Wein des Tages 12.01.11
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Was heißt das? Natürlich könnte man darauf schließen, dass ältere Schuhe inzwischen unwiederbringlich verloren sind, da verrottet, oder aber, dass die Herstellung von Wein ein größeres Bedürfnis befriedigt hat, als der Wunsch nach Fußbekleidung. Das wiederum erklärt einleuchtend, wieso Weinerzeugung lange Zeit Männersache war (von ein paar Einzelfällen im Mittelalter abgesehen und das waren Nonnen, das zählt nicht richtig Inzwischen haben die Damen rasant aufgeholt, bzw. die Geschlechter haben sich angeglichen; es gibt immer mehr Winzerinnen und es gibt immer mehr Herren, die für einen bestimmten Schuh ebenfalls morden würden Eine Winzerin, deren Weine ich sehr schätze, und die sich selber als Weinbäuerin bezeichnet, ist Heidi Schröck aus Rust. Ein wenig erinnert sie mich an die Köchin Lea Linster, beide Damen strahlen etwas Solides, etwas Geerdetes, aus, obwohl ich keiner von beiden begegnen möchte, wenn die Dinge nicht nach ihren Vorstellungen und in ihrem Sinne laufen Heidi Schröck hat den ungarischen Furmint für sich entdeckt, die Rebsorte die auch im edelsüßen Tokajer enthalten ist, und die bei der richtigen Behandlung auch wunderbare trockene oder nur ganz leicht restsüße Weine hervorbringen kann. 2007 Furmint Weinbäuerin Heidi Schröck, Neusiedlersee der ist trocken, er duftet zart nach Kamillenblüte, Rose und getrockneten Früchten, ähnliches Aromenspiel wie die großen Süßweine, am Gaumen dann ein wunderbarer fast öliger Schmelz, danach Aromen von Zitrusfrüchten, vor allem die zarte Bitternote von Grapefruit, dazu Limette, Apfel, Quitte, Mineral, ein gutes Säuregerüst, ein sehr komplexer langer Abgang, ein eleganter Wein mit 13 vol% Alkohol, der seinen Charme erst nach und nach entfaltet und nach knapp zwei Stunden Luft perfekt ist. Der 2007er ist wohl kaum noch zu bekommen, derzeit wird 2008 und 2009 angeboten und ich hoffe, dieser hochspannende Wein hält sein Niveau auch in den Folgejahrgängen, ich werde zusehen, dass ich dieses Jahr wieder ein wenig von Heidi Schröcks Weinen probieren kann. Der Furmint kostet unter 15€. Prost! ________________________________________________________________________ De toutes les qualités du cuisinier, la plus indispensable est l'exactitude. Jean Anthelme Brillat-Savarin |
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![]() Mitglied seit 26.03.2003 |
Ohhhhhhhh, endlich mal ein Wein, den ich auch kenne (ich kenn halt kaum welchen) und der ist sooooooooowas von hmmmmmmmm!!
lG Uli |
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![]() Mitglied seit 17.05.2009 |
Sensible Prosa!
Die Geschlechter gleichen sich an, und die Damen erscheinen als unleidlich, wenn es nicht in ihrem Sinne läuft. Das ist Zeitgeist! Auch in Armenien hat es wohl solche Besessenheit gegeben. Wer produzierte heute noch Gewölbe, Trinkgefäße und Mokassins, die 5-6000 Jahre halten. Und wie schön, das solche Besessenen und Besessinnen Wein und Essen produzieren, über den und das man schreiben kann, und den und das es sich zu trinken und zu essen lohnt. Man muss sie nicht persönlich kennen, um das zu genießen. Apropos Lea Linster. Sie und ich sind etwa gleich alt, und wir sind nicht weit entfernt voneinander aufgewachsen. Als sie jung und noch nicht berühmt war, sind wir uns begegnet. Sie war schon damals ähnlich charmant wie heute vor der Kamera. LG Faber |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
von Armenien vor 6000 Jährchen an den Neusiedlersee
und das ohne Mokassins Prost meint Otti, der auch barfuss läuft |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
fast immer
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