Makaberes Erlebnis bei uns im Dorf
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![]() Mitglied seit 23.06.2004 |
Ich muß Euch was erzählen, womit ich nicht klarkomme. Am letzten Mittwoch ist unser Nachbar verstorben. Er hatte Krebs und war 70 Jahre alt. Zumindest haben wir es am Mittwoch-Mittag um 12 Uhr erfahren und waren geschockt! Gegen 15 Uhr kam der Leichenwagen und wir wunderten uns, das tote Menschen soo lange \"rumliegen\", bis man sie abholt. Heute morgen habe ich die Witwe getroffen und wir haben uns ein wenig unterhalten. Mitten im Gespräch sagte sie:\"Es ist schade, daß mein Mann gestorben ist; aber ich bin froh, daß ich Freitag noch meinen Geburtstag mit ihm feiern konnte!\" da fiel mir nichts mehr ein und ich wollte vom Thema ablenken. Aber sie fügte hinzu \"ich habe ihn extra hübsch angezogen und in auf die Couch legen lassen, aber als er abgeholt wurde, war ich sehr traurig\"!... Ich finde es makaber, daß man 3Tage mit einem Toten leben kann, und es der Bestatter auch noch befürwortet (denn der war ja jeden Tag da)! Außerdem kann ich nicht nachvollziehen, daß man jemanden sooo sehr lieben kann, daß man sowas macht! Dazu muß man sagen, daß sie ihren Geburtstag nicht alleine gefeiert hat, sondern ihre zwei Töchter mit Familie da waren! Ich dachte immer, daß wir schon lange mit meiner toten Mum in der Wohnung waren; aberdas waren bei uns \"nur\" sechs Stunden... Wie denkt Ihr darüber??? Kann die Liebe soweit über den Tod hinaus gehen??? Würde mich über Meinungen \"freuen\". Lieben Gruß Optikus (die zur Zeit irgendwie nicht so ganz klarkommt) |
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![]() Mitglied seit 22.11.2003 |
HI!
Als mein Ex-Mann bei seiner Mutter gestorben war, wurde er zwar recht schnell ins Leichenhaus gebracht, aber sie hatte den Schlüssel und ist jeden Abend hingegangen um bei ihm zu sein. Ich habe das schon verstanden. Ich war am Schluß nicht mehr bei ihm, weil ich ihn lieber anders in Erinnerung behalten wollte, aber hinterher habe ich mir Vorwürfe gemacht, weil er mich kurz vor seinem Tod nicht mehr gesehen hat und ich ihn nicht mehr. Bei der Beerdigung war der Sarg verschlossen, weil die Schwiegermutterr meinte er habe so schlimm ausgesehen und sie wollte den Anblick niemandem zumuten. Jeder Mensch verarbeitet Trauer anders und wenn die Frau möchte, daß ihr Mann noch bei ihr bleibt, finde ich das o.k. Wäre eine Bullenhitze gewesen, hätte der Bestatter den Mann sicher schon früher geholt! Grüße von Groddegiex |
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![]() Mitglied seit 30.01.2003 |
hallo,
so makaber finde ich das nicht...war das früher nicht gang und gäbe, dass man tote drei tage in der wohnung aufgebahrt hat, und ist es das in manchen kulturen nicht heute noch? der tod wird immer mehr vom leben \"abgeschnitten\" - auch das könnte man \"makaber\" finden... liebe grüße Nocturna-X |
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![]() Mitglied seit 03.12.2003 |
Hi Optikus!
Na klar kann ich das verstehen, wenn man auf seinen geliebten Partner nicht verzichten möchte. Wenn man ihn nicht gehen lassen möchte. Weder aus dem Haus noch überhaupt aus dem Leben. Da möchte man noch mal ganz in Ruhe Abschied nehmen können. Ich wollt\' ich könnte das später mal so durchziehen. Du hast schon recht, dass es makaber ist, wenn die ganze Familie um den toten Opa herum sitzt. \"Nee, Opa antwortet dir nicht mehr, weil er schon tot ist!\" klingt zwar merkwürdig, hätte aber so passieren können. Ich finde es absolut toll, dass man der Witwe ihren Wunsch erfüllt hat. Gruß |
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![]() Mitglied seit 05.05.2002 |
Hallo Optikus,
NocturnaX hat das geschrieben, was ich auch tippte - nur dass beim \'einsenden\' die Meldung kam, dass die Seite nicht verfuegbar sei... Ich kann mich auch an diese Zeit erinnern, und meine Grosseltern waren jeweils die drei Tage daheim aufgebahrt, und die ganze Zeit kamen Nachbarn und Bekannte und haben sich verabschiedet. - Ich glaube, dass damals das Sterben einfach mehr als \'natuerlich\' akzeptiert wurde und mehr als \'normaler Bestandteil des Alltaeglichen\' akzeptiert wurde. Gruss Ingwer |
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![]() Mitglied seit 25.01.2005 |
Optikus! Die Liebe über den Tod hinaus kann noch viel weiter gehen...du würdest - oder wirst!? - dich wundern!
