Warum so wenig einheimisches und frisches Obst.?
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Gilt es als wenig chic Mirabelle, Zwetschge, Johannisbeere, Kirsche, Pfirsich, Äpfel etc. ( Erdbeere ist vielleicht eine Ausnahme) zu verwenden oder ist es gar schon die Folge eines so vereinheitlichten Geschmacks, daß die geschmackliche Differenz gemieden wird ? Weiß natürlich, daß jetzt ganz viele CK-ler sagen, daß sie gerne frisches Obst verwenden, was ich auch nicht bezweifle, aber mich würden die Motive der anderen Konsumenten eher interessieren ? Walterspiel |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Recht haste Walterspiel, nur mit den einheimischen Früchten ist das auch so eine Sache: Kirschen aus der Türkei, Pfirsiche aus Italien oder Spanien, Äpfel aus Südafrika (einheimische gibt´s erst ab September seitdem der Klarapfel praktisch ausgestorben ist), Johannisbeeren aus Polen. Gilt das auch schon alles als einheimisch?
An deutsche Kirschen z.B. kommt man doch fast nur noch dran, wenn ma sich selber auf die Leiter stellt, ist wohl zu mühsam für deutsche Arbeitskräfte. Grüße Nick |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
hallo Walterspiel, ich kann nur für mich sprechen: bei mir kennt der Frust über die miserable Qualität des Obsts keine Grenzen mehr. Man kann kaufen, was man will, es schmeckt einfach nicht mehr. Wie Nick sagt, das meiste wird importiert, sieht schön aus und schmeckt nach nichts. Und das bei den Preisen! Wenn ich eine Quelle für geschmack-volles, einheimisches Obst hätte, ich würde wirklich sofort da einkaufen. Aber - Fehlanzeige! Es liegt am fehlenden Angebot, das ist es. LG Regine
P.S. Ich neige ja nicht zu verklärten Kindheitserinnerungen, aber beim Obst gilt es wirklich: früher war alles besser *ggg* |
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Naja, wer von Euch würde denn z.B. für 4.50€ in der Stunde Kirschen pflücken und das dann noch als 325.-€-Job. Ne Familie kriegste davon wirklich nicht ernährt, zumindest nicht mit frischem einheimischen Obst.
Und ob ich die Chemie vom deutschen Apfel esse oder die türkische, mein Magen muss mit beiden klar kommen. Wohl dem der noch einen Obstgarten hat oder einen kennt, der einen Obstgarten hat ..... lg susa |
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![]() Mitglied seit 13.02.2002 |
Hallo,
da haben wir in Hamburg ja wohl richtig Glück: auf den Märkten wird doch sehr viel aus dem Alten Land angeboten, ist ja auch direkt um die Ecke. Oder ist das Meiste davon doch aus dem Ausland und falsch deklariert? LG Rocambole |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
@ rocambole
ich wohne in der Nähe des Bodensees, regelmäßig kommen die Obstbauern zu uns und verkaufen an der Haustür. Das Bodensee-Obst ist zwar "berühmt", aber es schmeckt genauso wenig wie alles andere. Ich kaufe es nicht mehr. LG Regine |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Letzte Woche wollte ich Himbeeren kaufen, da Tochter Geburtstag hatte und sie Himbeeren liebt. Bei meinem Gemüsehändler fragte ich vorsichtig an, er meinte 7 € Einkaufspreis für eine Schale (250g) Himbeeren würde momentan verlangt werden.
