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Armes Pferd

Vom 16.01.2006 08:51 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Mortischa1983 Tellerwäscher


Mitglied seit 24.08.2004
189 Beiträge (ø0,07/Tag)
Hallo Ck´ler,

wie ihr ja vielleicht mitbekommen habt bin ich seit November Besitzerin eines Tinkers.
Bin sehr sehr glücklich damit. Mein Süßer gewöhnt sich auch langsam gut ein. Steht in einer Box mit Blick auf alle Geschehnisse, gegenüber der hochträchtigen Leitstute der Herde. Neben Ihm stand bis jetzt immer eine liebe Traberstute, diese wurde vor gut einem Monat verkauft. vor drei Wochen ca. stand dann ein braunes Warmblut drin, bei genauerem Hinsehen hatte er ein total kaputtes Auge. Bei Nachfrage bei der Besitzerin, die ich gut kenne, erfuhr ich dass dieser vom Metzger hier eingestellt wird, und die Woche drauf zum schlachten kommt.

Da habe ich schon schlucken müssen, da das Pferd nun wirklich gesund aussah, bis auf das Auge natürlich.

Nun eine Woche später war er weg. Habe mich echt zusammen gerissen da nicht weiter drüber nachzudenken. Naja vor einer Woche dann war ich mit meiner Schwester wieder bei meinem Süßen, und daneben steht ein Schimmel sowas schönes habt Ihr noch nicht gesehen. Ausdrucksvolle Augen tolles Fell. Einfach schön. Nur leider hatte ich da schon ein komisches Gefühl in der Magengegend. Meine Schwester gleich \" oh ist der süß\".

Habe dann den Freund der Besitzerin gefragt und der hat gesagt, dieser sei auch vom Metzger hier untergestellt. Es war ein Freizeitpferd kannte nu Box und Halle, und hat jetzt total kaputte beine. Wer bringt es fertig seine geliebtes Freizeitpferd an den Metzger zu verkaufen.

Meine Schwester will das Pferd unbedingt kaufen, aber leider hat Sie weder das Geld dazu noch die Zeit. Sie ist auch erst 14.

Mit tut das Pferd so wahnsinnig leid, ich weiß das er zwar dann nicht mehr leiden muß aber trotzdem.

Ich kann schon nicht nachvollziehen warum man sein Pferd nach Italien schickt, aber wenn man dann hautnah mitbekommt ....

Könnte echt heulen, würde meinen Süßen nie sowas antun.

Wollte mir das von der Seele reden

LG Mortischa
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Vom 16.01.2006 09:12 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Apfelsinchen Smutje


Mitglied seit 28.07.2005
673 Beiträge (ø0,27/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo Mortischa,

ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst, es ist schon furchtbar wenn Leute ihre Pferde einfach zum Schlachter bringen. Vielleicht hätte man seine Beschwerden ja noch lindern können. Dann wäre er zwar vielleicht nicht mehr voll belastbar gewesen, aber das wäre für mich kein Grund ein Pferd einfach schlachten zu lassen!! Man kann einem Pferd doch auch ein schönes Leben bieten wenn es nicht mehr so geritten werden kann wie früher.
Ich reite selbst, habe ein Pflegepferd und hatte auch mal ein eigenes. Meine Pflegestute ist schon 16 und hat eine ziemlich lange Sportkarriere hinter sich (nicht mit mir), und die hat jetzt auch ein paar Beschwerden mit den Beinen. Sie ist immer sehr dankbar wenn ich einfach nur spazierenreite oder mich mit ihr beschäftige.
Tinker find ich übrigens total knuffig und würde mich wenn ich wieder ein Pferd kaufen würde bestimmt für einen Tinker entscheiden! Ich hoffe du hast noch viel Freude mit deinem Süßen!

Liebe Grüße Apfelsinchen
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Vom 16.01.2006 10:40 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Nicki9999 Tellerwäscher