Wenn die Frau \"froh war, dass sie noch mit ihm feiern konnte\" ...das soll ihr doch gegönnt sein! Ich finde es toll, dass der Bestatter jeden Tag da war, und dass es diese Möglichkeit des langsamen Abschied-Nehmens gibt! Über die Bedeutung des Wortes \"makaber\" bist du dir im Klaren? = schaurig, düster, mit Tod und Vergänglichkeit Scherz treibend. Das sehe ich hier nicht! LG xantula |
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![]() Mitglied seit 23.06.2004 |
@xantula:
sorry, daß ich kein anderes Wort gewählt habe! Ich gelobe Besserung.... @all: Es mag sein, daß es in einigen Ecken der Erde Gang und Gebe ist, daß man Tote so lange \"behält\", kann auch sein, daß ich das zu engstirnig sehe. Und auch ich habe meine Mutter geliebt, es fiel mir sehr schwer, daß sie abgeholt wurde; aber ich fand es \"unschön\", diesen toten Körper anzusehen! Da sich ein toter Körper verändert (gehe nicht weiter ins Detail); aber ich hätte es auch nicht gewollt, daß sie noch länger in der Wohnung liegt! Wir haben zwar eine Woche später am offenen Sarg Abschied genommen, denn das wollten wir alle! Ich habe meinen Dad heute gefragt, ob er sie länger in seiner Nähe gewollt hätte; aber er verneinte, weil es mit dem Tod Zeit ist, abschied zu nehmen! LG Optikus |
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![]() Mitglied seit 25.01.2005 |
Ich kann es mir - ehrlich gesagt - heute auch noch nicht vorstellen, mit einem Toten 3 Tage lang in der Wohnung zu leben...wirklich nicht!!
Aber die Frau hat das doch freiwillig getan, und der Bestatter hat sicher dafür gesorgt, dass es auch machbar war! Ich bin froh, dass ich Schwiegervater und- mutter nach ihrem Tod nicht mehr angeschaut habe...aber wie ich das später - hoffentlich LG xantula |
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![]() Mitglied seit 10.05.2005 |
Guten Abend, der Tod ist ein Thema,welches wir gerne aus unserem Leben ausschließen. Aber er gehört nun mal dazu. Und ich denke, dass hier jeder sein Herz sprechen lassen sollte. Ich kann es mir nicht vorstellen, bewusst mehrere Tage mit einem Toten in der Wohnung zu leben. Aber wie es ist, wenn es wirklich dazu kommt, kann ich jetzt nicht beurteilen. Hier solllte jeder sein Herz sprechen lassen, und wenn man dann in der Situation ist, wird wohl die für diesen Moment beste Entscheidung getroffen werden. Da sollte man sich keine Gedanken machen, was andere davon halten. Ebenso steht mir als Aussenstehender kein Urteil über das Verhalten von Trauernden in dieser Situation zu. Es empfindet jeder anders. Trauer hat viele Gesichter. Liebe Grüsse Ursula1 -------------------------------- Heiterkeit ist eine Form von geistiger Gesundheit |
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![]() Mitglied seit 14.06.2005 |
Hallo und guten Abend,
wusste garnicht, dass es überhaupt noch möglich ist die Toten zu Hause zu behalten. Meine Mutter ist bei mir zu Hause verstorben und nachdem der Hausarzt da war, habe ich sofort den Bestatter angerufen, der meine Mutter dann zur Leichenhalle brachte. Es war schon schlimm genug für uns alle, als meine Mutter aus dem Haus getragen wurde. Habe das als Normalität angesehen und wäre nie auf die Idee gekommen, meine Mutter zu Hause aufzubahren. Das war früher mal so, als es keine Leichenhallen und Kühlräume gab und fand das als Kind absolut nicht schön. Man kann doch auch in der Leichenhalle seinen Abschied nehmen, was schon schwer genug ist. Vor allen Dingen finde ich es schon komisch mit einem Verstorbenen noch seinen Geburtstag zu begehen. LG Zilles |
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![]() Mitglied seit 29.09.2003 |
Hallo,
ob ich es persönlich machen würde, kann ich nicht sagen. Aber ablehnen will ich es auch nicht. Jeder geht mit Trauer anders um, jeder hat seine ganz eigenen Vorstellungen. Der Tod ist nun mal endgültig und das Abschiednehmen vearbeitet jeder anders. Schwer ist es in jedem Fall. Vielleicht sieht die Frau darin, dass er noch zu ihrem Geburtstag im Hause blieb eine Art Abschluss (drück mich vielleicht nicht ganz glücklich aus). Sie hatten sich auf eine schöne Feier gefreut- plötzlich ist er tot. Trotzdem \"feiert\" er mit ihr. Dann geht er.... Kann man schon irgendwie nachvollziehen, denke ich. LG christina |
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![]() Mitglied seit 20.10.2003 |
ich kanns ja nun wirklich grad nachvollziehen, da mein Vater gehen musste!
