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Wie kann man seine Geschmacksnerven für Wein schulen?

Vom 05.11.2008 23:01 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

timmatver  Kaltmamsell


Mitglied seit 14.01.2004
122 Beiträge (ø0,04/Tag)
Hallo,

ich trinke sehr gerne Wein und habe mich seit einem längeren Besuch im Rheingau vor einem halben Jahr auch versucht etwas näher mit dem gesamten Thema Wein zu beschäftigen. Ich habe nur ein "Problem": Wenn ich manchmal lese, was Weinkenner alles schmecken, wenn sie einen Wein trinken, dann kann ich das überhaupt nicht nachvollziehen.
Wenn ich etwas esse oder koche, dann habe ich einen sehr feinen Geschmack und kann sehr detailiiert meinen Geschmack beschreiben. Leider fehlt mir das beim Wein.

Beispiel: Ich trinke gerade einen 2001er Rioja, Montelciego, Gran Reserva, 13 % vol. Das einzige, was ich schmecke: trocken, für meinen Geschmack zu viel Säure und recht leicht und wenig kraftvoll. Ich schmecke aber die ganzen Geschmäcker, die wahrscheinlich ein Weinkenner schmecken würde nicht.

gibt es möglichkeiten, wie man sowas schulen kann? Oder spezielle Methoden?

Danke

Tim
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Vom 05.11.2008 23:07 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

JordiTin  Sternekoch


Mitglied seit 06.06.2002
19.390 Beiträge (ø5,32/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo Tim,

Weinfreunde finden, Verkostungen besuchen, Proben besuchen, alles nicht alleine, sondern mit Mitstreitern, mit denen man sich austauschen kann.

aus welcher Ecke kommst Du denn?

Gruß

Tin

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"Das ist kein Umweg. Das ist nur eine andere Art zu fahren."
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Vom 05.11.2008 23:30 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

timmatver  Kaltmamsell


Mitglied seit 14.01.2004
122 Beiträge (ø0,04/Tag)
Ich komme aus dem Ruhrgebiet und ziehe bald nach Düsseldorf
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Vom 05.11.2008 23:31 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

JordiTin  Sternekoch


Mitglied seit 06.06.2002
19.390 Beiträge (ø5,32/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Da gibt es eine GROSSE und NETTE Freakszene ...

Gruß

Tin

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Vom 06.11.2008 00:24 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

timmatver  Kaltmamsell


Mitglied seit 14.01.2004
122 Beiträge (ø0,04/Tag)
Ok, danke.

Also mein Aufruf an alle Weinkenner aus Düsseldorf: Meldet euch Na!
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Vom 06.11.2008 08:10 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
soll ich Dich jetzt zu den CK-Treffen verschieben ? Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

ja ums Üben Üben Üben kommst Du nicht herum

Folgendes ist ganz hilfreich. Schau hin und wieder mal in eine Fachzeitschrift und lies Dir dort Verkostungsnotizen durch. Dann besorge Dir einige genau dieser dort besprochenen Weine, so Dich die Beschreibung anspricht, und versuche sozusagen nach Vorlage Dich heranzuschmecken.

Kannst Du ja auch z.B. mit dem WdT hier machen, und dann hier im Forum nachfragen.

Und dann haben wir früher mal das "Aromenspiel" gespielt, die große Aromenorgel für über 100 Euro war uns viel zu teuer (rechne mal, wie viel Wein man für das Geld kaufen kann Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen), wir haben kleine Trinkgläschen mit Papckpapier zugebunden und in jedes Gläschen ein anderes Aroma reingegeben (z.B. weißer Pfeffer, schwarzer Pfeffer, Hefe, Apfel, Vanille, Johannisbeere, Kirsche, Banane, Zitrone, Ananas, Schokolade, Zimt, Liebstöckel, Lorbeer, Kaffee, Oliven ..... etc.) und jeder musste die verdeckten Aromen raten.

Und dann stell drei sehr typische Aromen für einen Wein zusammen, riech an den Einzelaromen und dann am Wein, so prägt sich das in Dein olfaktorisches Gedächtnis.



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Vom 06.11.2008 14:24 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gweiss Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2003
454 Beiträge (ø0,14/Tag)
Hallo Tim!

So ein ähnliches Thema hatte ich auch schon mal (vor vielen Jahren) hier in das Forum reingestellt. Wie sagt man heute: Ich bin da ganz bei Dir. Genau diese Schwierigkeiten habe ich auch, irgendwelche Weinbeschreibungen nachzuvollziehen. Die blumigen Worte finde ich selten im Glas. Trotzt vieler, vieler Weine bin ich leider immer noch nicht viel weiter (liegt bestimmt an mir!).

Aber vielleicht meine Frage von damals nochmals (da sie glaube ich gut passt).

Einige Male in meinem Weinleben habe ich Weine getrunken, da war es ganz einfach die Aromen, die in dem Wein stecken sollten herauszuschmecken. Es war z.B. ein Wein von Müller-Cartoir (als Herr Schwarz noch den Wein dort machte) und ein recht einfacher südamerikanischer Wein (Cabernet Sauvignon ). Der erste roch so was von stark nach Zitrus, der andere hatte eben das bekannte Cassis. Sonst nix. An diesen Weinen könnte man gut lernen.

Ich suche also nach keinen Weinen, bei denen der Weinexperte Wildfrüchte und leichte Schokoaromen und im Abgang etwas Leder und beim zweiten Schluck noch Wildkräuter von der sonnigen Blumenwiese ...
Sondern Weine, die nach z.B. Kirsche schmecken. Sonst aber nach nicht viel. Gerne können es die Weine sein, die hier nicht so gerne gesehen werden, weil sie sehr vordergründig sind, aber "weiter hinten" nichts zu bieten haben. Also mit der Zeit langweilig werden. Aber ich möchte erst mal soweit kommen, die einfachen vordergründigen Weine "richtig" einzuordnen. Später mag ich gerne "die Spur von Leder im zweiten Schluck" erkennen lernen.

Solche Weine (ich habe sie damals "ein-Aromen-Weine" genannt) könnten uns, die schon jahrelang versuchen, sich Weinwissen "anzutrinken", eine große Hilfe sein. Es muss sie geben (denn ich habe diese schon getrunken, aber es waren immer Zufallsfunde)

liebe Grüße

Gerd
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Vom 06.11.2008 14:53 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
Hallo Gerd,

ja, solche Weine gibts. Aber das sind auch nach meiner Erfahrung eher Zufälle. Wobei ich gerade nicht an "ein-Aroma-Weine" denke sondern an solche, bei denen eine Komponente so deutlich wahrnehmbar ist, dass man für alle Zeit weiß, was andere damit meinen.

Vor etlichen Jahren hatte ich - nach langer Zeit und vielen verschiedenen Weinen - auch das erste Erlebnis mit einer spanischen Reserva (oder Gran Reserva), bei der mir zum ersten Mal so richtig deutlich die "Vanille" begegnete.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ein ähnlich deutlich wahrnehmbares "Schiefer"-Aroma in einem Priorato (ich glaub es war der 2004er Crour) auch hier im CK "empfohlen"; gelle frankophil?! Irgendwie ist die Schiefer-Diskussion dann völlig in geologische Grundsatzdiskussionen ausgeartet Jajaja, was auch immer! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen ...

Zum 'Geschmacksfortbilden' empfiehlt es sich imho, zu einem entsprechenden Sensorikseminar zu pilgern. Hört sich hochgestochen an, ist es aber meistens nicht, weil: die anderen kochen auch nur mit Wasser oder haben noch weniger Plan! Außerdem kann man dort schön erkennen, welche gequirlte Sch..orle manche schwätzen, wenn sie über Weinaromen fachsimpeln. Ist lustig Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen !


Viele Grüße
Montsant
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Vom 06.11.2008 15:23 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

frankophil Chefkoch


Mitglied seit 25.03.2006
2.669 Beiträge (ø1,18/Tag)
Gerd, wenn du solche Weine suchst, bei denen ein Aroma hervorsticht (was ja der "geübtere" Weintrinker meist nicht so schätzt YES MAN - aber ich verstehe dein Anliegen voll und ganz - übrigens findet man klare, typische Aromen, oft viel leichter in den sehr gut gemachten und auch etwas teureren Exemplaren) - frag doch, wenn du Lust hast, mal bei J... Weindepot nach. Die führen Weine aus Übersee (ich glaube es war Argentinien, bin aber nicht mehr ganz sicher), bei denen sehr stark ein sortentypisches Aroma hervortritt - und die entsprechende Frucht ziert dann auch das (sehr gut gemachte und animierende!) Etikett.

