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Hallo,
ich bitte um Eure Hilfe. In zwei Wochen gibt es bei uns folgendes Menü Mini,mini Quiche Lorraine als Gruß aus der Küche, bzw. als Aperetif.... da dachte ich an einen jungen Riesling Rinderconsomme mit elsäßer Markklößchen Entenpastete mit roter Beete und Feldsalat zur Suppe und zur Pastete dachte ich an einen Piont noir Choucroute Garni da dachte ich sofort an einen Edelzicker (erinnert mich so an meine Jugend, wandern durch den Elsaß) Munster mit Rotweinbirne...................?????????? das soll der gleiche Wein sein, in dem auch die Birne eingelegt wird, an etwas kräftiges dachte ich da Apfelstrudel/Bratapfelragout mit Vanilleparfait und weiß ich noch nicht genau...................irgend einen süßen Weißen, aber welchen???? Beim letzten Münu habt Ihr mir so gut geholfen, das ich jetzt auf euch baue. Ach, alle Weine sollten aus dem Elsaß sein. Vielen lieben Dank für Eure Mühe schon mal im voraus. Liebe Grüße vom Kaffeeluder |
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Hallo,
Der junge Riesling würde zwar zum amuse bouche passen, aber ich würde da eher einen Cremant d'Alsace nehmen. Champagner zur Quiche wäre auch genial, aber es soll ja zurecht was aus dem Elsaß sein. Den Riesling würde ich mir für das Choucroute aufheben und zwar dann einen richtig fetten. Wenn Du beim leichten jungen Riesling zum Amuse bleiben willst, kannst Du hier dann einen Sylvaner nehmen. Die Entenpastete (Entenleber?) dazwischen mit einem leichten fruchtigen Pinot finde ich gut. Man könnte natürlich auch was weißes mit etwas Restsüße nehmen, aber wo bleiben dann die Rotweintrinker. Zum Munster ist ein süßer Gewürztraminer fast ein Must. Und das Dessert könnte man mit einem edelsüßen Riesling kombinieren oder aber beim Traminer bleiben Schönes klassisches Menu übrigens. Die Quiche gefällt mir besser als der angedachte Flammkuchen. Beim Dessert dürfte für mich noch was mit Marzipan dazu. Mach' das Bratapfelragout und kleine Baumkuchenecken mit Marzipan Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ I can certainly see that you know your wine. Most of the guests who stay here wouldn't know the difference between Bordeaux and Claret. Basil Fawlty |
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Hallo Matthias,
danke für Deine Ratschläge, die sind so betrachtet (von einem Weintrinker, nicht Kenner) richtig gut. Ich wäre da nicht drauf gekommen. Die Pastete ist eine Entenleberpastete umhüllt von einer Entenfarce, mit Pistatzien, mehr nicht. Die Leber wird vor der Verarbeitung in einem alten Port baden dürfen. Wie meinst denn das mit dem Baumkuchen und Marzipan, erst Baumkuchenecken machen und dann mit Marzipan drumherum statt Schokolade?? Quasi kleine Petit fours. Ich habe ja schon daran gedacht etwas Marzipan in das Apfelragou zu geben. Und dann habe ich kleine Schokoladenförmchen gemacht, da kommt eine überschlagene Sahne mit Kaffeeschnapsgeschmack hinein. Ich hab sonst nichts gefunden, was noch zum Apfel paßt. So, jetzt druck ich mal Deine Antwort aus (ich faules Luder brauch das dann nicht abschreiben) und schau mal in unserem Keller nach und geh dann am Montag zum Weinkauf. Das ist immer so nett, da bekommt man immer was zum probieren. Was meinst denn Du mit einem "fetten" Riesling? Das sagt mir jetzt so gar nichts. Einen guten älteren??? Liebe Grüße vom Kaffeeluder |
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Hi,
wenn Du auf Rotwein im Menu verzichten kannst (und es Dir weinmäßig insgesamt dann nicht zu süßlich wird), würde ich dann zu irgendwas restsüßem, weißen zur Pastete tendieren. Entenleber (gerade in Portwein mariniert) hat ja was leicht süßliches, auch die Rote Beete. Aber ein Pinot für etwaige Rotweintrinker geht sicher gut. Ich hab irgendwo ein Rezept für Baumkuchen (ich glaub von Lafer), da kommt in den Baumkuchenteig eine ganze Menge Marzipan (die Rohmasse wird vorher in warmer MIlch verflüssigt). Dann wie üblich in Schichten gebacken und bleibt etwas weicher und feuchter als normal. Dann in Dreiecke oder Rauten schneiden und einfach mit Aprikosenmarmelade "glasieren". Wenn Du Interesse hast, kann ich mal nach dem genauen Rezept suchen. "Fett" ist vielleicht gar nicht der ganz richtige Ausdruck. Es sollte , denke ich, ein kräftiger Riesling durchaus auch mit etwas mehr Alkohol sein (aber das sind die Elsäßer ja meist) Halt kein eleganter schlanker Kabinettstil. Aber vielleicht fällt den schreibfaulen Kollegen hier im Weinforum ja auch noch eine Alternative ein Viele Grüße Matthias _____________________________________________________________ I can certainly see that you know your wine. Most of the guests who stay here wouldn't know the difference between Bordeaux and Claret. Basil Fawlty |
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ganz ehrlich
besser als es der Matthias gerade vorgeschlagen hat, kann man es nicht machen. Alles, was mir so eingefallen ist, waren entweder genau die gleichen Ideen oder nicht so gut. Ich finde, das ist ein Menü, das keinen Rotwein braucht - und ich bin durchaus der Rotweinfan. Wenn man also nach dem Dessert nicht unbedingt die Eau de Vies braucht, kann man ja noch einen feinen Pinot Noir "zum Meditieren" nehmen. lg susa ________________________________________________________________________ We live in an age when unnecessary things are our only necessities. (Oscar Wilde) |
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Unser Oberkellner braucht ja koa Hilf! - der packt des ganz von aloa mit links! Aber mei, wenn der Herr - um es mit den Worten vom Kaffeeluder zusagen, der Herr "Edelzicker" unbedingt will, dass mir uns blamiern solln, bittschön!
Zum Nachtisch würd ich nen Apfelbrand geben respektive nehmen. Und dann ist die wichtigste Frage: Wann gibt's den Riesling Vendages tardives, das Herz des Elsass sozusagen? Ich glaub, Kaffeeluder, der Edelzwicker ist etwas jugendlich verklärt ... Wenn es ein reiches Choucroute ist mit Blutwurst und fettem Bauch: dann passt hier der Riesling VT am besten. Den Pinot zur Ente und überhaupts meinem Vorredner kann ich ansonsten nur zustimmen! Ole |
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Hallo,
vielen lieben Dank für Eure Hilfe. Wird alles genauso gemacht, den Edelzicker laß ich dann mal. Der schmeckte seiner Zeit bei auf unserer Elsaß Wanderung mit stinkigem Munster einfach nur gut, oder war der einfach nur günstig....ich weiß nicht mehr. Statt einem Apfelbrand, kann ich da auch einen Calvados nehmen, den bräuchte ich dann nicht zu kaufen, den hab ich schon. Mein Choucroute ist ohne Blutwurst, die mag hier keiner, ich wohhohol. Dafür gibte es so eine Art Lyoner, die aussehen wir unsere Braunschweiger, halt nur dicker, die muß ich in Eupen kaufen, weil es die hier nicht gibt. Aber gepöckelter Bauch, darauf bestehe ich. Liebe Grüße vom Kaffeeluder |
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Der Edelzwicker ist praktisch von der Bildfläche verschwunden. Ist ja eigentlich auch kein Wunder bei dieser Cuvée aus bis zu 6 Weinsorten. Aber jede Zeit hat ihren (preiswerten) Modewein, davor waren es vermutlich Liebfrauenmilch und Kalterer See, danach kamen Pinot grigio und Beaujolais nouveau (Château Migräne).
Gruss von Rinquinquin |
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Auch wenn hier nicht das Menü zur Diskussion steht, möchte ich doch die Quiche Lorraine in Frage stellen. Die kommt ja nun, wie der Name sagt, aus Lothringen und nicht aus dem Elsass.
Zudem interessiert mich, ob es was typisch Elsässisches an den Markklößchen gibt. Blutwurstnichtmöger sind eine traurige Sache, tatsächlich kommt aber weder bei Haeberlins "Meisterküche im Elsaß" noch bei Laurent Meistermann in "Gourmet 41" Blutwurst ans Choucroute, sondern lediglich diverse Schweinefleisch- und Würstchensorten. Ansonsten findet man wohl noch Leberklöße öfters im Elsass, typischer sind diese ebenso wie die Blutwurst aber in der Pfälzer Version. Gruß, K. |
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So verkehrt ist das nicht, die Markklösschen gibt es beiderseits des Rheins. Anstatt Quiche Lorraine wäre ein schöner Flammkueche auch was Feines.
Gruss von Rinquinquin |
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Hallo,
die Markklößchen werden nicht wie gewohnt gemacht, also nicht ausgelassen, sondern "roh" mit den anderen Zutaten vermischt und in guter Brühe gezogen. Ich wollte ja kleine Flammkuechle machen, weil ich ja bei meinem Nachbarn dem Schreiner kleine Kopfholzbrettchen mit Rinde dran geschnitten bekommen habe. Die sind jetzt genug ausgetrocknet, und darauf wollte ich die Flammkuechle servieren. Naja, Lothringen ist ja nicht allzuweit vom Elsaß ebtfernt, und mit einem gekniffenem Auge geht da schon. Und zudem sind die ja eher als Apro gedacht und nicht größer als 3 cm im Durchmesser. Zu den Blutwürsten, das sind so kleine im Darm, die in Brühe gesotten werden, llllleeeeeeeccccckkkkkeerr, wer´s mag. Und unsere Elsaßwanderung, ich glaube wir waren schon in der Oberstufe, bestand aus Edelzwicker, Baguette und Munster, nur die Anderen wollte nie neben uns Drein gehen, die fanden wir stanken. Und immer wenn ich an den Elsaß denke, fällt mir das wieder ein. Ich habe das gestern einem von uns Dreien geschrieben, der wohnt jetzt in Melbourne, und der denkt in dieser Verbindung auch jedes Mal an Edelzwicker. Liebe Grüße vom Kaffeeluder |
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Und den Zwicker gab es günstig in der Literflasche und er war deutlich besser damals (in den späten 70-ern und frühen 80-ern) als das, was aus Deutschland erhältlich war (außerhalb der Anbaugebiete). K.
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