Lasst doch jedem seinen Weg, damit umzugehen.... ob 3Tage im Haus, oder sofort \"weg\" Oh man.. Eure Sorgen möchte ich haben! Dass das überhaupt einen Thread wert ist.... Da bleibt bei mir dann ein Kopfschütteln! Lass Doch Deiner Nachbarin ihre Art der Trauerverarbeitung..... und ein Urteil zu fällen.. ist für mich eher \"unglaublich\" aber einen Thread werde ich deshalb nicht eröffnen... Finds eher bewundernswert, dass deine Nachbarin ihre Trauer so zeigt und auch empfindet.. hätte es schlimmer gefunden, wenn ihr erster Weg zur Bank gewesen wäre, um das Vermögen zu klären! Ich wünsche mir, mal so einen Partner zu finden, wie deine Nachbarin!!! |
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![]() Mitglied seit 26.09.2004 |
Hallo!
Schließe mich Ursula und Hella an. Wenn ein Angehöriger stirbt, kann man in den Augen der Nachbarschaft soviel \"falsch\" machen. Im Grunde suchen die Leute doch immer etwas zum reden. Von daher finde ich es von der alten Dame mutig, ihren Weg zu gehen und mit ihm noch Geburtstag zu feiern. Wer sagt denn, dass die Enkel um den toten Opa gehüpft sind? LG, Mic. |
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![]() Mitglied seit 01.11.2003 |
hallo zusammen,
ich finde es sehr schön das man so noch Zeit hat Abschied zu nehmen.Der Tod gehört,ob wir es nun wollen oder nicht,zum Leben dazu.Es hilft doch die Trauer erträglich zu machen.Ich finde es viel schlimmer in einer kalten,sterilen Leichenhalle Abschied von dem von mir geliebten Menschen zu nehmen,als das in meinen vier Wänden tun zu können,wo mich doch alles mit dem Toten verbindet.Ich finde es auch toll das der Bestatter das mitgemacht hat,ist nicht überall so möglich. Gruss Elbra |
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![]() Mitglied seit 27.01.2005 |
Hallo Optiku,
der Tod gehört zum Leben. Die Frau hat einen sehr natürlichen Umgang mit dem Tod des nächsten Angehörigen gezeigt. Du schreibst, Du hast ein Problem damit. Das ist vollkommen in Ordnung. Der Tod wird für uns abstrakter, aber er ist deshalb noch lange kein \"Entsorgungfall\"!!! Das macht es uns schwieriger, ihn zu verstehen, anzunehmen und mit ihm umzugehen. Ich kann mich noch erinnern, dass in den 60er Jahren mein Urgroßvater in einem abgedunkelten und mit Blumen geschmückten Raum in der Wohnung aufgebahrt wurde. Das war nicht nur auf dem Land so, sondern auch in der Großstadt. Eine meiner Tanten wurde vor 2 Jahren in einer Kleinstadt beerdigt. Die Trauerfeier fand in einem kleinen Raum statt, in dem auch der offene Sarg stand. Es gab in der Trauergemeinde sehr unterschiedliche Reaktionen darauf. Liebe Grüße Madato |
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![]() Mitglied seit 08.05.2005 |
hallo optiku,
vielleicht hast du das mit dem geburtstag feiern auch etwas falsch verstanden. es wird sicher keine lustige und ausschweifende geburtstagsparty, sondern eine stille, leise, wehmütige und traurige feier gewesen sein. und es wird der witwe nicht in erster linie um die feier gegangen sein, sondern darum, dass ihr mann an diesem bestimmten datum, an dem sie wahrscheinlich viele jahre lang ihren geburtstag gefeiert haben, noch bei ihr gewesen ist. ist doch schön, wenn jemand so abschied nehmen kann, das zeigt doch wie verbunden sie miteinander waren. liebe grüsse von aix |
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![]() Mitglied seit 20.05.2005 |
Hallo Optiku !!!