Viele Grüße von frankophil

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Wer mich nicht liebt, darf mich nicht beurteilen. - Goethe
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Vom 06.11.2008 15:31 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

chefpastinake Chefkoch


Mitglied seit 02.03.2007
4.463 Beiträge (ø2,33/Tag)
Tim und Gerd,

i. G. zu den bisherigen Postern halte ich von Aromaschulung, Sensorikseminaren und Geruchsboxen gar nichts.
Auch das genaue Studieren von Verkostungsnotzizen führt nur dazu, dass man keinen unvoreingenommenen eignen Eindruck hat.

Reife Mango im Riesling xy? Ja, klar, schmecke ich auch. Vor 10 Jahren hat noch kaum jemand reife Mangos im Riesling xy geschmeckt. Aber vielleicht schmeckt man ohne die Vorgabe der Mango ganz was anderes, vielleicht eine ähnliche Frucht oder eine Beere?


Wenn man, wie Tim, beim Essen einen feinen Geschmack hat,dann bekommt man ihn auch beim Wein - einfach durch Übung und die heisst nun mal Trinken, Trinken, Trinken, die Augen schliessen, die Zunge und den Gaumen benetzen, schlucken und nachspüren und die eigenen Assoziationen zulassen. Da kommt manchmal ganz was anderes heraus als bei den berühmten Verkostern, na und? Natürlich gibt es auch relativ eindeutige Aromen, die in bestimmten Rebsorten enthalten sind, aber schmeckt dann auch jeder Weinnovize so wie der Profi (wobei der Profi natürlich statt profaner Kirschen natürlich Piemontkirschen oder Basler Kirschen definieren kann).

Übrigens: fast jeder Zweigelt schmeckt nach Kirschen, auch jeder junge und einfache Dolcetto. Das wären mal vordergründige Aromen für Gerd.
Pastinake
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Vom 06.11.2008 15:42 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gweiss Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2003
454 Beiträge (ø0,14/Tag)
... hechel... das ist doch schon mal ein Anfang!

Ich werde es also mal mit dem Zweigelt probieren. Und die Weine mit den z.B. Paprikas auf dem Ettiket bei Dschacks Weindepoh habe ich schon gesehen, habe es aber für einen Werbegag gehalten. Wenn mans tatsächlich schmecken (richen) kann, probiere ich auch dies.

Vielen Dank

Gerd
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Vom 06.11.2008 15:45 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

JordiTin  Sternekoch


Mitglied seit 06.06.2002
19.390 Beiträge (ø5,32/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Ich noch mal,

die von Frankophil angesprochenen Weine gehören zur Aroma-Linie von Estelle Dauré aus Colchagua, Chile.


Gruß

Tin

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Vom 06.11.2008 15:59 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
-----schnipp-----
Auch das genaue Studieren von Verkostungsnotzizen führt nur dazu, dass man keinen unvoreingenommenen eignen Eindruck hat.
-----schnapp-----

Das ist natürlich richtig, das Ganze soll ja auch nur zu Übungszwecken sein und nicht ein Leben lang so weiter gemacht werden. Zuerst mal ein wenig Sicherheit gewinnen und da helfen seriöse Verkostungsnotizen durchaus und dann im nächsten Schritt alleine riechen und schmecken.

Übrigens glaube ich, dass viele Leute, die meinen, nichts Genaues zu schmecken, sich auch (noch) nicht recht trauen, einen Wein lang genug im Mund zu lassen, und ihn etwas über den Gaumen zu wälzen. Manchmal schmeckt man auch bei großen Schlucken weniger als bei kleinen. Also, vielleicht ist es auch eine Frage der Verkostungstechnik. (des Glases ja sowieso)




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Vom 06.11.2008 16:11 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

angie17 Sternekoch


Mitglied seit 12.02.2002
5.804 Beiträge (ø1,55/Tag)
Hallo,

es gibt meines Wissens nach auch spezielle Weinseminare, wo man auf Geschmacksunterschiede hingewiesen wird. Ansonsten ist es - genau wie bei guter Bitterschokolade - einfach eine Frage der Übungszeit, bis man gewisse Nuancen herausschmeckt. Bei Seminaren hätte man dann evtl. noch den Vorteil, dass man passend zu den Weinen entsprechende Gerichte speisen könnte, die die einzelnen Geschmackskomponenten noch hervorheben bzw. abmildern.

LG Angie
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Vom 06.11.2008 16:15 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Cantate Hendlgriller


Mitglied seit 19.09.2007
1.695 Beiträge (ø0,99/Tag)
mir gehts meist eher so, dass ich schon ganz eindeutig was schmecke, aber kanns nicht in Worte fassen.....oder nicht genau assoziieren...oder...da fehlts mir schon wieder an Worten Sicher nicht!

Wenn dann ein *geschulter* Mensch sagt *diesunddas* - kommt bei mir eher ein ACHJA-genau!......
lg Cantate
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Vom 06.11.2008 16:16 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

frankophil Chefkoch


Mitglied seit 25.03.2006
2.669 Beiträge (ø1,18/Tag)
Verkostungsnotizen findet man außer in Weinzeitschriften auch jede Menge online bei Wein-Plus (auch wenn Herr Hofschuster als Chefverkoster hier umstritten ist - ich schätze seine Weinbeschreibungen sehr). Kostet zwar auch einen Obolus, aber man findet die bekanntesten Weingüter und ihre Weine auch ganz schnell heraus und man kann die Verkostungsnotizen sogar abonnieren - dann sieht man schnell, welche Weinen einen interessieren und die evtl. auch leicht zu beschaffen sind.

Grüße von frankophil

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Vom 06.11.2008 16:29 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Hallo Tim

ich finde das auch schwer, aber ich sag mir dann immer per aspera ad astra ... das tröstet mich Na!

LG
Clarissa
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Vom 06.11.2008 16:36 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
<<per aspera ad astra>>

Hier kann man sogar als alter Nicht-Lateiner noch schlaue Sprüche lernen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen (komisch - ist das zweite Mal heute, dass ich das lese; vorher in ~38 Jahren kein einziges Mal gehört Sicher nicht! ).

Grüße
Monti, heute noch schlauer als gestern ... !
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Vom 06.11.2008 16:37 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

weinschaf Hendlgriller


Mitglied seit 22.07.2004
2.432 Beiträge (ø0,85/Tag)
Hi.

Pfeil nach rechts Auch das genaue Studieren von Verkostungsnotzizen führt nur dazu, dass man keinen unvoreingenommenen eignen Eindruck hat. Pfeil nach links

Nö, da bin ich völlig anderer Meinung. Gerade das Lesen von VKs schult meiner Erfahrung nach sehr. Der eigene Geschmack bzw die Präferenzen kommt eh irgendwann von allein, da hilft eh nur Probieren, aber je mehr man liest, desto mehr kann man aus dem Gelesenen für sich ableiten. Susa weiß, was sie von Parker und Gabriel für den Wein ableiten kann, Marigaux, was von den Herren Hofschuster und Diel nebst Adlati (?), etc. Und ein vernünftiger Verkoster kann das auch in Worte fassen, die für Normalsterbliche nachvollziehbar sind. Wenn man das erstmal rausgekitzelt hat, also die Kongruenz mit dem einen oder anderen Profi, dann kann man da imho sehr viel von der Lektüre von Notizen
lernen.

Praktisches Beispiel zum Schluss: ich hab ja ne Zeit in einem recht prominenten Team mitverkostet. Während ich offensichtlich sehr stachelbeersensibel bin beim Riesling, mein geschätzter Kollege fand das fast nie. Andereseits het er ein sehr feines Näschen für laktische Tönw, die ich kaum jemals wahrgenommen habe. Aber wenn man das erstmal weiß, dann kann man die Notizen auch dahin gehend lesen und sie entsprechend der eigenen Vorlieben einordnen.

Gruß,
Stephan
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Vom 06.11.2008 16:41 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

poutine Hendlgriller


Mitglied seit 06.10.2006
4.157 Beiträge (ø2,02/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Hallo zusammen,

zum Thema Verbalisierungen: ich gehöre auch zu den Leuten, die gerne Wein trinken, aber durchaus auf den Mund gefalen sind, wenn es an die Beschreibung geht.
Da ich das Thema interessant finde, hab ich mich mal ein bisschen umgeschaut - und festgestellt, dass es eine breitgefächerte Forschungsliteratur zu dem Thema gibt! Analysen zum Thema Wein/Vokabular findet man nicht nur in der Linguistik*, sondern auch in der Psychologie, Kognitionswissenschaft, sogar bei den Ernährungswissenschaftlern.

Also, liebe Wein-o-Logen: Ihr steht unter Beobachtung... Na!

* sehr zugänglich sind z.B. die Aufsätze von Adrienne Lehrer.
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Vom 06.11.2008 16:44 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
Und auch bei den Chemikern und Physikern, weil man will doch so gerne den Verkostungsautomaten erfinden, in den man ein paar Tropfen Wein reingibt und der dann das gesamte Aromenspektrum ausspuckt (nix darf man mehr selber machen Na!)




