da wird die Rente mal nach fünf Jahren erhöht und die ganze Welt regt sich darüber auf!

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30.03.2008 22:35

Elfi

Mitglied seit 17.01.2002
2.922 Beiträge (ø0,54/Tag)

.......ausser natürlich die Rentner selbst!

Hallo, im ARD wird gerade heiß diskutiert, warum und wieso die Rente nun nach fünf Jahren das erste mal um 1,1% erhöht wird. Ich frage mich da wirklich: Geht's noch? Jajaja, was auch immer!

Klar gibt es Rentner, welche eine so hohe Rente haben, dass es nicht mehr zum Überleben dient, sondern nur den puren Luxus befriedigt. Aber dann könnten die doch die Renten mal nicht einfach linear anheben, sondern gestaffelt nach Höhe der Rente. Vor allen Dingen finde ich es wieder mal sehr bezeichnend, dass wieder fast nur Männer dort sitzen und lamentieren......! Dabei haben doch Frauen überwiegend Renten nahe der Armutsgrenze!
Das ist echt ein Armutszeugnis!

LG
Elfi

Rente mal fünf Jahren erhöht ganze Welt regt 3943497660


Wenn das ganze Jahr Urlaub wäre, wäre das Vergnügen so langweilig wie die Arbeit.

W. Shakespeare
30.03.2008 22:38

liberal

Mitglied seit 27.09.2005
6.015 Beiträge (ø1,47/Tag)

Hallo,

Du solltest nicht vergessen, dass eine Rentenerhöhung auch finanziert werden muss. Diese Erhöhung wäre eine Erhöhung außer der Reihe. Und das ist das eigentliche Problem.

Ansonsten gehören die Rentner zu der Bevölkerungsgruppe mit den weitaus wenigsten Hartz IV-Fällen. So schlecht kann es dieser Bevölkerungsgruppe daher also nicht gehen.

lg
liberal
30.03.2008 22:44

Elfi

Mitglied seit 17.01.2002
2.922 Beiträge (ø0,54/Tag)

Hi Liberal- es gibt sehr wohl viele Rentnerinnen an oder sogar unter der Armutsgrenze. Hartz IV bekommen die auch nicht, sondern eine Grundsicherung. Früher haben die Frauen so wenig verdient, dass sie (so wie eine mir bekannte Rentnerin) über 40 Jahre gearbeitet haben- jeden Tag- ohne Krank zu feiern- und bekommen gerade mal 500 Euro Rente. Eben weil sie damals nicht viel verdient haben und Frauen ja nur mit Einwilligung der Ehe- Männer überhaupt arbeiten durften.

LG
Elfi

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Wenn das ganze Jahr Urlaub wäre, wäre das Vergnügen so langweilig wie die Arbeit.

W. Shakespeare
30.03.2008 22:48

liberal

Mitglied seit 27.09.2005
6.015 Beiträge (ø1,47/Tag)

Das mit der Grundsicherung meinte ich. Und mir ist auch bekannt, dass es Rentnerinnen und Rentner gibt, die diese bekommen. Trotzdem sind es im Verhältnis zu den anderen Bevölkerungsgruppen relativ wenige.

lg
liberal
30.03.2008 23:02

Elfi

Mitglied seit 17.01.2002
2.922 Beiträge (ø0,54/Tag)

Hmm- ich weiß ja nicht was unter viel oder wenig verstanden wird- aber hier mal etwas, was ich dazu gefunden habe:

Untersuchungen im Jahr 2007 ergaben folgendes:

danach erhalten Männer im Schnitt derzeit eine Rente von 984 Euro, Frauen dagegen nur 509 Euro. (Die Zahlen wurden bestätigt.)

Aufgrund der Anerkennung von Kindererziehung, beträgt die Durchschnittsrente der Ost-Frauen in den neuen Bundesländern zwischen 641 Euro in Sachsen-Anhalt und 749 Euro in Ost-Berlin. In den alten Bundesländern dagegen gibt es zum Teil noch deutlichere Abstände zwischen Männern und Frauen: So muss eine Rentnerin im Saarland durchschnittlich von 383 Euro im Monat leben, während ein Mann 1.119 Euro bekommt.

Ich frage mich nun- das werden ja Bruttorenten sein- wovon die eigentlich leben sollen?

LG
Elfi


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W. Shakespeare
30.03.2008 23:05

Laxmy

Mitglied seit 17.01.2002
7.348 Beiträge (ø1,35/Tag)

Hallo,

was soll das ? 1,1 % ?????????? Lächerlich.

Mir ist schon bewußt, daß dies auf die Masse der Rentner ein großes Loch in die Kasse reißen wird.
Deshalb bin ich gegen Erhöhung.
Den einzelnen Rentner wird die Erhöhung eh nicht jucken.

