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Château Léoville Poyferré 1990 versus 1995

Vom 02.10.2009 18:56 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,79/Tag)
Hochgeholt isser, aufgemacht isser, dekantiert inzwischen auch.
Kräftiges Depot, tiefdunkles Rot, kaum sichtbarer Altersrand, betörender Duft nach roten, reifen Früchten in der Nase. Schaum mer mal, jetzt gibt es erst mal das obligatorische Freitagsgläschen aus der Champagne, hab lange genug in der Küche gestanden.

Gruß, Grenache
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Vom 02.10.2009 19:41 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,39/Tag)
1995

Bereits gestern wurde er aus dem Weinkeller in den Vorkeller geholt und aufrecht hingestellt. Nun ist er ebenfalls hochgeholt, aufgemacht wurde er vor ungefähr einer Stunde, dekantiert isser ebenfalls seit gut 10 Minuten, jetzt muss er noch ein wenig warten.

Mittleres Depot, fast schwarzrote Farbe, Duft von süßen schwarzen Beeren

Wir vertreiben uns die Zeit mit weißem Italiener und einer susaschen Variation von Salade Nicoise (mit eingelegten Spargeln von els'chen).

Bildchen gibt's auch.

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It seemed the world was divided into good and bad people. The good ones slept better... while the bad ones seemed to enjoy the waking hours much more. (Woody Allen)
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Vom 02.10.2009 19:52 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,39/Tag)
ein ganz klein bisschen ins Glas gegeben, Herr susa glaubt, schon nach der ersten Nase Madame Cuvelier vor sich zu sehen Na!, ich rieche jetzt neben den Beeren auch Leder, leicht parfümiert, Rosen, Gaumen immens kräftig schwarze Beeren, Lakritz, Teer, kräftiges Tannin, elegant, Abgang etwas schwächelnd, kurz, das wird wohl der Grund für den Punktabzug bei Parker gewesen sein

erster Eindruck, mindestens noch 20 Jahre

aber der Wein soll jetzt erst noch eine Stunde in der Karaffe atmen, dann geht's weiter





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Vom 02.10.2009 20:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,79/Tag)
Zu absehbar großen Weinen soll das begleitende Essen ja nicht so üppig sein, man will sich ja auf den Wein konzentrieren. Klein, aber fein, ist hier die Devise. Filetsteak auf panierter, gebratener Selleriescheibe gab es eben zu besagten Wein. Das war eine perfekte Kombination.
Was soll ich sagen, solche Weine sind schwer zu beschreiben, sie vereinen alle Attribute eines großen Bordeaux. In der Nase schon betörend, rote Früchte, Süßholz, ebenfalls feiner Duft alter Rosensorten. Am Gaumen geschmeidig, keinerlei störende Tannine oder Säuren mehr, sehr langer Abgang. Nach dem Essen entwickelte er sich zu einem Wein, zu dem man nichts mehr braucht, einfach nur genießen. Er hat ein sehr feines Depot und trotz Dekantieren ist etwas mit in den Dekanter gerutscht, also warten, bis sich dieses absetzt.
Dann warten wir nochmal eine Stunde, weiterschnuppernd und probierend. Ein Bild habe ich in mein Profil eingestellt.

Gruß, Grenache
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Vom 02.10.2009 20:31 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,39/Tag)
ich stell das Bild mal für Dich ein

\"\"

bei uns wurde der Wein nach dem Essen ganz für sich alleine getrunken

der Rosenduft verwandelt sich nun in etwas Karamelliges, die Säure wird weicher, etwas Soya, am Gaumen harmonischer, der Wein wird insgesamt harmonischer und die Aromen verbinden sich


in Punkten würden wir wohl 92/100 geben



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Vom 02.10.2009 21:15 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,79/Tag)
Bestes timing Dank susa! Letzte Woche war es hier noch richtig warm, heute ist die 10°C Grenze schon tagsüber unterschritten, der erste Herbstwind braust und es knistert inzwischen im Kamin: Bordeauxzeit!
Obwohl ich an die Weinbeschreibungslyrik von susa nicht annähernd heranreiche, ähneln sich diese beiden Jahrgänge.
Der Wein ist inzwischen eine einzige Harmonie, geschmeidig, kein bisschen müde, Abgang und Nachhall wollen nicht enden.
Den legendären 1929 habe ich bis jetzt nie probieren können, stelle mir aber bildlich vor, daß der 1990 nicht viel schlechter sein kann.
An dieser Stelle sei einmal Parker zitiert:"Man kann im Bordelais jeden beliebigen Sachkenner nach dem Potential der Weinberglagen von Léoville-Poyferré fragen, man wird die einhellige Meinung hören, daß der Boden und die Möglichkeiten des Guts erlauben, einen der großartigsten Rotweine im Médoc zu produzieren."
Da freue ich mich schon mal auf eine der Magnums (die Kiste à 6 ist noch nicht geöffnet) aus diesem Jahrgang bei entsprechendem Publikum, dem gebe ich nochmal 19 Jahre oder mehr.

