best value
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
komme gerade von einer kleinen Weinprobe beim lokalen Händler - Thema "best value Weine - unter 10€). Es war extrem voll, war spät dran und überhaupt. Habe nicht alles durchprobiert. Meine highlights waren Stump Jump 2006 von d'Arenberg (Australien). Ich habe erst bei einer Begleitung blind dran genippt und spontan Südfrankreich gesagt. Es ist ein Rhône-Blend für gute 8€. Wirklich nicht schlecht. 2006 Terras do Pó - Casa Ermelinda Freitas Terras do Sado - Portugal für nicht mal 7 Euro war wirklich interessant, würzig heidelbeerig...Werd ich bei Gelegenheit ne Flasche mitnehmen. Ansonsten fand ich den St Laurent vom Benderhof (8€) noch recht gut und einen 2005 Chianti Classico Rocca delle Macie (9€). Krönender Abschluss waren zwei Riesling-Auslesen aus der Pfalz, eine trockene (die hätte ich eigentlich vorher trinken müssen) und eine edelsüße: 2007 Deidesheimer Grainhübel Riesling Auslese trocken Weingut Jul. Ferd. Kimich (10€) 2005 Essinger Sonnenberg Riesling Auslese Weingut Winfried Frey u. Söhne (9€/0,5 l) Ersterer wirklich nicht zu verachten, ein dichter, stoffiger Wein, letzterer... sicher ein sehr guter Wein, bin wohl ein Banause, was Edelsüße angeht. Bortrytis, Honig, Melone (sagt der Maestro), ich sage Eisbonbon. Whatever. Zum Parmaschinken kann ich mir den sehr gut vorstellen... Habe festgestellt, dass die "gereifteren" Expemplare (ein Bordeaux und ein Rioja) mir nicht so liegen, die Alters-Säure und Sherry-töne muss ich nicht unbedingt haben. Vielleicht kann man in der Preisklasse da auch nicht allzu viel erwarten. Oder mir liegt halt die ruppige Jugend, weiß nicht. Wenn ich mich mit fester Nahrung gestärkt habe, wird jedenfalls gleich endlich mein erster Ösi aufgemacht, der Zweigelt von Igler. Prost! |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
Hallo AmO,
von dem Freitas hatte ich mal 2 frühere Jahrgänge, und die boten auch viel Wein für ziemlich wenig Geld. Das Weingut war damals im Programm eines saarländischen Händlers, der sich zuerst auf Franzosen spezialisiert hatte, dann in Sachen Portugal ziemlich aktiv wurde - und inzwischen schon länger pleite ist. Mit ihm habe ich leider auch die Freitas-Weine aus den Augen verloren. Frey in Essingen ist absoluter Süßweinspezialist. Bei ihm habe ich mir mal einen Sixpack von einer 02er Ortega-TBA bestellt, die im GM immerhin 91 Punkte bekommen hatte und für 12 Euro in der halben Flasche zu bekommen war. Den Wein fand ich dann aber gemessen an der Bewertung doch etwas enttäuschend - er war zunächst mal süß, dann wieder süß und irgendwann ganz weit hinten fanden sich auch noch ein paar andere Aromen. Richtig gute Edelsüße müssen für meinen Geschmack schon etwas differenzierter auftreten. Aber ich kenne von Frey wirklich nur diesen einen Wein - insofern habe ich kein näheres Urteil über das Weingut. Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
... der Zweigelt.... (classic, 2006 von Hans Igler)...
Hatte auf Holzeinsatz getippt, laut Beschreibung des Weinguts ist der im großen Holzfass ausgebaut. Struktur hat er schon (wusste gar nicht, dass Zweigelt auch Tannin haben kann, ok, so viel isses auch nicht, fein), auch präsente Säure. Wird besser an der Luft. Wirkt trotz 13% ein wenig alkoholisch. Insgesamt nicht schlecht, aber scheint mir auch nicht so fürchterlich individuell, vielleicht werde ich einfach kein großer Zweigelt-Liebhaber. |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Hi Marigaux,
Von dem Freitas werd ich bei Gelegenheit mal ne Flasche mitnehmen, hatte heute nur keine Transportmöglichkeit... Er könnte ein kleines bisschen mehr "Biss" haben, aber am Gaumen ist der toll. Vom Stump jump evt. auch, wobei mir da schon wieder "einfache" Südfranzosen einfallen, die mind. genauso viel Spaß machen und auch nicht mehr kosten (eher weniger) und nicht um die Welt schippern... Ach, fast vergessen... ... am Wein des Monats habe ich auch mal kurz genippt, wieder ein patagonischer Roter (2008 Flagtree red blend - 70% Merlot, 15% Malbec und 15% Cabernet). Erstaunlich, dass Patagonien sich zur Weingegend zu entwickeln scheint. Wirklich nett für 5€, würzig, süffig, nicht marmeladig. |
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![]() Mitglied seit 12.03.2005 |
...bei den Patagoniern kann ich absolut nicht mitreden - meinen letzten Überseewein habe ich vor einigen Jahren gekauft (halt, stimmt nicht - eine Einzelflasche kalifornischer Pinot von Au Bon Climat kam mir 2008 ins Haus).
