Tarifverträge
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![]() Mitglied seit 30.11.2005 |
Nach fast 3 Stunden vergeblichen Surfens möchte ich Euch um Hilfe bitten. Situation: Ab Montag kann ich bei einem Logisik-Unternehmen arbeiten. Im Internet habe ich nun schon herausgefunden, daß dieses Unternehmen wohl im AG-Verband ist, das hieße ÖTV bzw. ver.di, wenn ich richtig liege. Da ich das Unternehmen vorher ÜBERHAUPT nicht kannte, habe ich überlegt, nun endlich Gewerkschaftsmitglied zu werden (vor habe ich es seit Jahren, aber bis ich den Hintern hochkriege, um mich über die Materie zu informieren.... Kann mir jemand mit einem Link weiterhelfen (gern auch per KM)? Ich möchte mich informieren, bevor ich am Montag unterschreibe.... Schwuuups *diesichtrotzallerunsicherheitfreutendlichwiedereinenjobzuhaben* |
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![]() Mitglied seit 18.12.2007 |
Hallo Schwuuups,
kann man sich über solche "Dinge" nicht auch bei der zuständigen IHK erkundigen? Für den Einzelhandel habe ich dort Erkundigungen über den Tarifvertrag eingeholt. Lieben Gruß Monika |
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![]() Mitglied seit 20.12.2007 |
Hmm ich bin jetzt kein Experte für solche Fragen. Aber von der zuständigen Gewerkschaft kann man doch nicht auf den Tarifvertrag schliessen. Gerade verdi ist ja mittlerweile in so vielen Branchen aktiv und überall gelten soweit ich weiss verschiedene Tarifverträge.. Wenn mit deinem zukünftigen AG alles klar ist, sollte es kein Problem sein, dort eine Kopie des gültigen Tarifvertrags zu bekommen bzw. zumindest dessen Bezeichnung zu erfahren.
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![]() Mitglied seit 20.12.2007 |
PS: Mitglied bei verdi kannst du direkt auf deren Homepage werden (auf der rechten Seite klicken). Du musst das aber nicht, nur damit der Tarifvertrag für dich gilt..
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![]() Mitglied seit 20.07.2007 |
Die Logik erschließt sich mir jetzt nicht unbedingt.... Grüße Sylvia |
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![]() Mitglied seit 14.11.2007 |
Am ersten Arbeitstag gleich noch der Gewerkschaft beitreten... Das macht bestimmt nen total guten Eindruck beim Arbeitgeber!!!
Würde ich lieber auf die Zeit nach Bestehen der Probezeit verschieben... Grüße, Carrie |
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![]() Mitglied seit 28.10.2007 |
Hallo,
schau mal nach unter: tarifvertrag.de Falls der link entfernt wird bitte kurze Mail an mich. Die Seite leitet dich weiter. Ist toll! LG hardworkmaus |
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![]() Mitglied seit 04.11.2003 |
Hallo!
Gratuliere Dir zum neuen Job und noch viel mehr zu der völlig richtigen Entscheidung mit der Gewerkschaftsmitgliedschaft! Zu dem Einwand von Carrie möchte ich nur sagen: Gewerkschaftsmitgliedschaft ist eine vertrauliche Sache, das erfährt der Arbeitgeber gar nicht, so lange ich es ihm nicht auf die Nase binde. Tarifverträge gelten für Gewerkschaftsmitglieder. Das Aushandeln von Tarifverträgen aber auch die Herstellung dieser in Papierform und der Druck kosten Gewerkschaften eine immense Summe. Auch aus diesem Grund veröffentlichen Gewerkschaften ihre Tarifverträge meist nicht, da diese entstandenen Kosten aus Mitgliedsbeiträgen getragen werden. Und warum sollten dann schmarotzende Nichtmitglieder auch noch davon profitieren? Das wäre ja noch schöner! Zu Deiner Frage nach dem Antrag: komme zwar aus einem anderen Gewerkschaftsbereich aber ich habe mal bei verdi nachgeschaut: Auf Verdi.de findest Du zum einen ganz oben in der rechten Ecke ein Feld "Mitglied werden online". Das ist die eine Variante. Oder aber Du schaust oben links unter "vor Ort" und suchst Dir dort den für Dich zuständigen Bezirk (die Stadt/Region, in der die Firma ist) und rufst dort an. Da wirst Du beraten und bekommst Hilfe beim Mitglied werden. Ist wirklich ganz einfach und dort könntest Du auch alle noch offenen Fragen loswerden! Viel Erfolg und einen guten Start im neuen Job! Liebe Grüße Trinä (Nr. 106 im CdbU!) Mitglied der IzRdvAbMe.V. Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterläßt keine eigenen Spuren (Wilhelm Busch) |
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![]() Mitglied seit 19.10.2004 |
Hallo,
@Trinä: Gruß vom greeneyedmonster |
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![]() Mitglied seit 30.11.2005 |
Hallo noch einmal.
