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Maischegärung Regent funktioniert nicht

Vom 21.09.2011 13:47 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

King_007 Tellerwäscher


Mitglied seit 12.06.2010
7 Beiträge (ø0,01/Tag)
Hallo liebe Gemeinde,

Ich bin Hobbywinzer und habe dieses Jahr das zweite Jahr Regenttrauben geerntet. Letztes Jahr war das erste Jahr, das wir Regenttrauben hatten. 200l Wein waren das Ergebnis.

Dieses Jahr haben wir mit 95° Oechsle geherbstet, danach entbeert und die Maische in einen gereinigten Kunststoffbotisch gelagert. Angeschwefelt wurde mit 20mg Schwefel. Abgedeckt wurde mit einem Aluminiumblech. Jetzt steht die Maische schon 4 Tage in der Garage.

Aber!!: Er gärt nicht. Heute Früh wurden immernoch 91° oechsle gemessen. Wie sieht es mit dem Trotten(Pressen) aus? Wann kippt das Erzegnis? Wann würdet ihr trotten?

Viele sagen ja bis 20° oechsle stehen lassen, manche sagen nur der Farbe wegen stehen lassen.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Grüße
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Vom 21.09.2011 18:13 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

aemp Suppenkoch


Mitglied seit 02.02.2011
996 Beiträge (ø2,08/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo, King

Zunächst mal Glückwunsch zur erfolgreichen Ernte.
95 Grad Oechsle für einen Regent ist ja schon mal was.
Durchgegoren könnten das so um die 11 %Vol. Alkohol werden...

Du schreibst, bereits im letzten Jahr hattet ihr 200l Wein ausgebaut.
Scheint also damal geklappt zu haben (wie hat der eigentlich geschmeckt?).

Also zunächst mal die Frage, wie habt ihr das 2010 gemacht?
Und - was ist in diesem Jahr anderst?

Wenn ich´s richtig verstehe, habt ihr in diesem Jahr die Trauben geerntet,
entrappt und dann in einen Gärbehälter verbracht.
Die Schwefelgabe von 20 mg/l Maische ist zwar etwas gering, könnte
bei gesundem Lesegut (faules Lesegut ist ein "Schwefelfresser") aber ausreichen.

Offenbar habt ihr keine Reinzuchthefe dazugegeben, sondern wartet auf eine sog.
Spontangärung.
Das kann kritisch werden, da in einer Garage normalerweise keine geeigneten Bedingungen für
eine Spontangärung herrschen.

Wurden die Trauben vor der Lese gespritzt, wenn ja mit was und wann zum letzten mal.
Auch der Einsatz von Spritzmitteln kann Gärverzögerungen zur Folge haben.

Wie schmeckt der Saft momentan?

Überlege vielleicht mal, einen Gäransatz zu machen und die Maische somit mit Reinzuchthefe zu impfen.
Bei deiner geringen Menge und unter den genannten Bedingungen
(wieviel Liter Maische sind es eigentlich?)
sollte m.E. eine Gärung so schnell als möglich in Gang kommen und dann auch relativ zügig
verlaufen, um unerwünschte Gärnebenprodukte (z.B. flüchtige Säuren) so weit als möglich zu vermeiden.
Auch eine Maischeerwärmung kann dabei dienlich sein.

Natürlich kannst du auch alles so belassen und abwarten, was sich da so entwickelt...

Gruß aemp
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Vom 21.09.2011 19:03 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

King_007 Tellerwäscher


Mitglied seit 12.06.2010
7 Beiträge (ø0,01/Tag)
Hallo,

also ich war gerade in der Garage und habe mit der Waage immernoch 90 oechsle gemessen.

Die Trauben waren dieses Jahr super! Keine schimmligen dabei, nur vereinzelt leicht faul. Eher so vertrocknet faul.
Gespritzt wurde nur zwei mal dieses Jahr, und zwar Blattdünger, rein biologisch, das lezte mal vor 2 Monaten.

Am Montag wurden 15g Hefenahrung zugegeben.
Wieviel l Most lässt sich schlecht schätzen, ich denke als Endergebniss werden so ca. 150l rauskommen. Etwas weniger wie letztes Jahr.

