neues Thema  Thema drucken  Thema als PDF  Als Favorit speichern  Benachrichtigung aktivieren

Na gut, dann ist jetzt halt Herbst!

Vom 02.09.2009 10:33 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
Und im Herbst gibts neben neuem Wein und den Vorjahres-Großen Gewächsen auch immer das ein oder andere Fest. Aktuell ein klitzekleines Weindorf ("Wein & Genuss") in Mannheim.

Na dann wollen wir mal:

Gestern also eine Präsentation der 2008er Rieslinge, die eine bekannte deutsche (pfälzer!) Weinzeitschrift bei einer großen Blindprobe im Mai zu den Jahrgangsbesten gekürt hat. Ohne viel über das (sehr angenehme) Drumrum zu erzählen:

- "Sonderpreis Lebensmitteleinzelhandel" ist der Kendermann Riesling Kalkstein (4,99 €). Joo, kann man trinken. Muss man aber net Sicher nicht! .

- Der Literriesling des Jahres kommt von Porzelt aus Klingenmünster: Sehr intensive frisch-fruchtige Nase (steckt schon hier den Reh-Kendermann locker in die Tasche), am Gaumen klar, zitronig-apfelig-frisch, knackige Säure - wirklich ein phantastischer Liter (3,90 €); gibt eine perfekte Schorle!

- "best buy": Hochheimer Hölle Kabinett von Basion aus Hochheim: Mal zur Abwechslung kein Pfälzer - auch mal schön! Deutlich würziger als der Durchschnittspfälzer, eine Spur Schwefel in der Nase, Kräuter, Mineral. Am Gaumen schön saftig, etwas Exotik - viel Trinkspaß für 5 Euro!

- Gleisweiler Hölle Kabinett tr. von Theo Minges - der musste noch dazwischen; typischer Südpfälzer, klasklar und spritzig trocken, sehr guter Kabinett mit 11,5 Umdrehungen für 6,80 €.

- Die Riesling-Entdeckung des Jahres soll der trockene Riesling von Anette Closheim aus Langenlonsheim (Nahe, 9,50 €) sein. Leider konnte ich die versprochene würzig-mineralische, exotisch-fruchtige Art nur erahnen, für mich hatte der Wein ein kleines Wasserloch in der Mitte - vielleicht lags an mir, vielleicht an der Flasche... naja.

- der Verkostungssieger ist die trockene Bürgergarten Spätlese von Müller-Catoir aus Neustadt-Haardt (16 €); wieder mal ein Parade-Riesling, etwas geschliffener vielleicht als der 2007er, richtig klasse Wein! Als ich mir nochmal nachschenken wollte, war plötzlich alles leer...


Außer Konkurrenz probiert habe ich noch (unter anderem YES MAN ) zwei Weine von Johner, der neben dem Betrieb am Kaiserstuhl auch in Neuseeland ein paar Hektar aufgetrieben hat... Sehr empfehlenswert ist der 2007 Pinot Noir, Johner Estate, Neuseeland: In der Nase fast nicht als Pinot zu erkennen. Sehr viel rote und schwarze Beerenfrucht, reife Kirsche - hat mich daher zuerst an Merlot oder so erinnert. Auch die Farbe ist eher die eines 'richtigen' Rotweins. Am Gaumen dann eher Pinot Noir-typisch, würzig-elegant und mineralisch, dabei sehr saftig und voll. Macht ausgesprochen viel Spaß (~18 €).

Der 2008 Sauvignon blanc vom selben Weingut zeigt zwar viel reife (exotische) Frucht und enorm viel Saft, für mich aber eine Spur zuviel Restsüße. Das macht den SB aber sicher zu einem passenden Begleiter zu exotisch-scharfen Gerichten. Nicht meiner.

