Wein-Adventskalender 2009 - Türchen 21
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![]() Mitglied seit 18.12.2006 |
In der Heiligen Schrift wird ausdrücklich der regelmäßige – jedoch mäßige – Genuß von Wein angeraten. In über 500 Textstellen wird Wein in der Bibel erwähnt. Und in der Genesis wird der erste Winzer genannt: "Noah wurde der erste Ackerbauer und pflanzte einen Weinberg." Jesus vermochte Wasser in Wein zu verwandeln, womit er die Hochzeit zu Kana [sic] rettete, erzählte das „Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg“, sprach von Gott, der sich „so intensiv um sein geliebtes Volk sorgt wie ein besorgter Weinbergbesitzer um seinen edlen Weinberg“, symbolisch hat er beim letzten Abendmahl Wein in Blut verwandelt: „Das ist mein Blut des neuen Bundes...“ Und in einem Weinberg schlugen ihn die Häscher in Bande. In einem Weinberg? War es nicht vielmehr ein Olivenhain? Ja und Nein. Ihr werdet lesen... Doch die Beziehung zwischen Jesus und Wein begann genaugenommen bereits vor seiner Geburt, was unsere Geschichte vom König Anchos aufzeigt. In der Bibel hat man diesen König nicht erwähnt, über die Gründe kann man nur mutmaßen: Vielleicht, weil die Zahl „Drei“ nunmal eine heilige Zahl ist. Oder aber, da die Evangelisten damals noch nichts von König Anchos gehört hatten. Erst im Jahr 2003 sind – es ging damals ja groß durch die Presse – in einem Kloster in der Zentraltürkei fragmentarische Schriftstücke aufgetaucht. Diese erzählen – von mir anhand weiterer Quellen ergänzt und erweitert – : Die Geschichte vom König Anchos Es war also prophezeit, daß bald der Sohn Gottes durch Maria von Nazareth geboren werde, und diese Nachricht breitete sich schnell und über alle Grenzen hinweg aus und erreichte auch das Königreich Kommahu, weit im Norden von Israel, rechts des Euphrat gelegen. Kommahu war ein sehr kleines Reich und sehr arm. Denn über viele Jahrhunderte mußte es an die großen und mächtigen Nachbarländer Tribut in Form von Gold, Silber, Wein, Zedern aus dem Amanosgebirge, Rindern und Pferden zahlen. Immer wieder verlor Kommahu seine Eigenständigkeit, wurde von Nachbarländern zur Provinz ernannt. Kommahu war so klein, daß es sich kaum gegen die mächtigen und großen Nachbarn verteidigen konnte, doch viele Könige des Landes waren sehr weise: Sie gaben ihre Töchter – die sehr schön waren – den Königen und Prinzen der Nachbarländer zur Frau und schufen damit für viele Jahre Frieden. Zur Zeit kurz vor der Geburt Jesu Christi war Kommahu ein Pufferstaat zwischen Rom und den Parthern. Der König des Reiches hieß Anchos. Der seleukidische Staat war gerade untergegangen. Die Römer wollten im Gebiet von Kommahu den Euphrat überschreiten. Über manche Jahre konnte Anchos sein Reich durch taktisches Geschick unabhängig erhalten, u.a. indem er die Römer über parthische Truppenbewegungen unterrichtet hat. Doch wie lange konnte das gutgehen? Die kleine Welt von Kommahu und seinen Bewohnern, die ansich sehr friedliebend waren, war also wieder einmal bedroht. Und nun sollte ausgerechnet jetzt – nachdem die Menschen bereits seit über 700 Jahren, als Jesaja die Geburt eines Kindes angekündigt hat, das den Thron Davids einnehmen werde, ein Friedefürst, der Recht und Gerechtigkeit und Friede ohne Ende bringen werde – der Heilsbringer nahen... Anchos war sehr glücklich über diese Prophezeiung, und natürlich beschloß er sofort, ins ferne Land Israel zu reisen. Wenn schon die Erwachsenen so unvernünftig sind und nicht in Frieden leben können – vielleicht