große Runde Gassigehen,bekommt immer etwas zu fressen (es heißt ja,man soll Hunde nicht hungrig alleine lassen),hat genug Hundespielzeug,kann sich in der ganzen Wohnung frei bewegen...wenn wir nach Hause kommen,darf sie sofort raus und bekommt Leckerchen,wenn sie brav war.Es ist auch nicht so,daß sie zu wenig Gassi geht-ich denke doch,3 Stunden am Tag ist ausreichend.Am Wochenende ist es ja noch mehr.Bis jetzt hab ich sie auch nie geschimpft,wenn wieder etwas zerstört war,da es hinterher ja auch nichts mehr bringt.Neulich hab ich es aber dann doch getan,weil sie eben ein Buch aus dem Regal geholt und zu Konfetti verarbeitet hatte-dann war komischerweise zweimal nichts.Heute aber auch wieder-ein Shirt von Linus,schon für ebay zum Versteigern vorbereitet,total zerkaut.
Überhaupt,wie "bestraft" man einen Hund??Durch Nichtbeachtung?

Ich weiß mir keinen Rat mehr.Mone ist ansonsten so lieb-kann ich ihre Zerstörungen der berühmt-berüchtigten Hundepupertät in die Schuhe schieben???Weiß jemand eine Tip,um ihr das wieder abzugewöhnen?Wir haben schon sämtliche Dinge versucht,aus ihrer Reichweite zu bringen,aber das funktioniert auch nicht immer,da sie ja doch recht groß ist.

Verzweifelte Grüße
diandra
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 30.06.2003 12:53 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

inschallah Sternekoch


Mitglied seit 26.03.2003
4.908 Beiträge (ø1,47/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Liebe Diandra!
meine schwiegermutter hat auch einen boxer - der ist jetzt gut 4 jahre und wie das bei boxern so üblich ist, ist er ein echter lausbub. als er noch klein war, hab ich ihn teilweise nicht ausgehalten, weil er so schlimm war .... erst als mein mann abrichten war mit ihm und er ein wenig älter geworden ist, sind ihm die meisten flausen vergangen und er hat verstanden, was er darf und was nicht - zwar gehen ihm manchmal immer noch die pferde durch (ein boxer ist und bleibt ein verspielter hund, der es faustdick hinter den ohren hat - immer was aushecken und alles fressen, was einem in den weg kommt Lachen ) und er stellt was an. aber eine kurze ermahnung hilft dann meistens und er beruhigt sich wieder. ich schätze, dass sich Deine mone auch ein wenig beruhigen wird, wenn sie älter wird. soweit ich das beurteilen kann, machst Du ja alles super richtig mit ihr. vielleicht abrichten gehen und doch auch mal schimpfen mit ihr - nicht unbedingt belohnen, wenn sie alleine geblieben ist, aber was zerstört hat .... ev. hast Du das glück, sie mal in flagranti zu erwischen, damit Du sie schimpfen kannst. schimpfen, enttäuscht klingen und ein wenig ignorieren finde ich die geeignete methode, um einem hund bezubringen, was er/sie darf und was nicht - glaub halt ich oder zumindest hat das bisher immer funktioniert bei mir und hunden. wichtig find ich halt auch, dass man, wenn es was zu schimpfen gab, sich nach einiger zeit mit dem hund wieder versöhnt, lobt, streichelt usw...

hoffe, Dir geholfen zu haben und hoffe, Deine mone wird bald ein erwachsener, vernünftiger und immer noch lieber hundi *zwinker* *zwinker*

liebe Grüße und alles Gute, nicht verzweifeln!!!
Uli
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 30.06.2003 13:08 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Spatzele Kartoffelschäler


Mitglied seit 05.03.2003
188 Beiträge (ø0,06/Tag)
Hallo Diandra,

ich kann mir denken das du sehr verzweifelt bist und man kann dir warscheinlich nur mit Tipps aus eigener Erfahrung helfen. Wie die bei deinem Hundi wirken ist halt immer fraglich.

