Wohnrecht einräumen = Unterhaltspflicht übernehmen?

29.05.2012 18:40 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

Hallo ihr Lieben ...

das wir deswegen noch zu einem Notar müssen, wissen wir ...

aber ich wollte vorab mal nachfragen, ob sich hier jemand damit auskennt ...

Folgende Situation:

Mein Vater lebt seit einiger Zeit mit einer sehr lieben Frau zusammen ... er hat nochmal ein ''spätes Glück'' gefunden, worüber ich sehr glücklich bin ...

Am liebsten würden die Beiden heiraten, aber aus wirtschaftlichen Gründen haben sie sich entschlossen, darauf zu verzichten ...

Trotzdem möchte mein Vater seine Lebensgefährtin über seinen Tod hinaus absichern (was ich gut und richtig finde ...)

Das Haus, in dem die Beiden leben, gehört auf dem Papier mir und Herrn Jienniasy, mein Vater hat lebenslanges Wohnrecht, meine Geschwister sind ausgezahlt .... schon vor etlichen Jahren (mehr als 10) notariell so vereinbart und sicherlich auch ''wasserdicht'' ...

... mein Vater zahlt alle laufenden Kosten für das Häuschen (also Öl, wenn getankt werden muss, Strom, Wasser und auch alle Reparaturen hat er bislang selbst gezahlt und wird wohl auch darauf bestehen, das weiter zu tun) ...

Nun möchte mein Vater gern, dass seine Freundin mietfreies Wohnrecht im Haus bekommt, damit sie abgesichert ist, wenn ihm etwas passieren sollte ...

Was mich interessieren würde:

Das Wohnrecht müsste ja ich einräumen, weil es ja mein Haus ist ...

... wenn nun aber die Freundin mal zu einem Pflegefall werden sollte und nicht mehr im Haus verbleiben kann (also in ein Seniorenheim müsste), würde ich dann mit dem Wohnrecht irgendwelche Verpflichtungen eingehen, auch für Heimkosten aufkommen zu müssen?

Eine Bekannte von einer Bekannten kennt jemanden (ich hoffe, ihr wisst, was ich meine), der meint, das wäre bei Wohnrecht so, dass man damit auch eine Unterhaltsverpflichtung eingeht ... aber das kann ich mir irgendwie nicht recht vorstellen und bin auch beim googlen nicht fündig geworden ....

Weiß das vielleicht jemand ... vielleicht jemand, der selbst mal Wohnrecht eingeräumt hat?

Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
29.05.2012 18:47 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Emmy-Ly

Mitglied seit 11.12.2005
30.232 Beiträge (ø9,35/Tag)

Hallo zusammen!


Ich fürchte, diese Verpflichtung trifft zu. Im Falle einer Heimunterbringung (und ihre Rente reicht nicht) würde man das eingesparte Mietgeld mit anrechnen.
Das wäre ja ein Teil ihrer Einkünfte.

Früher war das mal so.


Genaueres würde ich beim Sozialamt erfragen.



Liebe Grüße Emmy - Ly


Eine gute Köchin hat mehr Fett an den Händen als auf den Hüften!
 
29.05.2012 18:52 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Allegro

Mitglied seit 25.09.2005
16.937 Beiträge (ø5,11/Tag)

Hallo jienniasy,

meine spontane Antwort auf Deine Frage wäre einfach ein "nein" gewesen; d.h. Heimkosten usw. sind nicht automatisch mit drin.

Allerdings wollte ich mich noch mal vergewissern und habe gegoogelt und eine anscheinend sehr gut fundierte site zu dem Thema gefunden - ich schicke sie Dir per KM.

Viele Grüße - Allegro


Die Sterne .... die sind Gott außerordentlich gut gelungen.

Zitat aus dem Film "Das Beste zum Schluss"
 
29.05.2012 18:53 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

girlie8646

Mitglied seit 08.09.2008
3.236 Beiträge (ø1,45/Tag)

Hallo

Zu deinem eigentlichen Anliegen kann ich leider nichts konkretes beitragen, aber doch wollte ich folg. anmerken.

Im Falle deinem Vater pssiert was und die Dame lebt dann in deinem Haus, alles ist geklart. Was ist aber wenn diese nun auch wieder einen neuen Lebenspartner findet? Da würde ich mir auch Gedanken machen. Ist jetzt nicht böse gemeint, aber dann hast du vielleicht mal zwei, im Grunde, "Fremde" im Haus sitzen. Vor allem sollte dann dieser Dame was passieren und der Lebenspartner wohnt bei ihr. Was ist dann?
Bitte bitte nicht falsch verstehen.
Ich würde das auch abklären und festhalten.

lg Margit
 
29.05.2012 19:00 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

puschelpurzel

Mitglied seit 04.04.2010
2.138 Beiträge (ø1,29/Tag)

Hallo,

ich erinnere mich an einen Fall aus meiner Studentenzeit, in der das lebenslange Wohnrecht einer älteren Frau im Hause "umgewandelt" wurde, als sie ins Pflegeheim musste. Das soll jetzt nur ein Hinweis sein, ich müsste in den Keller gehen und in verstaubten Akten wühlen um genaueres mitteilen zu können. Aber die Frage wird sich sicherlich lösen lassen.

Viele Grüsse aus Köln

pu
 
29.05.2012 19:03 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Emmy-Ly

Mitglied seit 11.12.2005
30.232 Beiträge (ø9,35/Tag)

Hallo zusammen!


Ich würde Dir jedenfalls dringend raten, einen Rechtanwalt zu nehmen.

Liebe Grüße Emmy - Ly


Eine gute Köchin hat mehr Fett an den Händen als auf den Hüften!
 
29.05.2012 19:12 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

Danke schon mal ....

@Emmy-Ly ... ich muss zugeben, dass mir das für einen Moment die Farbe aus dem Gesicht gezogen hat ...

@Allegro: danke für den Link! Küsschen

@Girlie:

es ist wohl durchaus möglich, das Wohnrecht vertraglich zu begrenzen, so dass nicht beliebig weitere Menschen dauerhaft dort ihren Wohnsitz nehmen können .... jedenfalls habe ich darüber schon was gefunden (ich google ja schon seit ein paar Tagen wie plöde ...) ...

Allerdings möchte ich da auch etwas taktvoll vorgehen mit Beschränkungen und so, denn die Lebensgefährtin meines Vaters mag ich auch nicht vor den Kopf stoßen ... bzw sie soll nicht das Gefühl haben, dass mir grundsätzlich nicht recht wäre, ihr dieses Wohnrecht einzuräumen, sonst lehnt sie das von sich aus gleich ab, was meinen Papa wieder sehr kränken würde ...

gar nicht so einfach ....

@pu:

nein, in den Keller musst du wegen mir jetzt nicht extra, danke trotzdem Küsschen


Das wir damit zum Notar müssen (der gleichzeitig auch unser Rechtsanwalt ist) ist klar ... aber ich wollte mich vorab schon mal informieren ... die Lebensgefährtin meines Vaters ist eine sehr bescheidene, zurückhaltende Frau, auf deren Gefühle ich da etwas Rücksicht nehmen möchte ...

Wenn ich vorher schon etwas genauer Bescheid weiß, kann ich etwas besser formulieren, was fragen oder sagen möchte ...

Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
29.05.2012 19:16 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Allegro

Mitglied seit 25.09.2005
16.937 Beiträge (ø5,11/Tag)

Also ich habe nun mal ein wenig weiter gegoogelt und finde weder im zugrunde liegenden Gesetztestext (BGB) noch in weiteren Ausführungen / Kommentaren einen Hinweis darauf, dass mit einem Wohnrecht zwangsweise im Bedarfsfalle auch eine Heimunterbringung bzw. Kostenübernahme derselben verbunden wäre.

Ganz im Gegenteil: anscheinend kann man die Bedingungen für das Wohnrecht relativ frei selbst festlegen.