Ich finde auch, dass jeder seine Trauer so leben sollte, wie er am besten damit zurechtkommt. Vielleicht hat dieser Nachbar ja es selbst gewünscht, nach seinem Tod noch so lange bei seiner Frau zu bleiben???? Daran schon einmal gedacht??? Meine Tante (sehr krank) wollte nach Ihrem Tod (ist zuhause gestorben) auch noch nicht sofort \"abgeholt\" werden! Es war Ihr Wunsch noch einen Tag zuhause zu bleiben! Meine Schwester und mein Onkel waren den ganzen Tag in dem Haus und fanden das gar nicht schrecklich. Sie konnten in aller Ruhe von Ihr Abschied nehmen. LG Nothighdensity |
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![]() Mitglied seit 05.06.2005 |
Auch ich schließe mich ausdrücklich Ursula und Hella an!
Mein Vater starb, nachdem ich nahezu 5 Monate Tag und Nacht an seinem Bett zugebracht hatte. Als der Leichenwagen, nur auf mein ausdrückliches Bitten hin, nach \"schon\" 3 Stunden kam, war ich immer noch todunglücklich, daß er für mich viel zu schnell abgeholt wurde. Ich mußte mich dem Wunsch meiner Mutter beugen, hätte ihn gern noch länger zum Abschiednehmen dabehalten. Ich habe ihn in der ganzen Zeit noch getreichelt , mit ihm geredet und gefühlt, wie immer mehr Wärme sein Körper verließ. Hätte ich nicht wenigstens diese 3 Stunden gehabt, wäre ich wohl todunglücklich gewesen. Mein Hirn benötigte Zeit um das Entgültige zu begreifen. Was dem einen unglaublich erscheint, ist für anderen einfach von Nöten. |
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![]() Mitglied seit 14.09.2004 |
Ich weiss auch nicht, ob ich es so wollte, dass mein Mann drei Tage bei uns in der Wohnung aufgebahrt ist.
Aber was ich merke ist, dass viele Menschen den Tod so auf die Seite schieben wollen, dass viele ihre Angehörigen nicht mal auf dem Friedhof besuchen. Sich sehr wenig um die Gräber kümmern. Der Tod passt nicht in unsere Gesellschaft. Eigentlich schade. Denn der Tod ist genauso natürlich wie eine Geburt. Kein Mensch wird alleine geboren und kein Mensch sollte alleine sterben müssen wenn es sich vermeiden lässt. Ich finde es schrecklich wenn man beim Gang über einen Friedhof sieht wieviele Menschen nach ihrem Tod scheinbar einfach vergessen werden. Ich finde es in Ordnung was diese Frau getan hat. So hat sie von ihrem Mann noch mal in aller Ruhe Abschied nehmen können. Immerhin waren die beiden wohl eine sehr lange Zeit zusammen. Und ich selbst verstehe es vollkommen dass man so sehr lieben kann. Claudia
Zu fällen einen schönen Baum, braucht es ne halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenkt es, ein Jahrhundert. |
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![]() Mitglied seit 08.02.2003 |
Hallo!
Ich aknn Ursula und Hella nur beipflichten, als bei meiner Schwester die Tochter mit 16 so überaschend auf einem großen Fest gestorben ist, war es so furchtbar, so unglaublich und schlimm, das so ein junges Leben für immer vorbei sein soll! Sie war Festjungfer und Fahnenjungfrau, das ganze Dorf war wie gelähmt, es wurde sogar in der Zeitung gebracht, da blieb sie auch 2 tage daheim auf dem Sofa, es war besser für uns alle, sie lag da wie schlafend, da hat sich nix verändert. Es kamen auch sehr sehr viele Leute um sie zu verabschieden, ihr Freund hat die ganze Zeit neben ihr gesessen, auch er konnte es nicht fassen. Dann kam sie in den Sarg ,wie alle haben geholfe, sie zu baden, frisieren und wieder das Festkleid ,das extra für sie gemacht worden war, wieder anzuziehen. Es war schön so. Wir haben dabei geheult und mit ihr gesprochen. Als mein Vater im Krankenhaus gestorben ist, wa ich auch bei ihm, bis zum Ende, danach haben meine Schwester und ich ihn genauso schön gemacht,die Ärzte haben das voll und ganz akzeptiert und uns alle Zeit gegeben, die wir brauchten, das hab ich damals auch schon bei Oma mit meinem Vater zusammen so gemacht und es ist das letzte was ich aufd ieser Welt für diese Menschen tun kann, ich habe ihnen alles zu verdanken und es ist doch nur selbstverständlich, das ich das mache. Es ist nicht schlimm, sondern es hilft mir, der Verlust zu verstehen und zu