Letzte Woche lachte meine Nachbarin noch, als ich bei ihr zum Kaffee war und Zuhause mein Hund (Rauhaarteckelmädchen 12 Jahre alt) anfing zu kläffen und sich nicht beruhigen wollte. Ich sagte nur das ich nochmal rüber muss weil ich den magischen Satz vergessen habe na dann...
Du und alle anderen werden auch lachen, aber es ist die Wahrheit die mir viele, die es nicht selber mitbekommen haben, nicht glaubten. Mein magischer Satz ist seit Jahren:

"Sei schön lieb, Frauchen kommt gleich wieder"

Und es ist Ruhe!! Ich selber muss immernoch darüber schmunzeln, aber es ist wahr. Nun ist mein Hundi schon 12 und ich bin seit fast 12 Jahren absolute Bezugsperson.
Dabei und in dieser Zeit stellte ich fest, das man mit der Stimme und einfach mal böse sein, d.h. ignorieren eine Menge erreichen kann. Ich schicke sie dann weg und ich kann mit ihr unheimlich viel mit den Augen reden.
Nach kurzer Zeit sieht sie an meinen Augen das sie wiederkommen darf und alles ist vergessen, aber gemerkt hat sie sich immer was sie angestellt hat. Sie musste auch lernen zu verstehen, dass sie nicht überall mit hin kann und auch mal alleine sein muss.
Als sie noch klein war, sagte mir der Züchter, sie solle viel viel Spielzeug haben, wo sie weiss es gehört ihr, ob es bei jedem etwas nützt ist fraglich. Meine hat so gut wie nie etwas kaputtgemacht. Sie klaut sich heute noch meine Socken o.ä. und schmust nur damit rum.
So ein Dackel hat auch einen gewissen Dickkopf und ist manchmal sehr stur... aber sie spürt an mir, das ich enttäuscht bin... und glaub es oder nicht, sie ist sehr eifersüchtig und zeigt mir genauso wenn sie enttäuscht ist wenn ich mich zuviel um unsere Katzen gekümmert habe...
Lange Rede kurzer Sinn, die Stimme und die Körpersprache merkt sich der Hund und er sucht sich meines Wissens nur eine Bezugsperson.

Viel Erfolg und liebe Grüße
Spatzele
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 30.06.2003 14:40 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

diandra Smutje


Mitglied seit 21.03.2002
180 Beiträge (ø0,05/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Liebe Uli und Spatzele,

ganz lieben Dank,Ihr habt mich wirklich aufgebaut....

@Uli

Boxer sind nun mal Boxer Lächeln) ich liebe ja auch Mones Temperament,ihre Verspieltheit,Wildheit,Verschmustheit,Freude am Toben,Flausen....und-was-weiß-ich-noch-alles.Um nichts in der Welt würde ich auch nur eine Eigenschaft davon missen wollen...nur,was ich eben nicht nachvollziehen kann,ist,daß sie diese Zerstörungswut erst seit einigen Wochen hat.Ich denke,daß sie ganz genau weiß,daß sie diese Dinge nicht nehmen darf (das macht sie sonst ja auch nicht!) und daß sie sehr gut merkt,daß ich enttäucht bin von ihr.Aber trotzdem passiert es immer wieder.Wenn ich nach Hause komme und sie hat z. B. im Wohnzimmer etwas zerfetzt,dann mag sie von sich aus gar nicht erst in den betreffenden Raum hineingehen-ohne daß ich es schon gemerkt hätte.Sie merkt ja auch,wenn sie wieder ankommen und sich mit mir versöhnen kann....
Lächeln

@Spatzele

Hmmm,das mit Deinem magischen Satz hört sich sehr interessant an,das werde ich nachher gleich mal ausprobieren,denn Linus und ich gehen in die Spielgruppe,da kann Mone nicht mit.Dackel haben einen ja ähnlichen Dickkopf wie Boxer,man muß da immer sehr kosequent sein.Mone hat viel Spielzeug,das eigentlich ja nur ihr gehört-Linus spielt allerdings auch damit (und mit ihr).Aber da sie seine Sachen ansonsten nicht nimmt (nur wenn sie alleine ist),denke ich schon,daß sie das weiß.Wie gesagt,wenn wir da sind,macht sie keinerlei Unfug,nur wenn sie alleine bleiben muß-wobei sich das Alleinebleiben ja auch nur über 2-3 Stunden hinzieht.Deinen Satz werde ich auf jeden Fall ausprobieren!!