Viele Grüße - Allegro


Die Sterne .... die sind Gott außerordentlich gut gelungen.

Zitat aus dem Film "Das Beste zum Schluss"
 
29.05.2012 19:24 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

j_lau

Mitglied seit 08.11.2004
15.666 Beiträge (ø4,31/Tag)

Jienniasy, ich finde es unabhängig von der rechtlichen Beurteilung (die ich jetzt auch nicht aus dem Ärmel schütteln könnte) heikel. Wenn der Fall eintreten sollte, daß Dein Vater vor seiner Lebensgefährtin stirbt, müßtet Ihr mit der Lebensgefährtin weiter unter einem Dach leben, auf unbestimmte Zeit und zunächst einmal ohne Rücksicht auf den Gesundheitszustand und eine etwaige Pflegebedürftigkeit der Lebensgefährtin. Meinst Du, Ihr könntet das wirklich stemmen, physisch und psychisch? Was ist, wenn die Dame dement wird oder so und jemand Fremdes wird als Betreuer eingesetzt und fuhrwerkt dann in Eurem Haus herum? Und Girlies Einwand ist auch nicht von der Hand zu weisen. Steuerlich könnte es übrigens auch noch Probleme geben, womöglich wäre für die Einräumung des Wohnrechts Schenkungsteuer zu zahlen.

Wenn es irgendwie eine andere Lösung gäbe, z.B. die Zuwendung eines Betrages X im Testament oder so, das fände ich angebrachter. Du bist ja schließlich auch alles andere als gesund.

Viele Grüße, Jana
 
29.05.2012 19:32 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

@Jana,

ich mache mir da durchaus einen Kopf ...

.... gut, wir sind ''räumlich getrennt'' (es ist ein eigenständiges Haus, welches nur durch unseren Hauswirtschafts- und Garagentrakt mit ''unserem'' Wohnhaus verbunden ist) ... wir hocken uns also nicht auf der Pelle und können jeder die Türe zumachen ... aber trotzdem ist es natürlich ein Stück weit ein ''Leben unter einem Dach'' ...

Solange wie A. (die Lebensgefährtin meines Papas) noch ''fit'' ist (und ich gebe zu, damit meine ich sogar mehr das geistige als das körperliche Fit-sein) ... sehe ich da wenig Probleme ... aber was ist, wenn sie wirklich mal in ein Heim MUSS (vielleicht die Notwendigkeit selbst gar nicht so einsieht/nicht so einsehen kann?) ...

Darüber mache ich mir wesentlich mehr Sorgen, als darum, dass sie vielleicht noch ein paar Jahre ohne meinen Vater in dem Haus leben könnte ... damit könnte ich sehr sicher umgehen (und das sage ich nicht leichtfertig, da habe ich mich schon mit auseinander gesetzt ...)

Es geht mir wirklich hauptsächlich darum, wenn sie mal nicht mehr kann - und in wie weit ich dann verpflichtet bin, finanziell und auch menschlich ... was ich eben auch nur bedingt leisten könnte ...

Das du die Frage nach möglicher Schenkungssteuer aufgeworfen hast, dafür bin ich dir z.B. sehr, sehr dankbar, ich wäre im Leben nicht auf die Idee gekommen, beim Notar danach zu fragen Küsschen

Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
29.05.2012 19:42 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

j_lau

Mitglied seit 08.11.2004
15.666 Beiträge (ø4,31/Tag)

Also, ich als Außenstehende kann nur sagen, Ihr begebt Euch da in eine Abhängigkeit, die ich für zu weitgehend halte. Ihr könntet die Dame ja auch ohne rechtliche Verpflichtung weiter in der Wohnung wohnen lassen; wenn Euer Verhältnis stimmig ist, sollte das doch auch akzeptabel sein.
 
29.05.2012 19:52 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

Jana, ich habe da kein Problem mit ... von mir aus könnte sie da problemlos weiter wohnen ''solange sie das kann und möchte'' ... auch ohne dass wir dazu einen Notar bräuchten ...

Das Problem ist, das A. nicht ''auf die Kosten anderer'' leben möchte und niemandem ''zu Last fallen will'' ... was ja sehr löblich ist ...

Mein Vater hat nun die Sorge, dass sie von sich aus sofort ausziehen würde, wenn ihm was passiert, ohne Rücksicht darauf, dass sie dann vielleicht sogar erstmal nicht wüsste, wohin ...

Das wir sie nicht einfach auf die Straße setzen würden, weiß er, so weit vertraut er ''uns'' auch ... er sieht da in ihr eher den unsicheren Faktor ... oder eben genau ab der Stelle, wenn sie mal nicht mehr dort wohnen bleiben ''kann'' ...

Er sieht es so, wenn wir ihr ein Wohnrecht einräumen hat sie schwarz auf weiß, das wir auch ''wollen'', dass sie dort wohnen bleibt ... das sie abgesichert ist, dass so ein ''Vertrag'' ihr Sicherheit gibt, nichts unrechtmässiges zu tun oder sich etwas einzuverleiben, was nicht für sie bestimmt ist ...

es ist nicht ganz unkompliziert ...

Ich möchte einfach, dass es am Ende für alle ''fair'' ausgegangen ist, sich niemand über den Tisch gezogen fühlt, und unser (bisher sehr, sehr harmonisches) Miteinander nicht am Ende auf der Strecke bleibt wegen dieser Wohnrecht-Geschichte ...

Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
29.05.2012 20:07 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

ManniXXL

Mitglied seit 13.02.2008
5.731 Beiträge (ø2,35/Tag)

Hallo Jienniasy,

in jedem Fall solltest du dir die Bedingungen überlegen die du für das Wohnrecht festlegen möchtest und dann zuerst alleine mit dem RA besprechen. Nur der kann einen wasserdichten Vertrag machen.

Mit deinem Vater kommst du klar, mit seiner Lebensgefährtin vermutlich auch. Aber was ist, wenn sie mal älter ist und braucht womöglich eine Betreuung? Dem Betreuer sind dann alle eure Abmachungen völlig egal, der richtet sich nur nach Gesetz und Vertrag.

Und falls du das Haus einmal verkaufen willst so lange noch ein Wohnrecht besteht mußt du das entsprechend abgelten. Entweder durch ein neues Wohnrecht oder durch Geld. Und darüber muß mit dem Berechtigten oder schlimmer seinem Betreuer, wenn es einen gibt, Einigung herbei geführt werden.

Und, ich will ja nicht unken, aber es könnte ja sein, dass die beiden sich wieder trennen wollen. Für all diese Fälle müßte eine Regelung vorgesehen sein.

Viele Grüße vom Rand der Welt
Manfred


Ich koche gern mit Wein, manchmal gebe ich sogar welchen ins Essen.

Ich koche also bin ich.

Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 1701287666
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 2147120928 Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 2911003167
 
29.05.2012 20:35 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

puschelpurzel

Mitglied seit 04.04.2010
2.138 Beiträge (ø1,29/Tag)

Hallo,

dann mach doch mit ihr einen ganz normalen Mietvertrag zum Freundschaftspreis, das FA lassen wir mal aussen vor. Wenn Sie nicht mehr will, kann sie kündigen. Ihr werdet sie im Zweifel nicht vor die Tür setzen, wenn ich das recht verstanden habe. So ist auch euer Gewissen beruhigt und sie steht im Falle der Pflegebedürftigkeit nicht auf der Strasse.

Wenn ein neuer Lebensgefährte einzieht, tritt der ja nicht ohne eure Zustimmung in den Mietvertrag ein. Bleibt er lediglich Besucher oder Untermieter, hat er letztendlich auch keine Rechte.

Viele Grüsse aus Köln

pu
 
29.05.2012 20:58 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

nanna2

Mitglied seit 14.05.2002
47 Beiträge (ø0,01/Tag)

Hi,

das mit dem Mietvertrag find ich ne super Idee.