würde ein Kind, das noch nichts weiß von Macht und Gier, von Neid und Mißgunst, tatsächlich schaffen, die Herzen der Menschen zu erweichen? Sehr viel Hoffnung hatte Anchos allerdings nicht, er konnte nämlich ins Innerste der Menschen schauen, denn er war wie seine Vorväter ein weiser König. Die Reise würde lange dauern und sehr beschwerlich werden, denn obwohl er ein König war, besaß er keine Pferde. Also mußte er sich zu Fuß aufmachen, und ein Maultier sollte die Lasten tragen, den Proviant – und natürlich ein Geschenk für Jesus. Denn Anchos war nicht nur ein weiser, sondern auch ein wohlerzogener König. Aber was für eine Gabe sollte er dem Kind überbringen? Edelsteine besaß er ebensowenig wie Gold oder andere Pretiosen. In seinem Garten aber hütete er einen ganz besonderen Schatz: Denn dort wuchsen Trauben, so wunderbar aromatisch und süß, und einen Wein, wie aus diesen Trauben gekeltert, hatte die Welt noch nicht gesehen. Anchos wußte, daß es eine sehr gute Idee war, dem Kind kleine Weinstöcke mitzubringen, denn diese würden über viele Jahre Trauben hervorbringen, während Edelsteine oder Gold oder Weihrauch oder Geschmeide eines Tages aufgebraucht sein würden. Anchos nämlich war ein sehr weiser König – falls wir das nicht bereits erwähnt haben... Also ließ er seinen Gärtner zwölf kleine Weinstöcke ausgraben und in Tücher von Linnen versorgen, lud diese, den Proviant und einige Schläuche Wein seinem Maultier auf und machte sich auf die Reise. Allerorten wurden Anchos und sein Maultier gastlich aufgenommen, und manches Mal dankte er denen, die ihnen Herberge gegeben hatten, mit einem Schluck seines wunderbaren Weines, und die Augen gingen den Gastgebern über, so gut war der Wein. Zweimal ist der Mond schmal und schmaler geworden, bis er kurzzeitig ganz vom Firmament verschwunden war, zweimal wieder zu einer runden Scheibe angeschwollen, überstrahlt nur von diesem seltsamen Wanderstern, der in weiter Ferne von Ost nach Westen zog – bis Anchos endlich hoch aufragend die Mauern und Türme Jerusalems vor sich sah. Da begegnete er drei Männern, zwei ritten zu Pferde, einer auf einem Kamel, sie waren prachtvoll gekleidet und hatten einen Troß Männer um sich, die wie Edelleute gewandet waren. „Woher des Weges und wohin, gelahrte Herren?“ rief er den drei Reitern zu. „Wir kommen weit von Osten und folgen diesem Stern, denn uns wurde gesagt, daß der Neue König der Juden geboren werde, und dem wollen wir huldigen. Und wir bringen ihm reichlich Geschenke, Gold, Weihrauch und Myrrhe.“ Anchos aber verriet ihnen nicht, daß er das selbe Ziel habe, denn die drei Männer hatten in dem von der Reise zerzausten Mann mit seinem Maultier keinen ihresgleichen, keinen König aus einem fernen Land erkannt; sie blickten sogar ein bißchen hochnäsig von ihren Reittieren zu ihm herab. Ein klein wenig schämte sich Anchos denn auch, und deshalb beschloß er, den Königen mit einigem Abstand zu folgen und erst dann dem Kind seine Aufwartung zu machen, wenn die Könige wieder abgereist seien. Jubel, Trubel und Volksfeststimmung herrschte rund um den Stall in Bethlehem. Viel Volk war gekommen, und mancher wußte wohl gar nicht, was eigentlich der Anlaß war für diese ungewöhnliche Festivität. Anchos näherte sich schüchtern, und er führte zunächst sein Maultier an die Seite des Stalles, wo ein Ochse, ein Esel, zwei Wollschweine und anderes Getier Heu und Futter fraßen. Die drei Könige aus dem Morgenland hatten viel Aufsehen erregt mit ihrem Auftritt, und den haben sie auch sichtlich