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Vom 06.11.2008 16:52 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

chefpastinake Chefkoch


Mitglied seit 02.03.2007
4.463 Beiträge (ø2,33/Tag)
Pfeil nach rechts Susa weiß, was sie von Parker und Gabriel für den Wein ableiten kann Pfeil nach links
Natürlich kann man als geübter Weinkenner aus Verkostungsnotizen was lernen oder ableiten, wenn man die Vorlieben und die Klaviatur der Begriffe von Parker und Co kennt. Aber man kann von einer Verkostungsnotiz von Parker nicht Schmecken lernen - das war, soweit ich das verstanden habe, der Wunsch von Tim.
Ich bin auch nicht gegen Weinliteratur, alles Fachwissen wirkt sich positiv aus. Ich mag nur die eingefahrenen Pfade der Weinsprache in Bezug auf Aromatik und Sensorik nicht, weil ich glaube, dass man sich damit einschränkt.

Pastinake
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Vom 06.11.2008 16:58 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Danke, Poutine, interessanter Hinweis. Habe grade mal gegoogelt. Na! Bedenkenswert ist allerdings schon die Fragestellung (unter wissenschaftlichem Paradigma natürlich verständlich). Denn: Muß die Weinrhetorik fragwürdig sein, bloß weil doch alle eher nicht-identische Worte finden? -

LG
Clarissa
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Vom 06.11.2008 17:06 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
Dazu zwei Ansätze:

Erstens bei der professionellen Verkostungslyrik handelt es sich um eine Art quasi-normierter Fachsprache, mit der sich die Verkoster untereinander verständigen, d.h. wenn einer Vanille sagt, dann wissen alle was gemeint ist, auch wenn es dem einen mehr wie Sahnepudding und dem anderen mehr wie Honig auf der Zunge liegt.

Zweitens bin ich nach wie vor der Meinung, dass man durch Beispiele ans Schmecken herangeführt werden kann. Das Pastinakesche Statement würde ja bedeuten, dass man sich grundsätzlich durch das Studium fremder Erfahrungen den eigenen individuellen Zugang verbauen würde. Als erste Übung (natürlich nicht als allein selig machende) halte ich das immer noch für einen guten Weg. Und ist die eigene Fähigkeit, einen Wein zu erschmecken nicht die Summe aller Erfahrungen, nicht nur dessen was ich selber geschmeckt habe, sondern auch was ich dazu gelesen habe, was ich im Gespräch mit anderen erfahren habe.




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Vom 06.11.2008 17:08 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Nicht-identisch meint hier auch nur unter streng wissenschaftlichem Paradigma Verdammt nochmal - bin stocksauer, wenn einer Vanille sagt und Pudding meint, ist das schon keine Wissenschaft mehr ... zumindest für Linguisten ... Na!

Ich habe eher keine Zweifel, daß sich Weintrinker verständigen, sieht man ja schon hier! hechel...

LG
Clarissa
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Vom 06.11.2008 17:26 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

poutine Hendlgriller


Mitglied seit 06.10.2006
4.157 Beiträge (ø2,02/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Clarisza, das ist für die Linguisten eigentlich nicht das Hauptproblem - wir können ja empirisch gar nicht erfassen, ob susa [Vanillepudding] schmeckt, Pastinake aber [Honig].
Das Interesse ist in dem Fall von theoretischer Natur, da es eine der ältesten sprachphilosophischen Fragen überhaupt berührt - wird Realität durch Sprache konstituiert, oder existiert Realität unabhängig davon? So verstehe ich auch die interessante Debatte hier.

LG
poutine
ps. Kurz gesagt ist die heute gängige Antwort in der Linguistik: teils-teils. Na!
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Vom 06.11.2008 17:32 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Verstehe, meinte jetzt aber auch das wissenschaftliche Werkzeug, wenn der eine Vanille [*Vanille] sagt, der andere Vanille [*Pudding] sagt, ist es mit der Genauigkeit (und Nachvollziehbarkeit) dahin. Die Kunsthistoriker sagen das übrigens auch: teils - teils. Na!
Und die Politologen sicher auch: ~ Yes we can! Na!

LG
Clarissa
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Vom 06.11.2008 17:46 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
Hallo,

diesmal bin ich weitgehend bei Pastinake.

"Natürlich kann man als geübter Weinkenner aus Verkostungsnotizen was lernen oder ableiten, wenn man die Vorlieben und die Klaviatur der Begriffe von Parker und Co kennt. Aber man kann von einer Verkostungsnotiz von Parker nicht Schmecken lernen "

Eben. Und man kann noch nicht einmal wirklich daraus lernen, seine EIGENEN EIndrücke in Wort zu fassen.

"Reife Mango im Riesling xy? Ja, klar, schmecke ich auch. Vor 10 Jahren hat noch kaum jemand reife Mangos im Riesling xy geschmeckt. Aber vielleicht schmeckt man ohne die Vorgabe der Mango ganz was anderes, vielleicht eine ähnliche Frucht oder eine Beere?"

Ich glaube, ich habe das hier schon mal erwähnt: Bei Wein-Plus gab es mal zeitgleich eine Verkostung identischer deutscher Weißweine in Köln und im Schwäbischen. In beiden Runden saßen neben sehr erfahrenen Laien auch Profis. Und für mich war es sehr interessant, die unterschiedlichen Notizen zu lesen. Die Frucht- und sonstigen Assoziationen differerierten nämlich ganz schön stark! Was dem einen seine Pampelmuse war, war dem anderen seine Kiwi.
Es gibt bei der Weinbeschreibung einfach nicht annähernd so etwas wie Objektivität, jedenfalls nicht, sobald es über ganz rudimentäre Dinge wie Süße oder Holzeinfluß hinausgeht. Die ganzen schönen Früchte, die Mecklenburger Äpfel, die südnorwegischen Kirschen, die ostmarrokanischen Orangen, das dreifach salzgegerbte Leder - das sind alles nur assoziative Krücken. Und außerdem kann man Weine auch noch ganz anders beschreiben...wenn ich etwas mehr Zeit habe, stelle ich hier mal ein und denselben Wein in den Worten Hofschusters und Pigotts vor.

"Das Interesse ist in dem Fall von theoretischer Natur, da es eine der ältesten sprachphilosophischen Fragen überhaupt berührt - wird Realität durch Sprache konstituiert, oder existiert Realität unabhängig davon?"

In der Tat geht es bei unserer Diskussion am Ende auch um dieses Problem. Und ihr habt Glück, daß ich gleich zu einer Probe von Mendelssohns Lobgesang eilen muß, denn sonst würde ich mich hier noch länger darüber auslassen. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Viele Grüße

Marigaux
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Vom 06.11.2008 17:51 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

frankophil Chefkoch


Mitglied seit 25.03.2006
2.669 Beiträge (ø1,18/Tag)
"da es eine der ältesten sprachphilosophischen Fragen überhaupt berührt - wird Realität durch Sprache konstituiert, oder existiert Realität unabhängig davon? "

Hochspannende Frage, war schon im Studium ein Lieblingsthema. Oder noch einen Schritt weiter: Gibt es überhaupt eine "Realität" oder ist alles, was wir für "real" halten nur wie ein Schattenspiel in einer Höhle?

Sehr empfehlenswertes Diskussionsthema für Wein-Runden, möglichst am fortgeschrittenen Abend Na! . So nach dem Motto: Wenn der Wein nicht real ist, dann kann er mich auch gar nicht betrunken machen...


Platonische Grüße von

frankophil

(ist noch nicht ganz Freitag, ich weiß....)

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Wer mich nicht liebt, darf mich nicht beurteilen. - Goethe
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Vom 06.11.2008 18:29 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Trotzdem wir jetzt schon beim Höhlengleichnis Na! sind, halte ich die Fragestellung immer noch für falsch.

Die Realität einer Sache bemißt sich in diesem Fall nicht an der Vielfalt von Bezeichnungen, die dafür möglich sind.
Das ist imho lediglich in geschlossenen (Zeichen-)systemen so, doch weder der Wein noch die Musik noch die Literatur noch die Kunst sind das. Sprache konstituiert hier tatsächlich Realität, aber nur als Interpret, weil die Welthaltigkeit (oder wie immer man das ausdrücken will) dieser Dinge fast unendlich groß ist. Weil sie die Welt umschließen und keine einfache Referenz i.S.v. Denotation oder so bieten, vieldeutig sind, unergründlich bleiben, ihre Bezugssysteme so reich sind wie die Welt selbst.
Und so kann der eine sagen "Vanille" und der andere sagt "Pudding" und beide haben recht und der Wein bleibt dennoch der, der er ist. Und wer "Benzin" sagt, liegt definitiv falsch! Lachen

LG
Clarissa
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Vom 06.11.2008 18:51 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

poutine Hendlgriller


Mitglied seit 06.10.2006
4.157 Beiträge (ø2,02/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Clarisza, ich kann Deinen konstruktivistischen Ansatz nachvollziehen und akzeptieren, aber nicht ganz teilen.
Es gibt eine große Forschungstradition im Bereich der Farbsemantik: Farben und ihre Wahrnehmung sind ja ganz offensichtlich durch physikalische und physiologische Aspekte gesteuert. Die bis heute zentrale Studie zu dem Thema zeigt dann auch, dass Farbbegriffe in veschiedenen Kulturen zwar unterschiedlich sind, aber einem Muster folgen - also durchaus eine außersprachliche Korrelation haben. Und ich denke, dass man in der Weinsemantik ganz ähnliche Wege gehen könnte, da ja auch hier sehr konkrete außersprachliche (sprich: lebenmittelchemische) Korelate vorhanden sind.