Danke Euch!

diandra
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 30.06.2003 16:55 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Rosine  Hendlgriller


Mitglied seit 17.01.2002
12.138 Beiträge (ø3,21/Tag)
Hi diandra,

das, was Du Zerstörungswut nennst, ist nichts anderes, als Selbstberuhigungsversuche Deines Hundes.
Aus irgendeinem Grund beunruhigt oder ängstigt ihn das Alleinesein, durch Zerreissen und Zerkauen beruhigt er sich (ist ähnlich wie bei manchen Kindern das Daumenlutschen). Das ist auch der Grund, weshalb er in deiner Anwesenheit nichts zerstört, er hat es nicht nötig ....

Da der hund früher problemslos alleinbleibven konnte, liegt die Vermutung nahe, daß er irgendeinen Schrecken bekommen haben muß. Bei Deiner Rückkehr hast Du die Bescherung gesehn - und prompt war die die Vernüpfung da: Alleinebleiben ist schrecklich!

Schimpfen macht keinen Sinn, kann das Ganze nur verschlimmern. Strafe muß bei Hunden immer direkt, also innerhalb von Sekundenbruchteilen erfolgen, nur dann ist gesichert, daß er richtig verknüpft.

Wenn der Hund nur selten und kurze Zeit alleinbleiben muß, könntest Du mit einer Box arbeiten. Aber bitte nicht einfach ´reinsperren und fertig, sondern gaaanz langsam aufbauen. Ich hab das selbst noch nie gemacht, könnte Dir das aber theoretisch erklären.

Sinnvoller ist es, das Alleinebleiben komplett von vorne zu lernen. In ganz kleinen Schritten, mit sehr viel Geduld. Außerdem würde ich in dem Fall den Aktionsradius des Hundes einengen und nur langsam erweitern. Also nicht das gesamte Haus zur Verfügung stellen, sondern zunächst nur einen Raum.

Ich habe mir im letzten Sommer auch so ein randalierendes Nagetier aus dem Tierheim geholt. Dolly schrie zudem noch entsetzlich, sobald ich die Tür schloß. Wenn Du also Einzelheiten über den Aufbau der Übung wissen willst - ich hab alles noch gut im Gedächtnis.

Den og. Ritualsatz benutze ich übrigens auch, bei uns heißt er "schön warten" und ist quasi das Kommando für friedliches Alleinbleiben. Muß aber antrainiert werden, Zauberei ist da nicht im Spiel.

Grüße
Rosine

(ich habe gerade gelesen, daß es sich um eine Hündin handelt, sorry daß ich sie vermännlicht habe)
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 30.06.2003 16:59 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Rosine  Hendlgriller


Mitglied seit 17.01.2002
12.138 Beiträge (ø3,21/Tag)
Nachsatz. der Hund ist kein moralisches Tier. Er weiß keineswegs, daß Zerstören verboten ist und er hat auch KEIN schlechtes Gewissen !!!

Es gibt ein paar gute Bücher zum lernverhalten des Hundes (z.B. Sabine Winkler).
Ich möchte allen Hundehaltern Jean Donaldson, Hunde sind anders, empfehlen. Da sind selbst bei mir "altem hasen" noch groschen gefallen. ich stimme nicht in allem mit ihr überein, aber das Buch ist einfach klasse.
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 30.06.2003 19:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

diandra Smutje


Mitglied seit 21.03.2002
180 Beiträge (ø0,05/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Liebe Rosine,

ich verstehe durch Deine Antwort nun einiges mehr und einiges weniger...also:

Du meinst,Mone hätte einen plötzlichen Schrecken bekommen,weswegen nun das Alleinesein schrecklich für sie ist.Ich kann mir das schlecht vorstellen,was es gewesen sein könnte,denn wenn es so war,könnte es ja wieder passieren.Auf jeden Fall werde ich diesen Gedankenansatz weiterverfolgen-darauf bin ich noch gar nicht gekommen,da ich der Meinung war,daß sie einfach protestiert,weil sie unbedingt mit uns mitkommen will.