Aber ich wollte was zu ursprünglichen Frage bzgl. Kosten einer etwaigen Heimunterbringung.
Ich weiss, dass es beim Niessbrauch so ist. Der der den Niessbrauch hat, kann die Immobilie
so nutzen wie es ihm passt: selbst drin wohnen oder vermieten. Wenn derjenige also ins
Heim zieht, wird die Wohnung neu vermietet, die Mieteinnahmen gehören dann dem
Niessbrauch-Besitzer und er hat dadurch geringere Selbstbeteiligung an den Heimkosten.

Das hat nix damit zu tun, wer etwaiges fehlendes Geld für die Heimunterbringung zuschiesst.

Ich denke Wohnrecht ist aber was anderes wie Niessbrauch.

viele Grüße
Nanna
 
29.05.2012 21:20 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

grumbirn

Mitglied seit 08.10.2008
6.714 Beiträge (ø3,05/Tag)

hallo!

könntet ihr noch abklären, ob bei sozialen hilfen und zuschüssen das wohnrecht dazu führt, dass sie weniger geld erhält?

hier bei uns ist das nämlich so.

lg
 
29.05.2012 22:46 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Piri

Mitglied seit 27.12.2005
5.069 Beiträge (ø1,57/Tag)

Hallo,

"wenn nun aber die Freundin mal zu einem Pflegefall werden sollte und nicht mehr im Haus verbleiben kann (also in ein Seniorenheim müsste), würde ich dann mit dem Wohnrecht irgendwelche Verpflichtungen eingehen, auch für Heimkosten aufkommen zu müssen? "
Du musst nicht für die Heimkosten aufkommen, aber die Wohnung muss vermietet werden und die Miete bekommt das Sozialamt, sofern das Sozialamt für die Heimkosten zuzahlt.
Ihr dürft die Räume noch nicht mal betreten, oder ihr zahlt selbst die Miete ans Amt.

Bekommt die Dame einen Betreuer, entscheidet der was mit der Wohnung geschieht, lässt sie leer stehen (falls sie vielleicht nicht all zu lange im Heim bleiben muss) oder vermietet sie weiter. Ihr habt da nichts zu melden.
Ein Betreuer wahrt die Interessen der Betreuten, nicht eure.

Besprech dich unbedingt erst mal alleine mit dem Rechtsanwalt, vielleicht gibt es eine Lösung wie man so was festlegt, und das Wohnrecht mit ihrem Auszug (egal ob Seniorenheim oder woanders hin) erlischt?

Und frag wegen (Schenkungs)steuer, es ist durchaus möglich, dass sie als nicht verwandte den "geldwerten Vorteil" oder sonst was versteuern muss. Falls Steuern anfallen, kann sie das zahlen, will sie das überhaupt?

Einen Mietvertrag halte ich auch für eine gute Idee.

LG Piri
 
29.05.2012 23:06 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

grumbirn

Mitglied seit 08.10.2008
6.714 Beiträge (ø3,05/Tag)

hier ein beispiel.

ein alter herr aus inserer umgebung traf mit über achtzig seine geschiedene frau aus der jugend wieder. sie war inzwischen verarmt. nun wollte er sie absichern, weil sie ihm erbarmte. er konstruierte einen ähnlichen vetrag, wie ihr ihn vorhabt.

die geschichte endete mit dem tod der frau nicht.
sie war die letzten monate in ihrer wohnung von jemandem aus dem ferneren ausland betreut worden. es gab wohl papiere, in denen sie den leuten alles was sie an erinnerungen hatte, vermachte. da sich in ihrem nachlass nichts nennenswertes fand, gingen die angehörigen ihrer betreuer zur polizei, sie klagten die verwandten des gutmütigen alten herrn und ihn selbst, ein vermögen gestohlen zu haben. gleichzeitig riefen sie bei den beschuldigten an, und boten gegen zahlung von x- tausend euro die anzeige zurückzuziehen. nach demgefühl würde man das schutzgeldzahlung nennen. letztendlich wurden sogar die freunde des alten herrn in das schreckliche spiel miteinbezogen.


ich würde bei aller liebe, keine verbrieften wohnrechte einräumen. hier bei uns sichert das gesetz dem mitwohnenden überlebenden lebensgefährten ohnehin ein bleiberecht zu. dieses beinhaltet dann nicht das recht, beliebige leute hineinzuholen.


lg
 
29.05.2012 23:24 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Fontane

Mitglied seit 18.08.2008
2.088 Beiträge (ø0,93/Tag)

Hallo,

meine "Schwiegeroma" hat vor 2 Monaten ihr lebenslanges Wohnrecht (gegen Bezahlung)
abgetreten, eine Woche später bekam sie Post vom Finanzamt mit einer horrenden Forderung. Also evtl. solltet ihr euch mit einem Steuerberater und einem Rechtsanwalt
zusammensetzen - da das ganze auch noch steuerliche Auswirkungen hat.

LG Fontane
 
30.05.2012 08:45 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

kleinesschneckchen

Mitglied seit 27.07.2005
2.907 Beiträge (ø0,86/Tag)

Guten Morgen,

da ich solche Angelegenheiten berufsbedingt gelegentlich auf dem Tisch habe kann ich nur dazu raten, sowohl steuerlichen als auch juristischen Rat in dieser Sache einzuholen. Das zieht definitiv größere Kreise als du denkst! Das mit dem Mietvertrag finde ich übrigens keine sonderlich gute Idee - da freut sich das Finanzamt mhmmmh hmmhmhmmmmhhh

Aus privater Erfahrung will ich dazu nur sagen: Überleg es dir aus psychischer Sicht wirklich gut, ob ihr das durchstehen wollt. Versprich mir das! Küsschen Na! Verdammt nochmal - bin stocksauer

Liebe Grüße,
Schnecke
 
30.05.2012 08:52 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

salvy

Mitglied seit 15.08.2007
15.163 Beiträge (ø5,78/Tag)

Hallo,

kann man da nicht einfach einen notariellen Vertrag machen ohne Eintragung ins Grundbuch? Bindend ist der doch auch, man schreibt alle Bedingung, die man möchte,z. B. über die Beendigung des Wohnrechts, hinein. Dann hat man Betreuer, Finanzamt usw. außen vor und hat einen Vertrag, der speziell auf die eigene Situation passt. Das kann ein Rechtsanwalt sicherlich wasserdicht ausarbeiten.
mfg
Salvy


Rückgrat - Gelatine - Maschine - Standard - Pubertät - die Speise - eklig - riesig - Haken - gar nicht ...
 
30.05.2012 09:45 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

sachsenmädel

Mitglied seit 15.10.2007
318 Beiträge (ø0,12/Tag)

Hallo,

Wir hatten so einen ähnlichen Fall.
Meine Schweigermutter hat von den Nachbarn das Haus überschrieben bekommen.
Die waren damals schon etwa 75-80 Jahre.
Meine Schwiegermutter hat sich jahrelang schon um sie gekümmert (putzen,
einkaufen u.s.w.). Das Haus sollten dann mein LG und ich einmal nach
dem Tod der Nachbarn bekommen.
Dabei war zur Bedingung gemacht, dass ein sogenanntes „Leibgedinge“
vereinbart wurde, also weiter waschen, putzen, einkaufen zum Arzt
fahren etc.
Aus irgendeinem Grund (wahrscheinlich Einfluss von irgendwelchen
entfernten Verwandten die Ihre Fälle davonschimmen sahen)
kam es zum Bruch.
Der letzte lebende war dann der Mann, der plötzlich ausgezogen war,
die Schlüssel mitgenommen hatte und sämtlichen Mödel dagelassen jatte
und meine Schwiegermutter konnte ihr eigenes Haus nicht mehr betreten.
Wir konnten dann erst ein halbes Jahr später per Anwalt durchsetzen,
dass wir das Haus per Schlüsseldienst öffnen konnten.
Wie das da drin aussah kann man sich ja vorstellen (Schimmel, gebrauchtes
Geschirr in der Spüle u.s.w.)
Nochmal Monate später, der Mann war inzwischen verstorben, konnten wir
erreichen, dass das Haus durch die Angehörigen beräumt wurde.