Oder reden wir aneinander vorbei?

Wie auch immer, Verzeihung für diese Abschweifungen - ich schiebe sie auf den anhaltenden Post Election Day High.

LG
poutine
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Vom 06.11.2008 19:16 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

frankophil Chefkoch


Mitglied seit 25.03.2006
2.669 Beiträge (ø1,18/Tag)
"Farben und ihre Wahrnehmung sind ja ganz offensichtlich durch physikalische und physiologische Aspekte gesteuert. Die bis heute zentrale Studie zu dem Thema zeigt dann auch, dass Farbbegriffe in veschiedenen Kulturen zwar unterschiedlich sind, aber einem Muster folgen - also durchaus eine außersprachliche Korrelation haben. "

Und was ist dann mit einem Volksstamm (wenn ich mich recht erinnere irgendwo im skandinavischen Raum), der für "Rot" und "Grün" nur ein Wort kennt? - Das ist doch nicht mit physikalischen Aspekten zu begründen?

Grüße von frankophil

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Wer mich nicht liebt, darf mich nicht beurteilen. - Goethe
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Vom 06.11.2008 19:21 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
Ti-himm - bist Du noch daha? Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen




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Vom 06.11.2008 19:32 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

frankophil Chefkoch


Mitglied seit 25.03.2006
2.669 Beiträge (ø1,18/Tag)
Tim ist doch schon lange nicht mehr da und hoffentlich nicht wegen den Philosph(inn)en hier

Vom Kummerkasten über Fußball und Hitparaden bis zu philosophischen Betrachtungen zum Thema "Wein und Sprache" bietet das Weinforum doch für jeden etwas Na!

Noch was zum Thema, wird wohl Clarissa eher gefallen als Poutine (und Pastinake vielleicht auch?)

"Zeichen beziehen sich nicht auf Dinge, sie bezeichnen Vorstellungen, und Vorstellungen sind Aspekte der Gedankenwelt, nicht der Realität" (Zitat von Ferdinand de Saussure, Lieblings-Sprachphilosoph der Romanisten...)

Grüße von frankophil



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Vom 06.11.2008 19:40 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Pfeil nach rechts Oder reden wir aneinander vorbei? Pfeil nach links

@poutine - ich bin mir auch nicht ganz sicher Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen, aber ich glaub nicht. Stimmt, auch das (Wahrnehmung in physikalischer Hinsicht) ist ein Aspekt, aber nur einer. Es bleibt noch viel übrig: Gestalt zum Beispiel ...

@frankophil - doch nach de Saussure kamen noch andere Modelle ... ich weiß schon, das ist ein weites Feld

Pfeil nach rechts schiebe sie auf den anhaltenden Post Election Day High Pfeil nach links
danke für den eleganten Ausstieg, poutine ... Na!

LG
Clarissa
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Vom 06.11.2008 19:42 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

poutine Hendlgriller


Mitglied seit 06.10.2006
4.157 Beiträge (ø2,02/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Oh oh, ich glaube, so langsam sollte man vor dem Thread ein semiotisches (Warn-)Dreieck aufstellen... 11.11.11:11

scnr poutine
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Vom 06.11.2008 19:48 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

MatthiasH Hendlgriller


Mitglied seit 16.09.2004
2.799 Beiträge (ø1/Tag)
nee, bloss nicht! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Ich werde diesen US-Wahl-Thread in Zukunft immer hochholen, wenn irgend jemand nochmal behauptet, dass der Amerikaner dem Europäer intellektuell und bildungsmäßig hoffnungslos unterlegen ist. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Viele Grüße
Matthias

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It is not from the benevolence of the butcher, the brewer, or the baker that we expect our dinner, but from their regard to their own interest. A.Smith
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Vom 06.11.2008 19:56 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

chefpastinake Chefkoch


Mitglied seit 02.03.2007
4.463 Beiträge (ø2,33/Tag)
Liebe Semantikerinnen,
bitte mehr!
Weinsemantik, da steckt einiges drin!
Pastinake
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Vom 06.11.2008 20:47 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gweiss Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2003
454 Beiträge (ø0,14/Tag)
Hä???? BOOOIINNNGG....
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Vom 06.11.2008 20:50 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

frankophil Chefkoch


Mitglied seit 25.03.2006
2.669 Beiträge (ø1,18/Tag)
Um solchen Reaktionen vorzubeugen und den Betrieb hier nicht allzusehr zu stören, haben wir uns inzwischen auf KMs besonnen Na! .

Grüße von frankophil

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Vom 06.11.2008 20:54 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
macht doch ne Gruppe aug YES MAN




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Vom 06.11.2008 21:00 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gweiss Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2003
454 Beiträge (ø0,14/Tag)
Also ich würde sagen, dass gerade bei Wein -und wer würde da wiedersprechen- anders als bei so nichtssagenden Vergleichen zwischen Pampelmuse, Mango und Benzin die Diskussionen um Tabus, woraus vielleicht aber nichts desto trotz der Qualität von Aldi und Co. sich niemals bestimmen Richtungen bestimmen können, dass Fragen um Weine und deren Aromen sich höchst unterschiedlicher, aber dennoch höchst einheitliche Wege ergeben, niemals, aber auch niemals, Fragen gestellt werden, deren Inhalt -und ich möchte betonen auch deren Essenz- sich darauf beziehen, ob man Antworten erwarten sollte, deren Richtung sich mehrfach verzweigen in eine einheiliche Grundaussage.

Findet ihr etwas nicht?
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Vom 06.11.2008 21:20 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
Und dann möchte ich noch den guten alten Bernd Stelter (sinngemäß) zitieren, der da rät "Und wenn sie sich bei einer Weinprobe nicht blamieren wollen, dann denken sie einfach an Eisdiele und zählen alles auf, was Sie da so sehen: Vanille, Schokolade, Haselnuss, Mocca, Erdbeere, Zitrone, ......... Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen)



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Vom 06.11.2008 21:42 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

poutine Hendlgriller


Mitglied seit 06.10.2006
4.157 Beiträge (ø2,02/Tag)
User hat eigene Rezeptsammlungen veröffentlicht
Ich sag nix mehr, ich bin jetzt inhibiert. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Doch, ein Letztes: die schon erwähnte Adrienne Lehrer zählt in einem Artikel ungewöhnliche Weinmetaphern aus dem Bereich menschlicher Eigenschaften auf - von [shy] und [sly] über [in-your-face] bis [intellectual] und [introspective]. Es wäre natürlich interessant, welche Metaphern Euch schon untergekommen sind (womöglich im eigenen Sprachgebrauch? Na! ) Im Nachbarthread habe ich von Weinen gelesen, die "leicht verständlich" sind - vielleicht wäre das was für Weinanalphabeten wie Tim und mich?
...und damit hoffe ich, die Kurve zum Eingangsthema halbwegs würdevoll gekriegt zu haben.

LG
poutine
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Vom 06.11.2008 21:51 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

sossenbinder1 Küchenjunge


Mitglied seit 21.06.2007
2.017 Beiträge (ø1,12/Tag)
Realität ist, wenn man sich an ihr stößt. Na!

Als Weinnovizin finde ich die recht blumigen Umschreibungen
oft auch eher verwirrend.

Allerdings ist es umso schöner, wenn man beim Weingenuss plötzlich
zum ersten Mal das Gefühl hat: "Aha, so schmeckt frisch geschnittenes Gras" Lachen

Von daher lese ich ganz gerne Verkostungsnotizen. Und vielleicht hilft es
ja wirklich, die "typischen" Aromen regelmäßig reinsortig zu erschmecken
und zu erschnuppern.

Ansonsten hilft wohl wirklich nur üben, üben, üben. Na!

LG,
sosse
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Vom 06.11.2008 22:28 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,68/Tag)
Hoffentlich kommt man hier mal zum eigentlichen Thema zurück, und ergießt sich nicht in abstrakt-philosphischen Farb- und Geschmackskombinationen.
Jeder hat nun mal sein eigenes Geschmacksempfinden mit entsprechenden Geschmackspapillen, die das mehr oder weniger wiedergeben.
Das Ergebnis, schmeckt mir - schmeckt mir nicht, sollte oberste Priorität haben, das weiter in einzelne Geschmacksnuancen zu differenzieren ist eine Erfahrung, die nur durch ständiges Probieren und Vergleichen erreicht werden kann und da gibt es nur Wenige, die diesen Perfektionismus in ihren Leben erreichen, allein schon durch die Möglichkeit des Probierens der 100 Tops begrenzt.