Mitglied seit 19.04.2005
44 Beiträge (ø0,02/Tag)
Hallo Mortischa,

ich finde es auch grausam das ein Pferd dieses Schicksal haben muß. Ich selbst besitze eine Lipizanner/ Arabermix Stute die ist jetzt auch 16 Jahre alt und gott sei Dank top fit. Hatte vor meiner Stute ein ausgedientes Springpferd das leider nur Turnier , Training und Stall kannte keine Koppel keine schönen Ausritte. Als es dann für den ehemaligen Besitzer nicht mehr gut genug war sollte es auch zum Schlachter gut sei Dank hat unserer Stallbesitzer das mitbekommen und hat ihn zu uns geholt. Dort habe ich mich sofort in das Pferd verliebt und es dann übernommen ( ganz günstig ). Damals war er 21 Jahre alt ich hatte ihn dann noch 2 1/2 Jahre und habe ihm versucht ein Leben ohne Stress mit Koppeln und gemütlichen ausritten zu bieten. Er ist dann leider im Sommer 2003 an einem Herzschlag gestorben. Leider hat nicht jedes Tier die Möglichkeit noch ein gutes Leben nach dem ganzen Stress zu haben. Für viele ist es leider so sobald es nix mehr taugt kommt es zum schlachten weil vielen eine Alterskoppel / Tierarztkosten die meistens hinzukommen zu teuer ist und viele es auch für unnötiges Geld ausgeben halten. Jahre lang hat so ein Tier gedient und dann wird es einfach weggeworfen. Hoffe das ich meine Schnecke noch lange habe. Wünscht dir mit deinem Pferd auch alles gute.

Liebe Grüße Nicki
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Vom 16.01.2006 11:01 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

scharly  Chefkoch


Mitglied seit 12.02.2002
16.015 Beiträge (ø4,26/Tag)
Da kommen mir die Tränen ... als meine Stute 20 Jahre alt wurde habe ich sie auf einen \"Rentnerhof\" gestellt. Man muss dazu sagen, dass Freunde von uns diesen Hof ein knappes Jahr vorher gekauft hatten ... es waren dort paradiesische Zustände: für jedes Pferd eine Riesenbox ohne Gitter vor der Nase, tagsüber den ganzen Tag mit den Kumpels auf der Weide, abends wieder rein, die Pferde wurden gehegt und gepflegt, ich musste mir nie Sorgen machen (ist halt 80 km entfernt - tägliche Besuche waren somit nicht gut möglich).

Auf diese Art und Weise ist sie 32 Jahre alt geworden - das Ende ging Gott sei Dank ratzfatz ... Dienstags, als ich da war, noch superfit, am Freitag mochte sie dann nach dem Weidegang einfach nicht mehr aufstehen ... so etwas hatte ich mir für die (und mich) gewünscht.

Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, sie zum Metzger zu geben Welt zusammengebrochen ... auch wenn ich mir dadurch kein neues Reitpferd leisten konnte!! Ich würde immer wieder so handeln!!!

Grüßchen, scharly
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Vom 16.01.2006 11:29 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

sauer Chefkoch


Mitglied seit 02.07.2003
4.140 Beiträge (ø1,27/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo,

da würde ich nicht sooo schnell urteilen.
Es kommt darauf an, was das Tier für eine Krankheit hat.
Gelenke oder Sehnen kaputt, chronische Entzündungen die Dauerschmerzen verursachen, Krebs, usw.

Wer reitet schon sein Pferd wenn er weiß das es Schmerzen hat.

Und wenn Ihr mich jetzt steinigt: Es ist auch eine Kostenfrage..... ein krankes Tier kostet/frißt, wenn es in der Box steht, genau so viel wie ein gesundes.
Dazu kommen noch die Tierarztkosten. Das Geld hat nicht jeder.

Gruß
sauer
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Vom 16.01.2006 12:07 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

scharly  Chefkoch


Mitglied seit 12.02.2002
16.015 Beiträge (ø4,26/Tag)
Also: ich würde niemals ein Pferd (Tier) am Leben erhalten, wenn es chronisch krank ist und Schmerzen hat.

Aber im Reitsport tummeln sich halt ohne Ende Leute, für die das Pferd kein Lebewesen darstellt sondern ein reines Sportgerät ist. Und wenn das \"kaputt\" ist und nicht mehr \"finktioniert\" - weg damit.

Ich bin einfach der Ansicht, dass man Verantwortung trägt, wenn man sich ein Pferd kauft - und die endet nicht mit Ende der Reitbarkeit!


Grüßchen, scharly
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Vom 16.01.2006 12:46 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

sauer Chefkoch


Mitglied seit 02.07.2003
4.140 Beiträge (ø1,27/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
@scharly

>>>Aber im Reitsport tummeln sich halt ohne Ende Leute, für die das Pferd kein Lebewesen darstellt sondern ein reines Sportgerät ist.
Und wenn das \"kaputt\" ist und nicht mehr \"funktioniert\" - weg damit.<<<

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.