genossen und zelebriert. Erst als sie und ihr Troß wieder in die Nacht hinausgeritten waren, nahm Anchos die Pakete mit den Weinstöcken und näherte sich Maria, Josef und dem kleinen Kind in der Krippe, das ihm mit großen Augen freundlich-verdutzt ins Gesicht sah. Da wurde dem König ganz warm um sein Herz, und er konnte sich nicht erklären, warum. „Von weit her komme ich gereist, zwei Monde lang, um diesem Kind zu huldigen,“ sagte der König, „denn auch in mein kleines Reich ist die Nachricht gedrungen, daß dies der Sohn Gottes sei und Frieden und Gerechtigkeit über die Welt bringen werde. – Mein Land besitzt keine Reichtümer, aber mit Freuden überreiche ich euch diese zwölf Weinstöcke, an denen Jesus, wenn er einmal erwachsen sein wird, große Freude haben wird.“ Und er gab Josef den letzten Schluck Wein, der ihm nach der Reise verblieben war, und auch Maria durfte ihre Lippen mit dem köstlichen Wein benetzen. Einen solchen Wein aber hatten die beiden noch nie in ihrem Leben getrunken. Maria lächelte, sie war sehr erschöpft, und Josef spach: „Dieses Geschenk ist das allerschönste, das unserem Kind heute dargebracht wurde, denn ich sehe, daß es wirklich von Herzen kommt und viel rarer ist, als alle Reichtümer dieser Welt. Ich werde dafür sorgen, daß die Stöcke reichlich Trauben tragen werden und Jesus einst und über viele Jahre Freude an dem Wein aus Deinem fernen Reich haben wird. Du aber kehre eines Tages zurück, und unser Sohn wird Dich, Dein Land und Dein Volk segnen, auf daß es immer in Frieden leben werde.“ Da verabschiedete sich Anchos und versprach, einstmals wiederzukehren. Mit seinem Maultier, das sich mittlerweile sattgefressen hat, zog er von dannen, zurück in den hohen Norden. Als die Könige, die Hirten und alles Volk gegangen war, erschien Josef ein Engel im Traum, der sagte ihm: "Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten! Und bleib dort, bis ich dir neue Weisung gebe. Denn Herodes will das Kind suchen und umbringen lassen." Da rief Josef einen Hirten auf dem Felde zu sich und übergab ihm die zwölf Weinstöcke. „Noch zur Stunde müssen wir eine weite Reise antreten, so ist’s mir befohlen. Bring diese Stöcke meinem Freund Jeruhim, der ist Bauer. Du findest ihn nicht weit von hier, am Fuße des Ölbergs bei Jerusalem, woselbst er einen Garten mit Olivenbäumen und Früchten bestellt, genannt Getsemani. Er soll diese Weinstöcke einpflanzen und hegen und pflegen und vermehren, bis als wir von unserer Reise heimkehren.“ Und der Hirte versprach’s. Josef aber brach noch in der Nacht mit dem Kind und seiner Mutter nach Ägypten auf. Die Jahre vergingen, vier an der Zahl, da starb König Herodes, und die kleine Familie kehrte zurück nach Nazareth. Jesus aber besuchte regelmäßig den Bauern Jeruhim und sah, daß er aus den zwölf Weinstöcken derer viele hundert gezogen hatte, und als Jesus vom Knaben zum Jüngling und vom Jüngling zum Mann erwachsen war, trank er erstmals vom Wein aus dem fernen Königreich Kommahu, und es war der allerbeste Wein, den er jemals getrunken hatte. Und so erzählte er seinen Jüngern auch immer wieder eine Geschichte, die begann so: „Mein Freund hat einen Weinberg. Und er grub ihn um und pflanzte darin edle Reben. Er baute einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte.“ König Anchos aber kehrte zurück in sein kleines Reich und konnte es noch manches Jahr unabhängig erhalten. Ungefähr im Jahr 30 aber marschierten Römische Provinzherren in Kommahu ein. Sie raubten und brandschatzten, der alte Palast und der Garten wurden zerstört. Das war auch das Ende des kleinen, königlichen Weingartens. Anchos mußte fliehen. Über all diese Jahre aber hat Anchos seinen großen Wunsch nicht vergessen, das Versprechen einzulösen, nochmals nach Israel zu reisen, um Jesus zu begegnen, von dem man viel Wundersames hörte, und auch, um zu sehen, wie seine Weinstöcke gediehen seien. Doch von Jahr zu Jahr schob er die Reise auf, denn das Land benötigte seinen König. Nun aber war er gezwungen, ins Exil zu gehen. Und da endlich machte er sich auf zur zweiten Reise nach Israel, und die endete sehr traurig. Ganz alleine, denn sein treues Maultier war längst gestorben, marschierte er los, und die Reise wurde ihm sehr beschwerlich, denn er war ein sehr alter, kranker und gebrochener König geworden. Er mußte sich sputen, denn es waren Gerüchte in aller Munde, die besagten, daß Jesus als Revolutionär und Betrüger gefangengenommen werden sollte. Doch immer und immer wieder mußte Anchos mehrere Tage an einem Ort in Ruhe verharren, bis er wieder Kräfte gesammelt hatte. Sein Ziel vor Augen trieb ihn jedoch stets wieder vorwärts. Er war nur noch wenige Stunden von Jerusalem entfernt, es war der Tag des Pessachfestes, da verfinsterte sich plötzlich der Himmel, obgleich soeben noch die Sonne vom Firmament herniedergebrannt hatte. Still, sehr still wurde es um ihn herum auf ein Mal, die Vögel hatten aufgehört zu singen, die Tiere auf der Weide sind panisch in ihre Unterschlüpfe geflohen. Wind kam auf und die Erde unter seinen Füßen begann zu erzittern. Da suchte auch er einen Unterschlupf. Alldort verbrachte er die viel zu früh hereingebrochene Nacht in unruhigem, von seltsamen Traumbildern belebtem Schlaf. „Zu spät,“ dachte sich der König, als er am nächsten Morgen erwachte, und sein Gewand war naß von Schweiß, „zu spät...“ Denn er war ein weiser König, der die Zeichen seiner Träume wohl zu deuten wußte. Und er machte sich erneut auf und schleppte sich voll der Mühsal vorwärts. Da begegneten ihm Menschen, die erzählten ihm, daß Jesus am Tage zuvor hingerichtet worden sei. Linkerhand des Stadttores werde er einen Felsen aufragen sehen, genannt Golgatha, mit drei Kreuzen, an deren größtem sei Jesus gekreuzigt worden. Da aber wurde Anchos sehr traurig, denn er hatte das Ziel seiner Reise verfehlt. Und er ließ sich den Weg zum Garten Getsemani weisen, denn er wußte, daß dortselbst die Weinstöcke wuchsen, die er einstmals dem Jesuskind dargebracht hatte. Olivenbäume zogen sich den Hügel hinauf, soweit das Auge reichte, auch Granatäpfel wuchsen hier, Feigenbäume, Macadamianüsse – und an Weinstöcken viele hundert. Doch eine Vielzahl der Stöcke war niedergetrampelt und verwüstet. Da kam ein sehr alter Mann auf ihn zu, an krummem Stock den Berg herab. Es war Jeruhim, der Bauer, der einst den Auftrag erhalten hatte, die Weinstöcke einzupflanzen, zu hegen und zu pflegen und zu vermehren. Anchos aber sagte ihm nicht, daß er es war, der vor vielen Jahren ebendiese Weinstöcke nach Israel verbracht hatte. Doch irgendein Funkeln in seinen Augen, ein Blick mögen Jeruhim verraten haben, daß der alte Wanderer eine ganz besondere Beziehung zu diesen Stöcken haben mußte. Und so lud er ihn ein in seine Hütte. Seine Frau bereitete ein einfaches Mahl, und noch einmal, ein letztes Mal trank der alte König einen Wein, so gut, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hatte. Jeruhim erzählte ihm vieles: daß ein König aus dem fernen Norden einstmals zwölf Stöcke gebracht und Jesus geschenkt, daß er