Heute haben wir das Haus komplett saniert und wohnen glücklich darin,
aber ich würde nie, nie jemandem ein Wohnrecht in einem Haus
einräumen.
Auf jeden fall solltet Ihr auch anwaltlich beraten lassen und so wenig
wie möglich in den Vertrag reinschreiben lassen, schon gar kein
„Leibgedinge“ !!

LG Sachsenmädel
 
30.05.2012 10:10 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wendy2405

Mitglied seit 09.05.2004
692 Beiträge (ø0,18/Tag)

Wäre es denn nicht eine Möglichkeit, daß Dein Vater eine Risikolebensversicherung auf sein Leben zugunsten der Dame abschließt?

So lange die beiden gemeinsam leben, wäre damit ja sowieso jede Frage beantwortet - und wenn Dein Vater nicht mehr leben sollte, könnte sich die Dame dann mit dem Betrag etweder eine ihr genehme Wohnung kaufen, sich bei Euch "einmieten" oder sich in ein Seniorenwohnheim einkaufen, das ihren Bedürfnissen entspricht, ohne sich jemandem verpflichtet zu fühlen.

Wendy
 
30.05.2012 10:24 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

chris2007

Mitglied seit 31.08.2004
356 Beiträge (ø0,1/Tag)

Hallo,

wenn das Wohnrecht wie bei Deimem Vater im Grundbuch eingetragen werden soll, muss es über einen Notar laufen.
Der ist auch für Beratung zuständig.
Geht zunächst alleine hin und macht dafür eine Liste, was Ihr mit dem Wohnrecht erreichen wollt und was nicht:
- keine Unterhaltsverpflichtungen
- möglichst unkomplizierte Löschung im Grundbuch, wenn die Lebensgefährtin auszieht.
- wer soll die Reparaturen am Haus bezahlen, wenn Dein Vater nicht mehr lebt?
- Wollt Ihr euch evtl. das Recht vorbehalten, das Wohnrecht gegen Zahlung eines Betrages X irgendwann abzulösen oder der Lebensgefährtin das Haus zu übertragen?
- Wollt Ihr euch das Recht vorbehalten, für eine evtl. nötige Finanzierung von Reparaturen zur Kreditbesicherung eine Grundschuld im Rang vor der Lebensgefährtin zu bestellen?

Ich kenne einen Fall, wo der Vater kurz nach Eintrag des Wohnrechts verstarb. Der Sohn erbte das Haus, die Lebensgefährtin (ca. 10 Jahre jünger als der Vater) hat nicht genug Geld für irgendwelche Reparaturen und steht ohnehin auf dem Standpunkt, dass sie alle Rechte einer Mieterin hat. Im Notarvertrag über das Wohnrecht stand dazu nix...
Nun zahlt der Sohn alles, was anfällt, wobei er beide Kinder im Studium hat. Ihm wäre lieber gewesen, der Vater hätte das Haus komplett an die Lebensgefährtin übertragen und er müsste nicht immer wieder Geld ins Haus stecken. Einen Rechtsstreit darüber will er vermeiden.
Aber das Angebot, das Haus zu übernehmen, hat die Lebensgefährtin abgelehnt.
Das Haus für einen Kredit belasten geht auch nicht, da die Bank keinen Rang nach dem Wohnrecht akzeptiert.
Das Haus ist durch das Wohnrecht unverkäuflich und die Reparaturen (Heizung, Dach) haben in den letzten 10 Jahren einen mittleren 5-stelligen Betrag erreicht.
Die Lebensgefährtin ist immer weniger in der Lage, Haus und Garten zu pflegen, will aber auf keinen Fall, auch gegen Zahlung eines Geldbetrags, ausziehen.

Viel Glück!
 
30.05.2012 11:54 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

Ich möchte Euch herzlich danken ... einmal mehr hat sich bestätigt, dass es sehr, sehr hilfreich sein kann, hier nachzufragen ...

Ihr habt Fragen aufgeworfen, bei denen ich im-Leben-nicht auf die Idee gekommen wäre, sie zu stellen ... und dafür bin ich Euch sehr dankbar, ich bin mit einer langen ''was ist wenn ... und wie ist das mit ...'' - Liste ausgestattet und habe mir für nächste Woche einen Termin beim ReNo geholt, wo ich mich zunächst mal allein beraten lassen werde ...

Die Idee mit einem notariellen Vertrag ohne Eintragung ins Grundbuch gefällt mir dabei sehr gut, mal schaun' in wie weit das

a.) rechtlich umsetzbar ist und
b.) meinem (an der Stelle manchmal auch recht eigenwilligen) Papa so schmackhaft zu machen ist Na!

@Sachsenmädel:

Ein Leibgedinge (ich wusste nicht mal dass es das gibt BOOOIINNNGG.... ) käme bei uns ohnehin nicht in Frage, da ich die Pflege von Mensch und Haus gar nicht übernehmen könnte (schon rein vom "schaffen-können" her nicht) .... aber gut zu wissen, das es sowas gibt und dass man das vermeiden sollte ...

@KleinesSchneckchen:

ich lasse mich auf jeden Fall zunächst unabhängig juristisch beraten, dann sehen wir mal weiter Na! versprochen Lächeln

**************

Ich dachte mir schon, dass es 'ne Menge mehr zu beachten gibt, als mir alleine spontan eingefallen ist, und als das, was ich im Internet beim recherchieren gefunden habe ... und ihr habt mich darin bestätigt: dafür nochmal herzlichen Dank!

Ich bin Euch Allen für Eure Hinweise sehr, sehr dankbar!
Ihr habt mir wirklich weitergeholfen!


Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
30.05.2012 12:23 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

meefisch

Mitglied seit 03.04.2006
8.171 Beiträge (ø2,62/Tag)

Hallo,
hat denn die Freundin, also Frau A.

eigentlich selber Kinder, Enkel ???
irgendwelche Restangehörige....

kann ja sein, daß von denen jemand im Bedarfsfall vorbeikommt, bzw. bei IHR mit einzieht. ?
 
30.05.2012 12:27 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

j_lau

Mitglied seit 08.11.2004
15.666 Beiträge (ø4,31/Tag)

Jienniasy, es muß Deinem Vater klar sein, daß er, wenn der Fall, für den vorgesorgt werden soll, eintritt, nicht derjenige ist, der mit den Konsequenzen im wahrsten Sinne des Wortes leben muß, sondern Ihr als seine Nachkommen und Hinterbliebenen seid das. Es gibt doch wirklich andere Möglichkeiten, die Lebensgefährtin für den Fall des Versterbens Deines Vaters (teilweise) abzusichern, als ihr ausgerechnet ein Wohnrecht auf Eurem Grundstück einzuräumen. Das Wohnrecht berechtigt die Dame, auf dem Grundstück zu wohnen, komme, was da wolle. Eventuell kann man zwar irgendwelche Klauseln in den notariellen Vertrag aufnehmen, unter welchen Umständen das Wohnrecht erlischt oder "gekündigt" werden kann, aber darüber, ob die Voraussetzungen dieser Klauseln vorliegen oder nicht, kann man, wenn es eine Seite darauf anlegt, trefflich und lange juristisch streiten, das ist nicht nur finanziell, sondern auch psychisch eine enorme Belastung. Da muß noch nicht mal böser Wille dahinterstecken, damit es zu so einer Situation kommt.
 