Mone bekam bis auf ein einziges Mal noch nie geschimpft,wenn ich nach Hause kam und ihre Taten zu Gesicht bekam.Das möchte ich betonen-denn dann wäre ja klar,wenn es immer so abliefe,woher ihre Beruhigungsversuche kommen.Außerdem habe ich ja schon geschrieben,daß Schimpfen hinterher nix mehr bringt...
Daß der Hund kein moralisches Tier ist,ist mir klar-aber zumindest schließe ich aus ihrem Verhalten,daß sie weiß,daß sie z. B. keine Spielsachen unseres Sohnes oder meine Bücher kaputtmachen darf.

Dein Vorschlag mit der Box-ich glaube,Mone würde sich da nur schrecklich fürchten....und ihren Radius wieder einengen-meinst Du nicht,das würde sie eher verstören,wenn sie sich nicht mehr frei bewegen darf?

Gerne würde ich mehr über Deine Erfahrungen mit Dolly lesen!Ich denke,ich kann da einiges von Dir lernen

Lächeln

Übrigens haben wir Mone heute nachmittag wieder für ca. 2 Stunden alleine gelassen-und sie war ganz lieb gewesen.Ob das an dem magischen Satz lag???

LG,
diandra
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 30.06.2003 21:06 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Rosine  Hendlgriller


Mitglied seit 17.01.2002
12.138 Beiträge (ø3,21/Tag)
Hi Diandra,

in der Hundeerziehung gibt es keine Magie - leider, nur Zufall oder zufällig richtiges Handeln.
Aber Du kannst den "magischen Satz" als Befehl konditionieren, dann funzt es .... *grins*
Eine Ferndiagnose plus -behandlungplan zu entwickeln ist natürlich schwierig bis unmöglich.

Protestieren durch Zerstören wäre ein völlig neues verhalten, was zwar viele Besitzer interpretieren, aber wissenschaftlich nicht belegt ist (im Gegensatz zu dem protestpinkeln der katzen).

Du kannst also sicher sein, daß Deine Mone sehr unsicher bis verängstigt ist, wenn sie alleine bleiben muß. Durch Dolly habe ich lernen müssen, daß sich die Angstfaktoren auch außerhalb unserer(!) sinneshaften Wahrnehmung befinden können. Ein ungewohntes geräusch, ein komischer Geruch durchs fenster..... aber wie gesagt, ist lediglich eine Vermutung.

Wir (auch ich) machen immer den fehler den Hund zu vermenschlichen und ihm menschliche Eigenschaften zuzuschreiben. Deine Maus zerstört nicht, um Dich zu strafen (so denken Hunde nicht), sondern um für sich einen Vorteil zu erlangen. Hier: Beruhigung. (Auch Katzen protestieren nicht wirklich durch Pinkeln, aber mit Katzen kenne ich mich weniger aus)

Und glaub bloß nicht, nur weil Du nicht schimpfts, würde die Hündin Deine Stimmung nicht wahrnehmen, wenn Du in eine zerstörte Wohnung zurückkehrst. Klar merkt die, daß Du entgeistert bist - Hunde kann man nicht täuschen .... und das verunsichert zusätzlich.

Die Box habe ich quasi als letztes Mittel angeregt. Allerdings gibt es viele Angsthunde für die das genau das richtige ist. Und wenn man es richtig angeht, ist das eine gute Sache.
Den Radius einengen würde ich zwecks Training natürlich, anders ist das gar nicht möglich.

Ich bin im Moment zeitlich ziemlich im Stress, aber ich hoffe, daß ich morgen nachmittag etwas luft habe und dann berichte ich von Dollys Training. Ist im Prinzip die erfolgversprechendste methode, kostet aber Zeit und Nerven.
Ach ja, meine Maus bleibbt mittlerweile problemlos 2-3 Stunden allein (na, das sollte doch motivierend sein ....)