sie gehegt und gepflegt und vermehrt habe über all die Jahre, und daß Jesus regelmäßig zu ihm gekommen sei, um ihn zu besuchen und von dem Wein zu trinken. Gerade vor wenigen Tagen wieder sei er erschienen und habe einen großen Krug des Weines mitgenommen, da er mit zwölfen seiner Freunde und Jünger den Sederabend feiern wollte. Noch in der selben Nacht aber sei er mit seinen Freunden wiedergekehrt, um mit ihnen im Garten Getsemani zu beten, da seien Soldaten einmarschiert, haben gewütet und verwüstet und Jesus verhaftet. Die beiden alten Männer haben noch der Stunden viele im Gespräch und mit manchem Glas Wein verbracht, da legten sie sich zur Ruhe. Anchos aber schlief mit einem Lächeln ein und erwachte nicht wieder. Nachsatz: Über den Fortgang des kleinen Weinberges gibt es keine Aufzeichnungen, doch berichtet das älteste erhaltene Reisehandbuch „Itinerarium Burdigalense“ von der Reise des „Pilgers aus Burdigala“, der im Jahr 333 auf dem Landweg zum Garten Getsemani gewandert ist. Über den weiteren Verlauf der Reise und die Rückkehr des anonymen christlichen Pilgers gibt es keine schriftlichen Zeugnisse mehr, und darüber, ob der Pilger einige Weinstöcke mit nach Burdigala genommen und dort eingesetzt hat, kann man nur mutmaßen. Vieles spricht dafür. Der heutige Name von Burdigala ist übrigens Bordeaux. Leider läßt sich heute nicht mehr eruieren, um welche Weinsorte es sich damals gehandelt hat, aber was läge näher, als einen Meßwein zu besprechen? Meßweine müssen die Meßweinverordnungen erfüllen, die die Reinheit des Weines ebenso beinhalten wie daß kein Zucker oder andere unerlaubte Substanzen beigemischt werden. Meßweine dürfen nur von vereidigten Lieferanten bezogen werden, und die Bischöfe der jeweiligen Diözesen überprüfen alle fünf Jahre die Qualität der Weine und verlängern entsprechend die Lizenz. Erst seit 15 Jahren erlaubt die katholische Kirche, statt mit Meßwein mit Traubenmost die Eucharistiefeier zu begehen – jedoch nur, wenn der Priester nachweisen kann, daß er aus gesundheitlichen Gründen keinen Wein trinken darf. Staatlicher Hofkeller Würzburg Würzburger Stein 2007 Silvaner Kabinett trocken Im Bocksbeutel. 11,5% vol. 10,50 € Das Weingut besteht seit 1128. Der Wein ist von hellem, leicht ins Grünliche changierendem Farbton. In der Nase entfalten sich Düfte von Pfirsich und Mirabelle. Der Silvaner schmeckt frisch und pritzelt leicht an der Zungenspitze. Beim Trinken eröffnen sich wieder Pfirsicharomen mit leicht mineralischer Note. Insgesamt ist der Wein angenehm zurückhaltend und klar. Das Wechselspiel zwischen Säure und Süße ist sehr harmonisch. Insgesamt ein überzeugender, frischer, fruchtiger Wein. Mag man von diesem Wein halten, was man wolle, doch gibt es einen nicht unbeträchtlichen Personenkreis, für den wird dieser Wein - oder entsprechend andere Meßweine - der allerbeste Wein der Welt sein und bleiben: All diejenigen nämlich, die einst Ministranten waren und heimlich, bevor der Pfarrer die Sakristei betrat, vom Meßwein getrunken haben. Glaubt mir: Ich weiß, wovon ich rede... Hias |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Neben der lange verschollenen Geschichte vom König Anchos muss natürlich noch die Geschichte des Evangelisten Hias erzählt werden, der die spärlichen Dokumente und Quellen zu einem wunderbaren Bericht zusammenfasst hat. Hias hat schon seit langem begonnen, alle Mosaiksteinchen und Funde zusammenzutragen und sich für entscheidende Passagen der Unterstützung durch namhafte Experten versichert.