30.05.2012 12:36 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

saba28

Mitglied seit 23.10.2003
576 Beiträge (ø0,14/Tag)

Hallo,

bei meinem Opa und seiner Lebensgefährtin war es genauso. Bei der Eintragung des Wohnrechtes mussten die einen Wert angeben, der dem Wohnrecht entspricht. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Wert in so einem Fall, den Du schilderst herangezogen worden wäre (wozu es bei uns aber nicht kam, ihr war das Haus nach Opas Tod zu groß und sie hat freiwillig drauf verzichtet).

LG
Sandy
 
30.05.2012 12:36 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

@Meefisch:

soweit ich weiß nur weiter entfernte Angehörige (Nichte, Großneffe) .... aber die leben weit weg, da ist kaum Kontakt ...

@Jana ....

ich werde versuchen, das meinen Vater vorsichtig näher zu bringen ...

Was ''die Familie'' angeht, ist er allerdings etwas Eigen ... eigenwillig ... nicht ganz einfach ... da hat er sehr klare Vorstellungen, wie er das gern haben möchte ... und es ist nicht immer ganz einfach, da dann Kompromisse zu finden ... *seufz* ....

Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
30.05.2012 12:38 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

j_lau

Mitglied seit 08.11.2004
15.666 Beiträge (ø4,31/Tag)

Dann druck diesen Thread mal aus und gib ihn ihm zu lesen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
 
30.05.2012 12:41 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

j_lau

Mitglied seit 08.11.2004
15.666 Beiträge (ø4,31/Tag)

Oder "impfe" vor dem Gespräch den Notar/RA, daß er die Risiken eines solchen Vorgehens deutlich aufzeigt. Sollte er zwar sowieso tun, aber Du kannst ihm ja sagen, daß Du Bedenken hast, diese aber aus familiärer Rücksicht gegenüber Deinem Vater nicht so deutlich vortragen kannst, und ihn darum bittest, diesen Part zu übernehmen.
 
30.05.2012 12:42 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

>>Dann druck diesen Thread mal aus und gib ihn ihm zu lesen<<

du, auf die Idee bin ich auch schon gekommen, das werde ich machen (und zwar ungekürzt und ungeschminkt) wenn ich ihm sage, dass ich schon mal allein beim ReNo war ....

so kann ich ihm nämlich ohne viele Worte zeigen, ''warum'' ich das gemacht habe, wo wir doch alle zusammen hingehen ''wollten'' Na!

Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
30.05.2012 12:51 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Seketa

Mitglied seit 14.07.2005
5.964 Beiträge (ø1,76/Tag)

Hallo,

Pfeil nach rechts Ich möchte einfach, dass es am Ende für alle ''fair'' ausgegangen ist, sich niemand über den Tisch gezogen fühlt, und unser (bisher sehr, sehr harmonisches) Miteinander nicht am Ende auf der Strecke bleibt wegen dieser Wohnrecht-Geschichte ... Pfeil nach links

Ich fürchte, dass dieser Wunsch recht schwer zu verwirklichen sein wird. Denn dein Vater will ja, dass seine Freundin rechtlich abgesichert ist und das "schwarz auf weiß" hat, und ihr möchtet verständlicherweise nicht gebunden sein, ohne genau abschätzen zu können, auf was ihr Euch da künftig einlasst.

Ich hoffe, Ihr findet da einen guten Kompromiss, zumal ihr die Freundin ja offenbar auch mögt. Ich würde jedenfalls lieb und verständnisvoll, aber auch ganz klar sagen, wo für Euch die Grenzen dessen liegen, woroauf Ihr Euch einlassen wollt.

Liebe Grüße,
Seketa
 
30.05.2012 13:18 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

javana68

Mitglied seit 04.12.2009
1.911 Beiträge (ø1,07/Tag)

Hallo,

vielleicht wäre es möglich, dein Vater würde testamentarisch festlegen, dass das Wohnrecht nach seinem Tode auf die LG übergeht, es allerdings automatisch im Falle ihres Ablebens (also von ihr nicht weiter übertragbar, nicht vererbar ist) erlischt.
Ebenso im Falle des Eintritts von Pflegebedürftigkeit oder der Änderung der Wohnsituation (falls ein neuer Mann oder sonstwer) bei ihr einziehen würde.

LG
Javana68
 
30.05.2012 15:10 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Alschain

Mitglied seit 28.02.2004
3.395 Beiträge (ø0,87/Tag)

Hallo,

wird ein Wohnrecht testamentarisch eingetragen ist das Wohnrecht auch Erbschaftssteuer pflichtig und je nachdem wie groß die Wohnfläche ist kann das eine sehr teure Angelegenheit für die mit Wohnrecht versorgte Person werden Welt zusammengebrochen .

Sollte die Dame zum Pflegefall werden kann es euch passieren das sie dement im Heim sitzt, viele Jahre noch lebt und die Wohnung ungenutzt leersteht(sie hat ja Wohnrecht auf Lebenszeit).

Wohnrecht ist nicht so einfach wie man denkt. Es muss notariell ebenfalls eindeutig festgelegt werden wer die laufenden Kosten, Reperaturen, usw. trägt. Wie weit sie sich u.a. an Grundsteuer, Versicherungen beteiligen muss/soll.

lg
Gerda
Man kann nicht immer gegen den Strom schwimmen,
aber man muss stets genug Charakter haben,
sich nicht mitreißen zu lassen.
Curt Goetz
 
30.05.2012 16:15 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Seketa

Mitglied seit 14.07.2005
5.964 Beiträge (ø1,76/Tag)

Pfeil nach rechts vielleicht wäre es möglich, dein Vater würde testamentarisch festlegen, dass das Wohnrecht nach seinem Tode auf die LG übergeht Pfeil nach links Meines Wissens kann über ein Wohnrecht nicht so einfach testamentarisch verfügt werden. Stell dir das mal praktisch vor, jeder Berechtigte könnte das Wohnrecht nach Belieben vererben und dessen Erben dann wieder und so fort...


Liebe jienniasy,

mach es so, wie Du es schon geplant hast: Mit einer vorbereiteten Liste von Fragen und Standpunkten mit Vater und dann mit kompetenter Rechtsberatung reden.

LG
Seketa
 
30.05.2012 21:24 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

ja, danke, das werde ich machen ...

ich habe jetzt ja auch schon den Termin für Dienstag nächster Woche für mich allein gemacht, mit Eurem Fragenkatalog bewaffnet denke ich, wird mich unser ReNo schon verünftig beraten ...

Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
30.05.2012 21:46 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Fontane

Mitglied seit 18.08.2008
2.088 Beiträge (ø0,93/Tag)

Hi,

oh man, ich drück dir auch die Daumen...Das ist eine saublöde Situation.
Vater denkt aha "Graf Rafzahn" will nicht mal "diese Kleigkeit" für mich
tun und versteht aber gar nicht WAS das für euch bedeuten kann...

Und du als Tochter willst auf keinen Fall als "Graf Rafzahn" gelten und musst die ganze Sache
hinterfragen.

Ich hoffe das dein Vater DICH versteht und seine LG auch die Einwände versteht!

LG Fontane
 
31.05.2012 11:34 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wendy2405

Mitglied seit 09.05.2004
692 Beiträge (ø0,18/Tag)

Man muß das Ganze ja so sehen (und damit sind wir auch schon beim Thema Graf Raffzahn)...

Im Grunde genommen möchte Dein Vater Dir von Deinem Erbe bzw. der Schenkung ja wieder was wegnehmen.

Das Haus war schon an Euch überschrieben und Dein Vater hat darin ein beurkundetes Wohnrecht.

Das Haus hat derzeit einen Wert X, das Wohnrecht einen Wert Y. Bleibt ein Restwert für Euch.

Wird ein weiteres Wohnrecht eingetragen, wird - dank der Wertbemessung von Wohnrechten - Dein Hauswert reduziert.

Die Schenkung macht also im Klartext nicht Dein Vater - sondern Du.

