Anteil der Discounter am Weinhandel
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![]() Mitglied seit 13.02.2008 |
daß Aldi der größte Weinhändler ist und die Discounter einen Riesenanteil am Weinhandel haben wurde ja schon oft genug diskutiert. Mich interessiert da aber mal ein Teilproblem. Wenn wir davon ausgehen, daß Aldi der größte Weinhändler ist und mal einfach so annehmen, daß die Hälfte auf Aldi-Süd entfällt dann ist das eine verdammt große Menge Wein. Jetzt habe ich schon länger nicht mehr bei Aldi ins Weinregal geschaut aber ich meine, die haben nicht mehr als 5-10 verschiedene deutsche Weine. Von Sonderangeboten mal abgesehen, die aber meist auch aus dem Ausland kommen. Wo kommen diese Mengen her? Es gibt sicher etliche Tausende deutsche Weine und da sollen 5-10 Weine einen Marktanteil von vielleicht 25% haben? Irgendwas stimmt da nicht? Viele Grüße Manfred Ich koche gern mit Wein, manchmal gebe ich sogar welchen ins Essen.
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Die Antwort liegt in einer der größten Weinfabriken Deutschland in Bernkastel, die und ihr größter Mitbewerber beherrschen diesen Markt.
Die Winzerweine, die wir so kennen, machen höchstens 10% des Gesamtumsatzes in Deutschland aus. lg susa ________________________________________________________________________ Moi, je n’ai pas de message. (Zinedine Zidane) |
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![]() Mitglied seit 06.02.2004 |
Guten Morgen,
Also das österr. pendant - die Fa. Hofer hat einen eigenen Flyer für Wein. Da sind mind. 20 verschiedene österreichische Winzer drinnen. Winzer ist wahrscheinlich der falsche Ausdruck - da steckt einfach Industrie dahinter. Lenz Moser z.B. arbeitet mit 3000 Winzern zusammen. Ich gehe mal aus, dass er die Trauben zukauft und dann weiterverarbeitet. Verkauft wird unter seinem Label. Und so werden es viele Andere auch machen. Es werden zwar nur wenige Leitbetriebe sein, aber im Hintergrund arbeiten die mit tausenden von Winzern zusammen. ---------------------------------- Beste Grüße Gerhard aus Wien |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
so ich hatte ja noch ein paar Zahlen versprochen
laut DWI Newsletter gab es für 2009 folgende Zahlen Absatz -1,5%, also leicht rückläufig dabei war der Anteil der deutschen Weine stärker rückläufig - 4.5% als der der ausländischen Durchschnittspreis Supermarkt/Discount 2.81€ ( plus 14 ct!) Fachhandel/Weingut 5.65€ rückläufig ist auch der Anteil an verkauftem Rotwein, der inzwischen bei 51% des gesamten verkauften Menge steht laut FAZ net vom 2007 (habe leider keine aktuelleren Zahlen gefunden, werde aber bei Gelegenheit einen Freund, der gerade in Geisenheim studiert mal fragen, ob er mir besseres Material zur Verfügung stellen kann) hat Aldi 25% des Weinanteils, alle anderen Discounter und Supermärkte zusammen noch mal 25, der Rest ist Fachhandel, Weingut und Internethandel. lg susa ________________________________________________________________________ Moi, je n’ai pas de message. (Zinedine Zidane) |
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![]() Mitglied seit 06.02.2004 |
Damit liegt der Anteil vom Weinhandel ja höher, als ich angenommen habe
---------------------------------- Beste Grüße Gerhard aus Wien |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
ich hab mich auch gewundert, ich hatte noch andere Zahlen im Hinterkopf
deswegen werde ich mal sehen, dass ich was Aktuelles bekomme lg susa ________________________________________________________________________ Moi, je n’ai pas de message. (Zinedine Zidane) |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Hallo,
Vor allem der "Rest" aus Susas Zahlen ist interessant. Ich habe aus einer GfK Studie zu diesem Thema folgende Anteile im Kopf: Aldi 25% andere Discounter (Lidl, Norma etc) 25% Lebensmitteleinzeihandel (Edeka etc.) 15% SB Warenhaus (Metro, Fegro etc) 15% Direktverkauf WInzer 16% Weinfachhandel 4 % Nun setzt sich die Verkaufspalette der Weine natürlich sehr unterschiedlich zusammen. Bei den Discountern nehmen Weine aus der "Neuen Welt" (Südamerika, Australien etc) einen weit überdurchschnittlichen Anteil ein. Beim Winzerdirektverkauf tendiert der gegen 0%. Der Verkaufsanteil von Deutschen Weinen im Discounter liegt damit unter dem Marktanteil der Discounter. Das erklärt die von Manni angesprochene Differenz Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ I can certainly see that you know your wine. Most of the guests who stay here wouldn't know the difference between Bordeaux and Claret. Basil Fawlty |
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![]() Mitglied seit 25.08.2004 |
Hallo,
bei den ganzen Zahlen werfen wir gedanklich was durcheinander: Die reichlich 50% Lebensmittelhandel/Discounter bezehen sich auf den UMSATZ LG Chris |
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![]() Mitglied seit 06.02.2004 |
@Chris.