Dann wollte ich Brombeeren,eine Schale (250g) 4,90 € das kann es wohl nicht sein. Ich habe Pfirsiche aus Italien gekauft, sahen wunderbar aus, nur zwei Tage später waren sie total verfault. Ich weiß momentan, nicht was ich kaufen soll und wohin die Preise führen. Ich würde gerne einen Zwetschgendatschi machen und muß heute noch einkaufen, ich laß mich überraschen, was Zwetschgen kosten. Ansonsten muß ich sagen heuer ist das einheimische Obst fast nicht zu bezahlen. Traurige Grüße Karin |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hi Walterspiel,
mir geht es ja nicht nur mit dem Obst so.Beim Fleisch ist es doch genau so. Kaufe mal Lamm oder Hammelfleisch ,der typische Geschmack ist doch schon rausgezüchtet.Es schmeckt doch fast alles gleich.Zum esse ich ja mehr Nudeln und Gemüse,aber mein Ehegespons ist eine fleischfressende Pflanze.Ich gebe also viel Geld für viel Fleisch aus.Traue mich auch zu ,Fleich beurteilen zu können vom Metzger meines Vertrauens. Aber es schmeckt halt nicht mehr so wie es schmecken sollte,wenn man dann auch noch Pech hat ,hat man es beim Kochen auch schon mal überwürzt. Mit dem Obst, siehe das gleiche. Dazu muss ich noch sagen,ich habe mir heute für das Büro einen Salat gemacht. Nur Tomaten(Freiland)und Gurken.Kein Salz dran ,etwas Kräuter und 2 Löffel Öl.Schmeckte alles gleich. Vielleicht liegts auch an mir.Ich weiss es nicht. Grüsse Lieschen gestern |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
@ Walterspiel
bei uns ist das eine Frage des Preises bzw. was macht man mit. 250 g rote Johannesbeeren für 3,90 € ist einfach nicht drin bzw bin ich nicht bereit zu zahlen. Da weiche ich dann auch auf TK-Ware aus. Bevor ich für ein Dessert frische Pfirsiche kaufe und treffsicher den Tag abwarte, an dem man sie essen kann, bevor sie den nächsten Tag vergammeln mach ich lieber ne Dose auf. Andererseits habe ich das Gefühl, dass die Transportkosten noch nicht hochgenug sind. Habe heute Kirschen gesehen, Kilo für 7,90 € Herkunftsland USA!! @ Susa Freu dich, wenn du mehr verdienst. Durch meinen Job habe ich da mehr Einblick als andere. Es gibt sehr viele Menschen, die für 4,50 € die Stunde arbeiten und davon eine Familie ernähren, nur die arbeiten dann mehr als 40 h die Woche. Gruss HFis |
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Hallo,
hatte Walterspiel anders verstanden..... ich glaube, es ging ihm um exotisches Obst, wie z.B. Mangos, Ananas...... nicht um Obst, was hier wachsen könnte, aber z.B. in Südeuropa angebaut wird. Gruss Amaryl |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
@ Richtig Amaryl !
Kann nur sagen, daß hier in der Gegend ( Pfalz) auch das einheimische ( !) Obst noch realtiv preisgünstig ist. Der Verbraucher meidet natürlich kleinere Früchte, die vielleicht optisch nicht so viel hermachen, geschmacklich aber hervorragend sind, gegenüber "einwandfreier" Ware aus dem Ausland. Der Erntepreis ist wohl ein Thema, wenn ich sehe, wieviel Obst ungeerntet auf den Bäumen/Büschen bleibt und nur der Intensivanbau mit polnischen Erntehelfern wohl noch kostendeckend arbeiten kann. Hatte die Harz-Kommission wohl auch im Sinn, wird nächstes Jahr durch die arbeitsamtliche Jobvermittlung besser ! Walterspiel |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
ach nee, Walterspiel, bist Du unter die Optimisten gegangen? Sowohl was das einheimische Obst als auch was die Jobsangeht?
lg susa |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
das hatte ich schon richtig verstanden, aber das von Walterspiel erwähnte "optisch unansehnliche, aber geschmacklich hervorragende" Obst krieg ich einfach nirgends. Das ist das Problem. LG Regine
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![]() Mitglied seit 07.04.2002 |
Regine, ich glaube, das liegt zum Teil auch an den Gesetzen. Da darf manches Obst überhaupt nicht verkauft werden, weil es irgendwelchen Normen nicht entspricht. Daher werden dann auch bestimmte Obstsorten nicht mehr angebaut.
