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halbhängende Geranien überwintern - welcher Platz ist besser???

Vom 18.09.2009 21:33 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Penelope9 Küchenjunge


Mitglied seit 08.05.2004
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Hallo,

erst einmal sorry, dass ich dieses Thema zum 1000. Mal eröffne, aber ich habe mich nun durchs Netz gelesen und bin auch nicht schlauer als vorher! Die einen raten die Balkonkästen so wie sie sind in den Keller zu stellen, die einen sagen hell die anderen dunkel. Wieder andere raten die Pflanzen mit der Wurzel nach oben aufzuhängen, mal ist die Wurzel eingepackt mal nackt! Mal schneidet man zurück mal nicht!!! Ich werd einfach nicht schlauer. Platzmäßig könnte ich eigentlich alle Varianten durchspielen.

Ich habe sowohl einen sehr dunklen, kalten Keller (könnte bei Frost schon an die 0 Grad rankommen!) oder einen hellen, wärmeren Keller so ca. 10-15 Grad! Was wäre denn jetzt besser??? Der dunkle, kalte Keller kann nicht "durchs" Haus erreicht werden, so dass ich im Winter wohl nicht all zu oft dran denken werden zu gießen, aber ich glaube das wäre nicht so tragisch oder? Reicht im dunklen Keller 1 x pro Monat? Und im hellen? Wie oft gießt man da??

Da ich mind. 25 halbhängende Geranien habe, könnte ich ja mal mehrere Varianten ausprobieren Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Werde es auch mit Stecklingen versuchen, allerdings würde ich die ja erst jetzt entnehmen, da habe ich wohl ein wenig gepennt! Verdammt nochmal - bin stocksauer ! Da sollte ich - lt. Internet - so 2-3 Stk. in ein Töpfchen pflanzen und dann ne Frischhaltefolie drüber stülpen, um einen Treibhauseffekt zu erziehlen. Die Folie soll wohl nur zur Bewurzelung drüber bleiben oder??? Sollen die den ganzen Winter über warm und sonnig stehen und öfters gegossen werden???

LG
Penelope
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Vom 18.09.2009 22:24 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Swenja2008 Suppenkoch


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hallo,
mach dir mal nicht so einen Stress. Die einfachste, selbst erprobte Variante ist die: unverholzte Jährlinge (das sind Pflanzen die als Jungpflanzen oder Stecklinge vom Sommer kultiviert wurden) ganz normal in der kühlen Küche oder kühlem Schlafzimmer/Hausflur auf dem Fensterbrett in idealerweise Südlage mit ausreichender Durchlüftung weiter kultivieren. Sie stehen dann wie normale Zimmerpflanzen und dürfen nur soviel gegossen werden, daß das Substrat nicht austrocknet. Zupfe alles welcke Zeugs ab und schneide die verblüten Blüten immer gleich ab. Ab März kannst du dann sorglos mit der Düngung anfangen und neue Stecklinge nehmen. Ab April/Mai kann man die Pflanzen wieder ganz normal feucht-giessen, düngen und raussetzen. Nimm dann von den überwinterten Stammpflanzen neue Jährlinge und überwinter im nächsten Winter nun die Jährlinge und lass die 2jährigen im Keller eingehen.

Geranien sind leicht als Zimmerpflanzen im Winter zu überwintern, kühl stellen, nicht übergiessen, nicht düngen und ordentlich welkes Laub zupfen. Im Rythmus der Jahreszeit kann man an ihnen gut beobachten, wann sie Kraft aus der längeren Helligkeit von März an ziehen. Im Februar denkst du noch: manno, die gehen ein und auf einmal im März ziehen die Pflanzen plötzlich an.

In den dunklen Keller würde ich nur verholzte Geranien stellen, die braucht man auch nicht giessen, da sie verholzt überwintern können.

Vergiss das Aufhängen und schon gar keine Folien. Den dunklen Keller würde ich Jährlingen auch nicht an tun. Wahr ist, daß Geranien daß ganze Jahr als Stecklinge kultiviert werden können, aber bitte in einem normalen Topf, mit viel Licht. Von März bis September bilden sie prächtige Pflanzen aus. Von Oktober bis März aber nur unter künstlichen Sommerbedingungen.

Tschüs
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Vom 18.09.2009 22:31 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Swenja2008 Suppenkoch


Mitglied seit 23.09.2008
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P.S.: die Jährlinge erst bei einer Temperatur von unter 5 grad nachts reinholen, vorher möglichst in Südlage draussen lassen. Eine verkürzte Überwinterzeit ist besser für ihren Erhalt.

Manchmal reicht es (berliner Raum) bei den Temperaturen bis kurz vor Weihnachten. Ich habe Geranien auch erst am 20. Dezember reingenommen und am 30. März wieder rausgesetzt. Alle haben überlebt.

