1 Million Arbeitslose über 50 Jahre alt
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![]() Mitglied seit 18.08.2006 |
Ich lese gerade noch, daß über 1 Million Arbeitslose über 50 Jahre alt sind. Diese Leute sind nach den Regeln des Arbeitsmarktes nicht vermittelbar. Dabei sind nachweislich über 80 % hochqualifizierte Leute dabei. Diese Arbeitnehmer haben teilweise über 40 Jahre ihres Lebens im Beruf zugebracht und werden, kaum sind sie über 50, einfach in die Arbeitslosigkeit abgeschoben. Sie bekommen maximal für 18 Monate Arbeitslosengeld. Finden sie in dieser Zeit keinen neuen Arbeitsplatz, werden sie durch die Arbeitsagentur nicht nur als schwer vermittelbar geführt, nein, sie werden gnadenlos in die Arbeitslosengeld II- Phase geschickt (Hartz IV)! Arbeiten sollen die Leute mittlerweile alle, bis sie 65 Jahre alt sind (lieber noch bis sie 67 Jahre alt sind)! Arbeiten ohne Arbeit, abgeschoben auf das soziale Abstiegsgleis. In Rente dürfen sie auch nicht gehen. Und wenn doch, dann erst ab 60 - mit doch empfindlich weniger Geld. Machen die in Berlin sich überhaupt mal Gedanken, was mit den vielen älteren Arbeitslosen geschehen soll? Können die sich überhaupt noch gedanklich in solch eine Lage versetzen? Jobabbau: DGB verlangt Strafsteuer für Unternehmen Hamburg. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert harte Konsequenzen für Konzerne, die Arbeitsplätze abbauen oder ins Ausland verlagern. In solchen Fällen solle künftig eine Sondersteuer fällig werden, schlägt der DGB-Vorsitzende Michael Sommer vor. \"Unternehmen sollten für Entlassungen haften. Eine Firma, die Arbeitsplätze vernichtet, sollte eine Sonderabgabe zahlen\", forderte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer laut \"Bild am Sonntag\". Die Unternehmen sollten den durch die Verlagerung erzielten Gewinn in Deutschland versteuern müssen. Die sozialen Folgekosten von Entlassungen dürften nicht weiter der Allgemeinheit aufgebürdet werden. Angesichts der Krise beim Flugzeugbauer Airbus verlangte Sommer zudem, gezahlte Subventionen sollten notfalls zurückverlangt werden: \"Wer Subventionen erhalten hat und Standorte schließt, sollte die Staatsgelder wieder zurückzahlen müssen.\" Sommer sprach sich auch dafür aus, die Gehälter von Top-Managern an den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu koppeln. In diesem Zusammenhang nannte er das Angebot des Siemens-Vorstandes, im Zuge der Pleite seiner ehemaligen Handy-Sparte auf Gehaltserhöhungen zu verzichten, \"lächerlich\". Siemens-Vorstände verdienten bereits jetzt in wenigen Tagen so viel wie Arbeiter in einem Jahr, kritisierte der DGB-Chef laut der Zeitung. Einer Umfrage der \"Bild am Sonntag\" zufolge würden 72 Prozent der Deutschen ein Gesetz begrüßen, das den jährlichen prozentualen Anstieg von Managergehältern auf den Anstieg bei Lohn und Gehalt von Arbeitern und Angestellten begrenzen würde. 24 Prozent der Befragten waren dagegen. Quelle: RP wolfi |
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![]() Mitglied seit 09.12.2005 |
hmmm... ist das nicht ungefähr der normale prozentuale Anteil an der arbeitenden Bevölkerung von 18-65???
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![]() Mitglied seit 21.03.2005 |
Hi, wie lange haben die über 80 % hochqualifizierten Leute denn für ihre Ausbildung gebraucht, wenn sie mit \"kaum über 50\" \"einfach in die Arbeitslosigkeit abgeschoben.\" werden, und das, nachdem sie \"teilweise über 40 Jahre ihres Lebens im Beruf zugebracht\" haben?