Gruß
sauer
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Vom 16.01.2006 12:53 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

scharly  Chefkoch


Mitglied seit 12.02.2002
16.015 Beiträge (ø4,26/Tag)

Wichtige Frage

Grüßchen, scharly
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Vom 16.01.2006 12:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

scharly  Chefkoch


Mitglied seit 12.02.2002
16.015 Beiträge (ø4,26/Tag)

Pfeil nach rechts Ich hoffe, dass bei meinem Posting rüberkam, dass ich NICHT zu dieser Spezies Reiter/Pferdebesitzer gehöre Achtung / Wichtig Achtung / Wichtig Achtung / Wichtig

Grüßchen, scharly
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Vom 16.01.2006 13:35 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Mortischa1983 Tellerwäscher


Mitglied seit 24.08.2004
189 Beiträge (ø0,07/Tag)
Hallo,

wenn ich das Geld hätte würde ich diesem Armen Wesen wenigstens noch einen schönen Lebensabend machen, aber bin auch nicht grad reich.

Ich habe echt Angst davor zu meinem Pferd zu fahren und die Box neben Ihm ist leer. Ich denke da werden ein paar Tränen fließen.

Das schlimmste ist, was ich gerade erfahren habe, dass das Pferd zu einem türkischen Fest kommt irgendwo in Bayern und die dort das frisch geschlachtete Fleich roh essen. Verdammt nochmal - bin stocksauer

Mir ist schlecht Jajaja, was auch immer!

Wie kann man nur
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Vom 16.01.2006 14:35 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Kaufsüchtig Küchenjunge


Mitglied seit 23.03.2005
9.164 Beiträge (ø3,5/Tag)
hi @ all,

echt traurige geschichte! traurig

ich bin der meinung, dass man sich kein eigenes pferd kaufen sollte, wenn man sich das wohlverdiente gnadenbrot des pferdes nicht leisten kann!



LG KS \"\"
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Vom 16.01.2006 14:44 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Jojoe Tellerwäscher


Mitglied seit 31.05.2005
168 Beiträge (ø0,07/Tag)
Hallo

Es ist traurig welches Schicksal diese Pferd hat. Pferdefleisch würde ich nie essen.

scharly, wo ist dieser \"Rentnerhof\"?

Meine Eltern haben noch 2 Stuten, Vollblüter, die leider wegen Zeitmangel nicht eingeritten sind. Mein Vater musste immer viele überstunden machen, also bis spät abens arbeiten, auch am Wochenende, somit keine Zeit geblieben. Die Mütter der beiden wurden noch von uns geritten. Die sind zwar noch nicht im Rentenalter, aber zu allt um noch einzureiten habe ich mir sagen lassen (9 + 11 Jarhen ung.). Da meine Eltern aber umziehn wollen, und dort keinen Platz merh für die haben, müssen die beiden in gute Hände kommen, als Beistellpferd, oder zum Züchten. Papiere haben sie nciht da sie keine reinrassige sind. Mutter (bzw Grossmutter der jüngeren) ist eine Traberstute gewesen, Vater ein Araber.
Falls jemand interresse hat, soll sich melden.


LG
Jojoe

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Vom 16.01.2006 17:37 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Katha79 Küchenjunge


Mitglied seit 02.11.2005
89 Beiträge (ø0,04/Tag)
Hallo Mortischa!

Das ist wirklich eine sehr traurige Geschichte!

Du schreibst, dass das Pferd total kaputte Beine hat. Habt ihr mal geschaut, ob er lahmt? Wenn er wirklich lahm geht und es sich um einen aussichtslosen Fall handelt, dann ist die Erlösung vom Leiden natürlich \"humaner\" als ein Leben mit Schmerzen.
Wir hatten bei uns im Stall eine Stute, deren Hufbein sich bis auf 2mm vor der Hufsohle abgesenkt hatte und die vor Schmerzen keinen Schritt mehr gemacht hat. Für dieses Pferd war der Tod eine Erlösung.

Aber ich finde es total unverantwortlich, wenn man ein Tier zum Metzger gibt, das vielleicht nur ein paar \"Verschleißerscheinungen\" hat, die bei entsprechender Pflege keine großen Probleme machen.

