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Zwingerhaltung - wirklich so schlimm ?

Vom 08.05.2005 20:25 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

stinel Tellerwäscher


Mitglied seit 23.09.2003
110 Beiträge (ø0,03/Tag)
Hallo an alle !
Heute morgen ist unsere Jule, 11 Jahre, eingeschläfert worden.
In den letzten 10 Tagen Bangen und Hoffen haben wir alle Eventualitäten durchdacht.
Fazit: Für einen neuen Hund haben wir keine Zeit mehr.
Vor 11 Jahren war ich halbtags arbeiten, die Kinder in der Grundschule, also mittags daheim. Unsere Jule war in der Zeit als keiner zu Hause war im Zwinger mit Hütte und Liegeplatz. Vormittags kam die Oma nach dem Rechten sehen.
Jule hat Ihren Zwinger immer genutzt, wie ein Kind sein Kinderzimmer, sich also auch gern dorthin zurückgezogen.
Jetzt: 11 Jahre später: Jule hatte sich langsam an die länger werdenden Alleinstunden gewöhnt. Ich arbeite inzwischen Vollzeit, unser jüngster kommt nachmittags aus der Schule.
In zwei Monaten geht nun unser Kleiner aus dem Haus. Für einen neuen Hund wäre die Zeit von 7.00 bis 17.00 einfach zu lang um allein zu sein. Aber wir haben die letzten 11 Jahre mit Hund gelebt, und ich kann mir ein Leben ohne nicht vorstellen.
Gibt es vielleicht Rassen, die damit gut zurecht kommen.
Übrigens gibts vom Zwinger freie Sicht auf den Garten und auf die Nachbarn, die Jule auch immer rausgelassen haben, wenn sie da waren.
Wie kann ich mir meinen Traum von einem neúen Hund (nicht sofort) erfüllen, ohne egoistisch zu handeln.
Für Eure Tipps bin ich schon jetzt dankbar.
Eure ( im Moment ganz traurige) Stinel
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Vom 08.05.2005 22:08 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

festina Smutje


Mitglied seit 14.01.2005
1.056 Beiträge (ø0,39/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo Stinel,

tut mir echt leid, daß es für Euren Hund keine Hilfe mehr gab und er eingeschläfert werden mußte traurig,
aber ich glaube, daß es das Beste für den Hund war, denn damit hast Du ihn bestimmt erlöst.
Mein Hund ist schon 14 J.alt und der Tag wird bald kommen. Ich bin zwar nur halbtags beschäftigt, aber trotzdem immer 6 Std. ausser Haus, meine 85 jährige Schwiegermutter wohnt nebenan und hat den Hund während meiner Abwesenheit dann öfter in den Garten gelassen, das war sehr beruhigend für mich. Aber ich werde mir keinen Hund mehr anschaffen, da ich auch nicht weiß wie lange meine Schwiegermutter noch fit ist. Und für einen Hund, jeden Tag 6 Std.alleine zu Hause, ist es eine lange Zeit. Bei Dir wäre er sogar 10 Std.alleine, ist nicht gut für einen Hund.

Wie wäre es denn mit einem Katzenpärchen, die können schon alleine die Zeit zu zweit gut verbringen,
nur mal so als Tipp.

LG

festina miau, ruuuuuup!
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Vom 09.05.2005 07:50 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Petra1312 Tellerwäscher


Mitglied seit 18.04.2004
6.717 Beiträge (ø2,27/Tag)
Hallo Stinel

Also von einem neuen Hund würde ich auch abraten weil die Zeit wirklich sehr lang ist.
Aber was haltet ihr denn von einer Patenschaft in einem Tierheim über einen Hund? Den könnt ihr dann zum Gassi gehen abholen und euch auch so um ihn kümmern. Einige Tierheime erlauben es auch das der Hund dann übers Wochenende mit nach Hause darf um nicht nur im Zwinger zu sein.
Dann könntet ihr euch kümmern und einen Hund sehr glücklich machen und ihr wärt nicht gebunden ... Na!

Lg
Petra


Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort \"Tierschutz\" überhaupt geschaffen werden musste. (Theodor Heuss)
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Vom 09.05.2005 08:46 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Bürstentierchen Küchenjunge


Mitglied seit 15.11.2004
3.683 Beiträge (ø1,34/Tag)
Hi Petra,

find ich ne gute Idee.. aber andererseits wäre ich persönlich auch zu Tode betrübt, würde dann plötzlich jemand \"meinen\" Schützling mit heim nehmen und er wäre weg Welt zusammengebrochen



lieb grüßt
das BTchen










~ Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch ~
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Vom 09.05.2005 08:55 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Petra1312 Tellerwäscher


Mitglied seit 18.04.2004
6.717 Beiträge (ø2,27/Tag)
Hallo BTchen

Das stimmt schon aber es ist doch auch schön zu sehen das man dazu beigetragen hat das der Hund so ist und man kann viel mehr über ihn aussagen.

Das ist natürlich immer alles eine Einstellungssache weil er natürlich irgendwann vermittelt wird.
Aber dann kann man sich ja mit einem anderen anfreunden... Na!