Beste Grüße, Ulli |
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![]() Mitglied seit 17.03.2006 |
Hi Ansonsten brauchen wir keine Strafen, sondern Verantwortung - in Wirtschaft und Politik. Wenn ich in meinem Job schlechte Arbeit leiste bekomme ich Ärger und fliege irgendwann rauss. Als ManagerIn oder PolitikerIn bekomme ich im selben Fall eine Abfindung oder eine Beförderung. Es wird Zeit, dass die Leute die ihre Üb erhöhten Gehälter mit der Verantwortung die sie tragen begründen, diese auch wahrnehmen und auch privatrechtlich für ihre Fehler haften (wie jede ArbeitnehmenIn auch). Barb63 |
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![]() Mitglied seit 17.09.2006 |
Hallo smutwolfi
Das Herr Sommer so agitiert wundert mich wo doch die Gewerkschaften in sämtlichen großen Aufsichtsräten sitzen und die Entscheidungen mit abnickt. Die Gewerkschaft war bestimmt dabei als Siemens seine Handyproduktion an das Ausland verscherbelte. Für Siemens war das Klasse, sie hatten keine Probleme mit der Schließung des Werkes und mußten auch keinen Sozialplan aufstellen. Na wer ist jezt der Böse, der neue Besitzer natürlich. Benq hat die Sparte aufgekauft um einen Mitbieter auszuschalten bekam auch Geld dafür hatte aber nie die Interesse das Werk aufrecht zuerhalten. Genauso verhält es sich doch Rationalisierungen da holt man irgendeinen Spitzenmann aus Wrtschaft oder Politik der dann das Personal angeblich sozialverträglich abbaut. Das heißt man köpft die Alterspyramide und biete den Alten >45 Jahre eine vermeintlich gute Abfindung an. Wenn dann der Arbeitsvertrag gelöst ist dann hat er mal eine gewisse Zeit kein Anrecht auf Arbeitslosengeld I. Ab dann ist er meistens für den Arbeitsmarkt zu alt (nicht mehr vermittelbar). Nach 18 Monaten gibt es nur noch Arbeitslosengeld II(bekannt als Harz IV). Dann kann er ja von der schwindenden Abfindung leben, bei Harz werden ja Vermögensverhältnisse mit berücksichtigt. Dann wird mit weniger Stammpersonal weil Spitzenproduktionszeiten mit Leiharbeiter abgedeckt werden. Bei Leiharbeit habe ich sowieso meine Bedenken, ich kenne mehrere die bei Zeitarbeitsfirmen tätig sind. Da sollte die Gewerkschaft einmal ihr Engagement einbringen, das ist für mich die moderne Art Sklaven zu halten. Auch die Politik ist gefordert, Zahlung des Verdienstes wird hinausgeschoben mit der Begründung wir können erst zahlen wenn der Kunde gezahlt hat. Oder Wenn wir keine Arbeit momentan vermitteln können wir keine Zahlung tätigen. Meisten sind das Leute die auf ihren Verdienst angewiesen sind, sie haben einen Arbeitsvertrag mit der Leiharbeitsfirma bekommen aber keinen lohn wenn sie nicht vermittelt sind. Es hat schon Sanierer gegeben die sind von einem Chefsessel in den anderen gewechselt aber nicht wegen Qualifikation. Dies ist Teil 1 Gruß johpe |
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![]() Mitglied seit 18.08.2006 |
ja es wird viel tot saniert in unserem Land . Die Arbeit wird ins Ausland verlegt .Ich bekam letztens eine Einladung von der IHK ein lehrgang wie verelge ich meine Firma ins Ausland. Supventioniert von der Bundesregirung und von Brüssel.
leider kann man da nicht austreten. Man muß drinne bleiben. wolfi |
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![]() Mitglied seit 29.05.2005 |
Hallo Wolfi,
austreten aus der IHK kannst Du als Selbständiger nicht. Aber Du mußt an dem Kurs ja nicht teilnehmen. Über eine Strafsteuer würden sich die Firmen, die ihre Produktion in Billiglohnländer verlegen noch kaputtlachen gemessen an dem, was sie dennoch einsparen. Manager, die ihr Schärflein ins Trockene bringen, also ein paar Milliönchen mal so eben durch dubiose Verträge und Abfindungen kassieren kann man doch verstehen. Wenn die über 50 sind, will sie auch keiner mehr. Und einen einmal hoch angesetzten Lebensstandard will man ja auch nicht so leicht aufgeben. Da sind immerhin 15 Jahre bis zur Rente zu überbrücken. Andererseits stellen die jungen Arbeitnehmer heutzutage dermaßen hohe Lohnforderungen, daß man sie kaum noch bezahlen kann. Wenn das verdiente Geld wenigstens noch sinnvoll ausgegeben würde, sprich also in der Wirtschaft gerecht verteilt, hätte ich ja noch ein einsehen. Aber da wird doch das meiste verpulvert für unnützen Kram, der nicht hält (Geiz ist ja soooooo geil) und Urlaubsreisen ins Ausland, wovon die Deutschen auch nichts haben. Ist schon klar, daß ältere Arbeitnehmer dafür büßen müssen, denn welcher Arbeitgeber wippt schon einen Mittdreißiger mit Kindern? Über 50jährige haben meist erwachsene Kinder und nicht mehr so hohe Ansprüche wie die Jüngeren. *´¨ ) ¸.·´¸.·´¨) ¸.·*¨) (¸.·´ (¸.·´ (¸.·*´¯`*~> Konny ____________________________________________ Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe, nicht dafür, was ihr versteht. |
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![]() Mitglied seit 29.05.2005 |
Ich finde es schade, daß zu diesem Thema so wenig gesagt wurde. Obwohl es unser aller Wohlergehen hier und heute und in der Zukunft betrifft. *´¨ ) ¸.·´¸.·´¨) ¸.·*¨) (¸.·´ (¸.·´ (¸.·*´¯`*~> Konny ____________________________________________ Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe, nicht dafür, was ihr versteht. |
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