Gruß Grenache
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Vom 06.11.2008 22:30 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gerwolf Chefkoch


Mitglied seit 11.10.2006
4.255 Beiträge (ø2,07/Tag)
Das Üben hat es bei reichlich Weinen in den vielen *Weinlektionen mit den Langes gegeben.
Freunde haben vor 1 Jahr zusammengelegt und mir den großen Sensorikkasten geschenkt. *ups ... *rotwerd* *ups ... *rotwerd* Nur einmal habe ich geschnüffelt.
Und Anfang der Woche wieder mit mehreren Leuten Weinprobe. Es geht reihum. Und jeder sagt was er schmeckt. 2 Weine waren dabei, da dachte ich ; gebe mal Gastgeberfreundlich wenigstens 12,5/20 Punkte. Denen gaben 2 Leute
17 und 18/20 Punkte und schmeckten Dinge *ups ... *rotwerd* *ups ... *rotwerd* *ups ... *rotwerd* .
Wir haben durch diese Verkostungen und viele Blindverkostungen gelernt. Bei den Blindverkostungen siehst Du nicht , daß z.B. Sangiovese draufsteht und der zu 95% nach Kirschen schmeckt. Aber irgendwann sagt Dir Dein sensorisches Gedächtnis: das müßte Sangiovese sein.
Ganz wichtig ist es locker zu bleiben. Es soll nicht in Stress ausarten. Und jeder Tag ist anders. Wenn ich einen Wein, den ich ganz toll fand, auch gekauft habe und dann später nachprobiert habe, dachte ich :das kann doch nicht der Tolle von damals sein. BOOOIINNNGG.... Oder bei manchen Weinen habe ich den Geschmack einfach verloren. Mal bei einem Lacrima di Morro d´Alba, ein toller Rotwein, der intensiv in Nase und Mundnach Rosenblüten schmeckte. Und ich hatte mir 6 Kartons zugelegt. Nach einer Weile war mir dieses intensive Bouquet leid.

Grüße
Gerwolf
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Vom 06.11.2008 22:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,68/Tag)
Diese Sensorikkästen sehe ich jedes Jahr in Beaune in diversen Variationen, preislich wie qualitativ, zum Verkauf stehen. Ich habe mich davon nie inspirieren lassen, da habe ich es in jüngeren Jahren wie susa gehalten, und meinen Rüffel in alles mögliche gesteckt.
Übrigens kostet inzwischen die große Aromenorgel über 250.-€. Das Einzige, was ich mir in dieser Hinsicht mal in Beaune gekauft habe, ist das Poster "Les Arômes du Vin" 60X80cm, das inzwischen in der Küche OG hängt und manchmal Vergesslichkeiten nachhilft, wenn man nicht gleich auf den namen kommt.

Gruß Grenache
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Vom 06.11.2008 22:57 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

ArschmitOhren Kaltmamsell


Mitglied seit 05.10.2008
569 Beiträge (ø0,43/Tag)
Habe auch noch nie Mango in Riesling geschmeckt, glaub ich. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen
Mir geht es oft so, dass ich einen Geschmack "wiedererkenne", aber nicht assoziieren kann woher. Manchmal klappt es, wenn jemand mich drauf bringt. Man muss es dann aber selber erkennen und bestätigen. Wenn ich nur versuche, "neue" Assoziationen, die man nicht nachvollziehen kann, auswendig zu lernen, kann das recht mühsam sein.
Bei Italienern meine ich, häufig Kirschen rauszuschmecken. Ok, ich liebe Kirschmarmelade und überhaupt Kirschen, vielleicht ist es daher einfacher. Geht es um exotische Früchte, die ich selten oder gar nicht esse, wird es halt schwieriger. Hm, Mangos schätze ich, und sie haben einen sehr charakteristischen Geschmack, aber im Riesling?
Ein Aha-Erlebnis war, als ich neulich bei einem Winzer am Sauvignon Blanc schnupperte und ganz deutlich grüne Paprika riechen konnte. So etwas sensibilisiert vermutlich, so dass man später diese Note auch in weniger eindeutig riechenden Weinen erkennt.
Weinproben-/messen helfen schon weiter. Wie ich andernorts erwähnte, sind mir neulich bei einer Probe bei vielen deutschen Cabernets Paprikanoten aufgefallen. Ich vermute, das gibt sich etwas mit der Reife. Einer hatte eine erstaunlich deutliche Cassisnote, wie ich sie sonst auch noch nicht erlebt habe (das was andere sonst manchmal als Cassis beschreiben, empfinde ich nur diffus als dunkle Beeren oder so, obwohl ich den Geschmack von schwarzen Joh. gut kenne). Einmal meine ich, einen Hauch von Veilchen irgendwo geschmeckt zu haben, entweder Einbildung oder ein lichter Moment, keine Ahnung. Vanille ist oft deutlich, klar. Günstige Südafrikaner können auch schon mal penetrant nach Lagerfeuer schmecken/riechen...
Nelke habe ich bei der letzten Probe auch recht viel geschmeckt (vom Barrique?).
Aber alles in allem ist es bei mir eher die Ausnahme als die Regel, einen Wein so detailliert in Worte fassen zu können. Und bei manchen Weinen bin ich völlig ratlos.
Auch empfinde ich das nicht unbedingt als notwendig, sondern eher als neckische analytische Spielerei, einzelne Geschmäcker "richtig" zu erraten. So wie ich es lustig finde, zu erraten ob amerikanische oder frz. Eiche verwendet wurde und ob Erstbelegung oder nicht und so zu tun würde ich was davon verstehen. Wichtig sind mir auch die allgemeine Ausgewogenheit (Alkohol-Säure-Süße-Tanninstruktur etc.), Nachhall usw. Für den Genuss geht es mir wie bei der Musik. Das ist für mich keine rein intellektuelle Beschäftigung, ich lasse es lieber "auf mich wirken". Analysieren tu ich im Job schon genug....
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Vom 06.11.2008 23:05 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

gerwolf Chefkoch


Mitglied seit 11.10.2006
4.255 Beiträge (ø2,07/Tag)
@Grenache, das stimmt, mit Rabatt lag die große Aromenorgel bei 250€

@Öhrli, wir hatten einen CS von Sizilien im Glas. Fast schwarz, 14 vol% typische Nase und auch im Mund roter Pfeffer, vegetabile Noten Paprika, Cassis, Schoko, Kaffee. Wunderbarer langer Nachhall. 2004er, noch kräftige Tannine
Grüße
Gerwolf
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Vom 07.11.2008 10:05 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Montsant Hendlgriller


Mitglied seit 19.02.2006
2.216 Beiträge (ø0,97/Tag)
>>das inzwischen in der Küche OG hängt<<

Dafür liebe ich ihn... Welt zusammengebrochen Jajaja, was auch immer! mhmmmh hmmhmhmmmmhhh


"Öhrli" finde ich übrigens klasse! Danke, Gerwolf, dass Du uns ArschmitOhren auch ansprachetechnisch näherbringst Lächeln !

@Öhrli - Deinen Beitrag kann ich nur zu 100% unterschreiben; könnte von mir sein. Auch ich habe meine liebe Not, die verschiedenen tollen Früchte zu benennen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen , "dunkle Beeren" kommen deswegen auch oft vor in meinen Notizen... Und bei Italienern = Kirsche bin ich auch dabei Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen !
"neckische analytische Spielerei" triffts daher ganz gut, oft muss ich mich letztenendes einfach drauf zurückziehen, dass ein Wein "einfach nicht meiner" ist. Warum - das muss manchmal offen bleiben *ups ... *rotwerd* ...

Jo. Auch wurscht. Freitag! OH TANNE...

Viele Grüße
Monti
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Vom 07.11.2008 10:27 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Pfeil nach rechts Dafür liebe ich ihn... Pfeil nach links

Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Ich warte nur auf den Tag, wo gleichzeitig aus Beijing Na!, Beaune, Auvers-sur-Oise, Los Angeles und Fairbanks berichtet wird ...

LG
Clarissa
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Vom 07.11.2008 10:47 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

weinschaf Hendlgriller


Mitglied seit 22.07.2004
2.432 Beiträge (ø0,85/Tag)
Think global, Clarissa!

...
Schaf
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Vom 07.11.2008 10:56 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Cantate Hendlgriller


Mitglied seit 19.09.2007
1.695 Beiträge (ø0,99/Tag)
ach du liebe Zeit......das kommt davon, wenn mensch nachts brav im Bett liegt anstatt am Compi zu hocken, da kriegt man die schönsten Diskussionen nicht mit - ein dickes Lob an soviel Philosophische Diskussionsfreudig- und Fähigkeit! (Warum gipps hier kein Applaus-smiley?).