Ich möchte nochmal darauf hinweisen, daß eventuell mit einer Risikolebensversicherung der Lebensgefährtin Deines Vaters mehr geholfen wäre - auch im Hinblick auf ihre Unabhängigkeit. Denn möglicherweise möchte sie gar nicht in diesem Haus leben, falls Dein Vater stirbt - ist aber aufgrund ihrer finanziellen Situation gezwungen, dort zu bleiben (weils halt wirtschaftlich besser für sie ist)

Ich verstehe alle Aspekte - und will in keiner Weise unterstellen, daß die Frau irgendeinen Vorteil sucht. Im Gegenteil - es ist ein Glück, wenn jemand im Alter noch einen Lebensgefährten findet.

Man braucht auch viel Fingerspitzengefühl und ich möchte nicht an Deiner Stelle sein!

Ich hoffe, ihr findet eine gute Lösung für alle Seiten!

Wendy
 
31.05.2012 14:32 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

Zu dem ''Graf Raffzahn'' muss ich an der Stelle einfach mal kurz was sagen ....

ich möchte nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht ...

Mein Vater empfindet es ganz sicher nicht so, das er mir was wegnehmen will ... ich übrigens auch nicht ...

er erzählte mir, das er seine A. gerne für die Zukunft absichern möchte und das er darin eine gute Möglichkeit sehen würde ... und fragte mich, ob ich grundsätzlich damit einverstanden sei bzw mir das vorstellen könne ... es ist nicht so, dass er mich da in irgendwas drängt oder zwingt, was ich absolut und gar nicht will Na!

Wenn ich von Anfang an ''Nein, will ich nicht, mag ich nicht, mach ich nicht'' gesagt hätte, wäre das Thema damit durch gewesen .... aber das will ich ja gar nicht ...

... ich kenne meinen Vater gut genug, er würde mir da keinen Druck machen, sondern eher selbst ausziehen, um mit A. eine kleine Wohnung irgendwo zu beziehen, um ihr da dann ein neues ''Nest'' zu schaffen, in dem sie sich wohl und geborgen fühlen kann - über seine Lebenszeit hinaus ....

... was aber gar nicht in meinem Interesse ist, nicht im Interesse meines Vaters ist, und auch nicht im Interesse von A. ist ...

... denn wir leben hier wirklich gut und harmonisch, jeder in seinem Bereich, wunderbar zusammen ...

Ich bin sicher, dass sich das vernünftig miteinander ''für hier zuhause'' regeln lässt ... ich möchte nur vermeiden, dass es irgendwann in (hoffentlich vielen) Jahren dazu kommt, dass unbeteiligte Dritte (wie ein Betreuer) über ''uns Alle'' entscheiden können, weil wir jetzt bei der ''Form'' der Niederschreibung einen Fehler gemacht haben ...

... und irgendwas haben festschreiben lassen, was uns dann belastet mit Folgen, die wir zuvor nicht mal abgesehen haben ...

Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
31.05.2012 14:47 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Fontane

Mitglied seit 18.08.2008
2.088 Beiträge (ø0,93/Tag)

Hi,

sorry, vielleicht habe ich mich blöde ausgedrückt, man merkt ganz, ganz deutlich das du NICHT
Graf Raffzahn spielst. Ich wollte nur diese blöde Situation umschreiben und dir viel Glück für
dein Gespräch wünschen.

Mmmhh manchmal kommt das beim schreiben blöde rüber, das tut mir leid.

LG Fontane
 
31.05.2012 14:55 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

Nein Nein, Fontane, das ist schon vollkommen OK Lächeln

ich wollte nur deutlich machen, das auch mein Papa mir nicht unterstellt, das ich das raffgierig wäre, ganz bestimmt nicht ...

als er uns damals das Haus überschrieben hat, war das nach dem Tod meiner Mutter ...

ICH wollte das nicht ... aber er bestand drauf, er wollte damals alles geklärt haben, er nannte das mir und meinen Geschwistern "von warmer Hand geben'' ...

Er weiß, das wir seine A. nicht nur akzeptieren, als wären sie verheiratet (weil er das so empfindet UND weil wir uns mit ihm freuen) sondern das sie für uns zur Familie gehört und wir sie sehr, sehr gern haben ....

Die ''einer will nichts abgeben'' - Frage stellt sich für keine von unseren Seiten Na!

Es geht mir wirklich nur darum, dass ich mir nicht in ein paar Jahren von Dritten diktieren lassen will, wie es mit uns weiter geht Na!

DAS will ich ausschließen:

.... das Ämter, Behörden oder Betreuer hier die Entscheidungsgewalt übernehmen ... Na!


Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
31.05.2012 15:09 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Wendy2405

Mitglied seit 09.05.2004
692 Beiträge (ø0,18/Tag)

Genau das ist der Punkt: das nämlich Dritte - die gar nicht familiär beteiligt sind (und die Lebensgefährtin zähle ich jetzt durchaus zur Familie) da ganz massiv die Hand drauf haben können.

Genau das wollte Dein Vater eigentlich mit der Schenkung zu Lebzeiten vermutlich verhindern.

Viele Grüße und viel Erfolg

Wendy
 
31.05.2012 15:18 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Limonata

Mitglied seit 23.10.2008
3.696 Beiträge (ø1,69/Tag)

Hallo Jienniasy,

ich meine, es lässt sich alles in dem Sinne regeln, wie es vernünftig wäre. Das Wohnrecht würde an die Person Deiner "Stiefmutter" gebunden sein. Die Nutzung der Wohnung durch andere Personen (weitere Partner usw) könnte ausgeschlossen werden. Ebenso könnte ein Rückfall an Euch geregelt werden, falls sie die Wohnung zB aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst bewohnen kann.

Allerdings würde ich es an Deiner Stelle nicht so ganz einsehen. Dir gehört ja das Haus aufgrund einer vorweggenommenen Erbauseinandersetzung. Warum solltest Du einen Teil wieder weggeben? Du schreibst, dass die beiden aus wirtschaftlichen Gründen nicht heiraten. Also nehme ich an, dass es um Renten- oder Pensionsansprüche geht?

Mir ist auch - wie schon oben jemandem - sofort eingefallen, dass Ihr doch stattdessen auch einen Mietvertrag schließen könnt, mit einem für alle annehmbaren (niedrigen) Mietzins. Dann kann sie sicher sein, niemandem "zur Last zu fallen".

Du hast doch auch Kinder. Die haben doch sicher auch Wohnbedarf. Vielleicht nicht dort, aber zum Studium woanders oder so. Da würd ich mich bei aller Sympathie an Deiner Stelle schon ärgern, wenn die "Stiefmutter" bei Euch für lau wohnt?
 
31.05.2012 15:20 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

salvy

Mitglied seit 15.08.2007
15.163 Beiträge (ø5,78/Tag)

Der Vater hätte aber bequem das Häuschen für sich behalten können und alles verprassen. Dann gäb es nicht mehr viel zu vererben und es wäre sein gutes Recht gewesen, oder?

Ich denke, mit Hilfe einer guten Rechtsberatung wird sich ein gangbarer Weg finden lassen.
 
31.05.2012 15:30 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

@Limonata ...

mich stört das nicht, weil ich erlebe, wie A. ''jetzt'' da ist ...

Es ist wahrscheinlich wirklich schwer rüberzubringen, wenn man die Situation hier nicht kennt ...

Mein Vater war sein ganzes Leben lang mit meiner Mutter zusammen ... sie war seine ganz große Liebe ....

Als sie starb, verfiel er in tiefe Depression ... so tief, das wir uns wirklich große Sorgen um ihn gemacht haben ...

9 Jahre hat er getrauert ... und dann kam A. in sein Leben ... und er war wieder glücklich ... etwas, das mich unheimlich glücklich macht ....

damit verdient sie sich jetzt schon alles, was ich ihr jemals Gutes tun könnte .... von daher ... für ''lau wohnen'' später mal ... würde mich nicht ägern, der Platz ist ja da ...