LG
Petra



Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort \"Tierschutz\" überhaupt geschaffen werden musste. (Theodor Heuss)
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Vom 09.05.2005 09:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Yujinko Smutje


Mitglied seit 28.10.2003
4.057 Beiträge (ø1,29/Tag)
Hallo!
Zwingerhaltung ist ja nicht gleich Zwingerhaltung.
Es gibt ja wirklich Menschen, die Ihre Hunde im Zwinger halten und nur zum Füttern mal hingehen. Das halte ich wirklich für eine Schande.
Ich habe meine Hunde tagsüber ja auch in einer Art Zwinger. Das ist hier auf der Arbeit und ich kann in der Pause mit ihnen spazieren gehen. Dafür widme ich ihnen abends dann umso mehr Zeit.
Es gibt sicher Hunde, die das besser können, als andere, aber man weiss ja nicht immer vorher was man bekommt. Ausserdem musst du bedenken, dass du einen Welpen erstmal nicht in den Zwinger sperren solltest. Vielleicht findest du aber im Tierheim einen Hund, der diese Art der Haltung gewohnt ist.
Würde sich denn auch auch dein Junior mit dem Hund auf Dauer beschäftigen, wenn er heim kommt? Von sieben bis 17 Uhr ist halt schon ne lange Zeit. Vor allem habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten Hunde nicht in ihren Zwinger machen-das heisst dann 10 Stunden ohne zu pinkeln!!!
Liebe Grüße
Yujinko
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Vom 09.05.2005 12:02 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

sandiego Tellerwäscher


Mitglied seit 08.07.2003
126 Beiträge (ø0,04/Tag)
Hallo Stinel!

Wie alt ist dein Kind, dass mittags von der Schule kommt? Kann dein Kind nicht eine kurze Runde mit dem Hund gehen bzw. frag eine Nachbarin oder die Oma?
Ich persönlich bin kein Freund von Zwingerhaltung und auch kein Freund davon, dass man den Hund zu lange alleine lässt, trotzdem glaube ich, dass es der Hund so mag, wie er es gewohnt ist....

Morgens um 5:00 bzw. 5:30 gibt es die erste lange Runde mit Stella. Ich arbeite von 7-12, fahre mittags zu Stella, gehe eine kurze Runde mit ihr und nehme sie dann meistens mit ins Büro. Wenn ich ab und zu zu Hause bin, merkt man richtig, dass ihr das vormittags zu viel Action ist, sie geht dann meistens in ein Zimmer wo sie in Ruhe schlafen kann.
Als Welpe hat vormittags eine Nachbarin nach dem Rechten geschaut und es hat super funktioniert.

Ich kenne genug Hundebesitzer, die den ganzen Tag zu Hause sind und sich nicht um ihre Hunde kümmern.
Nachmittags oder abends gibt es halt für Stella immer nur Beschäftigung pur, wie z. B. Hundeschule / Agility-Training oder eine Runde mit anderen Hunden oder lange Waldspaziergänge, etc.

Ich kann dir wirklich keinen Rat geben, obwohl es mit einem Hund ziemlich stressig ist, würde ich es mir nie mehr ohne Hund vorstellen können.

liebe Grüße
Sandra Na!

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Vom 09.05.2005 12:32 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Kyri Hendlgriller


Mitglied seit 07.04.2002
30.955 Beiträge (ø8,36/Tag)
Sandiego, wenn ich das richtig verstanden habe, ist der jüngste Sprößling nun auch flügge, also nicht mehr mit einkalkulierbar. Und ein Hund ist ja viele Jahre da.

stinel, probier doch erstmal einige Zeit aus, wie es OHNE Hund geht. Vielleicht kannst Du in der Zeit auch mal all das machen, was mit Hund und Kindern nicht so einfach möglich ist. Und wenn Du dann noch so einen starken Wunsch hast, dann mußt Du eben eine Lösung finden. Ich finde, 10 Stunden Alleinsein, also 10 Stunden warten auf das Rudel, wirklich zu viel. Vielleicht findet sich ein vertrauenswürdiger Mensch, der selbst keinen Hund halten kann oder darf, sich aber gerne jeden Tag einige Stunden mit Eurem beschäftigt. Das ist zwar sicher keine Ideallösung, aber sicher besser als nur ein kurzer Mittagsgang oder sowas. Aber natürlich wird die Beziehung zu Dir schon eine andere sein, wenn es eine zweite Bezugsperson/-gruppe gibt.

Wie wäre es übrigens mit zwei Hunden? Löst das Problem zwar auch nicht ganz, aber mildert es etwas?

LG Kyri
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Vom 09.05.2005 14:21 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

nanncy100 Sternekoch


Mitglied seit 14.09.2003
13.834 Beiträge (ø4,35/Tag)
Hallo!

Von September 1999 bis Juni 2003 war unsere Nancy auch fast 10 Stunden am Tag alleine im Grundstück mit Zwinger und Hütte. Allerdings mit offener Zwingertür.

Sie war sehr traurig, weil sie vorher immer Gesellschaft hatte, einmal meine Mutter oder die Tochter. Nun war sie echt hinüber und manchmal stundenlang am Tor gestanden und gebellt.
Ich konnte um Mittag herum meisten schnell mal einen Besuch bei ihr machen und der Abschied war auch wieder ähnlich.

Freiwillig würde ich auch trotz der Freianlage keinen Hund nehmen. Auch nicht Einmietung in ein Tierheim. Ich habe auch kein Vertrauen zu Nachbar, dass sie dem Tier gutes tun wollen aber es nicht erreichen.
Also Zwingerhaltung nie.

Wir fahren daher auch nicht weg und Urlaub nur wenn die Tochter im Haus wäre. Auch nur max. 1 Woche.
So schwer der Verlust eines Hundes ist. Vielleicht kommt ihr schon irgendwie klar.
Vorschläge sind ja gekommen.

Wir beide drücken euch die Daumen.



VG Jürgen und Nancy
Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.\"
Christian Friedrich Hebbel (1813-63), dt. Dichter
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