Bin leider überhaupt nicht in Philosophie geschult, sondern nur kleines Naturwissenschaftlerchen Welt zusammengebrochen Na! , deshalb nur Anmerkungen dazu....

Aromen: alles, was riecht oder schmeckt, sind nur Moleküle und natürlich können wir Moleküle nachweisen - nur eine Frage des technischen(und damit finanziellen) Aufwandes......so ist es selbstverständlich möglich, ein komplettes Aromagramm eines Weines herzustellen .
nur warum?
ich vergleich es mal mit Musik: natürlich kann ich ein Musikstück komplett analysieren mit Schallwellen, Interferenzen, Akkord- bzw Satzananlyse udn pipapo, aber das sagt nichts darüber aus, ob mir das Stück bzw diese Interpretation gefällt. gerade die Unterschiede in letzterem sind so schwer fassbar, dass da genauso zu Hilfsassoziationen gegriffen wir wie beim Wein (*anrührend* oder *kalt*...zB)

Und eine kleine Anmerkung kann ich mir nicht verkneifen (obwohl mega off-topic - sorry): Rot-Grün-Farbschwäche ist ein erblicher Gendeffekt, der ziemlich verbreitet ist (in D bei knapp 10 % der Männer zB). Wenn sich nun in der Vergangenheit in diesem Volksstamm zufällig dieser Gendeffekt erblich manifestiert hat und dort die Mehrheit der Bevölkerung betroffen ist (sein mag?), ist es nur logisch, dass sie für diese Farben keine unterschiedlichen Bezeichnungen BRAUCHEN, weil sie sie nicht unterschiedlich sehen!

schwer beeindruckte, ganz unfreitägliche, Grüße Cantate
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Vom 07.11.2008 11:32 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

timmatver  Kaltmamsell


Mitglied seit 14.01.2004
122 Beiträge (ø0,04/Tag)
Hallöchen,

also als aller erstes einmal: DANKE, dass es hier so viele schreibfreudige Weinfreunde gibt (ob das am Weinkonsum liegt*g*).

Eine kurze Frage habe ich noch: Gibt es spezielle Trink / oder Schlürftechniken, bei denen man den Geschmack besonders gut schmecken kann?
Bei Kaffee soll man schlürfen und nicht zu lange im Mund halten.... Schokolade soll man lange im Mund halten....manche Getränke sollen eher Richtung Kehle gehen, andere eher im mittleren Teil der Zunge bleiben.... gibts sowas auch bei der Weinverköstigung?

DANKE

P.S.: Wenn hier jmd aus Düsseldorf regelmäßige Weintreffen veranstlaltet, würde ich mich gerne einklinken!
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Vom 07.11.2008 13:35 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
Hallo Tim

also zum "richtigen" Schmecken: Zunächst sollte man einen Wein an der Farbe und am Duft wahrnehmen. Unsere Nase ist sowieso viel besser in der Lage komplexe Aromen zu erkennen als Gaumen und Zunge. Die können ja nur süß, sauer, bitter, salzig und seit neuestem so was Japanisches, was so ähnlich wie origami heisst Na! Na!.

Also Wein ins Glas und etwas Sauerstoff annehmen lassen (die Gläsertheorie kriegen wir im 3. Semester Na!).

Erst in der Verbindung der durch die Nase aufgenommenen Moleküle und den im Mund identifizierten Hauptaromen (süß, sauer, bitter ....) entsteht der gesamte Geschmackseindruck. Deswegen sollte man den Wein etwas länger im Mund halten und beim in-den-Mund ziehen (beim -runter-schlucken sind wir noch nicht) etwas Sauerstoff mit einziehen, vulgo: schlürfen, der ebenfalls dafür sorgt, dass sie Aromen besser aufgeschlossen werden. Danach spüre man den "Körper" des Weines, ist er saftig, ist er wässrig, fühlt er sich eher dick oder pelzig an.

Später dann schlucken, im Schluckvorgang kumulieren sich die Aromen noch einmal und wirken entsprechend lange nach (dies nennt man den Abgang oder Nachhall - jetzt mal nur in aller Kürze).

Dies alles erschmeckt man umso besser, je mehr eindeutig identifizierbare Aromen ein Wein hat, und das hängt wiederum an der Qualität des Weines. Ganz stark vereinfacht könnte man sagen, je mehr Aromen, desto besser der Wein. Natürlich ist das nicht ganz so, aber ich bin immer dafür vom einfachen zum komplizierten vorzugehen und nicht gleich Möglichkeiten und Be/Absonderheiten gleichermaßen aufzuzählen.




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Vom 07.11.2008 14:08 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
Das mit dem Schlürfen kann man in allen Weinbüchern lesen, ich habs mir aber nicht wirklich angewöhnt. Überhaupt mache ich mir beim Trinken nur mäßig viele Gedanken um die genaueren Vorgänge im Mund.

Riechen ist aber in der Tat sehr wichtig, und zwar sollte man das ausgiebig tun, bevor der Wein im Mund gelandet ist. Danach riecht man nämlich nicht mehr allzu viel, die Riechschleimhaut ermüdet dann rasch.

In Düsseldorf gibt es immer mal wieder Weintreffen, an denen ich auch manchmal teilnehme, obwohl ich mit demjenigen, der sie organisiert, ständig wegen der hohen Probenumlagen (oft so um die 50 Euro) im Clinch liege. Bei Interesse schicke ich dir gerne eine KM mit näheren Einzelheiten.

Beste Grüße

Marigaux
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Vom 07.11.2008 14:12 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

timmatver  Kaltmamsell


Mitglied seit 14.01.2004
122 Beiträge (ø0,04/Tag)
@MArigaux: sehr gerne. Gibt es auch CK-Foren-TReffen in Ddorf und Umgebung?
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Vom 07.11.2008 14:16 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

susa_  Sternekoch


Mitglied seit 17.01.2002
45.635 Beiträge (ø12,07/Tag)
Es g ibt einen Düsseldorfer CK- Stammtisch, wende Dich mal an den user bender , der organisiert so etwas, so weit ich weiß.




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Vom 08.11.2008 19:09 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,68/Tag)
Pfeil nach rechts >>das inzwischen in der Küche OG hängt<<

Dafür liebe ich ihn... Pfeil nach links

Monsant, dafür hat mir noch keiner den Vogel gezeigt, jeder findet das Bild schön. Ich habe es eben mal in mein Album gestellt.

Gruß Grenache
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Vom 08.11.2008 19:28 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

wattwurm Suppenkoch


Mitglied seit 11.09.2002
827 Beiträge (ø0,23/Tag)
Hallo Ihr lieben Weinkenner,

mir ist es völlig egal was manche "Weinkenner" für spezielle Weinaromen dem Wein unterstellen.
Bei mir geht es nur danach, er schmeckt mir oder er schmeckt mir nicht.

In dem Sinne Prost

wattwurm
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Vom 08.11.2008 22:24 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
Klar doch, das ist genauso simpel wie bei meiner Tröte: Da gibt es auch nur an oder aus. Das Herumreiten auf laut und leise (oder gar noch auf irgendwelchen Abstufungen dazwischen) ist nix weiter als alberne Feinspinnerei! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Manche machen sich sogar Gedanken über unterschiedliche Klangfarben. Nee, man kann wirklich alles übertreiben! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Beste Grüße

Marigaux
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Vom 08.11.2008 22:30 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Allegro  Sternekoch


Mitglied seit 25.09.2005
14.463 Beiträge (ø5,94/Tag)
Guter Vergleich, Marigaux YES MAN

Liebe Grüße - Allegro

Guter Wein ist Musik in Flaschen
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Vom 08.11.2008 23:50 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,68/Tag)
Marigaux,
das hört sich für mich doch ein bisschen simpel und banal an. Im Gegensatz zur Klarinette ( bei dir Klarineuse), hört sich die Oboe doch sehr angenehm und entspannend an. Mag sein, daß mein Gehörempfinden durch den Nachbarn in früher Jugend bestimmt wurde, der Klarinette übte und ständig Töne daneben setzte, selbst für Laien hörbar.
Neulich, unterwegs habe ich ein Konzert für Oboe und Orchester gehört, mir aufgeschrieben und ich kann es nicht wiederfinden, wollte es so gerne bei Hanse-CD bestellen. Das war wirklich schön anzuhören.