Der Rentner mit 500,00 Euro bekommt rund 5,00 Euro ------- na wunderbar, da kann er ja ab sofort prassen na dann...
und der Rentner mit 3000,00 Euro kann auf seine 30,00 Euro lässig verzichten.

Daß es den heutigen Rentnern so "gut" geht liegt vielleicht auch daran, daß sie ihr Leben lang gearbeitet und gut verdient haben. ??
Ich gehöre dieser Generation an und Arbeitslosigkeit kenne ich nicht. Und weil ich dies nicht kenne und weil ich nie "darben" mußte, bin ich heute umso mehr geschockt, wie manche Menschen leben müssen.

gruß laxmy
30.03.2008 23:08

liberal

Mitglied seit 27.09.2005
6.015 Beiträge (ø1,47/Tag)

Das mit den Rentenstatistiken ist so eine Sache. Da muss man sehr genau hinschauen. Einmal sind hier die zusätzlichen Einnahmen durch Betriebsrenten oder Lebensversicherungen oder sonstiges nicht erfasst. Zum anderen sind häufig Mikrorenten mit in der Statistik, die da eigentlich nichts zu suchen haben. Wenn beispielsweise jemand einen sehr kleinen Rentenanspruch hat, weil er nur ein paar Jahre rentenversicherungspflichtig beschäftigt war, wie Selbständige oder Beamte. Die ziehen dann natürlich die Statistik in den Keller.
30.03.2008 23:09

DiJay

Mitglied seit 14.10.2006
324 Beiträge (ø0,09/Tag)

HI!
Ich bin ganz deiner Meinung, Liberal!
Wer solls denn finanzieren??
Die Jungen? Ja...die zahlen doch schon genug oder?
Ich mein...es ist ja nicht falsch, dass wir jetzt in die Rentenkasse einzahlen aus der dann die Rentner bezahlt werden!
Nur werde ich im Alter noch einen Cent von der mir zustehenden Rente sehen?? Nie und nimmer!
Aber jetzt noch die Rente erhöhen...
Besonders weil es wieder Unmengen an Kosten sind, und es für den Einzelnen doch nicht viel ausmacht oder??
so sehe ich das!
LG

Flo
30.03.2008 23:13

sabclau

Mitglied seit 17.09.2006
5.524 Beiträge (ø1,48/Tag)

Hallo,

ich denke viele Rentner, denen es finanziell eher schlecht geht, schämen sich Hilfe zu beanspruchen.

Die leben dann lieber mit dem allerwenigsten und dafür haben sie ihr Leben lang in irgend einer Form geabeitet.

Rentner mit 3.000,-- Euro können ganz sicher verzichten, dafür sollten aber die Rentner mehr bekommen, die es nötig haben.

LG

Claudia
30.03.2008 23:14

Elfi

Mitglied seit 17.01.2002
2.922 Beiträge (ø0,54/Tag)

Hallo Liberal- Du vergißt bei Deinen Ausführungen allerdings, dass es damals noch keine Betriebsrenten oder Lebensversicherungen gab. Lebensversicherungen auch nicht in solcher höhe, dass sie das Rentenalter auch wirklich sinnvoll absichern könnten.
Ich jedenfalls finde es traurig, dass nach fast 50 Jahren Arbeitszeit ein verschwindend geringer Betrag zum Leben bleibt.
Um die heutigen Arbeitnehmer zu entlasten, sollte der Finanzminister mal lieber auf die heimliche Progressionssteuer verzichten- das wird in allen Ländern bereits so gemacht- nur in Deutschland wird vom Fiskus kräftig abkassiert, so dass nichts mehr in den Taschen der jungen Leute zur Absicherung des Alters bleibt!
Unser Finanzminister ist einfach zu gierig und kurzsichtig!

LG
Elfi

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W. Shakespeare
30.03.2008 23:20

Elfi

Mitglied seit 17.01.2002
2.922 Beiträge (ø0,54/Tag)

@ sabclau- ich schliesse mich Dir an- eine nach Rentenhöhe gestaffelte Erhöhung wäre sicherlich sinnvoll. Jemand der über 2500 Rente Brutto im Monat bekommt , sollte keine Erhöhung bekommen. Jemand der z.B. unter 2000 Euro bekommt, sollte die Erhöhungen regelmässig bekommen, dazwischen (2000 und 2500 Euro) eben nur abgespeckt!
Das wäre eher gerecht.
Und wieso können Bergleute, welche unter Tage gearbeitet haben mit nur 48 Jahren in Rente gehen? Wer bezahlt das?
Wieso können die nicht über Tage arbeiten? Ich finde das nicht gerade klug!