Was sind schon die Qumran Rollen gegen diese historischen Funde, danke Hias, dass Du es der Nachwelt erhalten hast Der besagte Wein wurde ja auch schon von Olafsson erwähnt, 27er Kana, der von der Hochzeitsgesellschaft ...... Und danke für diesen wunderbaren Wein. Liebe Grüße susa |
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![]() Mitglied seit 18.12.2006 |
In der Tat möchte ich nicht versäumen, namentlich meinem Jugendfreund M.M. zu danken. Er ist Archäologe (momentan läuft übrigens im Pergamonmuseum seine Ausstellung "Die Rückkehr der Götter. Berlins verborgener Olymp") und er hat mir sehr bei den Recherchen geholfen sowie Quellenmaterial zur Verfügung gestellt. Gruß - Hias
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![]() Mitglied seit 29.11.2006 |
Moin Hias,
ein wunderbare, interessante Geschichte. DANKE. Wein als Gabe an der Krippe ist mir persönlich auch lieber als Weihrauch und Myrrhe. LG Hubert, der seine ersten Wein-Erfahrungen auch als Ministrant gemacht hat |
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![]() Mitglied seit 18.07.2009 |
Grüß Gott ,
mit dem Wein kenn ich mi leida nicht aus, aber die Geschichtn - natürlich besonders de von de Ministranten Liebe Grüße Ingrid |
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![]() Mitglied seit 23.11.2007 |
Guten Morgen Hias,
ja, ich habe es mir gedacht, dass du sozusagen an den Quellen alter Schriften Sitzender, eine Entdeckung mit uns teilen würdest, die ein neues Licht auf das Leben des Jesus von Nazareth werfen würde. Dennoch kann ich trotz dieser wunderbaren Geschichte nicht verhehlen, dass dir oder deinem Freund, dem Archäologen ein kleiner Deutungsfehler unterlaufen ist, bezüglich der Wanderung der verbliebenen Weinstöcke. So ist mir doch ein altes Dokument zugespielt worden, in dem sehr klar überliefert wurde, dass einige der verbliebenen Rebstöcke durch einen römischen Legionär Jahre nach Gründung der Stadt Augustodunum nahe selbiger gepflanzt wurden um so die Fortführung eines Weines, den es sonst nirgendwo gab, zu sichern. Nach Burdigala wurden später über die Via Agrippa einige nicht so gut gewachsene Rebstöcke verbracht, die dennoch in dem dortigen geologischen und klimatischen Umfeld sehr respektable Weine abzugeben vermochten. Vielen Dank für dieses Türchen lieber Hias, welches einen Grund darstellt, um die genannte Ausstellung zu besuchen und deinen Schulfreund zur Rede zu stellen... Gruß pp |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
@Hias. Chapeau.
Der Weg ist weit und ganz allein.................... Grüße Gerwolf |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Toll, Hias. Wer hätte gedacht, daß sich in den dichten biblischen Mythenteppich doch noch ein solch schöner Goldfaden einwirken läßt ... mal schauen, ob einem Anchos nicht doch auf Darstellungen begegnet - übrigens gibt es tatsächlich so etwas wie einen vierten König, von dem man nicht immer weiß, wer es ist ...
LG Clarissa |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Clarissa, ein Tipp: Wandgemälde der S.-Domitilla-Katakombe in Rom
________________________________________________________________________ I've had 14 bookings this season, 8 of which were my fault, but the other 7 were disputable! - Paul Gascoigne |
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![]() Mitglied seit 14.05.2004 |
Susa - ja stimmt, in frühchristlichen Darstellungen ist die Anzahl nicht festgelegt. Doch auch auf dem Kölner Domschrein, der viel später ist, ist ein vierter König zu sehen, aber hier weiß man, wer es ist und warum er sich mit den anderen drei hat darstellen lassen.