Kurz berichten kann ich auch noch, dass der Deidesheimer Mäushöhle Riesling Kabinett halbtrocken von Deinhard / v.Winning mächtig trinkig ( Achtung / Wichtig ) ist (zur Käseplatte musste nach den ganzen trockenen Rieslingen was "untrockenes" ins Glas...), sehr gut!
Die trockene Forster Ungeheuer Spätlese muss ich vielleicht nochmal nachverkosten. Als die Jungs ihre diversen Kellerschätze hinterm Tresen vorholten (diverse 2002er GGs von B-J, 1988 Trimbach Riesling etc.) ging der 2008er irgendwie unter Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen ...

Insgesamt eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung!

Viele Grüße
Monti
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 02.09.2009 11:25 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gerwolf Chefkoch


Mitglied seit 11.10.2006
4.255 Beiträge (ø2,07/Tag)
Monti, danke für Deine Notizen. Hat der Johner nicht auch noch Reben in Portugal?
Grüße
Gerwolf ...
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 03.09.2009 02:08 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

mkbonito Suppenkoch


Mitglied seit 16.11.2003
837 Beiträge (ø0,27/Tag)
In Portugal macht Philippi mit Breuer und Näkel eine Sache. Das Weingut Johner passt nach wie vor nicht in derlei Konstellationen.
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 03.09.2009 09:50 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
Ich weiß auch nichts von einem Weingut in Portugal - aber das will soo viel nicht heißen Na! ...

Was da aus Neuseeland kommt, ist allerdings aller Ehren wert. Könnte mich fast dazu bewegen, mal was von den Kaiserstühler Sachen zu probieren.
Aber herrjee, wo soll das alles zwischengelagert werden und wann soll ich das alles trinken na dann... ???


War sonst eigentlich niemand bei Wein + Genuss? Bin ich wirklích der einzige Mannemer im großen CK?


Viele einsame Grüße zum Heulen
Monti
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 04.09.2009 12:00 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
Offensichtlich wirds nun wirklich Herbst. Oder wie ist sonst der Umstand zu erklären, dass ich ständig kalte Füße habe? Schätze, die Flip-Flops müssen zwecks Winterschlaf wieder in eine Kiste zurück Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen ...

Da helfen nur die dicken Wollsocken und ein anständiger Rotwein.

2006 Acústic, Bodegas Acústic (Albert Jané), Montsant, 55% Samsó (Carinena), 45% Garnacha von bis zu 65jährigen Rebstöcken, 10 Monate Allier-Eiche, 14% vol., ~14 Euro.

Die letzte Flasche hatte ich vor über einem Jahr. Damals hat mich der Wein nicht sonderlich begeistert, er war noch sehr zurückhaltend und hart, fast vernagelt. Und jetzt kommt er! Es zeigt sich einmal mehr, dass Geduld sich auszahlt.

Klares, funkelndes Rubinrot. Der Duft offen; reife Pflaumen, rote und schwarze Beeren, feine Holznoten und (Montsant halt:) traubig-balsamisch. Auch am Gaumen viel runder, voller und geschmeidiger als vor gut einem Jahr. Typische Montsant-Würzigkeit, Pflaume, zerkaute Traubenschalen. Gutes Volumen, schmelzig, schöne Länge.

Viele Grüße
Monti
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden

Vom 04.09.2009 18:12 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Chillieschoko Küchenjunge


Mitglied seit 05.10.2008
186 Beiträge (ø0,14/Tag)
danke für deine Rieslingnotizen .....

und auch für deinen wärmenden Roten ...
aber...zerkaute Traubenschalen Sicher nicht! ne ne ...was Weintrinker sich so alles zumuten Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
bewundernswert....

liebe Grüsse Chillie
  Diesen Beitrag / einen Verstoß melden


Antwort schreiben

Um selbst an den Diskussionen teilnehmen zu können müssen Sie sich bei Chefkoch.de registrieren. Wenn Sie schon registriert sind, so müssen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort anmelden.

Weitere interessante Informationen auf den Chefkoch.de Partnerseiten: