Wein des Tages 03.02.10
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Dabei kommen wir dann unweigerlich auf die Diskussion, ob der Gabriel sich an Parker orientiert "es ihm manchmal zeigen will". Zum Schluss stellen wir jedes Mal übereinstimmend fest, dass Herr Gabriel mit mehr Liebe und persönlichem Engagement schreibt, weil er Bordeaux wirklich liebt, und Parker halt eher routine-, büromäßig abarbeitet, da kommt ganz selten mal wirkliche Begeisterung rüber. Das ist sicher neutraler und den kundenorientierter, Herr Parker sieht sich ja als Anwalt der Verbraucher, aber macht beleibe nicht so viel Spaß. Beim 1997 Mouton-Rothschild Pauillac, Bordeaux waren sich die Herren zwar in weiten Teilen ihrer Kritik einig, aber letztendlich las sich Herr Gabriel, der jedem Premier Cru aus jedem Jahr grundsätzlich mindestens eine Spalte Text einräumt, interessanter und spannender als die lapidare Parkersche Notiz. Spannend ist Gabriel auch deswegen, weil er Weine immer wieder verkostet (gut, das macht Parker auch) und die wesentlichen unterschiedlichen Notizen veröffentlicht, so dass man einen guten Eindruck vom Reifeverlauf des Weines bekommt. Als Verbraucher möchte man schon wissen, wann man eine seiner drei Flaschen denn am besten trinkt, hat man eine ganze Kiste oder gar zwei, kann man ja ganz anders agieren. Lange Rede, kurzer Sinn, letzten Samstag machten wir es uns gemütlich, ein bisschen was Nettes kochen, keinerlei Verpflichtungen außer Bücher lesen, Musik hören, ein wenig Schnee räumen und abends in die Sauna gehen. Und als Krönung Samstag Abend nur für uns beide der 97er Mouton, der mit dem Niki de Saint Phalle-Etikett, was Herrn Gabriel zu der sinngemäßen Einlassung veranlasste, dass eine fette Dame kein gutes Symbol für diesen doch eher schlanken Wein sei. Mit Wein kennt er sich ja aus, der Herr Gabriel, aber mit Kunst? And now the votes of the susa_ian jury: In der Tat ein eher schlanker Wein mit zartem aber durchaus komplexem Duft nach Cassis, nach Rauch, nach Sojasauce und einem Bündel feiner Aromen am Gaumen, Johannisbeere, Pflaume, die typische Bleistiftnote, auch zarte florale Noten, wunderbar ausbalanciert nach etwa einer Stunde Luft, der Abgang harmonisch, eher mittellang, der Körper straff, mittelschwer, absolut elegant. Der zweitbeste 97er Bordeaux, den wir bisher getrunken haben, der beste war der Latour. Prost! Und dann möchte ich es natürlich nicht versäumen, unserem Bundesjogi heute herzlich zum 50sten zu gratulieren - Cheerio Mr. Löw! ________________________________________________________________________ The point of philosophy is to start with something so simple as not to seem worth stating, and to end with something so paradoxical that no one will believe it. Bertrand Russell |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
@Susa, ich lese auch gerne die Bewertungen von Gabriel. Bei Bordeaux total gehen die Beschreibungen bis zum Jahrgang 2003.
Weißt Du wo ich die neueren Verkostungen nachlesen kann? Bei Mouton-Rothschild kann ich leider nicht mithalten Grüße Gerwolf aber wenn die Lotterzahlen heute abend stimmen |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Gabriel hat eine Webseite, da kann man zumindest die Trinkreife nachlesen (über Archiv), Du kannst irgendeinen Newsletter oder so was kostenpflichtig abonnieren genau wie bei Erobert Parker!
________________________________________________________________________ The point of philosophy is to start with something so simple as not to seem worth stating, and to end with something so paradoxical that no one will believe it. Bertrand Russell |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
Meine Idee gerade wäre :das Buch auch als CD herausgeben und regelmäßige Up-Dates anzubieten.
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
nööööö, richtiges Papier in der Hand ist viel schöner
________________________________________________________________________ The point of philosophy is to start with something so simple as not to seem worth stating, and to end with something so paradoxical that no one will believe it. Bertrand Russell |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
und geduldiger
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