Wein des Tages 28.10.09
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Wenn ich an Chinon denke, fällt mir als erstes Wein ein, als zweites ein wunderbares Hotel garni in altem Gemäuer mit selbst gekochten Marmeladen zum Frühstück, dessen Namen mir partout nicht mehr einfallen will, ein Restaurant namens Echo de Rabelais, eine alte Burg, ein guter Weinladen ............ aber ein Kernkraftwerk ist so ziemlich das letzte, was mir einfällt. Ich möchte auch nicht darüber sinnieren, was für Nutz und Frommen der Region wichtiger ist. Jedenfalls ist das kein Kriterium für mich, weder für Aus- noch Abwahl eines Urlaubsgebietes, anders ist das schon mit Wein. Seit ich die Weine von Château de la Grille kennengelernt habe, wusste ich, dass man aus Cabernet Franc mehr machen kann, als ihn als Zugabe in einer Cuvée einzusetzen. Also ist Chinon immer ein guter Stoppoverpunkt auf dem Weg nach dem Bordeaux, welchen wir dann mit den Worten "hier müssen wir auch mal länger bleiben" verlassen. Dieser gute Vorsatz ist allerdings spätestens beim Überqueren des Pont Aquitaine wieder vergessen Unvergessen ist allerdings (gut, meine Überleitungen waren auch schon mal pfiffiger, das geb ich zu) 2005 Les Pensées de Pallus Domaine de Pallus, Chinon und nein, da fehlt kein Buchstabe im Namen Dunkelrot und dicht mit sehr feinem Duft nach roten Beeren, vor allem Himbeeren, auch ein wenig erdig-nussig, am Gaumen seidig-kräftig, Schokolade, Pflaumenkompott, balsamische Noten, Vanille, eher leichte Tannine und recht langer Abgang. Zum Essen ein wunderbarer Begleiter, es gab ein deftiges Fleischgericht, gerade mit den Röstaromen aus dem Fleisch eine perfekte Kombination. Vor knapp zwei Jahren war er noch in seiner Fruchtphase, ich denke, der wird sich nach einigen Jahren zu einem harmonischen samtigen Wein entwickelt haben, der sicher seine 7 - 10 Jahre Lebensdauer haben wird. Hoch- bzw. rückrechnend vom Restaurantverkaufspreis kalkuliere ich den Ladenabgabepreis mal so um die 15.00€. Prost! ________________________________________________________________________ I spent a lot of money on booze, birds and fast cars. The rest I just squandered. (George Best) |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
schon Freitag? schnell weg Gerwolf |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
Der nicht fehlende Buchstabe macht den Chinon nicht schlechter
Heute gab es mal eben einen 1990 Chateau Lilian Ladouys, St. Estephe, der wohl jetzt Richtung Höhepunkt seines Lebens steuert. Schöner geschmeidiger, sehr konzentrierter und dichter Wein, der regelrecht satt macht. Kein Leuchtturm aber ein recht guter St. Estephe. Tiefdunkel in der Farbe, in der Nase Beeren- und Waldfrüchte, am Gaumen Pflaumen, Kaffee, Teer und Leder, im recht langen Abgang noch deutlich Tannin, da brennt noch nichts an. Schöner Wein für damals wenig Geld. 1990 war das 2. Jahr dieser Domaine, danach ist er bei mir in Vergessenheit geraten. Bayern wird wohl entschieden sein, mal sehn was Werder abliefert. Gruß, Grenache |
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![]() Mitglied seit 17.01.2002 |
Kannst Du ruhig weiter vergessen, wir haben seit Ende der 90er drei mal Lilian Ladouys die Chance gegeben und waren immer enttäuscht.
________________________________________________________________________ I spent a lot of money on booze, birds and fast cars. The rest I just squandered. (George Best) |
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![]() Mitglied seit 25.01.2008 |
Werder hat es nun auch geschafft und deshalb als Absacker noch einen 1990 Bourgueil, Selection Vieilles Vignes Domaine des Ouches. Chinon und Bougueil liegen sich praktisch in der Nord-Südachse gegenüber, weinmäßig unterscheiden sie sich aber doch erheblich. Ein Bourgueil ist in der Jugend ein recht harter Knüppel, 7 Jahre nach der Vinifkation sollte er am besten trinkbar sein, so die Winzer vor Ort. Nimmt man diesen, müsste er schon mehr als zweimal über den Jordan sein. Dieser, noch immer tief robinrot, zeigt inzwischen alles, was ein reiner Cabernet Franc zu bieten hat, Nase, Gaumen und Abgang einfach nur Himbeeren pur, geschmeidig und elegant, perfekter Wein, der auch erfrischend wirkt. Selbst ältere Jahrgänge zeigen noch keine Müdigkeit. Diese Domaine wurde mir mal von anderen Winzern in F empfohlen, seit dem bin ich dort Stammkunde.
Gruß, Grenache |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Mein Wein des Tages ist folgender:
//Link von Admin gelöscht// Bergdolt-Reif & Nett aus Duttweiler, Pfalz 2008-er 1838 Rotwein Gerade bei meinem Weinhändler als Wein des Monats, Kostenpunkt 6,60€ Eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon (55%), Dornfelder (30%), 7% Merlot, 8% Lagrein. Ein bisschen Barrique hat er gesehen. Stylishes Etikett, nicht dass der uns in Marketingfragen noch dem Markus Schneider Konkurrenz macht. Ich habe ihn geöffnet, um ihn mit dem zuletzt getrunkenen 2007-er Urspung (Cabernot Sauvignon, Merlot, Portugieser, Cabernet Mitos) von Schneider zu vergleichen. Typische Cabernet-Aromatik und Beerenaromen wie beim Ursprung, nur dezenter und weniger fett. Kirsche ist dabei, angenehm leichte Holznote. Der Hersteller schreibt "Geruch: leichte Röstaromen, Kakao, rote Früchte Geschmack: Sauerkirsche, deutliche noch junge Tannine" Bislang finde ich ihn deutlich angenehmer als den Ursprung, den ich nicht wirklich mit Genuss getrunken habe. Er war wirklich sehr alkoholisch (14%) und hatte eine sehr plumpe bappig-süßliche Frucht, ich fand ihn fast untrinkbar. Der 1838 eben dezenter, anständig trocken, mit 13% Alk deutlich ausgewogener, dennoch kräftig und dicht. Der sehr dezente Holzeinsatz, gerade das richtige Maß, trägt zur Harmonie bei. Ansonsten deutliche Säure, kann sein, dass er sich noch ein bisschen rundet. Mal sehen, wie er sich bis morgen macht. Ist jetzt kein großer Wein, würde man für den Preis aber auch nicht erwarten. Der Jungwinzer scheint aber sein Handwerk zu verstehen, von dem wird man sicher in Zukunft noch hören. Fazit, werd vielleicht noch ein paar Flaschen nachholen und das Gut mal im Auge behalten... LG, AmO |
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