Wein des Tages 07.01.11
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Da trifft es sich doch gut, dass just gestern (kann auch schon vorgestern gewesen sein), die Nachricht durch die einschlägigen Fachmedien ging, dass die portugiesische Kellerei Sogrape von der amerikanischen Weinzeitschrift Wine Enthusiast zum Weinerzeuger des Jahres weltweit gekürt wurde. Dabei wurde vor allem der Erfolg des Unternehmens, das noch in Familienbesitz ist, anerkannt, sein Flaggschiffprodukt Matéus Rosé als weltweit bekannte Marke und berühmtesten portugiesischen Wein mit gleichbleibend guter Qualität zu etablieren. Nun mögen wir alle hier einwenden, dass es sicher in Portugal viele bessere, individuellere und auszeichnenswertere Weine gibt. Aber immerhin ist durch diese Auszeichnung der portugiesische Wein etwas stärker ins Wein-Bewusstsein geraten. Und Sogrape kann sich damit in eine so illustre Reihe von Weinerzeugern einreihen wie Antinori, Philippine de Rotschild und - wer hät's auch nicht gedacht - Mondavi, die Gallos aus Napa Valley.... uvam. Und auch wenn die Douro-Region eines der der bekanntesten Anbaugebiete ist, die anderen sollten durchaus auch mal erwähnt werden. Bei unserem letzten Portugalurlaub, der natürlich mal wieder viel zu lange vorbei ist, kamen wir jeden Abend auf unserem Weg von den verschiedenen Unternehmungen zurück zum Ferienhaus an einem kleinen Supermarkt vorbei, bei dem wir uns so nach und nach durch das örtliche Sortiment tranken. Die Weine waren alle eher Basisqualitäten, genau das richtige, wenn man abends auf der Terrasse des Ferienhauses ein bisschen Rindfleisch oder Fisch auf den Grill geben möchte und einen Schoppen Wein dazu trinken mag. Das sind Weine, die schmecken aus dem Wasserglas genauso gut wie aus dem Weinglas, die kann man gleich duzen, die begleiten einen durch den Urlaub, sie verfeinern das Essen, verschönen den Feierabend, schmecken nach Sommer, Hitze, nach kargem Boden und sonnenreifen Trauben. Urlaubswein in Perfektion, das war er, der Toca de Texugo, Colheita seleccionada Adega Cooperativa de Carvoeira, Estremadura ich gebe bewusst keinen Jahrgang an, denn als wir den zum letzten Mal getrunken haben, das ist schon einige Zeit her und den Jahrgang gibt es sicher nicht mehr und der Wein ist auch eher einer von der Sorte, der am besten in den ersten zwei höchstens drei Jahren seines Lebens schmeckt. Aber er zeigt, bei entsprechender Weinbergs- (Berg ist gut, wohl eher Feld Die Rebsorten hab ich mir notiert Camarate, Castelão und Grand-–Noir, letzteres eine Rebsorte, deren einziges Verdienst es ist, gegen Melhtau immun zu sein; wogegen die Camarate eine ziemlich spannende ist. Die Aromen, die ich notiert habe waren vor allem solche von Waldbeeren, Gewürz, mir ist eine weiche erdige Note noch sehr in Erinnerung, und der Gesamteindruck war klar und frisch. Es würde mich nicht wundern, wenn der Wein auch ein wenig Holz gesehen hätte. An den Preis kann ich mich nicht mehr erinnern, aber sehr teuer war er nicht, wenigstens für unser mitteleuropäisches Portemonnaie, die örtlichen Hausfrauen griffen auch gerne auf die einfachere Cuvée zurück. Prost! und @ bienemaya, wie heißt auf Portugiesisch: Bis bald! ? susa ________________________________________________________________________ De toutes les qualités du cuisinier, la plus indispensable est l'exactitude. Jean Anthelme Brillat-Savarin |
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![]() Mitglied seit 05.12.2010 |
Hallo,
mein Wein gestern Abend war ein edelsüßer Weißer: Appellation Sauternes Contrôlée 2007 Chateau du Levant ... und damit oute mich mal gleich als 'Nicht-Nur-Trocken-Trinker' - bitte nicht hauen Hier meine Notizen: - goldgelbe Farbe - Duft nach Karamell, deutlich Boytritis, trockene Früchte, tendiere zu Aprikose, irgendwie auch mineralisch - leicht ölig, weich und voll im Mund, macht sich breit am Gaumen - ausgeglichene Süße und Säure - die 13,5% stechen auch nicht in die Nase, wie ich es schon erleben durfte Er ist im wahrsten Sinne des Wortes 'ein richtig Süßer' und man kann wirklich nicht mehr als 2 Gläschen von trinken. Aber er macht mir Spaß. Werde ihn heute nochmals probieren, mit einem Blauschimmelkäse. Muß noch rauskriegen, was es mit dem mineralischen-würzigen touch auf sich hat. Der erinnert mich entfernt an die pfeffrige Note der Südtiroler Muskatellerweine. Kann das sein? Schönes Wochenende! Renon |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Das kann durchaus sein, diese Gwürzaromen findet man oft in Süßweinen und sie machen die Aromatik erst richtig spannend; die Süße muss ja ein paar Gegenspieler haben. Damit das Gesamtbild harmonisch ist, müssen ja auch die sauer/salzig/bitter-Rezeptoren angesprochen werden.
lg susa ________________________________________________________________________ De toutes les qualités du cuisinier, la plus indispensable est l'exactitude. Jean Anthelme Brillat-Savarin |
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![]() Mitglied seit 05.12.2010 |
Hmmm, klingt plausibel und einleuchtend.
