Welche Hörgeräte sind gut?
|
|||||
![]() Mitglied seit 26.05.2007 |
nächste Woche habe ich einen Termin mit meinem Vater beim Hörgeräteakustiker. Er ist schon lange schwerhörig, hat aber bisher nur ein Hörgerät getragen, obwohl er für beide Ohren eines braucht - er hat aus Kostengründen so entschieden. Nun zeigt es sich immer mehr, daß ein zweites Hörgerät absolut notwendig ist. Natürlich möchte ich ihn bei der Auswahl gut beraten, kenne mich mit dem Thema allerdings kaum aus. Im Internet habe ich schon gestöbert, kann aus den vielen Angeboten aber nicht so recht was entnehmen. Vor kurzem habe ich nun einen Bericht bei "Frontal" gesehen, in dem deutlich wurde, daß Kassenmodelle genauso gut sind, wie sündhaft teure Hörgeräte, allerdings werden die Geräte von Markenherstellern immer empfohlen, da ja der Hörgeräteakustiker auch daran verdienen will. Gibt es hier vielleicht jemanden, der damit Erfahrung hat? Hat jemand ein Kassenmodell? Ein paar Berichte würden mir die Auswahl vielleicht erleichtern. LG leckermäulchen |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
|
|||||
![]() Mitglied seit 31.10.2003 |
Hallo,
dazu kann ich nur sagen, dass mein sündhaft teures Hörgerät zur "Schonung" in der Schublade liegt. Mir hilft es gar nicht. Hammerhai, der sich "größere" Ohren wünscht. Da der Weihnachtsmann dafür aber wohl nicht zuständig ist, werde ich mich später an den Osterhasen wenden. |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
|
|||||
![]()
![]() Mitglied seit 27.10.2009 |
Dein Vater sollte am besten mindestens drei Geräte jeweils 2 Wochen (kürzer taugt nicht) zur Probe tragen. Besser 2 Kassen- und 2 Geräte über dem Festbetrag. Ein guter Akustiker wird dagegen auch nichts einwenden. Wenn doch, dann besser den Akustiker wechseln.
Dein Vater sollte jeweils Pro und Kontra zeitnah notieren und sich erst nach Abschluss der Tests entscheiden. Hörschwächen sind so individuell, dass es es kein "gut" oder "schlecht" gibt, sondern nur ein "paßt" oder "paßt nicht oder nicht so gut". Wichtig ist, womit er gut zurecht kommt. Wichtig ist auch, dass dein Vater begreift und der Akkustiker es auch macht, dass zuweilen die Einstellungen nachjustiert werden sollten. Ein jährlicher Turnus ist sinnvoll. Zudem gibt es ein neues höchstrichterliches Urteil, dass die Krankenkasse eine sinnvolle Versorgung bezahlen muss, auch über den Festbetrag hinaus. Ist die Versorgung nicht mit Kassengeräten zu erreichen, dann muss die Krankenkasse eben die teureren Geräte voll bezahleln, denn Hörgeschädigte haben auch ein Anrecht auf Teilhabe. Die Kassen weigern sich gerne noch, behaupten, von nichts zu wissen, denn das Urteil ist ncoh vergleichsweise neu. Viele stellen sich stur. Oftmals hilft eine Klageandrohung. Zuweilen muss tatsächlich geplagt werden. Wichtig ist dabei aber der Nachweis. Was notwendig ist, bescheinigt der Arzt. Ohne den Bericht von Frontal zu kennen, behaupte ich mal, dass er ein Pauschlaurteil fällt, dass nicht allgemeingültig ist. Kassengeräte KÖNNEN ausreichend sein, müssen nicht. Es gibt durchaus viele Hörgeschädigte, die mit Standardgeräten keine gute Sprachverständlichkeit erreichen. Leider. Eine gute Anlaufstelle ist der deutsche Schwerhörigenbund. Suche einfach mal danach. Der DSB hat eine Webseite mit Forum zum Austausch und ettlichen guten Informationen rund um das Thema. Zudem gibt es mit den Ortsverbänden vielleicht auch eine Anlaufstelle in der Nähe. HTH Besucher |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
|
|||||
![]() Mitglied seit 15.08.2007 |
Hallo,