Die Frage ist, muss ide Gärung in Gang kommen? Ansonsten würde ich morgen Trotten, falls sich morgen nichts tut.
Müsste er nicht auch im Fass gären?

Grüße
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Vom 21.09.2011 19:22 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

aemp Suppenkoch


Mitglied seit 02.02.2011
996 Beiträge (ø2,08/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo,

Also trotz Hefezugabe keine Gärung! Hm.

Du könntest mal versuchen, die Maische etwas zu erwärmen.
Das kann eine Gärung beschleunigen.

Die Maischegärung dient neben der Farbextraktion auch u.a. der
Gerbstoffextraktion, die für einen hochwertigen Rotwein wichtig ist.

Das ist in deinem Fall nicht unbedingt nötig.
Der Saft der Regent Traube ist schon gefärbt, du wirst also
auch bei einem vorzeitigen Keltern der Maische einen
mehr oder wenig dunkleren Rotwein bekommen.

Natürlich wird der Saft auch im Fass gären.
Aber auch hierbei ist die Gärunterstützung (Erwärmen, wvtl. erneutes impfen)
wichtig...

Gruß aemp
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Vom 26.09.2011 11:03 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mosel_arndi Kaltmamsell


Mitglied seit 24.06.2005
494 Beiträge (ø0,2/Tag)
Hallo....

Punkt 1....Temperatur... die maische sollte mindestens 15 ° haben...besser 17°
Punkt 2... Reinzuchthefe unbedingt in Most-Wasser-Gemisch bei ca 30° rehydrieren, dann abkühlen lassen auf garagentemperatur und zu der Maische geben...
welche Nährstoffe hast du genau verwendet?

Auch wenn es noch nicht gärt...nicht panisch werden....Die Mostgewichtsabnahme...ist das Messfehler?? oder Temperaturänderung???...wenn das Mostgewicht innerhalb von 4 Tagen schon um 5 Ochsen abgenommen hat ist das eigentlich ein gutes Zeichen.

Das mit dem Aludeckel ist nicht so ideal... Alu und weinsäure vertragen sich nicht wirklich.egal...
idealerweise dann bis ca 5 ° Öchsel gären lassen dann pressen und dann die noch abklingende Gärung und Restwärme für den BSA nutzen...und dann bloss nicht schwefeln sondern abwarten und reifen lassen...


bei fragen -> fragen...
Gruß
Arnd
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Vom 26.09.2011 13:22 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

King_007 Tellerwäscher


Mitglied seit 12.06.2010
7 Beiträge (ø0,01/Tag)
Hallo Leute,

Ich hätte mich vollständigkeitshalber eh noch gemeldet.
Also wir haben letzten Donnerstag getrottet. Gärung hatte noch nicht angefangen, zum trinken war es noch süß wie reiner Traubensaft.
Mit der Waage hatten wir immer noch 92° Oechsle. Mit dem Refraktometer ebenfalls. Die Farbe des Saftes war schönes Dunkelrot bis lila.
Farbe ist ja eh im Saft beim Regent.

Also getrottet und in ein 100l Fass (ca. 85l Inhalt)
Und ein 30l Fass (ca.15-20l Inhalt)
Also doch um einiges weniger wie das letztes Jahr.

Die Fässer stehen nun in dem Keller, geschwefelt wurde nichts, auch nichts anderes zugegeben.
Oben auf den Fässern ist dieses lose Teil, dessen Namen mir nicht einfällt, gefüllt mit destilliertem Wasser.
Bereits am nächsten Tag hat es geblubbert und die Gärung hat begonnen. 3 Tage danach also am Samstag wurden 80° Oechsle gemessen.

Wann muss ich das erste Mal das Fass wechseln bzw. abpumpen? Muss ich noch was beachten.



Grüße und Danke für eure Hilfe.
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Vom 27.09.2011 14:38 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mosel_arndi Kaltmamsell


Mitglied seit 24.06.2005
494 Beiträge (ø0,2/Tag)
...abziehen von der hefe erst wenn der BSA eingeleitet werden soll..und dann innerhalb von einer woche zweimal...damit im Trub keine flüchtige Säure entsteht....erst mal ganz ruhig gären lassen...
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