Und bei den Portugiesen bin ich auch weit davon entfernt, mich einigermaßen auszukennen. Aber generell ist Portugal mit seinen etlichen autochthonen Sorten für mich ein spannendes und hier bei uns chronisch unterschätztes Weinland, mit dem ich mich gerne mehr beschäftigen würde, wenn nicht..... Viele Grüße Marigaux |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Stimmt, Portugal ist da recht traditionalistisch geprägt, authentisch, vielfältig etc. und ein ziemlich gutes PLV noch dazu. Interessantes Weinland!
Aber man muss halt Prioritäten setzen (bin eher noch in der Orientierungsphase - wird sie jemals enden?), was einen ja nicht hindern muss, ab und zu über den Tellerrand zu schaun. |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
PS: Der Zweigelt hat mir am 3. Tage direkt am besten gefallen, trotz zu kühler Temperatur (oder deswegen?). Die Säure hat nicht mehr so genervt.
Fand ihn letztendlich doch ganz nett, aber ich würde mir davon jetzt keine Kiste kaufen, sagen wir mal so... |
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
"trotz zu kühler Temperatur"
AmO, das bringt mich zu einem Punkt, der mir in letzter Zeit immer häufiger aufstößt: die richtige Temperatut für Rotweine Selbst in der Top-Gastronomie bekommt man gerne mal Rotweine mit weit über 20°C eingeschenkt. Und wenn Klein-Montsant dann darum bittet, die Karaffe mal kurz in den Eiskübel zu stecken, wird er schräg angeschaut... Ich habe (für mich) die Beobachtung gemacht, dass ich lieber mit eher zu niedrigen Temperaturen anfange, um dann bei 16-18°C das Optimum zu haben. Viele Restaurants und Freunde meinen immer noch, Rotweine wären mit Raumtemperatur (!) perfekt Viele Grüße Monti |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Das erinnert mich an die üble Erfahrung beim Italiener, Sommer, mind. 25°C Raumtemperatur und Weintemperatur. Bäh.
Wenn ich jetzt winters einen Roten aus dem Regal hole (Raumtemperatur 19-20°C) packe ich ihn einen Augenblick in den Kühlschrank oder auf den Balkon vorher, bin da ganz bei dir Nur der Zweigelt kam jetzt recht frisch aus dem Kühlschrank... |
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
Lieber zu frisch aus dem Kühlschrank, als p**swarm ausm Regal!
Ich bin - ich gebs zu - missionierender Rotweinkühler (für irgendwas muss mein Weinthermometer ja gut sein |
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![]() Mitglied seit 17.01.2008 |
Ihr müßt die Kellner einmal darauf aufmerksam machen, dass oft eine empfohlene Trinktemperatur auf der Flasche steht, die in der Regel nicht über 18° liegt.
Und dann müßt ihr ihm sagen, er möge sich vorstellen, an einem heißen Sommertag in 18° kaltes Wasser zu springen. Jeder weiss, dass einem dann fast das Herz stehen bleibt und kann sich im folgenden besser vorstellen, wie die Temperatur eines Rotweins sein muss. Viele Grüße Crinolinette (heute geschwätzig) |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Luschtig war's doch auf der Rotweinwanderung, gell Monti?
