Wein des Tages 14.01.10
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Das Gut hat eine sehr exponierte Lage, gleich gegenüber Haut Brion, wie man dem Namen unschwer entnehmen kann, hat das alles auch irgendwann mal zusammengehört. Ich bleibe dann lieber im Lande und nähre mich redlich, auch weintechnisch 2008 Gewürztraminer Auslese Bestes Fass WG Achkarren am Kaiserstuhl, Baden die Achkarrer (oder Achkarrener?) Genossen überraschen immer wieder mit wirklich spannenden Weinen, auch wenn ich beim Basissegment auch schonmal gezielt daneben gegriffen habe, so ist das halt wenn man sich durchprobiert, no risk no fun. Der Gewürztraminer duftet fein nach exotischen Früchten, nach Litschi, eine Andeutung von Ananas, Honigmelone, Birne, ein ganzes Fruchtpaket, auch ein wenig Kräuter und Blütenduft, am Gaumen weich und saftig, nicht zu ölig, wiederum Fruchtaromen, Karamell, Crème brûlée, etwas zurückhaltende Säure, es fehlt ein wenig der Gegenpol zu den Fruchtaromen, aber wenn zu Käse genossen, ist das kein großer Nachteil, der Käse bringt dann genug Spannung in die Kombination, der Abgang weich und ziemlich lang. Ich habe den Wein nur in der 0.375er Flasche gesehen, ich weiß nicht, ob er auch in der Normalflasche angeboten wird, in der halben kostet er um die 10€. Prost! ________________________________________________________________________ De toutes les qualités du cuisinier, la plus indispensable est l'exactitude. Jean Anthelme Brillat-Savarin |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Hallo,
sowohl für das Château als auch für Dzeko eine irre Summe. Beim Pessac-Léognan-Château wird's wahrscheinlich aber so sein, dass das Weingut schon mitten in Bordeaux liegt oder zumindest über kurz oder lang von Bordeaux verschluckt wird. Das erklärt den Preis in diesem Fall vielleicht eher als die Liebe des Käufers zum Wein. Oder die Vorstände und Aufsichtsräte der Bayerischen Landesbank haben wieder mal an eine todsichere Immobilientransaktion finanziert. Wobei ich in diesem Fall, weil ich als Bayerischer Steuerzahler für den Ausfall ja wieder bürgen muss, endlich Miteigentümer eines Château wäre.......ich muss gerade mal mit unserem Finanzminister Fahrenschon telefonieren. Freitaaach Matthias _____________________________________________________________ Pulling together is the aim of despotism and tyranny. Free men pull in all kinds of directions. T.P. |
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![]() Mitglied seit 17.05.2009 |
Habe mal nachgerechnet:
Bei angenommen 4000 Flaschen Ernte pro Hektar und Jahr und bei vernünftiger Rendite muss das Weingut an einer Flasche rund 40 € verdienen, um eine vernünftigen Verkehrswert zu begründen. Bei den Endpreisen gar nicht so unwahrscheinlich. Wie bei Facebook wird auch hier die Zukunft gehandelt - und im Bordeaux immer auch das Prestige. Gruß Faber |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Ich komm auf 47.000 Flaschen, hab ich irgendwo einen Rechenfehler? Auf der Webseite des Hauses wird eine Pflanzdichte von 10.000 Rebstöcken pro Hektar angegeben, also bei 4.7 ha wären das 47.000 Rebstöcke, Faustformel Bordelais: 1 Rebstock = 1 Flasche, ziehen wir mal ein paar wegen Nachpflanzung etc. ab, da wären wir bei vielleicht 45.000.
Wenn ich dann allerdings weiterrechne, dass sich die Investition nach 10 Jahren amortisieren soll (jetzt mal rein linerar ohne abgezinsten Cashflow und so'n Gedöns) dann bin ich auch wieder bei ca. 40€/Flasche. Darauf muss man noch die reinen Herstellkosten des Weines, also Rebflächenpflege, Kellerarbeit, Abfüllen bis zum Versand etc. rechnen, ein bisschen Gewinn noch, da muss der Wein mindestens 60€ ab Château kosten. So ein Wein würde dann bei knapp unter 100€ beim Endverbraucher landen. Um in diese Preisregionen vorzudringen, muss er wahrscheinlich noch mal ordentlich in Keller, Weinbereitung und Marketing investieren und Herrn Denerencourt noch einige Jahre weiter als Berater berzahlen, das kostet auch wieder, das muss also auch wieder auf den Preis drauf bzw. in die Kalkulation rein. Bisher war das immer so ein feiner noch bezahlbarer Wein, am besten deckt man sich noch schnell mit 2009 und 2010 ein lg susa ________________________________________________________________________ De toutes les qualités du cuisinier, la plus indispensable est l'exactitude. Jean Anthelme Brillat-Savarin |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Ein wohlklingendes "Haut Brion" im Namen zu haben könnte bei unbedarfteren auch ein ganz netter Marketingvorteil sein.
Ok, vielleicht müsste man es noch in "Haut Blion" umbenennen. viele Grüße MatthiasLafiteH _____________________________________________________________ Pulling together is the aim of despotism and tyranny. Free men pull in all kinds of directions. T.P. |
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![]() Mitglied seit 17.05.2009 |
Hallo susa,
die 10000 Stöcke pro Hektar erscheinen mir als sehr viel. Meine Rechnung vereinfachte sich, indem ich den üblichen reduzierten Ertrag von etwa 30-35 hl/ha bei einem exzellenten Weingut ansetze, was etwa 4000 Flaschen sind. Wie dem auch sei, was zerbrechen wir uns die Köpfe des Verkäufers und des Käufers. Eine befreundete Kollegin, die Wertermittlung für Grundstücke betreibt, sagt regelmäßig, wenn sie's nicht versteht: Vielleicht war's gewaschenes Schwarzgeld ... LG Faber |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
4,66ha, Produktion 30000 Flaschen, Preisrahmen 38.- bis 46.- So steht es jedenfalls im aktuellen Guide Hachette 2011. Gruß, Grenache |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
Hab mich versehen, das war der Guide Hachette 2010, Menge und Preisrahmen für 2006, im aktuellen 2011 für 2007 keine Mengenangaben aber ein Preisrahmen von 60.- bis 76.-
Gruß, Grenache |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Als ich den letzten gekauft hab, gebe zu, das ist nun auch schon fast 10 Jahre her, Flasche noch aus den 90er Jahren, da lag der bei um die 120ff.
lg susa ________________________________________________________________________ De toutes les qualités du cuisinier, la plus indispensable est l'exactitude. Jean Anthelme Brillat-Savarin |
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