Es gibt zum Beispiel keine Azia-Gurken mehr. Der Absatz war zu gering, damit wurde die Sorte unrentabel, die Eintragung in die Sortenliste nicht mehr aufrechterhalten, weil keiner das Geld da reinstecken wollte, aus. Ist mit Obst, Kartoffeln usw. genauso. Da gibt es einiges, was gar nicht mehr legal als Saat- bzw. Pflanzgut vertrieben werden darf. Vielleicht finde ich ja die Adresse von dem Kartoffelmenschen wieder. Ich denke, die Normierung einerseits und der Preisdruck andererseits haben da vieles zerstört, man kann nur hoffen, daß sich da noch was reparieren läßt. Immerhin gibt es doch etliche, die sich in der Richtung betätigen, man sollte also die Hoffnung nicht aufgeben. Dies Jahr ist es mit einheimischem Obst natürlich ein Problem, einfach durch das Wetter. Die letzten Erdbeerwochen sind praktisch ins Wasser gefallen, weil ja die Erdbeerplantagen halt nur ein bis zwei Sorten mit einer eng umschriebenen Reifezeit haben, jetzt bekommt man manchmal sehr schmackhafte einheimische, wenn man sucht. Sind aber nicht ganz billig. Das sind dann eben andere Sorten, die aber nicht so die großen Massenträger sind, die für Plantagen genommen werden. Im Fernsehen haben sie was übers Alte Land gebracht, das dies Jahr eben auch zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt ziemlich abgesoffen ist, was die Kirschen wohl nicht gerade billiger machen wird, weil die Ernte nicht so riesig ausfällt, mit den Äpfeln bleibt es abzuwarten. Ich glaube, der Hang zum exotischen Obst hat auch was mit mangelnden Vergleichmöglichkeiten zu tun. Da wissen die meisten kaum, wie es "richtig" also naturgereift schmeckt. Und da es ja so exotisch ist, denken sie auch über die Preise anders. Das Körbchen Kirschen ist ihnen zu teuer: soviel Geld für was, was hier doch in jedem Garten wachsen könnte... Daß die Kirschen nicht so ganz von alleine ins Körbchen hüpfen, wird übersehen. Und daß das Geld nur zu einem geringen Anteil in den Transport geht, ist auch nicht wichtig. Nur ganz früh im Jahr, da wird ein Heidengeld für die ersten Erdbeeren ausgegeben. Ist natürlich für die entsprechenden Exportländer sehr wichtig, denn das ist dort für viele Menschen der Hauptverdienst. Ob die Dinger schmecken, ist ne andere Frage. Naja, aber sowas exotisches, das darf kosten. Und daß hier der Pflücherlohn noch wesentlich niedriger ist als bei uns, also auch im Gesamtverhältnis der Löhne des jeweiligen Landes, wen interessiert das. Über so Dinge wie den Treibstoff für die Flugzeuge denkt schon gar keiner nach, wenn es irgendwie geht. Denn das Obst ist schon lange keine "Beiladung" bei Rückflügen mehr. Immerhin, damit haben diese Länder was zu exportieren. Naja, werde da nochmal in Ruhe drüber nachdenken. Aber jetzt nicht. Kyri |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
So, nun melde ich mich auch mal zu Wort.
War ja wohl auch mit dem dezenten Hinweis auf die Dosenpfirsiche gemeint. Ich habe mehrere Gründe, zum einen die angesprochenen Preise, die in den Supermärkten immens hoch sind. Zum anderen die Qualität, die letzten Trauben die ich gekauft habe und nicht sofort vernichten konnte, sind mir beim Zugucken verfault. Die Birnen - ich liebe Saftbirnen, so richtig weich, saftig, die müssen beim Essen zerfließen *schwärm* - die ich in den Geschäften meistens kaufen kann, kann ich auch als Hammer verwenden. Steinhart, einfach ungenießbar. Ach wenn ich da an den alten Birnbaum im Garten meiner Großeltern denke *träum*, was waren diese Birnen doch lecker. Aber leider will dieser Baum nach rund 100 Jahren die er auf dem Buckel hat, nicht mehr tragen. Und die übrigen Birnbäume dort hatten in den letzten Jahren zu hohen Schädlingsbefall. Desweiteren reagiere ich auf viele Obstsorten mittlerweile allergisch. Angefangen hat es mit Äpfeln. Ist als Kreuzallergie von Birken übergesprungen. Die Äpfel aus dem Supermarkt kann ich vergessen. Eine uralte Obstsorte aus dem Garten von Nachbarn meiner Großeltern - Sternrenetten - kann ich noch Essen, ohne das ich denke, meine Zunge gehört einem Riesensäuger. Diese Allergieerfahrung habe ich kürzlich auch mit Pfirsichen gemacht und mit Erdbeeren aus Holland was ähnliches - ich blühte mal kurz auf. Wenn ich diese Lebensmittel allerdings koche (ich kann die Pfirsiche aber auch selber einkochen, mhmm, rote Pfirsiche sind da lecker), passiert das deutlich seltener. Die allergieauslösenden Stoffe sind größtenteils zerstört. Und es kann auch daran liegen, dass mir häufig das Obst frisch auch nicht schmeckt. Das aus den Supermärkten ist ja wohl häufig zum Schütteln. Wässrig, ohne Geschmack und schnell verfault. Was mich allerdings sehr verwundert, hier in unserer Gegend ist Erdbeeranbaugebiet. Es finden sich aber kaum noch Leute, die selber dort ernten gehen. Man zahlt nämlich für die Körbchen, die man mit aus dem Feld bringt. Was im Magen landet ist quasi gratis Maike |
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![]() Mitglied seit 29.07.2002 |
Man sieht ja an der Doktor-Best-Zahnpastareklame, wozu holländische Tomaten verwendet werden sollen - die sind doch nicht zum ESSEN!!!
