Die Itzhak Perlman Philosophie (mit Dank an omamcm)
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![]() Mitglied seit 15.01.2004 |
Eine liebe Userin,omamcm , hat mir dies zukommen lassen. Ich habe mich bemueht es Euch sinngerecht zu uebersetzen. Muss schon sagen, eine tolle Lebensanschauung ist das! LG quargl Itzhak Perlman On Nov. 18, 1995, Itzhak Perlman, the violinist, came on stage to give a concert at Avery Fisher Hall at Lincoln Center in New York City. If you have ever been to a Perlman concert, you know that getting on stage is no small achievement for him. He was stricken with polio as a child, and so he has braces on both legs and walks with the aid of two crutches. To see him walk across the stage one step at a time, painfully and slowly, is an awesome sight. He walks painfully, yet majestically, until he reaches his chair. Then he sits down, slowly, puts his crutches on the floor, undoes the clasps on his legs, tucks one foot back and extends the other foot forward. Then he bends down and picks up the violin, puts it under his chin, nods to the conductor and proceeds to play. By now, the audience is used to this ritual. They sit quietly while he makes his way across the stage to his chair. They remain reverently silent while he undoes the clasps on his legs. They wait until he is ready to play. But this time, something went wrong. Just as he finished the first few bars, one of the strings on his violin broke. You could hear it snap - it went off like gunfire across t he room. There was no mistaking what that sound meant. There was no mistaking what he had to do. We figured that he would have to get up, put on the clasps again, pick up the crutches and limp his way off stage - to either find another violin or else find another string for this one. But he didn't. Instead, he waited a moment, closed his eyes and then signaled the conductor to begin again. The orchestra began, and he played from where he had left off. And he played with such passion and such power and such purity as they had never heard before. Of course, anyone knows that it is impo ssible to play a symphonic work with just three strings. I know that, and you know that, but that night Itzhak Perlman refused to know that. You could see him modulating, changing, re-composing the piece in his head. At one point, it sounded like he was de-tuning the strings to get new sounds from them that they had never made before. When he finished, there was an awesome silence in the room. And then people rose and cheered. There was an extraordinary outburst of applause from every corner of the auditorium. We were all on our feet, screaming and cheering, doing everything we could to show how much we appreciated what he had done. He smiled, wiped the sweat from this brow, raised his bow to quiet us, and then he said - not boastfully, but in a quiet, pensive, reverent tone - "You know, sometimes it is the artist's task to find out how much music you can still make with what you have left." What a powerful line that is. It has stayed in my mind ever since I heard it. And who knows? Perhaps that is the definition of life - not just for artists but for all of us. Here is a man who has prepared all his life to make music on a violin of four strings, who, all of a sudden, in the middle of a concert, finds himself with only three strings; so he makes music with three strings, and the music he made that night with just three strings was more beautiful, more sacred, more memorable, than any that he had ever made before, when he had four strings. So, perhaps our task in this shaky, fast-changing, bewildering world in which we live is to make music, at first with all that we have, and then, when that is no longer possible, to make music with what we have left. Die Itzhak Perlman Philosophie Am 18. November 1995 ist Itzhak Perlman, Geigenvirtuoso, bei Avery Fisher Hall im Lincoln Center, New York zu einem Konzert aufgetreten. Wenn man jemals eines seiner Konzerte besucht hat, dann weiss man es ist ihm kein Leichtes bis auf die Buehne zu gelangen. Er war als Kind Opfer der Kinderlaehmung, bis heute muss er Stuetzen an beiden Beinen tragen, ausserdem muss er mit Hilfe zweier Krueken laufen. Es ist beeindruckend ihn ueber die Buehne gehen zu sehen, unter Schmerzen und mit langsamem Schritt. Sein Gang ist schmerzhaft jedoch majestaetisch bis er seinen Stuhl erreicht. Er