Vielen Dank für die vielen Antworten in der kurzen Zeit. Die angegebenen Links werde ich heute noch checken. Warum will ich gerade JETZT der Gewerkschaft beitreten? Nun, um ehrlich zu sein - ich sah die Gewerkschaft bisher immer als Verein mit Netz und doppeltem Boden. Alleine reißt man heutzutage nix mehr, wenn man dem Arbeitgeber allein gegenüber tritt; gemeinsam - wie in der Gewerkschaft - bewirkt man vielleicht doch was. Zugegebenermaßen klingt das sehr egoistisch. Nichtsdestotrotz "erkaufe" ich mir mit meinem Mitgliedsbeitrag und der Teilnahme an Gewerkschaftsaktionen doch auch deren Beistand. Oder? Bisher habe ich in Firmen gearbeitet, die im AG-Verband waren, und deshalb auch alle AN gleich entlohnt haben - nach Tarif nämlich. Das heißt, ich habe bisher immer von den Gewerkschaften profitieren können, ohne selbst Mitglied zu sein. Nun aber treffe ich auf eine Firma, die ich absolut überhaupt nicht kenne; es könnte mir also passieren, daß ich Hilfe brauchen KÖNNTE. Und wenn ich was will, sollte ich auch etwas dafür tun - in diesem Falle hieße das, endlich den Hintern hochzukriegen, und das zu machen, worüber ich schon lange nachdenke - BEITRETEN. Das ist der logische Schluß. Mir ist schon klar, daß ich dem AG sagen muß, daß ich gewerkschaftlich organisiert bin, wenn ich den Tarifvertrag nutzen will. Aber heh - wir reden hier doch nicht von einem kriminellen Verein. Klar könnte mich das den neuen Job kosten, und ich hab auch große Angst, weil ich sehr froh bin, endlich wieder was gefunden zu haben - trotz Krise. Doch wenn man mir wegen einer Gewrkschaftsmitgliedschaft kündigt, ist doch die Firma trotz ihrer augenscheinlichen Größe nicht "sauber". Oder? Mir wurde z.B. ein Jahresurlaub von 24 Tagen in Aussicht gestellt (also der nur der Mindesturlaub) und es gibt weder Urlaubs- noch Weihnachtsgratifikation - von anderen Sozialleistungen ganz zu schweigen. Nein, das beklage ich nicht, ich finde es nur ...... ungewöhnlich. Vielleicht bin ich in der Hinsicht verwöhnt, vielleicht verpasse ich aber auch etwas, was mir eigentlich "zustehen" würde. Ich weiß es einfach nicht, und bin verunsichert. In diesem Zusammenhang finde ich den Zeitpunkt des Beitretens nicht verkehrt gewählt - ebensowenig wie die Motivation dazu. LG, Schwuuups P.s.: Danke für die Glückwünsche! |
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![]() Mitglied seit 25.10.2008 |
Hallo Schwuuups,
normalerweise schließt man einen Arbeitsvertrag ab bevor man in einer neuen Firma beginnt. Im Arbeitsvertrag sollten/müssen alle für das Arbeitsverhältnis wichtigen Regeln aufgeführt sein z.B. Arbeitszeit, Entlohnung, Kündigung, Probezeit, Geschäftsordnung, Urlaub, und eben auch welcher Tarif dem Arbeitsverhältnis zu Grunde liegt. Bevor man unterschreibt redet man offen über solche Dinge im Vorstellungsgespräch oder telefoniert noch mal miteinander. Ich finde es schon sehr eigenartig, dass Du hier das www nötig hast und nicht mit Deinem neuen AG darüber sprichst. In meinen Augen eine ungünstige Startposition. Gruß Maxi |
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![]() Mitglied seit 30.11.2005 |
Nun Maxi -
ich glaube, das ist eine "normale" Startposition, wenn der Arbeitsmarkt nicht so wirklich viel hergibt, und man froh sein muß, überhaupt was zu kriegen.... Einen Arbeitsvertrag habe ich noch nicht, der muß erst noch unterschrieben werden. Aber ich habe beim 2. Gespräch einen Personalbogen ausüllen müssen, und dort wurden die Arbeitsbedingungen grob umrissen. Ich möchte mich nun VOR Unterzeichnung des Arbeitsvertrages schlau machen, denn wenn mein Willi erst einmal auf dem Papier ist, isses rum. Was ist daran falsch? Daß Du das eigenartig findest, kann ich mir nur damit erklären, daß DU einen Job hast. Nichts für ungut, Schwuuups |
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![]() Mitglied seit 19.10.2004 |