Einen Tip hab ich aber in bezug auf häßliches Äußeres. Das sind die Uglis, grapefruitartige zerknautschte Zitrusfrüchte, die aussehen wie drei Jahre im feuchten Keller gelegen, und schmecken aber so wat von süß und saftig. Zum Thema Preis: Letztens gab es einen Sonderstand im "Einkaufscenter" mit exotischen Früchten. Babacos wollte ich schon immer mal probieren. Die gabs da, 2,99 €. Oh, denke ich, dat is ja mal n Schnäppchen. Der Verkäufer aber schmeißt das schöne Teil auf die Waage, 17 € paar Unzen. Das ging á 100 Gramm. Ach, ich habs mir anders überlegt. Und weg war ich. |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
hallo zusammen ich weiss ja nicht wie's bei euch auf den märkten zugeht, stehen da "händler" oder gleich die bauern mit einem stand? in unserer "kleinen stadt" sind die meisten stände gleich von bauern... die einen verkaufen nur gemüse andere frisches holzofenbrot & eier oder obst usw. und die meisten verkaufen ihre produkte immer auch frisch ab hof. was gibst besseres als die saftigen kneller, die knackigen grafensteiner & süsse melonen vom feld 2 km entfernt.... und die preise zahle ich dem bauern gern - mühe hab ich bei zwischenhändler! ich bin wirklich froh dass ich hier in der umgebung solche möglichkeiten hab' !in "grösseren städten" wird man wohl oder übel die preise zahlen müssen die ein händler verlangt - oder auf tk und dose zurückgreifen... und trotzdem kaufe ich hin und wieder eine dieser riesigen, süssen papayas im thai-shop. gruss curry |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Was damit einhergeht ist ein Verlust der Sorten- und damit Geschmacksvielfalt.. Gerade im Bereich der einheimischen Äpfel und Birnen ist der Verlust an Sorten ungeheuer, sie geht in hunderte von Sorten seit 1900.
Das Preisargument stimmt nur bedingt, wenn ich sehe wie hoch die Preise für importierte Früchte oft sind, die doch in großes Zahl gekauft werden. Oben hat ja schon jemand die überteuerten Erdbeeren angeführt, die ganzjährig - geschmacklos -ihren Absatz finden ! Walterspiel |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Das Problem des Sortenverlustes ist der Kern der Sache.
Auch bei den heimischen Bauern gibt es halt meist nur noch Sorten, die auf Leistung, Aussehen, Widerstandsfähigkeit oder weis der Himmel was gezüchtet sind, nur nicht auf Geschmack oder zumindest auf einen anderen Geschmack. Das fängt bei den Erdbeeren an, die möglichst groß, möglichst früh, möglichst rot sein müssen und leider nur noch ganz entfernt nach dem schmecken, was ich von früher als Erdbeeren kannte. Bei uns gibt es auch noch reichlich Obstbauern, aber was ist im Angebot: Jona Gold, Elstar, Gloster etc. und Oh Wunder auch noch Boskop. Ich erinnere mich noch an einen Apfelbaum im elterlichen Garten: Ananasrenetten, richtig reif wurden die erst durch Lagerung und waren dann herrlich mürbe (nein, nein, nicht MEHLIG) und hatten einen wunderbaren nussigen Geschmack. Daneben stand eine Pariser Flaschenbirne. Bei der Ernte noch steinhart, mußte auch liegen. Die Schale mußte zwingen runter, aber dann: so saftig, daß man sie am besten nur mit einer Riesenserviette verspeiste. Dazu einen Kirschbaum mit extrem spät reifen Kirschen, dann aber fast schwarz und mit dunkel-Lila Fleisch. Alles Dinge, die es so nicht mehr auf dem Markt gibt. Wir haben jetzt eine Streuobstwiese neu angepflanzt, die Bäume brauchen aber noch ein paar Jährchen, bis sie vernünftig tragen, bin schon sehr gespannt. Übrigens auch ein Grund, warum es die alten Sorten nicht mehr gibt: die Bäume brauchten halt ihre Zeit und waren nicht schon nach wenigen Jahren in der Blüte ihres Baumlebens. Wehmütige Grüße Nick |
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Rama Cremefine

































