Maike Maibaum und die Wrangler
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![]() Mitglied seit 02.03.2002 |
O.g. Redakteurin plaudert aus ihrem niederrheinischen Alltag. Ihren heutigen Artikel finde ich so nett, dass ich ihn euch nicht vorenthalten möchte - entspricht er doch auch meinen Erfahrungen. Evtl.Tippfehler wären von mir...... .............. Als ich gestern durch die Stadt bummelte, fand ich kein Hosengeschäft. Wo früher Jeans auslagen, stapeln sich jetzt Rucksäcke, die mit Fallschirmen umwickelt sind. Im elften Laden begann ich zu ahnen, dass diese Knäuel aus Taschen, Reißleinen und Reißverschlüssen keine Fallschirme waren., sondern Hosen. \"Cargo-Hosen\", belehrte mich die Verküferin, weil sie geschnitten seien wie die Hosen amerikanischer Lagerarbeiter, die am Hafen die Frachten (Cargo) verladen. Ich glabe eher, mannt nennt sie Cargo, weil in den tausend Taschen der Inhalt mehrerer Containerschiffe passt. Wozu braucht der moderne Mensch so viel Stauraum am Leib? Klar, zwei Taschen für die beiden Handys, eine für den MP-3-player, eine für die Rollerblades, in der großen am Knie könnte man einen Smart parken. Abr warum hungern sich die Mädachen magersüchtig, um dann ihre Gerippe mit wulstigen Beuteltaschen wieder aufzupolstern? Altersweise dachte ich an die 7oer Jahre zurück, in denen es so einfach war eine Hose zu kaufen. Als Teenie ging ich in irgendein Geschäft, das vom Boden bis zur Decke mit denimblauer Ware gefüllt war und ließ mir eine Wrangler geben. Wenn ich darin atmen konnte, war sie zwei Nummern zu groß. Die beste Wrangler ging so: Mein großer Bruder (Eishockeyspieler) musste sich hinter mmich stellen und meine Beckenknochen zusammenstauchen, meine Mutter zwang mit einer Zange den Reißverschluss zu. Ich humpelte zur Schule und verbrachte die fünf Unterrichsstunden im Stehen, was den Lehrern nicht weiter auffiel, weil alle Mädchen ihre Körper mit Wranglern würgten und blaugesichtig im Klassenraum standen oder ohnmächtig auf dem Linoleum lagen. Damals gab es noch keine Magersucht - für sowas hatten wir keinen Platz. ......................Quelle: NRZ, o5.o5.2oo4............ Erfolgreiches Shoppen Brigitte |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
das passt. Ich kann mich auch noch gut an die 70ziger erinnern. Irgendwie war es einfacher mit meinem heutigen Mann, damals Freund - nicht viel älter wie Sohnemann heute Hosen zu kaufen. Heute mit Söhnchen Buxen zu kaufen - die Hölle. Standartsatz \"Nee, die sind nicht richtig\". Wobei ich als ahnungslose Mutter immer noch nicht begriffen habe was denn \"richtig\" wäre. Aber das liegt wahrscheinlich an meinem fortgeschrittenen Alter *zwinker* LG Sugar --------------------------------------------------------------------------
Verstehen muß man nicht was ein einzelner empfindet, man sollte es jedoch akzeptieren. |
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![]() Mitglied seit 17.05.2004 |
Jahren meine Levis kaufte, war es gang und gäbe, das die jungen Käuferinnen auf dem Boden lagen, Bauch einzogen, dabei versuchten das Knopfloch mit dem Knopf in eine etwas geringere Entfernung zu zerren, und die Verkäuferin mit hilfe einer Zange den Reißverschluß zu schließen. Zuhause genügte es dann, 2 Stunden lang mit offener Hose rumzulaufen, bis diese dann weit genug war, um sie zu schließen. Die heutige mode ist mir ein Buch mit sieben Siegeln. Es hat auch ziemlich lange gedauert, bis ich feststellte das diese Hosen mit Schritt und Hinterteil zwischen den Knieen, nicht einfach zu groß sind, und das die Unterhosen, die ich dann am Hüftknochen der diversen jungen Menschen bewundern durfte, gar keine Unterhosen sind......... aber ich glaube, unsere Eltern haben sich mit unseren Klamotten auch nicht so identivizieren können. Meine erste Hose durfte ich mit 9 Jahren anziehen, davor war höchstens zum Schneewandern eine Steghose erlaubt. Ansonsten gab es für Mädchen die anständig waren nur Röcke und Kleider! (in die Kirche durfte ich eine Jeans erst anziehen, als meine Cousine -einige Monate älter und auf dem Gym. mit Jeans in die Kirche einmarschierte....danach waren Jeans für meine Mutter gesellschaftsfähig) Wie die zeiten sich ändern.......und wiederkommen! |
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![]() Mitglied seit 29.10.2003 |
Ich habs auch gelesen und fands köstlich. Die Dame bringt die Sache auf den Punkt.
