Wein des Tages 22.11.10
|
|||||
![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Ein entfernter Nachbar schaut mich hoffnungsfroh an; immerhin wird er manchmal, wenn bei uns niemand zu Hause ist, von Paketdiensten oder Speditionen gebeten, Pakete für mich zu hüten und die Absender bleiben ihm ja nicht verborgen. Und nun ist er unter die "Weinhändler" gegangen, d.h. ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er irgendeinem mehr oder weniger windigen Geschäftsmodell aufgesessen ist und nun Weine an den Mann bringen möchte. Er ist Renter und sucht ein wenig Beschäftigung, Gottseidank musste er nicht wirklich viel Geld hinlegen oder Verpflichtungen eingehen, wie ich das mitbekommen habe. Für uns heisst es, mehr oder minder elegant aus der Sache herauszukommen. Immerhin ist ein gut nachbarschaftliches Verhältnis sowie der Friede auf Erden und vor allem auf der Straße mit Gold nicht aufzuwiegen, da macht Frau schon mal bei einer Schmuckparty mit oder lässt sich wundersame Plastikdosen vorführen. So ne Dose kann man immer mal brauchen und beim Schmuck fällt einem noch gerade rechtzeitig eine Kontaktallergie gegen einen gängigen Inhaltsstoff ein (dann wird man auch nicht zu den Folgeveranstaltungen eingeladen). Nur beim Wein wird es schwierig, erst einmal sind wir am vorgesehenen Termin leider leider verhindert und dann sehen wir weiter. Ich seh's ja ein, die Zeiten werden härter, die Winzer oder Abfüller müssen auch härter um jeden Kunden kämpfen. Aber Wein kauf ich nicht auf Tupperparties, am Telefon oder an der Haustüre. Und ich vermute, DER Wein, der an der Haustüre oder bei Hausparties vertickt werden soll, hat im harten Vergleich am Markt vielleicht eine eher geringere Absatzchance. Ich bleib dann doch lieber bei den Winzern und Händlern mV. Und ich möchte mich auch nicht des Vergnügens berauben, Weingüter zu besuchen und zu besichtigen, mit den Winzern zu plaudern, im Weinladen mV bei einem Probierschluck zu fachsimpeln oder bei einem feinen Essen im Restaurant vom Sommelier mal wieder einen mir bis dato noch unbekannten Wein empfohlen zu bekommen. A propos Essen gehen. Nun geht es wieder los, Weihnachtsfeiern im Kollegenkreis, Weihnachtskaffee der Sportgruppe, weihnachtlicher Nachbarschaftskaffee (wahrscheinlich krieg ich da den besagten Wein zu probieren Das Prickelwasser ist bereits ausgesucht, es wird der Crémant sein, den ich gestern vorgestellt habe. Aber die Herren in unserer Gruppe freuen sich auch immer auf einen guten Rotwein zu den Terrinen, die Kollege Michael schon Tage im Voraus anfertigt. Da schau ich noch mal in meiner Provence-Abteilung nach, die Rotweine dort mausern sich zu wirklich feinen Schätzen. Feine Weine aus dem Basissegment sind die Weine der Domaine de Mayol im Luberon. 2005 Rouge Domaine de Mayol, Côtes du Luberon ein mehr als nur ordentlicher Alltagswein aus den klassischen südlichen Rebsorten Syrah, Grenache, Cinsault und Carignan. Letztere sollen von recht alten Reben stammen. Die kleine Domaine versucht und das mit einigem Erfolg, den Spagat hinzubekommen, aus den 30 h Rebfläche einerseits so viel Menge zu erzeugen, dass ein wirtschaftliches Überleben gesichert ist, andererseits nur soviel Rebmaterial zuzulassen, dass die Weine einiges an Kraft und Würze mitbekommen. Das ist alles andere als einfach, aber hier sehr gut gelungen. Der Wein duftet zart nach Kräutern der Provence und reifen Kirschen, am Gaumen saftig und von angenehm kraftvollen Körper, gute Säure, Würze, ein wenig Weihnachtsgewürz, und ein mittellanger Abgang runden den Wein ab, 13 vol% Alkohol. Und mit ungefähr 6.00€ ist das wirklich ein Schnäppchen, im Fachhandel! Prost! ________________________________________________________________________ Moi, je n’ai pas de message. (Zinedine Zidane) |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
|
|||||
![]() Mitglied seit 06.06.2002 |
Moin,
allerdings ... ich hab ihn nur für um die 9 Euronen ergoogelt ... hm ... da muss ich noch mal suchen gehen. Wobei der Finanzminister im Hause JordiTin ja ohnehin Haushaltssperre verhängt hat, was Wein angeht Gruß Tin Wenn Katzen Pferde wären, könnte man die Bäume hoch reiten. |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
|
|||||
![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Wie heißt es so nett, Du hast KM
Ansonsten ist das der ungefähre Ab-Hof-Preis (vielleicht muss der Ausenminister des Hauses JordiTin ja mal in diplomatischer Mission in den Lubéron lg susa ________________________________________________________________________ Moi, je n’ai pas de message. (Zinedine Zidane) |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
|
|||||
![]() Mitglied seit 06.02.2004 |
ich leide mit dir ---------------------------------- Beste Grüße Gerhard aus Wien |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
|
|||||
![]() Mitglied seit 12.09.2004 |
Moin!
Gruß, Nick ![]()
---- |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
|
|||||
![]() Mitglied seit 19.09.2007 |
Unser Wochenende war weinmäßig sehr durchwachsen....
Am Freitag bei einer lieben Freundin eingeladen. Sie brachte einen 07 Marcobrunn Riesling auf den Tisch, *nur* ne *einfache* QbA (Weingut zum jungen Oetinger), aber Wow, was für ein Wein! Zuerst ein irgendwie *schmelzig-cremiger* Duft, Herr C. bestimmte *Vanillepudding*, davon im Geschmack aber nichts mehr, eher die berühmten Riesling Pfirsiche und Zitronen - nach dem ersten Glas sagten wir: wunderbarer Wein! Der ist doch ganz sicher runtergestuft? Nach dem zweiten Glas kam allerdings der Alkohol (13 %) sehr deutlich raus. Eine zweite Flasche war nicht da, aber darauf hätte ich dann auch garkeine Lust gehabt (und diese eine Flasche ging auf 3 Leute, also nicht wirklich viel pro Person). Schade. Am Sonntag dann Verkostung bei der örtlichen WG. Zwischendrin zweifelte ich stark an meinem eigenen Urteil, einen Wein probiert, als *passabel* angesprochen, einen anderen zwischenprobiert, zurück zum ersten und *bäh, was für e sauer Brüh!* - dünn und flach. Zwei Weine im direkten Vergleich: der halbtrockene Liter für 4.70 und der halbtrockene Kabi für 5.30, natürlich war der Kabi besser, aber nicht so viel, dass es diesen Preisunterschied gerechtfertigt hätte. Die Sekte waren eigentlich alle enttäuschend. Einzig der 3x3 überzeugte wie gewohnt, allerdings würde ich den, als wunderbarer Sommer-draußensitz-Wein, jetzt nicht mehr kaufen, sondern erst wieder im nächsten Frühjahr (bzw dann den 10-er) Zum Abendessen (Sauerbraten, Klöße, Rotkraut) gabs dann unsern momentanen Haus-Rotwein, Kategorie: da weiß man, was man hat, schmeckt immer 08 Spätburgunder, Weingut MJ Müller Eltville so gabs denn doch noch einen versöhnlichen Abschluss lg Cantate |
||||
Diesen Beitrag / einen Verstoß melden
|
|||||
Um selbst an den Diskussionen teilnehmen zu können müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren. Wenn Sie schon registriert sind, so müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.

Henglein
Rama Cremefine




