Meine alte Quarter-Stute wird dieses Jahr 22 und sie ist gottseidank noch topfit! Natürlich ist sie ein bißchen steifer als jüngere Pferde und braucht länger, bis sie beim Reiten aufgewärmt ist, aber ich würde sie deshalb niemals weggeben.....sie hat mir so viele schöne und unvergessliche Stunden beschert. Deshalb soll sie ein schönes Rentnerdasein haben. Lachen
Weil sie noch so fit ist, wird sie 3 Mal in der Woche von Kindern geritten und ein bis zwei Mal von mir oder meiner Reitbeteiligung - damit sie sich bei den Kindern keinen Quatsch angewöhnt. Lächeln

Liebe Grüße von Katha, die traurig darüber ist, wie skrupellos manche mit ihren Tieren umgehen.
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Vom 18.01.2006 22:50 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

festina Smutje


Mitglied seit 14.01.2005
1.056 Beiträge (ø0,39/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo,

auch wir haben ein Pferd, daß schon über ein Jahr nicht mehr reitbar ist, Tierarzt und Pferdeklinik , für das Geld hätten wir uns ein gutes Pferd anschaffen können und meine Tochter hätte auch wieder bei Turnieren starten können, aber wir alle werden dieses Pferd nicht aufgebeben und \"Schlachthof\" ist für uns tabu, denn wir lieben unsere Tiere, jeder aus der Familie gibt Alles, damit es den Tieren gut geht.

Liebe Grüße

festina
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Vom 19.01.2006 08:07 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Mortischa1983 Tellerwäscher


Mitglied seit 24.08.2004
189 Beiträge (ø0,07/Tag)
hallo,

wenn ich ehrlich sein soll habe tierische Angst meinen Süßen zu besuchen, wenn die Box neben ihm dann leer ist glaube ich dreh ich durch. Denke ich werde meinen heutigen Besuch auf Morgen verschieben da kann ich wenigstens jemanden mitnehmen und bin nicht allein.

Traurig wirklich traurig

LG mortischa
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Vom 20.01.2006 17:43 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

simone2 Hendlgriller


Mitglied seit 26.11.2004
3.642 Beiträge (ø1,33/Tag)
Hallo zusammen,

als ich ein Kind war hatte unser Nachbar ein Pferdefuhrunternehmen selbst einige Traber. Als kleines Mädchen war ich natürlich ein totaler Pferdenarr. Dort wurden auch ständig Pferde untergestellt, bis sie weiter zum Metzger transportiert wurden. Einige waren nicht mal krank, aber man konnte sie für den Pferdesport einfach nciht mehr gebrauchen-so wurde es mir erklärt... Da ich nicht das einzige Mädchen war, dass dort schon fast wohnte, sondern auch ältere, haben wir es geschafft, manche Pferde zu vermitteln. Es ist wirklich traurig!

Dazu muss ich euch noch eine Geschichte erzählen:

Als ich vor 21 Jahren geboren wurde, hatte dieser Nachbar einen Traber, den er vom Metzger freikaufte. Jeder in der Trabrennbahn hielt ihn für verrückt, weil er auch kaputte Beine hatte und er nie im Leben noch was bringt. Der Nachbar hat einiges an TA-kosten in dieses Pferd gesteckt und eine sattliche Summe bei einem Rennen gewonnen! So hat er sich das Gnadenbrot verdient! Dieses Pferd, namens Jay, aber von jedem Maxi genannt ist damals schon immer frei rumgerannt und hat sich mal da und mal da den Bauch vollgeschlagen. Als meine Mutter mit mir im Kinderwagen spazieren ging, ist er immer nebenher gegangen. Es ist also Liebe auf den ersten Blick gewesen. Maxi und ich waren unzertrennlich... Als ich mal krank war, ist er schon halb im Hausflur gestanden und hat nach dem rechten gesehen... Lauter solche Sachen. Maxi wurde 28 Menschenjahre alt und ist dann gestorben... Das war für mich mit 11 Jahren sehr sehr schlimm, seitdem bin ich auch nie wieder reiten gewesen.

Es lohnt sich also wenn man an das Pferd glaubt!

LG Simone, die heute noch etwas am trauern ist!
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Vom 20.01.2006 18:20 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

