Na gut, dann ist jetzt halt Herbst!
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
Na dann wollen wir mal: Gestern also eine Präsentation der 2008er Rieslinge, die eine bekannte deutsche (pfälzer!) Weinzeitschrift bei einer großen Blindprobe im Mai zu den Jahrgangsbesten gekürt hat. Ohne viel über das (sehr angenehme) Drumrum zu erzählen: - "Sonderpreis Lebensmitteleinzelhandel" ist der Kendermann Riesling Kalkstein (4,99 €). Joo, kann man trinken. Muss man aber net - Der Literriesling des Jahres kommt von Porzelt aus Klingenmünster: Sehr intensive frisch-fruchtige Nase (steckt schon hier den Reh-Kendermann locker in die Tasche), am Gaumen klar, zitronig-apfelig-frisch, knackige Säure - wirklich ein phantastischer Liter (3,90 €); gibt eine perfekte Schorle! - "best buy": Hochheimer Hölle Kabinett von Basion aus Hochheim: Mal zur Abwechslung kein Pfälzer - auch mal schön! Deutlich würziger als der Durchschnittspfälzer, eine Spur Schwefel in der Nase, Kräuter, Mineral. Am Gaumen schön saftig, etwas Exotik - viel Trinkspaß für 5 Euro! - Gleisweiler Hölle Kabinett tr. von Theo Minges - der musste noch dazwischen; typischer Südpfälzer, klasklar und spritzig trocken, sehr guter Kabinett mit 11,5 Umdrehungen für 6,80 €. - Die Riesling-Entdeckung des Jahres soll der trockene Riesling von Anette Closheim aus Langenlonsheim (Nahe, 9,50 €) sein. Leider konnte ich die versprochene würzig-mineralische, exotisch-fruchtige Art nur erahnen, für mich hatte der Wein ein kleines Wasserloch in der Mitte - vielleicht lags an mir, vielleicht an der Flasche... naja. - der Verkostungssieger ist die trockene Bürgergarten Spätlese von Müller-Catoir aus Neustadt-Haardt (16 €); wieder mal ein Parade-Riesling, etwas geschliffener vielleicht als der 2007er, richtig klasse Wein! Als ich mir nochmal nachschenken wollte, war plötzlich alles leer... Außer Konkurrenz probiert habe ich noch (unter anderem Der 2008 Sauvignon blanc vom selben Weingut zeigt zwar viel reife (exotische) Frucht und enorm viel Saft, für mich aber eine Spur zuviel Restsüße. Das macht den SB aber sicher zu einem passenden Begleiter zu exotisch-scharfen Gerichten. Nicht meiner. Kurz berichten kann ich auch noch, dass der Deidesheimer Mäushöhle Riesling Kabinett halbtrocken von Deinhard / v.Winning mächtig trinkig ( Die trockene Forster Ungeheuer Spätlese muss ich vielleicht nochmal nachverkosten. Als die Jungs ihre diversen Kellerschätze hinterm Tresen vorholten (diverse 2002er GGs von B-J, 1988 Trimbach Riesling etc.) ging der 2008er irgendwie unter Insgesamt eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung! Viele Grüße Monti |
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![]() Mitglied seit 11.10.2006 |
Monti, danke für Deine Notizen. Hat der Johner nicht auch noch Reben in Portugal?
Grüße Gerwolf |
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![]() Mitglied seit 16.11.2003 |
In Portugal macht Philippi mit Breuer und Näkel eine Sache. Das Weingut Johner passt nach wie vor nicht in derlei Konstellationen.
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
Ich weiß auch nichts von einem Weingut in Portugal - aber das will soo viel nicht heißen
Was da aus Neuseeland kommt, ist allerdings aller Ehren wert. Könnte mich fast dazu bewegen, mal was von den Kaiserstühler Sachen zu probieren. Aber herrjee, wo soll das alles zwischengelagert werden und wann soll ich das alles trinken War sonst eigentlich niemand bei Wein + Genuss? Bin ich wirklích der einzige Mannemer im großen CK? Viele einsame Grüße Monti |
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
Offensichtlich wirds nun wirklich Herbst. Oder wie ist sonst der Umstand zu erklären, dass ich ständig kalte Füße habe? Schätze, die Flip-Flops müssen zwecks Winterschlaf wieder in eine Kiste zurück
Da helfen nur die dicken Wollsocken und ein anständiger Rotwein. 2006 Acústic, Bodegas Acústic (Albert Jané), Montsant, 55% Samsó (Carinena), 45% Garnacha von bis zu 65jährigen Rebstöcken, 10 Monate Allier-Eiche, 14% vol., ~14 Euro. Die letzte Flasche hatte ich vor über einem Jahr. Damals hat mich der Wein nicht sonderlich begeistert, er war noch sehr zurückhaltend und hart, fast vernagelt. Und jetzt kommt er! Es zeigt sich einmal mehr, dass Geduld sich auszahlt. Klares, funkelndes Rubinrot. Der Duft offen; reife Pflaumen, rote und schwarze Beeren, feine Holznoten und (Montsant halt:) traubig-balsamisch. Auch am Gaumen viel runder, voller und geschmeidiger als vor gut einem Jahr. Typische Montsant-Würzigkeit, Pflaume, zerkaute Traubenschalen. Gutes Volumen, schmelzig, schöne Länge. Viele Grüße Monti |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
danke für deine Rieslingnotizen .....
und auch für deinen wärmenden Roten ... aber...zerkaute Traubenschalen bewundernswert.... liebe Grüsse Chillie |
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