Hochzeitstag und verstorbener Ehepartner........
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![]() Mitglied seit 10.06.2004 |
ich wusste nicht genau, wie ich die Überschrift formulieren soll. Es geht um folgendes : Meine kleine Schwester ist seit ein paar Wochen Witwe. In ein paar Tagen hätte sie den 5. Hochzeitstag. Ich habe bisher jedes Jahr an dem Tag angerufen um ihr zu gratulieren. Gratulation fällt natürlich nun flach, aber wie soll ich mich verhalten ? Soll ich gar nicht anrufen ? Und wenn ich anrufe, was soll ich sagen ? Ich bin ein wenig hilflos, denn einerseits will ich nicht an der frischen Wunde rühren und andererseits will ich aber auch nicht stillschweigend über diesen Tag hinweg gehen. Hat jemand von den Usern einen guten Rat für mich ? LG momu17
...Champagner, Champaaagner, für aaalle... |
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![]() Mitglied seit 20.01.2003 |
Oh manno, dass ist natürlich eine schwierige Situation! Hast du die Möglichkeit, deine Schwester an diesem Tag zu besuchen und sie einfach in den Arm zu nehmen?
LG belli |
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![]() Mitglied seit 27.04.2004 |
@momu
es ist deine kleine Schwester wie du es machst, du machst es richtig lg olga4 |
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![]() Mitglied seit 26.11.2000 |
Hi momu -
"gar nicht anrufen" und "stillschweigend drüber hinweg gehen" geht sicher gar nicht - denn selbstverständlich kennt Deine kleine Schwester sehr wohl die Bedeutung dieses Tages und sie weiß wohl auch sehr gut, dass DU sie kennst....! Guter Rat ist schwierig - ruf´einfach an; es ist nicht zu vermeiden, dass Du an eine Wunde rührst, aber allein und ohne Trost gelassen zu werden ist noch unerträglicher! Rede, oder höre zu, oder beides.... das Gespräch wird sich finden.... Gruß an Dich - hannnes |
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![]() Mitglied seit 09.01.2009 |
Hallo momu,
sicher gibt es kein allgemein gültiges Rezept. Ich kann nur sagen, wie ich mich bei meinem verwitweten Bruder verhalten habe. Ich rief ihn an und sagte ihm, dass ich mir vorstellen könnte, wie schwer dieser Tag für ihn sei und dass ich an ihn denke und mit ihm fühle. Er sagte mir später, dass ihm dieser Anruf sehr gut getan habe, es sei jedoch der einzige gewesen. Alle andere hatten wohl auch Bedenken, Wunden wieder aufzureißen. Er hätte jedoch trotzdem daran gedacht und der Trost tat ihm gut. Entscheide doch einfach nach Gefühl, Du kennst Deine Schwester am besten! Alles Gute! Alex |
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![]() Mitglied seit 12.04.2004 |
Hallo momu,
vielleicht hast du die Möglichkeit deine Schwester an diesem Tag zu besuchen, natürlich immer unter der Voraussetzung dass sie es auch möchte. Sprech sie doch vorher darauf an, möglicherweise würde sie diesen Tag gerne in deiner Gesellschaft verbringen. LG WW |
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![]() Mitglied seit 22.10.2007 |
Hallo!
In der Familie meines Mannes hat sich da ein echt schöner Brauch eingeschlichen. An besonderen Tagen, wie Geburtstag und Hochzeitstag, trifft sich die Familie, auch wenn die betreffende oder eine betreffende Person verstorben ist. Solche Tage werden also dennoch "gefeiert" wenn auch eher als Gedenktag. Natürlich ist die Stimmung immer erst gedrückt aber zu vorgerückter Stunde hellt die Stimmung auf und es werden schon mal lustige Anekdoten vom Verstorbenen zum Besten gegeben. Für mich ist das ein guter und natürlicher Umgang mit dem Tod von Familienmitgliedern und es schweißt den Rest der Familie zusammen. Hinterher sagen wir immer: Er/Sie hätte das total schön gefunden, wenn sich die ganze Familie mal wieder trifft. Aber das passt natürlich nicht für jeden Menschen und für Jede Familie. Unbedingt nachfragen... LG Sue |
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![]() Mitglied seit 10.06.2004 |
Ihr Lieben, danke für Euere Antworten, ihr habt mir Mut zum anrufen gemacht. Besuchen geht leider nicht, da liegen 800 km dazwischen.