Auf den Umsatz Kann ich mir jetzt nicht wirklich vorstellen. Das ist doch eine variable Größe. Die Menge ist fix - also Anzahl der verkauften Flaschen Wie kommst du darauf ? ---------------------------------- Beste Grüße Gerhard aus Wien |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
nee Chris hat schon recht, der Absatz (also die Menge verkaufter Flaschen) mag bei 50% liegen, der Umsatz (Menge des erlösten Geldes) dabei durchaus bei 70%; (BWL für runaways
lg susa ________________________________________________________________________ Moi, je n’ai pas de message. (Zinedine Zidane) |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Chris hat insoweit recht, als man bei solchen Meldungen immer sehr genau hinschauen muss. Von den Journalisten werden nämlich ziemlich oft Absatz- und Umsatzzahlen beliebig durcheinandergemischt.
Obige Anteile beziehen sich aber auf den Absatz, also auf die Menge. Dabei spielt der Flaschenpreis keine Rolle. Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ I can certainly see that you know your wine. Most of the guests who stay here wouldn't know the difference between Bordeaux and Claret. Basil Fawlty |
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![]() Mitglied seit 25.08.2004 |
@susa: umgekehrt, Umsatz ist bei reichlich 50%.
Quelle ist übrigens eine Meldung auf www.weinimwww.de |
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![]() Mitglied seit 05.10.2003 |
Hallo liebe Weinfreunde,
ich finde das Thema sehr interessant. Auch ich kaufe recht häufig bei Aldi ein, aber ins Weinregal schau ich nur ab und zu mal aus Neugier, wenn da ein Schild hängt, dass es was Neues gibt. Auch ich schätze wie Manni, dass es bei Aldi-Sued so höchstens 10 Weiß- und Rotweine ständig im Sortiment gibt, von denen ich aber nur mal einen Pinot Gris probiert habe, weil ich die Sorte damals nicht kannte und mir viele davon erzählten, der wäre ganz gut. Also meinen Geschmack hat er absolut nicht getroffen und ich verspürte nach nur mäßigem Genuß am nächsten Tag Kopfschmerzen. Das soll natürlich nicht für alle Pinot Gris gelten. Ich bin überzeugt es gibt gute. Aber jedenfalls hat mich diese Erfahrung davon abgehalten, weitere Sorten aus dem normalen Weinsortiment bei Aldi zu probieren. Über die Sonderangebotsweine hatten wir hier ja mal einen Thread... Ich verstehe aber jetzt nicht den Zusammenhang zwischen den größten deutschen Weinfabriken in BKS und Aldi. Ich habe im Netz einen Artikel aus der Wirtschaftswoche gefunden und da wird berichtet "der größte" beliefert viel die großen Supermärkte im Ausland. Und die großen Supermärkte haben ja auch wirklich eine ganz gute Auswahl aber kein Vergleich mit dem dagegen eher spärlichen Dauerangebot bei Aldi. Warum die Weingüter insgesamt so wenig Umsatzanteil haben, könnte m.E. folgenden Grund haben. Obwohl ich an der Mosel groß geworden bin und daher also quasi auch mit dem Wein Irgendwann kamen wir dann doch in die Verlegenheit und wollten fürs Wochenende etwas kaufen und da ha ich mich echt überwunden, einfach zu klingeln und zu fragen. Und es war total einfach und die Leute waren sehr nett. Waren jetzt keine großen Weine aber die Schmerzwelle war überwunden. Heute macht mir das gar nichts mehr und wenn man mal irgendwo eingekauft hat, bekommt man ja auch regelmäßig wieder Einladungen zum Probieren. Und ich finde man sieht das ja auch hier im Weinforum öfter, dass Wein-Anfänger lieber erst mal zum Supermarkt gehen. Führt jetzt vielleicht ein wenig vom Thema ab, aber mußte ich mal erwähnen, weil es mich eigentlich nicht wundert, dass der Fachhandel unter 10 % liegt. Ich war nur verwundert, dass Aldi eben der größte sein soll. LG Petra |
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![]() Mitglied seit 13.02.2008 |
Was mir bei Aldi aufgefallen ist, sind die deutlich vermehrten Wein Sonderangebote in den letzten Jahren. Und da sind of Weine für mehr als 5 EUR dabei. Das wird den Durchschnittspreis doch etwas erhöhen.
Selbst kaufe ich fast nur noch bei Winzern direkt. Wobei ich es sehr nützlich finde, daß viele Winzer ihre Weinlisten inzwischen im Internet haben und auch versenden. Weinhandel fällt völlig aus seit ich am Rand der Welt wohne. Obwohl gar nicht weit von mir ein interessanter Weinhandel ist. Aber in einem Kaff wo sonst nichts ist und ich deswegen nicht hinkomme. Viele Grüße Manfred Ich koche gern mit Wein, manchmal gebe ich sogar welchen ins Essen.
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![]() Mitglied seit 06.02.2004 |
Bist hinter'n Ural gezogen, Manni ---------------------------------- Beste Grüße Gerhard aus Wien |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Aldi fährt seit neustem eine neue (zusätzliche) Marketingschiene. Im Normalsortiment sind die Erzeuger in der Regel nicht bekannt und man legt wohl auch keinen großen Wert darauf, dass sie bekannt sind. Aber es gibt Kooperationen mit namhaften Winzern, die eine eigene Aldi-Linie herausbringen, zT aus zugekauftem Traubenmaterial und in den Mengen liefern, die ein Discounter dieser Größenordnung nun mal braucht.
Dass der Anteil an ausländischen und vor allem auch überseeischen Weinen dort überproportional groß ist, liegt auch schlicht und ergreifend daran, dass es in diesen Ländern wesentlich mehr Weinfabriken gibt. lg susa ________________________________________________________________________ Moi, je n’ai pas de message. (Zinedine Zidane) |
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
Man muss sich mal einschlägige Reportagen über diese "Weinfabriken" anschauen. Mir sind noch Bilder aus Australien im Hinterkopf, wo turmhohe Edelstahltanks in einer Reihe im Freien stehen. Solche Anlagen stehen auch in Südafrika, Chile, Spanien - und sicher auch Deutschland. Das hat mit unserer verklärten Winzerromantik nix zu tun, das sind vom Vollernter geerntete (Un)Mengen an Trauben, die in diesen riesigen Anlagen zu "Fasswein" (besser: Tankwein) verarbeitet werden und dann per Tankschiff und Tanklaster hierher kommen und in "unseren" Fabriken abgefüllt werden. Da schmeckt natürlich jeder Jahrgang "Burlw**d" gleich. Soll ja auch so sein. Man muss sich doch nur mal die riesigen Rebflächen in der Pfalz oder in Rheinhessen anschauen, da wird einem schnell bewusst, dass das nicht alles handgemachte High-End-Spätlesen gibt.
Schlimmer noch sind die "Weine", die aus "Ländern der Europäischen Union" stammen. Da ist theoretisch alles drin... Gar nicht drüber nachdenken mag ich bei den Schaumweinen, die unter den bekannten Markennamen laufen. Oder kann mir jemand sagen, woher die Grundzutaten bei "Schloss Auabach" oder "M*mm" stammen? Die große Mehrheit unserer Zeitgenossen sieht Wein halt "nur" als eines von vielen Getränken und fertig. Und weil alle bei Aldi & Co. einkaufen, wird dort auch der Wein eingepackt (nur das Bier net, das kauft Mann lieber beim Getränkehandel, da weiß man was man hat - und die Cola schmeckt auch net Schöne Grüße Monti |
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![]() Mitglied seit 06.02.2004 |
@Monti
EIn Freund von mir (ehemaliger Bier; jetzt Weintrinker) hat mir mal verraten, dass es für Ihn DIE Überraschung war zu erfahren, dass guter Wein nicht jedes Jahr gleich schmeckt. Er hat geglaubt, dass es da keine Jahrgangsunterschiede gibt - ist ja beim Bier auch nicht. ---------------------------------- Beste Grüße Gerhard aus Wien |
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![]() Mitglied seit 27.11.2010 |
Puh, hier wird einem beim Lesen ja ganz anders. Trink selber inzwischen mehr Wein als Bier (war früher auch anders
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Wobei das doch auch in Ordnung ist!
Ich wehre mich dagegen, dass wir die wir nun mal Wein zu einer Leidenschaft gemacht haben, meinen unsere Art des Weingenusses sei die einzig richtige. Manchmal, ich fass mich da durchaus auch an die eigene Nase, meinen wir auch gleich, andere mit unseren Weisheiten beglücken zu müssen. Sicher, den Leuten, die gedankenlos ein Glas Wein die Kehle hinunterstürzen, entgeht einiges an Genuss (oder sie ersparen sich einige Enttäuschungen), aber es ist für sie nun mal nicht wichtig, es ist Beiwerk über das man sich nicht viele Gedanken macht. lg susa ________________________________________________________________________ Moi, je n’ai pas de message. (Zinedine Zidane) |
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![]() Mitglied seit 06.02.2004 |
Genau ! ---------------------------------- Beste Grüße Gerhard aus Wien |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
wobei ich gern mal so die Frage in die Runde geworfen hätte -
wo ist denn nun der elementare Unterschied zwischen einem Weinkauf im Supermarkt X und nem Weinkauf beim Discounter ? Weinfachhandel bzw Direktkauf Winzer ist ja nun ne Schiene, die für Spontankäufe nicht immer zur Verfügung steht (wenn mir der Sinn nach ner Flasche steht und mein Keller das Passende nicht hergibt bin ich bei der Wahl der Lieferquelle zugegebenermassen nicht zimperlich)... Fachberatung findet in den allerwenigstens Supermärkten statt, mir fällt da gerade noch einer ein, der das bietet - ich muss mich also in jedem Fall selber durchwühlen... gerade ist mir ein Blättchen von LIDL ins Haus geflattert, Weinwoche vor Weihnachten, beim Schampus werde ich garantiert zuschlagen , den Crémant werde ich stehen lassen, der ist zu teuer - beim Rest habe ich gerade mal 3 Flaschen entdeckt, die vielleicht interessant wären (nur nicht, um sie schon an Weihnachten zu trinken) , und das untere Preissegment, ja nun, das entspricht sowohl preislich als auch von der Auswahl her, dem, was man zu dem Preis überall kriegt - ich hätte da jetzt kein Problem damit, meinen Fetenwein dort zu kaufen - bei den teureren Weinen wäre ich eher zögerlich - bisher habe ich da noch nie sensationelle Schnäppchen entdeckt (es ist ja heutzutage nicht schwer, per google mal eben zu recherchieren, was das fürn Tropfen ist und wie der einzusortieren ist)... irgendwo müssen die Winzer ja nun ihre Produktion losschlagen, die sie nicht zu Hochwertigerem verarbeiten können/wollen - ob sie die nun per Tankladung an Carrefour verhökern, der sie dann selber abfüllt oder schon in Flaschen abgefüllt an LIDL, der sie dann für 1,98 raushaut - macht doch keinen Unterschied... und wer sagt denn, dass so ne 2 Eu Flasche nur lustlos runtergekippt wird ? ich erinnere mich da an einen Fleurie von Lidl für 2 Euronen, den ich für ne Abifeier gekauft hatte - und wo ich mich heute noch ärgere, dass ich nicht einen Karton mehr davon gebunkert habe... |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Das ist wie der alte Briest sagt ein weites Feld
Das Sortiment in vielen Supermärkten ist im Prinzip nicht sehr unterschiedlich zu dem der Discounter, etwas mehr Vielfalt, andere Anbieter, aber auf die Weine trifft mehr oder weniger das oben Gesagte zu, Fabrikmassenware. Inzwischen schwappt auch die französische Institution der foires aux vins auf Aldi und Lidl über und die bieten dann einige der üblichen Bordeaux an. Es gibt allerdings auch Supermärkte, die regelrechte Fachabteilungen haben und Winzerweine und ein großes Sortiment auch aus dem Premiumssegment anbieten. Es behauptet ja auch niemand, dass grundsätzlich alle Weine aus dem Discount schlecht schmecken oder minderwertig sind (obwohl auch das durchaus nicht gerade selten vorkommt), sie sind eben einheitlich, nicht immer reintönig und verwechselbar und sehr viele Leute, die mal erlebt haben, dass es für kaum mehr Geld ganz anderes zu schmecken gibt, sind für alle Alternativen dankbar. Die anderen haben durchaus ihren Trinkspaß daran. Anderen ist das nicht so wichtig und dann würde ich auch nicht einsehen, für irgendeine unwesentliche Kleinigkeit, die ich im Discounter für 1.99 € bekomme wo anders das Doppelte oder Dreifache zu bezahlen. lg susa ________________________________________________________________________ Moi, je n’ai pas de message. (Zinedine Zidane) |
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![]() Mitglied seit 06.02.2004 |
und wie lange ist das her ? Sorry für die Frage, aber Geschmack ändert sich mit den Jahren. Was mir vor 5 Jahren geschmeckt hat, schmeckt mir heute nicht mehr bzw. weniger. Zu deiner eigentlichen Frage kann ich dir keine Antwort geben, da für mich Discounter und Supermarkt so ziemlich dasselbe sind. Mir fällt da 1 Supermarkt in Wien ein, der eine recht grpße Weinauswahl hat - ich hab da gestern mal reingeschaut (ich hab Gutscheine von dem) - mir gefällt nix. Entweder zu teuer, oder ich mag den Winzer nicht oder es ist der falsche Jahrgang. Aber auch beim renomiertesten Weinhändler von ganz Österreich We..&Co kaufe ich nichts, weil die mit bis zu +70% maßlos überteuert sind. Wollt ich nur mal so sagen, dass ihr nicht glaubt ich bin der super-Snob. Weinfachhandel ist für mich kein Thema, die versenden auch 1,2,3 Flaschen und bei den Versandkosten innerhalb Deutschlands würde ich für das Geld mir nicht mal meine Schuhe anziehen. Mein Auto fährt ja auch nicht mit Wasser und meine Zeit ist mir heute wichtiger als 1,2 Euro. Ganz so ist es nicht. Du musst schon die "hochwertige" Ware am Stock haben. Ist wie beim Essen: gibst du nichts gutes rein, kommt nichts gutes raus. Das fängt an mit der Arbeit im Weinberg, die Böden sind unhemlich wichtig, der Rebenschnitt, die Verfaulten musst du rausschneiden, du musst den Ertrag niedrig halten - musst also Qualität vor Quantität setzen - dass du hochwertig Produzieren kannst. Das kostet alles Geld und bei 1,99 ist das nicht drinnen. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass in Foren wie diesem zB. hier, der Informationsgehalt um ein vielfaches höher ist als von jedem Weinhändler. Das Forum ist "obejektiv"; dh. es steht kein finanzielles Denken im Hintergrund - der Händler will/muss dir natürlich in 1. Linie mal was verkaufen. Bei mir ist es mittlerweile so, dass ich mich fast nur mehr über die Foren informieren, bevor ich Wein kaufe. ---------------------------------- Beste Grüße Gerhard aus Wien |
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![]() Mitglied seit 23.11.2007 |
Hallo,
ein interessantes Thema und die Zahlen stimmen schon nachdenklich, aber der Markt scheint ja da zu sein, sodass es sich rechnet und es gibt sie, diejenigen, die gern einen Wein trinken, aber eine finanzielle 'Schmerzgrenze' haben, was ja auch oft Thema hier im Weinforum ist. Wo ist die Grenze zwischen Discounter und Supermarkt? Besuche wenigstens ein- bis zweimal die Woche einen Supermarkt, der auch 'Discount' im Untertitel führt, aber ein sehr großes und auch durchaus interessantes - mit erheblicher preislicher Spannbreite - Weinangebot bereit hält, jedoch keine Beratung anbietet. Da geht ab und an eine Flasche mit in den Einkaufswagen, jedoch finde ich da nicht den bestimmten Wein, den ich gerade suxche. dafür muß ich schon diverse Stellen anfahren, die mir neben dem Angebot auch die fachliche Beratung bieten und auch Degustationsevents im Programm haben. Das hat übrigens nichts mit Arroganz zu tun, sondern ist ein Resultat der über die Jahre gewonnenen Erfahrungen und Vorlieben. So war ich gestern noch bei einem meiner Händler, der mich gleich begrüßte mit: '..übrigens ist der xxx wieder da..' ..da werden Sie geholfen... Gruß pp |
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Hallo,
Der Unterschied zwischen Discounter und Supermarkt ist für den Weinkäufer in der Tat ein akademischer. Theoretisch hat der Discounter ein begrenzteres Sortiment, keine Beratung, beschränkt sich auf Produkte mit hohem Durchsatz etc. all das kennt man ja. Aber wenn man eine Flasche Wein kaufen will, kann man bei den 5 Sorten im Discounter oder bei den 100 Sorten im Supermarkt fündig werden. Darüber hinaus gibt es mittlerweile beim Discounter Sonderaktionen mit großer Vielfalt (wie wohl Grisous bei Lidl) und beim Supermarkt billige Discountangebote. Die Grenzen verschwimmen. Aufgrund des breiteren Angebotes im Supermarkt ist allerdings die Chance auf was reelles größer, es gibt eine Reihe von Markenweinen, die ordentlich sind und der Chef bzw die Chefin hat viel mehr Möglichkeiten seine Weinpalette zu verbessern. Wenn er/sie also selbst ein Weinfreak ist, ist das Angebot oft interessant. Wenn der Marktleiter bei Lidl ein Weinfreak ist, hat er Pech. Warum findet man beim Discounter fast nie was Vernünftiges. Nach meiner Erfahrung gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder der Wein ist im Vergleich mit ähnlichen (Herkunft, Jahrgang etc.) günstig, dann ist er qualitativ mit viel Glück Mittelmaß, mit Pech fehlerhaft. Oder der Wein ist überdurchschnittlich gut, wie manchmal bei Sonderaktionen bei denen große Namen präsentiert werden, dann ist er beim Discounter aber meistens teurer als sonst im Handel. Ich denke nach wie vor mit Grauen an einen von interessierter Seite hochgelobten Spätburgunder von Franz Keller, der über Aldi vermarktet wurde. Für diese Art der Kundenbeleidigung hat Keller vom Gault Millau dann auch noch einen Preis bekommen. Die meisten Weinfans sind übrigens trotz aller gegenteiligen Beteuerungen irgendwie Schnäppchenjäger. Sie kaufen nicht aus Snobismus absichtlich bei teuren Bezugsquellen. Das liegt daran, dass es neben dem Wein kaum ein anderes Produkt gibt, das aufgrund der vielen Anbaugebiete, Rebsorten, Produktionsmethoden, Jahrgänge etc. eine größere und eigentlich unüberschaubare Angebotsvielfalt hat. Das erzeugt bei den Weinfans latent das Gefühl, irgendwo müsse es für den gleichen Preis noch was besseres geben. Sie würden auch beim Discounter kaufen. Viele haben schon zig Anläufe bei Discountern gemacht. Es klappt nicht. Bei den Discountern kommt noch hinzu, dass es Methode ist, die Herkunftswege der Weine zu verschleiern. Ziemlich typisch ist die in diesem Blogbeitrag: www.torsten-hammer-priorat-guide.com/blog/derpriorathammer/?p=214 beschriebene Vorgehensweise. Diesen Wein gibt es als 2007er übrigens derzeit wieder bei Lidl, nur ist er einen € teurer geworden- Da werden vollmundige Versprechungen gemacht und wenn dann jemand mal wirklich nachbohrt, (was verdammt schwierig und zeitaufwendig ist und deshalb kaum jemand macht) und die Schummelei aufdeckt, dann wird der schwarze Peter an irgendeinen Zwischenhändler oder Abfüller in Italien oder sonstwo geschoben, der schnell vom Markt verschwindet und genauso schnell unter anderem Namen wieder auftaucht. Hätten die Discounter Interesse an Transparenz (wie sie das immer so plakativ in ihren Broschüren verkünden) würden sich solche Geschichten nicht immer wieder wiederholen. Ich wäre ja bereit meinen 2008er Discounter Test zu wiederholen. Aber diesmal nicht mehr zu zweit, das ist zu deprimierend. Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ I can certainly see that you know your wine. Most of the guests who stay here wouldn't know the difference between Bordeaux and Claret. Basil Fawlty |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
austria-traveller - die Abi-Fete war diesen Sommer...
und wenn man sich mal anguckt WER alles an Carrefour & Co losschlagen muss - dann stimmt auch deine Geschichte mit den handgehätschelten Weinstöcken, die hochwertigen Absatz sichern, eben nicht mehr...nur klingt "Carrefour" eben immer noch besser als "Lidl", die Einkaufsstrategie dahinter ist aber exakt genau dieselbe (die Produktpolitik nicht, allerdings bemühen sich die Discounter durchaus, aus der Billig-Schmuddelecke rauszukommen) ich denke nicht, dass man, bei Discountern enorme Schnäppchen mqchen kann, allerdings gibts da zumindest bei mir nicht nur untrinkbare Plörre... der meiste Wein dürfte nun mal ohne grosse Reflexion über Abgang & Co genossen werden - was aber nicht heissen muss, dass er sinnlos einfach nur "gekippt" wird...aber die Ansprüche sind nun mal verschieden... natürlich ist Weinkauf bei Lidl was völlig anderes als beim Winzer oder im Fachhandel, nur kaufe ich dort, wenn ich denn was entdecke, was mich interessiert, ja nun nicht völlig "blind", ich habe gerade o.g. Schampus gebunkert und dabei einige bekannte Gesichter getroffen, von denen ich genau weiss, dass sie nicht alles in ihre Gläser giessen... |
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![]() Mitglied seit 06.02.2004 |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Niemand hat behauptet, dass im Supermarkt nur handgehätschelte Weine angeboten werden, selbst der Fachhandel, der das unter 5.00€-Segment nicht kampflos den Supermärkten oder Discountern überlassen will und manierliche Einstiegsqualitäten für preisbewusste Kunden braucht, deckt sich punktweise über die Quellen ein. Niemand hat behauptet alle Fabrikweine sind schlecht und alle Winzerweine gut.
Auch stimmt es nicht zwangsläufig, dass Fabrikweine grundsätzlich nur im Basissegment vorhanden sind. Wie Matthias richtig schreibt, die Grenzen sind fließend. Es wird immer versucht, eine Schwarz-Weiß-Strategie in der Argumentation zu fahren, hier die Guten da die Bösen. Zu welchem Zweck eigentlich? Fakt ist, es gibt Massenweine und handwerklich hergestellte Weine, die handwerklich hergestellten sind mit höheren Herstellkosten und höherem Risiko behaftet (Wetter, Schädlingsbefall, Kellerprobleme etc.), sie können besser sein als die Massenweine, müssen aber nicht. Was soll bewiesen werden? Teure Weine sind ihr Geld nicht wert? Discounterweine sind genauso gut wie Winzerweine? Weinliebhaber spinnen? Was mich betrifft, mit letzterem kann ich leben lg susa ________________________________________________________________________ Moi, je n’ai pas de message. (Zinedine Zidane) |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
eigentlich sehe ich das eher bunt als schwarz-weiss..ich habe jahrelang nen Riesenbogen um Discounterweine gemacht, bis ich festgestellt habe, dass LIDL in Frankreich trinkbare deutsche Weissweine verkauft - die fristen zB bei Carrefour ein jämmerliches Dasein in der Kruschelecke zwischen Krimsekt & Valpolicella...