Tschüs
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Vom 19.09.2009 00:27 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Taratatatouille Küchenjunge


Mitglied seit 14.08.2009
327 Beiträge (ø0,32/Tag)
Hallo Penelope,

viele Wege führen nach Rom - so ähnlich ist es wohl mit den Geranien. Ich z. B. hole meine Ende Okt. aus den Kästen, kürze Wurzeln und die Triebe mehr als drastisch, dicke Wurzeln schneide ich fast ganz ab, es bleiben also sowohl "oben" als auch "unten" je ca. 10-15 cm stehen. Die Wurzeln tauche ich nochmals kurz ins Wasser, dann kommt erst mal alles in Plastiktüten, verschiedene bei verschiedenen G-Sorten, Lagerung Garage. Bis ich dann mal Lust habe, alles in kleine Töpfe mit frischer Erde zu setzen, meistens "zwischen den Jahren". Und dann ans Licht, habe ein von meinem Mann zusammengeschustertes Gewächshaus, das halten wir bei Frost mit nem Heizlüfter frostfrei. (Da mein Mann bei einem E-Werk gearbeitet hat, ist der Strom für uns nicht ganz so teuer. )

Vielleicht könnte man die Geranien ja noch länger in der Garage lagern, aber ab Ende Febr. spätestens März brauchen sie Licht, sie müssen ja komplett neu auslaufen. Und: Gärtner benutzen oft Wachstumhemmer, damit sie schön kompakt bleben, ohne werden sie ganz schön lang. Ich muß sie spätestens Ende April wieder in die Kästen pflanzen, sonst würde mir zuviel abbrechen. Raus kommen meine erst Mitte Mai. Der Wind ist hier im Frühjahr so stark, da müssen sie erst etwas Fuß gefaßt haben.

Und das mache ich mit meinen Geranien nur einmal, dann sind wieder neue Stecklinge fällig. Die mache ich Anfang August, einfach in 10er Trays - nichts mit gespannter Luft, da faulen Geranien viel zu schnell. Und zu der Zeit schlagen sie auch ganz schnell Wurzeln.

Mann, das ist jetzt ganz schön lang geworden. Und ich müde.

Gute Nacht und LG
Monika
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Vom 19.09.2009 10:04 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

jule-paule Hendlgriller


Mitglied seit 29.10.2007
3.945 Beiträge (ø2,36/Tag)
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Hallo,

ich stelle meine zwei Geranientöpfe einfach ins Winterquartier, normales Tageslicht, tags nicht über 12 Grad, nachts bis an die 0 Grad, je nach Winter... Gegossen werden sie sehr spärlich. Im Frühjahr schneide ich alles Trockene ab. Die Töpfe sind bestimmt schon 10 Jahre alt.

LG Jule
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Vom 19.09.2009 13:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Swenja2008 Suppenkoch


Mitglied seit 23.09.2008
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hallo,
also ich habe jetzt nochmal deinen Text etwas auseinandergepflückt @penelope9. Also fasse ich mal zusammen.

1. Man kann zwar Stecklinge das ganze Jahr kultivieren, allerdings müsstest du dann darauf achten, daß sie mind. 12 Stunden Sonnenlicht haben, das kann man mit Lampen künstlich nachmachen. Ist aber nun, weil mitte September, sehr umständlich. Deshalb zieht man Stecklinge lieber von Mai bis September.

2. Es gibt einen Unterschied, ob du Jährlinge überwintern willst oder ältere verholzte Pflanzen. Die Älteren können Wasser besser speichern, weshalb man diese auch für 3 Wintermonate getrost in den dunklen Keller räumen kann. Da muß man nur alle 4 Wochen überprüfen, ob das Substrat nicht vor Trockenheit staubt und gibt bei Bedarf ganz wenig Wasser an die Pflanzen. Jährlinge benötigen mehr Wasser und Licht, weshalb man sie getrost in einem kühlen Raum mit Licht, kühler Luft und Wasser in ihren Behältnissen belassen kann. Aber alles Welke muß sofort ab, denn es bilden sich gerne Pilze daran und dann gehen sie ein.

3. Die Tütenmethode wie z.B. von @Taratatatouille beschrieben, eignet sich, wenn man nicht genügend Platz hat, die Pflanzen in den Gefässen zu belassen. 'zwischen den Jahren' heißt, daß man die Pflanzen nur max. 2 Monate beutelt, um sie dann zu topfen. Das Verschneiden der Wurzeln und Triebe muß man beim Beuteln aber machen, damit die Pflanzen künstlich in den Ruheschlaf gebracht werden. Denn Wurzeln und Triebe brauchen Nährstoffe, um sich zu erhalten. Wenig Wurzeln und Triebe heißt wenig Nährstoffe nötig. Die gibt es ja auch beim Beuteln nicht-woher denn?