Ich melde mich wieder, ansonsten kannst Du mich gern kmen

Grüße
Rosine
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 30.06.2003 21:15 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

diandra Smutje


Mitglied seit 21.03.2002
180 Beiträge (ø0,05/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Liebe Rosine,

vielen Dank für Deine ausführlliche Antwort!!!
Es liegt leider in unserer Natur,unsere Lieblinge zu vermenschlichen...das mache ich bei Mone auch,das ist mir durch Deine Meinung ganz klar geworden.

Nun werde ich wohl auf die Suche gehen,was unseren Hund denn so erschreckt bzw. verunsichert haben könnte-trotz all ihres Temperamentes ist sie nämlich wirklich leicht zu erschrecken...

Freu mich schon auf Deinen Bericht!(aber mach Dir keinen Streß damit,wenn Du keine Zeit hast).

Schöne Grüße!!
diandra
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 30.06.2003 22:02 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Rosine  Hendlgriller


Mitglied seit 17.01.2002
12.138 Beiträge (ø3,21/Tag)
@diandra:

ich werd mir die Zeit nehmen, das ist es doch wert ..... und ich freu mich, daß Du nicht ungeduldig bist. Ich bin nämlich grad mal wieder für ein paar minuten hier ... und schon wieder weg. Aber, wie gesagt, morgen nachmittag .......
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 01.07.2003 13:10 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Rosine  Hendlgriller


Mitglied seit 17.01.2002
12.138 Beiträge (ø3,21/Tag)
Hi,

wie man einem Hund beibringt alleinezubleiben, kann man in guten Hundebüchern nachlesen. Unarten abgewöhnen ist da schon weitaus schwieriger.

Doch jeder Hund ist ein individuelles lebewesen, d.h. die Ratschläge müssen immer allgemein bleiben und für jeden Hund modiviziert werden.

Besser ist es, sich eingehend mit dem Lernverhalten von Hunden zu beschäftigen. Wenn man erstmal weiß, wie das funktioniert, braucht man keine "Rezepte" mehr, sondern kann sich individuelle Strategien ausdenken.

Ich schreib Dir jetzt von Dolly, vielleicht kannst Du ja was für Dich rausziehen. Eine 1 zu 1 Übertragung auf einen anderen Hund ist natürlich nicht möglich.

Dolly kam mit 14 Monaten zu uns, Vorgeschichte unbekannt, keinerlei Erziehung, nicht stubenrein usw, aber sie konnte Türen öffnen (da ahnte ich sofort, daß wir ein problem mit dem alleinbleiben haben).

Die ersten Tage habe ich sie quasi nicht aus dem Auge gelassen.
Dolly ist ein sehr nervöser, fast hyperaktiver Hund - und sie versucht, sich durch Nagen zu beruhigen. Glücklicherweise ist sie auch sehr klug und begriff in wenigen Tagen was sie anknabbern darf (ihr Spielzeug und Kauartikel) und was nicht (alles andere).
Die Verluste blieben also gering.
Dafür habe ich das Abbruchkommando "Nein" aufgebaut, was sich später als sehr hilfreich erwies. (Dolly beruhigt sich übrigens heute noch durch Nagen)

Nach einigen Wochen der Eingewöhnung, in denen sie vieles lernte, begann ich mit dem Alleinbleiben.
Ich hab das im Büro geübt, weil die Räumlichkeiten geeigneter waren, als zu hause.

Also: Dolly im Büro, ich raus, Tür zu. Nach wenigen Sekunden begann die Randale. Sie sprang auf die klinke, um die Tür zu öffen (war aber abgeschlossen). Dann begann das Geschrei. Ehrlich, sowas Fürchterliches habe ich noch nie gehört....

Abbruchkommando "Nein" (sehr laut natürlich) - Stille, ich warte 2-3 Sekunden (nicht mehr), gehe rein, lobe kurz und natürlich Leckerli.
Wieder raus, Tür zu - 2-3 Sekunden, also BEVOR die Randale losgeht rein, loben, Leckerli.

