Bär Dachs & Co.
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![]() Mitglied seit 23.04.2006 |
Aber mein Thema geht eher an diesen stupiden Zoo Soaps vorbei in Richtung Verzehr von genannten Tieren. Ich wurde von meinem Bruder überrascht mit einem Braten vom Biber. Im Delikat (Spezialladen für ausgefallene und oft auch unerschwingliche Produkte in der DDR) wurde ich auch mit Bärenschinken konfrontiert. Ebenso gab es in gut sortierten Fischläden der DDR bis Anfang der 70er Jahre Walfleisch und auch Langusten zu kleinem Preis. Am abenteuerlichsten ist aber die Schilderung meines Vaters, der ebenfalls in den 70er Jahren am Strand von Warnemünde zu gewissen Zeiten Bär am Spieß angeboten bekam. Ich habe unter vorgehaltener Hand zu hören bekommen, dass zu frühen DDR- Zeiten der überschüssige Nachwuchs an Braunbären auf diese Art vermarktet wurde. Ich finde das allemal besser, als diese Tiere verwertungslos abzudecken, oder sie nicht als Raubkatzenfutter zu verwerten. Skrupel habe ich persönlich keine, das Fleisch solcher Tiere zu essen. Auch nicht das vom Dachs etc. Wie steht ihr dazu |
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![]() Mitglied seit 30.08.2007 |
Hallo
Das ist noch heute so und überall dort wo kleine niedliche Bären die Leute anziehen. Wenn die süßen Teddys groß geworden sind ,sind sie unerwünscht. Von anderem Fleisch der genannten Tiere habe ich keine Ahnung. Liebe Grüsse, Dinknesh Ich geh zu Bett, is spät. Hat ein Leben ohne Mann Sinn ? |
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![]() Mitglied seit 23.04.2006 |
ja danke für deine schnelle Reaktion, Dinknesh,
jedenfalls finde ich deine Einstellung o.k., denn nichts ist schlimmer als diese geheuchelten Skrupel. Der Mensch hat sich in der Evolution zum Allesfresser entwickelt und da ist es egal. ob er Schwein, totes Huhn oder Ratte ißt. Die Hauptsache ist, es wird kulinarisch so zubereitet, dass er es essen mag. LG, u.d.b. |
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![]() Mitglied seit 18.11.2004 |
Es ist nicht egal, wenn man sich einmal ueberlegt, wie diese Tiere gehalten bzw. gejagt und dann getoetet werden. Ich koennte z.B. kein Kaenguruhfleisch essen, da ich in Australien lebe und weiss, was 'kangaroo culling' bedeutet, was da genau vor sich geht, wie elend diese Tiere sterben und wie man mit 'ueberschuessigem Nachwuchs' im Beutel verfaehrt. Da will ich gar nicht wissen, wie es schmeckt, weil mir schon vorher der Appetit vergeht. Dieser Skrupel ist nicht geheuchelt sondern aus voller Ueberzeugung. Vom Aussterben bedrohte Tierarten sind eh tabu, auch wenn man deren Fleisch hier und dort noch bekommen koennte, wie z.B. echte Schildkroetensuppe oder sog. 'bush meat' in Afrika.
LG Ingrid |
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![]() Mitglied seit 19.10.2004 |
Hallo,
u-bratwurst, geht es Dir allgemein um "exotisches" Fleisch oder nur um die von Dir genannten. Ich freue mich immer, wenn ich höre, dass früher in Deutschland heimische Tiere sich wieder ansiedeln. Z.B. Wölfe, Luchse und Bären. Deswegen würde ich deren Fleisch gar nicht essen wollen. Nicht aus freier Wildbahn, denn dort sollen sie leben und schon gar nicht aus Haltung. Ich brauche auch keine Haifischflossensuppe, weil ich weiß, wie die Haifischflossen "geerntet" werden und was mit dem "Rest" passiert. Ich brauche auch keine Schildkrötensuppe, Froschschenkel oder ähnliches. Noch nie gegessen und trotzdem nehme ich mir (entgegen meines sonstigen Mottos) das Recht heraus zu sagen, dass ich sowas nicht mit Appetit essen könnte. Aber vielleicht muss man gar nicht die gesamte Flora und Fauna auf dem Teller gehabt haben und kann trotzdem weltoffen und aufgeschlossen sein? Ich betrachte meinen kulinarischen Horizont jedenfalls deshalb nicht als beschränkt, es gibt wirklich genug für mich zu essen. Gruß vom greeneyedmonster |
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![]() Mitglied seit 15.11.2005 |
Moin,
die Frage ist vor allem: wird das Fleisch gegessen, weil der Verzehr exotischen Fleisches chic ist? Wenn bisher nicht genutzte Fleischsorten eh vorhanden sind und damit Versorgungslücken gefüllt werden können, find ichs grundsätzlich ok. Grüße von Brigitte |
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![]() Mitglied seit 18.11.2004 |
Ich finde es auch nicht weltoffen und aufgeschlossen sondern dekadent. Ein Allesfresser ist kein fortschritllicher Mensch, eher Neanderthaler. Man sollte zumindest wissen, wie das Fleisch auf den Teller kommt, um eine informierte Entscheidung zu treffen und dabei ausser Geschmack auch Moral und Ethik beruecksichtigen.
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![]() Mitglied seit 19.10.2004 |
OZ, das sehe ich genauso, konnte es nur nicht so direkt schreiben
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![]() Mitglied seit 15.11.2005 |
Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit unterschreib ich bei Ingrid.
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![]() Mitglied seit 15.11.2005 |
@u-bratwurst
Du schreibst nichts ist schlimmer als diese geheuchelten Skrupel. Weshalb unterstellst Du Heuchelei? |
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![]() Mitglied seit 23.04.2006 |
Mir geht überhaupt nicht um Exoten, geschweige denn um Tiere, die vom Aussterben bedroht sind.
Auch ich finde es perfide, Haifischflossensuppe zu essen und dafür das ganze Tier zu opfern. Aber das hatte ich auch gar nicht angefragt! Also lest euch meinen Beitrag genau durch, bevor ihr hier so loswettert!!! |
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![]() Mitglied seit 19.10.2004 |
u-bratwurst, deswegen habe ich ja nachgefragt worum es Dir geht.
Ein Bär ist für mich aber trotzdem noch ein Exot. Was ist er denn für Dich? |
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![]() Mitglied seit 19.10.2004 |
Und es ergibt sich zwangsläufig, dass bei so einem Thema auch andere, damit zusammenhängende Themen angesprochen werden. Dazu haben wir unsere Meinung geäußert und Du Deine. Gewettert hat da niemand aber wenn Du nur hören wolltest, wie toll z.b. Bärenfleisch ist und dass man niemals nicht Skrupel haben sollte wenn es Fleischsorten geht, dann bin ich versehentlich im falschen Thread gelandet. Tut mir leid.
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![]() Mitglied seit 16.06.2007 |
Dem Hai die Flossen abzuschneiden und im Meer verrecken lassen ist natürlich viiiel sinniger.... Ehrlich gesagt, finde ich hier gar keine Worte, das Passende wurde schon weiter oben geschrieben. Brutzel |
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![]() Mitglied seit 19.10.2004 |
Nene, Brutzel, ich hatte das jetzt so verstanden, dass er das schon so meint. Haifischflossen werden nun mal leider so gewonnen und das Tier wird entsorgt. Daher, unakzeptabel für die Ernährung.
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![]() Mitglied seit 18.11.2004 |
Aha, und warum ist es besser, 'ueberschuessigen Nachwuchs' von Braunbaeren zu vermarkten als die verwertungslos abzudecken? Woher kommt denn der ueberschuessige Nachwuchs? Da werden doch wohl keine jungen Baeren in der Wildnis abgeknallt, sondern es handelt sich entweder um ein unerwuenschtes Nebenprodukt in Gefangenschaft gehaltener Baeren oder um verwaiste Baeren, deren Muetter abgeschossen wurden und somit verhungern wuerden.
Bei Kaenguruhs ist es aehnlich. 70-80% aller erlegten Tiere sind weiblich, die meisten haben ein Joey im Beutel. Da diese fuer die Futterverwertung nutzlos sind, werden sie mit einem Knueppel totgeschlagen. Sie sind also nur ueberschuessig, weil sie als Abfallprodukt angesehen werden. |
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![]() Mitglied seit 23.04.2006 |
Nochmal zum Verständnis für alle !!!, die nicht lesen können oder wollen, und hier einen auf entrüstet machen.
Ich esse weder Haifischflossen- noch Schildkrötensuppe, aus den gleichen, hier genannten Gründen. Ich kann auch mit der Sportjagd auf Känguruhs nix anfangen. Das ist mir alles zuwider. Und ich meinte auch nicht gejagte Bären und deren Nachwuchs, sondern die im ZOO. Den überzähligen Nachwuchs, der erst mal hochgepäppelt wird, um ihn dann an ander Zoos zu verkaufen, und den man dann nicht loswird, meine ich. Den dann mit der Giftspritze zu töten und zu entsorgen ist für mich perfider, als ihn zu verwerten. Verstanden! Und mit Biber meinte ich Nutria, der zur Fellgewinnung gezüchtet wurde und das Fleisch nebenbei anfiel. Und wenn der Dachs ein Jagdtier war ober ist, dann sollte das Fleisch auch gegessen werden. Und da habe ich eben keine Skrupel. So und nun weiter Mäuler zerreißen! |
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![]() Mitglied seit 18.11.2004 |
Warum fragst du, wenn du es gar nicht wissen willst? Wenn du nur mitteilen wolltest, wie du dazu stehst und was du so alles isst, dann kann ich dir sagen, dass es niemanden interessiert. Ein ueberzaehliger Nachwuchs aus einem Zoo, den man nicht los wird, ist doch genau das, wovon ich geschrieben habe: in Gefangenschaft gehaltene Baeren. Diese Baeren werden ja offensichtlich nicht zur Konservation der Arterhaltung gehalten, sondern weil damit Geld zu machen ist. Vielleicht solltest du einmal genauer lesen und die Sache von verschiedenen Perspektiven betrachten, bevor du den Leuten eine eigene Meinung zu diesem Thema absprichst. Oder du fragst erst gar nicht danach, wenn du deine Meinung fuer die allein gueltige haelst und zu sachlichen Argumenten nur mit Unverschaemtheit reagieren kannst. |
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![]() Mitglied seit 18.11.2004 |
Noch was: niemand hat dir verboten oder entgegen gehalten, dass du Baer, Dachs und Bieber isst. Man hat dir auf deine ausdrueckliche Frage nur geantwortet, dass es fuer viele nicht in Frage kommt und warum. Viele Menschen sind auch gegen Tierhaltung zur Fellgewinnung, von daher stellt sich die Frage, wohin mit dem Kadaver, erst gar nicht. Genauso koenntest du argumentieren, wenn man einen Stier schon zu Tode quaelt zur Volksbelustigung, kann man auch sein Fell und Fleisch verarbeiten. Damit waere alles entschuldigt, denn der Zweck heiligt die Mittel.
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![]() Mitglied seit 15.11.2005 |
Punkt.
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![]() Mitglied seit 21.08.2007 |
Ich weiß jetzt nicht genau, worauf u-bratwurst hinaus wollte, aber ich finde es immer wieder interessant, wie man es moralisch an der Größe der Population festmacht, ob es okay ist, Tier X (z.B. ein Schwein) zu essen, oder ob es bei Tier Y (Buckelwal z.B.) verwerflich ist. Dem Schwein ist es ebenso egal, ob es von seiner Art noch Abermillionen gibt, wie es dem Buckelwal egal ist, ob es von seiner Art nur noch Hunderte gibt. Für beide ist nur wichtig, dass sie für uns sterben sollen - und vor allem wie. Letzteres sollte m.E. im Fokus stehen, nicht die Frage, ob die Art vom Aussterben bedroht ist. Man könnte sogar die Frage stellen, ob es nicht moralisch besser ist, einen 200.000-kg-Blauwal zu schlachten als 2.000 100-kg-Schweine. Wenn man schon Fleischesser ist, ist es dann nicht wichtiger, WIE das Tier auf den Teller kommt als WELCHES Tier?