Hallo ich nochmal,
hat jetzt zwar nicht mehr unbedingt was mit Schwuuupses Frage zu den Gewerkschaften zu tun.... Also wenn ein Tarifvertrag ausgehandelt wird, gilt der doch für alle Beschäftigten in dem Unternehmen. Oder bin ich da jetzt doch auf dem falschen Dampfer? Stichwort Gleichstellungsabrede? Ich meine, dass ein aktiver Gewerkschaftler das vielleicht nicht mag, dass alle davon profitieren und nur die Mitglieder der Gewerkschaft "gekämpft" haben, ist klar. Aber das gibt es, oder? Gruß vom greeneyedmonster |
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![]() Mitglied seit 13.08.2006 |
Hallo Greeneyedmonster,
also ich denke, da kann ich Auskunft geben, als Gerwerkschafter, der auch inzwischen schon ein paar Arbeitskämpfe hinter sich hat Allerdings: Die Arbeitgeber wenden die Tarifverträge auf alle Mitarbeiter des Unternehmens an. Aus dem einfachen Grund: Würden sie das nicht tun, wären innerhalb kürzester Zeit alle Arbeitnehmer eines Betriebes in der Gewerkschaft und vor nix hat ein Arbeitgeber mehr Angst, als dass plötzlich seine Belegschaft zu 100% in der Gewerkschaft organisiert ist. Kleiner Nachtrag: Wird das Unternehmen, bzw. das Teilunternehmen verkauft und der neue Arbeitgeber plant Kündigungen, die aber noch durch einen geltenden, mit übernommenen Tarifvertrag für eine bestimmte Zeit ausgeschlossen sind, dann haben die nichtorganisierten Arbeitnehmer schlechte Karten, für die gilt dann kein Kündigungsschutz und sie können sehr schnell entlassen werden. Liebe Grüße, Biker Jeder Trottel kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren dieser Welt können keinen erschaffen! |
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![]() Mitglied seit 19.10.2004 |
Hallo Biker,
Danke. Hatte ja oben schon geschrieben dass es mich sehr wundern würde wenn der Arbeitgeber da sortiert. Nach meinem Post kam dann aber nochmal die Aussage, dass der Vertrag nur für die organisierten Arbeitnehmer gilt. Deswegen war ich jetzt echt verunsichert. Aber dann hatte ich das doch richtig in Erinnerung, dass die Arbeitgeber den Vertrag auf alle anwenden. Der Grund ist einleuchtend... Danke nochmal und Gruß vom greeneyedmonster |
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![]() Mitglied seit 04.11.2003 |
Danke Biker, bin erst heute wieder in den CK gekommen und konnte leider nicht vorher antworten. Genau so ist es und wir organisierten Arbeitnehmer und Gewerkschaften kämpfen leider mit immer weniger Erfolg gegen dieses sich ausbreitenden Schmarotzertum und die viel zu kurz gedachte Entsolidarisierung. "Warum sollte ich Geld für eine Gewerkschaft ausgeben, ich bekomme ja auch so die Tariferhöhung". Diese Entwicklung ist nicht nur traurig sondern auch sehr bedenklich. Die Arbeitgeber reiben sich auf jeden Fall die Hände und müssen eigentlich nur geduldig abwarten, bis die Gewerkschaften nicht mehr stark genug sind, erreichte Rahmenbedingungen auch nur zu erhalten, geschweige denn weiter zu verbessern.
Liebe Grüße Trinä (Nr. 106 im CdbU!) Mitglied der IzRdvAbMe.V. Wer in die Fußstapfen anderer tritt hinterläßt keine eigenen Spuren (Wilhelm Busch) |
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![]() Mitglied seit 14.02.2006 |
Hallo Schwuuups,
manche Unternehmen handeln auch "Haustarife" (mit den Gewrkschaften) aus. Da kann z. B. die Arbeitszeitordnung abweichend vom Tarifvertrag verändert sein usw. Diese Dinge werden in der Regel mit der zuständigen "Verwaltungsstelle" der entsprechenden Gewerkschaft ausgehandelt. All diese Dinge kannst Du also dort erfahren - sicher auch ob es einen zuständigen Betriebsrat gibt. Auch der kann Dir meistens die Mitgliedschaft organisieren. LG Köbes |
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![]() Mitglied seit 30.11.2005 |
Ich danke Euch allen noch einmal!
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