Dieses Spielchen wird ein paar mal wiederholt und lediglich im Sekundenschritt gesteigert.

Als ich sicher war, daß es klappt, habe ich den "magischen Satz" eingeführt. Also das kommando für ruhiges Alleinbleiben: "Schön warten"

Wichtig ist, nicht zu lange zu üben. 4-5 mal reicht völlig. Das ganze 2-3 Mal tägl.
Die zeit nur langsam steigern, lieber wieder zurückgehen, als zu schnell vorpreschen.
Am nächsten tag wieder mit wenigen Sekunden beginnen, auch wenn man am Vortag schon bei einer Minute war.

Als es im Büro über einen längeren zeitraum klappte, hab ich es zu Hause versucht.
Hunde können schlecht generalisieren, ich hatte damit gerechnet, von vorne anzufangen, aber - kein Problem, es ging auf Anhieb.

Es gibt natürlich auch Hunde, die beginnen erst nach einiger Zeit der Einsamkeit zu randalieren, da muß man natürlich diesen Zeitpunkt abpassen. Ich habe in einem Forum von einem Hund gelesen, der hielt exakt 2 stunden durch und begann danach das Dauerkläffen.

Den einzig wirklichen rat, den ich Dir geben kann, ist sehr schnell etwas zu unternehmen. Sind Unarten erstmal eingeschliffen, wird es viel schwieriger. Natürlich mußt Du die Intelligenz und konzentrationsfähigkeit Deines Hundes individuell berücksichtigen.

Ich könnte stundenlang so weiterschreiben, aber die Mittagspause ist gleich vorbei....


Viel Erfolg, Grüße (und ich hoffe meine"Abhandlung" klingt nicht zu schulmeisterlich)

Rosine
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 02.07.2003 17:16 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

diandra Smutje


Mitglied seit 21.03.2002
180 Beiträge (ø0,05/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Liebe Rosine,

erst einmal ganz herzlichen Dank für Deine ausführliche und gut nachvollziehbare Beschreibung!So lasse ich mich gerne schulmeistern Lächeln Lächeln

Ich habe mich das alles gründlich durch den Kopf gehen lassen und habe dann begonnen,Mone wie zu anfang an ans Alleinebleiben zu trainieren.So auch wie Du das mit Dolly gemacht hast.Aber auch auf die Gefahr hin,Mone wieder zu sehr zu vermenschlichen Lächeln :natürlich war sie ganz lieb und brav auf ihrer Hundedecke gelegen,wie als ob sie wüßte,daß wir jetzt nicht zwei Stunden weggefahren sind,sondern nur 10-20 Minuten draußen vor der Tür bzw. Haustür stehen. Auch wenn ich Dir recht gebe,daß ein Hund kein moralisches Tier ist:aber so wie ich Mone kenne,denke ich immer noch,daß sie Unfug macht,wenn sie merkt,wir sind weggefahren....denn Auto ist für sie gleichbedeutend mit anderen Gassirouten,neuen Bekanntschaften oder Besuchen bei netten Leuten
Na ja,auf jeden Fall werde ich das nun konsequent weiter mit ihr üben.

Nur:wie reagiere ich,wenn ich nach Hause komme und zerfetzte Dinge sehe?Daß man da nicht cool bleiben kann,d. h. einen seine Körpersprache trotz äußerlicher Gelassenheit verrät,kann man wohl kaum verhindern....hast Du einen Tip??