Da wurde der Rotwein im Wasserbad auf p...warme Temperatur gebracht. Nach einem kurzen Marsch durch den Weinberg war die Temperatur dann richtig und bald darauf schon zu kalt. |
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![]() Mitglied seit 19.02.2006 |
(Montsant, heute noch geschwätziger):
Du glaubst nicht, wie oft einem in (vermeintlich) gehobener Gastronomie Rotweine mit "Zimmertemperatur" eingeschenkt werden! Ganz verstärkt habe ich das in den letzen Jahren in richtig guten Hotels erlebt ("richtig gut" erwähne ich deshalb, weil darunter erwarte ich nicht viel!). Tolle Riojas, schön gereift, werden einem mit >>20°C um die Ohren gehauen! Das schmeckt nur noch nach Vanille und Kirschsaft - und Alkohol.... schrecklich! Und - wie gesagt - die Kellner haben in den meisten Fällen keine Ahnung; ich schätze, man lernt immer noch "Rotwein: Zimmertemperatur" Grüße Monti |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
"ich habe (für mich) die Beobachtung gemacht, dass ich lieber mit eher zu niedrigen Temperaturen anfange, um dann bei 16-18°C das Optimum zu haben. Viele Restaurants und Freunde meinen immer noch, Rotweine wären mit Raumtemperatur (!) perfekt ... und legen noch nen Holzscheit im Kamin nach"
- da finde ich mich ganz und gar wieder, Monti - und dann noch das hier : "missionierender Rotweinkühler" Mit Kellnern, die von Wein und Trinktemperaturen keine Ahnung haben - und leider sind das viel zu viele, auch in "gehobenen" und guten Restaurants - das Rotwein-Vorurteil ist einfach unausrottbar Oft bekomme ich auch eine Flasche aus dem kühleren Keller geholt und wenn es mal gar nicht "machbar" ist, dann bedanke ich mich und steige lieber gleich auf Weiß oder Rosé um... (in ähnlicher Weise habe ich das Dilemma an den fränkischen Wursttheken gelöst, wo die Wurst in dicken Prügeln geschnitten wird und wenn ich früher gesagt habe "ich möchte die Wurst oder den Schinken dünn geschnitten" gingen die Diskussionen los: "Ja, wie dünn hätten Sie's denn gern Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Mondgedicht: . . , - Fertig ist das Mondgedicht - Robert Gernhardt |
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![]() Mitglied seit 27.06.2007 |
Hallo Frankophil,
das haben wir auch schon versucht und den Kellner gebeten, uns den Rotwein kühl zu stellen; wir wurden wie Schwachsinnige angeschaut und nachdem man den Wein für geschätzte 5 Minuten kühl gestellt hatte, bekamen wir ihn wieder mit dem Hinweis "Rotwein trinkt man bei Zimmertemperatur" !!! Seitdem trinken wir auswärts endgültig nur noch Weisswein.... Viele Grüsse Jean P.S. War übrigens nicht irgendeine "Kaschemme", sondern ein im Gault-Millau befindliches Restaurant.... |
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![]() Mitglied seit 25.03.2006 |
Hallo Jean,
ich würde noch nicht so schnell aufgeben, je öfter du das machst, um so besser geht es .... - meine persönliche Erfahrung. Wenn mir jemand dumm kommt mit so einem Argument, wie "man" das macht, sag ich nur noch: "Ich muss den Wein trinken und mir muss er schmecken, oder?" Ansonsten glaub ich dir das gerne, dass auch eine Nennung im Gault-Millau nicht schützt vor Dummheit... Grüße von frankophil -------------------------------------------------------------------- Der Mensch will eigentlich nichts als Musik und Liebe. Später kommen Zigarren, gutes Essen und manchmal das Heimweh nach allem hinzu.- Arnold Stadler |
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![]() Mitglied seit 05.10.2008 |
Das ist ja die Härte. Also ich habe bis jetzt noch nichts beanstandet, trinke aber auch nicht so häufig auswärtig Wein. Höchstens mal in meiner Stammkneipe, da ist es ganz ok, und man kann den Wein sogar trinken.
Bei dem pi-warmen Italiener letzten Sommer hätte ich es mal machen wollen, aber der arme Kellner war ob unserer großen Gruppe so am rotieren, dass ich ein Einsehen hatte und darauf verzichtet habe. Aber sich als Gast vom Kellner (der auch noch keine Ahnung von Wein hat) derart herablassend belehren lassen zu müssen, finde ich wirklich krass. Service-Wüste... Der Kunde ist König, und wenn ich warmes Bier mit Himbeeren will, das kann denen doch egal sein! |
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