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Alkoholkrank....

Vom 02.06.2009 07:12 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Tina004 Hendlgriller


Mitglied seit 09.07.2005
2.179 Beiträge (ø0,87/Tag)
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Hallo zusammen,

wir waren das verlängerte Wochenende im Garten, unser Gartennachbar hatte wieder einen totalen Absturz (3 (wie es aussieht erfolglos) Entziehungskuren bereits hinter sich.

Es war schlimm mit anzusehen. Nun möchten wir Ihm aber gerne helfen. Haben Ihn auch darauf hin angesprochen - wenn er mal nüchtern ist - aber wie weiter..... Er sagt wohl, Er schafft das schon, aber eben nix da....

Habt Ihr vielleicht noch ein paar Tips? Ich weiss Er muss es selber wollen trocken zu werden, Er schafft es einfach nicht.

LG Tina
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Vom 02.06.2009 07:26 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
Helfen in dem Sinne, wie man es landläufig versteht, ist bei Alkoholkranken kontraproduktiv, da es ihnen idR ermöglicht, sich weiterhin in ihrer Krankheit einzurichten. Helfen bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen, nicht mehr Herr seiner eigenen Zeit und seines eigenen Lebens zu sein, sich voll und ganz auf den Hilfsbedürftigen zu konzentrieren - und das "nur" als Nachbarin?

Richtig ist, der Nachbar muss selber wollen, und vielen gelingt diese Einsicht erst, wenn die so tief gesunken sind, dass es wirklich nicht tiefer mehr geht.

Du kannst ihm die Adressen von Hilfsorganisationen wie Anonyme Alkoholiker etc. geben und ihm anbieten, ihn dort hin zu fahren. Reingehen muss er selber. Und sag ihm jedes Mal ins Gesicht, dass Du es ihm nicht glaubst, dass er es schaffst, dass Du weißt, dass er es nicht schaffen wird, dass er abstürzen wird. Und dass er, wenn er wirklich trocken werden will, er gerne zu Dir um Hilfe kommen kann, vorher aber nicht. Falls es eine Familie gibt, dann kannst Du diese unterstützen, nicht indem Du ihnen hilfst, die Krankheit des Mannes zu verstecken, sondern indem Du ihnen hilfst, damit umzugehen.

Mehr kannst Du als Laie nicht tun.




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COUPER N'EST PAS ROSÉ!
Je m'engage à défendre le rosé dont la qualité est le résultat d'une vinification et je m'oppose à ce que le rosé puisse être un mélange de vin!
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Vom 02.06.2009 07:31 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

AFRED1 Hendlgriller


Mitglied seit 26.09.2007
2.814 Beiträge (ø1,65/Tag)
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Hallo!

Ich habe einen guten Freund durch seine Alkoholsucht verloren. Niemand konnte ihm wirklich helfen. Auch er hatte Entziehungskuren hinter sich. Die Sucht war größer als sein eigener Wille.


Liebe Grüße AFRED1



Wer den Tag bereits mit Lachen beginnt, hat ihn bereits gewonnen.
-Tschechisches Sprichwort-
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Vom 02.06.2009 08:05 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Tina004 Hendlgriller


Mitglied seit 09.07.2005
2.179 Beiträge (ø0,87/Tag)
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Hallo,

Ja, er hat sogar ne grosse Familie. Gestern hatte ich mit seiner Frau gesprochen, Sie ist nun auch soweit und sagte zu mir:... was soll ich denn machen, verbiete ich Ihm das Trinken, macht er es heimlich.....und dann unheimlich viel....

Es tut mir sehr leid um Ihn, man kann Pferde mit Ihm stehlen, ist hilfsbereit und alles, nur eben seine scheiss Trinkerei bekommt er nicht in den Griff. Es gibt ja auch mal einen Tag da rührt er (sagt er zumindest) keinen Tropfen an, aber die sind äusserst selten und dann kommen wieder Tage da gibt er sich die volle Dröhnung.... auch mein Mann möchte Ihn unterstützen, aber wie Ihr schon geschrieben habt, er muss warscheinlich erst ganz ganz tief unten sein, damit sein Wille wieder einsetzt.

Ich danke Euch.

LG Tina
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Vom 02.06.2009 09:15 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

hoerstel53 Suppenkoch


Mitglied seit 26.05.2008
2.931 Beiträge (ø2,01/Tag)
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Hallo!
Als wir vor einigen Jahren in unserem Umfeld auch mal so einen Fall hatten, habe ich mich mit jemandem von den Anonymen Alkoholikern unterhalten.
Es ist wohl tatsächlich so, dass man demjenigen nur helfen kann, wenn man ihn "in Liebe fallen lässt", wie sich der Fachmann damals ausdrückte.
D. h., man kann z.B sagen: "Du kannst uns gerne besuchen, aber nur, wenn du nüchtern bist. Ich unterhalte mich gerne mal mit dir, aber nur, wenn du nüchtern bist usw.."
Daran muss man sich aber auch wirklich halten und den Bertroffenen auch ganz konsequent abweisen, wenn er getrunken hat.
LG
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Vom 02.06.2009 12:48 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Aanda Hendlgriller


Mitglied seit 18.02.2007
1.126 Beiträge (ø0,59/Tag)
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Hallo,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Die kranke Person muss den Willen zum trocken werden haben, sonst bringt es alles nichts.

Die Ratschläge von hoerstel finde ich sehr gut und die sollte man konsequent befolgen und auch an seine Familie weitergeben.
Das beschönigen, decken, bereinigen, hinnehmen, verdrängen ist das schlimmste, was es gibt und macht alles noch schlimmer.
Alles Gute und viele Grüße,
Aanda
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Vom 03.06.2009 17:56 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Moni-92 Tellerwäscher


Mitglied seit 18.11.2007
161 Beiträge (ø0,1/Tag)
Hallo Tina,

ja, das kann sehr grausam sein!
Mein Vater und mein Opa sind schwere Alkoholiker, bzw mein Opa war es (wegen der Leber, schlimmen Blutwerte... ist ihm ein Gefäß in der Luftröhre geplatzt- er ist erstickt)

Ich finde es gut das du ihm helfen willst.
Aber meißtens merken Alkoholiker erst das sie ein Problem haben, wenn es zu spät ist. Ich weiß hört sich "dumm" an, aber ich arbeite in einer psychiatrie- sucht station.
Es gibt viele die zwangseingewiesen werden, und immer wieder rückfällig werden, weil der schritt nicht von ihnen kommt.

Meine erfahrung ist, man ist (fast) machtlos- leider.
Der erste Schritt ist das er sich selber eingesteht das er ein Problem hat. Dabei kannst du ihm helfen.
Mein Vater ist nachts zur tankstelle gefahren um sich Alkohol zu kaufen.
Damals habe ich einfach losgeschrieen, volles Programm.
Ich denke es hat nur was gebracht, weil ich einen gewissen bezug zu ihm habe.
Ich weiß nicht wie dein nachbar ist, jeder reagiert anders auf eine Konfrontation.

Sry, der Text ist irgendwie durcheinander...Und auch voller Fehler *ups ... *rotwerd*

Alles gute!

Grüßle Ramona
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Vom 04.06.2009 22:07 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susisyoda Tellerwäscher


Mitglied seit 19.03.2009
15 Beiträge (ø0,01/Tag)
Hallo Tina,
ich weiß, es ist schlimm, aber im Grunde kannst Du wirklich nicht viel tun.
Alles ist schon mal hier geschrieben worden.
Ich hab noch zwei Tipps für Dich:
Laß Dich nicht zu seiner Komplizin machen. Es gibt nichts praktischeres für einen Alkoholiker, als jemanden zu haben, der die Verantwortung übernimmt.
Und nimm um Himmels Willen nichts persönlich von alle dem. Wenn Dein Nachbar Dir das Blaue vom Himmel verspricht oder Dich pappdreist anlügt; Nimm es nicht persönlich. Er glaubt es in dem Moment vermutlich selber und Du hast die A...Karte, weill Du Dir Gedanken um ihn machst.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft

Susi
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Vom 10.06.2009 17:59 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Engel1962 Küchenjunge


Mitglied seit 19.06.2008
939 Beiträge (ø0,65/Tag)
Ich bin selber alkoholkrank - und seit über 20 Jahren trocken!!! Lachen - und kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen, dass eine Person wirklich erst völlig am Boden sein muss, bevor sie sich helfen lassen will und ihre Krankheit richtig realisiert hat. Der Wunsch trocken zu werden muss von deinem Nachbarn selber kommen.
Wenn er sich entschließt, einen neuen Entzug zu beginnen, so ist es wichtig, dass er hinterher Freunde hat, auf die er sich Verlassen kann. Dort könnt ihr als Nachbarn gut ins Spiel kommen - macht gemeinsame Unternehmungen.
Ich wünsche euch und auch eurer Nachbarsfamilie alles Gute für die Zukunft!
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