LG,
diandra
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 03.07.2003 07:49 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

pepperstorm Smutje


Mitglied seit 17.01.2002
534 Beiträge (ø0,14/Tag)
hallo,

also bei uns war das ganz anders,und zwar hatten wir eine hündin als welpe zu uns geholt, damit der rüde nicht immer göga hinterherlief zur arbeit.so also ist die hündin seit sie klein ist, daran gewöhnt zusammen mit einem rüden zu leben.Dieser rüde kam aber irgendwann vn seinen nächtlichen ausflügen nciht mehr wieder. Die erste woche ging es noch aber dann fing die kleine an, durch zu drehen. sie war traurig , hing nur noch lustlos rum und gefressen hat sie auch kaum. UND ZERSTÖRTE ALLES.Hat sie nie vorher gemacht, aber plötzlich lagen schuhe, shirts und Ähnliches vor dem haus auf dem rasen und hatten alle möglichen löcher...........
nach vergeblicher suchaktion und insgesamt 2,5 wochen warten auf die rückkehr des rüden, haben wir dann einen anderen rüden geholt - der war kaum da und schon war die hündin wieder "normal".Keine angefressenen Sachen mehr (naja nicht mehr von ihr jedenfalls)

Gruss

pepperstorm
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 03.07.2003 13:47 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Rosine  Hendlgriller


Mitglied seit 17.01.2002
12.138 Beiträge (ø3,21/Tag)
@diandra:

....überprüfe noch mal Deinen Denkansatz.
Mone macht keinen "Unfug", um Euch zu bestrafen, weil Ihr sie nicht zu einer positivbesetzten Autofahrt mitnehmt !!!

Nein, das geräusch des ohne sie abfahrenden Autos ist vermutlich mit der Erfahrung verknüpft, daß Ihr länger wegbleibt. Ein äußerst beunruhigender gedanke für Mone, daher versucht sie sich durch Zernagen zu beruhigen.

zu Deiner letzten Frage: Da hilft nur eiserne Selbstbeherrschung, kann man trainieren *zwinker*

Grüße
Rosine
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 06.07.2003 18:07 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

diandra Smutje


Mitglied seit 21.03.2002
180 Beiträge (ø0,05/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
@Rosine
Mone hört das Auto nicht,eher nimmt sie wohl an,daß wenn wir gehen,wir mit dem Auto fortfahren.Bis jetzt klappt es ganz gut mit ihr-kurze Alleinphasen sind ok.Aber wenn es nächste Woche wieder heiß wird....mal sehen,wie es wird.

Selbstbeherrschung? Lachen Ich bemühe mich!!!

@pepperstorm
Deine Hündin hat um ihren Gefährten getrauert-da war die Lösung mit dem neuen Rüden leicht.Aber verrate mir doch bitte mal eins:warum lief denn Euer Rüde immer nur dem Göga hinterher???
Lachen

Liebe Grüße
diandra
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 08.07.2003 09:12 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

sandiego Tellerwäscher


Mitglied seit 08.07.2003
126 Beiträge (ø0,04/Tag)
Hi@all!

Ich habe eine 13 Monate alte Cocker Hündin.
Sie ist aber seitdem sie 12 Wochen alt ist bei mir!
Eine Bestrafung nach dem Nachhause kommen?
Achtung / Wichtig Mach das nicht! Achtung / Wichtig Dein Hund soll sich doch freuen, wenn du nach Hause kommst und sich nicht fürchten! Sie würde dein "Nachhause kommen" mit einer Bestrafung verknüpfen und das ist nicht gut.

Vor meiner Stella ist weder der Biomüll noch irgendein Schuh sicher, wenn sie alleine ist, glaub es mir. Welt zusammengebrochen
Ich hab halt einfach meine Wohnung etwas umgestaltet! Ich räume z. B. immer alle Schuhe, etc. weg und sie hat dann auch nur die Küche und den Vorraum für sich, außerdem verstecke ich irgendwo ein Schweineohr, Kekse,.... dann ist sie beschäftigt.
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 08.07.2003 09:16 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

sandiego Tellerwäscher


Mitglied seit 08.07.2003
126 Beiträge (ø0,04/Tag)
Das hab ich noch vergessen: 11.11.11:11

Liebe Grüße und viel Spaß mit Deinem Hund

Sandiego
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden


Antwort schreiben

Um selbst an den Diskussionen teilnehmen zu können müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren. Wenn Sie schon registriert sind, so müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.

Weitere interessante Informationen auf den Chefkoch.de Partnerseiten: