Vorspeise für BDX-Probe?
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![]() Mitglied seit 27.01.2010 |
bin bisher begeisterter Rezepteleser Eurer Gemeinde - und natürlich Nachkocher Nun würde ich gerne ohne Eintrinken bereits bei der Vorspeise mit den GPLs beginnen. Sollte aus kalorischer Sicht nicht zu schwer sein und zumindest den Geschmack von gereiftem und jungen CS 'nicht stören' und etwas Abwechslung bringen, also nicht schon wieder Rind. Gerne auch fleischlos. Freue mich über jede Anregung Grüße Martin |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Dem 75er gib so gut wie keinen Sauerstoff, wir hatten ihn vor einigen Jahren, wunderschön aber fiel nach kurzer Zeit in sich zusammen. Also aufgepasst!
Wir halten es mit unseren etwas ernster gemeinten Proben eigentlich immer so, dass wir zuerst die Vertikalen abhalten und dann etwas essen. Wenn es einem wirklich darum geht, die Weine etwas intensiver zu erfassen, dann stört Essen nur. Dann kann man eigentlich wirklich nur Wasser und Brot reichen. Man könnte sich eventuell noch eine Auswahl guten Schinkens vorstellen aber alles andere, was ich mir an Vorspeise vorstelle, dafür wär mir der Wein dann zu schade. ________________________________________________________________________ The point of philosophy is to start with something so simple as not to seem worth stating, and to end with something so paradoxical that no one will believe it. Bertrand Russell |
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![]() Mitglied seit 29.09.2003 |
Martin,
ich hoffe ich liege nicht ganz dabeben, aber bei diesen Pauillacs und dem Roastbeef musste ich spontan an ein Omelett (vielleicht mit wenigen Pilzen und Kräutern) als Vorspeise denken. Dazu dann noch ein gutes Weißbrot, dann würde ich sogar mir dem 75er anfangen. Grüße Wendi |
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![]() Mitglied seit 27.01.2010 |
Hallo nochmal,
susa_, ich seh's wie Du. Da aber diesesmal nicht nur Weinkenner kommen, wollte meine Freundin ein Menü servieren. Konnte Sie, nicht zuletzt durch Deinen Beitrag, aber jetzt davon überzeugen, dass an diesem Abend die Weine im Vordergrund stehen sollen. Ich mach jetzt den Kompromiss mit einer klassischen Schinkenplatte und verschiedenen Broten. So dürfte beiden Seiten gedient sein. Wenn nach den Flights die Flaschenreste rumstehen, wird das Roastbeef serviert. So kann jeder noch wie er will durcheinandertrinken und sich seinen besten Essensbegleiter auswählen. Immer wieder interessant, wie sich dann nochmal die Bewertungen unter diesem Aspekt verschieben. Und Danke für den Tipp mit dem 75er @Wendi Spontan hätte ich Bauschmerzen bei der Kombination Eierspeise und BDX. Zugegeben unbegründet und ohne Erfahrung. Werde ich mangels Zeit zum Testen bis morgen auch nicht mehr veri- oder falsifizieren können. Hole ich aber schon aus reiner Neugierde nach Grüße Martin P.S. Schön, dass man hier als Neuling ernst genommen wird |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Mit der Omeletteskepsis bin ich ganz bei Martin, da wär ich auch vorsichtig, ein nicht ganz so schwerer Graves der ginge vielleicht, aber ein GPL, so ein klassicher Pauli?.
Gut, dass ihr diese Lösung gefunden habt. lg susa ________________________________________________________________________ The point of philosophy is to start with something so simple as not to seem worth stating, and to end with something so paradoxical that no one will believe it. Bertrand Russell |
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![]() Mitglied seit 29.09.2003 |
Susa,
der 75er dürfte seinen Zenith mittlerweile überschritten haben. Das was ich an 75ern zuletzt Mitte der 90er Jahre in Paulliac probiert habe war damals schon recht gealtert, aber mit einer sehr prägnanten Säure azsgestattet. Sehr körperreich und schwer dürfte der Wein mit seinen ca12,5% auch nicht mehr sein. Irgendwie verbindet sich die Erinnerung an Paulliac sich bei mir mit den Unmengen an Pfifferlingen die dort damals auf dem kleinen Markt verkauft wurden, insofern die Verbindung zu einem Omelett mit Pilzen (Pfifferlingen ?). Ich finde ein gut gemachtes Omelett passt hervoragend zu mittelschweren Rotweinen. Allerdings müssen die Gerbstoffe bereits abgebaut oder nicht sehr ausgeprägt sein. Grüße Wendi, dessen letztes Omelett mit Trüffeln hervoragend zum begleitenden Grenache/Syrah- Ventoux gepasst hat. |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
es gibt ja nicht nur den 75er, der mit ein wenig Glück durchaus noch trinkbar ist; früher haben sie das mit dem 18 Monate liegen lassen ja noch nicht so eng gesehen, da wurden es schon mal ein paar mehr und entsprechend waren die Gerbstoffe, 89 dürfte jetzt sehr schön trinkbar sein, 03 auch (maladie 2003 ?