Hannnes, ich denke ich werde einfach anrufen und dann sehen was sich ergibt, wie Du schon sagtest, es wird sich dann finden. LG momu17
...Champagner, Champaaagner, für aaalle... |
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![]() Mitglied seit 19.06.2009 |
SueSues Idee finde ich schön, vielleicht aber nicht für so eine frische Wunde sondern für nächstes Jahr.
Wenn Du räumlich kannst ist es eine schöne Geste, einen Tag Beistand anzubieten. Und etwas weiter geblickt, falls das zu kurzfristig ist: Ich kann Dir verraten, es kommen noch mehr Termine mit Klos-im-Hals-Faktor. Geburtstag des Schwagers, Weihnachten, aber auch der Geburtstag Deiner Schwester (Paradox, aber u.U. schlimmer als der Geburtstag des Verstorbenen), Advent allgemein.... von außen übersieht man das gern, daher... ESCH |
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![]() Mitglied seit 10.06.2004 |
@eschbenlaub
Der Geburtstag meiner Schwester war erst............an dem Tag wurde ihr Mann beerdigt. LG momu17
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![]() Mitglied seit 19.06.2009 |
oh weh. Das arme Wesen....
ESCH |
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![]() Mitglied seit 22.10.2007 |
Och, das ist auch so was von traurig...
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![]() Mitglied seit 12.08.2009 |
Liebe Momu !
Ruf Deine Schwester an, es wird ihr gut tun das Du an ihren
Hochzeitstag denkst. Ich selber bin vor 15 Jahren verwitwet und auch wenn ich wieder neu liiert bin bedeutet es mir viel wenn sich jemand daran erinnert und dieser besondere Tag nicht vergessen wird. LG Bine |
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![]() Mitglied seit 31.03.2002 |
Stimme Dir voll zu @ Magicbine...
Jeder Tag, den man mit egal was für einem Ereignis in Verbindung bringt, sollte bedacht und gewürdigt werden! @Momu17: Ich kenne ja nun weder Euer Alter oder den Altersunterschied zwischen Euch, weiss auch nicht, wie Deine Schwester mittlerweile mit dem Verlust zurechtkommt...Wäre ich in Deiner Situation, würde ich anrufen mit den Worten: ................"Natürlich weisst Du noch, was vor 5 Jahren war...ich denke an Dich hier aus der Ferne und hab mich kaum getraut, Dich an diesem besonderen Tag anzurufen...Reaktion der Schwester wird erfahrungsgemäss positiv ausfallen... -keiner traut sich wahrscheinlich anzurufen -der erste Schreck ist überwunden... -man redet in liebevollem Gedenken über den Verstorbenen etc......... Ich denke, liebe Momu, Ihr werdet mindestens ne Stunde telefonieren und das Leben des Ehepaares Revue passieren lassen... So merkwürdig das tönt, denke, dass Ihr in der Erinnerung an IHN eher was zu lachen denn zu weinen habt... Kannst ja mal berichten. Knuddelgrüße an Dich und Deine Schwester LG Anne |
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![]() Mitglied seit 31.08.2005 |
Momu,
ruf sie an und lass ihr Zeit. Sie muss reden, schluchtzen, trauern... Und in den Arm genommen werden. Viele Bekannte lassen in so einer Situation die Leute allein. Hannes sagt ganz richtig "allein und ohne Trost gelassen zu werden ist noch unerträglicher" Falls Du die Möglichkeit hast, besuch sie bald mal für ein tränenfeuchtes Wochenende. Das meine ich nicht ironisch! LGvP. |
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![]() Mitglied seit 10.06.2004 |
@anne8964
Der Verlust ist für meine 'Schwester noch sehr schwer, ihr Mann ist ja erst 5 Wochen tot. Und wir sind 10m Jahre auseinander, d.h. ich bin 10 Jahre älter( mein Alter steht in meinem Profil ). LG momu17
...Champagner, Champaaagner, für aaalle... |
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![]() Mitglied seit 23.05.2006 |
Hallo Momu,
ich würde anrufen, da ein Besuch ja nicht möglich ist. Als mein Vater verstarb (glücklicherweise konnte er drei Wochen vorher noch den 40sten Hochzeitstag mit uns feiern) haben wir es so eingebürgert das sein Todestag, sein Geburtstag, der Hochzeitstag und na klar Weihnachten im Kreise der Familie gefeiert wird. Wenn an einem dieser Tage jemand nicht kann dann wird angerufen um wenigstens ein bißchen teilzuhaben und meiner Mutter zu zeigen das wir an Papa denken und sie nicht alleine ist. Das hilft ihr sehr viel sich mit uns zu erinnern.
