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Wein des Tages 01.01.11

Vom 01.01.2011 13:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
Zum Neuen Jahr hätte ich Euch gerne das Erich-Kästner-Gedicht geschrieben, das mit den Programmen und dem kranken Pferd, aber der Gute ist noch keine 70 Jahre tot. Aber mit ein bisschen Suchen findet man das ja auch so.

Ich hoffe, dass Ihr alle heil hinübergerutscht seid, Euch kein Feuerwerkskörper das Terrassendach durchschlagen hat, was uns jetzt zum ersten Mal seit 3 Jahren nicht passiert ist (unseren Dachdecker wird's die letzten Jahr gefreut haben), dass der Wein keinen Kork hatte, der Sekt ordentlich geschäumt und das Essen allen geschmeckt hat.

Mit den Vorsätzen fürs Neue Jahr hab ich es nicht so, Rauchen hab ich schon vor ungefähr 25 Jahren aufgegeben (Rauchen aufgeben ist nach einer Erhebung der häufigste Neujahrsvorsatz und damit - wen nimmt's wunder - auch der am häufigsten nicht geschaffte Na!). Ich habe beschlossen, mir nichts vorzunehmen, bei dem ich irgendetwas aufgeben oder weglassen muss, sondern im Gegenteil, etwas mache, was ich bisher nicht oder nicht ausgiebig getan habe.

Zum Beispiel, mich mal öfter südafrikanischen Weinen widmen. Freunde kamen begeistert aus Südafrika zurück, jedes verfügbare Kilo Gepäck mit Weinflaschen gefüllt und haben uns letztens zu einem Südafrikaabend eingeladen mit entsprechendem Essen, Weinen und Fotos (ich hab damit kein Problem, ich gehöre zu der seltenen Spezies, der kein Dia-, Schmalfilm-, Video- oder Fotoabend lang genug sein kann) und ich hab da Feuer gefangen.

Und dann werd ich unbedingt mal an die Saar fahren und mir Van Volxem und Müller-Scharzhof direkt ansehen. Und dann wollen wir nochmal für länger ins Burgund fahren.

Das sind jedenfalls alles Vorsätze, die sich umsetzen lassen, wenn man nur will Na!.

Gestern Abend haben wir es uns wie es bei uns Tradition ist, einen gemütlichen Abend gemacht, mit Fondue. Einmal im Jahr muss das ja sein. Und dazu gab es, worauf ich mich schon seit Wochen gefreut habe

1983 Château Latour (Magnum)
Pauillac, Bordeaux


Die Spannung stieg, Herr susa zog den Korken und der saß ziemlich stramm und zerbröselte. Welt zusammengebrochen Nun ja, wenn's weiter nichts ist.

Das erste Glas zum Essen, nicht dekantiert, d.h. der ganze Abend wurde nach der Suche nach einem kleinen Stückchen Kork dominiert, das allerdings erst beim allerletzen Glas zum Vorschein kam.

Aber nun zur Beschreibung: Verhaltener Duft nach Kirschen, Johannisbeeren, Trüffel und Mineral, der nach ungefähr einer Stunde ein wenig intensiver wurde. Am Gaumen präsentierte sich der Wein über den ganzen Abend (also insgesamt etwa 7 Stunden) sehr dicht, eher schlank, sehr elegant mit wunderbar seidigem Tannin, zarter Holznote und einem starken Abgang, in dem sich die Aromen noch einmal bündelten und der dichter und kraftvoller wirkte, als der Gaumeneindruck. Der Wein wirkte noch sehr frisch und zeigte nach etwa 5 Stunden eine kleine aber sehr interessante Altersnote.

Was ich an all diesen älteren Bordeaux besonders schätze, ist der mit um die 12 vol% noch moderate Alkoholgehalt.

Das Jahr ist so mit einem wunderbaren Wein zu Ende gegangen und ich hoffe, dass das nun vor uns liegende noch einiger dieser Erlebnisse für uns bereit hält.

\"\"



Prost!
susa







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De toutes les qualités du cuisinier, la plus indispensable est l'exactitude.
Jean Anthelme Brillat-Savarin
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Vom 01.01.2011 14:55 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

peterpanik Hendlgriller


Mitglied seit 23.11.2007
15.433 Beiträge (ø9,38/Tag)
Hallo,

Vorsätze? ..ich weiß nur, wie man es schreibt - ansonsten war 2010 ein gutes Jahr und wenn auch Zwanzig-Elf so wird bin ich schon zufrieden...

..und der krönede Abschluß war dann gestern/heute der 'De Saint Gall - Brut Millésime - 2004', dem erst ein paar ruhige Minuten im Glas gelassen wurde, bevor die Nase an das Glas durfte, aber dann kamen schon - obwohl im Vorrat der Holden nicht die idealen Gläser vorhanden waren (zu schmale Sekttulpe) die ersten fruchtigen Noten, die sich beim ersten Schlückchen noch intensivierten. Dann sehr vollmundig mit einer ganz leichten Holznote (C_P kann es sicher besser beschreiben... Na! ) und den beständigen Früchten. Ein runder harmonischer Abgang und wirklich seinen Preis wert, den ich natüüüürlch vergessen habe... Na!

Guten start wünscht pp ...
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Vom 01.01.2011 20:48 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gerwolf Chefkoch


Mitglied seit 11.10.2006
4.255 Beiträge (ø2,07/Tag)
Super Start Susa.
Grüße
Gerwolf Lächeln Lächeln
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