Ich habe meine WRANGLER von damals übrigens noch, allerdings hat wohl irgendwer die Hosenbeine heimlich enger genäht, *zwinker*LG Karin *zwinker* |
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![]() Mitglied seit 08.09.2002 |
Frau Maibaum spricht mir aus der Seele...danke Brigitte, dass du es hier reingetippselt hast...
schmunzelnde Grüße gaby |
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![]() Mitglied seit 02.06.2004 |
Hey, wer hat sich da nicht gekringelt ?
Auch ich habe mich in jungen Jahren mit meiner Levis in die Badewanne gelegt, damit sie passt. (Marke schlecht gestopfte Leberwurst). Habe sehr gelacht beim Lesen. Danke! Die heutige Hosenmode bringt mich immer in Versuchung, dem Träger die Hose hochzuziehen oder auszuziehen und zu waschen (Dirty-Look). Ma Baker |
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![]() Mitglied seit 19.11.2003 |
Hi, Brigitte,
meine Erinnerungen sind wie Deine!!! LG Rebo *zwinker* *zwinker* *zwinker* |
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![]() Mitglied seit 07.04.2002 |
Ich hock hier grad kichernd und erinnere mich auch an die Sache mit der Zange
- also - Hose frisch gewaschen, Kyri legt sich auf Fußboden, zieht den Bauch ein (ja, damals ging das noch und andererseits galt damals auch der Satz: eine schöne Frau hat etwas Bauch, nicht wie heute, wo da ne Delle sein muß) und zieht dann mühsam mit der Zange den Reißverschluß hoch, dann trickreicher Griff, denn der mußte ja auch oben einhaken, nun irgendwie aufstehen, T-Shirt grade so reinstopfen, daß das strenge mütterliche Auge einverstanden war und dann los. Außer Sicht als erstes einmal Arme hoch, schon war der gewünschte Bauch-Frei-Look erreicht, naja, und bis man am Ziel seines Wegs war, war die Hose grade erträglich. Ein Korsett brauchte frau wahrlich nicht. Aber zwei drei Jahre vorher durften wir nichtmal in Hosen zur Schule, und bis ich wenigstns Cordjeans in die Shcule anziehen durfte, das war ein Kampf. Und die mußte dann auch ganz locker sitzen, war Gr. 38, die zweite dann Gr. 36 - und ich hatte nicht abgenommen in der Zwischenzeit, sondern meine Mutter sich einfach damit abgefunden. Und bis zur ausrangierten Bundeswehrjacke vom Flohmarkt hat es dann gar nciht mehr soooooo lange gedauert Wenn ich mir vorstelle, wie unbequem das war...................... LG Kyri |
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![]() Mitglied seit 29.10.2003 |
Yeah,
ausrangierte Bundeswehrjacke, da sachste was! Hatte ich auch, Natojacke mit Domestos gewaschen, hinten Kreuz und Sonnenuntergang mit Kugelschreiber gemalt, vorne rechts der Stiel der orange Haarbürste aus der Brusttasche ragend... Das hatte ich schon fast verdrängt, LG Karin *zwinker* |
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![]() Mitglied seit 11.07.2003 |
\"vorne rechts der Stiel der orange Haarbürste aus der Brusttasche ragend...\"
Kreisch, Karin, da haste bei mir jetzt auch Erinnerungen geweckt .... und nicht zu vergessen, die Wildlederboots mit Fransen - für meine Eltern eine Horrorvorstellung. O-Ton meines Vaters: Wie kann man nur als Mädchen so herumlaufen? Die eigentliche Botschaft dahinter lautete allerdings: Was sollen die Leute denken? Ach ja, damals (wo war der Fred mit den \"Vor-1980-Geborenen\" LG Sabine |
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![]() Mitglied seit 12.02.2002 |
Und Ihr habt bestimmt auch alle nach Janine D. \"geduftet\"?
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