das ist nix was ich mir in den Keller legen würde - aber für nen Terrassenabend kaufe ich mir inzwischen eher nen Pälzer vom Lidl als den doch auf Dauer eher unüberraschenden Rosé aus meiner Gegend... und die Elsässer sind bei meinem Lidl inzwischen besser vertreten als bei Carrefour - weiss der Geier warum...und wenn die Etiketten nicht gefälscht wurden (was ich nicht hoffe) sind das keine Fantasielagen... nur den Crémant für fast 20 Euronen, den habe ich dort gelassen, in der Preislage kaufe ich dann doch gerne woanders...mlit etwas mehr Athmosphäre, Ambiente und so... |
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![]() Mitglied seit 06.02.2004 |
Ich hab aber nur von Wien gesprochen, was in Frankreich abgeht ... keine Ahnung ---------------------------------- Beste Grüße Gerhard aus Wien |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
ja, ich weiss Gerhard - im Grunde müsste man für jedes Land separat argumentieren...
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![]() Mitglied seit 16.09.2004 |
Hi,
Wenn Grisou "mein Lidl" schreibt, weiß ich nie, ob sie den in Frankreich oder ihren deutschen Ferienlidl meint. Nach intensivem Googeln Trotzdem gibt's zum Bisinger Champagner (den meinst Du denke ich?)sehr gespaltene Meinungen, was wohl einfach dran liegt, dass die Abfüllungen sehr unterschiedlich sind. Das ist ja eines der Probleme bei diesen Handelsmarken. Sie haben immer den gleichen Namen, aber es ist jedesmal was anderes drin. Und auch wenn der Name eines Chateaus draufsteht, ist das nicht mit einem selbst abfüllenden Chateau zu vergleichen, sondern eben nur ein Handelsname. Bei der nächsten Abfüllung sind andere Weine drin. Deshalb muss man eigentlich immer probieren. Und wenn der Schampus für gut befunden wird kann man durchaus zuschlagen. Und es gibt einen Pinot blanc Pfalz für 2,29! Den würde ich ja zu gerne mal probieren. Oder den St. Chinian für 1,79 €. Oder den Beaumes de Venise! Grisou, würdest Du nicht einen kleinen Discounterweintest machen wollen? Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ I can certainly see that you know your wine. Most of the guests who stay here wouldn't know the difference between Bordeaux and Claret. Basil Fawlty |
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![]() Mitglied seit 13.02.2008 |
Bei Aldi eigentlich sogar für jedes Zentrallager. Ich weiß nicht wie es beim Wein ist aber viele Produkte sind von Zentrallager zu Zentrallager verschieden. Kartoffeln zum Beispiel. Früher, in Rodgau gab es bei Aldi richtig gute Kartoffeln von einem Kartoffelverpacker der die von Odenwälder Bauern zusammenkauft. Jetzt, hier am Rand der Welt sind die Kartoffeln ungenießbar. Viele Grüße Manfred Ich koche gern mit Wein, manchmal gebe ich sogar welchen ins Essen.
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
Grisou, würdest Du nicht einen kleinen Discounterweintest machen wollen ?
Baumes de Venise ist nicht so meine Kragenweite - für den Pinot Blanc Pfalz tät ich mich aber direkt opfern.... |
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![]() Mitglied seit 16.12.2003 |
Grisou, würdest Du nicht einen kleinen Discounterweintest machen wollen ?
Baumes de Venise ist nicht so meine Kragenweite - für den Pinot Blanc Pfalz tät ich mich aber direkt opfern.... |
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Henglein
Rama Cremefine