LG
Elfi

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W. Shakespeare
30.03.2008 23:20

katir

Mitglied seit 10.04.2006
43.871 Beiträge (ø11,27/Tag)

Elfi,


nur so als Anmerkung. Ich kenne mehrere Renter ( in meiner Familie) die haben eine relativ kleine Rente.So um die
1200.-€ als Ehepaar.
Aber..sie haben sich alle ein eigenes Haus erarbeitet. Und kommen daher gut zurecht.
Eigener Hausbesitz erscheint auch nicht in der Statistik.

Wir haben auch ein Eigenheim als Altesicherung. Aber keine Lebensverischerung o.ä zu unserer Rente.

lg katir
30.03.2008 23:25

Elfi

Mitglied seit 17.01.2002
2.922 Beiträge (ø0,54/Tag)

@ katir- ja da habe ich auch drüber nachgedacht. Ältere Menschen haben ja sehr häufig Eigentum, da es damals noch bezahlbar war (wurde). Diese Menschen werden auch nicht auf Grundsicherung angewiesen sein. Aber was, wenn sie in ein Pflegeheim müssen? Dann wird das Eigentum ganz schnell weg sein. Denn dieses wird auf das Eigenvermögen angerechnet. Und somit bezahlen diese älteren Menschen ja auch noch ihre Pflege selbst mit. (ist ja auch nicht falsch- aber für die Kinder natürlich traurig)
Es müsste doch eine sinnvollere Lösung geben......?

LG
Elfi

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W. Shakespeare
30.03.2008 23:27

groddegiex

Mitglied seit 22.11.2003
1.486 Beiträge (ø0,31/Tag)

Hallo!

Also zum Thema Renten geht mir regelmäßig der Hut hoch. Da gibts Männer die z. B bei uns in der Region beim größten Arbeitgeber gearbeitet haben. Und wenn du hörst was die früher leisten mußten gegenüber denen, die heute da arbeiten - müssen, dürfen - und was die dann für eine Rente bekommen. Die brauchen echt nicht mehr und heulen, weil sie keine Rentenerhöhung bekommen.
Die haben glaub ich keine Ahnung was heutzutage für Löhne gezahlt werden, von denen eine ganze Familie leben muß. Sie haben oft mehr für sich und ihre Frau, als ein junger Arbeiter mit Familie!

Dagegen kenn ich auch einige Frauen, die waren halt zuhause, haben die Kinder versorgt und die Männer waren arbeiten. Heute bekommen sie Witwenrente und die reicht nirgends. Zur Beantragung von der Grundsicherung sind die zu stolz, oder wissen oft gar nicht, daß es sowas gibt und vegetieren wirklich in ihrem Haus mit einem Minimum dahin!

Dagegen ich und meine Freundinnen, alles alleinerziehende Mütter, wir werden irgendwann auch dahinvegetieren, weil die Rente nicht reicht. Wir bekommen dann ein ganzes Jahr pro Kind Erziehungszeiten angerechnet. hechel...
Was ist dann mit den restlichen 15 bis 17 Jahren, wo die Kids noch zur Schule gehen und Frau nicht Vollzeit arbeiten kann?
Da bekommt Frau auch weniger Rente, weil sie ja nicht so viel eingezahlt hat, bei Teilzeit-Arbeit, wie ein Vollzeit-Arbeiter.
Mal davon abgesehn, daß Frau immer mit Teilzeit am Existenz-Minimum lebt.

Ich würde mich nicht wirklich wehren, wenn es irgendwann die Einheitsrente gäbe!

Grüße von Grodegiex
30.03.2008 23:44

Waldwichtel

Mitglied seit 12.04.2004
9.153 Beiträge (ø1,98/Tag)

>>>Was ist dann mit den restlichen 15 bis 17 Jahren, wo die Kids noch zur Schule gehen und Frau nicht Vollzeit arbeiten kann? <<<

Hallo,

Fast alle meine Arbeitskolleginnen hatten mehrere Kinder und haben Vollzeit gearbeitet, 40 Jahre und länger.

Sie haben damals für die Steigerung des Bruttosozialproduktes gesorgt. Sie haben über Jahrzehnte alle Steuern entrichtet, die dem Sozialstaat das überleben sicherte und dafür gesorgt, dass es diesen heute noch gibt, nicht die heutigen bis-30-jährigen und oftmals unter Umständen, die heute garnicht mehr vorstellbar sind. Aber das will man garnicht sehen, oder wer ist heute noch bereit mal 10-15 Jahre nicht in Urlaub zu fahren, auf kleinstem Raum mit mehreren Personen zu wohnen, kein Auto, kein Handy etc. zu besitzen.

Und ja, ich würde auch auf 1,1 % nicht verzichten wollen, weil Rentner keine rechtsfreie Bevölkerungsgruppe sind.

LG WW
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