Gruß Grenache
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Vom 09.11.2008 00:08 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Olafsson Hendlgriller


Mitglied seit 11.06.2003
1.722 Beiträge (ø0,53/Tag)
Aufpassen auf Nuancen lernen: da helfen sehr Erfahrungen mit anderen, das geht nicht allein. Die klassische Weinsprache: mangelhaft - das ist die Sprache und der Sprecher zwar immer, die müsst halt entwickelt werden: "Kirsche" und Sangiovese: das trifft immer, also nichtssagend - also plus Preis und Alkohol und Parkerpunkte, und sonst nix? Und das Zusammenwirken von versprachlichter Erfahrung und sensibilisierter Nasenzunge, also zuerst den Referenzwein oder kann man den gar nicht schätzen ohne den erforderlichen Erfahrungshintergrund?

Kryptisch:
Ole
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Vom 09.11.2008 00:27 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,68/Tag)
Also meine Nase habe ich noch nicht auf der Zunge und ebenso meine Zunge nicht in der Nase, darauf lege ich Wert! Eins nach dem anderen, sonst müßte man die Geschmackssensibilisierung neu bestimmen.

Gruß Grenache
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Vom 09.11.2008 00:33 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Olafsson Hendlgriller


Mitglied seit 11.06.2003
1.722 Beiträge (ø0,53/Tag)
Pah! Nase - Zunge, das hängt alles zusammen! Ich sag nur "Filz"!
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Vom 09.11.2008 09:34 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Marigaux Chefkoch


Mitglied seit 12.03.2005
3.421 Beiträge (ø1,3/Tag)
"Marigaux, das hört sich für mich doch ein bisschen simpel und banal an."

Grenache, die Grinsegesichter sind doch nun wirklich nicht zu übersehen, oder? Hinter meinen letzten Satz habe ich extra 2 von den Dingern gemalt. Und Allegro hat auch gleich verstanden, wie es gemeint war.

Beste Grüße

Marigaux
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Vom 10.11.2008 10:16 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
@ Marigaux - bei manchen tarnt sich hermetisches Denken nur als hermeneutische Fähigkeit -


montägliche Grüße Was denn nun?
Clarissa
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Vom 10.11.2008 10:33 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

chefpastinake Chefkoch


Mitglied seit 02.03.2007
4.463 Beiträge (ø2,33/Tag)
Pfeil nach rechtsUnd das Zusammenwirken von versprachlichter Erfahrung und sensibilisierter Nasenzunge, also zuerst den Referenzwein oder kann man den gar nicht schätzen ohne den erforderlichen Erfahrungshintergrund? Pfeil nach links
Schön gesagt!
Manchmal habe ich den Verdacht, dass die gestelzte Weinlyrik von Verkostern darüber hinwegtäuschen soll, dass sie sich nach den unglaublich intensiven Eindrücken und Geschmacksempfindungen ihrer ersten tollen Weinerlebnisse zurücksehnen, da waren sie womöglich noch vor Begeisterung ganz stumm! Vegleiche zu anderen sinnlichen Ersterfahrungen im Leben sind durchaus legitim hechel...
Pastinake
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Vom 10.11.2008 14:24 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

grappola Chefkoch


Mitglied seit 17.01.2002
7.562 Beiträge (ø2/Tag)
Hallo,
ich habe jetzt nicht alles hier gelesen, aber ich habe über die Jahre ein paar Dinge schmecken gelernt was da wären:

Waldbeeren, Cassis, Leder, Tabak, getr. Früchte, Honig Melone, Kirschen, Aprikose und ähnliches.

Mit grünem Tee, Kräutern und solchen Sachen tue ich mich schwerer. Am meisten lernt man finde ich, wenn man einen erfahrenen Mitprobierer an der Seite hat. 30-40 Jahre Weinerfahrung tun ein Übriges! YES MAN
Gruß grappola
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Vom 10.11.2008 15:28 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

sossenbinder1 Küchenjunge


Mitglied seit 21.06.2007
2.017 Beiträge (ø1,12/Tag)
Pfeil nach rechts 30-40 Jahre Weinerfahrung tun ein Übriges! YES MAN Pfeil nach links

Man soll sich ja Ziele setzen. Ich finde, dass sind doch mal rosige Aussichten für die Zukunft. hechel...
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Vom 10.11.2008 16:29 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

peterpanik Hendlgriller


Mitglied seit 23.11.2007
15.433 Beiträge (ø9,38/Tag)
Hallo,

...habe mich mal in diesen alten und wiederbelebten Thread reingelesen und fand ihn sehr interessant, aber manchmal mußte ich doch vor mich hin schmunzeln. Beispiel: Schiefer-Aromen. Wie riecht Schiefer? Wie wenn er feucht ist, wie wenn er trocken ist. Mango war auch ein herrliches Beispiel und auch die Kiwi ist ja auch noch nicht soooo lange dabei.
Dann die Melone - ja bitte welche denn, also etwas präziser bitte Na! .

Ich gebe zu, dass ich mich bei Weinverkostungen gern zurückhalte, denn eine Frucht könnte ich vielleicht noch benennen aber ich kann definitiv auch schon den Hauch eines Korks erschmecken und feststellen ob ich diesen Wein nochmal trinken möchte oder nicht. Das war es aber auch!

Interessant ist dann bei diesen Veranstaltungen jedoch der Versuch der Teilnehmer, sich gegenseitig in der Formulierung der gustatorischen, als auch der Geruchswahrnehmung zu überbieten, wobei man das innere Verdrehen der Augen des Sommeliers förmlich erahnt...

Das ist großes Menschenkino, verbunden allerdings in der Regel mit dem Genuß guter Weine...

Kommt nicht demnächst wieder die Beaujolais Primeur Welle auf uns zugerollt?

Gruß pp
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Vom 10.11.2008 16:47 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

chefpastinake Chefkoch


Mitglied seit 02.03.2007
4.463 Beiträge (ø2,33/Tag)
Pfeil nach rechts Kommt nicht demnächst wieder die Beaujolais Primeur Welle auf uns zugerollt? Pfeil nach links

Gibt es die noch immer???

Pastinake,
die aber nichts gegen einen guten Moulin-à-Vent hat ...
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Vom 10.11.2008 16:53 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

frankophil Chefkoch


Mitglied seit 25.03.2006
2.669 Beiträge (ø1,18/Tag)
Stimmt, Peter, der Federweiße geht zu Ende und schon kommt der Beaujolais.

Bloß was da die letzten Jahre so angerollt kam, macht keine Lust auf mehr.... Oder liegt es nur an meinem Geschmack, dass ich so gar keine Lust mehr darauf habe? Die hier ansässigen Franzosen machen ein nettes kleines Fest, sonst bestünde gar kein Anlass, was davon zu trinken.

Viele Grüße von frankophil

-------------------------------------------------------------------
Wer mich nicht liebt, darf mich nicht beurteilen. - Goethe
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Vom 10.11.2008 17:43 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Krümelita Smutje


Mitglied seit 17.05.2007
315 Beiträge (ø0,17/Tag)
Hi,

also wenn Dich das Verkosten als solche interessiert dann such mal ob bei Dir in der Nähe nicht ein Marktforschungsintitut oder Sensorik-Labor (bieten rechte viele Labore als Dienstleistung an oder kontaktiere den DLDg) gibt. Die bilden Verkoster aus, nach einer DIN-Norm. Das sind dann erst mal die Grundlagen (ich hab das während dem Studium gemacht), dann kann man sich zum Verkoster für bestimmte Lebensmittel schulen lassen. für Wein gibts bestimmt irgendwelche Winzervereinigungen oder das Deutsche Weininstitut. Wenn Du dort eine Verkosterausbildung absolvierst mußt Du dort allerdings auch zu Verkostungen antreten.

Ich verkoste eigentlich nur Produkte, die wir herstellen (glutenfreie Kekse und glutenfreies Brot) - arbeite in der Qualitätssicherung.
Im Studium hab ich Darjeeling verkostet (war die Projektarbeit fürs Diplom) und bei verschiedenen Diplomarbeiten im Verkoster-Panel mitverkostet. Wein hab ich während dem Studium nur in größeren Mengen getrunken....

Verkosten macht sehr viel Spaß, aber irgendwann kommt der Punkt an dem man nur noch verkostet und nicht mehr ißt bzw. genießt. Bei mir war der Punkt erreicht als ich Weihnachten bei meinen Eltern saß und die verschiedenen Plätzchen einer Bewertung unterzogen hab - mir ist das selbst gar nicht aufgefallen ist und ich hab das soweit getrieben bis ich von allen Seiten Mecker bekam. Da ist mir erst mal aufgegangen dass ich nicht alles verkosten muss und manche Dinge einfach nur genießen sollte.