Bei den frühchristlichen Darstellungen liegt es vermutlich - so genau weiß ich das nicht mehr (Hausarbeit 3. Semester) Jedenfalls wird das Thema Heilige Drei Könige und ihre Translation von Mailand nach Köln sehr witzig in Umberto Ecos "Baudolino" abgehandelt. Hias' Türchen ist vom Tenor ganz ähnlich gelungen LG Clarissa |
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![]() Mitglied seit 18.12.2006 |
Hallo beisammen,
aus der obigen Geschichte, die ja ohnehin viel zu lang ist, habe ich manches wieder herausgestrichen, u.a. einen kompletten Neben-Handlungsstrang, geschichtliche Hintergründe - sowie Betrachtungen über die Anzahl der tatsächlich in Bethlehem erschienenen Könige oder Weisen oder Magier oder... Wie angedeutet, waren es sicher weit mehr "prominente" Besucher an der Krippe, als offiziell überliefert. So gibt es ja auch eine alte russische Legende von einem vierten König, von Edzard Schaper in seiner bewegenden Geschichte "Die Legende vom vierten König" bearbeitet. Daß ich Kenntnis erhalten habe von König Anchos, der Weinstöcke geschenkt haben soll, eine Verbindung also zwischen Wein und Weihnachten, schien mir Anlaß genug, die spärlich überlieferten Dokumente für Euch genauer zu sichten und zusammenzufassen. Peterpanik, mein Archäologen-Freund kann gar nichts dafür, die Schuld für eventuell unzureichende Rückschlüsse bezüglich des Pilgers aus Burdigala liegt einzig und alleine bei mir. Deine Kenntnisse bezüglich der Verbreitung der Weinstöcke ist sehr interessant. Wurde das Thema eigentlich schon einmal umfassend behandelt? Herzlich - Hias |
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![]() Mitglied seit 23.11.2007 |
@Hias,
leider gibt es doch so Einige, die die Augen vor der Wahrheit verschließen möchten, insofern war es nur ein eingeworfenes Korrektiv von mir, um auf den wahrhaftigen Weg der Rebstöcke hinzuweisen, wobei auch zu berücksichtigen ist, dass allein die geographische Lage und die historischen Abläufe der römischen Migrationen eindeutig für die Region um Augustodunum, heute als Autun bekannt, welche 10 v.Chr. gegründet wurde, hinweisen. Gern würde ich den Disput fortsetzen, aber ich glaube es würde eines extra Threads bedürfen, um die historischen Abläufe in einem entsprechenden Rahmen aufarbeiten zu können. Gruß pp |
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![]() Mitglied seit 19.12.2010 |
Hallo König Anchos,
eine ganz tolle - wenn auch traurige - Geschichte. Habe noch nie davon gehört, kannte ja auch noch keinen Anchos. Ja - auch mein Sohn hat den Messwein genossen ;) Ich werde mir heute abend lieber einen "Roten" gönnen. Es grüßt dich herzlich Holla-die-Biggi |
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![]() Mitglied seit 06.02.2004 |
@die-Biggi
Hast mich jetzt ganz schön durcheinandergebracht, hat auch ziemlich gedauert, bis ich mitbekommen habe, dass der Thread von 2009 ist. Habe grad den Kalender geöffnet ---------------------------------- Beste Grüße Gerhard aus Wien |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
Der Hammer meint Otti
ganz entspannt im hier und jetzt |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Ich mach mal kurz zu, damit wir hier nicht durcheinander kommen, da hat der Hias sicher Verständnis für; nach den Feiertagen mach ich dann wieder auf.
lg susa ________________________________________________________________________ De toutes les qualités du cuisinier, la plus indispensable est l'exactitude. Jean Anthelme Brillat-Savarin |
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Dieser Thread wurde geschlossen, es ist kein Posting mehr möglich.

Henglein
Rama Cremefine






