... und lieber jemand, den ich von gerne Herzen mag ''für lau'', als jemand, der mir Miete zahlt, mich aber nervt Na!

Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
31.05.2012 16:05 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

chris2007

Mitglied seit 31.08.2004
356 Beiträge (ø0,1/Tag)

Hallo,

Deine gute Absicht und Großherzigkeit wird hier sehr deutlich. Dein Vater kann sich zu Dir gratulieren!

Gleichwohl noch einige Aspekte, die Du bedenken solltest:

Du entscheidest Dich aufgrund der Situation, wie sie jetzt ist. Aber vermutlich wird die Lebensgefährtin Deinen Vater um einige Jahre überleben. Es kann leicht zu einer Situation kommen, in der sie allein zurückbleibt, nicht ausziehen will/kann, immer mehr Unterstützung braucht, aber keine Entscheidungen mehr treffen kann.
Persönlichkeiten können sich unter Einfluss von Demenz, Krankheit etc. sehr verändern.
Wie löst man solche Situationen?
Ich kenne kein Patentrezept, bei dem keiner zu kurz kommt.

Dein Vater macht es sich mit dem Gedanken "Ich habe ein Wohnrecht, also soll sie auch eins haben" m.E. zu leicht.
Die Konsequenzen des 2. Wohnrechts werden Euch erst dann treffen, wenn er nicht mehr da ist, also auch auf die Situation keinen Einfluss mehr nehmen kann.

Einerseits verzichten im Moment beide darauf, die Lebensgefährtin durch Heirat (oder eigenes Ansparen) weitergehend abzusichern, weil dann im Moment ihr gemeinsames Einkommen sinken würde. Andererseits schlägt Dein Vater indirekt vor, dass Ihr als Grundstückseigentümer die Absicherung übernehmt.

Deine Geschwister sind abgefunden, schreibst Du. Wenn das Wohnrecht mal zu Problemen führt, könnte möglicherweise bei Dir der Gedanke aufkommen, dass Dein Anteil eigentlich nicht (mehr) fair bemessen ist.

Ich könnte leicht selbst in eine ähnliche Situation kommen, da ich auch Eigentümer eines hauses bin, an dem meine verwitwte Mutter ein Wohnrecht hat. Ich bin nicht sicher, wie ich auf einen solchen Wunsch von ihr reagieren würde.

Nach meinen oben geschilderten Erfahrungen im Freundeskreis tendiere ich aber dazu, mindestens zu regeln, dass das Wohnrecht nur für eine bestimmte Laufzeit ab Tod des Elternteils gilt oder dass es ablösbar für eine Summe X ist.

Läuft alles gut, würde ich nie - und Du sicher auch nicht - nach Ablauf des Wohnrechts auf einem Auszug bestehen.
Soweit sollte mein Elternteil mir vertrauen.
Aber wenn es zu Problemen kommt, ist man nicht aneinander gekettet.
Dafür, dass ich das nicht aushalten möchte, sollte mein Elternteil im Voraus Verständnis haben.


Chris
 
31.05.2012 16:32 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

@Chris:


das sind alles absolut berechtigte Einwürfe ...

ich bin auch durchaus nicht so blauäugig, wie es jetzt rüber kommen mag ...

natürlich mache ich mir Gedanken, was ist, wenn A. wirklich in eine Situation kommen könnte, in der sie nicht mehr allein in dem Haus bleiben kann (ich schrieb ja weiter oben schon, dass ich da deutlich mehr Angst habe, wie es weiter geht, wenn sie geistig zum Pflegefall werden würde, viel mehr, als wenn das körperlich der Fall wäre) ... und wirklich nicht mehr in dem Haus verbleiben könnte ... dabei habe ich schon an Alzheimer-/ Demenz gedacht ....

Ich werde das auch sowohl mit dem ReNo als auch mit meinem Vater und A. noch ansprechen ...

Was meinen Vater angeht, sind wir da relativ gut gewappnet, da er gut vorgesorgt hat, was Betreuungsverfügung, Patientenvollmacht etc angeht ... wie das mit A. in so einem Fall wäre, müssen wir unbedingt klären, das weiß ich ... und natürlich macht mir das Bauchweh Was denn nun?


Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
31.05.2012 18:02 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Monikaaaa

Mitglied seit 28.04.2009
1.447 Beiträge (ø0,72/Tag)

Hallo zusammen,

jetzt möchte ich auch einmal meinen "Senf" dazugeben.

Ich kenne das so, dass man ein Wohnrecht quasi als Gegenleistung für etwas einräumt, wie in eurem Falle die Überschreibung des Hauses.
Ein Wohnrecht reduziert den Wert des Grundstücks.

Warum macht ihr keinen Mietvertrag, da wäre die Lebensgefährtin doch auch abgesichert. Die entsprechenden Modalitäten kann dir bestimmt der Anwalt nennen.

LG Monika
 
31.05.2012 18:10 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jienniasy

Mitglied seit 11.06.2006
11.866 Beiträge (ø3,89/Tag)

@Monika:

weil es meinem Vater wichtig ist, das seine Lebensgefährtin sich vollständig von der Familie angenommen fühlt und er nicht will, das sie sich später mal auf ein Mietverhältnis reduziert fühlen soll (wobei ich denke, dass ich ihm vermitteln könnte, dass es so nicht sein würde, wenn es anders nicht vernünftig zu lösen geht) ...

Es ist nicht so einfach, allen gerecht zu werden ...

Lieben Gruß
Wohnrecht einräumen Unterhaltspflicht übernehmen 78768218
 
31.05.2012 18:15 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Monikaaaa

Mitglied seit 28.04.2009
1.447 Beiträge (ø0,72/Tag)

Hallo,

ihr braucht ja keinen Formularmietvertrag zu nehmen, sondern handelt einen ganz individuellen Vertrag aus.

Es ehrt deinen Vater, aber die grundbuchmäßige Eintragung wäre mir mit zu vielen Folgen verbunden.

Ein Vertrag ohne Eintragung ist doch auch bindend.


LG Monika
 
31.05.2012 18:50 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Limonata

Mitglied seit 23.10.2008
3.696 Beiträge (ø1,69/Tag)

Salvy, darum ging es mir nicht. Es wird schon Gründe gegeben haben, dass man seinerzeit eine Erbauseinandersetzung gemacht hat. Vielleicht ging es um das Erbe der Mutter, und vielleicht hat Jienniasy die Geschwister ausgezahlt. Ich will gar nicht spekulieren, denn das ist Jienniasys Sache. Ich find's jedenfalls gut und richtig, dass sie die Frau weiterhin wohnen lassen will, ich seh's nur ein bisschen pragmatischer und finde, einige Sachen müssen im Interesse beider Seiten gut geregelt werden. Und da finde ich einen (geringen!!) Mietzins keine schlechte Idee.

Jienniasy, das "für lau" war vielleicht ein bisschen flapsig ausgedrückt. Dennoch meine ich, es würde allen Seiten nützen, eine Mietzahlung zu vereinbaren. Die eine Seite würde ihren Wohnraum nicht "für lau" hergeben und ev. noch fiktive Steuern ans Finanzamt zahlen, und die andere Seite hätte nicht das Gefühl, Almosen zu bekommen.

Auch "leibliche" Eltern zahlen bei ihren erwachsenen Kindern häufig Miete, sofern irgendwie möglich, das ist doch ganz normal. Meine Eltern würden auf jeden Fall etwas beitragen wollen, genauso wie ich umgekehrt einen Betrag leisten würde, wenn ich dort wohnen müsste. Das kann man sogar von Hartz IV.

Also, ich würd das nicht so verklären. Einige Sachen müssen halt vernünftig geregelt werden, dann schlafen am Ende alle besser! Na!
 