Diese ganzen Aromen, die in Wein beschrieben werden sind oft sehr subjektive Eindrücke von Einzelnen. Die sind eher selten Produkt einer standardisierten Verkostung. Geschmacks- und Geruchswahrnehmung ist nämlich ganz leicht zu beeinflussen bsp. ich hab auf der Arbeit mal ein Aroma (Vanille) zur Verkostung aufbereitet und hab das falsche Protokoll (für Aprikosenaroma) dazu gelegt. Meine Chefin war nicht mehr davon abzubringen dass das Vanille-Aroma nach Aprikose schmeckt. Wenn eine Gruppe von Leuten ein Lebensmittel verkostet und sich während der Verkostung bespricht gibt es immer ein oder zwei die den Ton angeben und andere die das übernehmen und einige die einfach nicht das gleiche schmecken. Ein Aroma kann man jemand anderem einreden.
Von diesen ganzen Beschreibungen für Wein halte ich eher wenig, ich denke die sind für die Qualität des Weines auch nicht ausschlaggebend, ein Fehlgeschmack dagegen schon, aber die verschiedenen Fehlgeschmäcke sind so eindeutig beschrieben und wahrnehmbar dass sie jemand der sich etwas damit auseinandersetzt auch erkennt.
für alle anderen Aromen im Wein: trink den Wein, der Dir schmeckt und genieß ihn. Man kann viel erschmecken, aber man kanns auch übertreiben.

Grüße
Krümelita
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Vom 10.11.2008 18:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Frank7878 Suppenkoch


Mitglied seit 04.09.2005
1.422 Beiträge (ø0,58/Tag)
Eine professionelle Verkosterausbildung macht bestimmt Sinn und schult auch ungemein.

Allerdings habe ich mit Begriffen wie "DIN" und "Qualitätssicherung" so meine Probleme.
Gerade die "Qualitätssicherung" muss ja in vielen Bereichen für die Qualität der Umsatz- und Gewinnzahlen herhalten und macht eigentlich genau das Gegenteil von dem, was der Begriff vorgaukelt.

Einem Maurer, der sich viel und intensiv mit Wein beschäftigt, traue ich deswegen auch mehr als Weinverkoster zu, als einem Profi-Allesverkoster. Na!


Das die Wahrnehmung von Gerüchen und Aromen im Wein (und anderswo) sehr stark beeinflussbar sind, steht außer Frage.
Allerdings "verkosten" ich meine Weine zum größten Teil allein. Da bin nur ich, meine Tagesform und der Wein (auch in seiner Tagesform Na! ). Da ist nicht so viel mit Beeinflussung.

Es mag sogar sei, daß ich einen anderen Begriff für den gleichen Duft oder einen Geschmack wähle, wie ein anderer Verkoster.
Dann sind es Begriffe, die uns einen Streich gespielt haben. Gemeint haben wir das Gleiche.
Deswegen ist es wichtig sich mit anderen "abzugleichen". Die relativ große Übereinstimmung dabei, würde ich nicht auf "Beeinflussung" zurückführen.
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Vom 10.11.2008 18:34 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Recht hast du frank! Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Mir gehn diese Lehrer-Lämpel- und Trollkommentare langsam auf den Keks ... Erklärt man es ihnen langsam, fühlen sie sich intellektuell überfordert, erklärt man es ihnen gar nicht, ist man elitär. Erklärt man ihnen, wie man es selbst lernt oder sich zumindest abmüht, erwidern sie, man müsse sich nur daran orientieren, ob "es schmeckt" oder nicht. Erklärt man ihnen, man solle sich den einfachsten Gerüchen, die unsere Welt bietet, langsam herantasten, muß man sich fragen lassen, wie Schiefer riecht. Also, wer etwas erreichen will, muß zuallererst den Hintern hochbekommen. mhmmmh hmmhmhmmmmhhh
Asch hu zäng usenand! Oder feiner:

No one has ever reached Santiago, by sitting in a bar! YES MAN

LG
Clarissa
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Vom 10.11.2008 18:51 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

peterpanik Hendlgriller


Mitglied seit 23.11.2007
15.433 Beiträge (ø9,38/Tag)
...au weia Clarissa,

da mußte ich ja sicher ein Pfund einstecken oder besser wegstecken. Bin ich "Lehrer", "Lämpel" oder "Troll"? Na!

Ich nehme es jedenfalls mit Humor, da "Schiefer" durchaus einen Geruch hat, aber dieser differiert zwischen dem trockenen und dem feuchten Zustand.

Gegen ein perfektes Gaumen- und olfaktorisches Vermögen kann ich natürlich nicht anstinken, aber das wurde meinerseits auch nicht versucht.

..un de Arsch is huh un de Zäng sin geschliffe...

...und was Frank ausführte möchte ich gleichfalls unterschreiben, denn er traf genau das, was ich sicherlich nicht so traf wie er...


Gruß pp ...
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Vom 10.11.2008 19:00 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Clarisza Chefkoch


Mitglied seit 14.05.2004
3.959 Beiträge (ø1,35/Tag)
Lachen Lachen Nein nein, pp, du warst natürlich nicht gemeint! Weder Lämpel noch Lehrer noch Troll. Küsschen
Das Schieferbeispiel war nur grad so schön anschaulich und mußte herhalten. Na!

LG
Clarissa
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Vom 10.11.2008 19:02 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

peterpanik Hendlgriller


Mitglied seit 23.11.2007
15.433 Beiträge (ø9,38/Tag)
...vielleicht darf ich noch anschließen, dass der Genuß des Weines für mich ein purer Genuß ohne Dogma ist.

Ein von manchen abgewertetes Produkt stellt für mich immer noch eine Herausforderung dar, um mir eine eigene Meinung zu bilden. Gleichfalls muß ein hochgelobter Wein meinen Gaumen nicht unbedingt bis zur Besinnungslosigkeit reizen.

Es haben sich im Laufe der Jahre... ...und das sind eine ganze Menge... ...Vorlieben herausgebildet, die zum Standard meines Weinregals wurden, dennoch bin ich für Anregungen immer offen, wobei es inzwischen auch die No-Go´s gibt, die meine Geschmacksnerven nicht anregen, während es auch in meinem Freundeskreis (der übrigens auch richtige Weinprofis umfasst, zu denen ich nur aufschaue...) Verfechter bestimmter Gebiete, Rebsorten oder Winzer gibt, die ich probierte und die mich dennoch nicht ansprachen...

...alles eine Frage des Geschmacks - im wörtlichen Sinne...

Gruß pp
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Vom 10.11.2008 19:09 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,68/Tag)
Also, wer etwas erreichen will, muß zuallererst den Hintern hochbekommen.



Da tastest du dich allerdings an die von dir beschriebenen einfachsten Gerüche heran. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Gruß Grenache
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Vom 10.11.2008 19:17 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

peterpanik Hendlgriller


Mitglied seit 23.11.2007
15.433 Beiträge (ø9,38/Tag)
Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

...wen meinst du jetzt? Ich habe nicht damit angefangen.... BOOOIINNNGG....

Gruß pp
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Vom 10.11.2008 19:33 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

Grenache Hendlgriller


Mitglied seit 25.01.2008
2.659 Beiträge (ø1,68/Tag)
Natürlich die mit dem ..sz.., die die Geruchsorgel in Beaune kennenlernen will, am besten gleich am kommenden Wochenende zu den 3 Glorieuses. Sich auf dem Boden wälzen vor Lachen

Gruß Grenache
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Vom 10.11.2008 20:13 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

peterpanik Hendlgriller


Mitglied seit 23.11.2007
15.433 Beiträge (ø9,38/Tag)
...auf nach Beaune á "L´Hôtel Dieu"


...nicht das du die drei "Jours glorieuses" von 1880 meinst... Na!

Gruß pp ...
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Vom 10.11.2008 23:35 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

frankophil Chefkoch


Mitglied seit 25.03.2006
2.669 Beiträge (ø1,18/Tag)
"Ein von manchen abgewertetes Produkt stellt für mich immer noch eine Herausforderung dar, um mir eine eigene Meinung zu bilden. Gleichfalls muß ein hochgelobter Wein meinen Gaumen nicht unbedingt bis zur Besinnungslosigkeit reizen".

PP, du sprichst mir aus der Seele - auch wenn ich mich (ein klein wenig *ups ... *rotwerd* ) abwertend über den Beaujolais geäußert habe - aber ich habe ihn, ernsthaft, über Jahre hinweg probiert Na! . - Und was du schreibst, ist ja schließlich auch die Motivation dafür, sich vielleicht doch noch einen Aldi-Wein zu holen (von Keller, Prüm oder sonstwem...)

Grüße von frankophil



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Wer mich nicht liebt, darf mich nicht beurteilen. - Goethe
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Vom 11.11.2008 08:01 Diesen Beitrag drucken PDF Auf diesen Beitrag antworten zum Anfang der Seite scrollen zum Ende der Seite springen Einen Beitrag nach oben springen Einen Beitrag nach unten springen

peterpanik Hendlgriller


Mitglied seit 23.11.2007
15.433 Beiträge (ø9,38/Tag)
...gebe zu noch nie einen Wein bei ALDI gekauft zu haben, aber kürzlich einen sauberen 'Sancerre' bei Kaisers für 7,--€ mitgenommen. Werde nachkaufen...

Gruß pp
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