henriette26 Hendlgriller


Mitglied seit 11.12.2003
3.792 Beiträge (ø1,23/Tag)
hallo, ich glaube, dass das problem etwas anders gelagert ist. dieser besagte tinker steh in einem stall, in dem wohl ein pferdemetzger pferde unterbringt, die er dann schlachten soll. dieser stall scheint wohl in ordnung zu sein, sonst waere ja wohl der tinker dort nicht untergebracht. also werden die pferde dort ihre letzten tage wohl gut versorgt verbringen. wenn der metzger sie dann nur kurz, wenn ueberhaupt transportiert, und per bolzenschuss auf die grosse wiese befoerdert, ist das erstmal fuer das pferd nicht unbedingte die schlechteste loesung. natuerlich vorausgesetzt, dass dem pferd kein halbwegs schwerzfreier lebensabend bereitet werden kann. nach den vorliegenden beschreibungen der pferde muss dies nicht zwangslaeufig moeglich sein. augenentzuendungen koennen unheilbar und wiederkehrend aeusserst schmerzhaft sein. ob man sein pferd von seinen leiden via bolzenschuss oder spritze erloesen laesst, ist wirklich ansichtssache und in keiner weise endgueltig entschieden.
die frage, die ich mir grundsaetzlich stellen wuerde, ertrage ich es, diese zum tode verurteilten pferde (ob jetzt zu recht oder zu unrecht sei dahingestellt) immer kommen und gehen zu sehen . denn jedes pferd wird man nicht \"freikaufen\" koennen, ausserdem ist es durchaus fraglich, ob das fuer das pferd immer die beste loesung waere.
ganz ehrlich, ich koennte das wahrscheinlich nicht ertragen und wuerde mir einen anderen stall suchen. aber aufgrund meiner gefuehlslage und nicht wegen des verhaltens des metzgers, an dem ich erstmal nicht wirklich anstoss nehmen kann.
und diese tuerkische pferdeopferung erscheint mir ausgesprochen seltsam, um nicht zu sagen unglaubwuerdig.
beste gruesse

h.
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Vom 21.01.2006 02:19 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

fischbrötchen Tellerwäscher


Mitglied seit 06.12.2005
129 Beiträge (ø0,05/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
traurige geschichte aber leider gibt es in manchen fällen keine großen alternativen möglichkeiten.
unser schimmel z.b. hatte auf den vorderbeinen schale, eine krankhafte knochenwucherung, die starke schmerzen verursacht, und zu lahmheit führt.
vor rund 15 jahren noch unheilbar, auch wenn es damals schon behandlungsmethoden gab, um den prozess aufzuhalten oder zu verlangsamen.
wir waren beim tierarzt, und er hat eine behandlung durchgeführt, die für mich und meine mitbesitzerin recht kostspielig war. aber das war uns egal.
wir hatten dann ein paar jahre ruhe, aber es kam wieder.
dieses mal an einer stelle, an der eine behandlung nicht möglich war.
die alternative lautete nervenschnitt, aber der schnitt hätte recht hoch im bein erfolgen müssen, wodurch reiten absolut ausgeschlossen gewesen wäre, und das gnadenbrot auf der weide immer ein risiko bedeutet hätte. denn durch den nervenschnitt wären ihm zwar die schmerzen genommen worden, aber er hätte auch das gefühl im bein verloren, so daß er es nicht gemerkt hätte, wenn er in ein loch getreten oder umgeknickt wäre.
wir haben sehr lange überlegt, was wir tun sollen, und eine entscheidung so lange wie möglich herausgeschoben, denn an manchen tagen war er beschwerdefrei und ist über die wiese gesprungen wie ein junges fohlen.
an anderen tagen aber konnte er nur auf drei beinen laufen und bot ein bild des jammers.
wir haben uns die entscheidung, ihn zum pferdemetzger zu bringen, sicher nicht leicht gemacht, aber damals war das einschläfern in der box oder auf der weide noch nicht so weit verbreitet und auch noch sehr teuer. für zwei schülerinnen leider kaum zu bezahlen, denn es ist ja nicht damit getan, daß der tierarzt eine spritze verabreicht, das tote tier muß ja auch irgendwie \"entsorgt\" werden.
wenigstens haben wir uns einen pferdemetzger ausgesucht, der dafür bekannt war, daß er \"seine arbeit\" sehr präzise und gut ausführt, und sind auch sehr weit dafür gefahren. wir waren auch dabei, als unser dicker starb.
so schlimm wie es war, aber wir waren froh, diese entscheidung getroffen zu haben.
verteufelt nicht gleich jeden, der sein pferd zum metzger bringt. verteufelt nur die, die ihr geliebtes tier dort einfach nur abliefern, denn den letzten gemeinsamen und schweren gang muß man einfach zusammen antreten
und wenn es wirklich keine anderen möglichkeiten mehr gibt, wie z.b. gnadenhof, muß man auch bereit sein, diese grausame entscheidung zu treffen.
ich würde sie heute genauso wie damals treffen.
es ging alles sehr schnell und er mußte nicht leiden.
natürlich hätten wir ihn am liebsten mitgenommen und begraben, aber bei einem pferd kann man nicht einfach mal so ein loch im garten unter dem apfelbaum ausheben, und ihn dort zur letzten ruhe betten.
dass sein toter körper irgendwie verarbeitet wurde war uns klar, aber daran darf man nicht denken.
wir haben ihn so in erinnerung behalten, wie wir ihn gekannt und geliebt haben, aber der tod gehört leider auch zum leben dazu.
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