verkraften. Neulich hat meine Mutter gesagt,das sie auch so von und hergerichtet werden möchte, wenn es mal so weit ist, meine Schwester und ich haben es ihr versprochen! Also ich finde es nicht makaber, denn man weiß ja schon von Anfang an, das der Tod kommt- früher oder später und keiner kann entkommen, also akzeptiere ich es so wie es nun mal ist! Ich ahbeauch noch erlebt, wie mein Opa zuhause aufgebahrt worden ist, da hatten wir noch keine Leichenhalle. als es dann eine gab, wurden die Toten nicht zugedeckt, amn musst es extra verlangen, das jemand zugedeckt worden ist, außer es war klein natürlicher tod und der betreffende sahr nicht gut aus. wir sind als Kinder immer hin und haben dort gebetet ,aber hauptsächlich wollten wir sehen, ob die toten gut ausahen oder eher nicht, kein Mensch hat sich aufgeregt es gehört einfach dazu. Heute sind die Särge geschlossen, nur noch selten ist einer offen, das ist auch OK so! Tschüß Rosalilla |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Hallo,
Bis vor 25 Jahren hatten wir bei uns im Dorf noch keine Friedhofskapelle, wo die Toten aufgeahrt wurden. Bis dahin wurden die Toten drei Tage lang im Haus aufgebahrt. Wenn dann die Beerdigung war, haben die Nachbarn als Sargträger den Sarg aus der Wohnung bis zum Grab getragen. LG Barbie |
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![]() Mitglied seit 18.11.2004 |
Hallo,
viele Menschen koennen den Tod nicht als endgueltig akzeptieren und trennen sich deshalb nur schwer von der sterblichen Huelle. Jeder nach seiner Facon, aber geht das nach 3 Tagen nicht etwas \'auf die Nase\'? LG Ingrid |
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![]() Mitglied seit 16.09.2005 |
Hallo
Bei uns auf dem Lande ist das noch häufig anzutreffen, dass die Verstorbenen die drei Tage zu hause bleiben. Was spricht eigentlich dagegen? -- Doch nur unsere eigene Angst vor dem Tod und was er mit sich bringt. Habe einige Zeit bei der Spitex gearbeitet und durfte dabei viele Angehörige und Sterbende begleiten und gaube mir, zu hause ist das alles viel natürlicher und ruhiger. Weil du danach mit den Angehörigen den Patienten für die lezte Reise zurechtmachen kannst. Einige wollen ihm vielleicht auch etwas mitgeben -- vorallem haben sie genug Zeit abschied zu nehmen und kommen auch mit der Trauerarbeit um einiges besser klar. Die andere Seite im Krankenhaus kenne ich nur allzu gut, kaum ist jemand gestorben wird ihm die Etikette an den Zeh gehängt und ab in den Kühlraum! Was ist nun Menscherwürde? Gruss Liralu |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Liralu, das ist völlig richtig. Makaber ist die \"ruck-zuck-weg-damit\"-gesellschaft, in der wir leben. der mensch hat eine unsterbliche seele - das haben viele anscheinend vergessen. würden wir das akzeptieren, hätten wir nicht so probleme mit dem tod.
wenn man den tod eines anderen menschen miterlebt, bekommt man ein anderes verhältnis dazu. lieben gruß eure nina |
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![]() Mitglied seit 18.11.2004 |
Aber riecht denn eine Leiche nicht nach 3 Tagen?
LG Ingrid |
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![]() Mitglied seit 27.01.2005 |
Hallo Optikus,
eine Sache interessiert mich. Bist Du in diesem Dorf aufgewachsen oder zugezogen? Liebe Grüße Madato |
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![]() Mitglied seit 14.09.2004 |
@Ingrid,
wenn sie kühl aufgebahrt wird riecht sie nach 3 Tagen normalerweise noch nicht so sehr. Bei meiner Cousine ist mir zumindest nichts aufgefallen. Da waren wir nach drei Tagen in der Leichenhalle und man hat nichts gerochen. Je wärmer desto schneller die Verwesung, desto schlimmer der Geruch. Ich denke, wenn Leichen nach so kurzer Zeit so sehr riechen würden köäme es bestimmt nicht so häufig vor, dass Menschen wochenlang in ihren Wohnungen liegen bis sie gefunden werden. Claudia
Zu fällen einen schönen Baum, braucht es ne halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenkt es, ein Jahrhundert. |
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