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![]() Mitglied seit 04.12.2009 |
Hallo,
ich würde sagen, alle haben Recht. Einen Anruf würde ich auf alle Fälle machen. Sag ihr auch deine Gefühle, daß du nicht weißt, was du wirklich sagen sollst, es dir schwer fällt, die richtigen Worte zu finden. Wie schon gesagt wurde: Beim Gespräch ergibt sich das und manchmal ist es "einfacher" als man denkt. Vor zwei Jahren ist eine gute Bekannte mit gerade 41 Jahren gestorben. Kurz drauf, an ihrem Geburtstags-Tag bin ich zum Friedhof und habe mich auf eine Bank gesetzt und auf ihr Grab geschaut. Ihr Mann kam, setzte sich auf die Bank an ihrem Grab (ich saß einige Meter weiter weg) Zuerst habe ich mich nicht getraut hinzugehen, einige Minuten mit mir gehadert, dann dachte ich: MACH! Es wurde ein ganz tolles, sehr langes Gespräch und er hat sich gefreut, dass ihm jemand zuhört und auch Gefühle rausgelassen. Ruf an, wenn du ein gutes Verhältnis zu deiner Schwester hast, wird sie dankbar sein und sich freuen. Keine Scheu....trau dich. Liebe Grüße Javana CK-Gruppe: Der liebe Alltag: Probleme,Tücken und Freude *Tue was du willst aber schade keinem* |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Moinmoin,
meine Tante, deren Tochter mit Anfang 20 frisch verheiratet bei einem Autounfall starb, sagte mir einmal, es seit für sie unerträglich, wenn niemand mehr von ihr spricht, weil alle Angst haben, in "frischen Wunden zu rühren". Die Wunden sind da und sie schmerzen unsäglich aber wenn man noch dazu das Gefühl haben muss, alle Welt ignoriert dies offentlichtlichen Schmerzen, das ist unerträglich. Deshalb ist es so wichtig, mit dem Trauernden immer wieder über den Verstorbenen zu sprechen und sich gemeinsam zu erinnern. LG UTee |
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![]() Mitglied seit 07.02.2007 |
Moin Moin,
wäre ich an der Stelle deiner Schwester, würde ich einfach gern gefragt werden, wie ich das handhaben möchte. Ansonsten ist es bei uns in der Familie so, dass wir an Geburtstagen und Todestagen alle zusammen essen gehen und den Lieben so gedenken. Gruß, |
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![]() Mitglied seit 24.08.2005 |
Hallo
Ich schreibe eigentlich in keinem Thread mehr meine Meinung. Aber hier möchte ich was dazu sagen. Mein Mann ist vor Jahren auch kurz vor unserem 30.Hochzeitstag verstorben.Wir wollten mit der Familie feiern, in einer Gaststätte.Es hat da natürlich jeder schon Bescheid gewußt.Ich fand es dann schon sehr befremdlich,dass sich die meisten nicht gemeldet haben.Ich habe den Tag mit meinen Kindern verbracht und an meinen Mann und Vater gedacht.Wir haben Blumen auf das Grab geschaft,die meine Kinder mitgebracht hatten. Man kann ja eine so lange Zeit nicht einfach wegstreichen.Also,ruhig melden und ein paar Worte des Erinnern's sagen.Das geht mit Sicherheit nicht daneben,im Gegenteil.Auch wenn es erst mal wehtut. LG Gisela |
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