meine Mutter trägt ihre "sündteuren" Geräte ständig und gerne. Ihre Freundinnen mit den günstigeren Geräten dagegen kommen nicht so gut klar. Inwieweit das jetzt eine Frage von teuer gegen billig ist, kann ich aber nicht wirklich beurteilen. Die Dinger meiner Mutter erkennen die jeweilige Geräuschsituation und stellen sich automatisch darauf ein. Es ist schon verblüffend, was diese winzigen Stöpsel leisten können. Ganz sicher kann man aber auch sagen: Je früher ein Hörgerät getragen wird und je größer der Wille, sich daran zu gewöhnen, desto besser ist der Erfolg. Liebe Grüße Salvy "Wer nichts weiß, muss alles glauben" (Marie von Ebner-Eschenbach) |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
|
|||||
![]() Mitglied seit 31.10.2003 |
Mein Wille, mich daran zu gewöhnen, war ganz groß!! Ich habe sie auch für mehrere Wochen wohlwollend zur Probe getragen und dann
gekauft. Bei mir ist die Hörschwelle sehr gering, von dem Punkt "Hurra, ich höre etwas" bis "Stopp, jetzt tut es weh!" ist ganz gering. Besonders schlecht ist die "Sprachfrequenz". Ich besuche kein Sprechtheater, weil ich nichts verstehe. Dadurch, dass das rechte Ohr so gut wie ganz ausgefallen ist, bin ich unsicher im Straßenverkehr, wenn z.B. ein Martinshorn zu hören ist und ich die Richtung, woher es kommt, nicht orten kann. Große Gesellschaften, wo von 24 Leuten 48 zugleich über 56 Themen reden, sind mir ein Graus. Ich werde stinklangweilig, weil ich schon mehrfach an der falschen Stelle gelacht oder ein Nein verwendet habe, wo ein Ja passend gewesen wäre. Ich wart auf den Osterhasen, vielleicht löst er mein Löffelproblem!! Gruß vom Hai! |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
|
|||||
![]() Mitglied seit 26.05.2007 |
Hallo zusammen,
erstmal danke für Eure Antworten. Habe mal nach dem DSB gegoogelt - die Seite ist wirklich hilfreich. Ansonsten scheint es individuell verschieden zu sein, der eine kann ein Kassenmodell tragen, der andere nicht. Interessant sind auch die Urteile zu den Zuzahlungen, die die Krankenkasse leisten muss, falls die sich bei meinem Vater weigern, steht uns ja noch ein Papierkrieg bevor. Das mit dem Testen ist eine gute Idee, bisher dachte ich, daß man nur ein Hörgerät testen kann und nicht mehrere zur gleichen Zeit. So hat er es jedenfalls früher gehandhabt - sicher auch, weil der Akustiker nichts anderes vorgeschlagen hat. Ich hoffe nur, daß er klarkommt, er hat schon oft erzählt (in verschiedenen Dingen), daß alles ok ist und wir haben dann irgendwann gemerkt, daß es eben doch nicht so ist. In vielen Dingen kann er sich selbst nicht so gut einschätzen. Und das Gerät selber testen kann man ja auch nicht. LG leckermäulchen |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
|
|||||
![]()
![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo leckermäulchen,
ein Problem, das man nicht unterschätzen sollte, ist auch, dass ein Hörgerät nicht mit einer Brille zu vergleichen ist. Mit einer Brille kannst du z.B. Kurz- und Alterssichtigkeit sehr gut ausgleichen, so, dass du wieder alles richtig gut und scharf sehen kannst. Das ist bei Hörgeräten nicht so. Sie sind nicht in der Lage, den Hörverlust so auszugleichen, dass man wieder hören kann wie früher. Wohl mit ein Grund, dass viele Hörgeräte-Träger enttäuscht aufgeben. Dabei ist Konsequenz wichtig, weil nur so eine Gewöhnung stattfinden kann. LG UTee |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
|
|||||
![]()
![]() Mitglied seit 27.10.2009 |
@ hammerhai
Vielleicht wäre ein Cochlear Implantat etwas für dich? Gruß Besucher |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
Um selbst an den Diskussionen teilnehmen zu können müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren. Wenn Sie schon registriert sind, so müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.

Henglein
Rama Cremefine






