zu einem Trüffelomelette gehört doch ein ordentlicher Champagner ________________________________________________________________________ The point of philosophy is to start with something so simple as not to seem worth stating, and to end with something so paradoxical that no one will believe it. Bertrand Russell |
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![]() Mitglied seit 27.01.2010 |
So,
war'n voller Erfolg. Zur Schinkenplatte hat meine Frau noch div. Brotaufstriche gezaubert. Das Roastbeef hatte ich morgens vorgegart (hab ich auch'n Thread zu diesem Thema hier gefunden) und im Laufe der Probe fertiggebraten. So hatte ich keinen Stress und vor allem kaum Geruch in der offenen Wohnküche. Der 75er war zu meiner Überraschung noch einwandfrei. Der Korken gerade noch 2mm ringsum trocken Ziemlich gegensätzlich dazu war der 'Blinde' in diesem Flight, ein Libanese, Chateau Musar '85. Gleiche reife Farbe wie der GPL, dafür deutliche Trübung (könnte auch der Autotransport schuld sein) und einem unschönen Muffton, der sich auch nicht verflüchtigte. Mittlerer Körper, sehr schöne Alterssüße und sehr harmonisch am Gaumen bis zum langen Abgang. Beim 99er GPL blieb mir vor ca. 2 Jahren die deutliche Präsenz des etwas unreifen(?) Tannins in Erinnerung. Genauso präsentierte er sich jetzt auch wieder. Etwas 'grüne' Aromatik, Holz, Bleistift, verhaltene Frucht, rustikal am Gaumen, Abgang zu kurz. Kann mir nicht vorstellen, dass das nochmal harmonisch zusammenfindet wenn sich mal die Tannine abgebaut haben sollten. Übrigens musst er sich gegen einen Kanonkop CS 2003 behaupten. Der Kanonkop war nicht einmal kitschig, obwohl er sich schon sehr gefällig präsentierte. Verführeische Vanille und Johanisbeertöne, körperreich, breite Mundfülle, die 14% vol. aber noch gut eingebunden. Deutlich weniger Struktur und Eleganz wie der schlankere 'Paul Sauer' aus gleichem Hause. Wenig überraschend, Wein des Abends war der GPL '89. einen 03er gab es doch nicht, da habe ich mich verschaut Danke nochmal für Eure Tipps |
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Also nix Pilzomelette?
Tja, die 99er - wird sind gerade schwerpunktmäßig bei den 99ern angelangt, insgesamt ein uneinheitlicher Jahrgang, dem GPL hätte ich mehr zugetraut, ich vergleiche ihn immer gerne mit Batailley, der ist als 99er absolut klassisch präsentierte. ________________________________________________________________________ The point of philosophy is to start with something so simple as not to seem worth stating, and to end with something so paradoxical that no one will believe it. Bertrand Russell |
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![]() Mitglied seit 27.01.2010 |
Vielleicht kam es zu negativ rüber, ich habe noch nie einen wirklich schlechten GPL getrunken. Gehört zu den wenigen Weine, die ich blind kaufe. Ich würde ihm im Moment wohlwollende 17/20 Punkte geben. Klassischer Stil, es fehlt aber (noch?) an Balance zw. Frucht und Tannin. Vielleicht in Relation zum Jahrgang nicht schlecht, mir fehlen repräsentative Vergleiche. Von einem GPL erwarte ich halt einfach ein bisschen mehr. Am 2. Tag (ja, von dem blieb was über
Von '99 habe ich bisher nur einen Lascombes letztes Jahr getrunken. Mit einem klassifizierten Gewächs hatte das nichts zu tun, war wie ein Griff ins nichtssagende Bordeaux Supermarktregal, von einer Margaux Stilistik ganz zu schweigen. Für Cock au vin aber noch zu gebrauchen gewesen Einen 99er GPL habe ich noch. Die Hoffnung stirbt zuletzt |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Wir können ja mal bei sich bietender Gelegenheit eine virtuelle 99er Vertikale machen
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![]() Mitglied seit 27.01.2010 |
Hallo susa,
die Nachfrage bei den Mittrinkern ergab ein weitaus positiveres Urteil zum 99er GPL. Ein Freund und noch erfahrener BDX-Kenner will sogar nachkaufen in der Hoffnung, dass der Preis in dem 'kleinen Jahr' noch moderat ausfällt. Weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wieviel ich damals bezahlt hatte. Mein kritisches Urteil lag möglicherweise auch an meiner aufziehenden Erkältung. Gestern war ich mal wieder beim Fellbacher Weintreff (50 Aussteller aus dem Raum Remstal in Ba-Wü mit ca. 200 Weinen). Dort hat sich mein Riechkolben schneller wie gewohnt verabschiedet Den Tipp mit einem Graves zum Pilzomelette werde ich angehen. Habe noch ein paar Flaschen 02er Domaine de Chevallier. Der müsste sich mit seinen erdigen Noten hervorragend eignen, zumal das schwache Tanningerüst auch keinen Widerstand mehr leistet um sich mit den Eiweißen beißen zu können. Schöner Essensbegleiter aber doch ein etwas langweiliger Meditationswein. Sollte man m. M. schon ausgetrunken haben. Aber aus besagtem Grund mache ich erstmal Pause -zumindest ab übermorgen, da morgen noch eine gebuchte BDX-Probe ansteht Virtuelle 99er Probe? 99 abe isch nix mehr im Keleer. Eine aussagekräftigere Nachverkostung zum 99er GPL reiche ich aber gerne zu gegebener Zeit nach. Auch die Kommentare der Mittrinker. |
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