31.05.2012 23:41 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

murpfel

Mitglied seit 03.05.2009
104 Beiträge (ø0,05/Tag)

@Wendy2405
Ich weiß zwar nicht, wie alt der Vater der TE ist, aber ich vermute einfach mal, dass er ein älterer Herr ist, der für eine Risikolebensversicherung, die seiner Partnerin im Falle seines Todes den Erwerb einer Wohnung ermöglichen würde (wobei der Betrag ja auch sehr davon abhängt, wo man wohnt), so hohe Beiträge zahlen müsste, dass das nicht ernsthaft in Betracht zu ziehen ist. In jüngerem Alter ist das natürlich immer eine gute Idee zur Absicherung der Familie.

Liebe Grüße,

murpfel
 
01.06.2012 09:13 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

kleinesschneckchen

Mitglied seit 27.07.2005
2.907 Beiträge (ø0,86/Tag)

Also, zu der Risikolebensversicherung: Das ist in der Theorie sicher keine ganz schlechte Idee. Aber wenn ich davon ausgehe, dass Jienniasys Vater schon etwas älter ist, dann wird das ziemlich sicher ein recht teurer Spaß. Und wenn man bedenkt, welche Summe da ggf. erforderlich wird, macht es das nicht besser.....
Man kann so eine Versicherung mal rechnen lassen, es gibt Unternehmen, die sowas speziell anbieten, aber generell ist das eher nicht empfehlenswert.

Liebe Grüße,
Schnecke
 
01.06.2012 10:57 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Elke59

Mitglied seit 03.09.2006
2.688 Beiträge (ø0,91/Tag)

Hallo zusammen,

es wurde mehrfach vorgeschlagen, Frau A. einen Mietvertrag mit einer ganz kleinen Miete anzubieten.
Das würde ich unbedingt mit einem Steuerberater besprechen. Wenn die vereinbarte Miete deutlich unter dem Mietspiegel liegt, kann es Probleme mit dem Finanzamt geben. Im schlimmsten Falle muss man die ortsübliche Miete als Einnahme versteuern, obwohl man diese Einnahme gar nicht hat.

Jienniasy, mir ist noch ein Gedanke gekommen. Was wäre, wenn Dein Vater pflegebedürftig wird und Ihr die Pflege zuhause nicht mehr stemmen könnt? Könnte ein Heimplatz mit den Einnahmen Deines Vaters (Rente+Pflegeversicherung) finanziert werden? Oder bräuchtet Ihr zusätzlich noch die Mieteinnahmen aus dem Haus?

Alles Gute!

Viele Grüße
Elke
Nr.59 in der SHGdBS

Wer nicht genießen kann, wird irgendwann ungenießbar.
(Johann Wolfgang von Goethe)
 
03.06.2012 14:01 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

bmergel

Mitglied seit 18.10.2006
739 Beiträge (ø0,25/Tag)

Hi,
im Notarvertrag mit dem das Wohnrecht eingeräumt wurde müßte ein Wert dafür angegeben worden sein.

Wenn ich alles richtig verstanden habe, steht dieser Betrag für eine "Quasi-Miete" und hat auch etwas mit der Unterstützung im Pflegefall usw. zu tun. Vielleicht hilft Google mit diesem Stichwort weiter, ich habe das bisher auch nicht näher verfolgt.

ciao
Brigitte
 
07.06.2012 17:41 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

derdu

Mitglied seit 07.06.2012
5 Beiträge (ø0,01/Tag)

huhu,
es geht auch einfacher.
ihr könnt das wolhnrecht beschränken. das heißt, nicht auf lebenszeit, sondern solange sie es nutzt.
zieht sie aus, heim oder so, erlischt das wohnrecht. dann entstehen auch keine kosten für euch.
 
15.06.2012 19:17 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

ischi20

Mitglied seit 24.10.2004
1.300 Beiträge (ø0,36/Tag)

Hallo,
der threadist zwar schon etwas älter, ich muss aber doch noch meinen Senf dazugeben, weil wir selber von so einem Wohnrecht betroffen war.
Schwiegervater hatte seiner Lebensgefährtin ein Wohnrecht eingeräumt. Allerdings war das Verhältnis zu ihr nie so ganz ungetrübt und verschlechterte sich während der Zeit die sie alleine im Haus wohnte zunehmend.

Erst einmal habt ihr alle Pflichten, die auch ein Vermieter hat. Dein Vater kommt derzeit wahrscheinlich für die Reparaturen an dem Haus das er bewohnt selber auf. In der Zukunft müsst ihr das machen.

In unserem Fall hat uns die Lebensgefährtin nach dem Tode des Schwiegervaters mit Forderungen geradezu überschwemmt: Neuer Zaun, neue Heizung,. Schließlich wollte sie uns auch noch per Rechtsanwalt die Gartenpflege übertragen, wir hätten dazu eine Firma beauftragen müssen, weil wir ca. 300Km entfernt wohnen. Dagegen haben wir uns schließlich erfolgreich gewehrt.

Glücklicherweise hat Schwiegervater im Wohnrecht den Passus aufgenommen: "Das Wohnrecht erlischt, wenn die Rechteinhaberin das Haus dauerhaft verlässt" weswegen wir bei einem Heimaufenthalt keine Entschädigung hätten zahlen müssen.

Die Lbgf. wollte dann das Haus gegen eine Entschädigung räumen, worauf wir uns aber nicht eingelassen haben. Sie ist dann ohne Entschädigung ausgezogen.

Also wenn Wohnrecht, dann dieses begrenzen auf die Zeit, die sie im Haus wohnt. Außerdem wäre eine Beteiligung an den Reparaturkosten sinnvoll, wobei die maximale Höhe der Beteiligung extra vermerkt werden müsste, ähnlich wie bei einem Mietvertrag.

Gruß

ischi

ischi
 
17.06.2012 22:29 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mrs_parker

Mitglied seit 11.10.2011
85 Beiträge (ø0,08/Tag)

Hallo!
Zuerst mal: immer rechtlichen Rat vom Fachmann einholen. Viele Anwälte bieten eine sogenannte Erstberatung zu einem festen Satz an. Danach kann man entscheiden, ob weitere rechtliche Unterstützung vom Fachmann notwendig ist.
Nun du deinem Problem: jeder Anwalt wird dir sagen, dass es Wohnrecht und Nießbrauch gibt. Beim Wohnrecht hast du bei dem von dir beschriebenen Fall keine Verpflichtungen, beim Nießbrauch ist das anders. Aber geht zum Anwalt. Es gibt nämlich noch andere Dinge, die zu beachten sind (Schenkungssteuerfreibetrag).
Gruß,
mrs_parker
 
24.06.2012 18:35 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

ischi20

Mitglied seit 24.10.2004
1.300 Beiträge (ø0,36/Tag)

@mrs parker,

das ist definitiv falsch, was Du da schreibst. Von wegen keine Verpflichtungen. Beim Wohnrecht hat der Hauseigentümer die gleichen Pflichten, die auch ein Vermieter hat. Also alles was am Haus kaputt geht muss, der Eigentümer zahlen, der Bewohner ist fein raus.

Ich kenne einen Fall, in dem ein Wohnrechtler im Altenheim sitzt aber immern noch das Wohnrecht hat und damit die Wohnung blockiert.

Beim Nießbrauch hat der Nießbraucher das Recht die Wohnung weiter zu vermieten, z.B. in eine kleinere Wohnung (oder zum neuen Liebhaber), inwieweit er für die Reparaturkosten aufkommen muss, weiß ich nicht.

ischi
 
24.06.2012 21:34 Diesen Beitrag drucken Beitrag als PDF generieren Auf dieses Thema antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mrs_parker

Mitglied seit 11.10.2011
85 Beiträge (ø0,08/Tag)

@ischi,
was du da schreibst stimmt, aber das war ga rnicht die ursprünglichgestellte Fage, die da war: "Muß bei Heimunterbringung Unterhalt gezahlt werden?" Und da ist die knappe Antwort wie von mir oben beschrieben.

mrs_Parker
 
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