Gruß, Grenache
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Vom 02.10.2009 21:43 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,39/Tag)
Ja, ich finde den heutigen Tag auch optimal für einen Bordeaux. Wir haben heute die Heizperiode eingeläutet und kleine Kerzchen angezündet.

Ich denke auch, dass die beiden Weine sich sehr ähneln, der kurze Abgang beim 95er hat sich leider nicht verbessert, ansonsten wird das jetzt ein absolut klassicher St. Julien der kraftvolle mineralische und elegant florale Noten verbindet, die anfangs sehr dominante Kirscharoma ist inzwischen in den Hintergrund getreten.

Für jeden von uns beiden ist noch ein Glas in der Flasche und dann war's das.

Hat großen Spaß gemacht, aber die nächste Flasche mach ich frühestens in 5 Jahren auf.





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Vom 02.10.2009 22:00 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,79/Tag)
Kurz vor dem letzten Schluck dieser Flasche zeigt sich der Wein noch mit all seinen schönen Attributen, etwas Café und Tabac kommen hinzu, immer noch rund und elegant, ein fleischiger Wein.
Da sei am Rande noch eine kleine Episode erzählt: Am Ende eines Projektabschnitts in Shanghai wurde von chinesischer Seite zum Essen eingeladen und ich sollte die Weine ordern. Auf der Karte befand sich auch ein 1982 Château Léoville Poyferré für umgegechnet 460.-€., den ich als Wein zum Essen auswählte (Geld spielt in solchen Fällen eine untergeordnete Rolle, zumindest bei den Chinesen). Der Wein wurde serviert und schon ging es los: KanBei, das heißt leider nicht Prost, sondern Austrinken und die Gläser werden randvoll eingeschenkt. Beim Nachschenken wurde der Wein auf einmal unglaublich dünn, man hatte nur eine Flasche davon und es wurde mit Great Wall verlängert, ohne das anzukündigen, so sind die Chinesen, ist doch auch Rotwein. Seit dem habe ich eine gewisse Abneigung zu chinesischen Weinen und Léoville-Poyferré bleibt mir seit dem immer in Erinnerung.
Gleich gibt es den Käsegang und da bin ich mir unschlüssig, was es nach solch einer Granate sein soll. Wer hilft?
Zur obligatorischen Pflaumentorte als Dessert, natürlich ein Maury.

Gruß, Grenache
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Vom 02.10.2009 22:12 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,39/Tag)
oh my god, das ist ja noch schrecklicher als mein amerikanischer "Weinkenner" .

Wir sitzen inzwischen auch vor dem letzten Glas, der Wein hält den Status und macht weiterhin richtig Freude.

Der Wein nach der Granate ist natürlich nicht so einfach, ich würde eine Rieslingauslese wählen, keine Wuchtbrumme aber intensiv, ich hab da was von Max Ferdinand Richter, so was würde mir vorschweben.

Prost!



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Vom 02.10.2009 22:22 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,79/Tag)
Schöne Geschichte! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
Ich habe mich inzwischen für einen 1990 Clos des Papes entschieden, da mach ich nichts verkehrt und der Weinkeller merkt das an dieser Stelle nicht mal. Morgen ist vielleicht hängen im Schacht, macht aber nichts, 3. 10., Mondfest in China, das zweitwichtigste Fest, man schaut in den Vollmond und damit seiner Liebsten in die Augen. Dazu gibt es Mondkuchen, innerhalb dieses übergroßen, köstlichen Muffins darf man bloß nicht auf das in der Mitte enthaltene steinhart gekochte Gelbei treffen, dann verschluckt man sich.