setzt sich langsam hin, legt die Kruecken ab, schnallt seine Beinstuetzen auf, steckt den einen Fuss nach hinten, den anderen nach vor. Dann lehnt er sich nach vor, holt sich die Geige unter den Kinn, nickt dem Dirigenten zu und faengt zu spielen an. Sein Publikum hat sich bereits an dieses Ritual gewoehnt. Sie bleiben ruhig sitzen waehrend er seinen Weg zum Stuhl macht. Mit stiller Andacht warten sie bis er seine Beinstuetzen aufklappt. Sie warten bis er bereit ist zu spielen. Aber dieses Mal ist etwas schief gelaufen. Gerade nachdem er die ersten Takte gespielt hatte ist eines der Saiten gerissen. Man konnte es hoeren--das Geraeusch ist wie Kanonenfeuer durch den Saal geschossen. Es war nicht zu verleugnen was das Geraeusch zu bedeuten hatte. Man konnte auch nicht umhin was wir jetzt tun mussten. Wir nahmen an er wuerde aufstehen, seine Stuetzen am Bein wieder festmachen, seine Kruecken aufnehmen und humpelnd von der Buehne gehen um entweder eine Ersatzgeige oder eine neue Saite fuer seine Geige zu organisieren. Aber er hat es nicht getan. Stattdessen hat er einen Moment mit geschlossenen Augen gezoegert, und dann dem Dirigenten gedeutet er solle anfangen. Das Orchester fing an zu spielen, und Perlman nahm das Stueck auf wo er abgebrochen war. Er mit mit solcher Leidenschaft, Kraft und Reinheit gespielt wie das Publikum noch niemals erlebt hatte. Es ist klar, jeder weiss man kann kein symphonisches Werk mit nur drei Saiten an der Geige spielen. Ich weiss es, Sie wissen es, aber an diesem Abend hat Itzhak Perlman es verleugnet zu wissen. Man konnte es beobachten wie er das Stueck im Kopf moduliert, geaendert, neu komponiert hat. Einmal hat es sogar geklungen als ob er die Geigensaiten neu eingestimmt haette, um aus ihnen Toene herauszulocken die bis jetzt nie spielbar waren...Als er aufhoerte zu spielen war der Saal zuerst ganz still. Danach ist das Publikum aufgestanden und hat mit den Beifallsrufen angefangen. Applaus hat aus jeder Ecke des Saals geschallt. Wir sind alle aus den Sitzen gewesen, haben gerufen und geklatscht was das Zeug gehalten hat, um ihm zu zeigen wie sehr wir sein Koennen unter den schwierigen Umstaenden bewundert haben. Er laechelte, hat sich den Schweiss von der Stirn abgewischt, erhob seinen Bogen um uns zur Ruhe zu bringen, und dann sagte er--nicht im Angeberton, sondern auf ruhige,nachdenkliche, andaechtige Art--"Wissen Sie, manchmal ist es die Aufgabe des Kuenstlers herauszufinden wieviel Musik er noch mit den Mitteln die ihm zur Verfuegung stehen machen kann." Was fuer ein aussagender Satz das ist. Es mir bis heute im Gedaechtnis geblieben. Wer weiss? Vielleicht ist das die Bestimmung des Lebens--nicht nur fuer Kuenstler sondern fuer uns Alle. Hier war ein Mann der sein lebelang vorbereitet war Musik auf einem Instrument mit vier Saiten zu spielen, der mitten in einer Vorstellung auf einmal nur drei zu Verfuegung hatte; so machte er Musik mit dem was er hatte, und die Musik von diesen drei Saiten war schoener, erfurchtsvoller, erinnernwerter, als jede Musik die er vorher je mit vier Saiten gemacht hatte. Also ist unsere Aufgabe in dieser unsicheren, ewig wandelnden, verwirrenden Welt in der wir leben, vielleicht Musik zu machen, mit allem was wir zur Verfuegung haben, und wenn das nicht mehr moeglich ist, mit dem was einem Einem noch verbleibt. |
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![]() Mitglied seit 15.01.2004 |
Anmerkung:
Diese Worte stammen nicht von omamcm, sie hat es von Freunden zugeschickt bekommen. LG quargl |
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![]() Mitglied seit 03.02.2004 |
Hallo,
und kein Geiger schmiert SO SCHÖN zum Beispiel beim Mendelssohn Konzert. Grüße, Jens |
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![]() Mitglied seit 10.01.2005 |
wow
danke fuer die story, quargl habs mir kopiert. ich hoffe perlman diesen winter zu hoeren letzten hab ich ihn verpasst @jens: stimmt genau. |
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![]() Mitglied seit 15.01.2004 |
Aber bittesehr, freut mich dass es Euch gefaellt!
@ blumi: ich druecke Dir beide Daeumchen dazu, dass Du es heuer schaffen wirst! LG Cindy |
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![]() Mitglied seit 26.04.2006 |
hei cindy,
eine rührende story---- schön------- danke fürs übersetzen. gruß anni |
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