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![]() Mitglied seit 07.04.2006 |
Und ein Schwein bleibt ein Schwein, zum Nutztier wurde es nur gemacht, und zwar vom Menschen! Ebenso die Rinder, Hühner und co. Die waren nicht irgendwann da, nur damit wir sie essen können.
Und eben aus diesem Grund der tierunwürdigen Haltung, esse ich Fleisch von Biotieren aus meiner Umgebung oder eben gar nicht. Oft eben gar nicht. Ansonsten unterschreibe ich dick und fett bei Originalzeppi!!! |
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![]() Mitglied seit 23.04.2006 |
Feldfrüchte in Richtung Getreide sind eigentlich das Letzte, was wir uns antun sollten. Damit haben sich unsere Ahnen ihr Gebiss ruiniert und da wir im Prinzip als Jäger und Sammler in die Geschichte eingingen, erübrigt sich die ethische Frage nach dem WAS wir essen sollten.
Das waren nun mal Beeren und Bären, da beißt die Maus keinen Faden ab. Ich lese hier nur, wie man sich echauffiert, anstatt sachlich an das Thema ranzugehen. Es war meine Absicht, das Thema kontrovers anzugehen, aber das hier läuft auf eine Aburteilung hinaus und das habe ich nicht nötig. Tut mir leid! |
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![]() Mitglied seit 18.11.2004 |
TPunkt,
hier ging es um den Verzehr von Exoten, da muss man nicht zum x-ten mal die Grundsatzfrage aufwaermen, ob man ueberhaupt Fleisch essen soll, oder ueber artgerechte Haltung und humane Schlachtung (falls es das ueberhaupt gibt) diskutieren. Dass man sich darueber Gedanken macht, WIE das Fleisch auf den Teller kommt, setze ich bei einem intelligenten Menschen voraus. |
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![]() Mitglied seit 26.10.2009 |
die meisten fleischfreesenden tiere, wie fuchs, dachs oder baer, haben einen sehr penetranten geschmack
allerdings sind gerade dachs und baer eher allesfresser, weshalb sie zumindest zeitweise, wenn saisonal bedingt mehr pflanzliche nahrung auf dem speisezettel steht, durchaus essbar sein sollen. baeren zum beispiel ernaehren sich im spaetsommer ueberwiegend von blaubeeren. in frueheren zeiten hat man sowas wohl wesentlich oefter gegessen. wal- und robbenfleisch sind mir als nahrungsmittel bekannt, wobei ich den tranigen geschmack von robbenfleisch grenzwertig finde. wal dagegen, in duenne scheiben geschnitten, mit olivenoel, knoblauch und kraeutern mariniert, ist als grillfleisch fast nicht zu ueberbieten. aber ausserhalb weniger laender der erde wohl eher "hard to get", was auch nicht so schlimm ist. biber habe ich noch nicht gegessen, soll aber auch einen ziemlich strengen geschmack haben. vom biber habe ich mal etwas anderes probieren muessen. und zwar - und jetzt kommt's - legen die schweden die analdruesen des maennlichen bibers in reinem alkohol ein. die analdruesen produzieren ja nun die ganzen duftsekrete, mit denen der biber sein revier markiert. und die sind besonders gut in alkohol loeslich. das ganze soll angeblich gegen alle krankheiten einschliesslich beulenpest helfen, und der glaube daran war war bei den schweden frueher derart tief manifestiert, dass sie landesweit auf der suche nach dem allheilmittel den biber ausrotteten. heute wird er wieder muehsam angesiedelt. ach ja, wie schmeckte dieser biberschnaps? boah, das war derbe. ein teerartiger, animalischer geschmack, der auch nach einer halben stunde noch nicht aus dem rachenraum gewichen war. mein gesundheitszustand ist aber in ordnung. war er allerdings auch davor schon. |
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