Gruß, Grenache
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Vom 02.10.2009 22:36 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,39/Tag)
Hier noch ein Foto der Lage der Rebflächen bei LP, habe ich mal anlässlich eines Châteaubesuches geschossen, da haben wir übrigens eine Fassprobe des 2003er bekommen, der war absolut monolithisch

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Vom 02.10.2009 22:42 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,79/Tag)
1990 gehört ja wohl gleichsam im Bordelais wie auch an der Rhône zu Spitzenjahrgängen und oft wird großen Weinen von Chateauneuf du Pape nachgesagt, daß sie sich im Alter Weinen aus dem Bordeaux angleichen. Diesen Vergleich wollte ich an dieser Stelle mal haben. Der Wein ist zwar noch recht kellerkalt, da eben erst hochgeholt aber er ist ganz anders und erreicht ganz sicher nicht die Komplexität und Fruchfülle des vorangegangenen Léoville-Poyferré. Zum Käse (Banon, Le Carré des Remparts, Boisance, Cantal) passt er jedenfalls ausgezeichnet.

Gruß, Grenache
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Vom 02.10.2009 22:48 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,79/Tag)
Mit Weinlagenkarten und Atlanten hab ich es auch, ich könnte damit tapezieren., das weckt Erinnerungen, wo man sofort wieder losfahren könnte Lachen

Gruß, Grenache
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Vom 02.10.2009 23:01 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,79/Tag)
Na ja, inzwischen hat der 1990 Clos des Papes seine Trinktemperatur erreicht (nicht dekantiert). Das ist zwar was ganz anderes als ein 1990 Bordeaux mit seiner Fruchtfülle, kaum vergleichbar, jedenfalls ebensolch eine Granate (Bugatti oder Lamborghini), die man buchstabieren muß. Auch ein Wein mit einer unglaublichen Fruchtfülle, den ich aber niemals annähernd in Richtung Bordeaux einordnen würde, das riecht man schon beim Öffnen der Flasche. leichter Braunton im Glas, Altersrand deutlich sichtbar. Runder, feiner Wein, der zum Weitertrinken einlädt, inzwischen zu Käse perfekt, früher zu Wild.

Gruß, Grenache
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Vom 02.10.2009 23:45 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,79/Tag)
Zu guter letzt, der Maury blieb zu. Eine unglaubliche Kombination ist aber ein alter Ch9dP in Kombination mit einer Pflaumentorte, besonders wenn es sich um einen 1990 Clos des Papes handelt. Ich habe mich immer gewundert, wenn sich Paul Avril einen alten Clos des Papes in seine Erdbeeren als Dessert goß und er meinte, das solle ich mal probieren. Inzwischen bin ich seiner Meinung.

Gruß, Grenache
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Vom 03.10.2009 02:22 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,79/Tag)
Der Abend war noch lange nicht zu Ende, sonst heißt es immer, ich muß noch fahren, meine Kinder warten, Morgen ist Sport angesagt, die Familie ruft etc. Heute keine Spur davon, alle erwarten nach all den Weinen und Kleinigkeiten einen Café mit Digestiv und dann wird es rund um den Kamin erst richtig gemütlich. Den gab es als 1992 Marc de Bourgogne, Domaine Amiot-Servelle. Manche mögen dazu natürlich auch was zum paffen. Eine Romeo y Julieta Shakespeare für die Ladys, oder eine Palmas Reales für die Herren oder eher eine Cohiba Esplendidos, die Gasprom-Gerhard in Shanghai verschmäht hat (Bild im Profil), da vorzeitige Abreise. Ein brennender Kamin hat den Vorteil, daß alle Rauchschwaden durch den Zug verschwinden und am nächsten Tag nichts mehr zu riechen ist.
Digestiv macht wieder Durst für die Straße, deshalb als Absacker was frisches, auch ein 1990:
Maximin Grünhäuser Herrenberg Auslese 92, hat allen noch Spaß gemacht. Jetzt ist das Haus leer, Gott sei's getrommelt und gepfiffen.
Morgen ist schon heute und da ist wohl Antritt beim Nachbarn, der hat nur Bordeaux, da wo meine aufhören, schaun mer mal, das werd ich dann berichten.
Nach solch einem Gelage brauche ich noch einige Zeit und höre mir Guzheng an, entspannende chinesische Harfe,
TaiChi erinnernd.