Ist schon witzig, obwohl ich das mit den süß/sauer/salzig/bitter-Rezeptoren immer wieder beim Abschmecken von Herrn Renons Kochkünsten 'predige' (...Du, da hinten auf der Znge fehlt was .... Mal schauen, ob heute zum Abendessen ein Pfefferer paßt. Dann könnte ich das mal parallel testen. Ich glaube, die Idee gefällt mir. Ist ja auch Frühling heute! Viele Grüße Renon |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Ein Pfefferer? Meinst Du damit einen Grünen Veltliner? Ich hab den Begriff noch nie gehört.
lg susa ________________________________________________________________________ De toutes les qualités du cuisinier, la plus indispensable est l'exactitude. Jean Anthelme Brillat-Savarin |
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![]() Mitglied seit 05.12.2010 |
Pfefferer ist eine alte Rebesorte und so hießen bis vor 2 oder 3 Jahren einige Muskatellerweine aus Südtirol, die von den älteren Lagen dort stammten.
www.gerardo.de/pages/weine/schreckbichl/pfefferer-igt-neu.php Nun hat sich allerdings der nette Schreckbichl den Namen unter den Nagel gerissen und die anderen, kleinen Familienwinzereien versuchten dagegen vorzugehen, verloren und durften daher nach Jahrzehnten alle ihre Weine umbennnen. Mein Lieblingspfefferer kommt vom Fliederhof in St. Magdalena, Bozen, von der Familie Ramoser. Sie nennen ihn jetzt 'Muscadel'. Aber 'umgangssprachlich bleibts beim Pfefferer, auch beim Bestellen im Berggasthof. Das können die Schreckbichler nämlich nicht verbieten Es sind würzige, pfeffrige frische Sommerweine, die jung getrunken werden müssen und für mich einfach nach Urlaub schmecken Viele Grüße Renon |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Oh den Hintergrund kannte ich nicht, Muscadels sagt mir mehr. Und ich mag die Weine vom Schreckbichl doch; und jetzt muss ich doch gegen den sein, so geht es ja nicht - nu bringst Du mich aber in Gewissenskonflikte
lg susa ________________________________________________________________________ De toutes les qualités du cuisinier, la plus indispensable est l'exactitude. Jean Anthelme Brillat-Savarin |
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![]() Mitglied seit 05.12.2010 |
Oh, das tut mir natürlich sehr leid susa und das wollte ich wirklich nicht
Aber willkommen im Klub der Gewissenskonfliktler. Ich mag die Schreckbichl Weine (leider) auch. Besonders der Weißburgunder und der Lagrein haben es mir angetan. Naja, so ist das nun mal. Wein ist ein Geschäft und jeder sieht zu, dass er seinen Schnitt macht. Aber gut heißen kann ich diese Vorgehensweise nicht. Ich gestehe aber auch, dass ich nur die Seite der kleinen Weingüter kenne. Und bekannterweise gehören immer 2 Seiten zu jedem Konflikt Allerdings gebe ich jährlich viel mehr Euronen für die Kleineren aus Grüße Renon |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Beim heutigen Ansehen der letzten Folge von Pigotts "Weinwunder Deutschland" über die Süßweine bekam ich auch mal wieder richtig Appetit auf einen schönen Süßwein
Und da entsann ich mich, dass ich ja sogar noch einen gänzlich unverkosteten da habe; also habe ich ihn soeben geöffnet. Es ist ein edelsüßer Franzose: ein Vin de Pays de Côtes de Gascogne von der Domaine Uby, und zwar ein Gros Manseng. Jahrgang lt. Händler 2003 (auf der Flasche steht nix), Alk. 13 %. Nähere Infos habe ich leider nicht. In der Nase ganz viel Honig; Farbe: schon sehr dunkelgelbgrün. Am Gaumen dominiert sogar die Säure Ich hatte ihn kellerkalt geöffnet, habe ihn aber gerade noch mal in den Kühlschrank gestellt; ich glaube, der kann noch ein paar Grad kälter sein. Als Trinktemperatur sind auch 10 ° angegeben. Auf dem Etikett steht noch die Geschmacksnote "coin", was mir das www mit "Quitte" übersetzt hat. Den Geschmack suche ich allerdings noch ... Ich hatte hier zwar einen etwas süßeren Wein erwartet; aber nach der ersten Überraschung schmeckt er mir trotzdem gut. Viele Grüße - Allegro Die Sterne .... die sind Gott außerordentlich gut gelungen. Zitat aus dem Film "Das Beste zum Schluss" |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
Besagter Vin de Pays wird sicherlich nicht zu den edelsüßen in Frankreich gezählt, es ist eher ein spät gelesener Gros Manseng aus dem Südwesten Frankreichs, wobei diese Traube dann exotische Attribute an Nase und Gaumen vermittelt, dazu gehört auch Coing, also Quitte.
Fehlt auf dem Etikett der Hinweis: Vin Doux, Moelleux oder Liquoreux, handelt es sich um einen ganz normalen Wein aus besagter Traube. Trotzdem wird er geschmeckt haben. Grenache |
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![]() Mitglied seit 25.09.2005 |
Oh - danke für die Info, Grenache; so hab ich wieder was gelernt.
Also Doux steht schon auf dem Etikett mit dabei ... und der Händler bietet ihn ausdrücklich als Süßwein an - leider ohne die relevanten näheren Informationen. Und ja: er schmeckt; ich habe gerade den letzten Schluck im Glase Viele Grüße - Allegro Die Sterne .... die sind Gott außerordentlich gut gelungen. Zitat aus dem Film "Das Beste zum Schluss" |
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Rama Cremefine




