4. zu den Temperaturen. Geranien mögen keine Temperaturen unter 5 grad. Im Sommer bei ausreichend Licht und Wasser stehen sie gern vollsonnig, auch bei 32 grad im Schatten. Viel giessen versteht sich natürlich. Wenn aber die Tage kürzer werden, die Temperaturen runtergehen, verlangsamt sich ihr Stoffwechsel. Sie benötigen dann weniger Wasser, keinen Dünger und können bei wenig Licht bei Temperaturen von 5-16 grad gut 2-3 Monate aushalten. Man merkt deshalb im März spontan, wenn die Tage länger werden, wollen auch die Geranien wieder wachsen.

Du kannst getrost mal alles ausprobieren. Andere Leute machen andere Erfahrungen und dann ist es auch noch Sortenabhängig. Es gibt Sorten, die man vielleicht auch aufhängen muß. Aber ich kenne keinen, der sowas macht.

Tschüs
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Vom 20.09.2009 14:27 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Penelope9 Küchenjunge


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Hallo und danke für die ausführlichen Antworten.

Ich habe hier 20 halbhängende, dunkelrote Geranien, welche ich erst dieses Jahr gekauft habe. Diese wollte ich mal "versuchen" durchzubringen. Ich werde sie - wie sie sind - wahrscheinlich Mitte/Ende Oktober in den hellen, nicht zu kalten Keller stellen und die ganzen Blüten entfernen (auch evtl. Triebe) das Zurückschneiden werde ich mir sparen könne, da sie leider dieses Jahr (bis Ende Juli hatten wir nicht wirklich Sommer Was denn nun? ) nicht recht lang geworden sind.

Mal ne Zwischenfrage: An was liegt es, wenn sie ganz leicht - kaum dass man mal die Blüte berührt, gleich alle Blätter fallen lassen?? Mir tut schon meine Schwiegermutter leid, die unter mir ihren Balkon hat, da liegen ständig rote Blätterchen rum!!!

Gestern habe ich einige Stecklinge in normale Blumenerde gepflanzt und mit einem Frischhaltebeutel ein Treibhausklima geschaffen. Ich stelle sie - so lange es noch geht - raus in die Sonne, bin mir aber nicht sicher, ob sich jetzt noch Wurzeln bilden werden. Ausserdem bin ich ab nächsten Samstag 10 Tage im Urlaub und ich glaube das überleben sie nicht zum Heulen Wenn ich sie vorsichtshalber vorher ins Haus hole, müssten die Steklinge dann mal gegossen werden????

Mit 3-5 Geranien werde ich aber trotzdem mal die Hängemethode probieren - interessiert mich einfach mal!!!

LG
Penelope ...
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Vom 20.09.2009 14:50 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Swenja2008 Suppenkoch


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hallo,
alle Geraniensorten haben eine Gemeinsamkeit: sie blühen so intensiver, so mehr man die Blüten schneidet und auskneift. Wenn du die Blüten rechtzeitig vor dem Ausfallen rausnimmst, dann dürften sie auch die Blütenblätter nicht mehr so sehr streuen und bilden aber an den Sprossachsen neue Blüten aus.

Bei dem Treibhausklima mußt du darauf achten, daß du den Beutel über den Stecklingen über Mittag immer mal lüftest.

Wenn du jetzt für 10 Tage in den Urlaub fährst, dann frage doch bitte deine Schwiegermutter oder Freundin, ob sie wenigstens einmal in der Zeit (am 5. Tag) zum Giessen vorbeigeht. Die Tütenstecklinge würde ich in den Halbschatten räumen und die Folie auf einer Seite hochnehmen. Du willst die Stecklinge doch nicht dünsten-oder?

Zurückschneiden würde ich auch in dem Fall etwas. Nicht bis runter, aber bis unter die Blüte. Das mußt du aber nicht gleich machen, wenn du sie in den Keller stellst, sondern erst etwas später, wenn sie welke ansetzen.

Tschüs
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Vom 20.09.2009 21:15 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Penelope9 Küchenjunge


Mitglied seit 08.05.2004
154 Beiträge (ø0,05/Tag)
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Hallo Svenja2008,

danke nochmals für die ausführlichen Tipps!! Küsschen

Ich werde meine Stecklinge vor dem Urlaub noch in die Wohnung holen, denn Anfang Oktober kann es ja nachts schon ganz schön frisch werden, ausserdem müssen ja meine Pflanzen in der Wohnung auch mal gegossen werden, dann geht es in einem hin. hechel...

Wie lange sollte man denn die Folie drauflassen??? Und kann ich die Stecklinge später auch mal in den Keller räumen, denn über den Winter ist es in unserer Wohnung manchmal ganz schön warm Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

LG
Penelope
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Vom 20.09.2009 22:32 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

salvy  Chefkoch


Mitglied seit 15.08.2007
13.849 Beiträge (ø7,93/Tag)
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Hallo Penelope,

das Abfallen der Blütenblätter ist eine Eigenart der hängenden Geranien - die putzen sich selber aus, was oft von Vorteil ist. Wenn das zu störend ist, solltest du besser stehen Sorten verwenden, bei denen man die welkenden Triebe deutlich erkennt und abkneifen muss.

lg
Salvy
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