Gut's Nächtle
Gruß, Grenache
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Vom 03.10.2009 12:50 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

ArschmitOhren Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2008
569 Beiträge (ø0,46/Tag)
Sorry, wenn ich euer tête-à-tête störe, und dazu noch mit dem falschen Wein.
Aber immerhin dreht es sich auch um Bordeaux, mit dem ich mich nun ziemlich wenig auskenne.
Gestern hatte ich im Rahmen einer Weinprobe Gelegenheit, einen Bordeaux zu probieren. Sonst habe ich bei diesen Events schon öfter preisgünstigere Varianten probieren können, die mich nicht gerade angesprochen haben. Auch wenn die für Bordaux noch nicht alt waren (2000, 2001) schmeckten die oft irgendwie abgehangen.
Der gestern allerdings machte richtig Spaß, ist auch durchaus etwas ambitionierter bepreist.
Es war ein

2003 Château Gruaud Larose
Saint Julien
42€

Etwa 56 (?)% Cab Sauv, Rest Merlot, ein bisschen Petit Verdot und 2% Malbec.
1/3 in neuen Barriques

War das Babymord? Ich fand den schon sehr trinkbar, schon fast süffig. Die Tannine keinesfalls hart. Das Holz schmeckbar aber nicht aufdringlich. Fruchtig, eine leicht blutige Note (Eisen?).
Blindverkostet hätte ich ihn vielleicht bei Argentinien oder so eingeordnet.
Also ich fand ihn durchaus gelungen, aber 42€ würde ich nicht unbedingt dafür ausgeben.
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Vom 03.10.2009 13:11 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,39/Tag)
42€ find ich aber auch ziemlich gewaltig für einen Gruaud Larose und dass Du ihn eventuell nach Argentinien gesteckt hättest, liegt wohl am Jahrgang, viele 2003er haben sich in diesem heißen jahr nicht sehr typisch entwicjkelt, so dass die klassiche Bordeaux-Eleganz fehlt. Auch empfehlen einige Fachleute, die 2003er nicht zu lange liegen zu lassen.

Insofern - passt scho Na!



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Vom 04.10.2009 23:18 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Uwe_Bende Kartoffelschäler


Mitglied seit 09.01.2008
69 Beiträge (ø0,05/Tag)
Es stimmt das alte Weine aus Bordeaux, Burgund und von der Rhone sich irgendwann geschmaklich annähern. 1990 allerdings ist kein Alter für die einen wie die anderen. LP 1990 habe ich lange nicht im Glas gehabt, daher kann ich dazu auch nicht viel sagen, 1990 Clos des Papes hingegen habe ich sehr häufig probieren dürfen (soeben übrigens eine Probe der unglaublich und überraschend guten 2008er Fässer mit Vincent Avril am Freitag in Chateauneuf gehabt) udn der ist einfach noch ein baby, ein Weinbaby wie es nur wenige an der Rhone gibt. Sei froh wenn Du davon noch den keller voll hats, der Wein braucht noch mindestens 10 udn mehr Jahr um seine erste Trinkphase zu erreichen. Jetzt ist er noch weild und ungestüm udn deutet nur dezent an was er einestages zeigen wird. Auch weil er der letzte der "echtenQ" Clos des Papes ist. noch mit Stumpf udn Stiel vergoren, mit extrahierten Tanninen nicht nur aus Schalen und Kernen sondern auch aus den Rappen. Klasssich gross und von althergebrachter Größe. Ähnlich gross wie 1929, 1945 oder 1949 Clos des Papes dürfte sich der 1990er ion 15 und mehr jahren präsentieren.

Jedem der davon was übrig behält wird grosses im Glas erwarten können.

A la votre

mit einem 2006er Ch9 Vieille Julienne, wo ich Freitag auch noch die Freude hatte grosse Weine probieren zu dürfen
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Vom 05.10.2009 01:02 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,79/Tag)
@uwe_bende,
da hattest du vom Text her schon ein Glas zuviel und einiges durcheinandergebracht. Nichts desto Trotz, der 1990 ist ein grandioser Wein von Clos des Pape. Vincent sagte mal, daß er in 10 Jahren seinen Höhepunkt erreichen würde und da stimme ich ihm zu. Die mit richtigen Alterstönen belastete Weine von der Rhône finde ich inzwischen nicht mehr so meine Geschmacksrichtung, das ist Geschmack Richtung Friedhof. Ein 2007 oder vielleicht ein 2005 Clos des Papes ist mir inzwischen lieber als ein 1990, auch wenn der höher gehandelt wird. Habe gerade mal in meiner Bestandsliste geschaut für 1990: 105Fl / 5 Mg, durchgängig ab 1986 ca. 1200Fl.

Gruß, Grenache
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